DE288103C - - Google Patents
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- DE288103C DE288103C DENDAT288103D DE288103DA DE288103C DE 288103 C DE288103 C DE 288103C DE NDAT288103 D DENDAT288103 D DE NDAT288103D DE 288103D A DE288103D A DE 288103DA DE 288103 C DE288103 C DE 288103C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16G—BELTS, CABLES, OR ROPES, PREDOMINANTLY USED FOR DRIVING PURPOSES; CHAINS; FITTINGS PREDOMINANTLY USED THEREFOR
- F16G1/00—Driving-belts
- F16G1/22—Driving-belts consisting of several parts
- F16G1/26—Driving-belts consisting of several parts in the form of strips or lamellae
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 288103 — KLASSE 47d. GRUPPE
CARL ELOESSER in CHARLOTTENBURG.
Die vorliegende Erfindung gibt die Konstruktion eines funktionsfähigen breiten Metallbandes
für Kraftübertragungs- und Transportzwecke an. Das Grundprinzip besteht in der Kupplung der Parallelbänder nach folgendem
Verfahren. Die Kupplung kann nur erfolgreich geschehen durch gemeinschaftliche Schloßverbindungen,
und zwar von solcher Art, daß die Einzelbänder in der Ebene des breiten Metallbandes
an jeder Drehbewegung gegen die gemeinschaftliche Schloßverbindung verhindert sind bzw. daß die auf diese Drehung hinwirkenden
Kräfte von der Verbindung vollkommen und unschädlich aufgenommen werden.
Die Notwendigkeit dieser Grundlage der Erfindung ergibt sich aus folgenden Erwägungen:
Wenn man von dem einfachsten Falle der Kupplung zweier Parallelbänder ausgeht, so
ergibt sich dadurch, daß zwei gekuppelte Bandstrecken beim Scheibenübergang niemals genau
denselben Teil der Umfangskraft aufnehmen werden, ein Drehmoment, auf das Schloß in
der Bandebene betrachtet. Die Größe dieses Drehmomentes hängt ab von der Größe des
Kraftunterschiedes beider Bandstrecken und von ihrer Breite, als dem Hebelarm der angreifenden
Differenzkraft. Die Differenzkraft selbst ist natürlich von vielen Zufallsgrößen
abhängig, im allgemeinen aber wird sie der Breite des einzelnen Bandes proportional sein.
Unter dieser Voraussetzung ergibt sich, daß bei einer Zerteilung einer bestimmten Bandbreite
in drei Einzelbänder gegenüber einer solchen in zwei Bänder die zusätzliche Kantenbeanspruchung
der Einzelbänder durch das Biegungsmoment des Bandes, welches sich aus dem Drehmoment des Schlosses ergibt, um 33 Prozent
größer wird. Es würde hiernach also die Zweiteilung günstiger sein als die Dreiteilung.
Zu berücksichtigen bleibt aber auch der Umstand, daß durch das Verfahren der Herstellung
insbesondere der kaltgewalzten und gehärteten Stahlbänder besondere Fabrikationsspannungen
in die Bänder hineinkommen, und daß diese Spannungen unter sonst gleichen Verhältnissen
im allgemeinen größer sind, je breiter die Bänder werden. Man wird also vorsichtigerweise
auf der einen Seite möglichst große Bandbreiten nehmen, aber diejenigen Bandbreiten unter
allen Umständen vermeiden, bei denen bereits die Fabrikation sehr erhebliche innere Spannungen
zurückläßt.
Aus den bisherigen Darlegungen ist ersichtlich, wie wichtig die Aufnahme der Differenzkräfte
in den einzelnen Parallelbändern der einen hierfür ausgebildeten Schloßverbindung
ist. Es möchte nun zunächst scheinen, daß eine einzige Schloßverbindung alle Aufgaben
in genügender Weise erfüllen konnte, jedoch kommen noch neue Momente hinzu, die eine
einzige Schloßverbindung in dem ganzen zu-
sammengesetzten Band nicht ausreichend erscheinen läßt, während natürlich bei einer einzigen
kuppelnden Schloßverbindung die Einfachheit der Ausführung einen erheblichen Vorzug
bedeuten würde.
Der Erfinder geht von der Erwägung aus, daß die entstehenden Differenzkräfte zwischen
den einzelnen Parallelbändern so klein wie möglich gehalten werden müssen, und will dieses
ίο in der Weise erreichen, daß diese Differenzkraft
bei jedem Umlauf des zusammengesetzten Bandes immer wieder auf den Nullwert zurückgeführt
wird. Erreicht kann dieses in folgender Weise werden.
Es werden mehrere Verbinder, deren Zahl vorläufig noch nicht festgelegt sein soll, in das
zusammengesetzte Band eingeschaltet und der Abstand zweier Verbinder dann so gewählt,
daß die zusammengesetzte Bandstrecke zwisehen zwei Schloß verbindungen beim Lauf des
breiten Metallbandes über Rollen für eine kurze Zeit in frei ausgespanntem Zustand zwischen
zwei Rollen sich befindet.
Wenn diese Zeit auch nur sehr kurz ist, so genügt sie doch, um einen Ausgleich der Differenzkräfte
der parallelen Bandstrecken gegeneinander herbeizuführen.
