DE27905C - Neuerung an Apparaten, welche den Aufenthalt in raucherfüllten Räumen ermöglichen sollen - Google Patents

Neuerung an Apparaten, welche den Aufenthalt in raucherfüllten Räumen ermöglichen sollen

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DE27905C
DE27905C DENDAT27905D DE27905DA DE27905C DE 27905 C DE27905 C DE 27905C DE NDAT27905 D DENDAT27905 D DE NDAT27905D DE 27905D A DE27905D A DE 27905DA DE 27905 C DE27905 C DE 27905C
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B. LOEB JUN. in Berlin SW., Neuenburgerstrafse 18 a. p
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B18/00Breathing masks or helmets, e.g. affording protection against chemical agents or for use at high altitudes or incorporating a pump or compressor for reducing the inhalation effort

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Respiratory Apparatuses And Protective Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM|]L·
KLASSE 61: Rettungswesen.
Den Gegenstand der. Erfindung bilden Abänderungen an Apparaten, um in mit Rauch und Qualm angefüllten Räumen längere Zeit verweilen zu können.
In seiner Zusammenstellung ist der Apparat mit Hut in
Fig. ι in der Vorderansicht,
Fig. 2 im Längenschnitt,
wie er beim Gebrauch getragen wird, dargestellt.
Fig. 3 ist ein Ventilgehäuse im Längenschnitt,
Fig. 4 die Respirationsröhre mit Schwammkanälen im Längenschnitt,
Fig. 5 ein Schnitt A-B durch den Schwammkanal,
Fig. 6 eine Vorderansicht des Aufstecktheiles des Seitenrespirators,
Fig. 7 ein Längenschnitt C-D der Fig. 6,
Fig. 8 eine Seitenansicht von Fig. 7
in vergröfsertem Mafsstabe.
Das bekannte Loeb'sche Ventilgehäuse, Fig. 3, mit seinen beiden excentnschen Cylindern α und b hat zwei Einathmungsventile c c und zwei Ausathmungsventile d d erhalten, wodurch der Athmungsprocefs erleichtert werden soll. Dicht über der Ventilführung e ist das Gehäuse mit dem vollständig abgeschlossenen Deckel / verschraubt. Die. ausgeathmete Luft kann nun nicht mehr direct durch den Deckel, sondern sie geht unter dem Deckel durch die Wattenlage g, das Sieb h und gelangt durch die dicht unter dem Sieb in der Wandung des Gehäuses angeordneten Löcher i ins Freie. Hierdurch wird erreicht, dafs durch den Fortfall des Aufsatzes dem Träger der Haube eine freiere Aussicht geboten wird; durch die Wattenlage g kann die Rauchluft nicht direct an die Ventile gelangen und durch etwa in der Luft umherfliegende Körpertheilchen die Ventilsitze undicht machen.
Mit dem soeben beschriebenen Ventilgehäuse steht die Respirationsröhre/, Fig. 4, durch das Gewinde k und die abdichtende Lederscheibe / in Verbindung. Concentrisch in ihrer ganzen Länge der Respirationsröhre ist ein Blechcylinder m angeordnet, welcher oben und unten durch die Platten η und ο mit der Respirationsröhre p abgeschlossen ist.
Hierdurch wird der hohle Raum q gebildet, welcher mit einem schlechten Wärmeleitungsmaterial ausgefüllt ist, um die Einwirkung der durch den Verbrennungsprocefs in Rauchräumen entstehenden warmen bezw. heifsen Luft völlig abzuhalten. Die Füllung zur Reinigung der Luft und Absorption der Gase wird in dem Cylinder m über einander geschichtet, Fig. 4, und durch das Sieb s, welches im ungelötheten Gewinde r eingeschraubt ist, am Herunterfallen gehindert. Der am Siebe angebrachte Bügel t dient zum leichten Ausschrauben des Siebes.
