DE2914593C2 - Erdschlußdetektor - Google Patents
ErdschlußdetektorInfo
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Description
Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Erdschlußdetektor nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Die üblichen Erdschlußdetektoren oder Fehlerstromschutzschaltungen
wurden bisher aus mechanischen Elementen hergestellt, während sie seit einigen Jahren
im Hinblick auf deren mangelhafte Leistung mehr und mehr aus elektronischen Elementen aufgebaut werden.
Infolgedessen konnte ein Nullphasenkomponenten-Stromtransformator zur Umwandlung von Erdschlußströmen
in entsprechende Spannungen mit kleinen Abmessungen ausgelegt werden, woraus sich der Vorteil
einer kostensparenden Herstellung von Erdschlußdetektoren ergibt Elektronische Erdschlußdetektoren bestehen
im allgemeinen aus einem Verstärker zur Verstärkung eines Signals entsprechend dem gemessenen
Strom aufgrund eines Erdschlusses in einer zugeordne-
zur Verzögerung eines Ausgangssignals vom Verstärker, einer Signalformerschaltung zur Formung des Verlaufs
des Ausgangsstroms des Zeitverzögerungsgliedes und einem durch Durchschalten auf einen Ausgangsstrom
von der Signalformerschaltung ansprechenden Thyristor, der im leitenden oder durchgeschalteten Zustand
einen zugeordneten Schaltkreisunterbrecher bzw. Schutzschalter zur Unterbrechung der elektrischen Anlage
ansteuert Da die Signalformerschaltung den Ausgangsstrom dem Thyristor über einen Widerstand zuführt
und dadurch den Thyristor durchschaltet, verringert sich ihr Ausgangsstrom, wenn der Thyristor zur
Betätigung des Schutzschalters durchschaltet Hieraus ergibt sich der Nachteil, daß die Signalformerschaltung
den Thyristor nicht weiterhin mit einem Steuerstrom speisen kann. Dieser Nachteil bedingt, daß diese Erdschlußdetektoren
nicht stabil arbeiten können und daß die Signalformerschaltung einen hohen Stromverbrauch
aufgrund des durch den angeschlossenen Widerstand bestimmten Steuerstroms besitzt
Aus der DE-OS 24 01 612 ist ein Erschlußdetektor der
eingangs genannten Art bekannt, der für Blindstromerschlußfehler unempfindlich sein, aber auf bereits kleine
Wirkstromerdschlußfehter ansprechen können soll. Um dies zu erreichen, ist der bekannte Erdschlußdetektor
mit Mitteln ausgestattet, welche mit der Sekundärwicklung eines Erdschlußfühlers zusammengeschaltet sind
und bei einem in dieser Sekundärwicklung induzierten, in Phase befindlichen Erdschlußfehlersignal die Veränderung
einer Gleichspannungsausgangsgröße erzeugen, während bei einem Blindstromfehlersignal in der Sekundärwicklung
keine Änderung der Gleichspannungsausgangsgröße erfolgt, wobei ferner Mittel vorgesehen
sind, welche bei einer vorbestimmten Größe der Veränderung der Gleichspannungsausgangsgröße der zuerst
genannten Mittel ansprechen und den elektrischen Auslösemechanismus speisen.
Bei einem konkreten Ausführungsbeispiel umfaßt eine Signalformerschaltung einen Transistor, über dessen
Kollektor-Emitterstrecke der Schaltstrom zu einer Reihenschaltung aus Widerständen geliefert wird. Da die
Basisspannung des Transistors über einen Kondensator und einen Widerstand auf einem bestimmten Spannungswert
festgehalten wird, ergeben sich auch hier die weiter unten anhand der Flg. 1 —3 erläuterten Nachteile.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel des in der DE-OS 24 01612 beschriebenen Erdschlußdetektors
sind zur Stabilisierung der Steuerspannung, die einem Schaltelement zugeführt wird, ein Widerstand und ein
Kondensator an den Steueranschluß des Schaltelements angeschaltet. Durch diese Maßnahme wird aber das
Schaltelement träge, was bei einer derartiger? Schaltung
unerwünscht ist Die Kapazität dient dabei zur Unterdrückung von Ausgleichsvorgängen am Steueranschluß
des Schaltelements.
