DE2823904C2 - Dichtungsglas des Systems B↓2↓0↓3↓-Pb0-Bi↓2↓0↓3↓ sowie Si0↓2↓ und/oder Al↓2↓0↓3↓, insbesondere für Flüssigkristallanzeigen bei Verwendung von handelsüblichen Na↓2↓0-Ca0-Si0↓2↓-Gläsern - Google Patents
Dichtungsglas des Systems B↓2↓0↓3↓-Pb0-Bi↓2↓0↓3↓ sowie Si0↓2↓ und/oder Al↓2↓0↓3↓, insbesondere für Flüssigkristallanzeigen bei Verwendung von handelsüblichen Na↓2↓0-Ca0-Si0↓2↓-GläsernInfo
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Description
20-30 Mol-% B2O3
60-69 Mol-% PbO
60-69 Mol-% PbO
0,5-2,0 Mol-% Bi2O3
O-10 Mol-% ZnO
0-6 Mol-% CuO
zusätzlich 1—5 Gewichtsteile SiO2 und/oder AI2O3
enthält, und daß das Glas eine Schmelztemperatur unterhalb 400° C und einen Wärmeausdehnungskoeffizienten
von höchstens 110 · 10-'/0C aufweist.
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In jüngster Zeit sind diverse Arten von Anzeigegeräten auf der Basis von Gasentladungsvorgängen,
Fluoreszenz und Flüssigkristallen entwickelt worden. Bei derartigen Anzeigegeräter, werden Felder verwendet,
bei denen mehrere Glasplatten so angeordnet sind, daß sie mit einem bestimmten Abstand einander
gegenüberstehen. Die Umfangsränder der Glasplatten werden in geeigneter Weise abgedichtet. Aus Kostengründen
weisen die Glasplatten der Fleder normalerweise aus Na2O-CaC-SiOj Gläsern hergestellt. Ihre
Oberflächen werden mi·, transparenten, elektrisch-leitenden
Filmen bedeckt oder ba -timmten Oberflächenbehandlungen ausgesetzt. Es kommen dabei diverse
Arten von organischen Bindemitteln zur Anwendung. Die Verwendung von organischen Bindemitteln hat
jedoch den Nachteil, daß sich daraus aktive Gase entwickeln können, die, ähnlich wie in der Luft
enthaltene Feuchtigkeit, durch das Bindemittel in das Innere der Felder eindringen und beispielsweise mit den
Flüssigkristallen chemisch reagieren können. Dadurch werden deren Eigenschaften beeinträchtigt. Wenn
daher ein hohes Maß an Verläßlichkeit angestrebt wird, müssen die Glasplatten mit einem anorganischen Glas
niedrigen Schmelzpunktes zusammengeschmolzen werden, welches keine Feuchtigkeit absorbiert.
Um die Umfangsränder der Glasplatten des Feldes zu verschmelzen und abzudichten, ohne die Elektrodenfil
me, die oberflächenbehandelten Filme oder den Zustand der oberflächenbchandelten Glasplatten zu beeinträchtigen,
sollte eine Schmelztemperatur verwendet werden, die unterhalb 400° C liegt. Der Wärmeausdehnungskoeffizient des Dichtungsglases sollte mit demjenigen
der Glasplatten vergleichbar sein.
Dichtungsgläser mit niedrigem Schmelzpunkt wurden für diesen Verwendungszweck bereits vorgeschlagen,
beispielsweise in der japanischen Patentschrift 44-22 189 und den japanischen Offenlegungsschriften w>
50-44 207 sowie 50-84 614. Das niedrigschmelzende Glas, welches in der japanischen Patentschrift 44-22 189
beschrieben ist und angenähert die folgende Zusammensetzung (in Gewichts-%) aufweist: PbO 75.2, B2Oj
8,9, ZnO 3,0, CuO 0,9, Bi2O3 10,0, SiO2 1,0. AI2O1 1,0. „-,
besitzt einen Erweichungspunkt unter 400"C. Sein Wärmeausdehnungskoeffizient (119-130· 10V0C)
unterscheidet sich jedoch erheblich von dem handelsiiblicher Na2O-CaO-SiO2-Gläser(etwa 92 · 10-'/0C), so
daß es daher nicht möglich ist, mit diesem Glas hochwertige Anzeigefelder herzustellen. Die Dichtungsgläser,
welche in den beiden übrigen Veröffentlichungen beschrieben sind, besitzen eine Schmelztemperatur
im Bereich von 4600C und eine Erweichungstemperatur im Bereich von 412° C. Es ist daher nicht
möglich, diese Gläser unterhalb 400° C einzusetzen.