Den Verschlufs der beschriebenen Respirationsröhre bildet der angeschraubte Schwammbehälter, dessen Querschnitt A-B in Fig.' 4 und 5 veranschaulicht ist. Derselbe besteht aus dem cylindrischen Theile u mit doppelter Wandung, zwischen welcher sich ebenfalls schlechtes Wärmeleitungsmaterial befindet, und dem Verschlufsdeckel v, der in der Mitte eine Oeffhung w zum Ansaugen der Luft hat. Im Theil u, Fig. 4, ist unterhalb der Respirationsröhre das Sieb a' angebracht, an welchem die Siebcylinder χ y z, wie in Fig. 4 und 5 angedeutet, sitzen. Durch
diese Anordnung der Siebcylinder werden die getrennten Räume b' c' gebildet, Fig. 4 und 5, welche zur Aufnahme von angefeuchtetem Schwamm dienen, während die freien Räume ζ ζ d' Kanäle für den Durchgang der Luft bilden. Die durchgeholte Luft prefst sich an den Wandungen der nassen Schwämme in die Höhe und tritt durch das Sieb α' in den Sammelkanal e'.
Im Falle durch langen Aufenthalt in stark mit Rauch und Qualm erfüllten Räumen die Füllung der Hauptrespirationsröhre, Fig. 4, absorbirt sein sollte, sind die Seitenrespirationsröhren /', Fig. ι und 2, zum Ein- und Ausathmen angeordnet. Die Athmung erfolgt, indem man den Mund an die nach innen mündende Röhre anlegt. Die Respirationsröhren haben dieselbe Einrichtung der doppelten Wandung wie die Röhre Fig. 4; die damit durch Aufschrauben oder Aufstecken in Verbindung zu bringenden Schwammkanäle sind in den Fig. 6, 7 und 8 dargestellt. Die Anordnung der Schwammbehälter ist dieselbe wie bei dem Verschlufsstück u, Fig. 4 und 5, nur fallen hier die Röhrchen ζ fort, und der Sammelkanal g', Fig. 7, ist durch die Siebe h' und V begrenzt, von denen das an die Seitenrespirationsröhre angeschraubte Sieb i' den Zweck hat, die Füllung im Respirator k' aufzuhalten, ähnlich wie in Fig. 4.
Für den Hut, der aus feuersicherem Material gefertigt ist, sei noch bemerkt, dafs es von Vortheil sein dürfte, denselben, wie in den Fig. ι und 2 in punktirten Linien angedeutet, spitz zu machen, damit Aschen- oder andere herumfliegende Theilchen nicht auf dem Deckel liegen bleiben, sondern gezwungen werden, herunterzurollen.
Soll der Apparat zur Function gelangen, so wird er dem sich in den Rauchraum Begebenden in der Weise aufgesetzt, wie Fig. 1 und 2 veranschaulichen; durch die elastischen Querbänder liegt der Hut nicht am Kopfe an, der verstellbare Riemen Z"", welcher mit dem Leibriemen verbunden ist, fixirt das Gewicht des am vorderen Theile des Hutes angebrachten Respirationsapparates. Durch den Einathmungsprocefs heben sich die unteren Ventile c c, die Luft tritt durch das Luftloch w in den Schwammbehälter und prefst sich durch die freien Räume ζ ζ d' hindurch; indem sie sich dabei anfeuchtet und Kohlensäure absorbirt, gelangt sie so in den Sammelkanal und geht von hier aus durch das Sieb ί in den Respirator, passirt die darin befindliche Füllung und gelangt durch die geöffneten Ventile c in gereinigtem, gekühltem und feuchtem Zustande in den Mund. Beim Ausathmen schliefsen sich die Ventile c, dagegen die bei d werden in die Höhe gedrückt und gestatten der ausgeathmeten Luft unter dem Deckel hin durch die Watte g, das Sieb h und die Löcher i den Austritt. Dasselbe Spiel wiederholt sich bei jedem neuen Athemzuge. Soll der Apparat ohne Hut zur Verwendung kommen, wie z. B. bei der Feuerwehr, welche auf dem Kopfe schon durch den Helm gedeckt ist, so findet die Anordnung statt, wie sie in Fig. 9 und 10 gezeigt ist. Die "innere Einrichtung des Ventilgehäuses m\ des Respirators n' und des Schwammbehälters o' stimmen ganz genau mit denen, wie sie in Fig. 3, 4 und 5 beschrieben sind, überein, nur dafs der ganze Apparat leichter und mit Luftzuführungskanälen für die Nase versehen ist, welche verschiebbar sein können, und aufserdem die Luft durch Schieber abgesperrt werden kann. Am Ventilgehäuse sitzt das Mundstück ql , Fig. 9, 10 und 11. In Fig. ι ο ist der Apparat in vergröfsertem Mafsstabe veranschaulicht. Die Form ist eine schräge und parallel mit der Brustfläche, einmal deshalb, damit der Apparat beim Gebrauch am wenigsten incommodirt, dann aber auch, um eine bequeme Verbindung mit dem angeschnallten Seitenstück r' herzustellen. Die Befestigung vor dem Munde wird mit Gummibändern s' und t', Fig. 9, erreicht, von denen das erstere in den Oesen .