DE282994C - - Google Patents

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DE282994C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L3/00Electric devices on electrically-propelled vehicles for safety purposes; Monitoring operating variables, e.g. speed, deceleration or energy consumption
    • B60L3/06Limiting the traction current under mechanical overload conditions

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Sustainable Development (AREA)
  • Sustainable Energy (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 282994 -. KLASSE 20/. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Juni 1912 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zum selbsttätigen Ausschalten eines oder mehrerer von demselben Leitungsnetz gespeister Straßenbahn- oder Eisenbahnfahrzeuge.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß an jeder Belastungsstelle, z. B. einem Motorwagen, ein vom Betriebsstrom und der elektrischen Spannung beeinflußtes Relais vorgesehen wird, das, wenn die Spannung infolge augenblicklicher Überlastung des Stromnetzes unter eine gewisse Grenze sinkt, jeden neu hinzukommenden Stromverbraucher ausschaltet. . Dadurch, daß auf solche Weise die Stromzufuhr an den am meisten belasteten Punkten unterbrochen wird, werden größere. Überlastungen (über ■ die Mittelbelastung hinaus) in der Anlage (Kraftstation) verhindert; diese Belastungen machen es entweder notwendig, daß man eine Kraftanlage bzw. Kraftstation in den meisten Fällen für wesentlich mehr als den Mittelbedarf ausführen muß, die demnach entsprechend kostspielig ist, oder sie verursachen eine Unterbrechung der Stro'mzufuhr für das ganze Leitungsnetz und eine allgemeine Betriebsunterbrechung mit entsprechendem Zeitverlust bis zum Wiedereinsetzen des Betriebes. Dadurch, daß erfindungsgemäß das Eintreten größerer Belastungen in einer Anlage verhindert wird, wird unzweifelhaft eine gewisse Ausgleichung der auf die Anlage wirkenden Belastung erzielt.
Die Erfindung ist in zwei Ausführungsbeispielen in der Zeichnung veranschaulicht.
Fig. ι ist ein Stromschema für die eine und Fig. 2 für die andere Ausführungsform.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform besteht die Vorrichtung aus einem Differentialrelais, dessen eine Spule, die Spannungsspule" Sj), mit dem Stromabnehmer X und der Rückleitung (den Schienen) S verbunden ist, während die andere Spule, die Stromspule St, einerseits mit einem Stromunterbrecher B und andererseits mit dem Motor M in Verbindung steht; der Motor M ist an die Rückleitung 5 angeschlossen. Der andere Kontakt des Stromunterbrechers B steht mit dem Stromabnehmer^ :.· in Verbindung. Der Stromunterbrecherstromkreis enthält eine Ortsstromquelle E und eine Kontaktanordnung U, mittels der er geschlossen oder geöffnet wird, je nachdem der RelaisankerR von der Spannungsspule Sp oder der Strom-, spule St des Relais beeinflußt wird. Das dargestellte Schema gilt für eine Anlage mit ' niedriger Spannung. Für hohe Spannungen wird die Anordnung nur insofern geändert, als gegebenenfalls notwendige Spannungs- und Stromumformer eingeführt werden.
Der Stromunterbrecher B (Fig. 1) wird durch eine von der Stromquelle E erregte Elektromagnetspule in der geschlossenen Lage gehalten, in der ein Stromkreis K, X, B, St, M, S besteht. Dieser Stromkreis bleibt so lange geschlossen, wie die Spannung des Netzes genügend hoch ist und daher die .Spule Sp durch den Anker R die Kontakte U überbrückt. Sinkt die Netzspannung, so "nimmt die vom Motor M aufgenommene Stromstärke gleichfalls
ab. Unter der Annahme, daß die Anziehungskraft der Spannungsspule Sp in höherem Maße abnimmt als diejenige der Stromspule St, wird alsdann die Wirkung, der Spule Si diejenige. von Sp überwiegen, so daß der Stromkreis der Batterie E bei U geöffnet wird und der Unterbrecher B den Motorstromkreis unterbricht.
