DE291336C - - Google Patents

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DE291336C
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valve
shut
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auxiliary outlet
outside air
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L13/00Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 291336 -KLASSE 46*. GRUPPE
Zusatz zum Patent 290769.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Mai 1913 ab. Längste Dauer: 6. Dezember 1926.
Gegenstand des Hauptpatentes 290769 ist eine Verbrennungskraftmaschine, bei welcher eine mit dem Innern des Arbeitszylinders verbundene, den Zu- oder Abfluß von Kraftmittel steuernde Absperrvorrichtung bei Erreichung eines bestimmten Verdichtungs- oder Verbrennungsdruckes im Arbeitszylinder selbsttätig geöffnet wird, s,o daß ein Teil des Zylinderinhaltes abblasen kann. Wird die Absperrvorrichtung durch das. Kraftmittel, z. B. Anlaßdruckluft, selbst betätigt, dann bedient man sich zur Zuführung und Unterbrechung der Zuführung des Kraftmittels zu der Absperrvorrichtung vorteilhaft einer in der Kraftmittelleitung angeordneten Steuerungsvorrichtung, welche den zur Absperrvorrichtung führenden Leitungsteil abwechselnd mit der Kraftmittelquelle und der Außenluft in Verbindung bringt.
Die Erfindung besteht nun darin, daß bei einer, derartigen Verbrennungskraftmaschine eine nur bei sehr starken GasdT'ücken im Arbeitszylinder in Wirkung tretende Hilf sauslaßvorrichtung zum Ableiten der Gase unmittelbar in die Außenluft vorgesehen ist, während das Entweichen der Gase bei kleineren Drücken '; unter Vermittlung der Absperrvorrichtung j durch die an letztere angeschlossene Kraft- ; mittelleitung und die in dieser angeordnete Vorrichtung zur mittelbaren Steuerung des Kraftmittels erfolgt..
Die Erfindung hat den Vorteil, daß die zur Steuerung des Kraftmittels vorgesehenen Vorrichtungen gleichzeitig dazu dienen, die aus dem Zylinder entweichenden Gase abzuleiten, wobei durch die Anordnung eines Hilfsauslasses verhindert wird, daß die Vorrichtungen durch zu heftige Entdadungen beschädigt werden.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung im Schnitt beispielsweise dargestellt.
σ ist der Arbeitszylinder einer Verbrennungskraftmaschine mit gegenläufigen Kolben, dem während des Anlassens Druckluft durch das Ventil b zugeführt wird. Hierbei erfolgt das öffnen des letzteren durch die Druckluft selbst, die aus der Leitung c in die Ventilkammer d eintritt und aus dieser bei beendeter Druckfüllung durch die Leitung c wieder abfließt. Die Betätigung des Ventils durch die Druckluft ist dadurch ermöglicht, daß es mit einem Kolben / versehen ist, der größer als' der Kegel e ausgebildet ist. Dieser Kolben trägt den Sitz eines mit der Kammer d in Verbindung stellenden zweiten Ventils g, das sich entgegen der Wirkung der Feder h nach der Außenluft hin öffnen kann. Die Feder h dient
auch dazu, das Ventil b auf seinen Sitz zu drücken. Die Hubhöhe des letzteren ist durch Anordnung einer Abstützung i in der Bahn seines Kolbens / begrenzt.
Die mittelbare Steuerung des Drucklufteinlasses in den Arbeitszylinder erfolgt durch das vor dem Leitungsteil c angeordnete, möglichst entlastete Ventil j, das in folgender Weise mit dem Ventil k zusammenarbeitet. Hat letzteres
ίο die auf der Zeichnung dargestellte Lage, dann steht die Leitung c durch die Kanäle m des Ventils j, den zwischen den Ventilen / und k offenen Sitz η und die Bohrungen ο des Ventils k mit der Außenluft in Verbindung. Es kann also der Inhalt der Räume c und d abfließen. Wird das Ventil k unter Vermittlung des Hebels p durch den Nocken-q der Steuenvelle angehoben, dann schließt sich der Sitz n, worauf im weiteren Verlauf der Steuerungsbewegung das Ventil 7 geöffnet wird, das hierdurch die von der Anlaßluftflasche kommende Leitung r mit der Leitung c in A^erbindung bringt. Die Druckluft fließt in die Kammer d, öffnet das Ventil b und tritt in den Arbeitszylinder.
Gleichzeitig gelangt die Luft durch die Ka- j näle m in die Kammer ί der Steuerungsvorrichtung.
