DE2808046A1 - Schutzgehaeuse in schlagwetter- und explosionsgeschuetzter ausfuehrung fuer elektrische messgeraete - Google Patents

Schutzgehaeuse in schlagwetter- und explosionsgeschuetzter ausfuehrung fuer elektrische messgeraete

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DE2808046A1 DE19782808046 DE2808046A DE2808046A1 DE 2808046 A1 DE2808046 A1 DE 2808046A1 DE 19782808046 DE19782808046 DE 19782808046 DE 2808046 A DE2808046 A DE 2808046A DE 2808046 A1 DE2808046 A1 DE 2808046A1
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Description

SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT Unser Zeichen Berlin und München VPA 78 P 3 0 3 3 BRD
Schutzgehäuse in Schlagwetter- und explosionsgeschützter Ausführung für elektrische Meßgeräte
Handelsübliche elektrische Meßgeräte dürfen in Schlagwetter- und explosionsgefährdeten Räumen nicht ohne besondere Schutzmaßnahmen eingesetzt werden, wenn die Meßgeräte mit hohen Betriebsspannungen arbeiten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Einsatz handelsüblicher Meßgeräte in Schlagwetter- oder explosionsgefährdeten Bäumen durch Ausführung in Schutzart "Fremdbelüftung" zu ermöglichen, ohne daß dadurch die Bedienbarkeit des Meßgerätes beeinträchtigt wird.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß in einem ersten gasdicht verschlossenen und unter Überdruck gehaltenen Gehäuseteil das Meßgerät und in einem zweiten, an den ersten Gehäuseteil angebauten
Hk 2 Di / 22.2.1978
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- 2 - YPA 78 p 3 0 3 3 BKD
Gehäuseteil eine den Überdruck liefernde Druckmittelanlage angeordnet ist und daß Schalt- und/oder Einstellglieder des Meßgerätes mittels elektrisch-aeohanischer und/oder magnetisch-mechanischer und/oder rein mechanischer Kupplungen mit auf einer der freien Wände des ersten Gehäuseteiles vorgesehenen, von außen zugänglichen Bedienungselementen verbunden sind. Durch die Anordnung der Druckgasanlage und des Meßgerätes in einem Schutzgehäuse ist das Gerät an beliebiger Stelle unter Tage einsetzbar. Mit Hilfe der Kupplungen lassen sich die Schalt- und/oder Einstellglieder ohne wesentlichen Eingriff in den Aufbau des Meßgerätes von außen betätigen.
An Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert.
Figur 1 zeigt ein zur Aufnahme eines Meßgerätes, beispielsweise eines Oszillographen 1, vorgesehenes, aus zwei Teilen zusammengesetztes Schutzgehäuse 2, 3· Der den Gehäuseteil 2 abschließende Deckel ist nicht dargestellt. Die beiden Gehäuseteile sind durch auf der Wand des ersten Gehäuseteiles mittels Stumpfschweißung befestigter Schraubenbolzen 4 miteinander verbunden. Im Gehäuseteil 2 sind eine Druckflasche 5 mit Rückschlagventil 6, Druckminderer 7, Sicherheitsventil 8 und einem Spülgasanschluß 12 sowie ein die einander zugekehrten Wandungen der Gehäuse durchdringender Gaseinlaßstutzen 11 einschließlich der Verbindungsleitungen 13 untergebracht. Über den Spülgasanschluß 12 wird vor dem Einsetzen der Gasflasche der Gehäuseteil 3 gespült und auf Druck gebracht. Zur Druckgasanlage gehören ferner zwei Druckwächter 9, 10, die in dem das Meßgerät aufnehmenden Gehäuse-
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teil 3 angeordnet und deren Schalter zur Erhöhung der Sicherheit in Reihe geschaltet sind. Unterschreitet der Druck im Gehäuseteil 3 einen vorgegebenen Wert, so unterbrechen die Schalter der Druckwächter die Verbindung des Meßgerätes und einer die Betriebsbereitschaft anzeigenden Lampe 42 mit einer Spannungsquelle 43 (Figur 5).
Der den Oszillographen aufnehmende Gehäuseteil 3 ist auf einer Stirnfläche mit einem Sichtfenster 46 ausgestattet, an dessen Innenfläche eine Lampe 4-2 angebracht ist oder ein mit der Lampe verbundener Lichtleiter 45 endet. Eine der Seitenwände des Gehäuseteils 3 ist als Grundplatte 18 für die Bedienungselemente 17, 21, 39, die über Kupplungen mit den Schalt- und Einstellgliedern des Oszillographen verbunden sind, zum Schutz der Bedienungselemente in Richtung auf den Oszillographen nach innen versetzt.