Weiterhin ist aus der DE-OS 20 36 134 ein Erdschlußdetektor bekannt, der nicht auf kurze Übergänge ansprechen
soll und bei dem ein Schaltelement über eine Doppelbasisdiode angesteuert wird. Durch eine solche
Doppelbasisdiode werden aber auch nicht die weiter unten anhand der Fig. 1 bis 3 erläuterten Schwierigkeiten
beseitigt.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, den Erdschlußdetektor der eingangs definierten Art hinsichtlich einer
stabilen Arbeitsweise und eines geringen Stromverbrauchs zu verbessern.
Dic5c Aufgäbe Wird bei ciiiciii EidSC'iiluGucickiur
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches erfindungsgemäß durch die in dessen kennzeichnendem Teil
enthaltenen Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich insbesondere aus den Patentansprüchen 2 bis 4.
Die Erfindung ermöglicht so einen Erdschlußdetektor, der stabil und mit geringem Stromverbrauch arbei-
let. Außerdem hat der Erdschlußdetektor auch eine ausgezeichnete
Temperaturkenniinie.
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung im Vergleich zum Stand der Technik anhand
der beigefügten Zeichnung näher ei läutert. Es zeigt
Rg. 1 ein teilweise in Blockschaltbildform gehaltenes : Schaltbild eines bisherigen Erschlußdetektors,
Rg. 2 ein Schaltbild eines bisherigen Zeitverzögerungsgliedes tung und einer damit in Reihe geschalteten,
bisherigen Signalformerschaltung zur Verwendung bei '; der Anordnung nach Rg. 1,
Rg. 3 ein Rg. 1 ähnelndes Schaltbild, welches die Anordnung nach Rg. 1 mit der Signalformerschaltung
nach Rg. 2 zeigt,
: Rg. 4 eine graphische Darstellung von Rechteckimpulsen,
wie sie am Ausgang der Signalformerschaltung bei der Anordnung nach Rg. 3 erscheinen,
Kg. 5 ein Schaltbild einer Ausführungsform einer Signalformerschaltung
mit einem an ihren Eingang angeschlossenen Zeitverzögerungsglied,
Rg. 6 eine Rg. 5 ähnelnde Darstellung einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung,
Rg. 7 ein teilweise in Blockschaltbildform gehaltenes Schaltbild eines Erdschlußdetektors mit Merkmalen
nach der Erfindung und '
Rg. 8 ein Schaltbild zur Verdeutlichung der Einzelheiten der Anordnung gemäß Rg. 7
Der in Rg. 1 dargestellte bisherige Erdschlußdetektor umfaßt eine Wechselstromleitung 10, zwei in diese
eingeschaltete Schutzschalter 12 und einen Nullphasen-■ komponenten-Stromtransformator 14 mit einer elektro-
t magnetisch an die Wechselstromleitung 10 angekoppelten
Primärwicklung. Der Stromtransformator 14 weist eine Sekundärwicklung auf, die über zwei Ausgangsklemmen
E\ und E2 über zwei Eingänge eines Differenzverstärkers
16 geschaltet ist, dessen Ausgangsklemme Ei mit einem Zeitverzögerungsglied 18 verbunden ist,
das seinerseits über eine Ausgangsklemme Ea an eine
Signalformerschaltung 20 angeschlossen ist. Letztere ist mit einer Ausgangsklemme E5 an die Steuerelektrode
eines Thyristors 22 angeschlossen, der eine Kathode und eine Anode aufweist, welche mit einer Unterbrecher-,
wicklung 24 beider Schutzschalter 12 und weiterhin über einen nachgeschalteten Spannungsabfall-Widerstand
26 mit einer Versorgungsleitung Ee verbunden ist,
welche an den Verstärker 16, das Zeitverzögerungsglied 18 und die Signalformerschaltung 20 angeschlossen ist.
Die Verzweigung zwischen der Unterbrecherwicklung 24 und dem Stromabfall-Widerstand 26 ist weiterhin
mit der einen Seite eines Glättungskondensators 28 j verbunden, der über eine Reihenschaltung aus einer
Γ Halbleiter-Gleichrichterdiode 30 und einer Wechsel-Stromquelle 32 geschaltet ist Die die Ausgangswechselspannung
von der Stromquelle 32 gleichrichtende Diode 30 ist so gepolt, daß der gleichgerichtete Aus-'
gangsstrom zum Thyristor 22 über die Unterbrecherwicklung 24 sowie über den Widerstand 26 zur Signalformerschaltung
20, zum Zeitverzögerungsglied 20 und zum Differenzverstärker 16 geleitet wird. Die Verzweigung
zwischen der Wechselstromquelle 32 und der änderen Seite des Glättungskondensators 28 ist mit einer
Versorgungsleitung Εη verbunden, die ihrerseits an die
Kathode des Thyristors 22, die Signalformerschaltung 20, das Zeitverzögerungsglied 18 und den Differenzverstärker
16 angeschlossen ist.
