DE282137C - - Google Patents

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DE282137C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/16Sintering; Agglomerating

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 18«. GRUPPE
Verfahren zum reduzierenden Agglomerieren von Erzen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Juni 1913 ab.
Die vorliegende Erfindung^ betrifft ein Verfahren zur Erzeugung eines metallhaltigen Agglomerationsproduktes aus feinen Eisenerzen, Kiesbränden o. dgl. Beim Verblasen von mit Kohle vermischtem Eisenerz, z. B. nach dem Verfahren der Patentschrift 210742 zur Herstellung eines gesinterten stückförmigen Produktes, hat es sich gezeigt, daß dann und wann Einschlüsse von metallischem Eisen auftreten. Dies ist darauf zurückzuführen, daß größere oder kleinere Partien des Erzkohlegemisches durch äußere Verschlackung vor den durchströmenden oxydierenden Gasen geschützt werden, wobei das Erzkohlegemisch in diesen von außen verschlackten Stücken durch die Wärme reduziert wird.
Solche Erscheinungen treten aber nur zufällig auf. Es ist nun (vgl. die Patentschrift 224955) bekannt, Erze in der Weise zu agglomerieren, daß gestampfte Massen derselben mit Kanälen versehen und mittels durch diese Kanäle geleiteter Hitze zum Sintern gebracht werden. Ferner ist beim ähnlichen Verfahren (vgl. die Patentschrift 153304) vorgeschlagen, die erforderliche Hitze durch eine Brennstoffschicht zu erzeugen, auf welche die Durchzugskanäle stoßen.
Das vorliegende Verfahren besteht nun in der Anwendung dieses bekannten Verfahrens auf die gleichfalls bekannte Sinterung von mit einem Reduktionsmittel gemischten Erz und bezweckt, durch die Leitung des Gebläsewindes durch die Durchzugskanäle (welche also an sich bekannt sind) die reduzierende Wirkung der dem Erz zugemischten Kohle o. dgl. auf das Erz zu begünstigen. Es besteht nun das neue Verfahren in der Hauptsache in der Vereinigung der beiden an sich bekannten Verfahren. Erreicht durch das vorliegende Verfahren wird, daß ein großer Teil des Eisengehaltes des Erzes zu Metall reduziert wird. Das durch die verschlackten Kanalwände eingeschlossene Erzkohlegemisch unterliegt einer energischen Reaktion, und die in der Masse gebildeten kohlenoxydreichen Gase, welche durch Spalte und Sprünge entweichen, verhindern die Verbrennungsgase, in die Masse einzudringen und das reduzierte Eisen wieder zu oxydieren. Die Ausführung des Verfahrens kann wie folgt geschehen:
Das feine Eisenerz wird mit Kohle zuerst gemischt, und zwar mit ein wenig mehr Kohle als in der folgenden Formel angegeben.
25 Fe3O4+ 72 C = 75 Fe+44 CO+ 28 CO2,
d. h. etwas mehr als 0,205 Gewichtsteile C pro Gewichtsteil Fe. Das etwas angefeuchtete Erzkohlegemisch wird in einen passenden Ofen oder Behälter, z. B. in einen Konverter, geschüttet, auf dessen Boden sich eine Schicht von Kohle befindet. Nach der Einschüttung wird das Gut festgestampft und derart durchstochen, daß Kanäle in regelmäßiger Entfernung voneinander bis zur Kohleschicht gebildet werden.
Nach Einleitung der Verbrennung der Kohleschicht wird zuerst ein schwacher Luftstrom durch die Kohleschicht geleitet zwecks Bildung kohlenoxydreicher Gase, welche durch die Kanäle passieren und das Erzgemisch in den Kanalwandungen' zu Eisenoxydul (FeO) reduzieren, welches leicht mit der in dem
Erzgemisch vorhandenen Kieselsäure verschlackt, wodurch die Kanalwände mit einem Schlackenüberzug versehen werden, der das Eindringen der kohlensäurehaltigen Heizgase in das mit Kohle gemischte Erz verhindert. Hierauf wird der Luftstrom verstärkt, wodurch die Hitze gesteigert wird. In dem auf diese Weise durch die verschlackten. Kanalwände eingeschlossenen Erzkohlegemisch findet nun eine energische Reduktion ungestört statt. Um- die Verschlackung der Kanalwände noch sicherer zu befördern, kann man dieselben mit einer leicht schmelzenden Ausfütterung versehen.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Verfahren zum reduzierenden Agglomerieren von Erzen, gekennzeichnet durch die Vereinigung zweier je für sich bekannter Verfahren, nämlich des Agglomerierens von mit Kohle gemischtem Erz durch Verblasen und der Verwendung von Kanälen ' in dem Sintergut für die Durchleitung der Heizgase.
  2. 2. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbrennung der Kohleschicht auf dem Konverterboden durch langsames Blasen, so geleitet wird, daß das Eisenerz in den Kanalwandungen zu Oxydul reduziert wird, damit eine Verschlackung der Kanalwände eintritt, wodurch das übrige Erzkohlegemisch nicht mit den Heizgasen in direkte Berührung kommt.
  3. 3. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ■ die Kanalwandungen mit einer leicht schmelzenden Ausfütterung versehen werden. . .
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