DE277680C - - Google Patents
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- DE277680C DE277680C DENDAT277680D DE277680DA DE277680C DE 277680 C DE277680 C DE 277680C DE NDAT277680 D DENDAT277680 D DE NDAT277680D DE 277680D A DE277680D A DE 277680DA DE 277680 C DE277680 C DE 277680C
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- Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 277680 KLASSE 46 c. GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKTIENGESELLSCHAFT in SIEMENSSTADT b. BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Juni 1912 ab.
Bei Anlaßzündungen für Verbrennungsmotoren hat man bereits vorgeschlagen, bei ungünstiger
Kurbelstellung den Motor über einen Hilfskontakt anzulassen, durch den entweder Summer- oder Einzelfunken gegeben werden
können. Dies hat den Nachteil, daß die Funken nur durch den Verteiler gesteuert
werden, wodurch Frühzündungen und infolgedessen Rückschläge auf den Motor entstehen.
ίο Man hat dies dadurch zu vermeiden gesucht,
daß man die Unterbrechungen der während des Betriebes durch einen mechanischen Unterbrecher
gesteuerten Zündung beim Anlaufen nur in einem Augenblick durch kurzes Niederdrücken eines Druckknopfes erfolgen
ließ. Dabei ist es aber der Willkür des Bedienenden überlassen, wie lange er den Druckknopf
niederdrücken will, und es erfordert eine große Geschicklichkeit bei dieser Anordnung,
Rückschläge zu vermeiden.
Beim Gegenstand der Erfindung kann vom Anlassen auf den Betrieb in einfacher Weise
umgeschaltet werden, ohne daß Rückschläge erfolgen, weil der Unterbrecherno.cken zwei
Kontakte steuert, von denen immer nur einer geschlossen ist, und von denen der eine zum
Steuern der Summerzündung und der andere zum Steuern von Einzelfunken dient. Es können infolgedessen keine ungesteuerten Funken
zum Verteiler, und damit zu den Kerzen kommen.
Da ferner beim Anlassen mit Summerzündung durch den ersten Schaltvorgang nicht
nur die Batterie eingeschaltet, sondern auch der Summerstromkreis geschlossen wird, so
arbeitet der Summer stets, auch wenn der Motor aus irgendwelchen Gründen nicht anlaufen
sollte. Es wird dadurch vermieden, daß die Batterie eingeschaltet bleibt und in kurzer Zeit verbraucht wird, weil durch das
Summergeräusch der Fahrer veranlaßt wird, entweder die Batterie abzuschalten, oder falls
er den Summer weiter arbeiten läßt, so wird doch die Batterie infolge des hohen Induktionswiderstandes
des Summers geschont.
In Fig. ι sind β und b die beiden Kontakte,
die vom Unterbrechernocken m unter Vermittlung des Kontakthebels c abwechselnd
geöffnet und geschlossen werden, d, e und f
sind Kontakte, die durch Schalter η und r geschlossen werden können, ν ist die primäre,
w die sekundäre Wicklung einer Zündspule. i ist der Summer, p der Verteiler, und 1, 2, 3
und 4 sind die Zylinder eines Viertaktmotors mit Verbindungsleitungen zwischen den Zündkerzen
des Motors und den Verteilersegmenten. Unterbrechernocken und Kurbelwelle drehen sich mit derselben Geschwindigkeit
und der Verteilerarm mit der halben Geschwindigkeit. Der Nocken m ist so eingerichtet,
daß er in der Totpunktlage der Kurbelwelle den Kontakt c, α gerade schließt und
ihn innerhalb desjenigen Bereiches geschlossen hält, in dem die Kurbeln normal stehen bleiben,
d. h. bis zu einer über die wagerechte etwas hinausgehenden Lage. Bleibt die Kur-
bei desjenigen Zylinders, in dem beim Anlassen zuerst gezündet werden soll, in einer
Lage stehen, die wesentlich von der wagerechten Lage nach unten abweicht, so wird von
dem Unterbrechernocken der Kontakthebel c freigegeben und der Kontakt c, b geschlossen.
