DE2736314C3 - Düse zum Versprühen eines unter Druck stehenden Mediums - Google Patents

Düse zum Versprühen eines unter Druck stehenden Mediums

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DE2736314C3
DE2736314C3 DE2736314A DE2736314A DE2736314C3 DE 2736314 C3 DE2736314 C3 DE 2736314C3 DE 2736314 A DE2736314 A DE 2736314A DE 2736314 A DE2736314 A DE 2736314A DE 2736314 C3 DE2736314 C3 DE 2736314C3
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Wilfried Ing.(Grad.) 7057 Leutenbach Grasmann
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    • B05BSPRAYING APPARATUS; ATOMISING APPARATUS; NOZZLES
    • B05B1/00Nozzles, spray heads or other outlets, with or without auxiliary devices such as valves, heating means
    • B05B1/12Nozzles, spray heads or other outlets, with or without auxiliary devices such as valves, heating means capable of producing different kinds of discharge, e.g. either jet or spray
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Description

Die Erfindung betrifft eine Düse zum Versprühen eines unter Druck stehenden Mediums mit wählbarer Strahlform, mit einem eine Bohrung für den Durchtritt des Mediums aufnehmenden Gehäuse und mit einer Austrittsöffnung am Ende dieser Bohrung sowie mit einem quer zur Strahlrichtung drehbar gelagerten Schneidenkörper, dessen stromabwärts gelegene Schneide zur Auffächerung des Strahls mehr oder weniger tief in den aus der Bohrung austretenden Strahl eintauchbar ist, wobei die Drehachse des Schneidenkörpers derart angeordnet ist, daß er außer Berührung mit dem Strahl gebracht werden kann, und wobei die Schneide mindestens so breit ist wie der Strahl.
Bei vielen Anwendungen, beispielsweise bei Hochdruckreinigungsgeräten, ergibt sich die Notwendigkeit, ein in einer Leitung herangeführtes, unter Druck stehendes Medium, z. B. eine mit Chemikalien versetzte Reinigungsflüssigkeit, in unterschiedlicher Menge, unterschiedlichem Druck und wählbarer Strahlforrp abzugeben. So ist beispielsweise beim Reinigen von hartnäckigen Verschmutzungen, wie sie bei der Stallreinigung oder bei stark verschmutzten Baumaschinen auftreten, ein hoher Aufpralldruck /ur Erzielung einer gründlichen Reinigung notwendig. Diesen hohen Auipralldruck erhält man dadurch, daß man die Reinigungsflüssigkeit mit hoher Durchflußmenge, ho- -to hem Spritzdruck und in Form eines kompakten Rundstrahls auf die zu reinigende Fläche richtet. Zum Reinigen von großen Flächen, beispielsweise von Fassaden, Schwimmbädern oder Fußböden, benötigt man einen Flachslrahl und eine große Wassermenge. Dieser Flachstrahl erzielt eine hohe Flächenreinigungsleistung, wobei durch die hohe Fliissigkeitsmenge der abgelöste Schmutz gründlich weggespült wird. Beempfindlicheren Flächen, beispielsweise bei gefliesten Wänden, muß der Druck des Flachstrahles reduziert werden, um Beschädigungen zu vermeiden.
Zum Desinfizieren der gereinigten Oberflächen ist ein Strahl in Form eines Sprühnebcls erforderlich. Mit einem solchen Sprühnebcl erzielt man eine feine und gleichmäßige Verteilung der Desinfektionsflüssigkeit auf den zu desinfizierenden Flächen.
Um diese vielfältigen Variationen zu ermöglichen, sind bisher Düsensysteme bekannt geworden, bei denen durch Betätigung eines Schiebers von einer Düse auf eine andere umgeschaltet werden kann. Die einzelnen Zufuhrkanäle zu den Düsen sind dabei mit O-Ringdichtungen gegeneinander abgedichtet. Der Nachteil dieser Konstruktion besteht darin, daß man lediglich auf eine, zwei oder drei fest vorgegebene Strahlformen und entsprechende Spritzdüse umstellen kann. Eine stufenlose Regelung der drei Komponenten Spritzdruck, Spritzmenge und Strahlform ist dabei nicht gegeben.