Das Zeitverzögerungsglied 18 und die Signalformerschaltung 20 können beispielsweise den Schaltungsaufbau
gemäß Hg. 2 besitzen. Dabei weist das Zeitverzögerungsglied 18 zwei Konstantstromquellen 34 und 36
auf, die in Reihe über die Versorgungsleitungen Eb und
Εη geschaltet sind. Die Konstantstromquelle 34 ist über
einen die Verzögerungszeit bestimmenden Kondensator 38, der über die Konstantstromquelle 36 geschaltet
ist, mit der Ausgangsklemme Et, sowie mit der Versorgungsleitung
Ei verbunden.
Die Konstantstromquelle 34 erzeugt am Ausgang £3
des Differenzverstärkers 16 einen vorbestimmten konstanten Strom, mit dem der Kondensator 38 aufgeladen
wird. Wenn der Kondensator 38 auf eine vorbestimmte Spannung oder mehr aufgeladen ist, wird er aktiviert
bzw. wirksam, wobei der Ausgang £3 durch das Zeitverzögerungsglied
18 verzögert wird. Die Konstantstromquelle 36 vermag andererseits den Kondensator 38 zu
entladen.
Die Signalformerschaltung 20 umfaßt einen npn-Transistor 40 mit einer Basis und einem Emitter, der
über den Kondensator 38 und somit über die Klemme Ee, und die Versorgungsleitung £7 geschaltet ist, und
einen pnp-Transistor 42 mit einer an den Kollektor des npn-Transistors 40 angeschlossenen Basis, einen mit der
Basis des Transistors 40 verbundenen Kollektor und einen mit der Basis eines anderen npn-Transistors 44
über einen Widerstand 46 verbundenen Emitter. Der Emitter des npn-Transistors 44 ist an die Versorgungsleitung
£β angeschlossen, während sein Kollektor mit einer Reihenschaltung aus Widerständen 48 und 50 verbunden
ist, die ihrerseits an den Emitter des npn-Transistors 40 sowie an die Versorgungsleitung £7 angeschlossen
ist Die Verbindung oder Verzweigung zwischen den Widerständen 48 und 50 ist mit der Ausgangklemme
£5 verbunden. Mit den Bezugszeichen £5, Eb und £7
können auch die entsprechenden Spannungen oder Potentiale an diesen Versorgungsleitungen bzw. Klemmen
bezeichnet werden, wobei das Potential £6 am höchsten und das Potential £7 am kleinsten ist.
Gemäß Rg. 2 sind der npn-Transistor 40 und der komplementäre pnp-Transistor 42 zu einem Thyristor
zusammengeschaltet. Der pnp-Transistor 44 verstärkt das Ausgangssignal des Thyristors 40,42 zur Lieferung
eines Hochspannungspotentials an der Klemme £5. Genauer gesagt: Wenn eine Spannung an der Klemme £4,
die auch als Eingangsklemmt für die Signalformerscha!-
tung 20 dient, d. h. die Ladespannung über den Kondensator 38, so weit ansteigt, daß sie nicht weniger als die
Basis/Emitter-Durchschaltspanriung des npn-Transistors
40 beträgt (bzw. etwa 0,6 V entspricht), wird der Transistor 40 durchgeschaltet, so daß er einen Basisstrom
vom pnp-Transistor 42 abnimmt. Dieser Strom wird durch den pnp-Transitor 42 um den Faktor Λ/τ
multipliziert, wobei ein Basisstrom über den pnp-Transistor 40 geliefert wird. Dies bedeutet, daß der Transistor
42 den Transistor 40 mit einer positiven Rückkopplungsspannung beaufschlagt, so daß die beiden Transistoren
nach Art eines Thyristors arbeiten.
Wenn die Signalformerschaltung 20 gemäß.Rg. 1 den Aufbau gemäß Fig. 2 erhält, ergibt sich für den bisheri-
gen Erdschlußdetektor die Schaltungskonfiguration ge-"
maß Rg. 3. Bei dieser Anordnung gemäß Rg. 3 fließt durch eine Signaiformerschahung 2ö kein Strom, wenn
in der Wechselstromleitung 10 kein Erdschluß auftritt. Die Widerstandsgröße des die Spannung senkenden
Widerstands 26 ist im voraus so gewählt, daß an der Versorgungsleitung £e eine Spannung entsteht, welche
den Differenzverstärker 16 und das Zeitverzögerungsglied 18 anzusteuern vermag.
