DE2918280C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen energieabsorbierenden Sitz gemäß
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
In der US-Zeitschrift "Machine Design" vom 28. März 1968, Seiten
130-135 werden verschiedene Energieabsorptionsvorrichtungen
behandelt, die sich vorwiegend mit dem Zerstören eines zer
brechlichen Rohrs unter axialer Belastung an oder auf einer
starren Unterlage befassen. Praktische Anwendungsbeispiele sind
nicht gegeben.
Aus der DE-AS 10 86 131 ist ein Flugzeugführersitz bekannt,
dessen Rahmen zwei hydraulische Stoßdämpfer aufweist, die Stöße
über ein Paar von Stoßdämpferhebeln auffangen.
Es ist demgegenüber Aufgabe der Erfindung, einen verbesserten
Sitz zu schaffen, welcher die beim Landen von Flugzeugen oder
beim schnellen Abbremsen von Fahrzeugen auftretenden hohen Stoß
kräfte durch Energieabsorption abschwächt.
Diese Aufgabe soll in Verbindung mit den Merkmalen des Ober
begriffs des Patentanspruchs 1 durch die in einem kennzeichnen
den Teil angegebenen Merkmale gelöst werden.
Eine vorteilhafte Ausgestaltug der Erfindung ist Gegenstand des
Unteranspruchs.
Als Verbundmaterial für das energieabsorbierende, längliche Teil
sind beispielsweise in Kunstharz gebetteter Graphit, Glasfasern,
Rohr- oder Aramidfasern geeignet.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Figuren näher
erläutert; es zeigen
Fig. 1a, 1b, 1c Grundelemente einer energieaborbierenden Vor
richtung unter Darstellung ihrer Wirkung;
Fig. 2 eine andere Ausführung der in Fig. 1 darge
stellten Vorrichtung;
Fig. 3a+3b einen Amboß mit positivem und negativem Ke
gelwinkel;
Fig. 4a bis 4d Last/Ausknickkurven für einige Faserstoffe,
die für das energieabsorbierende längliche Ver
bundteil verwendbar sind;
Fig. 5 eine Seitenansicht eines Sitzes mit
energieabsorbierenden Vorrichtung;
Fig. 6 eine Ansicht des in Fig. 5 dargestellten
energieabsorbierenden Sitzes (von hinten ge
sehen);
Fig. 7 eine Einzelheiten darstellende Ansicht des
energieabsorbierenden Sitzes gemäß Fig. 5;
Fig. 8 einen Schnitt durch eine Ausführung der
Stoßdämpfungseinrichtung in
Verbindung mit dem in den Fig. 5 und 6
dargestellten Sitz.
Bei der Vorrichtung erfolgt die Energie
umwandlung zur Abschwächung auftretender Stoßkräfte durch
mechanische Verformbarkeit. Bei bekannten Vorrichtungen
erfolgt die Energieumwandlung durch pemanente Material
verformung, wobei üblicherweise ein extrudiertes Aluminium
legierungsprofil verformt wurde.
Fig. 1 zeigt eine Stoßdämpfungseinrichtung 10 in schema
tischer Darstellung mit einem länglichen Teil 12 aus Ver
bundfasermaterial, beispielsweise aus faserverstärktem
Kunststoff. Ein Amboß 14 ist axial in bezug auf das Teil 12
ausgerichtet und liegt an einem Ende dieses Teils 12 an. Auf
das gegenüberliegende andere Ende des Teils 12 wirkt die
abzuschwächende Stoßkraft F ein. Hierzu drückt ein Einsatz 16
das Teil 12 immer stärker auf den Amboß 14, wodurch dieses
in zunehmendem Maße gemäß den Fig. 1a bis 1b zerbrochen
wird.
Fig. 2a zeigt das energieabsorbierende Teil 12 als Ver
bundteil aus Kunstharz und Fasern. Die Fasern verleihen dem
Material die notwendige Festigkeit, während das Harz die
Fasern in Form einer Matrix einbettet und zur Kraftver
teilung auf die Fasern dient. Als Fasern für das energie
absorbierende Teil 12 sind beispielsweise Graphit, Kevlar,
Glasfasern oder Bor geeignet. Warmhärtende oder thermo
plastische Kunstharze werden bei der Herstellung des ener
gieabsorbierenden Teils mit den Fasern vermischt. Als warm
härtende Kunstharze sind beispielsweise Polyester, Epoxid
harze oder Phenolharze geeignet, wobei die Epoxidharze her
vorragende mechanische Eigenschaften sowie eine Dimensionssta
bilität aufweisen. Geeignete thermoplastische Kunstharze
sind Polystyrol, Polycarbonat und Polypropylen sowie ähn
liche Kunstharze.
