Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einem Magnetbandgerät zum
Aufzeichnen und/oder Wiedergeben breitbandiger Informationen
nach der Gattung des Hauptanspruchs. Insbesondere zum
Aufzeichnen von Fernsehsignalen haben sich Magnetbandgeräte
bewährt, bei denen eine stationäre oder drehbare
Führungstrommel von einem Magnetband wendelförmig
umschlungen und dabei von einem innerhalb der Führungs
trommel angeordneten Kopfrad mit am Umfang befestigten
Magnetköpfen abgetastet wird. Infolge der verhältnismäßig
langsamen Transportgeschwindigkeit des Magnetbandes
und der demgegenüber hohen Umfangsgeschwindigkeit des
Kopfrades wird die Information auf dem Magnetband in
einer Reihe von zueinander parallelen Spuren in einem
Winkel zur Bandkante aufgezeichnet. Diese Geräteart
erlaubt eine dichte Speicherung der gegebenen Information
und benötigt daher verhältnismäßig wenig Bandmaterial
für eine bestimmte Informationsmenge.
Diese Eigenschaften des beschriebenen Gerätetyps haben die
Entwicklung von Bauarten gefördert, bei denen das zur Infor
mationsspeicherung notwendige Magnetband in einer Kassette
bevorratet ist und daher einfach gehandhabt werden kann. Vor
teilhaft werden dabei Kassetten angewendet, bei denen innerhalb
eines Gehäuses zwei koaxial zueinander angeordnete Bandspulen
angeordnet sind und das Magnetband sich längs eines vorgegebenen
Weges innerhalb der Kassette von einer Bandspule zur anderen
erstreckt. Ein Teil des Bandweges verläuft innerhalb der Kas
sette entsprechend dem Mittenabstand der beiden Spulen geneigt
zur Ebene des Kassettengehäuses und die Höhendifferenz, die dabei
überwunden wird, entspricht bei geeigneter Auslegung der Höhen
differenz, die das Band während der wendelförmigen Umschlingung
der Abtasteinheit vollzieht. Im Prinzip wird daher das Magnet
band beispielsweise von der unteren Kassettenspule abgezogen,
entlang eines zur Kassettenebene parallelen Weges um eine An
zahl von Führungseinrichtungen gelegt, um so dann wendelförmig
die Abtasteinrichtung zu umschlingen, wobei die Mittellinie
des Magnetbandes eine Schraubenlinie beschreibt, deren Gesamt
steigung etwa gleich der Breite des Magnetbandes ist. Danach wird das
Magnetband um eine weitere Anzahl von Führungs- und Abtastein
richtungen für die Abtastung der Längsspuren in einer Ebene
parallel zu der des zuerst beschriebenen Bandtrums zur oberen
Kassettenspule zurückgeführt.
Aus dem Gesagten geht hervor, daß das Magnetband beim Transport
und bei der Lagerung der Kassette innerhalb des Kassettenge
häuses einen Weg beschreibt, der eine geneigte Strecke zwischen
der Ebene der unteren Spule und der Ebene der oberen Spule umfaßt.
Der Neigungswinkel dieser Bandstrecke ergibt sich aus allge
meinen konstruktiven Gesichtspunkten bei der Bemessung der Kas
sette, beispielsweise durch die Bandbreite, den Spulendurch
messer oder den Abstand der diese Strecke begrenzenden Band
führungselemente. Wenn sich dagegen die Kassette in Betriebs
stellung befindet und das Magnetband aus der Kassette in einer
Bandschleife vorgegebener Länge ausgezogen wird, soll sich sowohl
der aus der Kassette auslaufende als auch der in die Kassette
einlaufende Bandteil im allgemeinen in einer Ebene parallel
zum Kassettengehäuse bewegen und die geneigte Strecke des Ma
gnetbandes soll sich nun fast ausschließlich bei der Umschlin
gung der Abtasteinheit ergeben.
Mit einer magnetischen Schicht versehene Bänder, wie sie zur
Aufzeichnung von Fernsehsignalen verwendet werden, sind außer
ordentlich dünn, um auf eine Bandspule vorgegebener Größe eine
möglichst große Menge Information speichern zu können. Aus
diesem Grund sind diese Magnetbänder außerordentlich empfind
lich in bezug auf fehlerhafte Handhabung, insbesondere führen
einseitige Zugbeanspruchungen zum Welligwerden des Randes und
können den gesamten auf der Spule befindlichen Bandvorrat un
brauchbar machen.
In der Vergangenheit ist verschiedentlich versucht worden,
Mechanismen zu entwickeln, mit deren Hilfe das in der Kassette
befindliche Magnetband ohne Berührung durch menschliche Hände
entlang eines Bandweges ausgelegt werden kann, um so die Hand
habung zu vereinfachen und Fehler zu vermeiden. Es hat jedoch
bisher außerordentliche Schwierigkeiten bereitet, das in der Kas
sette unter einer gewissen Spannung befindliche Magnetband
durch irgendwelche Hilfseinrichtungen aus der Kassette zu ziehen,
ohne daß dabei auch nur während gewisser Übergangsstadien ein
seitige Bandbeanspruchungen auftreten. Besondere Schwierigkeiten
bereiten dabei die unmittelbar im Bandlaufweg vor und nach der
Abtasteinrichtung angeordneten Bandführungselemente, deren Lage
im Raum nach Beendigung des Auslegevorgangs außerordentlich
genau festgelegt sein muß. Eine andere Schwierigkeit ergibt sich,
wie bereits oben erwähnt, aus dem Übergang der geneigten Band
strecke mit einem durch die Kassettenkonstruktion vorgegebenen
Neigungswinkel in einen anderen Bandlaufweg mit geändertem
Winkel in bezug auf den vorherigen.
