DE2806123C2 - Umschalteinrichtung mit einem Verzweigungsstück zwischen zwei gaschromatographischen Trennsäulen - Google Patents
Umschalteinrichtung mit einem Verzweigungsstück zwischen zwei gaschromatographischen TrennsäulenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht, sich auf eine Einrichtung zur
Umschaltung der Strömungsrichtung in einem im Hauptstrcmungsweg zwischen zwei gaschromatographischen
Trennsäulen angeordneten Verzweigungs-
stück mit einer ersten, der ersten Trennsäule benachbarten Anschlußstelle zum Anschluß eines ers'en Hilfsströmungswegs,
mit einer zweiten, der zweiten Trennsäule benachbarten Anschlußstelle zum Anschluß eines zweiten
Hilisströmungswegs, wobei die Hilfsströmungswege
aus der Trägergasquelle gespeist werden und mit Mitteln zur Einstellung des in ihnen herrschenden Druckes
zur Erzeugung von Druckgefällen wechselnder Wirkungsrichtung im Verzweigungsstück versehen sind.
Derartige Einrichtungen werden zwischen gaschromatographischen Trennsäulen mit verschiedenen Eigenschaften eingesetzt, um nach der mit »Cutting« bezeichneten Methode Probenkomponenten, die aus der ersten Trennsäule austreten, den Eintritt in die zweite Trennsäule zu versperren oder freizugeben. Die dazu notwendige Umschaltung der Strömungsrichtung wird ventillos durch Erzeugung von Druckgefällen wechselnder Richtung mit Hilfe von Druckänderungen in den Hilfsströmungswegen bewirkt (Journal of Chromatographie 112,1975, Seite 208 und DE-OS 18 11 860).
Derartige Einrichtungen werden zwischen gaschromatographischen Trennsäulen mit verschiedenen Eigenschaften eingesetzt, um nach der mit »Cutting« bezeichneten Methode Probenkomponenten, die aus der ersten Trennsäule austreten, den Eintritt in die zweite Trennsäule zu versperren oder freizugeben. Die dazu notwendige Umschaltung der Strömungsrichtung wird ventillos durch Erzeugung von Druckgefällen wechselnder Richtung mit Hilfe von Druckänderungen in den Hilfsströmungswegen bewirkt (Journal of Chromatographie 112,1975, Seite 208 und DE-OS 18 11 860).
Dazu ist das Verzweigungsstück im Hauptströmungsweg zwischen den zwei gaschromatographischen
Trennsäulen mit Anschlußstellen für die Steuerung der Druckverhältnisse versehen. An der der zweiten Trennsäule
benachbarten zweiten Anschlußstelle wird über einen Druckregler ein vorbestimmter Druck eingestellt,
die andere Anschlußstelle ist über ein Nadelventil in Reihe mit einem Absperrventil in einen druckfreien
Raum (Atmosphäre) geführt. Bei geschlossenem Absperrventil bleibt die Strömung zwischen den beiden
Trennsäulen unbeeinflußt. Wird das Absperrventil geöffnet, so geht bei richtiger Einstellung des Nadelventils
der Druck an der betreffenden Anschlußstelle zurück, und durch den vom Druckregler aufrechterhaltenen
Druck an der anderen Anschlußstelle ergibt sich eine Rückströmung, so daß der Verbindungsweg abgesperrt
wird und keine Probenkomponenten in die zweite Trennsäule gelangen.
Bei den bekannten Anordnungen kommen die Ventile in den Hilfsströmungswegen auch mit dem Proben-
M strom in Berührung, so daß sich hier hochsiedende Probenkomponenten
absetzen und die Ventile unbrauchbar machen können. Um dies zu verhindern, müssen Abscheidefilter
in den betreffenden Leitungen vorgesehen
werden. Nachteilig ist dabei, daß in den Gaswegen mit Filtern und Absperrventilen infolge ihres relativ großen
Volumens bei der Umschaltung Auffüllvorgänge stattfinden, die zur Verzögerung der Schaltwiikung führen.
Die beim Schließen der Absperrventile auftretenden Druckstöße können ebenfalls zu Störungen führen.
