DE2913644B2 - Elektrisches Hörgerät - Google Patents
Elektrisches HörgerätInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R25/00—Electric hearing aids
- H04R25/65—Housing parts, e.g. shells, tips or moulds, or their manufacture
- H04R25/652—Ear tips; Ear moulds
- H04R25/656—Non-customized, universal ear tips, i.e. ear tips which are not specifically adapted to the size or shape of the ear or ear canal
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- H04R2225/00—Details of deaf aids covered by H04R25/00, not provided for in any of its subgroups
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Description
Die Erfindung betrifft ein elektrisches Hörgerät nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Derartige
Hörgeräte werden von Schwerhörigen in großem Maße benutzt. Viele Schwerhörige können aber ein solches
Hörgerät kaum ertragen. Eine Gruppe von ihnen ist z. B. die, bei denen die sogenannte Dynamik des Hörens
sehr eingeengt ist, weil die Hörschwelle stark heraufgesetzt, zugleich jedoch die Schmerzgrenze
herabgedrückt ist Deshalb erreicht der Grad der Schallverstärkung, der notwendig ist, die Schwerhörigkeit
zu überwinden, auch gleich die Schmerzgrenze. Solche und andere Schwerhörige vertragen besonders
schlecht einen hohen Ausgangsschallpegel des elektro-
lü akustischen Systems »Hörgerät«, das dem System
»Mittelohr-Innenohr« vorgeschaltet ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Mangel zu beheben und ein elektrisches Hörgerät der
bekannten Art derart zu verbessern, daß auch Schwerhörigen der genannten Gruppe ein schmerzfreies
Kören mit ausreichender Lautstärke ermöglicht wird. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst Weiterbildungen und Abwandlungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung beruht auf dem Grundgedanken, daß zwischen dem System »Hörgerät« und dem System
»Mittelohr-Innenohr« ein nichtelektronischer Mittler angeordnet wird. Dieser Mittler besteht aus einer
SchaHblase, die sich luft- und schalldicht in den äußeren Gehörgang einpaßt. In diese SchaHblase spricht,
vorzugsweise durch deren Wand hindurch, das Telefon des HörgL-rätes über den von dem Hörgerät ausgehenden
Schallführungskanal, z. B. einen Hörschlauch, der
jo bis in den äußeren Gehörgang reicht. Die mit Luft oder einem anderen Gas gefüllte, ballonartige SchaHblase
steht unter einem Überdruck und strahlt den vom Telefon hineingesprochenen Schall in den Luftraum
zwischen SchaHblase und Trommelfell ab, der als Kuppler zwischen den beiden dient. An die Stelle der
sehr kleinen Schailfläche des Mikrophones bzw. des Schallführungskanals mit relativ hoher Schallintensität
tritt als Schallsender die vielfach größere Abstrahlfläche der luftgefüllen SchaHblase auf dem Wege zum
Empfangssystem »Mittelohr-Innenohr«. Durch Änderungen der physikalischen Eigenschaften der Schallblasenwand,
Änderung des Füllgases und des Innendruckes der Blase sowie die Größe, d.h. ihrer Länge im
Gehörgang, ändern sich die akustischen Verhältnisse in dem als Kuppler dienenden Luftraum vor dem
Trommelfell gegenüber der Schallabsorption und Schallreflexion, Phase usw. im Hinblick auf die
Impedanzverhältnisse aus Trommelfell, Mittelohrraum mit Gehörknöchelchen bis zu der Funktion der
Innenfenster. Durch Variation des Innendruckes der SchaHblase, der Eigenschaften ihrer Wandung und der
Art des Füllgases sowie des Volumens bzw. der Länge des angekuppelten Luftraumes vor dem Trommelfell
kann die SchaHblase und damit das Hörgerät an die Erfordernisse des Trägers angepaßt werden.
Anstelle der ballonartig aufgeblasenen Schallblase, durch deren Wand der Schall beim Eintritt und beim
Austritt hindurchgeht, kann als Mittler auch eine Schallkuppel verwendet werden, die zu dem vom
Telefon kommenden Schallführungskanal hin offen und zum Trommelfell gewölbt ist. Die Schallkuppel überspannt
den Gehörgang in ähnlicher Form und Stärke wie der innere Endteil der SchaHblase und gibt den
Telefonschall mit vergrößerter Abstrahlfläche an den Luftraum vor dem Trommelfell weiter. Da sie nicht von
dem Überdruck einer Luft- oder Gasfüllung gestützt wird, muß die Schallkuppel eigensteif sein. Sie besteht
im übrigen aus ähnlichem Werkstoff wie die Schallblase.
