DE2847249C2 - Zylinderkopf für Brennkraftmaschinen - Google Patents
Zylinderkopf für BrennkraftmaschinenInfo
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Description
JO
Die Erfindung bezieht sk.h auf e..ien Zylindeikopf für
Brennkraftmaschinen mit mindestens einem Ein- und Auslaßventil, bei dem im Bereich ώ.: Brennraumober- j-,
fläche Eingießteile aus Blech vorgesehen sind, welche vor dem Einguß mit Schlichte bestrichen sind.
Es ist bekannt, daß der Ventilsteg von Zylinderköpfen
hohen thermischen Beanspruchungen ausgesetzt ist und deshalb in diesem Bereich zu Rißbildungen neigt, die ^o
sogar solches Ausmaß annehmen können, daß die Zylinderköpfe dadurch unbrauchbar werden.
Zur Vermeidung von Ventilstegrissen ist es bei Leichtmetallzylindern bekannt, Blechringe konzentrisch
zur Zylinderkopfmitte in die Leichtmetallegierung des Zylinderkopfes einzugießen. Die Bleche stehen dabei
senkrecht auf der Brennraumoberfläche. Zur Verhinderung der Benetzung der Blechringe mit der eingegossenen Schmelze werden diese vor dem Einlegen in eine
Gießform mit Schlichte bestrichen. Durch diese Maßnahme sollen radiale Dehnspalte entstehen, so daß
»ich der Zylinderkopf bei Erwärmung oder Abkühlung in radialer Richtung ohne Ausbildung plastischer
Verformungen dehnen kann. Durch die freie Dehnbarkeit sollen Wärmespannungen vermieden werden. Ein
solches Verfahren mag in Anwendung auf Materialien mit hoher Verformbarkeit anwendbar sein, bei Zylinderköpfen aus Giiße.sen mit seiner Sprödigkeii ist das nicht
praktikabel (DE AS 10 01 860).
Um bei Eingießteilen das Benetzen dieser Eingießtei-Ie mit der Schmelze zu verhindern, ist es allgemein
bekannt, dieses ingesamt oder teilweise mit Schlichte als Trennmittel zu bestreichen (»Gießerei Lexikon«,
Ausgabe 1974. Seite 614/615).
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe ei
zugrunde, bei Zylinclerköpfen auf der Basis von Gußeisenwerkstoffen eine Ausbreitung von bereits
einsetzenden Ventilstegrissen zu sloppcn.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Eingießteil im Bereich des Ventilsteges derart in
den Zylinderkopf eingegossen wird, daß das Eingießteil dicht unter der Brennraumoberfläche und zu dieser
parallelliegend angeordnet ist.
Durch diese Maßnahme wird ein weiteres Eindringen eines bereits einsetzenden Risses aufgrund dreier
Effekte verhindert:
1. Der Riß trifft von der Brennraumoberfläche ausgehend auf das Eingießteil, das eine ungekerbte
Oberfläche repräsentiert und wird an dieser gestoppt. Man macht hier also von der bei
Festigkeitsproblemeii bekannten Tatsache Gebrauch, daß in einer gekerbten Oberfläche (Ventilstegriß) Spannungsspitzen auftreten. Diese Spannungsspitzen führen nun im Zusammenwirken mit
thermischen Beanspruchungen bei dem Zylinderkopf der Erfindung zur Bildung eines Risses, der
aber nach dem Eindringen bis an die glatte Oberfläche des Eingießteiles dort gestoppt wird, da
sich die geschilderten Spannungsspitzen an der ungekerbten Oberfläche des Eingießteiles nicht
ausbilden können. Um tatsächlich eine glatte
kerbfreie Oberfläche des Bleches nach dem Einguß in den Ventilsteg zu gewährleisten, besteht das
Eingießteil aus einem Material, dessen Erweichung durch die heiße Gußeisenschmelze des Zylinderkopfes mit Sicherheit vermieden wird. Zudem wird
das Eingießteil noch vor dem Eingießen in bekannter Weise teilweise oder ganz mit Schlichte
bestrichen als zusätzliche Maßnahme zur Erzielung einer glatten, kerbfreien Oberfläche. Die erfindungsgemäße Maßnahme verhindert durch vernachlässigbaren Mehraufwand in der Fertigung die
Zerstörung von Zylinderköpfen durch sich ausbreitenden Ventilstegriß.
