-
Ve fahren und Vorrichtung zum
-
Entfernen von in Luft enthaltenem Nebel Die Erfindung bezieht sich
auf ein Verfahren und Vorrichtungen -um Entfernen von in Luft enthaltenem Nebel
von z.B.Sportfeldern oder Flughäfen.
-
Besonders in der Herbst- und Frühjahrszeit bereitet die Nebelentwicklung
für den Straßen- und Flugverkehr oder bei der Abwicklung von Sportveranstaltungen
im Freien große Schwierigkeiten. Insbesondere das Durchführen von planmäßigen Flügen
ist nicht gewährleistet, so daß Verspätungen bzw. Fl ugausfäl le zu unerwünschten-Zeitverl
usten bzw. finanzi-el len Verlusten führen. Sportveranstaltungen wie z.B. Fußballspiele,
müssen kurzfristig abgesagt werden,-ohne daß Spieler und Zuschauer rechtzeitig informlert
werden können.
-
Um den Nebel von Sportfeldern ent-fernt zu halten, wurde der Vorschlag
unterbreitet, im Splelfeldbereich Öl abzufackein. Die dabei entstehende Wärme bewirkt
ein Verdampfen der Wasserpartikel In der Luft, so daß der Nebel sich auf löst. Allerdings
Ist dieses Verfahren mit großen Gefahren vrbunden, da das brennende öl eine starke
Wärme entwickelt, so daß ein hinreichend großer Abstand zu den Spielern und Zuschauern
erfolgen muß. Demzufolge sind unverhältnismäßig große Mengen von Öl zu verbrennen,
um den gewünschten Erfolg
herbei zufUhren. Außerdem ist ein solches
Abfackeln aus feuerpolizetlichen Gründen häufig nicht möglich, da das brennende
Öl einen Gefahrenherd für eine Brandentwicklung darstellt.
-
Ein offenes Verbrennen von Öl auf Flughäfen zum Beispiel ist überhaupt
nicht durchführbar, da eine Explosionsgefahr für die Flugzeug- bzw. die Brennstofftanks
auf den Flughäfen dadurch herbeigeführt werden würde. Demzufolge ist bisher kein
praktikabl Vorschlag unterbreitet worden, mit Hilfe dessen ein Entfernen von Nebel
an besonders neuralgis-chen Punkten, wie zum Beispiel Fl ughä oder Sportfeldern
oder aber auch zum Beispiel an Autobahn-Knotenpunkten, möglich ware, Es ist daher
Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren un Vorrichtungen zur Verfügung
zu stellen, mit Hilfe derer ein Entfernen von Neb-el ohne Schwierigkeiten verbunden
ist, insbeson-dere di:e Gefahr von Verbrennungen vermieden wird und ein Anwenden
auf Flughäfen möglich ist, daß also eine Explosionsgefahr ausgeschlossen wird.
-
Die Aufgabe wird durch Ausgestaltung des eingangs erwähnten Verfahrens
dadurch gelöst, daß künstlich erzeugte Warmluft in die den Nebel enthaltende Luft
abgegeben wird. Durch die Warmiuft wird der den Nebel enthaltenden Luft Energie
zugeführt, wodurch Wasserpartikel verdampfen und der Nebel sich auf löst. Da man
zum Vertreiben des Nebels Warmluft benutzt, sind keine offenen Feuerquellen vorhanden,
die zu Brandschäden bzw. Explosionsgefahre.n führen können. Aucfr besteht die Möglichkeit,
die Warmluftqueilen ziemlich nah zum Beispiel an Spie-lfeldrändern von Sportplätzen
anzuordnan, -da die Gefahr von Verbrennungen für Personen nicht gegeben ist.
-
Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsge mäßen Verfahrens.
-
zeichnet sich dadurch aus, daß der vom Nebel zu beireiende Bodenbereich
mit Auslässen- zur Abgabe der künstlich erzeugten Warmluft versehen ist. D--bei
steilen die Auslässe vorzugsweise Warmluftdüsen dar. Man kann also in gewünschten
Abständen für einen bestimmten Raum Warml uftauslässe anordnen, um sicherzustellen,
daß der vorhandene Nebel aufgelöst wird Eine gute Verteilung der Warmluft kann in
Ausgestaltung der Erfindung dadurch erzieit werden, daß die Auslaßdüsen für dieWarmluft
i-m Endbereich von Drehfl.ügeln angeordnet sind, die durch den -Rü'ckstoß der abgegebenen
künstlich erzeugten Warmluft gedreht werden.
-
Will man zum Beispiel Sportfelder mit einer fest installierten Vorrichtung
zum Entfernen von Nebel versehen, so sol-lten vorzus5-weise im Randbereich des Feldes
in vo.rzugsweise regelmäßigem Abstand Düsen zur Abgabe der erwärmten Luft angeordnet
sein. Dabei sind vorzugsweise die Düsen unterein-ander durch ein Leitungsnetz verbunden.