Bei einem im elektrischen Stromkreis 10 auftretenden Erdschluß entsteht ein Potentialunterschied über die
Ausgangsklemmen £t und E2 des vorher genannten
Stromtransformators 14. Dieser Potentialunterschied wird durch den Differenzverstärker 16 verstärkt. Der
verstärkte Potentialunterschied bzw. die Spannung vom Verstärker 16 erscheint an der Ausgangsklemme £3 und
wird an das Zeitverzögerungsglied 18 angelegt. Bei einer vorbestimmten Zeitverzögerung erreicht die Spannung
an der Ausgangsklemme £4 des Zeitverzögerungsglieds 18 eine vorbestimmte Größe bzw. einen Wert
entsprechend der Basis/Emitter-Durchschaltspannung des npn-Transistors 40 von z. B. etwa 0,6 V, worauf die
Signalformerschaltung 20' in Betrieb gesetzt wird, um an der Ausgangsklemme £5 eine Hochspannung zum
Durchschalten des Thyristors 22 zu liefern. Aufgrund des Durchschaltens des Thyristors 22 wird über den
nunmehr durchgeschalteten Thyristor 22 eine gleichgerichtete Spannung von der Wechselstromquelle 32 zur
Erregung der Unterbrecherwicklung 24 geliefert, so daß der Schutzschalter 12 die Wechselstromleitung 10 unterbricht.
Es ist jedoch zu beachten, daß die Signalformerschaltung 20' eine niedrige Ausgangsimpedanz besitzt, weil
der Widerstandswert des als Ausgangsimpedanz dienenden Widerstands 48 niedrig gewählt ist Infolgedessen
verringert sich die Spannung an der Versorgungsleiter Ee, so daß sich auch die über den Differenzverstärker
16 und das Zeitverzögerungsglied 18 fließenden Ströme verringern. Der so verringerte Strom bildet im wesentlichen
einen Steuerstrom, der an die Steuerelektrode des Thyristors 22 angelegt wird. Die Signalformerschaltung
20' liefert daher an der Ausgangsklemme £5 eine Ausgangsspannung, bis die Spannung an der Versorgungsleitung
E6 etwa eine Größe entsprechend 2 VBe+ Vm,
erreicht, worin Vbe die BasisAEmitter-Durchlaßspannung
jedes pnp-Transistors 42 und 44 und Vs3, die Kollektor/Emitter-Sättigungsspannung
des ppn-Transistors 40 bedeuten. Die Größe dieser Spannung beträgt hierbei etwa 1,6 V.
Bei der beschriebenen Signalformerschaltung 20' ergibt sich jedoch das schwerwiegende Problem, daß an
der Versorgungsleitung Ee keine Hochspannung erhalten
werden kann, so daß der Steuerstrom weiter in den Thyristor 22 fließen kann. Genauer gesagt: Der Widerstand
48 muß einen niedrigen Widerstandswert besitzen, um die Ausgangsklemrne £5 den für den Thyristor
22 erforderlichen Steuerstrom liefern zu lassen, auch wenn die Spannung an der Versorgungsleitung Ee abfällt.
Bei einem kleinen Widerstandswert des Widerstands 48 wird jedoch bei an hoher Spannung liegender
Versorgungsleitung Ei ein starker Strom von der Ausgangsklemme
£5 aufgenommen, so daß die Spannung an der Versorgungsleitung E6 unter die erforderliche Mindestspannung
absinkt, die nötig ist, um die Ausgangsklemme £5 an hoher Spannung zu halten. Infolgedessen
schaltet die Signalformerschaltung 20' ab. Hierdurch ergibt sich eine Erhöhung der Impedanz, wenn die Klemme
£7 von der Versorgungsleitung Ee her betrachtet
wird. Infolgedessen steigt die Spannung an der Versorgungsleitung Ee wiederum an, so daß die Signalformerschaltung
20' wieder durchgeschaltet wird.