Aus der Druckschrift "IBM Technical Disclosure Bulletin",
Vol. 20, No. 2, July 1977, Seiten 764, 765 ist eine Ein
fädelanordnung für einen Magnetbandantrieb mit Bandan
triebsrolle (Capstan) und Vakuum-Säulen als Bandpuffer
bekannt. Die bekannte Anordnung umfaßt einen Magnetband
vorrat auf zwei in gleicher Ebene liegenden Spulen und
einen feststehenden Aufnahme-/Wiedergabe-Magnetkopf in
der Ebene der Bandwickel. Zwei ortsveränderliche Rollen
verbringen das Magnetband von einer Ruheposition
in die Betriebsposition, wobei der Bandlaufweg durch
mehrere ortsfeste Führungs- und Umlenkelemente und zwei
Vakuum-Säulen bestimmt ist. Die Rollen greifen in
der Ruhestellung hinter das Band und ziehen es über ver
schiedene Führungs- und Umlenkelemente. Da ein Überschie
ßen des Magnetbandes infolge des Trägheitsverhaltens der
Vorratsspulen und der darauf angeordneten Bandwickel
während des Einfädelns des Magnetbandes vermieden werden
muß, sind die Spulen gebremst. Infolgedessen wird auf das
Magnetband ein beträchtlicher Zug ausgeübt. Eine solche
Ausfädel- bzw. Auslegetechnik ist aber bei einem Magnet
bandgerät mit übereinanderliegender Spulenanordnung und
wendelförmiger Umschlingung einer Abtasteinrichtung mit
dem Nachteil verbunden, daß infolge der Änderung der ab
soluten Steigung des Magnetbandes beim Übergang von der
einen auf die andere Spulenebene Kantenbeanspruchungen
mit bleibenden Formänderungen des Magnetbandes auftreten
können.
Aus der DE-AS 12 30 242 ist weiter ein Magnettonlaufwerk
bekannt, bei dem der Magnetogrammträger zwischen einer
ersten Betriebslage, in der er am Sprech-/oder Wieder
gabekopf anliegt und mit der Antriebsrolle bzw. Tonwelle
im Eingriff steht und einer zweiten Betriebslage, in der
er weder mit dem Magnetkopf noch mit der Antriebsrolle
bzw. Tonwelle zusammenwirkt, noch in eine Zwischenlage
gebracht werden soll, die beim schnellen Umspulen in
beiden Laufrichtungen das Mithören erlaubt. Deshalb
ist eine handbetätigte Verstelleinrichtung vorgesehen,
welche in geeigneter Weise den Magnetogrammträger in
Wirkverbindung mit den Wiedergabeköpfen bringt. Dabei
handelt es sich jedoch um ein Tonlaufwerk mit Längs
aufzeichnung, bei dem das Magnetband auf Spulen bevor
ratet ist und bei Betätigung der Verstelleinrichtung
im wesentlichen in seiner Betriebslage verbleibt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Magnetbandgerät gemäß dem Gattungsbegriff anzugeben,
bei dem das Magnetband von einer Ruheposition in einer
Kassette in eine Betriebsposition ausgelegt wird, wo
bei die Gefahr bleibender Formänderungen des Magnet
bandes während des Auslegevorgangs sicher vermieden
ist. Dabei sollen die Bewegungen einer Kassettenauf
nahmevorrichtung der ortsveränderlichen Bandführungs
elemente und wenigstens einer die Bandvorratsspule
aufnehmenden Welle von einem gemeinsamen Antriebs
element ableitbar sein. Die Lösung dieser Aufgabe er
folgt mit den im kennzeichnenden Teil des Patentan
spruchs angegebenen Maßnahmen.
Vorteile der Erfindung
Das erfindungsgemäße Magnetbandgerät zum Aufzeichnen
und/oder Wiedergeben breitbandiger Informationen mit
den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat
demgegenüber den Vorteil, daß unter Vermeidung der
beschriebenen Nachteile bekannter Konstruktionen das
Magnetband völlig frei von Längsspannungen entlang eines
vorgegebenen Bandweges geführt wird.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen
des im Hauptanspruch angegebenen Gerätes zur Aufzeich
nung und/oder Wiedergabe von Informationen auf band
förmigen Aufzeichnungsträgern möglich. Be
sonders vorteilhaft ist, daß sich alle Umlenkelemente in der
Betriebslage der Kassette auf der unbeschichteten Seite des
Magnetbandes befinden und daher die abriebempfindliche Schicht
seite des Bandes geschont wird. Besonders vor
teilhaft ist weiter, daß nach dem Einlegen der Kassette in das
Gerät alle für den Auslege- oder Einholvorgang des Bandes
erforderlichen Bewegungen von einem zentralen Antriebselement
ableitbar sind.
Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dar
gestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 bis 4 in schematischer perspektivischer Ansicht ein
Gerät in verschiedenen Stadien
des Bandauslegevorgangs;
Fig. 5 bis 7 die Draufsicht auf das gleiche Gerät mit verschie
denen Stellungen der Bandführungselemente, die
verschiedenen Stadien des Bandauslegevorgangs ent
sprechen;
Fig. 8 und 9 Unteransichten des Gerätes in der Anfangs- und in
der Endstellung des Bandauslegevorgangs;
Fig. 10 und 11 zwei Detailseitenansichten aus der gleichen Per
spektive in verschiedenen Stellungen einzelner
Getriebe und Bandführungselemente;
Fig. 12 eine Detailseitenansicht zur Erläuterung der
Funktion weiterer Getriebeelemente.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
In Fig. 1 ist auf einer Grundplatte 10 auf einem Hubtisch in
Scherenkonstruktion ein Kassettenfach 11 zur Aufnahme einer
Bandkassette 12 mit zwei koaxialen Spulen, wie sie in dem
Patent 28 07 271 der gleichen
Anmelderin beschrieben ist und in der das Magnetband von einer Spule
zur anderen unter Bildung eines geneigten Bandweges geführt
ist, angeordnet. Auf der Grundplatte 10 ist weiter eine Abtast
einrichtung 13 mit zwei koaxialen Führungszylindern 14, 15, die
zwischen sich einen Ringspalt 16 einschließen, in dem ein oder
mehrere Magnetköpfe umlaufen und das Magnetband in einer Folge
von zueinander parallelen, einen Winkel zur Bandkante bildenden
Spuren beschreiben, angeordnet. Das Magnetband wird dabei im Betriebszustand
in Form einer halben Wendel um die Führungszylinder 14, 15 herum
geführt. Beide Führungszylinder 14, 15 sind an einer Halteein
richtung 17 so befestigt, daß die koaxiale Lage gesichert ist.
Auf der Grundplatte 10 ist weiter eine Bandantriebswelle 18 dreh
bar gelagert, ebenso in einem Antriebsblock 19, auf einem Arm 20
schwenkbar eine Gummiandruckrolle 21 und auf einem weiteren
Schwenkhebel 22 eine zylinderförmiges Bandführungselement 23 ge
lagert. Eine Bandumlenk- und Zählrolle 24 ist mit einem Knie
hebel 25 an einem Schlitten 26, der entlang einer Führung 27
von einem Zahnriemen 28 angetrieben, bewegbar ist, angeordnet. Der Zahn
riemen 28 wird von einer Antriebsscheibe 29 angetrieben, wobei
er über eine Umlenkrolle 30 und über eine Zahnriemenscheibe 31,
die mit einem Zahnrad 32 drehfest verbunden ist, läuft. Aus
der Grundplatte 10 ragen unterhalb der Kassette zwei konzentri
sche Antriebswellen, wovon die innere einen Führungszapfen 33
und eine Stirnverzahnung 34, die äußere ein Zahnrad 35, das
mit einem weiteren Zahnrad 36 zusammenwirkt und einer Stirn
verzahnung 37 aufweist. Zu beiden Seiten der Grundplatte 10 ist
ein aus den beiden Grifflaschen 38 und 39 und dem Handgriff 40
gebildeter Handhebel 41 angelenkt, von dem sämtliche für den
Auslege- und den Einholvorgang des Magnetbandes aus der bzw.
in die Kassette erforderlichen Bewegungen abgeleitet werden.
In einer Aufbauebene 42 oberhalb der Grundplatte 10 sind drei Ma
gnetköpfe 43, 44, 45 zum Löschen, Aufzeichnen und Wiedergeben von
Längsspuren auf dem Magnetband vorgesehen.
Fig. 2 zeigt den um einen vorgegebenen Winkelbetrag geschwenkten
Handhebel 41, durch den über später näher erläuterter Getriebe
mittel das Kassettenfach 11 einschließlich der darin befindli
chen Bandkassette 12 aus der Einlegestellung in die Betriebs
stellung abgesenkt worden ist. Während des Absenkvorgangs kommen
zwei an der Unterseite der Bandkassette, mit den Bandspulen in
drehfester Verbindung stehende Stirnverzahnungen in Eingriff mit
den entsprechenden Verzahnungen 34, 37 des Bandgerätes (Fig. 1).
