DE2927893C2 - Verfahren zum Behandeln einer Bahn aus rauchbarem, blattförmigem Material - Google Patents

Verfahren zum Behandeln einer Bahn aus rauchbarem, blattförmigem Material

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Description

Beschreibung
Flüssiges Lösungsmittel Flüssiges Lösungsmittel Weichmacher
Kleber
Füllstoff gemahren auf 200 Maschen Farbe gemahlen auf 200 Maschen Farbe gemahlen auf 200 Maschen
8. Verfahren nach Anspruch ,dadurch gekennzeichnet, daß die Farbe bzw. Tinte die folgende Zusammensetzung hat:
Benzylacetat 50 ml
lsoamylacetat 150 ml
Triacetin 4g
Äthylzellulose 16g
Cr'ciumkarbonat 20 g
Zigarrenabfall 20 g
Zigarettenabfall 20 g
Bestandteil
Menge
Beschreibung
lsoamylacetat 100 ml
Äthylacetat 100 ml
Triacetin 4g
Äthylzellulose 16g
Calciumkarbonat 34 g
Zigarrenabfall 86 g
Zigarettenabfall 20 g
Flüssiges Lösungsmittel Flüssiges Lösungsmittel Weichmacher
Kleber
Füllstoff gemahlen auf 200 Maschen Farbe gemahlen auf 200 Maschen Farbe gemahlen auf 200 Maschen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Behandeln einer Bahn aus rauchbarem, blattförmigem Material, um Markierungen des natürlichen Tabakblattes vor dem Schneiden der Bahn nachzuahmen und um eine Reihe von Zigarrendeckblattzuschnitten in einem Muster des natürlichen Tabakblattes zu erhalten.
Muster von natürlichen Tabakblättern zeigen, wenn sie als das einen Teil der Zigarre darstellende äußere Deckblatt verwendet werden, Seitenadern, schieflaufende Adern und eine spiralförmige Linie, die sich durch das Überlappen der Windungen des Tabakdeckblattes ergeben.
Aus der US-PS 23 16 785 ist bereits bekannt, blattförmiges Material mit der Struktur von aderartigen Verästelungen zur Herstellung von Zigarrendeckblättern zu prägen (erhaben oder vertieft), um das Aussehen von natürlichen Tabakblättern zu simulieren bzw. nachzuahmen, indem das Material /wischen zwei zusammenwirkenden Prägewalzen hindurchgeführt wird. Man hat jedoch festgestellt, daß das Prägen des blattförmigen Materials, das zur Herstellung von dünnen, empfindlichen Dcckblattzuschnitten verwendet wird, leicht zerbricht bzw. zerreißt. Ferner kann es notwendig sein, das blattförmige Material vor dem Strecken zu befeuchten und es dann in die gewünschte Form zu schneiden; hierbei kann jedoch das Strecken des befeuchteten Materials zum
b5 Abflachen und Zerstören des geprägten bzw. erhabenen Musters führen.
Des weiteren ist aus der DE-OS 27 41 428 ein Verfahren zum Bedrucken von blattförmigem Material mit einem Muster bekannt. Hierbei wird ein erhabenes Vcrästcliingsmustcr in ein Zigarrendeckblatt eingeprägt und die komplementären Vertiefungen auf der anderen Seite des Deckblattes werden mit einem Füllstoff ausgefüllt.