Es wird daher eine Lösung angestrebt, bei der die
Ventile in den Hilfsströmungswegen nicht mit dem Probenstrom in Berührung kommen und bei welcher Auffüllvorgänge
und Druckstöße während des Umschaltvorgangs vermieden werden, so daß die Wirkung der
Umschaltung sofort einsetzt Es besteht außerdem der Wunsch, den Zeitpunkt der Umschaltung möglichst genau
zu bestimmen, um eine interessierende Peakgruppe in der zweiten Trennsäule aufzutrennen. Bisher war es
hierzu erforderlich, die Umschaltzeitpunkte nach der Auswertung der am Ausgang der zweiten Trennsäule
erscheinenden Chromatogramme nach mehrfachen Dosierungen durch Probieren zu ermitteln. Da die Laufzeiten
der Komponenten auf den beiden in Reihe geschalteten Säulen im allgemeinen verschieden sind, ist die
Abschätzung der Zeitpunkte für die Umschaltung sehr erschwert.
Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, löst diese Aufgaben.
Alle Mittel zur wechselnden Einstellung des Drucks in den Hilfsströmungswegen sind in deren Zweigen zwischen
Trägergasquelle und Anschlußstellen im Verzweigungsstück angeordnet. Die Hilfsströmungswege werden
ständig von Trägergas durchströmt, wobei die Hi'fsströmung jeweils größer ist als die aus der ersten Trennsäule
austretende Hauptströmung mit den Probensubstanzen, mit denen die Ventile auf diese Weise nicht in
Berührung kommen. Infolge der ständig aufrechterhaltenen Strömung in den für sich selbständigen Hilfsströmungswegen
finden auch keine Auffüllvorgänge beim Umschalten statt, Druckstöße treten nicht auf.
Ist durch entsprechende Einstellung der Druckverhältnisse
in den Hilfsströmungswegen in dem Hauptströmungsweg im Verzweigungsstück ein Druckgefälle
in Richtung auf die zweite Trennsäule vorhanden, so fließt die Hauptströmung unbeeinflußt von der ersten
zur zweiten Trennsäule. Nach Umschaltung des Druckgefälles in Gegenrichtung wird der aus der ersten
Trennsäule austretende Teil der Hauptströrnung zusammen mit der von der zweiten Anschlußstelle her zurückströmenden
Gasmenge über die erste Anschlußstelle in den ersten Hilfsströmungsweg und zu dem gaschromatographischen
Detektor geführt, während die zweite Trennsäule über den zweiten Hilfsströmungsweg
mit Trägergas beströmt wird.
Da der gesamte Probenstrom in dieser Schaltstellung vollständig über den im ersten Hilfsströmungsweg liegenden
Detektor geführt wird, können die aus der ersten Trennsäule austretenden Komponenten bis zur
Umschaltung auf beide Trennsäulen verzögerungsfrei beobachtet werden. Für die Festlegung der Umschaltzeitpunkte
(Schnittstellen) sind daher maximal zwei Probendosierungen erforderlich: nach der ersten Dosierung
werden die Umschaltzeitpunkte anhand des an diesem Detektor beobachteten Peakdiagramms festgelegt,
bei der /weilen Dosierung wird nach dieser Festlegung umgeschaltet und neben dem Chromatogramm aus einem
der /weiten Trennsäule nachgeschalteten Detektor nochmals das Chromatogramm des Detektors im ersten
Hilfsströmungsweg aufgenommen. Beim Vergleich der Chromatogramme dor beiden Detektoren kann dann
unmittelbar kontrolliert werden, ob die Komponenten, die vom zweiten Detektor registriert wurden, im Diagramm
des Detektors im Hilfsströmungsweg fehlen.
Es ist natürlich auch möglich, hinter der Umschalteinrichtung anstelle einer zweiten Trennsäule mehrere
Säulen über eine ventillos steuerbare Verzweigung parallel zu schalten. Bei der zweiten Dosierung können
dann entsprechend der zu lösenden Trennaufgabe bestimmte Stoffgruppen zur weiteren Auiirennung in die
eine oder die andere Säule überführt werden. Die Umschalteinrichtung läßt sich sowohl bei gepackten
Trennsäulen wie auch bei Kapillarsäulen anwenden. Besondere Vorteile ergeben sich bei Kapillarsäulen, da
hier infolge des geringen Säulenvolumens keine verzögernd wirkenden Auffüllvorgänge auftreten. Daher
können Umschaltzeiten von 0,1 see und weniger erreicht werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 die prinzipielle Anordnung der verschiedenen Teile der Umschalteinrichtung,
F i g. 2 eine andere, insbesondere für die Verwendung mit Kapillarsäulen geeignete Ausführungsform,
Fig.3A bis 3D mit Hilfe der Umschalteinrichtung erzielte Chromatogramme.
