DE276299C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE276299C DE276299C DENDAT276299D DE276299DA DE276299C DE 276299 C DE276299 C DE 276299C DE NDAT276299 D DENDAT276299 D DE NDAT276299D DE 276299D A DE276299D A DE 276299DA DE 276299 C DE276299 C DE 276299C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- measuring device
- gas
- chimney
- changing
- switched
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01L—MEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
- G01L7/00—Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Coke Industry (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 276299 KLASSE 42 #. GRUPPE
FIRMAJOSEFCHASSEURINESSEN5RuHr.
Ofenanlagen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. September 1913 ab.
Beim Betriebe technischer Ofenanlagen, besonders der Koksöfen; spielt es für die gleichmäßige
Beheizung eine außerordentlich große Rolle, sowohl den Druck des angelieferten
Heizgases wie den Kaminzug entsprechend einzuregeln. Um nun eine genaue Nachprüfung
der mit der Bedienung der entsprechenden Regelvorrichtungen betrauten Arbeiter durchführen zu können, werden selbstaufzeichnende
Meßvorrichtungen benutzt, die an entsprechenden Stellen in die Leitung eingeschaltet
sind. Nun sind derartige Meßvorrichtungen natürlich verhältnismäßig teuer, so daß man
sich im allgemeinen damit begnügt, den jeweiligen Gasdruck aufzuzeichnen, während der
Kaminzug von Zeit zu Zeit durch besondere Vorrichtungen gemessen werden muß, was jedoch
der Anschaffungskosten halber oft unterbleibt.
Der nicht beobachtete Kaminzug gibt nun leicht Ursache zu unregelmäßiger Verbrennung
in den Heizügen durch zu starken oder zu geringen Zug.
Mit der Erfindung ist nun ein Verfahren und eine Vorrichtung geschaffen, die in überaus
einfacher und bequemer Weise mittels einer einzigen Meßvorrichtung nebeneinander
das Messen des Gasdruckes und des Kaminzuges gestatten. Bei den öfen mit Wärmerückgewinnung
werden bekanntlich die zur Aufspeicherung der Abhitze und zur Verbrennung der Verbrennungsstoffe dienenden Wärmespeicher
in dem Sinne betrieben, daß sie in bestimmten Zeitabständen von der einen Funktion
auf die andere umgeschaltet werden, d. h. die eine Hälfte ist in der einen Betriebsstufe
auf Abwärme geschaltet,- während Gas und Luft auf der zugehörigen Seite abgesperrt sind,
und umgekehrt. Diesen Umstand nutzt nun die Erfindung aus, indem sie jeweilig für die
Betriebsstufe, wo auf der einen Seite Gas und Luft abgesperrt ist, wo also auch die hier
befindliche selbstaufschreibende Meßvorrichtung außer Betrieb ist, diese derart umschaltet,
daß sie nunmehr den Kaminzug aufzeichnet. Mit einer kleinen Änderung des schon vorhandenen
Apparates, die sich im wesentlichen auf Verlegung der Nullinie bezieht, kann also
gleichzeitig, d. h. in den dem Zugwechsel entsprechenden Zeitabständen laufend, der Gasdruck
und der Kaminzug mit der gleichen Vorrichtung aufgezeichnet werden.
Für das gekennzeichnete Verfahren ergibt sich dabei gleich noch insofern eine besonders
zweckmäßige Einrichtung, indem in das Stellwerk für die Umschaltung der Gashähne ein
Mehrwegehahn eingeschaltet wird, der in derjenigen Betriebsstufe, in der die Gaszufuhr
geöffnet ist, die Gasleitung mit der Meßvorrichtung verbindet, während in der zweiten
Betriebsstufe, also mit dem Absperren der Gasleitung, dieser Mehrwegehahn so umgesteuert
wird, daß er nunmehr die Meßvorrichtung mit dem Fuchs in Verbindung setzt. Auf diese Weise wird dann mit dem Zugwechsel
ein vollkommen selbsttätiges Umschalten der Meßvorrichtung von der einen auf die
andere Aufgabe herbeigeführt. Es sind zwar Druck- und Zugmeßvorrichtungen bekannt, die
mit mehreren Anschlußstutzen versehen sind und somit mit mehreren Meßstellen einer Feuerungsanlage
o. dgl. verbunden werden können, so daß sie den Druck bzw. den Zug an mehreren Stellen anzeigen. Indessen haben diese
Meßvorrichtungen mit dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung nichts zu tun, da ihre
ίο Umstellung nicht gleichzeitig mit der Umsteuerung
der Betriebszustände erfolgt.
In der Zeichnung ist ein zur Durchführung des gekennzeichneten Verfahrens geeigneter
Koksofen dargestellt.
Vor den einzelnen Koksöfen α läuft die Gasleitung b entlang, die mit einzelnen Abzweigungen
c in die Heizzüge einmündet. Die hierin liegenden Absperrhähne d sind durch
einen Seilzug β miteinander gekuppelt und werden jeweilig mit dem Zugwechsel umgeschaltet;
in der einen Stellung ist dem Gas freier Durchtritt aus der Leitung b in die Heizwände
gegeben, in der anderen Betriebsstufe ist der Gaseintritt hier abgesperrt. Die Meßvorrichtung
f beliebiger Bauart ist mit dem Mehrwegehahn g verbunden, von dem ein Anschluß
h zu der Gasleitung b, ein Anschluß i zu dem an dem Kamin angeschlossenen Rauchgaskanal
k führt. Der Hahn g ist dabei derart mit dem Seilzug e gekuppelt, daß in
der Durchgangsstellung der Hähne d eine Verbindung zwischen dem Anschluß h und
der Meßvorrichtung f hergestellt ist, während in der zweiten Stellung f mit * verbunden ist.