Das in der Kassette durch zwei kassetteneigene Bandführungs
elemente 46, 47 in einer Schleife begrenzter Länge entlang einer
Schmalseite der Kassette gehaltene Magnetband hat sich während
des Absenkvorganges des Kassettenfaches 11 mit der darin unter
gebrachten Bandkassette 12 ebenfalls abgesenkt und die Umlenk-
und Zählrolle 24 das Bandführungselement 23 und die Bandantriebs
welle 18 innerhalb der Bandschleife gebracht. Das Magnetband
selbst ist mit 50 bezeichnet. Der Schwenkhebel 20 der Gummi
andruckrolle 21 weist an seinem äußeren Ende einen Abweisfinger
51 (Fig. 5) auf, der nach Beendigung der Absenkbewegung über
ein später beschriebenes Getriebe das kassetteneigene Bandfüh
rungselement 46 außerhalb der Bewegungsbahn des Magnetbandes 50
bringt. Über ein anderes, ebenfalls später näher beschriebenes
Getriebe wird auch das kassetteneigene Bandführungselement 47
nach dem Ende der Absenkbewegung des Kassettenfachs 11 durch
einen entsprechenden Winkelweg des Handhebels 41 aus der Be
wegungsbahn des Magnetbandes 50 gebracht. Bei dem Absenkvorgang
der Kassette 12 im Kassettenfach 11 wird auch eine weitere ge
rätefeste Umlenkrolle 52 (Fig. 5) von der Bandschleife ein
geschlossen.
Beim weiteren Bewegen des Handhebels 41 (Fig. 3) wird durch das An
triebsrad 29 der Zahnriemen 28 in Richtung des Pfeils 52 angetrieben. Gleich
zeitig wird durch den Zahnriemen 28 die Zahnriemenscheibe 38 und damit das
Zahnrad 32 angetrieben, das mit dem Zahnrad 53 (Fig. 1) in Wirkverbindung steht.
Dieses Zahnrad 53 steht für die Dauer des Bandausleger und des Bandeinholvor
gangs mit der Bandantriebswelle 18 in Wirkverbindung. Durch die zuvor beschrie
bene Getriebekombination wird also gleichzeitig mit der Längsbewegung des
Schlittens 26 auf seine Führungsbahn 27 über den Zahnriemen 28 die Zahnriemen
scheibe 31 und die Zahnradkombination 32, 53 die Bandantriebswelle 18 gedreht,
und zwar beim Bandauslegevorgang in dem Sinne, daß von der oberen Bandspule
der Kassette 12 Magnetband in die Schleife gefördert, beim Einholvorgang aus
der äußeren Schleife abgezogen wird. Dabei ist der Drehweg der Bandantriebs
welle 18 in Abhängigkeit von dem Weg des Schlittens 26 auf seine Führungsbahn
27 so gewählt, daß stets etwas mehr Band gefördert wird als zur Bildung der
Bandschleife benötigt wird. Mit anderen Worten: die Bandantriebswelle fördert
unter Beteiligung der Bandandruckrolle 21 etwa so doppelt soviel Band plus
einem Zuschlag, wie dem Längsweg der Umlenk- und Zählrolle 24 während des
Bandauslegevorgangs entspricht. Bandführungsbleche 53, 54 halten dabei die
lose Bandschleife in der erforderlichen Höhe. Gleichzeitig mit Beginn der
Auslegebewegung des Magnetbandes 50, also etwa mit Beginn der Drehbewegung
der Bandantriebswelle 18 und der Längsbewegung der Zähl- und Umlenkrolle
24, wird das Bandführungselement 23 mit Hilfe des Schwenkhebels 22 aus der
Position, die es während des Absenkvorganges des Kassettenfaches 11 einge
nommen hat, entgegen dem Uhrzeigersinn in die Betriebsposition geschwenkt.
Das zur Durchführung der Schwenkbewegung erforderliche Getriebe wird später
näher erläutert.
In Fig. 4 ist die Lage der Bandführungselemente am Ende des Bandauslege
vorgangs dargestellt. Der Handhebel 41 ist um einen weiteren Winkelweg
bis in seine Endlage geschwenkt, in der er gleichzeitig als Handgriff zum
Transport des gesamten Gerätes benutzt werden kann. Während dieses restli
chen Schwenkvorganges wird die Zahnriemenscheibe 39 weiter gedreht und in
der zuvor beschriebenen Weise mit Hilfe der Bandantriebswelle 18 und der
Gummiandrucksrolle 21 weiter Magnetband vom Vorrat der oberen Bandspule
abgezogen. Gleichzeitig beendet die Umlenk- und Zählrolle 24 den Längsweg. Der Anschlag
55 für die Umlenk- und Zählrolle 24 weist eine prismenförmige Aufnahme 56
für die Achse der Umlenk- und Zählrolle auf. Am Ende der Längsbewegung
des Schlittens 26 auf der Führung 27 wird die Achse der Umlenk- und Zähl
rolle 24 unter Federkraft, wie später näher beschrieben, in die Prismenauf
nahme gedrückt und damit eine eindeutige Lage der Rolle 24 im Raum gewährlei
stet.
Wenn die Bandschleife entsprechend der Fig. 3 ausgelegt ist, also die Zähl-
und Umlenkrolle 24 die Abtasteinrichtung 13 passiert hat, wird durch eine
später zu beschreibende Getriebeanordnung eine in den Fig. 5, 6 und 7 sicht
bare und mit 60 bezeichnete Umlenkrolle aus einer Position unterhalb des
Bandlaufweges hochgeschwenkt und verriegelt. In der Fig. 4 ist diese Um
lenkrolle 60 in ihrer Betriebslage zu sehen.