Nach Fig. 1 sind zwei gaschromatographische Trennsäulen Sl und S 2 über das im Hauptströmungsweg
angeordnete Verzweigungsstück 13 hintereinandergeschaltet Über einen Vordruckregler R 1 und eine
Dosierstelle DS wird aus einer Trägergasquelle TOTrägergas
in die erste Trennsäule S1 eingespeist. Zwei für sich selbständige Hilfsströmungswege Hi und H 2 mit
den Zweigstücken 8,6 und 9, 7 werden über die Druckregler R 2 und R 3 ebenfalls aus der Trägergasquelle TG
gespeist und sind über Kapillaren 1 und 2 mit dem Hauptströmungsweg in den Anschlußstellen A 1 und
A 2 des Verzweigungsstücks 13 verbunden. Zwischen dem Ausgang des Druckreglers R 2 und dem Kapillaranschluß
an die Anschlußstelle A 1 sind im ersten Hilfsströmungsweg H1 ein Absperrventil MV und ein diesem
parallelgeschaltetes Nadelventil N1 angeordnet. In
dem von der ersten Anschlußstelle A 1 abgehenden Zweigstück 6 des Hilfsströmungswegs HX folgtauf eine
feste Strömungsdrossel K \ ein gaschromatographischer Detektor D 2. Die Strömungsdrossel Ki ist so
bemessen, daß die hier fließende Hilfsströmung größer ist als die aus der ersten Trennsäule austretende Hauptströmung.
Der zweite Hilfsströmungsweg H 2 mündet über eine, in seinem von der Anschlußstelle A 2 abgehenden
Zweigstück 7 angeordneten festen Strömungsdrossel K 2 in einen druckfreien Raum (Atmosphäre). Die Einstellung
der Drücke in den Zweigstücken 8 und 9 der Hilfsströmungswege H i und H 2 erfolgt über die Sollwert-Einstellung
der Druckregler R 2 und R 3 bzw. über das Nadelventil N i. Zweckmäßig wird hierzu ein Differenzdruckmesser
DR zwischen die Zweigstücke 8 und 9 geschaltet. Der Druckregler R 3 wird so eingestellt, daß
sein Ausgangsdruck größer ist als der Druck, der sich bei direkter Reihenschaltung der Trennsäulen 51 und
52 und bei Versorgung beider Säulen ausschließlich über den der Säule 1 vorgeschalteten Druckregler R 1
im Hauptströmungsweg einstellen würde. Der Ausgangsdruck des Druckreglers R 2 wird etwas höher eingestellt
und das Nadelventil N 1 so abgeglichen, daß bei geöffnetem Absperrventil MVdas Druckgefälle im Verzweigungsstück
13 zwischen den Anschlußstellen A 1 und A 2 in Richtung von Trennsäule 1 nach Trennsäule 2
wirkt. In dieser Schaltstellung wird der Detektor D 2 im
ersten Hilfsströmungsweg Hi ausschließlich von Trägergas
beströmt, d. h., es treten keine Probenkomponenten über die Kapillare t in den Hilfsströmungsweg
HX ein, da infolge der angegebenen Druckeinstellung
eine kleine Menge Trägergas aus dem ersten Hilfsströmungsweg H 1 über die Kapillare 1 in den Hauptströmungsweg
eingespeist wird. Zur Umkehrung des Druckgefälles wird lediglich das Absperrventil MV geschlossen.
Das Druckgefälle verläuft nunmehr in Richtung von Anschlußstelle A 2 nach Anschlußstelle A 1.
Die Trennsäule 52 wird über die Kapillare 2 und den Anschluß A 2 aus dem zweiten Hilfsströmungsweg H 2
mit Trägergas versorgt. Es bildet sich im Hauptströmungsweg eine geringe Trägergasrückströmung aus,
die zusammen mit dem aus der Trennsäule 51 austretenden Gasstrom mit den aufgetrennten Probenkomponenten
über die Kapillare 1 in das abgehende Zweigstück 6 des Hilfsströmungswegs H 1 eintritt und über
die Strömungsdrossel K 1 in den Detektor D 2 gelangt. Anhand des im Detektor D 2 erstellten Chromatogramms
kann bei Auftreten der gesuchten Komponenten die Umschaltung auf die zweite Trennsäule 52 unmittelbar
durch Betätigen des Absperrventils MV vorgenommen werden. Der Probenstrom mit der besonders
interessierenden Komponentengruppe tritt dann in die zweite Trennsäule 52 ein und wird danach mit dem
chromatographischen Detektor D1 beobachtet, während der Detektor D 2 im ersten Hilfsströmungsweg
H1 weiter mit Trägergas versorgt wird, so daß er bei der nächsten Umschaltung sofort betriebsbereit ist.