Es sind auch Rotationsumschaltdüsen bekannt geworden, bei welchen in einer Düsenscheibe vier verschiedene Dosenöffnungen mi*, unterschiedlichen Sirahlwinkeln untergebracht sind, welche über eine federnd angepreßte Dichtung gedreht werden, bis die gewünschte Düsenöffnung über der Wasserzuführungsbohrung zum Liegen kommt. Auch bei dieser Konstruktion ist eine stufenlose Anpassung an die Reinigungsaufgabe nicht möglich.
Aus der deutschen Patentschrift 6 89 162 ist ein Umlaufregner bekannt, bei welchem zur Ablenkung des Strahles eine messerartig ausgebildete Schaufel vorgesehen ist. Mit einer solchen Vorrichtung ist eine Umlenkung des Strahles möglich, jedoch keine stufenlose Verstellbarkeit der Strahlform.
In ähnlicher Weise wird bei einer aus dem US-Patent 27 11 925 bekannten Rasensprenganlage eine Ablenkung des Strahles dadurch erreicht, daß in den aus einer Düse austretenden Strahl verschieden geformte Ablenkkörper eingebracht werden. Man erreicht mit einer solchen Vorrichtung lediglich, daß die Flüssigkeit in verschiedene Bereiche umgelenkt wird, jedoch läßt sich auch mit einer solchen Vorrichtung >,eine Änderung des Strahlcharakters erreichen. Darüber hinaus ermöglicht diese Anlage keine stufenlose Verstellung der von der Flüssigkeit erreichten Fläche.
In der US-Patentschrift 30 03 706 ist eine Düsenanordnung beschrieben, bei welcher zur Beeinflussung des Sirahlquerschnittes ein Schneidenkörper um eine quer zur Strahlrichtung verlaufende Längsachse schwenkbar gelagert ist. Der Schneidenkörper läßt sich mit seiner Schneide mehr oder weniger tief in den Strahl einschwenken. Es ist mit Hilfe dieses Schneidenkörpers möglich, den Strahl derart zu beeinflussen, daß er jede Konfiguration zwischen einem kompakten Rundstrahl und einem aufgefächerten Flachstrahl einnimmt. Jedoch ist mit dieser Düsenanordnung nur die Änderung der Form des Strahlquerschnittes möglich, nicht jedoch die Änderung des Strahlcharakters. Man kann mit dieser Vorrichtung also insbesondere keine Vernebelung der abzugebenden Flüssigkeit erreichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Düse derart zu verbessern, daß mit ihr die Menge und der Druck des abgegebenen Mediums sowie die Strahlform und der Strahlcharakter stufenlos geändert werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Düse der eingangs beschriebenen Art gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, daß der Schneidenkörper als Doppelschneidenkörper ausgebildet ist, der an seinem der stromabwärts gelegenen Schneide gegenüberliegenden, stromaufwärts gelegenen Ende eine zweite Schneide aufweist, die in den Strahl einschwenkbar ist, daß die zweite Schneide derart ausgebildet ist, daß der Strahl in Form eines Sprühnebels zerrissen wir.-;, und daß eine Einrichtung zur Einstellung der die Bohrung durchsetzenden Spritzmenge und des Spritzdruckes vorhanden ist.
Günstig ist es, wenn der Querschnitt des Schneidenkörpers die Form eines Kreissegmentes hat und die Schneiden durch die Schnittkante der Kreisumfangsfläche und der Sehnenfläche gebildet werden.
Die unterschiedliche Ausgestaltung der Strahlform erfolgt also nicht durch Wahl verschiedene; Düsen, sondern durch Einführen unterschiedlich geformter Schneiden in den kompakten Strahl. Infolgedessen lassen sich stufenlos alle Strahlformen zwischen einem kompakten Rundstahl und einem dünnen breit aufgefächerten Strahl bzw, zwischen einem kompakten
Rundstrahl und einem Sprühnebel einstellen.