Je nach Art der gewählten Faser und des Kunstharzes erfolgt
die Herstellung des energieabsorbierenden Teils 12 auf
unterschiedliche Weise. Übliche Herststellungstechniken um
fassen das Wickeln oder Spinnen von Fasern, das Aufbringen
von Streifen oder Bahnen, das Laminieren, das Formen ge
schnittener Fasern sowie das Vor- und Nachformen.
Die Energieabsorptionseigenschaften des Teils 12 hängen
außerdem von der Faserorientierung ab. Die Faserorientierung
umfaßt zahlreiche Kombinationen von gleichgerichteten Fasern,
welche im Winkel von 0 bis 90° bezüglich der Säulenachse
des energieabsorbierenden Teils 12 oder bezüglich der Normal
ebene 15 gemäß Fig. 2a liegen. Zur weiteren Einstellung
der Energieabsorptionseigenschaften des Teils 12 wird die
Stelle jeder Faserschicht im Laminat zur Erzielung der ge
wünschten Laminateigenschaften vorgewählt. Beim Aufsprühen
oder beim Formen geschnittener Fasern werden die Fasern
nicht besonders ausgerichtet. Ihre Orientierung entspricht
daher einer Zufallsverteilung.
Gemäß Fig. 2a ist das energieabsorbierende Teil 12 ein
Rohr mit offenen Enden. Im Querschnitt offene Teile 12 sind
ferner Winkelteile, T-Profile, Kanalprofile und "J"-, "I"-,
oder "Z"-Profile. Das energieabsorbierende Teil 12 kann aber
auch aus geschlossenen Profilen hergestellt sein, wobei der
artige Profile vorzugsweise kreisförmig, elliptisch, quadra
tisch oder rechteckig sind.
In Prüfversuchen wurd das Teil 12 als
offener Zylinder gemäß Fig. 2a verwendet. Zur Verstärkung
dienten Graphit, Kevlar und Glasfasern, während als Matrix
Epoxidharz benutzt wurde. Die Teile wurden "gewickelt", wo
bei ein mit Kunstharz imprägniertes Faserbündel unter dem
gewünschten Orientierungswinkel aufgewickelt wurde, bis die
vorgegebenen Wandstärke erzielt war. Die Eigenschaften der
auf diese Weise hergestellten Rohrteile sind in der nach
stehenden Tabelle 1 angegeben.
Diese Prüfversuche erzielten die höchste spezifische Ener
gieabsorption (cm · kg/kgGewicht) für die Mischung Graphit/
Epoxidharz. Die Prüfversuche zeigen, daß die spezifische
Energieabsorption eines bestimmten energieabsorbierenden
Teils 12 von der Feinheit des zerbrechenden Materials ab
hängt. Das Graphit/Epoxidharz-Rohr war beispielsweise
"pulverisiert", während das Kevlarrohr nach dem Zerbrechen
teilweise noch größere Stücke aufwies. Fig. 1 zeigt einen
Amboß 14 mit am Teil 12 anliegender ebener Oberfläche, wäh
rend die Fig. 2a eine Amboßausführung in Form eines Kegel
stumpfes darstellt. Dies ist deutlicher in Fig. 2b erkenn
bar. Der Neigungswinkel 14a ist in Fig. 2b mit α bezeichnet;
er beträgt 30°.
Durch Veränderung des Neigungswinkels der Amboßoberfläche
wird die auf ein bestimmtes Teil 12 wirkende Bruchlast ver
ändert. Vergrößert man den Kegelwinkel α von 0° auf 45°,
dann bricht das energieabsorbierende Teil 12 bereits bei
geringerer Belastung. Prüfversuche mit ∓ 45° bezüglich der
Normalebene 15 orientierten Fasern erhärteten diese Erkennt
nis. Der Bruchvorgang war dabei ein zunehmendes Aufplatzen
der Laminatschichten gegenüber einem zunehmenden Zerbrechen.
Dies hängt jedoch von der Orientierung der Fasern bezüglich
der Normalebene 15 ab. Bei parallel zur Normalebene 15
orientierten Fasern, die also einen Winkel von 90° zur
Zylinderachse einschließen, überwiegt das Zerbrechen gegen
über dem Aufplatzen des Laminats.
Die Fig. 3a und 3b zeigen eine andere Aufführung des
Ambosses 14 mit einem positiven und einem negativen Kegel
winkel, wobei bei der Ausführung mit negativem Kegelwinkel
gemäß Fig. 3b die Zerstörungswirkung bei zunehmendem Hin
eindrücken des Teils in den Kegelstumpf zunimmt. Dadurch
vergrößert sich der Wirkungsgrad der Energieabsorption, also
die je Gewichtskilogramm absorbierte Energie.