«', das letztere in den Oesen v', die am Nasenbügel w' sitzen, befestigt sind, Fig. 9 und 10. Die Verbindung zwischen Apparat und Seitenstück r' wird durch einen Gummischlauch x' hergestellt, welcher über den Zapfen b" des VerschlufsstUckes und den Zapfen von r' geschraubt ist. Der Cylinder ;■' ist fest auf der Platte z', die durch den Riemen c" fest um die Hüften geschnallt wird, um beim Gebrauch des Apparates die nöthige Sicherheit zu erzielen. Am unteren Zapfen von r' ist ein zweiter Schlauch y' angeschraubt, der nach der frischen Luft mündet, ■ durch welchen auch während des Gebrauches des Apparates in Räumen, wo irrespirable Gase durch den Verbrennungsprocefs entwickelt sind, wie z. B. bei Bränden in chemischen Fabriken u. s. w., die frische Luft gesaugt wird.
Zu dem in Fig. 9, 10 und 11 beschriebenen Apparate gehören die in den Fig. 12, 13, 14, 15, 16 und 17 veranschaulichten Mundstücke. Das innere Mundstück1 A", Fig. 15, ist in das Mundstück^", Fig. 15, welches den Mund umgiebt, eingesetzt. Das erstere h" schliefst das Athmungsgehäuse ab, hat eine längliche Oeffnung und ist derart bearbeitet, dafs es bequem durch die Lippen gedeckt werden kann. Nach Anordnung in Fig. 11, 12 und 13 ist eine Signalpfeife mit dem inneren Mundstück in Verbindung gebracht; das Mundstück hat hier zwei Kanäle, wovon Kanal e", Fig. 13, mit der Pfeife, und Kanal d" mit dem Athmungsgehäuse in . Verbindung gebracht ist. Prefst man durch Kanal e" die Luft, so ertönt die Pfeife.
Fig. 14 bis 17 veranschaulichen eine andere Combination der Mundstücke mit der Signalpfeife. Hier ist Fig. 15 die Signalpfeife zum gröfseren Theil aufserhalb des äufseren Mundstückes g", Fig. 15, und zwar bei o" so weit vor, dafs dasselbe beim Pfeifen bequem mit den Lippen gedeckt werden kann. Senkrecht auf der Konuswand ist der Blechmantel k" angelöthet, in welchem die Pfeife i" lagert. Auf dem Blechmantel k" sitzt ein kleinerer Stutzen /" direct über der Pfeifenöffnung r", der durch Scharnier q" mit dem Deckel p" verbunden ist. So lange die Pfeife i nicht zum Gebrauch gelangt, drückt die Feder m" auf den Deckel, damit durch die Pfeifenöffnung r" kein Rauch in das Mundstück des Apparates eindringen kann. Soll sie dagegen in Bewegung gesetzt werden, so wird Deckel p" mit der Feder m" nach oben gedruckt, und damit dies nicht zu weit geschieht, ist das Begrenzungsstück n" angeordnet, dann wird der Pfiff abgegeben, und beim Loslassen drückt die. Feder den Deckel selbsttätig wieder zurück.
In Verbindung mit diesem Apparat mufs zum Schutz für die Augen die in den Fig. 9, 18, 19 und 20 dargestellte Schutzbrille zur Anwendung kommen.
In ihrer Construction besteht dieselbe aus drei neben einander liegenden Nuthen s" t" u", ¥\g. 20, von denen die erste s" zur Aufnahme für das Fenster-" dient, die zweite t" für die Hin- und Herbewegung des Wischerbügels v", Fig. 18, 19 und 20, die dritte dient zum Rechtsoder Linksbewegen der beiden Augenkapseln w", Fig. 18 und 20, um zu ermöglichen, dafs das Augenfenster durch Verschiebung schnell jeder Gesichtsbildung angepafst werden kann. Die Drähte des Bügels v" gehen durch kleine, mit Glycerinwatte ausgefüllte Hülsen x", Fig. 18 und 19, um das schädliche Eindringen des Rauches zu verhindern. Um das Fenster z" reinigen zu können, sitzt dicht hinter demselben der mit Wolle überzogene Wischer y", der so angeordnet ist, dafs er beim Nichtgebrauch in der Mitte zu stehen kommt, ohne das Sehen zu beeinträchtigen, z'" ist ein Griff zum leichteren Hin- und Herbewegen des Fensterwischers.