Die Spannung an der Klemme £5 hat daher die Impuls form gemäß Rg. 4, in welcher die Spannung an der Ausgangsklemme
£5 den hohen Pegel H besitzt wenn die Signalformerschaltung 20' durch- bzw. eingeschaltet ist
und auf dem niedrigen Pegel L liegt wenn die Schaltung 20' abgeschaltet ist Die Spannung von der Ausgangsklemme
£5 kann daher den Thyristor 22 nicht weiterhin mit dem Steuerstrom beschicken. Aus diesem Grunde
kann auch der Thyristor 22 nicht stabil arbeiten.
Im Hinblick auf die vorstehend geschilderten Mängel ist der Ersatz des Widerstands 48 gemäß Fig. 2 oder 3
durch eine Konstantstromquelle vorgesehen.
Die Anordnung gemäß Fig. 5 unterscheidet sich von derjenigen gemäß Fig. 2 dadurch, daß in Fig. 5 der Widerstand
48 gemäß Fig. 2 durch eine Konstantstromquelle 52 ersetzt ist. Bei dieser Anordnung steigt die
Spannung an der Klemme £4 auf die Basis/Emitter-Durchschaltspannung
des npn-Transistors 40 an, so daß der Thyristor 40,42 auf vorher in Verbindung mit Fig. 2
beschriebene Weise durchschaltet, bis der pnp-Transistör
44 seinerseits durchschaltet. Zu diesem Zeitpunkt fließt ein durch die Konstantstromquelle 52 bestimmter
Strom als Steuerstrom über die Ausgangsklemme £5 zum Thyristor 22. In diesem Zusammenhang ist zu beachten,
daß dieser Steuerstrom durch die Konstantstromquelle 52 bestimmt, durch die Spannung an der
Versorgungsleitung Ee jedoch nicht beeinflußt wird.
Bei der Anordnung gemäß Flg. 2 ist der pnp-Transistor 44 mit seinem Kollektor mit dem Widerstand 48,
aber nicht mit der Konstantstromquelle verbunden, so daß sich der an der Ausgangsklemme £5 erscheinende
Strom entsprechend der Spannung an der Versorgungsleitung Ee ändert, wodurch sich ein instabiler Betrieb
des Thyristor 22 ergibt. Im Gegensatz dazu gewährleistet die Anordnung gemäß Fig. 5 einen stabilen Betrieb
des Thyristors 22, weil die anstelle des Widerstands 48 verwendete Konstantstromquelle den Thyristor 22 mit
dem durch diese Konstantstromquelle bestimmten Steuerstrom speist
Die Anordnung gemäß Fig. 6 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 5 dadurch, daß die Konstantstromquelle
52 durch eine transistorisierte Konstantstromquellenschaltung 52' ersetzt ist. Gemäß Fig. 6, in welcher
die Signalformerschaltung mit 20" bezeichnet ist, ist der pnp-Transistor 44 mit Emitter und Basis über
eine Halbleiter-Diode 54 geschaltet, während sein Kollektor
mit der Basis eines npn-Transistors 56 verbunden ist, der seinerseits an den Kollektor eines anderen npn-Transistors
58 angeschlossen ist Der npn-Transistor 56 ist mit seinem Kollektor an die Versorgungsleitung E6
und seinem Emitter an einen Widerstand 60 angeschlossen, der seinerseits weiterhin mit der Ausgangsklemme
£5 und mit einem Widerstand 50 verbunden ist Der npn- bzw. pnp-Transistor 58 ist mit Basis und Emitter über
den Widerstand 60 geschaltet
Die Diode 54 und der pnp-Transistor 44 bilden eine sogenannte Spiegelschaltung, bei welcher ein über die
Diode 54 fließenden Strom normalerweise dem über den Transistor 44 fließenden Strom gleich ist Andererseits
bilden die npn-Transistoren 56 und 58 sowie der Widerstand 60 einen Konstantstromquellenkreis 52'.
