DE2902460C2 - - Google Patents
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61B—DIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
- A61B17/00—Surgical instruments, devices or methods
- A61B17/32—Surgical cutting instruments
- A61B17/3201—Scissors
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- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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- A61B17/00—Surgical instruments, devices or methods
- A61B17/04—Surgical instruments, devices or methods for suturing wounds; Holders or packages for needles or suture materials
- A61B17/0467—Instruments for cutting sutures
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Description
Die Erfindung geht aus von einem chirurgischen Fadenschneider
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Fadenschneider als solche sind seit Jahren bekannt (US-PS 38
02 074, 33 72 477, 40 53 979 und 34 43 313). Sie werden dazu
verwendet, das Ende des Fadens, nachdem ihn der Chirurg
verknotet hat, abzuschneiden. Das Fadenende sollte im Ideal
fall in einer vorbestimmten Länge belassen werden. Ist das
Fadenende zu kurz, besteht die Gefahr des Lösens des Knotens.
Wenn das Fadenende zu lang ist, kann es zu Störungen oder
Reibungen im benachbarten Gewebe führen. Deshalb ist die
Erzielung der richtigen Länge für den Chirurgen ein Problem.
Zusätzlich besteht, da die Fäden gewöhnlich innerhalb des
Körpers verknüpft werden, das Risiko des Schneidens von Gewebe
oder Blutgefäßen. Der Chirurg muß beträchtliche Vorsicht
walten lassen, um dies zu vermeiden. Befindet sich der Faden
tief im Körper oder ist der Patient besonders fett, so ist das
Problem besonders schwierig.
Diese Probleme sind bei den genannten bekannten Fadenschnei
dern überhaupt nicht oder nur teilweise gelöst. Ein weiteres
Problem besteht darin, daß häufig die Nadel nicht von Hand
durch das Gewebe gestoßen werden kann, so daß hierfür ein
separates zangenähnliches Instrument vorgesehen werden muß.
Der Chirurg muß in diesem Falle zum Herstellen der Naht zwei
Instrumente haben, die sterilisiert werden müssen. Dieser
Aufwand wird selbstverständlich noch größer, wenn unter
schiedliche Nähte hergestellt werden sollen, die unterschied
liche Nadelgrößen und Fadengrößen erfordern.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, den Fadenschneider
der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art so weiterzu
bilden, daß bei einem sicheren Abschneiden des verknoteten
Operationsfeldes eine Verringerung der Zeit für die Fertig
stellung der Operationsnaht möglich wird.
Die erfindungsgemäße Lösung bei einem gattungsgemäßen Fadenschneider ist im kennzeichnenden Teil des
Anspruchs 1 angegeben.
Es ist zwar ein Fadenschneider bekannt, der einen für die
Aufnahme des Fadens ausreichend breiten, aber für den Durch
tritt eines Befestigungselementes zu schmalen Bereich aufweist
(DE-OS 26 17 856). Dieser Fadenschneider ist aber nur für
kompliziert aufgebaute Operationsfäden mit in Abständen
voneinander angeordneten Verdickungen sowie einem speziellen
Verbindungsglied zu verwenden. Für verknotete Operationsfäden
ist dieser Fadenschneider nicht geeignet, da ein Knoten durch
die kreisförmige Erweiterung am inneren Ende des Schlitzes
hindurchgleiten würde. Außerdem erfordert dieser Fadenschnei
der in allen Fällen, in denen die Nadel nicht von Hand durch
das Gewebe gestoßen werden kann, einen besonderen Nadelhalter.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des Fadenschneiders sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Die Benutzung des Instruments ist sehr einfach.
Nachdem der Chirurg den Faden verknotet hat, wird der
freie Faden durch die Einführöffnung in den Schlitz einge
führt. Dies kann aus Bequemlichkeit am oberen Ende des Fadens
erfolgen. Das Instrument wird dann am Faden entlang nach unten
verschoben, bis die Unterseite des Widerlagerteils den Knoten
berührt. Die Griffe werden dann in üblicher Weise zusammenge
drückt und die Schneide schneidet den Faden ab.