2. Das Eingießteil kann leichler als der ganze Zylinderkopf mit einer optimalen Eigenschaftskombination versehen werden, da sich der Preis
infolge hoher Legierungsbestandteile im Eingießteil wegen dessen geringer Masse kaum auswirkt.
3. Durch die Lage des Eingießtciles unter der
Oberfläche wird es thermisch nicht so hoch belastet, verglichen mit den Teilen unmittelbar im
Bereich der Brennraumoberfläche des Zylinderkopfes.
Eine vorteilhafte Weiterbildung besteht nach Anspruch 2 darin, daß das Eingießteil aus einem sich über
den Ventilstegbereich hinaus erstreckenden GuBteil gebildet wird, welches im Stegbereich parallel aber
unterhalb der Brennraumoberfläche verläuft, und daß am Gußteil endseits nachzuarbeiiende Absätze vorhanden sind.
Nach dieser Ausführung kommt ein über den Stegbereich hinausragendes Eingießteil zur Anwendung, welches fest im Zylinderkopf verankert ist. und
sich wegen der endseitigcn Ansätze während des Gießvorgangs sicher in seiner Position verankern läßt,
wobei die Ansätze nach dem Einguß durch Nacharbeit entfernt werden.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung zeichnet sich nach Anspruch 3 dadurch aus. daß das Gußteil aus
einem hochlegierten Werkstoff gebildet wird.
Wegen der geringen Masse des Gußteih läßt sich ohne nennenswerte Mehrkosten Material mit optimalen
Eigenschaftskombinationen, wie Festigkeit, Kriechei-
genschaft. Wärmedehnung und £-Modul verwenden.
Es hat sich nach Anspruch 4 ferner als vorteilhaft erwiesen, daß das Eingießteil aus einem Blech oder
einem aus mehreren Blechen zusammengefügten Paket gebildet wird, und daß als Werkstoff für das Blech
Material hoher Zugfestigkeit verwendet wird.
Mit dieser Ausführungsart wird ebenfalls Material hoher Zugfestigkeit zur Anwendung gebracht, da der
Preis der Legierung nicht nennenswert angesichts des geringen Materialaufwands ist. Um klare Trennung des
Bleches vom umgebenden Guß bzw. Trennung der Bleche untereinander bei Verwendung mehrerer Bleche
zu gewährleisten, wird ganz oder teilweise mit Schlichte bestrichen.
Zwei Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf die Brennraumoberfläche
eines Zylinderkopfes mit eingegossenem Blech,
Fig.2 einen Schnitt H-Il durch den Ventilsteg mit Blech zwischen den Ventilsitzen,
Fig.3 einen Schnitt III-III durch Zylinderkopf nach
Fig.1 mit Bohrung für die Einspritzdüse,
F i g. 4 eine Draufsicht auf die Brennraumoberfläche mit Gußteil.
Fig. 5 einen Schnitt V-V durch den Ventilüeg mit
Gußteil zwischen den Ventilsitzen und
Fig.6 einen Schnitt VI-VI durch Zylinderkopf mit
Bohrung für Einspritzdüse.
Die in F i g. 1 dargestellte Draufsicht auf die Brennraumoberfläche eines Zylinderkopfes 1 zeigt die
öffnungen eines Einlaß- und Auslaßventils 2, 3 und die Mündung der Bohrung eines Einspritzventiles 4.
Zwischen den beiden öffnungen für die Ventile ist dicht unter der Oberfläche ein Blech 9 in den Ventilsteg 6
eingegossen. Die Lage des Bleches bezüglich der Oberfläche des Zylinderkopfes 1 kann den F i g. 2 und 3
entnommen werden.
In Fig.2 ist ein Schnitt durch die Ventilebene des
Zylinderkopfes 1 zu seh'rn. Zwischen den Ventilen im
Ventilsteg 6 ist das (licht unter der Oberfläche eingegossene Blech 9 zi1 erkennen. Um eine kerbfreie
Oberfläche zu gewährleisten, besteht dieses aus warmfestem Material. ^1Ti nicht beim Abguß aufzuichmelzen.
und obendrei'1 wurde es vor dem Einlegen in die Gießform noch mit Schlichte bestrichen. Ein von der
Brennraumoberfläche di\ Zylinderkopfes ausgehender Riß im Ventilsteg 6 wird am Fortschreiten durch das
Auftreffen auf die kerb'r<:ie Oberfläche des Bleches
gestoppt, da dieses zum Atibau der sonst im Grund des
Risses auftretenden Kerbspannung führt.