Wie erwähnt, können durch die genannten hohen Temperatiiren die auf der Innenfläche der abzudichtenden
Gläser ausgebildeten Schichten, insbesondere die Elektrodenschichten, beschädigt werden.
Dichtungsgläser des Systems B2O3-PbO-Bi2O3
sowie SiO2 und/oder AI2O3 sind auch bereits aus der
DE-OS 25 34 396, der FR-PS 22 51 532 und den US-PS 38 41883 und 40 04 936 bekanntgeworden. Diese
Dichtungsgläser weisen Schmelztemperaturen im Bereich von 460—5050C und Erweichungspunkte im
Bereich von 400—4200C auf. Wie man den Veröffentlichungen
entnehmen kann, dienen diese Gläser zum Abdichten von Gasentladungsanzeigetafeln. Bei Gasentladungsanzeigetaieln
bilden hohe Schmelz- bzw. Dichttemperaturen jedoch keine Probleme, während die Dichttemperatur bei Flüssigkristallanzeigen aus den
vorstehend aufgezeigten Gründen unterhalb von 4000C gehalten werden muß. Die Gläser der genannten
Veröffentlichungen sind daher für den hier in Rede stehenden Zweck nicht geeignet.
Wenn man versucht, den Erweichungspunkt niedrigschmelzender Gläser zu erniedrigen, geht im allgemeinen
der Wärmeausdehnungskoeffizient in die Höhe. Wenn jedoch die Differenz des Wärmeausdehnungskoeffizienten des Na2O-CaO-SiO2-GIaSeS (λ = 92 · 10-VC)
der zusammenschmelzenden Platten und des Dichtungsglases über einen bestimmten Wert ansteigt,
springt das Dichtungsglas, wenn die Temperatur von der Schmelztemperatur auf Zimmertemperatur absinkt.
Dies beruht auf der unterschiedlichen Kontraktion von Dichtungsglas und Glasplatte. Demzufolge ist es von
außerordentlicher Bedeutung, üi^htungsgläser zu entwickeln,
deren Wärmeausdehnungskoeffizienten etwa dem des zu verschmelzenden Glases entsprechen und
die dennoch einen Erweichungspunkt unter 4000C aufweisen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Dichtungsglas zu schaffen, mit dem bei einer Temperatur
unterhalb von 4000C handelsübliche Na2O-CaO-SiO2-Gläser
miteinander verschmolzen werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Dichtungsglas gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist,
daß es auf 100 Gewichtsteile einer Grundzusammense;-zung
von
20-30 Mol-% B2O3
60-69 Mol-% PbO
60-69 Mol-% PbO
0,5-2,0 Mol-% Bi2O3
0-10 Mol-% ZnO
0-6 Mol-% CuO
zusätzlich 1 — 5 Gewichtsteile SiO2 und/oder Al2Oj
enthält, und daß das Glas eine Schmelztemperatur unterhalb 400°C und einen Wärmeausdehnungskoeffizienten
von höchstens 110 · IO-7'°C aufweist.
Das erfindungsgemäße Dichtungsglas ermöglicht die Verwendung von handelsüblichen Na2O-CaO-SiO2-Gläsern
für Flüssigkristallanzeigen, was bisher nicht möglich war, da das Dichtungsglas hinsichtlich Schmelztemperatur
und Wärmeausdehnungskoeffizient optima-
lisiert ist. Die dünnen NajO-CaO-SiOj-Gläser, die
heute auf dem Markt angeboten werden, haben im allgemeinen einen Wärmeausdehnungskoeffizienten
von 92 ± 4 · 10-V°C. Beim Abdichten dieser dünnen Platten hat sich herausgestellt, daß keine Probleme
auftreten, solange der Wärmeausdehnungskoeffizient des Dichtungsglases höchstens 110 · It)-7/"C beträgt.