Durch mehr oder weniger tiefes Eintauchen der stromaufwärts gelegenen oder der stromabwärts gelegenen Schneide in den aus der Ausgangsöffnung der Bohrung austretenden Strahl lassen sich stufenlos verschiedene Strahlformen erzeugen. Das Eindrehen der stromabwärts gelegenen Schneide, d. h. der von der Austrittsöffnung entfernten Schneide, führt zu einer Verkleinerung der Strahlhöhe und zu einer Auffächerung des Strahles in einer parallel zur Schneide verlaufenden Ebene. Ein Eintauchen der stromaufwärts gelegenen Schneide in den Strahl reißt den Wasserstrahl vollständig auseinander und erzeugt einen Sprühnebel. Tauchen weder die stromaufwärts noch die stromabwärts gelegene Schneide in den Strahl ein. tritt ΐί das Medium in Form eines kompakten Strahles aus.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Einrichtung zur Einstellung der Spritzmenge und des Spritzdruckes mindestens einen im Gehäuse verschieblich und abgedichtet gelagerten, in die Bohrung einschiebbaren Schieber umfaßt, der je nach Einschubtiefe den Querschnitt der Bohrung mehr oder weniger verkleinert. Zur Positionierung des Schiebers kann vorgesehen sein, daß auf dem Gehäuse eine Exzenterscheibc drehbar gelagert ist. an deren exzentrischer Fläche der Schieber unter dem Einfluß des Drucks des in der Bohrung strömenden Mediums fest anliegt, so daß die Einschubtiefe des Schiebers durch Verdrehen der Exzenterscheibe verstellbar ist. χι
Besonders vorteilhaft ist es. wenn vor der Austrittsöffnung zwei in die Bohrung cinschiebbare Schieber mit zugeordneter Exzenterscheibe hintereinander angeordnet sind. Dann wird nämlich durch den in .Strömungsrichtung ersten Schieber die durchgelasscne Wasser- η menge reguliert, während der zweite Schieber bei vorgegebener Wassermenge den Austrittsquerschnitt des Rundstrahles und damit den Spritzdruck reguliert. Die Strahlform wird in der beschriebenen Weise durch den Schneidenkörper bestimmt. -ό
Mit der vorgeschlagenen Düse kann man also Durchflußmenge. Abgabedruck und Strahlform stufenlOS V aiilit CIt, WWUCl UlC CIII^CIIICII PdI(IIMClCI WCtI^C- hend unabhängig voneinander einstellbar sind, wenn auch beispielsweise die Strahlform in gewissem Maße *"> vom Abgabedruck abhängt. Die Strahlform kann während der Abgabe des Mediums verändert werden, so daß man im Betrieb die jeweils günstige Strahlform einstellen kann.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung so sind Gegenstand der Unteransprüche und in diesen niedergelegt.
Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigt F τ g. 1 eine seitliche Schnittansicht einer Düse:
Fig. 2 eine Schnittansicht längs der Linie 2-2 in Fig.l:
Fig.3 eine schematische Seitenansicht des Strahles mit nicht eingedrehtem Schneidenkörper; w>
F i g. 4 eine schematische Draufsicht auf den Strahl mit einer Stellung des Schneidenkörpers gemäß F i g. 3:
F i g. 5 eine Ansicht ähnlich F i g. 3 mit einem Schneidenkörper, dessen stromabwärts gelegene Schneide in den Strahl eintaucht;
Fig.6 eine Ansicht ähnlich Fig.4 mit dem Schneidenkörper in der in F i g. 5 gezeigten Stellung;
Fig. 7 eine Ansicht ähnlich Fig. 3 mit einem Schneidenkörper, dessen stromaufwärts gelegene Schneide in den Strahl eintaucht, und
Fig.8 eine Ansicht ähnlich Fig.4 mit dem Schneidenkörper in der in F i g. 7 gezeigten Stellung.