Anstelle eines Bleches 9 kann auch ein aus mehreren Blechen geschichtetes Blechpaket treten, wobei die
Bleche jeweils zur Trennung untereinander mit Schlichte bestrichen werden,
F i g. 3 zeigt einen Schnitt III-III durch den Ventilsteg
6 und die Bohrung der Einspritzdüse 4. Im Ventilsteg ist
wieder das eingegossene Blech 9 zu erkennen, welches dicht unter der Oberfläche und parallel zu dieser liegt.
Man ersieht aus dem Schnitt, daß durch die Materialanhäufung
im Ventilsteg 6 schlechte Kühlverhältnisse vorliegen, die zwangsläufig zu Wärmespannungen
führen und Risse zur Folge haben, die aber durch das eingegossene Blech 9 zum Stoppen gebracht werden
können.
Die F i g. 4, 5 und 6 zeigen eine Variante des Eingießteiles 5, welches hier als Gußteil 7 ausgebildet ist.
In Fig.4 ist die Draufsicht auf das Gußteil dargestellt,
das, wie durch die strichlierten Linien dargestellt, sich unterhalb der Brennraumoberfläche, aber zu dieser
flächenparaliel befindet. Die strichpunktiert eingezeichneten
Ausnehmungen für die Ventils. <.e werden nach
dem Einguß herausgearbeitet. Endseitig is. das Gußteil
7 mit Ansätzen 8 versehen, welche eine Fixierung -5 während des Eingießens im Zylinderkopf 1 gewährleisten.
Fig.5 jeigt einen Schnitt durch den Ventilsteg mit
Gußteil 7 im Bereich zwischen den Ventilsitzen. Das Gußteil liegt dicht unter der Oberfläche des Zylinder-
in kopfes und ist in dem Stegbereich mit Schlichte
bestrichen, um eine klare Trennung zum umgebenden Zylinderkopfguß zu gewährleisten, damit ein einsetzender
Stegriß auch tatsächlich auf eine glatte Oberfläche trifft und nicht auf eine durch Anschmelzvorgänge
n bereits wiederum gekerbte Fläche.
F i g. 6 zeigt einen Schnitt VI-VI durch Ventilsteg und
Bohrung der Einspritzdüse. Das Gußteil erstreckt sich beidseits über den eigentlichen Stegbereich hinaus und
ist damit zuverlässig im umgebenden Zylinderkopf verankert. Die Ansätze 8 dienen der Fixierung des
Gußteils während des Zylinderkopfabgusses und werden durch Nacharbeit abgetragen. In dem mit A
gekennzeichneten Stegbereich wurde das Gußteil vor dem Eingießen mit Schlichte bestrichen, damit nach dem
4> Erstarren der Schmelze die Oberfläche des Oußteiles
gewahrt bleibt und seine ihm zugedachte Funktion als Rißstopper in der beabsichtigten Art und Weise
übernimmt.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Zylinderkopf für Brennkraftmaschinen mit mindestens einem Einlaß- und Auslaßventil, bei dem
im Bereich der Brennraumoberfläehe Eingießteile aus Blech vorgesehen sind, welche vor dem Einguß
mit Schlichte bestrichen sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Eingießteil (5) im
Bereich des Ventilsteges (6) derart in den Zylinderkopf (1) eingegossen wird, daß das Eingießteil (5)
dicht unter der Brennraumoberfläche und zu dieser parallelliegend angeordnet ist.
2. Zylinderkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Eingießteil (5) aus einem sich über
den Ventilstegbereich A hinaus erstreckenden Gußteil (7) gebildet wird, welches im Siegbereich
parallel, aber unterhalb der Brennraumoberfläche verläuft, und daß am Gußteil (7) endseits nachzuarbeitende Ansätze (8) vorhanden sind (F i g. 4 bis 6).
3. Zylindt. 'iopf nach Anspruch 2, dadurch gekenn- T0
zeichnet, dab das Gußteil (7) aus einem hochlegierten Werkstoff gebildet wird.
4. Zylinderkopf nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Eingießteil (5) aus einem BJech (9)
oder einem aus mehreren Blechen zusammengefügten Paket gebildet wird, und dall als Werkstoff für
das Blech Material hoher Zugfestigkeit verwendet wird(F ig. 1 bis3).
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1978
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