In Blatt II der Zeichnung ist die weitere Vervollkommung, sowie die Combination verschiedener in den Zeichnungen aufgeführten Constructionstheile zu Apparaten dargestellt, welche zunächst dazu dienen sollen, den Aufräumungsmannschaften an der Brandstelle Schutz zu gewähren.
Die eingehende Beschäftigung und insbesondere die vielen praktischen Versuche zum Zweck der Verbesserung der Rauchhaube haben zur Construction verschiedener Ventilanordnungen, Schwammbehälter u. s. w. geführt. In geeigneter Weise zusammengestellt, bilden solche Theile auch Apparate, die zum Schütze der Athmungsorgane gegen das Einathmen von Staub, heifser Luft, Dämpfe u. s. w. Verwendung finden können. Die Ventilgehäuse, wie Apparate sind nach folgendem Princip, das sich bei den Versuchen am besten bewährt hat, zusammengestellt:
a) Das mit der Mundkapsel in Verbindung stehende Lippenmundstück vermittelt den Athmungsprocefs mit dem Munde; die mit dem Ventilgefäfs in directer Verbindung (also ohne Schlauch bezw. Rohrleitung) stehende elastische Nasenkapsel vermittelt den Athmungsprocefs durch die Nase.
b) Zwischen Nase und Mund und zwischen dem Ventilgehäuse ist jeder überflüssige Raum vermieden, damit die ausgeathmete Kohlensäure entfernt wird und sich nicht mit der einzuathmenden gereinigten Luft vermischen kann.
c) Es sind mehrere Ventile auf die Durchschnittsfläche der Füllungsbehälter vertheilt, um die einzuathmende Luft an verschiedenen Stellen durchzuziehen; dadurch wird der Athmungsprocefs wesentlich erleichtert und die Füllung nicht so rasch absorbirt.
Die eingangs erwähnte weitere Vervollkommnung bezieht sich auf die Seitenrespiratoren der Rauchhaube, die in der Zeichnung in der Vorderansicht in Fig. ι und 6, und im Schnitt C-D, Fig. 7, in abgebrochener Form veranschaulicht sind. Diese Seitenrespiratoren werden durch diese Construction insofern leistungsfähiger gemacht, als sie hier mit einer sogenannten Ventilathmung in Verbindung stehen.
In der Zeichnung stellt dar:
Fig. ι das Ventilgehäuse mit eingesetztem Mundstück, von der inneren Seite der Rauchhaube aus gesehen,
Fig. 2 dieselbe Ansicht mit herausgenommenem Mundstück;
Fig. 3 den Schnitt A-B-C-D der Fig. 4;
Fig. 4 das Ventilgehäuse, von der vorderen Seite der Rauchhaube aus gesehen.
Das Ventilgehäuse besteht in seiner Construction aus folgenden Theilen:
Der Cylinder a geht durch den Vorderraum b der Rauchhaube hindurch, Fig. 2, 3 und 4, und ist mit der Wandung c, Fig. 3 und 4, versehen. Diese Wandung hat vier mit Klappen versehene Oeffnungen d für die Einathmung, aufserdem endigt in der Mitte der Wandung c der Kanal h, an dessen oberer Oeffnung das Ausathmungsventil f sich befindet. Die ausgeathmete Luft geht durch die Ventilklappe / in den Kanal h, Fig. 1, 2, 3 und 4, und durch das Kästchen i ins Freie. Um den Eintritt von Rauch u. s. w. in den Kanal h zu vermeiden, wird das Kästchen i mit einer Wattenlage versehen.