Zur Erleichterung ihrer Handhabung kann die Schallblase oder die Schallkuppel in ein Anschlußstück
eingelassen sein, das auf das Ende des Hörschlauches leicht aufgesetzt werden kann, z. B. dort, wo der
Hörschlauch mit seiner Halterung in das sogenannte Ohrpaßstück eingelassen ist Diese Anwendung bietet
die Möglichkeit, die Schallblase oder Schallkuppel bei
Beschädigung oder zur Anpassung leicht auszuwechseln. Es ist aber auch eine unlösbare Befestigung der
Schallblase am Ohrpaßstück z. B. durch Kleben möglich, ι ο
Die Schallblase kann Verwendung finden bei einem akustischen geschlossenen System oder bei einem
offenen. Dies soll heißen, daß das Ohrpaßstück schalldicht in den Gehörgang eingeführt ist (geschlossen)
oder daß das Ohrpaßstück mit einem lochartigen Durchlaß versehen (offen) ist, wie es z. B. bei fast reinen
Hochtonschwerhörigkeiten mit steilem Abfall der Schwellenkurve bekannt ist
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der
Zeichnungen dargestellt. Es zeigt schematisch in einem Schnitt durch den äußeren Gehörgang eines menschlichen
Ohres mit eingesetztem Ohrpaßstück
F i g. 1 eine Ausbildung der Erfindung als Schallblase,
F i g. 2 eine Ausführung der Erfindung als Schallkuppel,
r,
In den Figuren ist mit 1 der von dem nicht dargestellten Mikrophon eines elektrischen Hörgerätes
kommende Schallführungskanal bezeichnet. Dieser kann als Hörschlauch ausgebildet sein und von einem
»hinter dem Ohr-Gerät« oder von einer Hörbrille zu einem in das Ohr des Hörgerät-Trägers eingesetzten
Ohrpaßstück 3 führen, das von dem Schallführungskanal 1 bzw. 1.1 durchsetzt wird. Wenn das Telefon
unmittelbar an dem Ohrpaßstück angebracht ist, entfällt der Hörschlauch und es verbleibt als Schallführungska- (5
nal nur eine Bohrung in dem Ohrpaßstück 3.
An dem Ohrpaßstück 3 ist gemäß der Ausführungsform nach der Fig. 1 eine Schallblase 2, z.B. durch
Kleben, befestigt. Die Schallblase besteht aus einem elastischen Kunststoff. Ihr Innenraum 2.2 ist mit einem
Fluid, vorzugsweise mit Luft oder einem anderen Gas, gefüllt Der Überdruck in der Blase ist so bemessen, daß
sich die Blase der Wand des äußeren Gehörganges (G) luft- und schalldicht anpaßt Außerdem bewirkt der
Innendruck in der Blase 2, daß deren zum Trommelfell T weisendes Endteil 2.1 in dieser Richtung gewölbt und
gespannt wird, so daß es den äußeren Gehörgang membranenartig überspannt.
Der von dem Telefon über den Schailführungskanal bzw. den Hörschlauch 1 zugeführte Schall hoher
Intensität tritt durch den das Ende 1.1 des Schallführungskanales überdeckenden Teil der Blasenwand in
den Innenraum 2.2 der Schallblase 2 ein und wird von deren membranartigem Endteil 2.1 mit verminderter
Intensität in den Luftraum L zwischen Schallblase und Trommelfell abgestrahlt. Die Längen der Schallblase
und des Luftraumes vor dem Trommelfell müssen so bemessen und aufeinander abgestimmt werden, daß
keine den Schall störend verzerrenden Reflexionen und Resonanzen eintreten.
Die Anpassung der Schallblase an die Erfordernisse des Trägers geschieht durch den Hörgeräte-Akustiker,
indem aus einer Reihe von vorgefertigten Modellen eines mit passender Größe und Länge ausgesucht und
der notwendige Innendruck durch Anpunktieren mittels einer feinen Nadel eingestellt wird.