Der vollständige Bandlaufweg des ausgelegten Magnetbandes führt also von
einer unteren Bandspule in der Kassette 12 zu einer ersten Umlenkrolle 52,
wendelförmig in einem Winkel von etwa 190° um die Abtasteinrichtung 13, um
eine zweite Umlenkrolle 60, von dort zur Umlenk- und Zählrolle 24, um die
Längsspur-Magnetköpfe 43, 44 und 45, um das Bandführungselement 23 zur
Bandantriebswelle 18 an die es durch die Andruckrolle 21 gedrückt wird,
und von dort zur oberen Bandspule der Kassette 12.
In den Draufsichtdarstellungen gemäß den Fig. 5, 6 und 7 ist zur Ver
deutlichung der Lage der Bandführungs- und Antriebselemente zueinander
der Handhebel 41 von seinen Befestigungspunkten 61, 62 am Ende der Betä
tigungswelle 63 abgenommen. Ebenso ist die obere Begrenzung des Kassetten
fachs 11 entfernt, so daß nur noch der Auflagetisch 64 mit den Gleitbahnen
65, 66 für die Kassette sichtbar ist. Die Darstellung nach Fig. 5 entspricht
der Darstellung nach Fig. 1, also die Lage der Bandführungs- und Antriebs
elemente vor dem Absenken des Kassettentisches. Die Darstellung nach Fig. 6
zeigt die Bandführungs- und Antriebselemente nach dem Beginn des Bandauslege
vorgangs, die Fig. 7 nach Beendigung des Auslegevorgangs. Ebenso ist in allen
drei Darstellungen das Bandführungsblech 54 der Fig. 1 bis 3 entfernt, um
den Betätigungsmechanismus für die Umlenkrolle 60 besser sichtbar zu machen.
In Fig. 5 ist auf der Grundplatte 10 die Zahnrolle 29 auf einer durch die
Grundplatte 10 ragenden Antriebswelle 65 befestigt. Die Antriebsrolle 29
treibt nach Umlenkung des Zahnriemens 28 über die Umlenkrolle 30 das mit
einer weiteren Zahnrolle 31 (Fig. 1) verbundene Zahnrad 32. Danach wird
der Zahnriemen 28 durch eine weitere Umlenkrolle 70 umgelenkt und die
beiden Enden des Zahnriemens sind am Schlitten 26 befestigt. Der Schlitten 26
ist auf der Führung 27 gleitbar angeordnet. Die Bandandruckrolle 21 ist auf
dem Schwenkhebel 20 drehbar befestigt, der Schwenkhebel 20 hat einen gemein
samen Schwenkpunkt mit dem Schwenkhebel 22, an dessen freien Ende das Band
führungselement 23 angeordnet ist. Das Zahnrad 32 steht über das Zwischenrad
70 mit dem Zahnrad 71 in Wirkverbindung. Das Zahnrad 71 ist mit dem Zahnrad
53 drehfest verbunden und dieses Zahnrad 53 kann mit einem auf der Welle
der Bandantriebsrolle 18 befestigten weiteren (nicht sichtbaren) Zahnrad
in Eingriff gebracht werden. Damit der Zahnradantrieb der Bandantriebsrolle
18 über die Zahnräder 70, 71 und 53 nur während des Bandauslegevorganges
wirksam ist, sind die Zahnräder 70, 71 und 53 auf einem Schlepphebel gelagert,
dessen Drehpunkt mit der Achse des Zahnrades 32 zusammenfällt und der an der
Unterseite einen Stift 72 aufweist, der mit Spiel durch die Grundplatte 10
ragt (Fig. 8) und der durch eine Kulissenführung 73 bewegt wird.
Fig. 6 zeigt die gleiche Anordnung wie nach Fig. 5. Gleiche Teile sind mit
gleichen Bezugszeichen versehen. Die Fig. 6 zeigt das Gerät etwa in der
Hälfte des Auslegevorganges der Bandschleife. Die Umlenk- und Zählrolle
24 wird durch den Zahnriemen 28 entlang der Führung 27 in Richtung auf die
Aufnahme 55 bewegt. Damit die Zählrolle 24 am Ende des Auslegevorganges
sicher in die Prismenführung 26 der Aufnahme 55 einklinkt, ist die Zählrolle
24 auf einem Kniehebel 74, 75 befestigt, der durch eine (nicht dargestellte)
Feder um den Drehpunkt 76 entgegen dem Uhrzeigersinn vorgespannt ist. Wenn
der Schlitten 26 mit der darauf befestigten Kniehebelanordnung 74, 75 in
die Nähe der Endlage kommt, so stößt die Achse der Zählrolle 24 gegen die
Prismenführung, der Schlitten 26 wird noch ein geringes Stück weiterbewegt
und die Feder, die die Kniehebelanordnung 74, 75 vorspannt, mehr belastet.