Die Düse weist einen Düsenkörper oder ein Gehäuse 1 mit einer Bohrung 2 auf, die an einer Seite des Gehäuses eine Ausgangsöffnung 3 aufweist, an welche sich ein trichterförmiger oder konischer Abschnitt 4 des Gehäuses anschließt. Auf der der Ausgangsöffnung 3 gegenüberliegenden Seite ist mit dem Gehäuse t ein Verlängerungsstutzen 5 verbunden, der entweder unmittelbar durch eine der Düse das zu versprühende Medium zuführende Leitung gebildet wird oder mit'els nicht dargestellter Verbindungsmittel mit einer solchen Leitung verbindbar ist.
Das Gehäuse 1 umgibt die Bohrung 2 konzentrisch und weist eine kreiszylindrische Außenfläche 6 auf. Auf dieser Außenfläche 6 sind zwei Einstcllscheiben 7, 8 um die BohrunEslänßsachse verdrehbar gelagert, die jeweils eine in radialer Richtung exzentrische Innenausnehmung 9 bzw. 10 aufweisen. Beide Scheiben sind gegen axiale Verschiebung gesichert, die Scheibe 7 durch eine am Gehäuse 1 angeformte Ringschulter It. die Scheibe 8 durch eine Anlaufscheibe 12 und einen zugeordneten Sprengring 13. In die Innenflächen 14 bzw. 15 der Scheiben 7 und 8 sind Ringnuten 16 bzw. 17 eingestochen, in die je ein O-Ring 18, 19 aus einem elastischen Material eingelegt ist.
Der O-Ring wird von den Scheiben unter Druck gegen die Außenfläche 6 des Gehäuses 1 gepreßt und setzt daher einer Verdrehung der Scheiben 7 und 8 einen Widerstand entgegen. Dadurch werden die Scheiben in einer einmal eingestellten Winkelstellung fixiert.
Die Scheiben 7 und 8 bestehen vorzugsweise aus Kunststoff und sich als Skalen ausgebildet oder tragen eine Skala, die mit einer entsprechenden, fest mit dem Gehäuse 1 verbundenen Markierung 20 zusammenwirkt, so daß die jeweilige Winkelstellung der Scheibe ablesbar ist.
In radiale Öffnungen 21 und 22 im Gehäuse I sind Schieber 23 bzw. 24 eingesetzt, deren freies Ende 25 uzw. 26 je nach Einschubtiefe mehr oder weniger lief in die Bohrung 2 eintaucht. Die Schieber sind durch eine in eine Ringnut 27 bzw. 28 an ihrem Umfang eingelegte Ringdichtung 29 bzw. 30. die gegen die Innenflächen der öffnungen 21 und 22 gepreßt werden, abgedichtet. Außerdem setzen die Ringdichtungen 29 und 30 der Verschiebung der Schieber einen gewissen Widerstand entgegen, so daß die Lage der Schieber fixiert ist. wenn in der Bohrung kein Überdruck herrscht.
Die aus den Öffnungen 21 und 22 nach außen herausragenden Enden 31 bzw. 32 der Schieber liegen an der exzentrischen Fläche 33 bzw. 34 der Innenausnehmungen 9 bzw. 10 an und werden fest gegen diese gedrückt, wenn durch das zu versprühende Medium in der Bohrung ein Überdruck aufgebaut ist. Je nach Winkelstellung der Scheiben 7 und 8 und damit je nach Lage der Exzenterfläche 33 bzw. 34 tauchen die Schieber 23 und 24 verschieden tief in die Bohrung 2 ein und engen dabei den Querschnitt dieser Bohrung entsprechend ein.
Dem der Eingangsöffnung 3 unmittelbar benachbarten Schieber 24 liegt in der Bohrung 2 eine Schulter 35 gegenüber, die zusammen mit dem Schieber 24 den effektiven Austrittsquerschnitt der Bohrung 2 im Bereich der Austrittsöffnung 3 bestimmt.