Wenn der Thyristor 40, 42 durchschaltet fließt ein Strom über die Diode 54 und den Thyristor 40,42 Ober
den pnp-Transistor 44 fließt außerdem ein Strom, welcher praktisch dem Strom über die Diode 54 gleich ist
Der über den Transistor 44 fließenden Strom wird durch den npn-Transistor 56 verstärkt
Unter diesen Bedingungen steigt der über den Widerstand 60 fließende Strom an, bis der Spannungsabfall
über den Widerstand 60 der Basis/Emitter-Durchschaltspannung Vbe des npn-Transistors 58, d. h. in diesem
Fall etwa 0,6 V entspricht
An diesem Punkt schaltet der npn-Transistor 58 durch, um einen Basisstrom über den npn-Transistor 56
aufzunehmen, welcher den über den Emitter des npn-Transistors
56 fließenden Strom zu verringern bestrebt ist. Mit anderen Worten: Der npn-Transistor 58 bildet
einen Gegenkopplungskreis für den Transistor 56, um ein Ausgangssignal vom npn-Transistor 56 in Gegenrichtung
an seinen Eingang rückzukoppeln und dadurch den Stromfluß über den Widerstand 60 auf einer konstanten
Größe /«β zu halten, die sich durch folgende
Gleichung ausdrücken läßt:
/«26= VB£(NPN(58))/Ä26
worin VBE (NPN(58)) die Basis/Emitter-Durchschaltspannung
des npn-Transistor 58 und Rk den Widerstandswert
des Widerstands 60 bezeichnen.
Aus der obigen Gleichung geht hervor, daß die Größe des über den Widerstand 60 fließenden Stroms von der
Spannung an der Versorgungsleitung Ee unabhängig ist, so daß dieser Strom konstant bleibt. Die Anordnung
gemäß Fig. 6 gewährleistet somit dasselbe Ergebnis wie die Ausführungsform nach Fig. 5.
Der Erdschlußdetektor nach Fig. 7 unterscheidet sich von demjenigen gemäß Fig. 3 dadurch, daß die Signalformerschaltung
20' gemäß Fig. 3 in Fig. 7 durch diejenige nach Fig. 6 ersetzt ist. Die beiden Anordnungen
sind also bezüglich ihrer Arbeitsweise im wesentlichen identisch, nur mit dem Unterschied, daß der von der
Ausgangsklemme £5 gelieferte Strom gemäß Fig. 7 auf der durch den Konstantstromkreis 52' bestimmten konstanten
Größe gehalten wird.
Wenn in der Wechselstromleitung 10 ein Erdschluß auftritt, wird die Signalformerschaltung 20" auf vorher
beschriebene Weise betätigt, um den durch den Konstantstromkreis 52 bestimmten Steuerstrom über die
Ausgangsklemme £5 zum Thyristor 22 zu liefern. An diesem Punkt verringert sich die Spannung an der Versorgungsleitung
Es, so daß auch die über den Differenzverstärker
16 und das Zeitverzögerungsglied 18 fließenden Ströme abnehmen. Da bei der Anordnung gemäß
Fig. 7 jedoch die Signalformerschaltung 20" die Ausgangsklemme £5 mit dem durch den Konstantstromkreis
52" bestimmten konstanten Strom beschickt, wird letzterer als Steuerstrom dem Thyristor 22 eingespeist,
so daß dieser stabil arbeiten kann.
Da die Signalformerschaltung 20" in ihrem Durchschaltzustand
eine Verringerung des über den Differenzverstärker 16 und das Zeitverzögerungsglied 18
fließenden Stroms bewirkt, wird die Spannung an der Versorgungsleitung Ee so bestimmt bzw. festgelegt, daß
die Summe aus dem von der Ausgangsklemme £5 gelieferten Strom und den über den Verstärker 16 und das
Zeitverzögerungsglied 18 im Durchschaltzustand der Signalformerschaltung 52" fließenden Strömen den
Strömen gleich ist, die im Sperrzustand der Signalformerschallung
52' über diese Bauteile 16 und 18 fließen.
Die Anordnung gemäß Fig. 7 kann den in Fig. 8 dargestellten
Schaltungsaufbau besitzen. Bei der dargestellten Anordnung umfaßt der Differenzverstärker 16
eine Vorverstärkerstufe 70, eine an diese angeschlossene N ach verstärkerstufe 72 und eine mit letzterer verbundene
Strom-Spiegelschaltung 74.
Die Vorverstärkerstufe 70 enthält zwei npn-Transistören
76 und 78, die symmetrisch in Emitterschaltung angeordnet sind. Die Basiselektroden der npn-Transistoren
76 und 78 sind mit den Ausgangsklemmen E\ und £2 des vorher erwähnten Stromtransformators 14 verbunden,
während die Emitter über eine erste Konstant-Stromquelle 80 mit der Versorgungsleitung Ej verbunden
sind. Der Kollektor des Transistors 76 ist über einen ersten Kollektorwiderstand 82 mit der Versorgungsleitung
Ef, verbunden, während der Kollektor des Transistors
78 über eine Halbleiter-Diode 84 und einen mit dieser in Reihe geschalteten zweiten Kollektorwiderstand
86 an die Versorgungsleitung Ee angeschlossen ist.