Wie leicht zu sehen ist, bestimmt die Höhe des Widerlagerteils
die Länge des belassenen Fadenendes. Es ist daher nur notwen
dig, den Schneider so auszubilden, daß die Dicke des Widerla
gerteils der gewünschten Länge des Fadenendes entspricht. Bei
Seidenfäden sind beispielsweise 3 bis 3,5 mm zweckmäßig, bei
Darmfäden sind 4,5 bis 5 mm richtig etc.
Bei einer anderen Verwendungsart der Einrichtung kann das
Instrument, bevor es entlang dem Faden verschoben wird,
teilweise geschlossen sein, wodurch das Messer gegen das
Halteteil drückt und damit der Schlitz geschlossen wird.
Hierbei wird der Faden in der Öffnung gehalten. Auf diese Art
und Weise gibt es keine Möglichkeit für den Faden, aus dem
Schlitz zu gleiten.
Ein weiterer Vorteil des Fadenschneiders der Erfindung besteht
darin, daß er Nadelklemmflächen aufweist und somit als zan
genförmiger Nadelhalter ausgebildet ist. Hierdurch kann der
Chirurg, ohne die Instrumente zu wechseln oder den festzuzie
henden Knoten loszulassen, den Stich machen, den Knoten
knüpfen und den überschüssigen Faden unter genauer Belassung
eines Fadenendes mit richtiger Länge abschneiden. Aus dem
Vorstehenden ist ersichtlich, daß es für den Chirurgen unmög
lich ist, aus Versehen in Gewebe, Blutgefäße, Organe usw. zu
schneiden. In der Tat kann der Faden sodann sicher abge
schnitten werden, wenn der Chirurg den Knoten nicht sehen
kann.
Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der
Zeichnungen näher erläutert. Darin sind gleiche Teile mit
gleichen Bezugsziffern bezeichnet.
Fig. 1 zeigt in Gesamtansicht das Prinzip eines
Fadenschneiders.
Fig. 2 zeigt den wirksamen Teil des Fadenschneiders in
vergrößerter Darstellung in perspektivischer Ansicht
von unten.
Fig. 3 zeigt den wirksamen Teil des Fadenschneiders im
Betrieb in vergrößerter Draufsicht.
Fig. 4 zeigt einen Schnitt entlang der Linie 4-4 in der
Fig. 3.
Fig. 5 zeigt eine Ansicht gemäß Fig. 3, nachdem der Faden
abgeschnitten ist.
Fig. 6 zeigt einen Schnitt entlang der Linie 6-6 in der
Fig. 5.
Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform bei der Schneidteile und
Griffe in verschiedenen Ebenen angeordnet sind.
Fig. 8 zeigt in Draufsicht eine Ausführungsform des
Fadenschneiders der Erfindung.
Fig. 9 zeigt den Kopf des Fadenschneiders gemäß Fig. 8 in
vergrößerter Darstellung.
In Fig. 1 ist ein Fadenschneider allgemein mit 1 bezeichnet.
Er enthält einen ersten Schenkel 2 und einen zweiten Schenkel
3. Die Schenkel 2 und 3 sind an einem zwischen ihren Enden
liegenden Punkt 20 drehbar miteinander verbunden. Die Feder 4
hält den Schneider in seiner offenen Position.
Schenkel 3 endet an der dem Griff 21 vom Drehpunkt 20 aus
gegenüberliegenden Seiten in einem Messer 8, welches mit einer
Schneide 15 versehen ist. Der Schenkel 2 endet an dem dem
Griff 21 gegenüberliegenden Ende in einem Widerlagerteil 7.
Das Widerlagerteil 7 gabelt sich an seinem Ende in einem Arm 9
und ein Halteteil 10. Die Schneide ist so ausgebildet, daß sie
Halteteil 10 und Arm 9 abscherend passieren kann, um den in
der Öffnung 14 am Schlitz 11 befindlichen Faden 5 abzuschnei
den. Am Ende des Schlitzes 11 ist eine Einführöffnung 18
angeordnet, die das Einführen des Fadens 5 erleichtert.