Zwischen den beiden Schiebern 23 und 24 ist ein
Gleichrichter 36 in die Bohrung eingesetzt, der dafür sorgt, dall Verwirbelungen des die Bohrung durchfließenden Mediums, die durch den in die Bohrung eingeschobenen Schieber 23 hervorgerufen werden, abgebaut werden und sich eine weitgehend laminare > Strömung im weiteren Verlauf der Bohrung 2 ausbilden kann. Der Gleichrichter kann beispielsweise — wie-in dem dargestellten Ausfiihrungsbeispiel gezeigt — aus eine) ~ielzahl paralleler Leitwände bestehen, wie es an sich bekannt ist. Auch andere bekannte Konstruktionen können Verwendung finden.
Vor der Austrittsöffniing ist in dem trichterförmigen Abschnitt 4 des Gehäuses ein Schneidenkörper 37 um eine <|uer zur Hohrungsliingsriclv.ung verlaufende Achse drehbar im Gehäuse I gelagert Wie insbesondere aus r> I ι >' .Λ ersichtlich, besteht der Schneidenkörper aus CKKi kreiszylindrischen Welle 38. die in entsprechende l.agerhohrungen 39 und 40 auf gegenüberliegenden Seilen des Gehäuses I drehbar eingesetzt ist. Im Hereich .ι...- ι .. ru..i.^,.., > Mn.i ;» ι ι»**Γ-..*.,<n , Ai .■„.} 42 in 'ν
der Welle 38 O Ringe 43 bzw. 44 eingelegt, die durch die Welle gegen die Innenflächen der l.agerbohriing 39 und 40 geprellt werden. Dadurch wird eine Verdrehung der Welle 38. die mit Hilfe von mit der Welle verbundenen Handräder" 45 ""<! 4*' vorgenommen werden kann, ein :"■ gewisser Widerstand entgegengesetzt, so dall die Winkelstellung der Welle gegen unbeabsichtigtes Drehen gesichert ist.
Die Handräder 45 und 4β können als Skala ausgebildet sein oder eine Skala tragen, so dall i" zusammen mit einer in der Zeichnung nicht dargestellten ."estmarkierung am Gehäuse die jeweilige Winkelstellung der Weile ersichtlich ist.
Im minieren leil weist die Welle 38 einen Einschnitt 47 auf. so daß in diesem Bereich nur ein I eil der Welle r> mit einem im wesentlichen kreissegmentförmigen Querschnitt übrig bleibt, wie dies insbesondere aus F i g. 1 ersichtlich ist. Der Einschnitt kann beispielsweise dadurch erzeugt werden, dall in die Welle eine quer zu ihrer Längsrichtung verlaufende Nut eingefräsl wird. J" Die Hodenfläche des Einschnittes, die im folgenden a!s (wirksame) Oberfläche des Schneidenkörpers bezeichnet w ird. ist in diesem Falle vollständig eben.
Die Oberfläche des Schneidenkörers bildet zusammen mit der IInifangsfläche desselben eine stromauf- J'· wärts gelegene Schneide 48 und eine stromabwärts gelegene Schneide 49 (E i p. 1). Wenn die Oberfläche des Schneidenkörpers eben ist. dann ergeben sich geradlinige Schneiden. Gemäß einem bevorzugten Ausfiihrungsbeispiel der Erfindung ist die Oberfläche derart in ausgebildet, daß sie zur stromabwärts gelegenen Schneide hin in der Mitte ansteigt. Dieser Anstieg kann geradlinig erfolgen, die Querschnittslinie des Anstieges kann aber auch durch andere Verläufe gekennzeichnet sein, sie kann beispielsweise parabel- oder hyperbelförmig verlaufen. Entsprechend der gewählten Querschnittslinie ändert sich auch der Verlauf der hinteren Schneide 49. die dann ebenfalls zur Mitte hin ansteigt, wie dies in dem in Fi g. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel gezeigt ist. t>o
Der Schneidenkörper weist vorzugsweise im Bereich der Schneiden eine hochwiderstandsfeste Beschichtung auf. beispielsweise eine Keramikbeschichtung. Ferner ist es günstig, wenn der Schneidenkörper zumindest in diesem Bereich poliert ist. b5
Es kann vorgesehen sein, in die Oberfläche von der Mitte der vorderen Schneide 48 aus divergierende Nuten 50 einzulassen, die die Ausbildung eines Sprühnebelslrahlcs fördern, wie weiter unten noch erläutert wird.
