DE276196C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10C—WORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
- C10C1/00—Working-up tar
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Working-Up Tar And Pitch (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 276196 -KLASSE 22 h. GRUPPE
Einrichtung zum Verflüssigen von Pech, Asphalt, Harz. Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Februar 1914 ab.
In den seither verwendeten Schmelzkesseln für Pech, Asphalt usw. wird das eingeworfene
Stückmaterial zunächst an der Bodenfläche und an den Wandungen flüssig, während die
Wärmeübertragung auf die im Innern liegenden Stücke eine außerordentlich geringe ist, so daß
es lange Zeit erfordert, bis der Gesamtinhalt in den flüssigen Zustand übergeht. Ferner
wird das Material zunächst nur zähflüssig
ίο und wird erst allmählich und meist erst unter
Verwendung eines Rührwerks dünnflüssig. Bis somit die ganze Masse aus dem festen in den
dünnflüssigen Zustand übergeführt wird, vergehen mehrere Stunden. Soll aber kontinuierlich
Entnahme von dünngeschmolzener Masse stattfinden, so müssen mehrere Kessel, mindestens
aber zwei verwendet werden, da durch das Einwerfen von kaltem Stückpech in die flüssige
Masse letztere wieder zähflüssig und zur Entnähme ungeeignet wird. Eine ununterbrochene
gleichmäßige Erschmelzung dünnflüssigen Materials ist also auf diese Weise niemals zu erzielen.
Die Ausnutzung der Heizmittel ist eine sehr ungünstige, da die zu schmelzenden Materialien als schlechte Wärmeleiter die Hitze schwer in das Kesselinnere gelangen lassen, so daß das an den Kesselblechen anliegende Schmelzgut überhitzt wird und oft verkokt, wodurch die Kesselwandungen infolge der isolierenden Wirkung des aufliegenden Kokses durchbrennen können, während in der Mitte der Kessel noch ungeschmolzenes Gut liegen kann. Wenn man sich auch mit Rührwerken zu helfen sucht, so sind diese erst dann anzustellen,· wenn die Masse nicht mehr stückförmig, sondern bereits zähflüssig ist und beheben die erwähnten Nachteile auch nur in geringem Maße.
Die Ausnutzung der Heizmittel ist eine sehr ungünstige, da die zu schmelzenden Materialien als schlechte Wärmeleiter die Hitze schwer in das Kesselinnere gelangen lassen, so daß das an den Kesselblechen anliegende Schmelzgut überhitzt wird und oft verkokt, wodurch die Kesselwandungen infolge der isolierenden Wirkung des aufliegenden Kokses durchbrennen können, während in der Mitte der Kessel noch ungeschmolzenes Gut liegen kann. Wenn man sich auch mit Rührwerken zu helfen sucht, so sind diese erst dann anzustellen,· wenn die Masse nicht mehr stückförmig, sondern bereits zähflüssig ist und beheben die erwähnten Nachteile auch nur in geringem Maße.
Körper wie Pech, Asphalt u. dgl. bedingen eine verhältnismäßig niedrige Temperatur zur
Schmelzung (bis zu etwa 200 °), dagegen große Heizflächen und müssen deshalb in dünnster
Schicht denselben aufgegeben werden. Ferner muß das dünnflüssige Material vom zähflüssigen
und dieses vom festen, stückförmigen fortlaufend getrennt werden, um ununterbrochenen
Schmelzvorgang zu ermöglichen und die Heizmittel voll auszunutzen.
Diesen Anforderungen trägt die neue Einrichtung Rechnung, bei welcher stets nur
geringe Mengen im Schmelzapparat vorhanden sind, und das zu schmelzende Material diesen
verhältnismäßig rasch durchfließt, so daß ununterbrochener, völlig gleichmäßiger Betrieb
gesichert ist.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen der Einrichtung schematisch
veranschaulicht. Die Einrichtung besteht im wesentlichen aus einer heizbaren Röhre
oder Rinne, welche an einem Ende an dem zur Aufnahme des Pechs, Asphalts usw. geeigneten
Behälter angeschlossen ist und an dem anderen Ende einen Auslauf bildet.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ist die Röhre mit a, der Behälter mit b bezeichnet und
ist in diesem Fall z. B. die Röhre α und der Behälter b mit einer Mantelheizung versehen, in
welcher Dampf, Feuergase, heißes Wasser o. dgl.
zirkuliert. Das in den Trichter durch Elevatoren u. dgl. eingebrachte Stückgut schmilzt an
der Auflagefläche kontinuierlich ab, während ersteres entsprechend nachsinkt; das abschmelzende
dickflüssige Material fließt, dem Rohrgefälle folgend, ab und wird auf seinem Wege zum Auslauf fortgesetzt dünnflüssiger,
wobei die dünnflüssigsten, unteren Partien. rascher laufen und sich hierdurch von den zähflüssigeren
trennen.
