DE274960C - Traggerüst für zusammenklappbare Fahrräder (Militärfahrräder) - Google Patents
Traggerüst für zusammenklappbare Fahrräder (Militärfahrräder)Info
- Publication number
- DE274960C DE274960C DE1913274960D DE274960DA DE274960C DE 274960 C DE274960 C DE 274960C DE 1913274960 D DE1913274960 D DE 1913274960D DE 274960D A DE274960D A DE 274960DA DE 274960 C DE274960 C DE 274960C
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- bicycles
- attached
- frame
- straps
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- Expired
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62K—CYCLES; CYCLE FRAMES; CYCLE STEERING DEVICES; RIDER-OPERATED TERMINAL CONTROLS SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES; CYCLE AXLE SUSPENSIONS; CYCLE SIDE-CARS, FORECARS, OR THE LIKE
- B62K15/00—Collapsible or foldable cycles
- B62K15/006—Collapsible or foldable cycles the frame being foldable
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Motorcycle And Bicycle Frame (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 274960 KLASSE 63 Ji. GRUPPE
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Traggerüst für zusammenklappbare Fahrräder
(Militärfahrräder). Dieses Traggerüst soll in der Hauptsache bei den Rädern der Radfahrabteilungen
der Armee sowie für Patrouillen, Vorposten und Meldefahrer Verwendung finden, damit diese das Rad auf dem Rücken tragen
können, solange sie sich auf abwegigem Gelände befinden, aber dasselbe schnell benutzen
ίο können, wenn sie auf eine Fahrstraße gelangen.
Die Natur dieser Aufgabe erfordert es, daß hierzu möglichst wenig Handhabungen erforderlich sind, und daß diese schnell ausgeführt
werden können; insbesondere ist es notwendig, daß eine Patrouille, die beispielsweise
feindliche Kavallerie trifft und diese beschießt, rasch auf das Rad steigen können
muß, wenn sie vom Feinde zum Rückzug gezwungen ist. Es ist daher eine doppelte Aufgäbe
zu lösen. Das Rad muß leicht und schnell auf den Rücken gehoben und hier
ganz ähnlich wie der Tornister des Infanteristen oder der Dachs eines Jägers auf dem
Rücken befestigt werden können, und es muß zugleich während des Tragens einen so festen
Halt haben, daß es unter Vermeidung von Eigenbewegungen die Körperbewegungen des
Trägers nicht beeinflußt. Sodann muß es in gleicher Weise im Augenblicke der Gefahr
wieder rasch abgenommen und klar zur Fahrt gemacht werden können. Erreicht wird dies
bei der Erfindung durch ein Traggerüst, welches an dem Rahmen des zusammenlegbaren
Zweirades unverrückbar festgebunden wird.
Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung gegeben.
Fig. ι zeigt das Traggerüst von vorn mit den Tragbändern in Fahrtstellung ;
Fig. 2 zeigt dasselbe mit losgelösten Bändern ;
Fig. 3 zeigt das Traggerüst von hinten gesehen ;
Fig. 4 läßt in verkleinertem Maßstab seine Befestigung am Fahrrad erkennen, und
Fig. 5 zeigt das zusammengelegte Fahrrad in der Stellung, in welcher es auf dem
Rücken eines Soldaten aufliegt.
Das Traggerüst besteht aus einer Platte 1, die zweckmäßig aus Leder hergestellt ist und
an dem Rahmen des Fahrrades befestigt wird. Diese Platte ist mit Schultertragriemen 2,3
versehen, welche wie beim Tornister oder Dachs über die Schultern gelegt und in bekannter
Weise mit den Untertragriemen 4, 5 mittels geeigneter Verschlüsse, am zweckmäßigsten
mittels Haken 6, 7, verbunden werden. Die Enden 8, 9 der Schultertragriemen können mittels der Haken 10, 11 zur Sicherheit
an das Koppel oder die Patronentasche angeknüpft werden.