um das Muster zu verstärken. Der Nachteil einer derartigen Methode besteht darin, daß das Deckblatt beim Prägen beschädigt werden kann. Obgleich dieses Verfahren sich maßgeblich auf das Verstärken des erhabenen Musters mit Füllmaterial bezieht, wird bei diesem bekannten Verfahren ferner angegeben, daß das geprägte blattförmige Material mit einem zweiten, nichtgeprägten blattförmigen Material laminiert wird, um das geprägte Muster zu verstärken und es widerstandsfähiger gegen Strecken zu machen. Daraus ergibt sich, daß die Lösung des Auffüllens des geprägten Musters nicht als ausreichend angesehen wird, um ein stabiles Produkt zu erhalten.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile der vorbeschriebenen bekannten Methoden zu vermeiden und ein Verfahren der gattungsgemäßen Art so auszugestalten, daß ein erhabenes Rippenmuster auf einer Bahn aus rauchbarem, blattförmigem Material geschaffen wird, das mit einer besonders einfachen und für das Material schonende Behandlung durchgeführt werden kann.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird erreicht, daß die aderartige Musterung des natürlichen Tabakblattes durch Aufbringen eines -reliefartigen, erhabenen Musters simuliert wird, wobei Tabakstaub, nämlich !5 zermahlener Abfall, für diesen Druck verwendet wird. Eine derartige Simuliertechnik ist erheblich einfacher als ein Prägevorgang, bei dem eine Verstärkung an den Vertiefungen erforderlich ist, um ein Zerbrechen der Schicht zu vermeiden. Durch Verwendung von Tabakstaub in der verdickten Tinte läßt sich gemahlener Tabakabfall auf sinnvolle und zweckmäßige Weise weiter verwenden, was wirtschaftlich vorr erheblichem Interesse ist, es wird aber auch natürlicher Farbstoff, nämlich Tabak verwendet, der mit dem .".tsteria! eines Tabakdeckbiattes verträglich ist und der ferne;· auch als natürliches Tabakmaterial einwandfrei abbrennt, wenn das Produkt, z. B. die Zigarre, geraucht wird.
Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung einer Rotationstiefdruckmaschine 2um Drucken von Mustermarkierungen auf einer Bahn aus blattförmigem Tabakmaterial,
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht der bedruckten Bahn, die von einer Vorratsrolle abgewickelt und befeuchtet wird, und
F i g. 3 eine Aufsicht auf ein bedrucktes Deckblatt, das aus der Bahn geschnitten ist.
In Fig. 1 weist eine Rotationstiefdruckmaschine eine Vorratsrolle 10 aus einer Bahn 11 aus blattförmigem Tabakmaterial, einem drehbar angetriebenen Tiefdruckzylinder 12, einer damit zusammenwirkenden Druckwalze 13, einer Farbzuführvorrichtung 14 zum Einspeisen von Farbe bzw. Tinte in den Druckzylinder, einem Abstreifmesser 15 und einem Farbtrocknungszylinder 16 auf.
Im Druckzylinder 12 ist ein vorbestimmtes Schema von Zellen eingraviert, die eine verdickte Farbe bzw. Tinte aufnehmen, welche durch die Zufuhrvorrichtung 14 eingespeist wird. Das Schema stellt Schemamarkierungen eines natürlichen Tabakdeckblattes dar, in vorliegendem Fall eine Anzahl von geneigten, etwa parallelen Linien mit Verzweigungslinien. Die Druckwalze 13 drückt die durchlaufende Bahn 11 gegen den Zylinder 12, so daß d;e obere Fläche der Bahn am Druckwalzenspalt einen Farbauftrag aufnimmt, der ein Muster bildet, das durch das Zellenmuste, des Zylinders 12 festgelegt ist. Die gedruckte Bahn wird um den Trocknungszylinder 16 herumgeführt, damit die Farbe bzw. Tinte trocknet, und wird dann auf eine Vorratsrolle 20 aufgewickelt (Fig. 2).
Die getrockneten sichtbaren Mustermarkierungen, die auf der Bahn 11 aufgedruckt sind, sind in den F i g. 2 und 3 dargestellt. Sie bestehen aus stark hervortretenden geneigten Linien 21, die Seitenadern darstellen, und dünneren Linien 22, die schieflaufende Adern bilden. Die Linien oder Markierungen haben eine Tiefe und Definition, die ihnen die Form von kleinen Rippen auf der bedruckten Oberfläche der Bahn geben und stellen somit ein Rippenmuster auf dieser Oberfläche dar. Die andere Oberfläche der Bahn ist flach und ohne Markierungen. Beispielsweise hat die Bahn eine Dicke von 0,1 bis 0,5 mm und die gedruckten Markierungen haben eine Tiefe von 0,025 bis 0,5 mm.
Das blattförmige Material besteht vorzugsweise aus wiederaufbereitetem Tabak, der Tabakabfall enthält, z. B. geschnittene und rohe Sttiigel sowie Tabak aus weggeworfenen Zigaretten. Andererseits kann das blattförmige Material aus einem Tabakersatzmaterial oder einem Gemisch von Tabakabfallprodukten und einem Tabakersatzmateri&r bestehen.