Insbesondere preiswert kann eine solche Anlage- zusammen mit einer Rasenheizung
installiert werden, wenn man gleichzeitig die Energiequelle für die Rasenheizung
auch als Energiequelle für die künstlich erzeugte Warmluft auslegt.
-
Auf Flughäfen werden vorzugsweise entlang von Landebahnen Düsen zur
Abgabe der erwärmten Luft angeo-rdnet, um stets ein Landen und Starten von Flugzeugen
zu gewährleisten. Vorzugsweise kann in einem solchen Fall ebenfalls eine Anordnung
von Düsen auf Drehflügein erfolgen, um im Bereich zwischen den L-ndebahnen eine
Warmiuftverteilung herbeizuführen> die ein Entferne-n der Nebel auf den Landebahnen
nach sich zieht.
-
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale de-r Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Zeichnung.
-
Es zeigen: Fig. 1 eine Anordnung zum Entfernen von Nebel für ein Sportfeld
und Fig. 2 eine beispielhafte Anordnung zum Entfernen von Nebel im Bereich von Flughäfen.
-
In Fig. 1 ist ein Spielfeld 10 schematisch dargestellt, das eine Rasenheizung
12 aufweist. Die Energiequelle für die Rasenheizung 12 ist schematisch dargestellt
und mit dem Bezugszeichen 17 versehen.
-
Durch die.Rasenheizung 12 ist sichergestellt, daß das Spielfeld 10
auch in der Winterzeit bei Schneefall oder Eis bespielbar ist.
-
Um eine Durchführung von Sportveranstaltungen auch bei Nebei sicherzustellen,
sind um den Spielfeldrand in regelmäßigem Abstand Düsen 14 vorgesehen, durch die
ebenfalls von der Energiequelle 17 erzeugte künstliche Warmluft ausströmt. Durch
die Abgabe von Energie werden die Wassertröpfchen des Nebels erwärmt und verdampft,
so daß sich der Nebel auflöst. Die einzelnen Düsen 14 sind dabei durch eine Leitung
16 untereinander verbunden. Vorteil hafterweise wird die aus der Leitung 16 und
aus den Düsen 14 bestehende Anordnung gleichzeitig mit der Rasenheizung 12 installiert,
um Kosten zu sparen.
-
Das Anbringen der Düsen 14 in unmittelbarer Nähe des Spiel feldes
10 bedeutet für Spieler und Schiedsrichter keine Gefahr von Verbrennunge da die
Warmluft nur Temperaturen aufweist, die körperverträglich sind Dennoch reichen diese
aus-, um ein Entfernen des Nebels herbeizuführen Wie des weiteren der Fig. 1 zu
entnehmen ist, können Düsen 18 zum Entfernen von Nebel auch in Endbereichen von
Drehflügeln 20 angeordnet sein, die um eine Achse 22 drehbar gelagert sind. Durch
den Rückstoß der austretenden Warmluft gelangen die Drehflügel 20 in Drhbewegung
und bewirken damit eine gute Verteiluny der ausströmenden Warmluft. Solche Drehflügel
20 sind insbesondere dazu geeignet, ein Sportfeld nachträglich mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zu versehen. Auch in einem solchen Fall können die Drehflügel unlt.reinander
durch ein Le i tungsnetz verbunden sein. Ein Anschluß an eine
vorhandene
Energiequelle für eine Rasenheizung ist nachiräg-lich ebenfalls möglich.
-
In Fig. 2 ist im Ausschnitt ein Teil vor Landebahnen 26, 28 eines
Flughafens dargestellt. Um den Bereich um die und-auf den Landebahnen 26 und 28
von Nebel freizuhalten, sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel ebenfalls
auf Drehflügeln 32 Düsen 30 angeordnet, die zur Abgabe von künstlich erwärmter'Luft
ausgehiIdet sind. Die Dreí-.flügel 32 können sich gleichfalls um eine Achse 34 drehen.
Entsprechend des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 sind auch die einzelnen Düsen
untereinander mit einem nicht dargestellten Leitungsnetz verbunden, um eine einzige
Energiequelle zu-Erzeugung der Wirmiuft zu benötigten, Die Erfindung wurde in den
Ausführungsbeispielen im Zus.ammenhang mit einem Sportfeld und mit einem Flugplatz
beschrieben. Selbstverständlich kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auch an Straßenknotenpunkten
oder zum Beispiel Großbaustellen ihre Anwendung finden, ohne jdß wesUntliche Modifikationen
der vorgeschlagenen Vorrichtungen erforderlich sind. Auch ist ein Einsatz vor- Signalanlagen
im Schienenverkehr möglich, um eine sichere Yerkehrsführung zu gewährleisten. Wichtig
ist., daß eine Warmluttquelle vorliegt und daß mögl icist feinverteilt die Warmluft
an die Umgebung abgeg^>ben werden kann, um wirkungsvoll ein Auflösen des !\Jebels
herbeizuführen
Leerseite