Bei der Ausführungsform nach der Fig.2 ist die
Schallblase durch eine zum Schallführungskanal 1 hin offene eigensleife Schallkuppel 4 ersetzt, deren Wand
ebenso wie die der Schallblase vorzugsweise aus Kunststoff besteht und so dünn ist, daß sie den Schall
möglichst unbehindert in den Luftraum L vor dem Trommelfell abstrahlt. Die Kuppel muß so ausgeführt
und mit dem Ohrpaßstück verbunden sein, daß sie sich durch ihre eigene Elastizität und Steifigkeit schall- und
luftdicht an die Wand des äußeren Gehörganges G anpaßt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Elektrisches Hörgerät mit einem das Telefon des Gerätes mit dem äußeren Teil des Gehörganges
verbindenden Schallführungskanal, z. B. einem Hörschlauch, dadurch gekennzeichnet, daß
am inneren Ende (1.1) des Schallführungskanales (1) eine Schallblase (2) aus elastischem Werkstoff
angeordnet ist, die sich an die Wand des Gehörganges (G) schalldicht anschmiegt und zumindest mit
ihrem freien, inneren Endteil (2.1) den Gehörgang (G) membranartig überspannt
2. Elektrisches Hörgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallblase (2)
geschlossen ausgebildet ist und ihr Innenraum (2.2) mit einem Fluid, vorzugsweise mit Luft oder einem
anderen Gas gefüllt ist.
3. Elektrisches Hörgerät nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen solchen Überdruck des
Fluids im Innenraum der Schallblase (2), daß die Wand der Blase an die Wand des Gehörganges (G)
schalldicht angepreßt und der innere Endteil (2.1) der Blasenwand gespannt wird.
4. Elektrisches Hörgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallblase zum
Ende (1.1) des Schallführungskanals (1) hin offen ist und eine ohne inneren Überdruck eigensteife, zum
Trommelfell (7}gewölbte Schallkuppel (4) bildet.
5. Elektrisches Hörgerät nach Anspruch 1 bis 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die akustischen
Eigenschaften der Schallblase (2 bzw. 4) durch Wahl ihres Werkstoffes, insbesondere eines Kunststoffes,
ihres Innendruckes und/oder ihrer sich in den Gehörgang (G) erstreckenden Länge an die
Erfordernisse des Hörgerätträgers anpaßbar sind.
6. Elektrisches Hörgerät nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schallführungskanal
(1) als Hörschlauch zu dem in einer Hörbrille oder in einem »Hinter dem Ohr-Hörgerät« angeordneten
Telefon führt.
7. Elektrisches Hörgerät nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallblase (2) oder
die Schallkuppel (4), z. B. durch Kleben oder mittels eines Anschlußstückes, an einem Ohrpaßstück (3)
befestigt ist, das von dem Schallführungskanal (1 bzw. 1.1) durchsetzt wird.
8. Elektrisches Hörgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schallführungskanal
(1.1) als Bohrung in dem Ohrpaßstück (3) unmittelbar zu dem an dem Ohrpaßstück angebrachten
Telefon führt.
9. Elektrisches Hörgerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Ohrpaßstück (3)
schalldicht in den Gehörgang (G^ eingepaßt ist.
10. Elektrisches Hörgerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Ohrpaßstück
(3) außer dem Schallführungskanal (1.1) eine nach außen führende Schauöffnung für den Durchgang
bestimmter Schallfrequenzen vorgesehen ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2913644A DE2913644B2 (de) | 1979-04-05 | 1979-04-05 | Elektrisches Hörgerät |
| DE19792929283 DE2929283B2 (de) | 1979-04-05 | 1979-07-19 | Vorrichtung zur Vergrößerung der schallabstrahlenden Fläche eines Hörgerätes durch eine Sekundärmembran |
| DE19803048812 DE3048812A1 (de) | 1979-04-05 | 1980-12-23 | Vorrichtung zur verbesserung der energieausnutzung und der schallwandlung eines hoergeraetes mit einer schallblase |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE2913644A DE2913644B2 (de) | 1979-04-05 | 1979-04-05 | Elektrisches Hörgerät |
Publications (2)
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| DE2913644B2 true DE2913644B2 (de) | 1981-05-07 |
Family
ID=6067477
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
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1979
- 1979-04-05 DE DE2913644A patent/DE2913644B2/de not_active Withdrawn
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