Die Verbindung der Ventilathmnngsvorrichtung mit den Seitenrespirationsröhren der Rauchhaube soll bezwecken, sich längere Zeit athembare Luft zu verschaffen, nachdem die Füllung der
in der Mitte stehenden Respirationsröhren, Fig. i, 2 und 4 der beiliegenden Zeichnung, absorbirt ist. Will der Träger der Rauchhaube durch die Seitenrespirationsröhren athmen, so wendet er den Kopf ein wenig nach rechts oder nach links, und ganz von selbst werden dann die · Lippen mit dem Mundstück m, Fig. i, welches den Athmungsprocefs vermittelt, in Verbindung kommen. Beim Einathmen wird die Luft durch den Schwammkasten und die Respirationsröhre k', Fig. 7, in gereinigtem, angefeuchtetem Zustande durch die in dem Ventilgehäuse α befindliche Oeffnung d und bezw. die Klappen / eingesogen.
Beim Ausathmen schliefsen sich die Klappen /, dagegen wird Klappe f nach unten gedruckt und läfst die ausgeathmete Luft durch Kanal h, Kästchen i und Sieb k ins Freie entweichen. - Der Apparat Fig. 5 ist in der Vorderansicht und im Längenschnitt E-F dargestellt und soll hauptsächlich gegen das Einathmen von Staub und Dämpfen zur Anwendung kommen. Die Ventilconstruction ist dieselbe wie die vorbeschriebene, sie ist in eine cylindrische Röhre eingesetzt und schliefst Mund und Lippen durch zwei besondere Mundstücke ab, während die Nase durch einen elastischen Wulst ο abgedichtet wird, s ist die Oeffnung der Nasenkapsel nach dem Ventilgehäuse.
Dieser Apparat functionirt in folgender Weise:
Beim Anziehen des Athems tritt die Luft durch den Füllungsbehälter/, durch das Sieb r und die sich öffnenden Klappen ν durch das Lippenmundstück w in den Mund und durch die Oeffnung s in die Nase.
Beim Ausstofsen des Athems werden die Klappen ν angeprefst, dagegen die nach aufsen bewegliche Ventilklappe u geöffnet, und die Luft entweicht durch den Kanal /.
Apparat Fig. 6 unterscheidet sich vom Apparat Fig. 5 nur durch den eingesetzten Kasten x, welcher zur Anfeuchtung heifser Luft oder zum Binden von Gasen und Dämpfen mit geeignetem Material gefüllt ist. Die Luft wird hier durch die Luftkanäle xi gezogen.
Apparat Fig. 7 ist in vier verschiedenen Ansichten dargestellt. 71 in der oberen, 711 in der Vorderansicht, 7111 ist ein Schnitt nach J-K und 7IV zeigt den Schnitt L-M. Diese Combination veranschaulicht die kleinste für die Versuche hergestellte Form.
Der Apparat ist nach innen ganz der Mundform angepafst und aufserdem mit dem Lippenmundstück i' versehen. Die nach aufsen zu liegende Wand hat auf jeder Seite eine gröfsere Oeffnung c', welche ein mit einem Sieb versehener Scharnierdeckel d' abschliefst. Durch die vertical stehenden Wände /', die mit rechteckigen Löchern versehen sind, werden die hohlen Räume ζ gebildet, die mit entsprechender Füllung versehen werden.
Die erwähnten rechteckigen Löcher der zwei gegenüberliegenden vertical laufenden Wände sind mit Ventilklappen /' zum Einathmen versehen. Die Ausathmung erfolgt durch die oben angebrachte Klappe g'\ der Athmungsprocefs erfolgt hier nur durch den Mund, und zwar vermittelst des Lippenmundstückes 2' wird die Luft durch die beiden gegenüberliegenden Siebe d' durch die Füllung der beiden Räume ζ und die beiden gegenüberliegenden Einathmurigsventile f nach dem Mund gezogen. Die ausgeathmete Luft geht durch die Ventilklappe g' ins Freie.
Apparat Fig. 8 ist der gleiche, wie vorher beschrieben, nur ist statt der ovalen die cylindrische Form gewählt.
Bemerkt wird, dafs die Apparate Fig. 7 und 8 ebenfalls mit gleichzeitiger Nasenathmung versehen werden können, wie dies bei den Apparaten 5, 6 und 9 dargestellt ist.
