DE276205C - - Google Patents

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DE276205C
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hollow cylinder
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B7/00Distributors for the molten glass; Means for taking-off charges of molten glass; Producing the gob, e.g. controlling the gob shape, weight or delivery tact
    • C03B7/18Suction feeders

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 276205 KLASSE 32«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. April 1913 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Füllen von Vorformen mittels eines im Schmelzofen angeordneten druckfaßartigen Zwischenbehälters, auf dessen Auslauföffnung die Vorformen einander folgend aufgesetzt werden und in dem ein Hohlzylinder derart drehbar angeordnet ist, daß er je nach seiner Stellung mit dem Ofeninnern oder mit dem Glasauslauf des Zwischenbehälters in Verbindung steht, so daß in der einen Stellung Glas in den Hohlraum des Zylinders angesaugt, in der anderen Stellung durch Preßluft die Glasmasse in die Vorform gedrückt wird. Bei Benutzung dieser Einrichtung hat sich
der Übelstand herausgestellt, daß der Hohlzylinder in dem Zwischenbehälter sich nicht nur leicht festbrennt, sondern daß auch durch das Drehen des Hohlzylinders in dem Zwischenbehälter ein starker Verschleiß stattrindet, so daß eine häufige Auswechselung, insbesondere des Hohlzylinders, erforderlich ist.
Diesem Übelstande zu begegnen, ist Zweck
der Erfindung, der dadurch erreicht wird, daß der Hohlzylinder vor jeder Drehung von seinem Sitze angehoben und nach vollendeter Drehung wieder auf seinen Sitz gesenkt wird. Infolgedessen findet das Drehen des Hohlzylinders ohne jede Reibung mit der ihn umgebenden Wandung des Zwischenbehälters statt, und der Verschleiß wird erheblich herabgesetzt, so daß der Hohlzylinder eine bedeutend längere Zeit als bisher steht.
Auf der Zeichnung ist eine Einrichtung beispielsweise dargestellt, mittels deren das abwechselnde Heben, Drehen und Senken des Hohlzylinders stattfindet.
In dem Glasofen 1 ist der aus Schamotte hergestellte Pumpenkörper 2 eingehängt, in welchem der zylindrische, unten mit einem der Höhlung des Pumpenkörpers entsprechenden Konus versehene Hohlzylinder 3 eingesetzt ist. Am Konus dieses Zylinders befinden sich zwei um 90 ° gegeneinander versetzte Öffnungen 4, 5, von denen 4 bei der gezeichneten Stellung mit dem Auslauf 6 des Pumpenkörpers und, sobald der Hohlzylinder 3 um 90° gedreht ist, die Öffnung 5 mit dem Einlauf 6 sich deckt. Der Einlauf befindet sich, wie aus der Zeichnung hervorgeht, unterhalb, der Auslauf oberhalb des Glasstandes, jedoch noch innerhalb des Ofens, so daß er von dessen Flamme noch bestrichen wird und etwa überfließendes Glas in den Ofen zurückfällt. Der Hohlzylinder 3 ist an dem unteren Ende des hohlen Rohres 7 aufgehängt und mit ihm luftdicht verbunden; letzteres verleiht dem Hohlzylinder zweierlei Bewegungen:
i. die obenerwähnte Drehbewegung. Diese wird herbeigeführt durch die in den auf der Innenseite offenen Zylinder 8, 9 arbeitenden Kolben 10, 11, welche an den beiden Enden einer genügend breiten Zahnstange 12 befestigt sind. An der Welle 7 sitzt ein in diese Zahnstange eingreifendes Zahnrad 13, so daß durch Hin- und Herschieben der Kolben eine Drehbewegung der Hohlwelle 7 erfolgt;
2. ist auf der Hohlwelle 7 das drehbare Zapfenstück 14 befestigt, welches unter Vermittlung des Balanciere 15 und des Verbindungsstückes 16 durch den in dem Zylinder 17 arbeitenden Kolben 18 der Hohlwelle 7 und damit dem Hohlzylinder 3 eine kleine Aufwärts- und Abwärtsbewegung verleiht. Diese Auf- und Abwärtsbewegung hat den Zweck, die sonst bei der Drehung des Hohlzylinders
to im Pumpenkörper entstehende Reibung aufzuheben und einen Verschleiß desselben zu verhüten. Der Hohlraum der Welle 7 mündet nach oben in das Verbindungsstück 19, welches durch die Rohrleitung α mit dem Luftpumpenzylinder 20 in Verbindung steht. Der Kolben 21 dieses Zylinders ist mit dem Kolben 22 des Arbeitszylinders 23 fest verbunden und wird durch diesen betätigt.