Unmittelbar nach Beginn der Auslegebewegung des Magnetbandes wird ein Mit
nehmer 77, dessen Zweiflach in eine entsprechende Quernut des kassetteneigenen
Bandführungselementes 47 eingreift, durch den an der Mitnehmerwelle angebrachten
Hebel 78 (Fig. 8) um einen solchen Winkelbetrag gedreht, daß das Bandführungs
element 47 aus dem Laufweg des Magnetbandes 50 gebracht wird.
Wie bereits oben erwähnt, sind sämtliche Bewegungen
der Bandführungs- und Antriebselemente während des
Auslege- und Einholvorgangs des Magnetbandes 50 aus
der bzw. in die Kassette 12 von entsprechenden Bewe
gungen des Handhebels 41 ableitbar. Da sich die ent
sprechenden Getriebeelemente teils oberhalb, teils
unterhalb der Grundplatte 10 und auch zu beiden Sei
ten dieser Grundplatte befinden, wird im folgenden
die Aufbau- und Funktionsbeschreibung unter Bezug
nahme insbesondere auf die Fig. 8-12 vorgenom
men. Die Hauptgetriebewelle 101, die über zwei Vier
kantfortsätze 102, 103 drehfest mit dem Handhebel
41 verbunden ist, dessen beide Seitenteile 38, 39
(Fig. 1) mit entsprechenden Vierkantausnehmungen
versehen sind, ist in drei
Lagerböcken 104, 105, 106 drehbar gelagert. Der Kur
belarm 107 ist mit dem Lenker 108 verbunden, das
freie Ende des Lenkers 108 ist mit dem Schlitten
109 derart gelenkig verbunden, daß bei einer Drehung
der Welle 101 der Schlitten 109 auf eine Längsfüh
rung 110 zwischen zwei Endlagen gleitend bewegbar
ist. Die Schlitten 109 weist auf seiner Unterseite
eine erste Kulissenführung 111 auf, in der ein auf
dem Zahnrad 112 angebrachter Kurbelzapfen 113 glei
ten kann. Bei einer Längsbewegung des Schlittens 109
in Richtung des Pfeiles 114 (Fig. 8) wird der Kurbel
zapfen 113 in den geneigten Teil der Kulisse 111
nach oben gleiten und das Zahnrad 112 in Richtung
des Pfeiles 115 verdrehen. Mit dem Zahnrad 112
kämmt ein weiteres kleineres Rad 116, dessen Welle
65 in der Grundplatte 10 gelagert ist und die auf
der Oberseite drehfest mit der Antriebswelle 29 für
den Zahnriemen 28 verbunden ist. Die Drehung des Zahn
rades 115 unter dem Einfluß der Kulisse 111 bewirkt
daher eine Bewegung des Zahnriemens 28 und damit des
Schlittens 26 mit der darauf befestigten Zähl- und
Umlenkrolle 24.
Der Schlitten 109 weist an der Unterseite eine zweite
Kulissenführung 121 auf, in die ein zweiter Kurbel
zapfen 122 eingreifen kann, der auf dem Zahnrad 112
um einen Winkel von 90° gegen den Kurbelzapfen 113
versetzt ist und die Schlußphase der Bewegung des
Zahnrades 112 bewirkt, wenn der Kurbelzapfen 113 sich
in dem geraden Teil der Kulisse 111 bewegt.
Eine dritte Kulissenführung 131 an der Unterseite des
Schlittens 109 steuert einen Winkelhebel 132 an den
über einen Lenkhebel 133 einen Schlitten 134 bewegt.
Ein Bolzen 135 am Schlitten 134 verdreht bei einer
Längsbewegung des Schlittens 134 ein Kulissenrad 136
mittels der Kulisse 137. Eine zweite Kulisse 138 be
wegt den Kulissenstein 139 bei Drehung der Kulissen
scheibe 136 in Richtung des Pfeiles 140 nach oben und
hebt dabei einen auf einer Zylinderführung gleitend
angeordneten Gleitkörper 141 an. An dem Gleitkörper
141 sind über kurze Zwischenhebel 142 der Ausleger
143 mit der darauf befestigten Umlenkrolle 60 angelenkt.
Etwa mit dem Ende der Hubbewegung der Umlenkrolle 60
wird durch den Schlitten 134 die Kulissenscheibe 145
bewegt. Mit der Kulissenscheibe 145 ist über die Welle
146 der Ausleger 147 drehfest verbunden. Vom freien
Ende des Auslegers 147 erstreckt sich eine Führung
148 in Richtung des Auslegers 142, der eine Längs
nut 149 zur Aufnahme dieser Führung aufweist. Wenn
die Kulissenscheibe 145 gedreht wird, werden damit
auch der Ausleger 147 und die Führung 148 und damit
die Umlenkrolle 60 gedreht, so daß die Achse der Um
lenkrolle 60 in die Prismenführung 150 einschwenkt.