Die als Schiebegriffe ausgeführten Bedienungselemente 17 (Figur 2) sind in Schlitzen einer Druckplatte 20 geführt und tragen in dem zwischen der Grundplatte und der Druckplatte mittels Ausschnitten in einer Zwischenplatte 19 gebildeten Raum je einen beispielsweise stabförmigen Dauermagneten 16 zur Betätigung jeweils eines auf einer Leiterplatte 14 angeordneten Reed-Schalters 15· Die Reed-Schalter bewirken die Ein- und Ausschaltung der Stromversorgung des Oszillographen, die Umschaltung der zu messenden Spannung bzw. die Umschaltung der internen Triggerung auf automatisch und normal einstellbaren Triggerpegel.
In Figur 3 sind die Achsen 25 der als Drehknöpfe ausgeführten Bedienungselemente 21 jeweils mit der einen
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- & - YPA 78 ρ 3 0 3 3 ORB
Hälfte 24 einer Steckkupplung verbunden, deren ander© Hälfte 23 auf der durch die Wand 27 des Oszillographen geführten Achse 22 ©ines Drshschalters zur Einstellung der Zeit- "bzw. Y-Ablenkung "befestigt ist. Zwischen der Kupplungshälfte 24 und der Grundplatte 18 des Schutggehäuses ist eine Schraubenfeder 26 angeordnet, so daß nach dem Einschieben des Oszillographen ia den Gehäuseteil 3 die Kupplung zwischen den beiden Hälften hergestellt werden kann. Zur Vermeidung von Druckverlusten im Gehäuseteil 3 ist auf der Außenfläche der Grundplatte 18 unter Zwischenlage einer Dichtung 27 eine Spannplatte 30 mittels Schrauben befestigt. In einer Ausnehmung der Spannplatte ist eine Spannscheib© 31 eingesetzt, die zur Abdichtung einen 0-Ring 29 an die Spannplatte 30 und die Achse 25 des Drehknopfes andrückt.
Zur Betätigung weiterer Einstellglieder, beispielsweise eines Potentiometers zur Einstellung des Triggerzeitpunktes, ist in Figur 4 eine magnetische Zentraldrehkupplung dargestellt, die über ein flexibles und isolierendes Zwischenstück 33 und ein einen Gewindeansatz tragendes Anschlußstück 32 mit der Achse des Potentiometers zu verbinden ist. Der auf das Zwischenstück 33 aufgesetzte Teil 34 der Drehkupplung trägt einen hohlzylindrisch geformten Dauermagneten 35, der bei zusammengesetzter Drehkupplung in eine einseitig geschlossene Buchse 36 eingeführt ist. Die Buchse ist unter Zwischenlage eines Dichtringes 37 in die Grundplatte 18 des Schutzgehäuses eingesetzt und durch eine Überwurfmutter 38 festgelegt. Von der Bedienungsseite aus ist auf die Buchse 36 ein weiterer hohlzylindrischer Dauermagnet 40 aufschiebbar, der in einem kappenartig geformten Drehknopf 39 befestigt ist. In der Stirnfläche des Drehknopfes ist eine Schraube
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41 angeordnet, die in Verbindung mit einer Kette als Verlierschutz dient.
Die zur Aufrechterhaltung des Überdruckes im Schutzgehäuse verwendete Druckgasanlage ist in Figur 5 schematisch dargestellt. Die Druckflaeche 5 ist über das Rückschlagventil 6 an den Druckminderer 7 angeschlossen, der den Maximaldruck des aus der Druckflapohe strömenden Gases von beispielsweise 10 bar auf 1,5 bar herabsetzt. Der Ausgang des Druckminderers ist einerseits mit des Einlaßstutzen 11, über den das Druckgas in den das Meßgerät enthaltenden Gehäuseteil 3 strömt und damit gegebenenfalls auftretende Leckverluste deckt, und andererseits mit dem Sicherheitsventil 8 verbunden. An den Einlaßstutzen ist ferner die mit einem weiteren Rückschlagventil 12a ausgestattete Spülgasleitung 12 angeschlossen. Der im Gehäuseteil 3 herrschende Druck wird durch die Druckwächter 9 und 10 überwacht, deren elektrisch in Reihe geschaltete Schaltelemente 44 die Stromversorgung von einer Batterie 43 zum Meßgerät und der Anzeigelampe 42 unterbrechen, wenn der Druck im Schutzgehäuse unter einen vorgegebenen Wert, z.B. 1,2 bar, sinkt.
9 Patentansprüche
5 Figuren
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Claims (8)