Die Zusammensetzungsbereiche der verschiedenen Bestandteile des erfindungsgemäßen Dichtungsglases
wurden nach den folgenden Gesichtspunkte!! bestimmt:
Wenn insbesondere die Menge an B2O3 geringer als
20 Mol-% ist, wächst der Wärmeausdehnungskoeffizient des Dichtungsglases an, und das Dichtungsglas
neigt zur Entglasung. Wenn andererseits die Menge an B2O3 größer als 30 Mol-% ist, erhöht sich die Viskosität
des Dichtungsglases. Wenn die Menge an PbO geringer als 60 Mol-% ist, erhöht sich die Viskosität, was zur
Folge hat, daß die Schmelztemperatur höher als 4000C
liegt Wenn dagegen die Menge an PbO größer als 69 Mol-% ist, wächst der Wärmeausdehnungskoeffizient
und das Dichtungsglas neigt zur Entglasung. ZnO häit zwar die Viskosität relativ niedrig, ohne den
Wärmeausdehnungskoeffizienten zu erhöhen; das Dichtungsglas neigt jedoch zur Entglasung, wenn die Menge
über 10 Mol-% liegt Da die hier angesprochene Entglasung durch Polykristalle hervorgerufen wird, die
im Dichtungsglas ausgebildet werden, erhöht die Entglasung die scheinbare Viskosität. CuO verbessert
zwar die Bindung und verringert den Wärmeausdehnungskoeffizienten wenn mehr als 6 Mol-% verwendet
werden; das Dichtungsglas neigt jedoch zur Entlglasung, so daß die optimalen Mengenbereiche zwischen 3 und
5 Mol-% liegen. Bi2O3 verhindert die Entglasung, so daß
bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Dichtungsglases die Menge an Bi2O3 sorgfältig eingestellt werden
muß. Insbesondere ist es bei einem geringeren Gehalt als 03 Mol-% Bi2O3 nicht möglich, die Entglasung zu
verhindern, während die Bindungstemperatur rasch anwächst, wenn die Menge dieses Bestandteils über
20 Mol-% liegt Außerdem wächst dann der WärmeausdehnungSKoeffizient
ebenfalls an. Aus diesem Grunde können die hervorragenden Eigenschaften des erfindungsgemäßen
Glases nur erzielt werden, wenn die Menge an Bi2O3 zwischen 0,5 und 2,0 Mol-% eingestellt
wird. Sowohl SiO2 als auch AI2O3 können die Entglasung
verhindern und die chemische Beständigkeit verbessern. Beide Bestandteile führen zu ähnlichen Eigenschaften,
solange sie in einer Menge von einigen Prozent eingebaut werden. Demzufolge kann die Menge SiO2
und AI2O3 entweder durch die Summe dieser Bestandteile
oder durch einen dieser Bestandteile gebildet werden. Die Einstellung der Menge an SiO2 und Al2O3 ist nach
der Einstellung der Menge Bi2O3 am wichtigsten. Wenn
nämlich die Menge der Summe von SiO2 und AI2O3 unter
einem Gewichfsteil liegt, ist es nicht möglich, die Entglasung vollständig zu verhindern, und die Viskosität
wächst an. Insbesondere wenn leine Dichtungsglaspulver aufgeschmolzen werden, hat sich herausgestellt, daß
das Glas bei 4000C überhaupt nicht fließt. Wenn einer
oder beide Bestandteile mit über einem Gewichtsteil vorhanden ist, kann die Fließeigenschaft erheblich
verbessert werden. Auch wenn feine Pulver des Dichtungsglases aufgeschmolzen werden, ist die Fließcharakteristik
erheblich besser. Wenn die Menge von einem der Bestandteile SiO2 und AI2O3 bzw. beider
in Bestandteile fünf Gewichtsteile übersteigt, wird der
Erweichungspunkt des Glases höher, und die Viskosität steigt an.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung
näher erläutert; die einzige Figur zeigt die allgemeinen Eigenschaften von Glas, insbesondere die
Beziehung zwischen Viskosität und Temperatur.