Ein wichtiges Indiz für die Wirksamkeit der Stoßdämpfungs
einrichtung ist deren spezifischer Energieabsorptionswir
kungsgrad. Dieser Faktor gibt die Kraftabschwächungsfähig
keit im Verhältnis zum Gewicht des Teils an. Die Dimension
dieses Faktors ist cm/kg je Kilogramm Gewicht. Es hat sich
gezeigt, daß der spezische Energieabsorptionswirkungsgrad
der Vorrichtung nicht nur von dem ver
wendeten Material, sondern auch von dem Kegelwinkel α des
Ambosses 14 gemäß den Fig. 2 und 3 abhängt.
Die Fig. 4a bis 4c zeigen typische statische Lastaus
lenkungskurven für Rohre aus einem Material gemäß Tabelle 1
für verschiedene Amboßkegelwinkel. Die Fig. 4a, 4b und
4c zeigen die Belastung in Kilogramm in Abhängigkeit von
der Auslenkung in Zentimetern, womit die Bewegungslänge des
Stoßübertragungsteils oder Einatzes 16 gemeint ist. Man er
kennt, daß jede der Kurven zu Beginn eine Spitze mit an
schließender Talsohle aufweist, die die ersten Bruchlastspitze
darstellen. Man erkennt aus den Diagrammen, daß die an
fängliche Spitzenbruchlast durch Abschrägung des Rohrendes
verringerbar ist. Gemäß der die Ausführung nach Fig. 3a
darstellenden Kurve in Fig. 4a folgt auf eine anfängliche
Spitze und ein Tal ein Bereich I in den die Bewegung des
Einsatzes 16 gegenüber dem Amboß 14 darstellenden Aus
lenkungskurven, in welchem sich die Belastungskraft auf
baut. Nach einem Übergangsbereich II geht jede der Auslen
kungskurven in einen linearen Bereich III über, der die auf
das Rohrteil wirkenden konstante Belastung während der Ab
wärtsbewegung des Einsatzes 16 und während des zunehmenden
Zerbrechens des Rohrteils auf dem Amboß 14 darstellt. Ein
energieabsorbierendes Teil 12 mit abgeschrägtem Ende weist
einen Kurvenverlauf mit minimiertem Bereich II auf, wobei
lediglich der Bereich III gemäß Fig. 4a für ein Graphit/
Kunstharz-Rohr übrig bleibt.
Dieser lineare Bereich der Lastknickkurven gibt an, daß die
Belastung über praktisch die gesamte Länge der Wirkung des
Einsatzes oder Kraftübertragungseinrichtung konstant ist
und damit eine wirksame Energieabsorption erzielt wird.
Aus den statischen Prüdaten ist der spezifische Energie
absorptionswirkungsgrad für jede Ausführung berechenbar.
Tabelle 2 zeigt die spezifische Energieabsorptionswirkungs
grade für I-Laminate mit 45° Faserorientierung im Vergleich
mit einem Metallrohr aus 3003-H14 Aluminiumlegierung.
Die Genauigkeit der statischen Lastauslenkungskurven gemäß
den Fig. 4a bis 4d als Maß für die Wirksamkeit der
Stoßdämpfungseinrichtung bei dynamischer
Belastung wurde durch Fallversuche mit einem Graphit-Epoxid
harzrohr überprüft, dessen Fasern etwa 45° zur Normalebene
der wirkenden Kraft gewickelt waren. Auf das Rohr wurde ein
Gewicht von 55,3 kg (122 pounds) aus einer Höhe von 60 cm
(2 feet) fallengelassen. Einschließlich der Rohrauslenkung
betrug die volle Fallhöhe 65,28 cm (25,7 inches). Die Auf
treffgeschwindigkeit des Gewichtes betrug etwa 360 cm je
Sekunde (12 feet per second). Die Vorrichtung schwächte die
gesamten 3318 cm/kg (244 foot-pounds) ohne Rückstoß ab.
Bei einer Energiefläche unter der statischen Lastauslenkungs
kurve aus Fig. 4a und einem Amboßwinkel von 0° wurde eine
Auslenkung von 4,1 cm (1,63 inch) vorhergesagt. Im dynamischen
Fallversuch wurde eine Auslenkung von 4,4 cm (1,75 inch) ge
messen, so daß also die statische Lastauslenkungsinformation
auch für die dynamische Belastung repräsentativ ist.