Die Drehachse des Schneidenkörpers 37 ist im Gehäuse I derart angeordnet, daß der aus der Austrittsöffnting 3 austretende Strahl, dessen Querschnitt im wesentlichen durch die Schuller 35 und den Schieber 27 bestimmt wird, im wesentlichen unbeeinflußt am Schneidenkörper 37 vorbeiströmen kann, wenn dieser in der in Fig. I dargestellten Lage steht, bei welcher die Oberfläche parallel zur Strömung steht.
Die Funktion der Düse wird im folgenden anhand der Fi g. 3 bis 8 erläutert.
Zunächst werden vor der Zufuhr des unter Druck stehenden Mediums die gewünschte Durchflußmenge und der gewünschte Strahldruck eingestellt. Dies erfolgt durch Verdrehen der Scheiben 7 bzw. 8 und damit durch verschieden tiefes Einschieben der Schieber 23 bzw. 24 in die Bohrung 2. Der Schieber 23 regulict dabei die Durchflußmenge, der Schieber 24 den Druck des j.···;.;röüifiide:: Medi;:::;'.. Die den Scheibe:; 7 !üvJ S zugeordneten Skalen sind vorzugsweise entsprechend geeicht. Sobald das unter Druck stehende Medium in die Bohrung eintritt, prellt es die Schieber 23 und 24 gegen die Exzcnierflächen 33 bzw. 34 in die durch die an der Skala ablesbare Winkelstellung der Scheibe definierte Einsehubtiefe. Die Schieber bleiben dann unverändert in dieser Stellung, wobei sie gleichzeitig durch das feste Anliegen an der Exzenterfläche 33 bzw. 34 ein Verdrehen der Scheiben 7 und 8 ν erhindern.
Aufgrund der Einstellung der Schieber 23 und 24 kann man also an der Austrittsöffnung 3 einen kompakten, parallelen Strahl mit vorwählbarer Diirchflußmcnge sowie mit vorwählbarem Querschnitt und damit vorwählbarem Druck erzeugen. Dieser Strahl wird in den I'ig. 3 bis H mit dem Bezugszeichen 51 gekennzeichnet. In diesen Figuren sind die den Querschnitt des Strahles bestimmenden Wände 52. die von der Schulter .35. dem Schieber 24 und den Seiten«andungcn der Bohrungen 2 gebildet werden, schematisch dargestellt, ebenfalls schemalisch ist der wirksame Teil des Schneideiikörpers 37 dargestellt.
In einer ersten, in den [ig. 3 und 4 ersichtlichen Stellung ist der Schneidenkörper 37 so gedreht, daß er mit dem Strahl 51 nicht in Berührung kommt, so daß der Strahl 5) mit unveränderter Querschnittsform austreten kann. Man 'rhält also einen kompakten, parallel gerichteten Strahl 53.
Bei der in den F i g. 5 und 6 gezeigten Stellung des Schneidenkörpers 37 ist dieser so verdreht, daß seine stromabwärts gelegene Schneide 49 in den Strahl 51 eintaucht. Dadurch wird der wirksame Querschnitt des Strahles erniedrigt, el. h. der austretende Strahl 54 hat — wie aus Fig. 5 ersichtlich — eine geringere Höhe. Gleichzeitig wird dieser Strahl jedoch in einer parallel zur Achse des Schneidenkörpers verlaufenden Ebene auseinandergefächert, wie dies aus F i g. 6 ersichtlich ist. Man erhält also einen flachen, fächerförmigen Strahl. Die Höhe dieses Strahles und der Auffächerwinkel lassen sich dadurch stufenlos einstellen, daß man den Schneidenkörper mit seiner stromabwärts gelegenen Schneide 49 mehr oder weniger tief in den Strahl 51 eintauchen läßt.