Die Farbe bzw. Tinte kann einen Füllstoff, ein Lösungsmitte1 auf Nichtwasserbasis, einen Kleber, einen Weichmacher und Tabakslaub enthalten.
Der Füllstoff, der den erforderlichen Körper für die Farbe bzw. Tinte darstel'en soll, kann Kaliumcarbonat, Diatomerenerde oder Titandioxyd sein.
Das Lösungsmittel, das als Träger für den Füllstoff wirkt, kann Äthanol, Propanol, Isopropanol, Äthylzellulose. Isoamylacetat, Benzylacetat oder Benzylalkohol sein. Da das Lösungsmittel ein Lösungsmittel auf Nichtwasserbasis ist, verhindert es eine Imprägnierung des blattförmigen Materials durch die Farbe bzw. Tinte und beschleunigt damit die Bildung eines entsprechend definierten Rippenmusters.
Der Kleber, der die Feststoffe miteinander und mit dem blattförmigen Material bindet, kann Zellulose, Zelluloseacetat, Dextrinstärke. Äthylzellulose, Methylzellulose oder Melasse, oder aber ein Gummi, wie z. B. Gummiarabikum, Tragantgummi oder Akaziengummi sein.
Der Weichmacher, der eine Brüchigkeit und ein Reißen der Farbe bzw. Tinte in getrocknetem Zustand verhindert, kann Triaretin. Glycerol oder Propan-1.2-Diol sein.
Der Tabakstaub, der die Färbung der Farbe bzw. Tinte verbessert, um die natürlichen Blattmarkierungen zu fö simulieren, kann gemahleler Zigarrenabfall, z. B. Zigarrcnstengel, und/oder gemahlener Zigarettenabfall, oder einfach gewöhnlicher gemahlener Tabak sein.
Beispiel I Eine verdickte Farbe bzw. Tinte hat die folgende Zusammensetzung:
IO
Bestandteil Menge Beschreibung
Benzylacetat 50 ml flüssiges Lösungsmittel
Isoamylacetat 150 ml flüssiges Lösungsmittel
Triacetin 4g Weichmacher
Äthylzellulose 16g Kleber
Calciumkarbonat 20 g Füllstoff gemahlen auf 200 Maschen
Zigarrenabfall 20 g Farbe gemahlen auf 200 Maschen
Zigarettenabfall 20 g Farbe gemahlen auf 200 Maschen
Die Farbe bzw. Tinte wird in der Weise hergestellt, daß in einem Hochgcschwindigkeitsmischer die beiden Lösungsmittel und der flüssige Weichmacher gemischt werden und dann der Kleber langsam dem Gemisch
I" hin/.ügeiügi wird. Die dadurch entstehende .Mischung wird bis ?.a einer Stunde stehengelassen, damit die
Klebstoffpartikcl in der Lage sind, zu schwellen, und dann werden die drei Feststoffe dem Gemisch in einem langsam laufenden Mischer mit hohem Drehmoment hinzugefügt. Die sich dadurch ergebende Verdickung der Farbe bzw. Tinte, die zur Verwendung bereit ist, hat eine Viskosität von etwa 8000 Centipoise und einen kombinierten Lösungsmittelsiedepunkt von etwa 1500C.
In F i g. 2 ist die bedruckte trockene Bahn 11 von der Rolle 20 abgewickelt und über eine Befeuchtungsrolle 25 geführt, deren unterer Teil in einen Wassertrog 26 eintaucht. Die bedruckte Oberfläche der Bahn ist nach aufwärts gerichtet, so daß die nichtbedruckte Oberfläche direkt von der Rolle 25 benetzt wird. Die Bahn wird im wesentlichen vollständig rasch durch das Wasser getränkt und dadurch verliert die Bahn ihre Brüchigkeit und ihre geringe Zugfestigkeit und kann sicher durch eine Blattzufühn errichtung gezogen werden, damit sie eine Schneidstation erreicht, wo sie in eine Reihe von Zigarrendeckblattzuschnitten geschnitten wird. Einer dieser Zuschnitte ist in F' g. 3 dargestellt.