Die Diode 84 ist so gepolt, daß von der Versorgungsleitung Ee ein Strom in den Kollektor des Transistors 78
fließen kann. Die Basiselektrode des Transistors 78 ist mit der Verbindung oder Verzweigung zwischen zwei
Spannungsteilerwiderständen 88 und 90 verbunden, die in Reihe zwischen die Versorgungsleitungen Ee bzw. £7
eingeschaltet sind, so daß die Basis an einer vorbestimmten konstanten Spannung gehalten wird.
Die Nachverstärkerstufe 72 des Differenzverstärkers enthält einen dritten und einen vierten npn-Transistor,
die symmetrisch in Emitterschaltung angeordnet sind. Die Basiselektroden der npn-Transistoren 92 und 94
sind mit den Kollektoren der npn-Transistoren 76 bzw. 78 verbunden, während ihre Emitter über eine zweite
Konstantstromquelle 96 mit der Versorgungsleitung E7
verbunden sind. Der Kollektor des Transistors 92 ist mit einer Kathode einer Halbleiter-Diode 98 verbunden, deren
Anode an die Versorgungsleitung Ee angeschlossen
ist, während der Kollektor des Transistors 94 über eine Kollektor/Emitter-Schaltung eines pnp-Transistors 100
an der Versorgungsleitung Ee liegt. Die Basis des Transistors
100 ist über die Diode 98 mit seinem Emitter verbunden, um mit der Diode 98 eine Spiegelschaltung 74
zu bilden, während der Kollektor an die Ausgangsklemme Ei angeschlossen ist. Der dritte und vierte Transistor
92 bzw. 94 sind somit zwischen die Strom-Spiegelschaltung 74 und die zweite Konstantstromquelle 96 eingeschaltet.
Beim Differenzverstärker 16 werden die an den Ausgangsklemmen
£] und £2 des Stromtransformators 14
erscheinenden Spannungen als Eingangssignale zur Verstärkung an die Basiselektroden der ersten und
zweiten Transistors 76 bzw. 78 angelegt. An den Kollektoren der Transistoren 76 und 78 werden verstärkte
Signale E\ und £'2 geliefert, die an die Basiselektroden der Transistoren 92 bzw. 94 angelegt werden. Wenn der
Potentialunterschied zwischen den an den Transistoren 78 und 78 anliegenden Eingangssignalen eine durch das
Widerstandsverhältnis zwischen dem ersten und dem zweiten Kollektorwiderstand 82 bzw. 86 vorbestimmte
Größe erreicht, erscheint am Kollektor des Transistors 94 ein Ausgangssignal.
Zur Verbesserung der Temperaturkennlinie des Verstärkers 16 kann ein Halbleiterelement mit negativem
Temperaturkoeffizienten mit mindestens einem der beiden Kollektorwiderstände 82 und 86 in Reihe geschaltet
sein. Dieses Halbleiterelement ist in Fig. 8 als Diode 84 dargestellt. Wahlweise kann ein Halbleiterelement mit
negativem Temperaturkoeffizienten in mindestens eine der Leitungen eingeschaltet sein, welche die Widerstände
82 und 86 mit den Basiselektroden des dritten und vierten Transistors 92 bzw. 94 verbinden. Im letzteren
Fall wird eine am Halbleiterelement erscheinende Spannung der Spannung überlagert, die durch das Widerstandsverhältnis
zwischen den beiden Kollektorjwiderständen
82 und 86 bestimmt wird.
Das Ausgangssignal E3 wird über die Ausgangsklemme
£3 dem Zeitverzögerungsglied 18 eingespeist und in diesem verzögert. Das Zeitverzögerungsglied 18 umfaßt
eine Halbleiter-Diode 102, einen pnp-Transistors 104, einen npn-Transistor 106, einen npn-Transistor 108 sowie
einen Widerstand 110, die auf dieselbe Weise wie die entsprechenden Bauteile 54, 44, 56, 58 und 60 der
Schaltung 20" zusammengeschaltet sind und einen tran-
sistorisierten Konstantstromkreis 112 bilden. Dieser transistorisierte Konstantstromkreis 112 entspricht bezüglich
seiner Arbeitsweise im wesentlichen dem Konstantstromkreis 52' gemäß Fig. 6, so daß das Signal von
der Nachverstärkerstufe 72 zu einem vorbestimmten konstanten Strom verstärkt wird, der seinerseits über
den Widerstand 110 fließt. Der Widerstand 110 ist mit
der Versorgungsleitung £> über einen die Zeitverzögerung
bestimmenden Kondensator 38 verbunden, der seinerseits über eine dritte Konstantstromquelle 36 ge- ίο
schaltet ist. Durch den über den Widerstand 110 fließenden Konstantstrom wird somit der Kondensator 38 aufgeladen.