Die Untertragriemen 4, 5, die an der Platte 1
befestigt sind, umgreifen mit ihrer rückwärtigen Verlängerung 12,13 (Fig. 3) einen Arm 14
der wagerechten Hinterradgabel. Sie dienen also in erster Linie dazu, das Gewicht des
Rades zu heben. Ein weiterer Befestigungspunkt der Platte 1 ist durch den Riemen 15
gegeben, welcher die Rahmenstange 30 um-
faßt. Ferner ist unterhalb des Sattels in der Höhe des Befestigungspunktes der Haupttragbänder
ein weiterer Riemen 16 an der Rückseite der Platte befestigt, welcher die zwei
Radrahmenstangen 30, 17 umfaßt und, um besonders prall anzuliegen, noch durch eine
gleichfalls an der Platte 1 befestigte Masche 18 gezogen ist. Auf diese Weise ist erreicht,
daß die Platte unverrückbar mit dem Rahmen verbunden ist. Schließlich ist noch am Ende
der Platte 1 in Nähe der Radachse ein Halteriemen ig um die Schutzblechstange geschlungen.
Die Tragriemen müssen natürlich während der Fahrt an dem Rade irgendwie festgehalten
werden, damit sie nicht durch ihr Pendeln der Beinbewegung des Radfahrers hindernd im Wege stehen. Daher ist an der
Sattelfeder ein Halteriemen 20 angeordnet, mittels welches die Tragriemen unterfaßt und
so hoch gezogen werden können, bis sie, nachdem sie vorher mittels ihrer Haken 6, 7
mit den Untertragriemen 4, 5 verknüpft worden sind, straff an der Platte 1 anliegen.
Dieses Anziehen des Riemens 20 erfolgt zweckmäßig durch eine Schnalle 21. Zur Sicherung
ist noch ein Querriemen 22 vorgesehen, der quer über die Schulterriemen 2,3 gelegt ist
• und durch eine Schnalle 23 an der Platte 1 seinen Halt findet. Endlich ist noch der
obere Teil der Platte 1 mittels eines Riemens 24 an der Sattelstange befestigt. Eine Verlängerung
25 des durchlochten Endes desselben greift in eine Schnalle 26, nachdem sie um die Lenkstangenachse des Vorderrades in zusammengeklappter
Lage geschlungen worden ist. Das Zusammenklappen wird ermöglicht durch die beiden Scharniere 27,28, welche in
die Rahmenstangen 29,31 eingebaut und durch Stifte 32, 33 gesichert sind.
Der Vorgang ist folgender:
Soll das Rad auf den Rücken genommen werden, so löst man die beiden Riemen 20
und 22, welche die Schulterriemen 2, 3 freigeben ; sodann entsichert man die Scharniere
des Radrahmens, klappt das Vorderrad nach hinten zurück und umschließt die Lenkstangenachse
durch den Riemen 25, 26. Die Tragriemen werden über die Schulter genommen
und in die Untertragriemen 4,5 eingehakt, die Deckriemen 8, 9 werden an dem Koppel
oder an der Patronentasche befestigt.
Hat man das Rad abgenommen und will es fahrtbereit machen, so löst man den Riemen
25, 26, klappt das Vorderrad in die Radebene zurück und sichert die Scharniere; so-
dann hakt man die Haupttragriemen 2, 3 in die Untertragriemen 4, 5 ein, zieht sie durch
den Untergriffriemen 20 hoch und legt sie durch den Preßriemen 22 auf der Lederplatte 1
fest. Es ist ohne weiteres klar, daß diese einfachen Vorgänge die Umwandlung des
fahrbaren Rades in ein tragbares Rad in wenigen Sekunden zur Ausführung bringen lassen.
Claims (2)
1. Traggerüst für zusammenklappbare Fahrräder (Militärfahrräder), gekennzeichnet
durch eine Tragplatte (1), die unverrückbar mittels lösbarer Riemen an den
Rahmenstangen des Hinterradrahmens befestigt ist und an der Schultertragriemen (2, 3) befestigt sind, die während der Fahrt
des Rades durch einen Untergriff riemen (20) und einen Preßriemen (22) in der Ruhelage ■ gehalten werden.
2. Traggerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Untertragriemen
(4, 5) mit ihren rückwärtigen Verlängerungen (12,13) an der wagerechten Rahmengabelstange
(14) des Hinterrades befestigt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE274960T | 1913-07-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE274960C true DE274960C (de) | 1914-06-04 |
Family
ID=95939451
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1913274960D Expired DE274960C (de) | 1913-07-30 | 1913-07-30 | Traggerüst für zusammenklappbare Fahrräder (Militärfahrräder) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE274960C (de) |
-
1913
- 1913-07-30 DE DE1913274960D patent/DE274960C/de not_active Expired
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