  1. 28081^6 VPA 1% ψ 3 03 3 BRD
    Patentansprüche
    1« Schutzgehäuse in Schlagwetter- und explosionssicherer Ausführung für elektrische Meßgeräte, d a durch gekennzeichnet, daß in einem ersten, gasdicht verschlossenen und unter Überdruck gehaltenen Gehäuseteil (3) das Meßgerät (1) und in einem aweiten, an den ersten Gehäuseteil angebauten Gehäuseteil (2) eine den Überdruck liefernde Druckgasanlage (5 bis 8 und 11 bis 13) angeordnet ist und daß Schalt- und/oder Einstellgli@d©r des Meßgerätes mittels elektrisch-mechanischer und/oder magnetischmechanischer und/oder rein mechanischer Kupplungen (5 bis 16, 21 bis 25, 32 bis 38) mit auf einer der freien Wände des ersten Gehäuseteiles vorgesehenen, von außen zugänglichen Bedienungselementen (17, 21, 39) verbunden sind.
  2. 2. Schutzgehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gehäuseteile (2, 3) durch auf die Wand des einen Gehäuseteiles (3) stumpfgeschweißten Schraubbolzen (4) miteinander verbunden sind.
  3. 3. Schutzgehäuse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Druckgasanlage eine auswechselbare Gasflasche (5), ein Rückschlagventil (6), einen Druckminderer (7), ein Sicherheitsventil (8), mindestens einen Druckwächter (9, 10), einen Spülgasanschluß (12) und die zugehörigen Verbindungsleitungen (13) umfaßt.
  4. 4· Schutzgehäuse nach Anspruch 1 oder 3» dadurch gekennzeichnet , daß die elektrisch-mechanischen Kupplungen für die Betätigung der Schalt-
    909835/0287 ORIGINAL INSPECTED
    28Q8Ü46 - 2 - VPA 78 P 3 O 3 3 BRD
    glieder des Meßgerätes (1) aus einem im ersten Gehäuseteil (3) angeordneten Reed-Schalter (15) und einen auf der Außenseite einer Grundplatte (18) des ersten Gehäuseteiles mittels eines Handgriffes (17) verschiebbaren Dauermagneten (16) bestehen.
  5. 5· Schutzgehäuse nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Achsen von drehbaren Einstellgliedern des Meßgerätes (1) über je ein Anschlußstück (32) und ein flexibles isolierendes Verbindungsglied (33) mit je einer magnetischen Zentraldrehkupplung (34 bis 39) verbunden sind.
  6. 6. Schutzgehäuse nach Anspruch 5, dadurch
    gekennzeichnet, daß die Zentraldrehkupplungen (34 bis 39) druckdicht in die Wand (18) des ersten Gehäuseteiles (3) eingesetzt sind.
  7. 7. Schutzgehäuse nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Wand (27) des Meßgerätes (1) herausgeführten Achsen (22) von drehbaren Einstellgliedern mittels je einer ausrückbaren mechanischen Kupplung (23, 24) mit der durch die Wand (18) des ersten Gehäuseteiles (1) geführten Achse (25) je eines Drehknopfes (21) verbunden sind.
  8. 8. Schutzgehäuse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , daß die Achse (25) des Drehknopfes (21) in einer an der Gehäusewand (18) befestigten Druckplatte (30) geführt und mittels eines O-Ringes (29) und einer diesen an die Druckplatte und die Achse andrückenden Spannscheibe (31) abgedichtet ist.
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    - 3 - VPA Ji ψ 3 0 3 3 9· Schutzgeiiäuse nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet 9 daß ein Lichtleiter (45) von einer Lichtquelle (42) oder die Lichtquelle selbst, die in Abhängigkeit von der Stellung eines Schalters des Druckwächters (9, 10) die Betriebsbereitschaft anzeigt, an ein die Ablesung des Meßgerätes (1) ermöglichendes Sichtfenster (46) herangeführt ist.
    909835/0287
DE2808046A 1978-02-24 1978-02-24 Schlagwetter- und explosionssicheres Gehäuse zur Aufnahme eines Meßgerätes Expired DE2808046C2 (de)

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