Gibt der Nocken q den Hebel p frei, dann kehrt Ventil k infolge der Belastung durch die Druckluft in der Kammer.? in die untere Stellung zurück. Der Hebel p ist auf einem Exzenter t gelagert, das zwecks Ausschaltung der Luftsteuerung während des Verbrennungsbetriebes der Maschine in die strichpunktiert gezeichnete Lage gedreht werden kann. Hierdurch wird der Hebel p unter Vermittlung des ihn abstützenden Körpers u in die obere Stellung gebracht, in welcher er außerhalb des Steuerungsbereiches des Nockens q liegt.
Die Vorrichtung wirkt wie folgt: Beim Anlassen mit Druckluft oder einem sonstigen Druckmittel hat der Hebel p die in vollen Linien ausgezogene Stellung. Die Anlaßflasche . steht außerdem mit der Leitung" r in Verbindung. Hebt nun der Nocken unter Vermittlung der Steuerungsteile p, k das Ventil / an. dann strömt die Druckluft in die Kammer d und öffnet durch Zurückdrängen des Kolbens / das Ventil b, so daß die Luft in den Zylinder fließen kann. Die Spannung der Feder h ist "derart bemessen, daß einerseits das Ventil b bei üblichem Druck der Anlaßluft bis zur Abstützung i angehoben, andererseits das Ventil g nicht geöffnet wird. Bei beendeter Druckluftfüllung schließt das Ventil j die Leitung r ab, der Sitz«, öffnet sich und die Luft der Räumec und d entweicht in die Außenluft. Während des Entweichens der Luft kehrt das Ventil b auf seinen Sitz zurück, sobald der Druck der Luft unter die Spannung der Feder h gefallen ist. Die beschriebenen Vorgänge wiederholen sich während der anschließenden Anlaßtakte: Nach beendetem Anlassen wird zweckmäßig der .Luftbehälter von der Leitung r abgesperrt, um Verluste durch Ventilundichtigkeiten zu vermeiden.
Treten nun beim Betrieb im Arbeitszylinder scharfe Zündungen oder unerwünscht hohe \7erdichtungsdrücke auf, dann öffnet sich das Ventil b gegebenenfalls ganz, läßt einen Teil des Zylinderinhaltes nach der Ventilkammer d abfließen und setzt darauf wieder auf. Der Inhalt der Räume d und c ist derart bemessen, daß er bei nicht sehr hohen Drücken ausreicht, einen genügenden Druckabfall der Gase herbeizuführen, die allmählich durch die Kanäle m, Sitz η und Bohrungen 0 ins Freie entweichen. Bei sehr starken Drücken hingegen reicht der Inhalt von d und c für den gewünschten schnellen Druckabfall nicht aus. Dieser wird jetzt vielmehr durch das Ventil g mit erreicht, das nach voller Öffnung des Ventils b geöffnet wird und so eine unmittelbare Verbindung mit der Außenluft oder einem Behälter herstellt, in den die Gase unter dem erforderlichen Spannungsabfall entweichen können. Beim Fallen des Gasdruckes schließen die Ventile b und g· in umgekehrter Reihenfolge ihrer Eröffnung,
Das Hilfsauslaßventil kann unabhängig vom Ventil?? angeordnet sein. Falls es mit letzterem verbunden ist, kann es auch im Gegensatz zu dem dargestellten Ausführungsbeispiel das Ventil b tragen. Ferner ist es auch möglich, die Ventile b und g einzeln durch Federn ό. dgl. zu belasten. Die Kanäle 0 brauchen ferner nicht in die Außenluft münden, sondern können auch an einen Behälter angeschlossen sein.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Vorrichtung zum Anlassen von Verbrennungskraftmaschinen mittels Druckluft nach Patent 290769, bei welcher eine den Zutritt von Kraftmittel zum Arbeitszylinder unmittelbar steuernde, durch das Kraftmittel selbst betätigte Absperrvorrichtung bei Erreichung eines bestimmten Verdichtungs- oder Verbrennungsdruckes im Arbeitszylinder geöffnet wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine nur bei sehr starken Drücken in-Wirkung tretende selbsttätige Hilfsauslaßvorrichtung (g) zum. Ab-" leiten der hochverdichteten Gase unmittelbar in die Außenluft vorgesehen ist, während das Entweichen der Gase in die Außenluft bei kleineren Drücken unter Vermittlung der Absperrvorrichtung durch die an letztere angeschlossene Kraftmittelleitung und die mit dieser verbundene Vor-
    richtung (j,k) zur mittelbaren. Steuerung des Kraftmitteleinlasses zum Arbeitszylinder erfolgt.
    Vorrichtung zum Anlassen von Ver-
    brennungskraftmaschinen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die in ihrer Hubhöhe durch Abstützung begrenzte Absperrvorrichtung die Hilfsauslaßvorrichtung trägt, wobei beide Vorrichtungen lediglich durch unmittelbar auf die Hilfsauslaßvorrichtung wirkende Belastung auf ihre Sitze.gedrückt werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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