Der Erweichungspunkt ist — wie dem Fachmann bekannt — als diejenige Temperatur definiert, bei
2(i welcher die Viskosität ΙΟ7·6 dPas beträgt. Die Beziehung
zwischen der Viskosität und dem '.'rweichungspunkt ist
in der Zeichnung dargestellt. Die Viskosität eines Glasmaterials, welches durch die strichpunktierte Linie
B dargestellt ist, erreicht 1076dPas noch nicht beim
Erweichungspunkt TA eines Glasmaterials, welches
durc!1 die durchgezogene Linie A dargestellt ist. Dies
bedeutet, daß das Material B härter als das Material A ist. Der Fließpunkt liegt bei einer Viskosität, die kleiner
als 107-6dPas ist und ungefähr 105dPas entspricht.
In der nachfolgenden Tabelle 1 und die Ergebnisse von Vergleichsversuchen aufgeführt.
Die Gläser der Beispiele I, 2 und 3 besitzen Zusammensetzungen, die in den hier vorgeschlagenen
Bereichen liegen; sie zeigen hervorragende Ergebnisse.
j5 Die Beispiele 4 und 5 dagegen sind Kontrollproben, bei
denen die Menge an Bi2O3 zu hoch lag und SiO2 und
AI2O3 nicht enthalten waren. Die Rohstoffe wurden
entsprechend den in der Tabelle 1 aufgeführten Zusammensetzungen vermischt; die Mischungen wurden
auf ungefähr 11000C erhitzt und zum Schmelzen
gebracht. Aus dem geschmolzenen Glas wurden feste Jlasstangen zur Messung des Wärmeausdehnungskoeffizienten
hergestellt; übrigbleibende Teile wurden in Wasser geworfen, wodurch ein grobes Granulat
■ti erhalten wurde. Dieses wiederum wurde in einer
Kugelmühle gemahlen, wobei ein feines Pulver mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von ungefähr 10 μίτι
erhalten wurde. Das feine Pulver jeder Probe wurde zu einem Zylinder mit einem Duichmesser von 12 mm und
-,η einer Länge von 10 mm unter bestimmten Bedingungen
trockengepreßt. Nach der Montage auf einer Glasplatte wurde jeder Zylinder 30 min auf eine Temperatur
gebracht, die in der tabelle 1 angegeben ist. Bei dieser
W.imebehandlung wurde der Zylinder rund. Der gemessene Durchmesser ist in Fig. 1 als »Fließknopfdurchmesser«
abgegeben.
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cine trite Bindung c-h.ii>en wird, wenn der Durchmesser
de>- fiießknopfes große- ,,k 22 mm war. Bei den Proben
1 — 3 (mi' der eriindurgsgemäßen Zusammensetzung)
»jr der V· armeausdehniingskoeffizient verhältnismäßig
klein. ii. h (104—MO) |fi " C: der Durchmesser
des -FhCLi1- -opfes.' be: 400'C war jedoch ausreichend
groß. '.*...!-- £\i<:: f-i'o'Jc'g-.-^si ;h..iftcn andeutete. D,i
■niLte-deir, eier -F heOknopf" einen Durchmesser von
ur-er 22 mm .mfwies. wenn er 30 mm lang auf 375 C
ent/· w;:r-Je. kann die Verbindung bei 375 C
,iiisg-jtuhr? ■* erden, w enn das Dichtglas der Proben 1 — 3
■. cr'* c π de'. '■*■ :rd
FJe: der K-n-roliprobe 4 hatte sich der Wä>meausdchr';r:is<oe'f
/;e-i!. /.v. ar nur geringfügig auf 1 I 5 ■ 10 "■ C
c-rhont: d-j- Durchmesser des »F!ießknopfev<
war ,eioci" kiein. ^as anzeigte, daß das Fließverhalten bei
400'C nicht gut 'Aar Bei der Kontrollprobe 5 war der
thermische FApans-onskoeffizient \ hinreichend klein.
narnixh :ri3 !0 ' "C: der Durchmesser des »Fließkr-opf·;*-'
ke*nig jedoch nur 13 mm. was anzeigte, daß
die F';e3e!genschaften dieser Kontrollprobe schlecht
■α aren. Verglichen mit der Zusammensetzung der Probe
2 wurde in der Kontrollprobe 4 die iMenge an B2Oj
verengert, während die Menge an BbO-, erhöht wurde.