Es wird darauf hingewiesen, daß im Falle von Umrechnungs
fehlern die US-amerikanischen Einheiten Vorrang haben.
Die Fig. 5 bis 8 zeigen Anwendungsbeispiele
vorzugsweise anhand eines energieabsorbierenden
Sitzes 20. Der energieabsorbierende Sitz 20 besitzt einen
Rahmen 22 mit einem Fuß 24. Ein konturierter Sitzteil 26
ist in zu beschreibender Weise am Rahmen 22 angebracht.
Die Fig. 5 und 6 zeigen den Rahmen 22 in Einzelheiten mit
zwei den Sitzteil 26 haltenden Rahmenteile 28 und 30, die von den Füßen 24a
und 24b hochragen. An den Rahmenteilen 28 und 30 ist der
Sitzteil 26 mit Hilfe von Gurten 32 aufgehängt. Eine
obere Strebe 34 verbindet die beiden Rahmenteile 28 und 30; zwischen
den Füßen 24a und 24b ist eine Dämpfungsklammer 36 befestigt.
Die Stoßdämpfungseinrichtung 38 ist zwischen der Dämpfungs
klammer 36 und der Rückseite des Sitzteiles 26 befestigt.
Die Stoßdämpfungseinrichtung 38 ist im Grunde genommen ein
längliches Teil, das auf zuvor beschriebene Weise aus Ver
bundmaterial besteht. Es ist kraftübertragend zwischen dem
Sitzteil 26 und die Dämpfungsklammer 36 eingesetzt.
Die Fig. 7 und 8 zeigen die Stoßdämpfungseinrichtung 38
und die Dämpfungsklammer 36 in Einzelheiten. Am unteren Ende
der Stoßdämpfungsrichtung 38 ist eine
Schale 40 mit eingesetztem, feststehenden ersten Zylinder 42 vor
gesehen, der konzentrisch dazu einen zweiten Zylinder 44 auf
weist. Der Innenzylinder 44 besitzt ein verschlossenes Ende
46, das als Kraftübetragungselement vom Sitzteil 26
zu einem im ersten Zylinder 42 montierten, energieabsorbierenden
Teil 48 dient. Das energieabsorbierende Teil 48 entspricht
der Ausführung gemäß Fig. 1 und 2. Die Zylinder 42 und
44 sowie das energieabsorbierende Teil 48 sind mittels einer
Spannschraube 50 miteinander verbunden.
Bei den Ausführungen der Stoßdämpfungseinrichtung gemäß den
Fig. 7 und 8 umfaßt der zweite Zylinder 44 eine Feder
52, die einen Teil des Stoßdämpfers zwischen dem zweiten
Zylinder 44 und einem in einer Klammer 56 endenden Rohr 54
dient. Die Klammer 56 ist direkt mit der Rückseite des
Sitzes 20 verbolzt.
Beim Auftreten eines starken Landestoßes, bei dem die auf
tretenden hohen Stoßkräfte sonst auf den im Sitzteil 26
sitzenden Fluggast übertragen würden, zerbricht der Sitzteil
26 über den zweiten Zylinder 44 das energieabsorbierende
Teil 48 in zunehmendem Maße, wodurch Energie verbraucht
und die Stoßkraft abgeschwächt wird.
Bei extremer Abbremsung eines energieabsorbierende Sitze 20
aufweisenden Flugzeuges wird diese Bremskraft über den Sitz
teil 26 auf eine Stoßdämpfereinrichtung 38 übertragen.
Bei der Ausführung gemäß den Fig. 6, 7 und 8 drückt diese
Kraft den Sitzteil 26 bezüglich der Dämpfungsklammer 36
nach unten und damit auch den zweiten Zylinder 44 gegenüber
dem ersten Zylinder 42 abwärts. Die Abwärtsbewegung des zweiten Zy
linders 44 führt zu einem Zerbrechen des energieabsorbieren
den Teils 48, das auf der als Amboß wirkende Schale
40 zersplittert. Hierzu verbraucht das energieabsorbierende
Teil 48 Energie und schwächt die auf das Sitzteil 26 und damit
auf den Fluggast wirkenden Bremskräfte ab.
Der in Fig. 5 dargestellte Fluggastsitz 20 weist ferner eine
übliche Sitzverstellung 58 auf, durch die der Sitzteil 26
gegenüber der Bodenfläche in der Höhe verstellbar ist. Die
Verstellung der Sitzhöhe erfolgt gegenüber dem Fuß 24a durch
einen Winkelhebel 60.