Wenn diese Regel auf den einfachsten Fall, d. h. auf den Lauf des breiten Metallbandes
über zwei Scheiben, angewandt wird, so ergibt sich, daß mindestens drei kuppelnde Schloßverbindungen
in ungefähr gleichem Abstand in das geschlossene Band eingesetzt werden müssen. Eine noch größere Zahl ist einerseits nicht nötig,
anderseits als schädlich anzusehen. Voraussetzung ist allerdings, daß der Achsenabstand
der Treibscheiben größer genommen wird, als die Summe der Durchmesser beider Scheiben
multipliziert mit 1,6.
Eine größere Anzahl Kuppelverbinder als drei einzuführen, stößt auf folgende Bedenken.
Die Fliehkraft der Verbinder auf den Scheiben ist ein ungünstiges Moment, welches die Reibung
und Adhäsion wesentlich herabsetzt. Bei einer größeren Anzahl von Verbindern würde
es leicht passieren, daß auf größeren Scheiben sich gleichzeitig zwei befinden, wodurch dieses
ungünstige Moment außerordentlich verstärkt würde. Bei einer geraden Zahl von Verbindem,
z. B. vier, würde sich stets je einer auf beiden Scheiben befinden. Dadurch würde aber
die ungünstige Wirkung der Fliehkraft gleichzeitig bei beiden Scheiben auftreten, was von
besonderem Nachteil wäre. Aus den angeführten Gründen ergeben sich die besonderen Vorteile
der Dreikupplung der Parallelbänder beim Zweischeibentrieb.
Die Zerlegung der ganzen Bandlänge in drei Teile kann in vorteilhafter Weise zu einer weiteren
Ausbildung der Erfindung benutzt werden, und zwar aus folgenden Erwägungen heraus.
Durch das übliche Walzvcrfahren können an sich niemals genau gerade Bänder gewonnen
werden. Infolgedessen wird die Geradheit durch nachträgliches Richten erzielt, d. h. die kürzeren
Kanten werden durch Hämmern gedehnt, ein Verfahren, das natürlich sehr unangenehme
Spannungen in den Metallbändern zurückläßt. Nun haben aber kürzere Bandstrecken (als
Kreisbogen aufgefaßt) eine viel kleinere Pfeilhöhe, und wenn dieselbe etwa 1Z10 der Bandbreite
noch nicht überschreitet, wirkt sie noch nicht störend. Wenn man also eine bestimmte
Bandlänge, deren Pfeilhöhe bereits viel zu groß war, in drei Teile zerlegt, so wird in den meisten
Fällen die Pfeilhöhe des Einzelstückes noch nicht zu groß sein, man setzt dann das Band
derart zusammen, daß die Enden der einzelnen Bandstrecken in genau gerader Linie liegen.
Durch das Zerschneiden in drei Stücke sind also die Geradheitsfehler größtenteils beseitigt
worden.
Der Nutzen dieser Anordnung kommt auch zur Geltung, wenn nur die Zerlegung der Bandlänge,
aber nicht die Zergliederung in einer Anzahl Parallelbänder stattfindet.
Die geschilderten gekuppelten Stahlbänder sind auch für Transportzwecke in erheblichem
Maß geeignet.
Bei Transportbändern kann die Zahl der Kuppelverbinder, da es sich hier nur um langsame
Geschwindigkeiten handelt, aus der Notwendigkeit anderer Anforderungen heraus (z.B.
mit Rücksicht auf das Transportgut) über die Mindestzahl hinaus vermehrt werden.
Claims (3)
1. Aus mehreren parallel laufenden schmaleren Metallbändern mit Hilfe von mehreren
Querverbindungen zusammengesetztes Metallband, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Metallbänder nebeneinander in gemeinschaftliche
Schloßverbindungen derart eingesetzt werden, daß in der Ebene des Ge-Samtbandes jede Drehbewegung der Einzelbänder
gegen die gemeinschaftliche Schloßverbindung ausgeschlossen ist bzw. die auf
diese Drehung hinwirkenden Kräfte von der Verbindung aufgenommen werden.
2. Metallband nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zerlegung der Metallbandstreifen in ihrer Längsrichtung in
solcher Weise erfolgt, daß sich eine Teilstrecke des Gesamtbandes zwischen zwei Schloßverbindungen beim Lauf des Gesamtbandes
über Rollen für eine kurze Zeit in frei ausgespanntem Zustand zwischen zwei Rollen befindet, d. h. daß im allgemeinen
beim Lauf des zusammengesetzten Metall-
bandes über zwei Scheiben das geschlossene Gesamtband im ganzen mit drei kuppelnden
Schloßverbindungen in ungefähr gleichem Abstand versehen ist.
3. Metallband nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendeten
Einzelbänder nicht genau geradegerichtet sind, sondern in der Bogenform, in der sie das Walzverfahren verlassen haben,
benutzt, aber so zusammengesetzt werden, daß alle Endpunkte der Bogenstücke in einer geraden Linie liegen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE288103C true DE288103C (de) |
Family
ID=543259
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT288103D Active DE288103C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE288103C (de) |
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