Eine andere Druckmaschine als die Rotationstiefdruckmaschine ist eine Rotationssiebdruckmaschine, die einen Druckzylinder hat, der eine poröse Schablone darstellt. Die Schablone wird in bekannter Weise so hergestellt, daß Druckflächen entstehen, die den gewünschten Mustermarkierungen eines natürlichen Tabakblattes entsprechen. Verdickte Farbe oder Tinte wird in den Druckzylinder eingeführt und durch die Druckflächen über eine Quetschvorrichtung gedruckt. Eine durchlaufende Bahn aus blattförmigem Tabakmaterial nimmt das Farbmuster beim Durchlauf durch den Walzenspalt zwischen dem Druckzylinder und einer mit Gummi überzogenen Druckwalze auf.
Fig. Il Eine verdickte Farbe bzw. Tinte für die poröse Schablone hat folgende Zusammensetzung:
40
45
50
Der kombinierte Lösungsmittelsiedepunkt beträgt 110°, was ausreichend hoch ist, um ein Auskochen während des Druckvorganges zu vermeiden, jedoch ausreichend niedrig ist, um ein rasches Trocknen der gedruckten Farbe bzw. Tinte durch den Trocknungszylinder 16 zu erleichtern.
Die Erfindung ist nicht auf die Verwendung von Rotationsdruckmaschinen beschränkt Es kann jedes andere Verfahren zum Drucken der verdickten Farbe bzw. Tinte auf das rauchbare blattförmige Material verwendet werden.
Wenn der Deckblattzuschnitt nicht durch einen spiralförmigen Umwicklungsvorgang auf einen Zigarrenbinder aufgebracht wird, der einen Füllstrang umschließt, sondern mit einem länglichen Saum aufgebracht wird, kann die Bahn mit einer zusätzlichen rippenartigen Mustermarkierung bedruckt werden, die bei der fertigen bo Zigarre die spiralförmige Linie der sich überlappenden Windungen eines herkömmlichen Deckblattes simuliert
Das Rippenmuster, das durch die getrocknete Farbe bzw. Tinte entsteht, ist widerstandsfähig gegen Abflachung und wird durch nachfolgende Herstellschritte einschließlich Benetzens der Bahn nicht aufgehoben. Der Tabakstaub ergibt eine natürliche Färbung und einen natürlichen Bestandteil für Tabakdeckblätter.
Bestandteil Menge Beschreibung
Isoamylacetat 100 ml Flüssiges Lösungsmittel
Äthylacetat 100 ml Flüssiges Lösungsmittel
Triacetin 4g Weichmacher
Äthylzellulose 16g Kleber
Calciumkarbonat 34g Füllstoff gemahlen auf 200 Maschen
Zigarrenabfall 86 g Farbe gemahlen auf 200 Maschen
Zigi, ettenabfall 20 g Farbe gemahlen auf 200 Maschen
bJ Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    1. Verfahren zum Behandeln einer Bahn aus rauchbarem, blattförmigem Material, um Markierungen des natürlichen Tabakblattes vor dem Schneiden der Bahn nachzuahmen und um eine Reihe von Zigarrendeck blattzuschnitten in einem Muster des natürlichen Tabakblattes zu erhalten, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn mit Tabakstaub enthaltender Farbe bzw. Tinr.e in einer verdickten Zusammensetzung aufgebracht wird, die getrocknet ein erhabenes Rippenmuster auf der Bahn bildet
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tabakstaub aus Zigarren- und Zigarettenabfall hergestellt wird.
    ίο 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbe bzw. Tinte wenigstens in Lösungs
    mittel auf Nichtwasserbasis aufweist.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbe bzw. Tinte aus einem Füllstoff, einem Lösungsmittel auf Nichtwasserbasis, einem Klcir^r, einem Weichmacher und einem die gewünschte Färbung ergebenden Pulver besteht.
    is 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Muster mit einer Rotationsdruckmaschine
    mit Tiefdruckwalze gedruckt wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Muster mit einer Rotationsdruckmaschine mit einem Druckzylinder in Form einer porösen Schablone gedruckt wird.
    7. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die Farbe bzw.Tinte die folgende Zusammen-Setzung hat:
    Bestandteil
    Menge
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