Zur Bewegung der beiden im Block 19 konzentrisch
gelagerten Schwenkhebel 20 und 22 mit der am freien
Ende des Hebels 20 angeordneten Andruckrolle 21
bzw. dem am freien Ende des Hebels 22 angeordneten
Bandführungselements 23 sind in der Nähe des Antriebs
vierkantes 103 der Hauptwelle 101 auf dieser Haupt
welle 101 zwei Kurvenscheiben 160 und 161 verdrehfest
angeordnet. Beide Kurvenscheiben wirken über Schlepp
hebel 162, 163, die auf der gemeinsamen Achse 164
gelagert sind, auf Lenker 165, 166. Der Lenker 165
(Fig. 8) verdreht dabei über eine Kurbel 167 ein
Zahnsegment 168. Das Segment 168 kämmt mit einem
weiteren Zahnsegment 170 der Kurbel 171. An dem frei
en Ende der Kurbel 171 ist eine Blattfeder 172 ange
lenkt; das andere Ende der Blattfeder 172 ist in
einen Schlitz der Welle 173 des Schwenkarms 22 ange
ordnet. Wenn durch die Bewegung des Handhebels 41
die Hauptwelle 101 verdreht wird, dann bewegt die
Kurvenscheibe 160 den Schlepphebel 162, dieser den
Lenker 165 und damit die Kurbel 167 mit dem Zahnseg
ment 168. Das mit dem Zahnsegment 168 kämmende Zahn
segment 170 verdreht die Kurbel 171 und über die
Blattfeder 172 die Welle 173 mit dem an deren unteren
Ende angeordneten Hebel 22 mit dem darauf befestigten
Bandführungselement 23. Damit das Bandführungselement
23 zuverlässig in seine, durch einen (nicht darge
stellten) Anschlag vorgegebene Endstellung gelangt,
erhält die Kurbel 171 durch entsprechende Bemessung
der Zahnradübersetzungen und/oder des Weges des
Lenkers 165 einen entsprechenden Überlauf durch den
die Blattfeder 172 vorgespannt wird.
In ähnlicher Weise wirkt die Kurvenscheibe 161 mit
dem Schlepphebel 163 zusammen. Der Lenker 163 bewegt
ein koaxial zum Zahnsegment 168 angeordnetes weiteres
Zahnsegment, das seinerseits auf ein weiteres koaxial
zum Zahnsegment 170 angeordnetes, aber unabhängig von
diesem drehbares Zahnsegment wirkt. Mit diesem vierten
Zahnsegment ist die Kurbel 175 drehfest verbunden, an
derem freiem Ende wiederum eine Blattfeder 176 einge
spannt ist. Diese Blattfeder wirkt auf ein koaxial zur
Welle 173 angeordnetes Segment 177, das mittels einer
Hohlwelle koaxial zur Welle 173 den auf dieser Hohl
welle angeordneten Hebel 20 mit der an dessen freiem
Ende angeordneter Andruckrolle 21 in Schwenkbewegung
versetzt.
An dem Hebel 175 ist ein Lenker 180 angelenkt, der
über die Kurbel 78 den Mitnehmer 77 zur Betätigung
des kassetteneigenen Bandführungselementes 47 betätigt.
Eine mit dem Schlitten 109 verbundene Schubstange 181
ragt mit ihrem freien Ende durch eine Nut 182 der
Grundplatte 10 und weist an ihrem oberen Ende einen
Zapfen 183 auf, an den ein Lenker 184 angelenkt ist.
Der Lenker 184 weist eine Längsnut 185 auf, in der
ein Führungsstift 186 eines konzentrisch zum Zahnrad
188 gelagerten zweiarmigen Hebels 189 geführt ist.
Am freien Ende des Hebels 189 ist ein Zahnrad 190
drehbar gelagert. Dieses Zahnrad 190 ist mit einem
Zwischenrad 191 (Fig. 10) drehfest verbunden; dieses
Zwischenrad 191 kämmt mit dem Zahnrad 188. Der Hebel
189 weist einen fingerförmigen Fortsatz 191 auf, der
durch die Kraft der Feder 192 gegen den zweiarmigen
Hebel 193 gedrückt wird. Den Hebel 192 zieht eine
Feder 193 gegen ein Sperrad 194; das Sperrad 194
ist auf der Achse 195 gelagert, der Hebel 192 auf
der Achse 196.
Ein an der Unterseite des Schlittens 109 angeordneter
Stift 194 wirkt mit dem Längsschenkel des T-förmigen
Hebels 195 zusammen. In der Schlußphase der Bandaus
legebewegung stößt der Stift 194 gegen den Hebel 195
und bewegt ihn (Fig. 10) gegen die Kraft der Zug
feder 196 entgegen dem Uhrzeigersinn, so daß der
Kulissenstift 72 in der Kulisse 73 eine Bewegung von
der Lager 197 der Bandantriebsrolle 18 weg ausführt.
Mit dem Kulissenstift 72 ist die in Fig. 5 gezeigte
und dort beschriebene Zahnradkombination 70, 71,
53 verbunden, so daß durch die Bewegung des Kulis
senstiftes das Zahnrad 53 außer Eingriff mit der
Bandantriebsrolle 18 gebracht wird. Diese kann nun
entsprechend den Erfordernissen während des Betriebs
des Magnetbandes in geeigneter Weise durch einen
Elektromotor angetrieben und in der Geschwindigkeit
genauestens geregelt werden. Gleichzeitig mit der
Schwenkbewegung des Zahnrades 53 ist durch die mit
der Achse dieses Zahnrades 53 verbundenen Lenker
197 ein zweiarmiger Hebel 198 verschwenkt worden
(in Fig. 7 rechts), wodurch eine Blattfeder 199
einen Schritt über das stillstehende Sperrad 194
ausgeführt hat.