Die Druckumschaltung in den Hilfsströmungswegen kann auch unter Verzicht auf die Ventile MV und JVl
lediglich durch Verstellen des Sollwerts des Reglers R 2 auf einen höheren bzw. niedrigeren Wert als den am
Regler R 3 eingestellten vorgenommen werden.
in F i g. 2 ist eine Umschalteinrichtung mit einem Verzweigungsstück
13 angegeben, die besonders zur Verwendung mit Kapillarsäulen geeignet ist.
In die axiale Mittelbohrung des Verzweigungsstücks 13 ist von der einen Seite her das Endstück 3 der Trennsäule
51, von der anderen Seite her das Anfangsstück 4 der Trennsäule 52 eingeführt und mittels Dichtungen
11,12 abgedichtet.
Der Hauptströmungsweg zwischen den Trennsäulen 51 und 52 verläuft durch eine abgedichtet im Verzweigungsstück
13 geführte Verbindungskapillare 5, die mit ihren Enden auf einer Strecke von etwa dem Zehn- bis
Dreißigfachen des Kapillardurchmessers in das Endstück 3 der Trennsäule 51 bzw. in das Anfangsstück 4
der Trennsäule 52 hineinragt. Das Endstück 3 der Trennsäule 5 1 mündet in einen, die Verbindungskapillare
5 umfassenden Raum 14 im Verzeigungsstück 13, in welchen auch die Zweigstücke 8 und 6 des ersten Hilfsströmungswegs
H1 münden und der die Anschlußstelle A 1 bildet Entsprechend ist der Raum 15 mit den Einmündungen
von Anfangsstück 4 der Kapillarsäule 2 und den Zweigstücken 7 und 9 des zweiten Hilfsströmungswegs
H 2 als Anschlußstelle A 2 anzusehen. Die Kapillaren 1 und 2, mit denen die Anschlußstellen A 1 und A 2
mit den Hilfsströmungswegen Hi und H 2 verbunden
sind, werden hier durch die Ringspalte gebildet, die zwischen
den Innenwänden der End- bzw. Anfangsstücke 3, 4 und den eingeschobenen Teilen der Verbindungskapillare
5 entstanden sind.
Das von dem Raum 14 abgehende Zweigstück 6 des ersten Hilfsströmungswegs H1 führt, wie im vorhergehenden
Ausführungsbeispiel, über die feste Strömungsdrossel K 1 zu einem gaschromatographischen Detektor
Dl, das vom Raum 15 abgehende Zweigstück 7 des
zweiten Hilfsströmungswegs H 2 über die feste Drossel K 2 entweder in einen druckfreien Raum, oder wie in
der Figur gezeigt, über eine Leitung 10 zum Eingang des der Kapillarsäule 52 nachgeschalteten Detektors D 1.
Die Speisung der Hilfsströmungswegc //I und H2
aus der Trägergasquclle TC erfolgt gemeinsam über den Druckregler R 2, auf den im ersten Hilfsstmmungsweg
H 1 das Abschaltventil MVund das diesem parallclgeschaltete
Nadelventil /Vl, im zweiten Hilfsströmungsweg H 2 das Nadelventil N 2 folgen.
Das Nadelventil N 1 wird so eingestellt, daß es einen größeren Strömungswiderstand besitzt als das Nadelventil
N 2. Bei dieser Schaltung ist der Druck hinter dem Nadelventil Λ/2 zwar vom Durchfluß in diesem Zweig
des zweiten Hilfsströmungswegs H 2 abhängig, die Schwankungen sind aber wegen der kleinen Strömungsmengen
in den Kapillarsäulen so gering, daß sie praktisch vernachlässigbar sind.
Da die Gasdurchflüsse in beiden Hilfsströmungswegen groß sind im Verhältnis zum Durchfluß im Hauptströmungsweg,
bleiben die Druckabfälle über die Nadelventile und damit die Strömungen in den Hilfsströmungswegen
beim Umschalten praktisch konstant.