Um zu ermöglichen, daß sowohl das Heben und Senken als auch das Drehen der Hohlwelle 7 und das Ansaugen und Herausdrücken des Glases nur durch einen einzigen in die Rohrleitungen b und c eingeschalteten, nicht dargestellten Hahn bewirkt werden kann, ist als Verteilungsorgan die Kombination der vier kleinen, einander paarweise gegenübersitzenden, an ihren inneren Seiten offenen Luftzylindern 24, 25, 26, 27, deren Kolben paarweise miteinander durch Kolbenstangen 28, 29 verbunden sind, angebracht. An den Kolbenstangen 28, 29 sitzen die Stifte 30, 31, welche beim Hin- und Hergehen in die Doppelgabel 32 der Welle 33 eingreifen, dieselbe um 90 ° drehend. Mit der Welle 33 ist fest verbunden der Hahn 34, der aber der Deutlichkeit wegen gesondert gezeichnet ist.
Die Wirkungsweise der ganzen Vorrichtung ist folgende:
Sobald sich die zu füllende (nicht dargestellte) Vorform auf die Ausdrücköffnung 6 des druckfaßartigen Pumpenkörpers 2 gesenkt hat, ist gleichzeitig das Druckmittel durch die Leitung c in den kleinen Zylinder 24 gelangt und hat den darin befindlichen Kolben vorgeschoben. Der auf der Stange dieses Kolbens befestigte Stift 30 hat in die Gabel 32 der Welle 33 gefaßt und diese dabei um 90 ° gedreht (also in eine Stellung, welche gegen die gezeichnete Stellung der Gabel um 900 versetzt ist). Durch die Drehung der Welle 33 ist der Hahn 34 gesteuert worden und hat das Druckmittel durch die Leitung d oberhalb des Kolbens 18 in den Zylinder 17 gelangen lassen, wodurch der schamottene Hohlzylinder 3 angehoben wurde. Zu gleicher Zeit hat der in dem kleinen Zylinder 24 vorgegangene Kolben den Eingang der Leitung f freigegeben, das Druckmittel ist durch diese in den Zylinder 8 gelangt, hat den Kolben 10 vorbewegt, der mittels Zahnstange 12 und Zahnrad 13 den Hohlzylinder 3 in die gezeichnete Stellung gedreht und in seiner Schlußstellung den Eingang zur Luftleitung g freigegeben hat. Durch die Leitung g ist das Druckmittel in den kleinen Zylinder 25 gelangt, hat dessen Kolben vor sich hergeschoben, und durch diese Bewegung ist mittels des Steuerstifts 31 die Doppelgabel 32 der Welle 31 in die dargestellte Stellung zurückgedreht und dadurch der Hahn 34 umgesteuert worden. Hierdurch ist das Druckmittel, welches dem Hahn 34 durch die Leitung h zugeführt wird, durch Rohr i in den Zylinder 17 unter den Kolben 18 geleitet worden und hat dadurch den bisher gehobenen Hohlzylinder 3 gesenkt, so daß seine Öffnung 4 mit dem Ausgangskanal 6 verbunden ist. Gleichzeitig wird der Konus beim Senken des Hohlzylinders 3 gegen die Gehäusewandung 2 abdichtend angedrückt. Durch das Vorgehen des Kolbens in dem kleinen Zylinder 25 ist im letzten Moment der Kolbenbewegung der Eingang zur Druckleitung k freigegeben worden, so daß das Druckmittel durch diese Leitung in den Arbeitszylinder 23 gelangt, den Kolben 22 vor sich herschiebt und in dem Luftpumpenzylinder 20 die vor dem Kolben 21 befindliche Luft zusammenpreßt. Der Kolben 21 drückt die Druckluft durch die Leitung α und die Hohlwelle 7 in den schamottenen Hohlzylinder 3 und zwingt dadurch das hierin angesammelte flüssige Glas bei 6 hinauf- und in die aufgesetzte Vorform zu steigen.