Soll nach Beendigung eines Aufzeichnungs- oder
Wiedergabevorgangs die Bandkassette 12 aus dem
Magnetbandgerät entnommen werden, so wird der Hand
hebel 41 aus seiner Position entsprechend Fig. 4
angehoben, so daß sich etwa eine Konfiguration ent
sprechend der Fig. 3 ergibt. Durch die Bewegung des
Handhebels 41 wird der T-förmige Hebel 195 von dem
Betätigungsstift 194 freigegeben und durch die Zug
feder 196 in die Ausgangslage zurückgezogen. Dadurch
gleitet der Kulissenstift 72 in der Kulisse 73 in
die Position, in der er das Zahnrad 53 in Eingriff
mit dem auf der Welle der Bandantriebsrolle 18 ange
brachten Zahnrad bringt. Der mit der Achse des Zahn
rades 53 verbundene Lenker 197 bewegt über den zwei
armigen Hebel 198 die Blattfeder 199 und dreht das
Sperrad 194 einen Zahn weiter. Der Hebel 192
gleitet auf der gegenüberliegenden Seite, auf der
die Blattfeder 199 mit dem Sperrad 194 in Eingriff
steht, über einen anderen Zahn des Sperrades 194
und gibt den fingerförmigen Fortsatz 191 des Hebels
189 frei. Unter dem Einfluß der Zugfeder 192 wird
der Hebel 189 im Uhrzeigersinn gedreht und das Zahn
rad 190 mit einem mit der inneren ebenen Verzahnung
34 drehfest verbundenen Zahnrad 200 (Fig. 12) in
Eingriff gebracht.
Durch den Fortsatz 191 wird gleichzeitig die Vor
spannung von einer Blattfeder 201, die die Verlänge
rung eines bei 202 gelagerten Hebels 203 bildet,
abgebaut, und der Hebel 203 gibt einen unter der
Vorspannung der Feder 205 stehenden Schieber 206
frei. Der Schieber 206 weist eine Nase 207 und
eine Blattfeder 208 auf, die zusammen ein Gesperre
für die Stirnverzahnung 37 bilden.
Wird der Handhebel 41 nun weiter angehoben und im
weiteren Verlauf dieser Bewegung das Magnetband durch
den mechanischen Antrieb der Bandantriebsrolle 18
eingeholt, so wird gleichzeitig durch den mechanischen
Antrieb der Verzahnung 34 und das Sperren der Ver
zahnung 37 die obere Bandspule der Kassette 12 so
verdreht, daß der Bandüberschluß aufgewickelt wird.
Damit der in Rede stehende Bandvorrat aus der im
Gerät ausgelegten Bandschleife bei allen Wickelzu
ständen der Kassette sicher aufgewickelt wird, wird
die Nabe 208 des Zahnrades 188 so schnell gedreht,
daß auch bei kleinstem Wickeldurchmesser noch genügend
Band eingezogen wird und zwischen die Nabe 208
und das Zahnrad 188 ist eine Rutschkupplung einge
baut. Der Antrieb der Nabe 208 erfolgt durch ein auf
der Hauptantriebswelle befindliches Zahnsegment
210 (Fig. 9), das in einer an der Unterseite des
Schlittens 211 (Fig. 6 bzw. Fig. 7) befindliche
Zahnstange eingreift. Eine weitere auf der Ober
seite der Grundplatte 10 am Schlitten 211 angeord
nete Zahnstange 212 treibt über ein (nicht sicht
bares) Zahnrad die Nabe 208 an.
Zum Rückholen des Schlittens 206 ist am Schlitten
211 ein Mitnahmeblech 213 angebracht, das nach Be
endigung der Bandeinholbewegung, während die Kassette
durch weitere Bewegung des Handhebels 41 angehoben
wird, an den Mitnehmerstift 214 zur Anlage kommt
und den Schlitten 206 soweit zurückzieht, daß der
Hebel 203 (Fig. 6) durch Anlage an den Nocken 204,
10 (Fig. 7) außer Eingriff mit der Kupplung 37 bringt.
An der Hauptgetriebewelle 101 (Fig. 8) sind beidsei
tig je eine Kurbel 220, 221 verdrehfest angeordnet,
die mittels Lenkern 222, 223 und Kulissenführungen
224, 225 das Anheben und Absenken der Kassettenauf
lage 64, 65, 66 bewirken. Der Hubtisch für die
Kassettenauflage 64, 65, 66 ist eine Scherenkonstruk
tion üblicher Bauart und gehört als solche zum Stand
der Technik, braucht also nicht näher beschrieben zu
werden.
Zur Funktion der Schieber 165 und 166 ist noch nach
zutragen, daß Federn 230, 231 mit zugehörigen Stößeln
232, 233 die Schieber 165 bzw. 166 derart beaufschla
gen, daß die Schlepphebel 162 und 163 stets an den
Kurvenscheiben 160, 161 anliegen.