Die Einstellung der Druckverhältnisse in den Hilfsströmungswegen H 1 und H2 wird bevorzugt mit Hilfe
eines Differenzdruckmessers DR in der Weise vorgenommen, daß zunächst der Druck im Druckregler /?2
auf einen Wert eingestellt wird, der über dem Druckwert liegt, der sich bei Reihenschaltung der Trennsäulen
51 und 52 unter der Wirkung des Druckreglers R 1
einstellen würde. Dann wird das Absperrventil MV geöffnet und mit Hilfe des Nadelventils N 2 der Differenzdruck
am Differenzdruckmesser so eingestellt, daß der Druck im Zweigstück 8 des ersten Hilfsströmungswegs
Hi höher liegt als im Zweigstück 9 des zweiten Hilfsströmungswegs.
Das Absperrventil MV wird dann geschlossen und das Nadelventil /V1 so abgeglichen, daß
der Druck am Differenzdruckmesser in umgekehrter Richtung wirkt, d. h. im Zweigstück 8 herrscht ein niedrigerer
Druck als im Zweigstück 9.
In den Fig. 3A bis 3D ist anhand eines Analysenbeispiels
die Wirkungsweise der Umschalteinrichtung erläutert. Der Startzeitpunkt der Analyse ist jeweils am
rechten Ende der Basislinie der Chromatogramme mit einem Pfeil markiert.
F i g. 3A zeigt ein Chromatogramm, wie es von dem auf die zweite Trennsäule 52 folgenden Detektor D 1
ohne Anwendung der Umschalteinrichtung aufgezeichnet wird. Es interessieren die den auf dem Tailing der
Hauptkomponente a aufsitzenden Peaks b, c, dentsprechenden
Komponenten, z. B. Verunreinigungen der Hauptkomponente. F i g. 3B zeigt das Chromatogramm
der gleichen Analyse, wie es bei Sperrung des Haupt-Strömungswegs zwischen der ersten und der zweiten
Trennsäule von dem im Hilfsströmungsweg H1 liegenden
Detektor D 2 aufgezeichnet wird. Anhand dieses Chromatogramms können die beim nächsten Probendurchlauf
anzuwendenden Schnittzeiten ti +JiI;
ti + At2;t3 + At 3 unmittelbar bestimmt werden.
Das ermöglicht wiederum die zeitgenaue Betätigung der Umschalteinrichtung zu Beginn und Ende des jeweiligen
Peaks b, cund d.
F i g. 3C zeigt ein mit dem der zweiten Trennsäule 5 2 nachgeschalteten Detektor D1 aufgenommenes Chromatogramm mit den Peaks b, c und d, die jetzt höher verstärkt werden können, in diesem Beispiel achtfach, und den davon jeweils abgetrennten Teil der Haupt-
F i g. 3C zeigt ein mit dem der zweiten Trennsäule 5 2 nachgeschalteten Detektor D1 aufgenommenes Chromatogramm mit den Peaks b, c und d, die jetzt höher verstärkt werden können, in diesem Beispiel achtfach, und den davon jeweils abgetrennten Teil der Haupt-
komponente a.
Fig. 3D zeigt ein gleichzeitig mit dem Detektor D2
im ersten Hilfsströmungsweg aufgenommenes Chromatogramm, in welchem die Peaks b, cund deinschließlich
des entsprechenden Anteils der Hauptkomponente a
nicht mehr erscheinen.
im ersten Hilfsströmungsweg aufgenommenes Chromatogramm, in welchem die Peaks b, cund deinschließlich
des entsprechenden Anteils der Hauptkomponente a
nicht mehr erscheinen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
10
15
20
25
30
40
55
60
65
45 Γ?