Es findet also die Aufzeichnung jeweilig in dem Sinne statt, daß in der einen Betriebsstufe der Gasdruck, in der anderen Betriebsstufe der Kaminzug gemessen wird. Das sich
dabei ergebende Schaubild hat ungefähr das in Fig. 2 zur Darstellung gebrachte Aussehen,
woraus sich nachher mit Leichtigkeit immer nachprüfen läßt, ob im einzelnen die Arbeiter
bei der Bedienung der Um wechsel ung unter Einstellung des Zuges mit der nötigen Sorgsamkeit
vorgegangen sind; dies ist natürlich für die Nachtschicht von außerordentlicher Bedeutung.
Infolge des Umstandes, daß der Gasdruck positiv, der Kaminzug negativ ist, ergibt sich eine so scharfe Trennung zwischen
beiden Aufzeichnungen, daß ein Irrtum ausgeschlossen ist. Auf jeder Seite der Koksofenbatterie
gelangt natürlich, wie jetzt an sich schon für die Messung des Gasdruckes, eine derartige Vorrichtung zur Anwendung, so
daß damit ein lückenloses Bild über den ganzen Betrieb gegeben ist, da sich ja die beiden
Meß vorrichtungen infolge der Phasenverschiebung zueinander vollständig ergänzen.
Claims (2)
1. Verfahren zur Messung des Gasdruckes und des Kaminzuges mittels selbstaufzeichnender
Vorrichtungen bei mit wechselnden Betriebszuständen betriebenen Ofenanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßvorrichtung
gleichzeitig mit den Mitteln zur Änderung der Betriebszustände derart umgeschaltet
wird, daß sie entweder den Gasdruck oder den Kaminzug aufzeichnet.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch einen vor der Meßvorrichtung eingeschalteten Mehrwegehahn, der einen Anschluß
an die Gasleitung und einen weiteren Anschluß an den Fuchs (Kamin) besitzt
und. derart mit dem Stellwerk für den Wechsel der Betriebszustände verbunden ist, daß jeweilig mit dem Umschalten
der letzteren auch die Meßvorrichtung umgesteuert wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE276299C true DE276299C (de) |
Family
ID=532508
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT276299D Active DE276299C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE276299C (de) |
-
0
- DE DENDAT276299D patent/DE276299C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE276299C (de) | ||
| DE2359745B2 (de) | Einrichtung zum verhueten eines uebermaessigen temperaturanstiegs bei batterieweise angeordneten verkokungsoefen | |
| DE19600291C2 (de) | Verfahren zum Bestimmen des Gasvolumenstromes in einem Strömungskanal durch Messung der Wirkdruckdifferenz | |
| DE588507C (de) | Beheizungsumstellvorrichtung fuer Regenerativkoksoefen | |
| DE2711883A1 (de) | Regenerativkoksofenbatterie | |
| EP0119481B1 (de) | Verfahren zur Überwachung der Umstelleinrichtungen an Verkokungsofenbatterien | |
| DE2511940C2 (de) | Vorrichtung zur Umstellung der Wärmezufuhr an Koksofenbatterien | |
| DE204443C (de) | ||
| DE219096C (de) | ||
| DE390674C (de) | Winderhitzeranordnung fuer den abwechselnden Betrieb von zwei Kupoloefen | |
| DE102007001492A1 (de) | Vorrichtung zur Steuerung einer Heizvorrichtung | |
| DE2607926C2 (de) | Anordnung von Leitungen und Absperrventilen für flüssige Brennstoffe | |
| DE381913C (de) | Gaswechseleinrichtung fuer Regenerativkoksoefen u. dgl. | |
| DE449887C (de) | Anordnung zur Fernuebertragung von Bewegungen | |
| DE459201C (de) | Umstellvorrichtung fuer Regenerativofenanlage, insbesondere Koksofenanlage | |
| DE554156C (de) | Regenerativkoksofen | |
| DE921536C (de) | Kessel fuer Warmwasserbereitung mit Koks- und Gasbeheizung | |
| DE437587C (de) | Verfahren zur Rauchverbrennung an keramischen Rundoefen | |
| DE492578C (de) | Verfahren zum Entfernen der unverbrannten Gasreste aus den abgestellten Gas-verteilungsrohren beim Wechseln der Beheizung bei Regenerativoefen zur Erzeugung von Gas und Koks | |
| DE1523536B2 (de) | Anordnung zur selbsttaetigen regelung von physikalischen groessen | |
| DE395785C (de) | Einrichtung zur Regelung des Zuges in Feuerungsanlagen entsprechend der Rauchgaszusammensetzung | |
| DE474348C (de) | Geraet zur Anzeige bzw. UEberwachung der Wirtschaftlichkeit von Feuerungen | |
| DE397757C (de) | Einrichtung zur Umschaltung der Winderhitzer fuer Hochoefen | |
| DE293910C (de) | ||
| DE1433655A1 (de) | Geraet zum Steuern eines Ofenbetriebs mit mehreren Verbrennungszonen |