Die Figur stellt den Arbeitsgang in dem Augenblicke dar, in welchem das Heraufdrücken des Glases stattfindet.
Hiermit sind die zum Füllen der Form notwendigen Bewegungen beendigt, die nunmehr von der Mündung 6 des druckfaßartigen Pumpenkörpers 2 abgehoben wird. Einen Augenblick später wird durch Umsteuerung des Zuleitungshahnes das Druckmittel in die Leitung b geleitet.
Der Weg, welchen das durch die Leitung b gehende Druckmittel nimmt, ist folgender:
Es gelangt zunächst in den kleinen Zylinder 26, schiebt den Kolben vor sich her, steuert durch Welle 33 den Hahn 34 und hebt den Hohlzylinder 3 an. Der Kolben des Zylinders 26 gibt in seiner Endstellung die Leitung m frei, das Druckmittel gelangt so hinter den Kolben 11 des Zylinders 9, schiebt diesen vor sich her und dreht den freihängenden Hohlzylinder 3 um 90 °. In der Endstellung gibt der Kolben 11 die Leitung η frei, das Druckmittel gelangt nach dem kleinen Zylinder 27, steuert durch Welle 33 und Hahn 34 den im Zylinder 17 arbeitenden Kolben 18 um, so daß der Hohlzylinder 3 sich senkt und mit seinem Konus abdichtet. Die öffnung 5 des Hohlzylinders steht nun in
Verbindung mit dem Einlauf 6 des Pumpenkörpers 2. Die Luft gelangt nach Freigabe der Leitung ο vor den Kolben 22 des Arbeitszylinders 23, drückt diesen zurück, der KoI- ben 21 des Pumpenzylinders 20 folgt dieser Bewegung und saugt dabei durch Leitung a und Hohlwelle 7 die Luft aus dem Hohlzylinder 3, so daß das flüssige Glas gezwungen ist, durch 6 und 5 in dem hohlraum
aufzusteigen. Hiermit ist die Periode des Ansaugens beendet, und durch Umsteuern des Haupthähnes für die Luftzuleitung wird wiederum das Herausdrücken und Füllen der Vorform eingeleitet.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zum Betriebe eines im Glasschmelzofen angeordneten druckfaßartigen Zwischenbehälters zum Füllen von Gl as-
    ao formen mit einem zur Regelung des Glaszu- und -abflusses dienenden, drehbaren und gegen einen Sitz des Zwischenbehälters abdichtenden Hohlkörper, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper
    (3) vor jeder Drehung von seinem Sitze abgehoben und nach vollendeter Drehung wieder darauf niedergesenkt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen aus vier Druckluftzylindern (24, 25, 26, 27) bestehenden Steuermechanismus, dessen Kolben paarweise miteinander gekuppelt sind und bei ihrem Hin- und Hergange ein Steuerorgan (34) so betätigen, daß durch die Druckluft ein in einem Zylinder (17) arbeitender Kolben (18) abwechselnd gehoben und gesenkt wird, der unter Vermittlung eines Hebewerkes (16) und Balanciere (15) eine am unteren Ende den Hohlkörper (3) tragende Hohlwelle (7) senkt und hebt.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke des absatzweisen Drehens des Hohlzylinders (3) zwei in Zylindern (8, 9) arbeitende Kolben (10, 11) dienen, deren gemeinsame Kolbenstange als Zahnstange (12) ausgebildet ist, die in ein auf der Hohlwelle (7) festsitzendes Zahnrad (13) eingreift.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5401655A (en) * 1991-09-10 1995-03-28 Tochigi Prefecture Process for biologically preventing dicotyledonous plant diseases using symbiotical bacteria

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5401655A (en) * 1991-09-10 1995-03-28 Tochigi Prefecture Process for biologically preventing dicotyledonous plant diseases using symbiotical bacteria

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