Ein zur Mitte hin ansteigender Verlauf der stromabwärts gelegenen Schneide 49. wie er beispielsweise in F i g. 2 dargestellt ist. erweist sich insbesondere dann als vorteilhaft, wenn der Strahl 51 einen etwa kreisförmigen Querschnitt hat. Dann tritt nämlich die Schneide 48 im Kern des Strahles 51 tiefer in diesen ein als an den
Randbereichen. Infolge der ungleichen Eintauchtiefe wird der entsehende fächerförmige Stnihl besonders gleichmäßig ausgebildet. Außerdem unterstützt die Erhebung in der Mitte der Schneidenkörperoberfläche die Auseinanderfächerung des Strahles.
Wenn man den Schneidenkörper 37 in der anderen Richtung verdrent, dann taucht die stromaufwärts gelegene Schneide 48 in den Strahl 51 ein, wie dies in
10
den Fig. 7 und 8 dargestellt ist. Dabei /.erreißt die Schneide 48 zuremmen mit den in die Oberfläche eingelassenen divergierenden Nuten 50 den Wasserstrahl so sehr, daß sich hinter dem Schneidenkörper· ein kegelförmig erweiternder Strahl 55 aus feinen und feinsten Tröpfchen ergibt, öffnungswinkel und Grö3e der Tröpfchen hängen auch hier von der Eintauchtiefe der Schneide 48 ab.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    1, Pijse zum Versprühen eines unter Druck stehenden Mediums mit wählbarer Strahlform, mit einem eine Bohrung für den Durchtritt des Mediums aufnehmenden Gehäuse und mit einer Austrittsöffnung am Ende dieser Bohrung sowie mit einem quer zur Strahlrichtung drehbar gelagerten Schneidenkörper, dessen stromabwärts gelegene Schneide zur Auffächerung des Strahls mehr oder weniger tief in den aus der Bohrung austretenden Strahl eintauchbar ist, wobei die Drehachse des Schneidenkörpers derart angeordnet ist, daß er außer Berührung mit dem Strahl gebracht werden kann, und wobei die Schneide mindestens so breit ist wie der Strahl, dadurch gekennzeichnet, daß der Schrieidenkörper (37) als Doppelschneidenkörper ausgebildet ist, der an seinem der stromabwärts gelegenen Schneide (49) gegenüberliegenden, stromaufwärts gelegenen Ende eine zweite Schneide (48) aufweist, die in den Strahl (51) einschwenkbar ist, daß die zweite Schneide (49) derart ausgebildet ist, daß der Strahl in Form eines Sprühnebeis zerrissen wird, und daß eine Einrichtung (23,24) zur Einstellung der die Bohrung (2) durchsetzenden Spritzmenge und des Spritzdruckes vorhanden ist.
    Z Düse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des ,Schneidenkörpers (37) etwa die Form eines Kreissegmentes hat und die Schneiden (48, 49) durch die Schnittkante der Kreisumfangsftäche und der Sehnenfläche gebildet werden.
    3. Düse r.ach einem der Ansprüche I oder 2, dadurch gekennzeichnet, d.?Q die stromabwärts gelegene Schneide (49) zur Mitte des Schneidenkörpers (37) hin ansteigt, so daß de·" mittlere Teil dieser Schneide (49) tiefer in den aus der Austrittsöffnung
    (3) austretenden Strahl (51) eintaucht als die seitlichen Teile.
    4. Düse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich- <o net, daß die sich an die stromabwärts gelegene Schneide (49) anschließende Oberfläche des Schneidenkörpers (37) ebenfalls zur Mitte hin ansteigt, während sie in dem an die stromaufwärts gelegene Schneide (49) anschließenden Bereich flach verläuft.
    5. Düse nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Oberseite des Schneidenkörpers (37) an der stromaufwärts gelegenen Schneide (48) beginnende Nuten (50) eingelassen sind.
    6. Düse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (50) von der Mitte der stromaufwärts gelegenen Schneide (48) in Strahlrichtung divergierend verlaufen.
    7. Düse nach einem der voranstellenden Ansprüehe, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidenkörper (37) zumindest im Bereich der Schneiden (48,49) eine verschleißfeste Schicht aufweist.