Die Verteilersegmente sind nunmehr so eingerichtet, daß auch bei Kurbelstellungen, die
von den gewöhnlichen Lagen abweichen und
ίο bei denen der Motor noch anspringen könnte,
noch ein Funke in den auf Expansion stehenden Zylinder geht, waS durch entsprechende Länge
der Verteilersegmente erreicht werden kann.
Das Anlassen und Betreiben geht in folgender Weise vor sich. Ist der Motor mit annähernd
wagerechten Kurbeln stehen geblie-. ben, so ist Kontakt c, α geschlossen. Schließt
man Kontakt f, so kommt kein Stromkreis zustande, weil c, b offen ist; wird Kontakt f
wieder geöffnet und e geschlossen, so wird der Summerstromkreis vom Körper über c, a, r, e,
i, ν und Batterie 0 nach dem Körper geschlossen. Die Summerfunken werden dabei durch
den Unterbrechernocken m bei c, α gesteuert;
Rückschläge auf den Motor sind dabei ausgeschossen.
Ist der Motor angelaufen, so wird der Kontakt β geöffnet und d geschlossen, und weitere
Zündungen erfolgen durch Einzelfunken über c, b, n, d, v, 0.
Bleiben die Kurbeln in einer von der wagerechten wesentlich abweichenden Lage stehen,
beim Zylinder I also unterhalb der wagerechten Lage, so ist der Kontakt c, b geschlossen,
während der Arm des Verteilers, der mit halber Geschwindigkeit der Kurbelwelle umläuft,
noch auf dem an den Zylinder I angeschlossenen Segment steht. Wird f jetzt vorübergehend
geschlossen, so entsteht ein Strom-. 40 Schluß für Summerzündung, der den Motor
in Gang setzt. Im nächsten Augenblick wird f unterbrochen und e geschlossen, und der Motor
läuft mit vSummerzündung gesteuert durch den Kontakt c, α weiter; schließlich kann
man auf Einzelfunken übergehen, indem man auch Kontakt β öffnet und d schließt; die
Einzelfunken werden dann über c, b gesteuert.
In Fig. 2 ist eine etwas abweichende Schaltanordnung gezeigt mit drei Schaltern n, r, I.
Zunächst wird durch Schalter r Kontakt e geschlossen und, falls Kontakt c, α geschlossen
ist, der Motor mit Summerzündung angelassen, die durch c, α gesteuert wird. Ist c, a
offen, so wird durch den Schaltarm Z der Kontakt g geschlossen, und es entsteht ein
Stromkreis vom Körper über I, g, ν, ο und beim öffnen dieses Stromkreises im Gegensatz
zu Fig. ι ein Einzelfunke zum Anlassen des Motors. Die weiteren Zündungen können
dann nach Öffnen des Kontaktes g als Summerzündungen über c, α und r, e oder als
Zündungen mit Einzelfunken über c, b und n, d erfolgen.
In bekannter Weise kann außerdem in beiden Ausführungsbeispielen auf Magnetzündung
umgeschaltet werden, was nicht besonders gezeichnet ist.
Claims (2)
1. Zündvorrichtung zum Anlassen und Betreiben von Verbrennungsmotoren mit
Summer- und Einzelfunkenzündung, gekennzeichnet durch zwei von demselben Unterbrechernocken (m) in an sich bekannter
Weise gesteuerte Kontakte (c, a; c,b), von denen immer nur einer geöffnet oder
immer nur einer geschlossen ist, und von denen der eine (c, a) zum Steuern der
Summerzündung, der andere (c, b) zum Steuern der Batterieeinzelfunken dient.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontakt
(c,b, Fig. 1) zur Steuerung der Einzelfunken und zum Anlassen mit Summerzündung
bei einer von der wagerechten nach unten wesentlich abweichenden Kurbelstellung dient.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE277680C true DE277680C (de) |
Family
ID=533757
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT277680D Active DE277680C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE277680C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4699353A (en) * | 1986-12-31 | 1987-10-13 | Weyer Paul P | Rotary valve actuator |
-
0
- DE DENDAT277680D patent/DE277680C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4699353A (en) * | 1986-12-31 | 1987-10-13 | Weyer Paul P | Rotary valve actuator |
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