Die Unterbrechung des elektrischen Stromkreises 10 erfolgt sodann auf die vorher beschriebene
Weise.
Die dritte Konstantstromquelle 36 dient zum Entladen des Kondensators 38.
Wenn in dem Zeitverzögerungsglied 18 ein Temperaturanstieg auftritt, verringert sich der über den Widerstand
110 fließende konstante Strom, weil die Basis/ Emitter-Durchschaltspannung des npn-Transistors 108
einen negativen Temperaturkoeffizienten besitzt. Der einer Eingangsstufe der Signalformerschaltung bildende
npn-Transistor 40 besitzt ebenfalls eine Basis/Emitter-Durchschaltspannung, deren Temperaturkoeffizient
ebenfalls negativ ist. Diese Durchschaltspannung verringert sich daher ebenfalls in Abhängigkeit von einem
Temperaturanstieg im Zeitverzögerungsglied 16. Infolgedessen wird die Gesamt-Temperaturkennlinie des
Zeitverzögerungsglieds 16 und der diesem unmittelbar nachgeschalteten Signalformerschaltung 20" durch einen
Temperaturanstieg praktisch nicht beeinflußt. Dasselbe gilt auch für einen Temperaturabfall.
Die Ausführungsform nach Fig. 8 besitzt daher eine ausgezeichnete Temperaturkennlinie und stabile Betriebseigenschaften.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen 40
45
50
55
60
65
Claims (4)
1. Erdschlußdetektor, bestehend aus einem Erdschlußfühler zur Feststellung eines Erdschlusses in
einer Wechselstromleitung und zur Erzeugung eines entsprechenden Meßstroms, einem an dem
Erdschlußfühler angeschlossenen Verstärker zur Verstärkung eines für den Meßstrom repräsentativen
Signals, einem mit dem Verstärker verbundenen Zeitverzögerungsglied zur Verzögerung des
vom Verstärker verstärkten Signals, einer mit dem Zeitverzögerungsglied verbundenen Signalformerschaltung,
die bei Eingang des verzögerten Signals in ihren Ein- oder Durchschaltzustand versetzbar
ist, und aus einem Schaltelement, welches beim Durchschalten der Signalformerschaltung auf ein
Ausgangssignal der Signalformerschaltung anspricht, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalformerschaltung
(2C) einen Konstantstromkreis (52; 52') enthält, durch den im durchgeschalteten
Zustand der Signalformerschaltung (20') ein konstanter Schaltstrom zum Schaltelement (22) geliefert
wird.
2. Erdschlußdetektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalformerschaltung (20)
zwei komplementäre, zu einem Thyristor zusammengeschaltete Transistoren (40,42) aufweist
3. Erdschlußdetektor nach Anspruch 1 und 2, mit einem Thyristor als Schaltelement, dadurch gekennzeichnet,
daß der Konstantstromkreis (52') einen mit dem Thyristor (22) verbundenen Verstärkertransistor
(56), einen mit diesem verbundenen Gegenkopplungstransistor (58), der für ersteren eine
Gegenkopplungsschleife bildet, und einen mit dem Verstärkertransistor (56) verbundenen Ausgangswiderstand
(60) aufweist.
4. Erdschlußdetektor nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Signalformerschaltung (20') eine mit dem Konstantstromkreis (52') verbundene Stromspiegelschaltung
(54,44) aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP4296378A JPS54135331A (en) | 1978-04-11 | 1978-04-11 | Ground fault detector |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2914593A1 DE2914593A1 (de) | 1979-10-25 |
| DE2914593C2 true DE2914593C2 (de) | 1986-11-27 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2914593A Expired DE2914593C2 (de) | 1978-04-11 | 1979-04-10 | Erdschlußdetektor |
Country Status (6)
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|---|---|
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| JP (1) | JPS54135331A (de) |
| DE (1) | DE2914593C2 (de) |
| FR (1) | FR2422961A1 (de) |
| GB (1) | GB2019139B (de) |
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