Wie aus den Fig. 4 und 6 zu sehen ist, ist die Stirnfläche 16
am Messer 8 in bezug auf das Halteteil 10 geneigt. Hierdurch
steigt der Druck der Stirnfläche 16 auf das Halteteil 10 an,
wenn das Messer gegen den Faden 5 bewegt wird. Hierdurch wird
gewährleistet, daß das Halteteil 10 in die in der Fig. 6
dargestellten Position bewegt wird und den Faden bis er
abgeschnitten ist, sicher festhält. Nach dem Schneiden ver
bleibt ein Fadenende oder Stummel 19 am Faden 5.
Bei der Benutzung des Instruments wird ein Schnitt 17 in der
Haut 12 durch Stiche 13 verschlossen. Vor dem Abschneiden
steht der Faden 5 an jedem Stich vor. Der Faden 5 wird dann in
den Schlitz 11 und in die Öffnung 14 durch die Einführöffnung
18 im Widerlagerteil 7 eingeführt. Der Schneider 1 kann dann
teilweise geschlossen werden, so daß sich das Messer 8 mit der
Schneide 15 auf den Faden 5 zubewegt, ohne diesen jedoch zu
berühren. Dies bewirkt, daß das Halteteil 10 auf den Arm 9
trifft und den Faden 5 in Öffnung 14 festhält. In der bevor
zugten Ausführung der Einrichtung übt die Stirnfläche 16 auf
das Halteteil 10 einen ansteigenden Druck aus, damit es
wirklich ein Schließen des Schlitzes 11 bewirkt.
Das wirksame Ende des Schneiders 1 wird entlang dem Faden 5
bewegt bis die Unterseite des Armes 9 und des Halteteils 10
den Knoten 6 im Faden 5 berührt. Dies kann völlig nach Gefühl
gemacht werden, und es ist nicht notwendig, den Knoten 6 oder
den Einschnitt 7 tatsächlich zu sehen.
Der Schneider 1 wird dann ganz geschlossen, so daß das Messer
8 mit Schneide 15 den Faden 5, unter Belassung eines Fadenen
des 19 mit genauer, vorbestimmter Länge, abschneidet.
Manchmal ist der Anwendungswinkel des Fadenschneiders so, daß
der Schneidkopf der Sicht des Chirurgen im Wege ist. Für
solche Fälle ist eine in Fig. 7 schematisch dargestellte
Ausführungsform geeignet. Griffteil 24 und Kopfteil 26 liegen
in verschiedenen Ebenen. Ein geneigter Teil 25 verbindet
beide. Diese Ausführungsform gibt dem Chirurgen eine bessere
Sicht auf die Operationsstelle und wird daher für gewisse Anwen
dungsfälle für besonders geeignet gehalten.
In den Fig. 8 und 9 ist der Fadenschneider
gezeigt, der einen Nadelhalter als integriertes Teil des
Instrumentes aufweist. Dieser Fadenschneider stimmt weitgehend
mit den beschriebenen Fadenschneidern überein. Am Messer 8 und
Widerlagerteil 7 sind jedoch zusätzliche Nadelklemmflächen 27
und 33 vorgesehen. Die Schneide ist etwas anders gestaltet und
wirkt mit dem Halteteil 10 und dem Arm 9 zusammen.
Der Schneider ist ebenfalls mit einem ersten Griff 28 und
einem zweiten Griff 29 an den entsprechenden Schenkeln 2 und 3
versehen. Griff 28 trägt eine erste Sperre 30 und Griff 29
eine zweite Sperre 31. Die Sperren 30 und 31 liegen einander
gegenüber und sind so ausgebildet, daß sie ineinandergreifen
können.
Wird der Schneider geschlossen und die Nadel zwischen den
Flächen 27 und 33 festgeklemmt, überlappen die Sperren 30 und
31 und greifen ineinander. Hierdurch wird der Schneider gegen
die Spannung der Feder 4 in geschlossener Position gehalten.