In dieser Trennung der festen, zäh- und dünnflüssigen Massen, der dünnen Schichtung auf
den Heizflächen und der fortlaufenden Bewegung liegt das Wesen der Erfindung, wobei es
ermöglicht ist, Heizmittel von verschiedenen Temperaturen zu verwenden, wenn die Heizmäntel
unterteilt sind. Da Pech ζ. Β. bei 80 bis ioo° bereits zu -schmelzen beginnt, so
kann im oberen Teil der Röhre Kondensätionswasser verwendet werden, wodurch kostenlose
Schmelzung erfolgt; für den mittleren Teil kann gewöhnlicher Dampf verwendet
werden, während der untere Teil mit überhitztem Dampf, Heizgasen u. dgl. erhitzt werden kann.
Selbstredend können auch mehrere Röhren oder Rinnen hintereinander geschaltet werden, wobei
das Material von einer Röhre in die nächst tiefer liegende fließt.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform erfolgt das Schmelzen im Prinzip in
gleicher Weise, nur ist hierbei das Rohr a, um Platz zu sparen, spiralförmig gewunden. Beim
Schmelzen von Pech, Asphalt, Harz oder ähnlichen leicht schmelzbaren Materialien, welche
bei normaler Temperatur feste Form zeigen, werden die einzelnen Stücke, wie in Fig. 1
und 2 dargestellt, in den Behälter b geworfen
; und bleiben in demselben liegen, bis die Heizung angestellt wird. Ist das Material dagegen
bei gewöhnlicher Temperatur dick- bzw. zähflüssig, wie z. B. Teer, Rohöl o. dgl., so wird
dieses Material entweder erst kurz vor dem Anstellen der Heizung in den Behälter b gefüllt
oder es wird das Gefälle des Rohres α so eingestellt, daß der Teer aus dem Behälter b nicht
ausfließen kann. Eventuell können zu diesem Zweck an der Mündung des Rohres d in den
Behälter b auch geeignete Reglerorgane, z. B. Schieber o. dgl., vorgesehen sein.
Erwähnt sei noch der Nachteil der seither verwendeten Kessel, daß deren Rauminhalt
niemals voll ausgenutzt werden kann, da bei der Schmelzung von Pech, ζ. Β. infolge der
entstehenden Wasserdämpf e und Gase, ein derart
starkes Blähen und Überschäumen der schmelzenden Masse eintritt, daß der Schmelzbehälter,
um ein Überlaufen zu vermeiden, niemals auch nur annähernd voll gefüllt werden kann. Bei
der neuen Anordnung können Dämpfe und Gase durch die vorhergesehene Entlüftungsvorrichtung
e, e leicht abgeführt und der Behälter b immer voll gefüllt werden.
Erwähnt sei noch, daß das Rohr a enventuell auch stufenförmig abgesetzt oder drehbar angeordnet
werden kann, um auf diese Weise die die Verflüssigung bewirkende Heizfläche noch
zu vergrößern.
Ein großer Vorteil der Anordnung besteht ferner darin, daß in kürzester Zeit nach Anstellung
der Heizung in etwa 10 bis 15 Minuten bereits fertig flüssiges Material entnommen
werden kann. Außerdem ist die Feuersgefahr bei dem kleinen erforderlichen Inhalt des
Behälters b ungleich geringer als bei Schmelzkesseln von mehreren Tonnen Inhalt.
Claims (4)
1. Einrichtung zum Verflüssigen von Pech, Asphalt, Harz, Dickteer und anderen
Bitumenen, dadurch gekennzeichnet, daß eine heizbare Röhre oder Rinne so an einem
das Schmelzgut aufnehmenden Behälter angeschlossen ist, daß bei Anstellung der Heizung das Schmelzgut zunächst am Boden
des Behälters in dick- bzw. zähflüssigem Zustand übergeführt und dann erst im Rohr bzw. der Rinne bis zu einem, je nach
der Länge oder dem Gefalle des Rohres regelbaren, dünnflüssigen Zustand erwärmt wird, so daß festes, zähflüssiges und dünnflüssiges
Material fortlaufend voneinander geschieden werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch !,gekennzeichnet
durch ein mit einem Heizmantel versehenes Rohr oder Rinne (a) und einem
mit einem Heizmantel versehenen Behälter (δ), wobei die Heizung durch Einleiten von
Dampf, Feuergasen, heißem Wasser o. dgl.
in den Mantel oder bei entsprechender Unterteilung des Mantels durch Einleitung
von Dampf in den einen Teil und durch Einleitung von heißem Wasser o. dgl. in den anderen Teil des Mantels erfolgen kann.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefalle des Rohres
(«) z. B. mittels der Schraubenspindel (f) -nach Bedarf eingestellt und so die Dünnflüssigkeit
und die Durchflußgeschwindigkeit nach Bedarf geregelt werden kann. no
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (α) in Form
eines Spiralrohres ausgebildet bzw. an dem Behälter (b) angeschlossen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE276196C true DE276196C (de) |
Family
ID=532414
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT276196D Active DE276196C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE276196C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2528442A1 (fr) * | 1982-06-15 | 1983-12-16 | Nippon Oil Co Ltd | Procede de preparation d'un brai convenant tout particulierement a l'utilisation en tant que matiere premiere de la preparation de fibres de carbone |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2528442A1 (fr) * | 1982-06-15 | 1983-12-16 | Nippon Oil Co Ltd | Procede de preparation d'un brai convenant tout particulierement a l'utilisation en tant que matiere premiere de la preparation de fibres de carbone |
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