Bei der in Fig. 2 veranschaulichten Ausführungsform ist das Differentialrelais gegen ein Voltmeter V und ein Amperemeter A ausgetauscht, die beide direkt oder indirekt in den Streckenstromkreis eingeschaltet sind. Für die Wirkung ist es belanglos, an welcher Stelle des Stromkreises das Amperemeter eingeschaltet ist; zweckmäßig wird man es an die vom Stromabnehmer X kommende Leitung anschließen, wie dies in Fig. 2 veranschaulicht ist. Sowohl das Voltmeter V als auch das Amperemeter A sind mit besonders angeordneten Kontakten oder Klemmen derart versehen, daß der Drehpunkt des Zeigers mit der einen verbunden ist und bei Ablenkung mit der anderen in Verbindung gesetzt werden kann, um einen Stromkreis zu schließen. Die besonderen Kontakte des Voltmeters liegen in einem Stromkreis, der bei einem gewissen-Spannungsabfall geschlossen wird und einen Stromunterbrecher C so beeinflußt, daß dieser Stromunterbrecher, sobald der Streckenstrom um einen gewissen Betrag vergrößert ist, mit dem Amperemeter zusammen einen zweiten Stromkreis schließt, der zur Erregung eines im : Verbrauchsstromkreise liegenden zweiten Unterbrechers D dient, der wie jeder andere Maximalunterbrecher wirkt.
Zur Erreichung desselben Zweckes können andere Vorrichtungen als die hier dargestellten oder beschriebenen verwendet werden; z. B. könnte an Stelle des Stromkreises der Ortsbatterie E (Fig. 1) auch ein von der Kontaktleitung abgezweigter Stromkreis benutzt werden, und es ist nicht immer nötig, daß der Stromunterbrecher R, U zum Unterbrechen des Verbrauchsstromes geöffnet und zum Strom-. 45 schließen. geschlossen wird, sondern er kann auch so angeordnet sein, daß er zum Stromschluß geöffnet wird. Ferner kann bei der Ausführungsform nach Fig. 2 der Unterbrecher C in Fortfall kommen, wenn die Kontaktvorrichtung des Voltmeters V unmittelbar in den Stromkreis von A, D eingeschaltet wird, was eine etwas einfachere Anordnung ergibt.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    Ί. Einrichtung zum selbsttätigen Ausschalten eines oder mehrerer aus einem Leitungsnetz gespeister Eisenbahn- oder Straßenbahnfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß ein von Strom und Spannung beeinflußtes Relais beim Sinken der Spannung unter eine gewisse Grenze infolge augenblicklicher Überlastung des Netzes jeden oder wenigstens jeden über eine gewisse Grenze hinaus neu hinzukommenden Stromverbraucher ausschaltet.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgende Schaltung: Der Erregerstromkreis des selbsttätigen Schalters (J5 in Fig. 1) wird durch ein von Spannung ■ und Strom beeinflußtes Relais, z. B. Differentialrelais (Sp, St) geschlossen bzw. geöffnet, solange die Spannung genügend hoch ist, dagegen geöffnet bzw. geschlossen, wenn bei zu großer Stromentnahme, z. B.. beim Anfahren mehrerer Fahrzeuge in einer Steigung, die Netzspannung sinkt und infolgedessen der Einfluß des Stromes (durch die Stromspule St) auf das Relais denjenigen der Spannung (durch die Spannungsspule Sp) übertrifft.
  3. 3. Abänderung der Einrichtung nach . Anspruch. 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Einfluß der Spannung und des Stromes auf die Ein- und Ausschaltung des Verbrauchsstromkreises durch Kontaktinstrumente in folgender Weise zur Geltung gebracht wird: Ein an der Netzspannung liegendes Kontaktvoltmeter (V in Fig. 2) steuert einen Stromunterbrecher (C), . der den. Kontaktstromkreis eines vom Verbrauchsstromkreis eingestellten Kontaktamperemeters (A) beherrscht; dieser Stromkreis ist der Erregerstromkreis für einen im Verbrauchsstromkreis liegenden zweiten Unterbrecher (D).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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