Claims (5)
1. Einrichtung zur Umschaltung der Strömungsrichtung in einem im Hauptströmungsweg zwischen
zwei gaschromatographischen Trennsäulen angeordneten Verzweigungsstück mit einer ersten, der
ersten Trennsäule benachbarten Anschlußstelle zum Anschluß eines ersten Hilfsströmungswegs, mit einer
zweiten, der zweiten Trennsäule benachbarten Anschlußstelle zum Anschluß eines zweiten Hilfsströmungswegs,
wobei die Hilfsströmungswege aus der Trägergasquelle gespeist werden und mit Mitteln
zur Einstellung des in ihnen herrschenden Drukkes zur Erzeugung von Druckgefällen wechselnder
Wirkungsrichtung im Verzweigungsstück versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß alle
Mittel zur wechselweisen Einstellung des Drucks in den Hilfsströmungswegen (HX, H 2) ausschließlich
in deren Zweigen (8, 9) zwischen TrägergasqueJle (TC) und Anschlußstellen (A 1, A 2) angeordnet sind
und daß der von der ersten Anschlußstelle (A X) abgehende Zweig (6) des ersten Hilfsströmungswegs
(HX) über eine feste Strömungsdrossel (KX) an einen
gaschromatographischen Detektor (D 2) angeschlossen ist, wobei die feste Strömungsdrossel (K X)
so bemessen ist, daß die hier fließende Hilfsströmung größer ist als die aus der ersten Trennsäule
(S X) austretende Hauptströmung
und daß der von der zweiten Anschlußstelle (A 2) abgehende Zweig (7) des zweiten Hilfsströmungswegs
(H2) über eine feste Strömungsdrossel (K 2) in
einen druckfreien Raum mündet
und daß die Hiifsströmungswege (H X, H2) von dem Trägergas ständig durchströmt werden
und daß die Hilfsströmungswege (HX, H2) jeweils über eine Kapillare (1,2) an die Anschlußstellen (A 1, A 2) des im Hauptströmungrweg liegenden Verzweigungsstücks (13) angeschlossen sind.
und daß die Hiifsströmungswege (H X, H2) von dem Trägergas ständig durchströmt werden
und daß die Hilfsströmungswege (HX, H2) jeweils über eine Kapillare (1,2) an die Anschlußstellen (A 1, A 2) des im Hauptströmungrweg liegenden Verzweigungsstücks (13) angeschlossen sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung des Trägergases zu den
Hilfsströmungswegen (H 1, H 2) über einen einzigen Druckregler (R 2) geschieht, auf welchen im ersten
Hilfsströmungsweg (HX) ein Absperrventil (MV) und ein diesem parallelgeschaltetes Nadelventil
(NX) und im zweiten Hilfsströmungsweg (H2) ein
Nadelventil (N 2) folgen und daß die Nadelventile (NX, Λ/2) so eingestellt sind, daß der Druckabfall
über das Nadelventil (N 2) im zweiten Hilfsströmungsweg (H 2) geringer ist als der über das Nadelventil
(N X) im ersten Hilfsströmungsweg (H X).
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden Hilfsströmungswege
(HX, H 2) über je einen Druckregler (R 2, /?3) mit
Trägergas gespeist ist und daß die Erzeugung der wechselnden Druckgefälle im Hauptströmungsweg
über die Sollwertverstellung der Druckregler (R 2, R 3) geschieht.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder der Hilfsströmungswege (HX, H 2) über je einen Druckregler (R 2, R 3) mi t Trägergas
gespeist ist und daß dem Druckregler (R 2) im ersten Hilfsströmungsweg (H \) ein Absperrventil
(MV) mit einstellbarem Nadelventil (M 1) als Bypaß nachgeschaltet ist, derart, daß die Umkehr des
Druckgefälles im Hauptströmungsweg durch öffnen oder Schließen des Absperrventils (MV) geschieht.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
zeichnet, daß die Hilfsströmungswege (Hi, H2)
über im Hauptströmungsweg liegende Räume (14, 15) in dem Verzweigungsstück (13) als Anschlußstel
!en (A 1, A 2) ein- und austreten und daß die zu verbindenden Trennsäulen (S 1, S 2) mit ihren End- bzw.
Anfangsstücken (3, 4) innerhalb des Verzweigungsstücks (13) jeweils bis zu dem Raum (14, 15) der
betreffenden Anschlußstelle (A 1, A 2) führen und eine in der Mitte gegen das Verzweigungsstück (13)
abgedichtete Verbindungskapillare (5) mit ihren beiden Enden auf einer Länge vom Zehn- bis Dreißigfachen
des Kapillardurchmessers in das Endstück (3) bzw. das Anfangsstück (4), Ringspalte bildend, eingeführt
ist und die Ringspalte als die Kapillaren (1, 2) zwischen den Anschlußstellen (A X, A 2) und den
Hilfsströmungswegen (H 1, H2) wirken.
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|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|
| DE19782806123 DE2806123C2 (de) | 1978-02-14 | 1978-02-14 | Umschalteinrichtung mit einem Verzweigungsstück zwischen zwei gaschromatographischen Trennsäulen |
Publications (2)
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| DE2806123C2 true DE2806123C2 (de) | 1985-02-21 |
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| EP (1) | EP0003617B1 (de) |
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|---|---|---|---|---|
| DE19843942C1 (de) * | 1998-09-24 | 2000-03-16 | Siemens Ag | Gasdurchfluß-Umschalteinrichtung |
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