Apparat Fig. 9 soll Schutz beim Arbeiten in Räumen gewähren, worin besonders viel Staub und bezw. auch Hitze 11. s. w. entwickelt ist. Die Ventilathmungseinrichtung ist genau dieselbe wie bei den Apparaten Fig. 5 und 6. Hervorzuheben ist hier folgendes: Die drei grofsen Räume 0' dienen zur Aufnahme der Luftreinigungsfüllung. Der Scharnierdeckel p', Fig. 9nr, führt in die Mitte des Apparates, worin, wenn nöthig, der Schwammbehälter z' zur Erzeugung feuchter bezw. von Gasen zu befreiender Luft eingeschoben werden kann. Durch die Nase q' des Deckels/', Fig. 9111, erhält der Schwammbehälter die 'Stellung, so,dafs dessen Luftkanäle r' mit der Mitte des Füllungsbehälters o' correspondiren. Der Eintritt der Luft erfolgt bei diesem Apparate durch die an der Peripherie des Mantels angebrachten, mit Scharnier versehenen drei SiebthUren s', durch die Füllung der drei Räume <?', sowie durch die Einathmungsventile nach Nase und Mund. Der Kanal x', Fig. 9IV, dient zur Aufnahme der Flüssigkeit, welche etwa von angefeuchteten Schwämmen u. s. w. herabtropfen sollte; um diese abzulassen, ist die Schieberöffnung te' angebracht.
Fig. 10 stellt ein Mundstück dar, das direct mit dem Einathmungsventil x5 und Ausathmungsventil yß versehen ist und womit beliebig Luftreinigungsbehälter in Verbindung zu bringen sind. Während mit der Rauchhaube eine Schutzvorrichtung zum Sehen (Augenfenster) verbunden ist, ist dies bei kleineren Apparaten nicht gut durchführbar, wenn solche nicht zu schwer bezw. complicirt werden sollen; es müssen daher Schutzbrillen für die Augen angeordnet werden.
Die Construction eines Schutzfensters ist oben beschrieben, aber auch bei den leichteren Schutzbrillen läfst sich eine Wischvorrichtung anbringen, welche durch Fig. 11, 12 und 13 der beiliegenden Zeichnung dargestellt ist.

Claims (8)

Die Schutzbrille besteht aus den zwei Augenkapseln «3, Fig. 11, von welchen jede mit Nuthen l·2 c2 versehen sind. Die Nuth £2 dient zur Aufnahme des Glases d2, die Nuth c2, Fig. 11, dient zur Führung einer Wischvorrichtung. Die Drähte c3 zur Wischvorrichtung laufen in Dichtungsnuthen/2, Fig. ii und 12. Die mit einer Wischervorrichtung versehene Augenkapsel ist durch Oese g% mit der anderen beweglich verbunden. Die Wischervorrichtimg bezweckt, das innen beschlagene Brillenglas durch Bewegung der Wischer vermittelst des Drahtes c8 zu reinigen. Die Brillengläser d2 sind entweder eingefafst und festgelöthet oder sie werden in die Nuthen £2 eingeschoben. Pät ent-An s ρ rüche: An Rauchapparaten:
1. Die Anordnung des Ventilgehäuses mit zwei oder mehreren Ein- und Ausathmungsventilen.
2. Die zur Aufnahme der Luftreinigungsfüllung und der Schwämme dienenden Röhren und Kanäle mit abgeschlossenen Wandungen zu versehen und die Räume derselben mit schlechtem Wärmeleitungsmaterial auszufüllen.
3. Die Anordnung von Schwammbehältern unterhalb der Respirationsröhren, welche mit Kanälen oder Oeffnungen zum Durchpressen der Luft versehen sind und deren Zweck ist, die eingezogene Luft zuerst möglichst von Kohlensäure zu befreien, dann anzufeuchten und abzukühlen.
4. Die Construction von verstellbaren Rauchfenstern, wie in den Fig. 18 bis 20 dargestellt.
5. Die Verbindung von Signalpfeifen direct mit den Athmungsmundstücken innerhalb und aufserhalb, Fig. 12, 13, 14, 15, 16 und 17.
6. Die Anordnung von den vorstehend beschriebenen und in Fig. 1 bis 8 (Blatt II) ersichtlichen Ventilgehäusen für Athmungsapparate, welche mit mehreren Einathmungs- und einem Ausathmungsventil versehen sind.
7. Die Anordnung der Nasenathmung, wie in Apparaten 5, 6 und 9 (Blatt II) veranschaulicht ist.
8. Die Einrichtung zur Aufnahme der Füllungen, wie solche in Apparaten 6, 7, 8 und 9 der Zeichnung veranschaulicht und in der Beschreibung erläutert ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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