De" War— eausdehnungskoeffizient dieser Kontroilprobe
4 war jedoch größer als derjenige der Probe 2; der Durchmesser des »Fließknopfes« hatte sich verringert.
Dies beraht darauf, daß die Menge Bi2O3 4 MoI-0A
beträgt und somit über der oberen Grenze von 2.0 Mo!-°-'b des Glases der Erfindung liegt. Hierdurch
wird eine Erhöhung des Wärmeausdehnungskoeffizienten
und der Viskosität hervorgerufen. Die Zusammensetzung der Kontrollprobe 5 entsprach derjenigen von
Beispiel 2. wobei jedoch SiOi und Al2Oi weggelassen
wurden. Das Glas der Probe 5 zeigte F.ntglasung und
floß überhaupt nicht; es verschmolz bei einer Temperatur unterhalb von 400'C nicht. Die Kontrollproben 4
und 5 waren, wie oben beschrieben, nicht geeignet.
wahrend die Proben I bis 3 mit Zusammensetzungen innerhalb des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Bereichs,
bei Temperaturen zwischen 375 und 4(XTC gut flössen; ihre Wärmeausdehnungskoeffizienten lagen
unter WU- IO ;/"C.
Jede in der Tabelle I dargestellte Probe wurde zu einem feinen Pulver zermahlen. dessen durchschnittliche
Korngröße 10 (im betrug. Das Pulver wurde mit Nitrozellulose und DiäthylenGlykol-Monobutyl-Äther-A/etat
vermischt, wodurch eine Paste gebildet wurde. Diese als Dichtungsglas dienende Paste wurde auf den
Umfangsrand einer Na2O-CaO-SiO2-GIaSpIaHe auf
gebracht. Dann wurde eine weitere Glasplatte derselben Glasart auf dem Dichtungsglas angeordnet. Die
Anordnung wurde getrocknet und danach 3 min lang in einem Sinterofen erwärmt, der auf 400cC gehalten
wurde. Das Glas dei Proben I —3 floß gut und verband die beiden Glasplatten perfekt; es ergaben sich
hervorragend abgedichtete Packungen. Da außerdem die Wärmeausdehnungskoeffizienten dieser Proben nur
geringfügig höher waren als derjenigen der Glasplatte, ergaben sich keine Sprünge.
Das Glas der Kontrollprobe 4 zeigte zwar geringfügiges
Fließen; es verblieben jedoch Luftspalte an Stellen. die nicht verschmolzen waren. Es ergab sich somit keine
luftdichte Abdichtung. Außerdem wurde gefunden, daß nach Lagerung Sprünge entstanden. Das Glas der
Kontrollprobe 5 hatte keine Bindekraft, so daß sich die Glasplatten ohne weiteres abhoben, auch wenn die
Anordnung 30 min lang in einem Sinterofen auf einer Temperatur von 400' C gehalten wurde.
Wie oben beschrieben wurde, ist es mit dem erfindungsgemäßen Dichtungsglas möglich, Platten aus
handelsüblichem Na2O-CaO-SiO2-GIaS bei Temperaturen
unterhalb 400=C und ohne Sprungbildung perfekt miteinander zu verschmelzen. Folglich können
die Glasplatten hermetisch abgedichtet werden, ohne die darauf gebildeten Oberflächenfilme oder die durch
Oberflächenbehandlung entstandenen Eigenschaften zu beeinträchtigen.
! Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Dichtungsglas des Systems B2O3-PbO-Bi2O3 sowie SiO2 und/oder Al2O3, insbesondere für Flüssigkristallanzeigen bei Verwendung von handelsüblichen Na2O- CaO - SiO2-Gläsern, dadurch gekennzeichnet, daß es auf 100 Gewichtsteile einer Grundzusammensetzung von
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| JP11268577A JPS5446215A (en) | 1977-09-21 | 1977-09-21 | Sealing glass |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2823904A1 DE2823904A1 (de) | 1979-03-22 |
| DE2823904C2 true DE2823904C2 (de) | 1982-07-01 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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