DE280629C - - Google Patents

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DE280629C
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torpedo
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08GTRAFFIC CONTROL SYSTEMS
    • G08G3/00Traffic control systems for marine craft
    • G08G3/02Anti-collision systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Remote Sensing (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Load-Engaging Elements For Cranes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■ - JVi 280629 KLASSE 74 h. GRUPPE
BRUNO THIEME in BERLIN.
zwei Vorrichtungen in verschiedenem Grade beeinflussen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Oktober 1913 ab.
Das magnetische Kraftfeld der Erde wird in seiner Gleichmäßigkeit durch in ihm befindliche eiserne Körper gestört, so daß der Gedanke naheliegt, diese Veränderung des Erdfeldes auf Induktionsspulen wirken zu lassen, die mit einem Galvanometer verbunden sind. Ein für derartige maritime Zwecke, geeignetes Galvanometer darf nicht auf jede kleine Störung ansprechen, muß aber eine
ίο länger andauernde Störung sicher anzeigen. Außerdem muß es möglichst zum Gebrauch auf Schiffen, bei größter elektrischer Empfindlichkeit, geeignet sein.
Ein derartiges Galvanometer ist im »Archiv für Elektrotechnik« 1912, S. 309 bis 314, beschrieben.
Bei dem vorliegenden Verfahren für maritime Zwecke läßt man in bekannter Weise zwei in senkrecht zueinander stehenden Spulen induzierte Ströme je nach der Stellung der Spulen zu ihrer Erregerquelle zwei Vorrichtungen, z. B. Galvanometer, in verschiedenem Grade beeinflussen. Die Ausschläge der Galvanometer ergeben eine Resultante, deren Richtung auf den Ort der Störung weist. Nach der Erfindung erfolgt die Erregung jener beiden induzierten Ströme lediglich durch die Annäherung schwimmender oder unter Wasser befindlicher, eiserner oder Eisen enthaltender Körper an die Spulen.
Die Reichweite der magnetischen Störung wird dadurch vergrößert, daß in dem Falle, wo die Spulen die Anwesenheit größerer eiserner Schiffe anzeigen sollen, auch die Wirksamkeit' der auf diesen vorhandenen elektrisehen Maschinen in Frage kommt.
Das vorliegende Verfahren kommt in erster Linie für die Hafenverteidigung in Betracht, wo derartige Spulen weit draußen auf der Rhede unter Wasser verankert werden und das Nahen von Unterseebooten usw. verraten sollen. Die Spulen sind durch Kabel mit dem Lande verbunden, wo das Galvanometer (Relais) steht. Zwei auf jeder Seite der Hafeneinfahrt befindliche Spulen zeigen durch die verschiedene Größe des Ausschlages bei sonst gleichen Spulenabmessungen die ungefähre Richtung des nahenden Schiffes an.
Ferner können derartige Spulen zur Auffindung gesunkener Schiffe sowie von verlorenen Torpedos dienen. In letzterem Fall wird ein mit nicht zu kleinen Spulen versehenes Boot ausgesendet. Der Torpedo enthält an Stelle seiner kriegsmäßigen Ladung zweckmäßig eine Batterie und einen Elektromagneten, der in Betrieb gesetzt wird, sobald der Torpedo versinkt. Dadurch wird das Auffinden des Torpedos wesentlich erleichtert. In der Nähe des Torpedos ist dann die Stelle schon durch die aufgestiegenen Ölflecke zu erkennen. Falls die Spule unter Wasser gezogen ■wird, erhält sie zweckmäßig eine Vorrichtung, welche ein Schlingern verhindert, damit nicht durch das Erdfeld Ausschläge hervorgerufen werden.
Auch Taucher werden die Spulen zum Auffinden von den im Schlamm vergrabenen eisernen Teilen (Ankern) verwenden können.
Ferner kann ein abgeschossener Torpedo
mit einer .derartigen Vorrichtung ausgestattet werden, die in der Nähe des Zieles durch die von letzterem ausgehenden, magnetischen Kräfte eine Zielsteuerung über Hilfsrelais bewirkt.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Verfahren für maritime Zwecke, bei dem zwei in senkrecht zueinander stehenden Spulen induzierte Ströme je nach der Stellung der Spulen zu ihrer Erregerquelle zwei Vorrichtungen in verschiedenem Grade beeinflussen, dadurch gekennzeichnet, daß die Erregung jener beiden induzierten Ströme lediglich durch die Annäherung schwimmender oder unter Wasser befindlicher eiserner oder Eisen enthaltender Körper an die Spulen erfolgt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1058648B (de) * 1939-03-13 1959-06-04 Phil Alexander Gibsone Derzeit Verfahren zum Aufsuchen oder Anpeilen ferromagnetischer Koerper oder zum Steuern von Gegenstaenden in Richtung auf ferromagnetische Koerper

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1058648B (de) * 1939-03-13 1959-06-04 Phil Alexander Gibsone Derzeit Verfahren zum Aufsuchen oder Anpeilen ferromagnetischer Koerper oder zum Steuern von Gegenstaenden in Richtung auf ferromagnetische Koerper

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