Der Chirurg kann dann den Knoten knüpfen, ohne daß die Gefahr
des versehentlichen Loslassens der Nadel besteht.
Nachdem die Knoten fertig sind, wird die Nadel freigegeben,
der Faden wird in den Schlitz 11 eingeführt und der Schneider
geschlossen. Hierbei schneidet die Schneide 15 den Faden ab.
Es wird ein der Dicke des Arms 10 und des Halteteils 11
entsprechend langes Fadenende belassen. Mit diesem Instrument
kann der Chirurg ohne die Instrumente zu wechseln nähen,
knoten und den Faden abschneiden.
Als zusätzliche Sicherheitseinrichtung ist eine Begrenzungs
schraube 33 angeordnet. Diese einstellbare Schraube verhin
dert, daß sich der Schneider weiter als gewünscht öffnen kann.
Besonders zweckmäßig ist es, wenn die Schneide 15 immer mit
Arm 9 und Halteteil 10 in Berührung steht. Dies verhindert,
daß zwischen Schneide 15 und Halteteil 10 Gewebe eingeklemmt
werden kann.
Besonders günstig ist es, wenn
das Instrument so ausgebildet ist, daß die Schneide 15
nicht am Widerlagerteil 7 übersteht. Dadurch wird ein verse
hentliches Einklemmen von Gewebe zwischen Schneide und Wider
lagerteil verhindert. Weiterhin ist die Schneide, bedingt
durch das scherenartige Bewegen des Instrumentes, selbst
schärfend. Das Reiben gegen das Widerlager bewirkt ein Abzie
hen der Schneide und hält diese somit scharf.
Claims (6)
1. Chirurgischer Fadenschneider für verknotete Operationsfä
den mit einem ersten Schenkel und einem zweiten Schenkel,
die an einem zwischen den Schenkelenden liegenden Dreh
punkt scherenartig miteinander verbunden sind, wobei an
einem Ende jedes Schenkels ein Griff angeordnet ist, und
an der dem Griff gegenüberliegenden Seite der erste
Schenkel ein Widerlagerteil, welches einen zwischen einem
Arm und einem Halteteil angeordneten Schlitz mit einer
Einführöffnung für die Aufnahme des Operationsfadens mit
einer Höhe aufweist, die der Länge des Fadenendes nach dem
Abschneiden desselben entspricht, und der zweite Schenkel
ein Messer aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schlitz (11) einen für die Aufnahme des Fadens (5) aus
reichend breiten, aber für den Durchtritt eines Knotens
(6) zu schmalen Bereich aufweist, und daß an den den
Griffen (21) gegenüberliegenden Enden des ersten und
zweiten Schenkels (2, 3) Nadelklemmflächen (26, 27)
angeordnet sind.
2. Fadenschneider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Drehpunkt (20) und Griffen (21) am ersten und
zweiten Schenkel (2 und 3) ein erstes und zweites Sperr
rastglied (28 und 29) befestigt ist, die sich beim
Schließen des Fadenschneiders überlappen, und die mit
einander ergänzenden Sperren (30, 31) versehen sind, die
bei geschlossenem Fadenschneider lösbar ineinandergreifen.
3. Fadenschneider nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Einführöffnung (18) auseinanderstrebend
ausgebildet ist.
4. Fadenschneider nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einführöffnung (18) vom Drehpunkt
weg gerichtet ist.
5. Fadenschneider nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schneide (15) gegenüber dem
Schlitz (11) so geneigt ist, daß sie beim Schneiden zuerst
mit dem der Einführöffnung nahen Teil des Schlitzes
überlappt.
6. Fadenschneider nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß sich Halteteil (10) und Messer (8)
einerseits und Griffe (24) andererseits in zwei verschie
denen Ebenen befinden.
Applications Claiming Priority (3)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: LASCHAL INSTRUMENTS CORP., NEW YORK, N.Y., US |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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Ipc: A61B 17/32 |
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| D2 | Grant after examination | ||
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