Obgleich die Stoßdämpfungs-Verbundeinrich
tung vorstehend anhand eines energieabsorbierenden Sitzes
beschrieben wurde, kann die Stoßdämpfungs
einrichtung auch in anderen Vorrichtungen eingesetzt sein.
Die Stoßdämpfungseinrichtung bietet in ihrer
Verbundweise zur Energieabsorption zahlreiche Vorteile
gegenüber den bislang bekannten Aluminiumlegierungsstoß
dämpfern.
Tabelle 2 zeigte die Überlegenheit von Verbundmaterial, ins
besondere Graphit, in bezug auf den spezifischen Energieab
sorptionswirkungsgrad. Demnach bewirkt ein Faserverbundma
terial eine stärkere Stoßdämpfung bei gleichem Gewicht. Dies
bedeutet insbesondere im Flugzeugbau einen wesentlichen
Vorteil gegenüber dem Stand der Technik.
Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß durch
die Möglichkeit der vollständigen Materialzerstörung über
die gesamten Verschiebungslänge ein wesentlich größerer
Energieverbrauch erzielbar ist. Gewelltes Aluminium oder an
dere Metalle sind demgegenüber nicht vollständig zerstör
bar oder 100% verkürzbar. Während bei einem Verbundmaterial
die gesamte Materiallänge zur Energieumwandlung ausgenutzt
werden kann, ist dies bei Metallen nicht möglich. Letzteres
ist insbesondere bei Fluggastsitzen ein Nachteil, bei denen
im Falle von Bruchlandungen zunächst eine Materialverformung
auftritt, dann aber ein Großteil der unabgeschwächten Stoß
kraft noch auf die Fluggäste wirkt.
Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß die
Stoßdämpfungseinrichtung keinem Verschleiß
durch Umwelteinfluß, beispielsweise Korrosion, unterliegt.
Die Stoßdämpfungseinrichtung ist aber nicht
nur in Verbindung mit Fluggastsitzen einsetzbar, sondern
beispielsweise auch bei Flugzeug-Fahrgestellen, bei Flugzeug-
Motor- und Getriebe-Halterungen oder bei Fahrzeugstoßstangen.
Claims (3)
1. Energieabsorbierender Sitz mit
- - einem Sitzrahmen (22) mit Füßen (24) zum Aufstellen des Sitzes auf einer Fläche;
- - einem am Sitzrahmen (22) befestigten Sitzteil (26), das bezüglich des Rahmens (22) abwärts verschiebbar ist; und mit
- - einem zwischen dem Rahmen (22) und dem Sitzteil (26) vorgesehenen energieabsorbierenden, länglichen Teil (48);
dadurch gekennzeichnet,
daß das energieabsorbierende Teil (48) aus einem Verbundmaterial mit lasttragenden Fasern gebildet ist, die durch ein Harz verbunden sind;
daß der Sitz (20) zwei das Sitzteil (26) haltende Rahmenteile (28, 30) aufweist, an deren Füßen (24a, 24b) eine Dämpfungsklammer (36) befestigt ist; und
daß das energieabsorbierende Teil (48) Teil einer Stoßdämpfungseinrichtung (38) ist, die zwischen der Dämp fungsklammer (36) und der Rückseite des Sitzteils (26) befestigt ist und die einen ersten und zweiten Zylinder (42 und 44) umfaßt, wobei der zweite Zylinder (44) im ersten Zylinder (42) verschiebbar ist und auf dem energieabsorbieren den, länglichen Teil (48) aufliegt, das sich mit seinem anderen Ende auf einer den Boden des ersten Zylinders (42) bildenden Schale (40) abstützt.
daß das energieabsorbierende Teil (48) aus einem Verbundmaterial mit lasttragenden Fasern gebildet ist, die durch ein Harz verbunden sind;
daß der Sitz (20) zwei das Sitzteil (26) haltende Rahmenteile (28, 30) aufweist, an deren Füßen (24a, 24b) eine Dämpfungsklammer (36) befestigt ist; und
daß das energieabsorbierende Teil (48) Teil einer Stoßdämpfungseinrichtung (38) ist, die zwischen der Dämp fungsklammer (36) und der Rückseite des Sitzteils (26) befestigt ist und die einen ersten und zweiten Zylinder (42 und 44) umfaßt, wobei der zweite Zylinder (44) im ersten Zylinder (42) verschiebbar ist und auf dem energieabsorbieren den, länglichen Teil (48) aufliegt, das sich mit seinem anderen Ende auf einer den Boden des ersten Zylinders (42) bildenden Schale (40) abstützt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im
zweiten Zylinder (44) eine Druckfeder (52) zur Dämpfung
geringer Stoßbelastung vorgesehen ist.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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