    8. Düse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die verschleißfeste Schicht eine Keramik- M schicht ist.
    9. Düse nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die verschleißfeste Schicht poliert ist.
    tO. Düse nach einem der voranstehenden Ansprü- *5 ehe, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidenkörper (37) eine Welle (38) mit kreiszylindrischem Querschnitt ist, die im Mitlelbereich zur Bildung der Schneiden (48,49) ausgefräst ist,
    11. Düse nach einem der voranstellenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidenkörper (37) unter Zwischenlage von eine einmal gewählte Winkelstellung fixierenden Bremsringen (43,44) im Gehäuse (1) drehbar gelagert ist.
    12. Düse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsringe in Ringnuten (41 bzw, 42) im Schneidenkörper (37) eingelegte, gegen die innenwand einer Lagerbohrung (39 bzw. 40) im Gehäuse (1) gepreßte O-Ringe (43,44) sind,
    13. Düse nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Schneidenkörper (37) mindestens ein als Skalenscheibe ausgebildetes Handrad (45, 46) verbunden ist und daß am Gehäuse (1) eine der Skalenscheibe zugeordnete Markierung angeordnet ist.
    14. Düse nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Handräder (45, 46) aus Kunststoff bestehen.
    15. Düse nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) die Einrichtung zur Einstellung der Spritzmenge und des Spritzdruckes aufweist, die mindestens einen im Gehäuse (1) verschieblich und abgedichtet gelagerten, in die Bohrung (2) einschiebbaren Schieber (23, 24) umfaßt.
    16. Düse nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Umfangsnut (27; 28) des Schiebers (23; 24) eine Dichtung (29;30) eingelegt ist, die an die Innenwand der den Schieber (23; 24) aufnehmenden Öffnung (21; 22) im Gehäuse (2) angepreßt ist und dadurch nicht nur den Schieber (23; 24) gegenüber dem Gehäuse (1) abdichtet, sondern auch die Einschubtiefe des Schiebers (23; 24) fixiert.
    17. Düse nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Gehäuse (1) eine Exzenterscheibe (7; 8) drehbar gelagert ist, an deren exzentrischer Fläche (33; 34) der Schieber (23; 24) unter dem Einfluß des Druckes des in der Bohrung (2) strömender! Mediums fest anliegt, so daß die Einschubtiefe des Schiebers (23; 24) durch Verdrehen der Exzenterscheibe (7; 8) einstellbar ist.
    18. Düse nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzenterscheibe (7; 8) konzentrisch zur Bohrung (2) auf dem Gehäuse (1) gelagert ist und daß ihre Winkellage durch einen Bremsring (18; 19) fixiert ist, der zwischen Exzcnierscheibcinncnfläche und Gehäuseaußenfläche (6) eingepreßt ist.
    19. Düse nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremsring ein in eine Ringnut (16; 17) in der Innenfläche der Exzenterscheibe (7; 8) cingclcgterO-Ring(l8;19)ist.
    20. Düse nach einem der Ansprüche 17,18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzenterscheiben (7; 8) aus Kunststoff bestehen.
    21. Düse nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzenterscheiben (7; 8) eine Skala aufweisen und auf dem Gehäuse (1) eine entsprechende feste Markierung (20) für die Skalen vorgesehen ist.
    22. Düse nach einem der Ansprüche 5 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Austrittsöffnung (3) zwei in die Bohrung (2) einschiebbare Schieber (23 und 24) mit zugeordneter Exzenterscheibe (7 bzw. 8) hintereinander angeordnet sind.
    23. Düse nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die beiden Schieber (23, 24) ein
    Gleiehricbterelement (35) jn die Bohrung (2) eingesetzt ist
    24, Döse nach einem der Ansprüche 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß gegenüber dem der AMStriHsöffnung (3) benachbarten Schieber (24) eine Schulter (35) in die Bohrung (2) ragt,
    25. Düse nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) die Austrittsöffnung (3) der Bohrung (2) und den Schneidenkörper (37) trichterförmig umgibt.
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