DE2735945C2 - Schaltungsanordnung für die Trägersynchronisierung von kohärenten Phasendemodulatoren - Google Patents
Schaltungsanordnung für die Trägersynchronisierung von kohärenten PhasendemodulatorenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Phasendemodulatoren und insbesondere eine Schaltungsanordnung für die Trägersynchronisierung
für kohärente Phasendemodulatoren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs, welche sich insbesondere
für nach dem Zeitmultiplexprinzip arbeitende mit Mehrfach-Zugriff ausgestattete Satellitenkommunikationssysteme
eignet.
In einem mit Mehrfach-Zugriff ausgerüsteten Satellitensystem stellt der einen Transponder oder einen
Zwischenverstärker tragende Satellit mehrere gleichzeitig betreibbare Übertragungswege zwischen verschiedenen
Erdestationen zur Verfugung. Ein Zeitmultiplex-Mehrfachzugriff-Nachrichtenübertragungssystem
(TDMA) ist ein Mehrfach-Zugriffsystsm, bei dem die zur Verfugung stehende Zeit in einzelne
Impulsrahmen unterteilt ist, die aus einer Anzahl von Zeitabschnitten oder Kanälen bestehen, die jeweils
jeder Station für die Übertragung von Daten nach einer anderen Station zur Verfugung stehen. Eine typische
Erdestation enthält ein Datenterminal, einen Modulatir/Demodulator
(Modem), Hochfrequenzsender und Hochfrequenzempfänger. Der Modem muß dabei so ausgelegt sein, daß das durch den Satelliten-Zwischenverstärker
übertragene Frequenzband möglichst wirkungsvoll ausgenutzt wird. Das hierbei allgemein
benutzte Modulationsverfahren ist die sogenannte Phasenumtastung in Verbindung mit einer kohärenten
Demodulation.
Die Phasenumtastung (PSK) Modulation wird allgemein angewandt, und man findet eine ausführliche
Beschreibung beispielsweise in dem bei McGraw-Hill, New York, 1965, erschienenen, von R. W. Bennett und
J. R. Davey herausgegebenen Buch »Data Transmission« im Kapitel 10, sowie in dem Buch »Principles of
Data Communication« von R. W. Lucky, J. Salz und E. J. Weldon, Jr., Kapitel 3, das ebenfalls bei McGraw-Hill,
New York, 1968, erschienen ist. Kurz gesagt, verlangt das PSK-Modulationsverfahren, daß die zu übertragende
Bitfolge zunächst in eine Folge von Symbolen oder Paare von Symbolen umgesetzt wird, wobei jedes
Symbol eine diskrete Anzahl von Werten annehmen kann. Diese Symbole oder Symbolpaare werden dann
nacheinander zu Zeitpunkten übertragen, die einen Abstand von FSekunden aufweisen, und als Signalzeitpunkte
bezeichnet werden. Die Übertragung erfolgt dabei in Form einer Phasenänderung des Trägers in
bezug auf die Phase des unmittelbar vorhergehenden Symbols. Die kohärente Demodulation eines PSK-Signals
stellt ein ebenso allgemein angewandtes Verfahren dar, das ausführlich beispielsweise in den beiden
oben angegebenen Büchern beschrieben ist. Kurz gesagt, betrifft das kohärente Demodulationsvcrfahren
eine Phasenmessung des aufgenommenen Signals durch einen Vergleich mit der Phase eines örtlich
erzeugten Bezugsträgers. Offensichtlich erfordert eine richtige Demodulation des PSK-Signals, daß der Träger
am Demodulator mit dem übertragenen Träger synchronisiert wird. Es ist daher wichtig, daß für einen
kohärenten PSK-Demodulator eine Trägersynchronisation vorgesehen wird.
Wenn ein kohärenter PSK-Demodulatoi· im Zusammenhang
mit einem TDMA-Übertragungssystem eingesetzt wird, dann muß eine bei Auftreten von Rauschen
oder Störungen sehr schnelle und hochwirksame Trägersynchronisierung vorgesehen werden. Die
Gründe dafür sind, daß eine solche Synchronisierung Tür jedes übertragene Datenbündel erforderlich ist,
wenn man berücksichtigt, daß zwischen zwei benachbarten Datenbündeln keine Kohärenz der Trägerphase
vorhanden ist und daß sowohl das Schulzzeitintervall zwischen zwei benachbarten Bündeln und die Länge
des für die Trägersynchronisierung vorgesehenen Vorläufers am Beginn eines jeden Bündels für eine hochwirksame
Übertragung möglichst klcingehaltcn werden müssen.
Die Herabsetzung der Auswirkungen von Störungen und Rauschen, die durch eine Trägersynchronisierung
ermöglicht wird, ist darauf zurückzuführen, daß Hochfrequenzmodems fürTDMA-Systeme in Verbindung mit
komplizierten Schaltungen zur Störverminderung zur Verfugung gestellt werden können, wie sie beispielsweise
für Modems für Fernsprechkanäle verwendet werden.
Es gibt zwei Arten der Trägersynchronisierung, nämlich
solche, die mit phasenstarrer Schleife arbeiten, und solche mit passiven Filtern. Systeme mit phasenstarrer
Schleife sind in vielen Büchern und Aufsätzen beschrieben, und es sei hier beispielsweise auf einen Aufsatz
von W. C. Lindsey und M. K. Simon mit dem Titel »Carrier Synchronization and Detection of Polyphase
Signals« In IEEE Transaction on Communications, Juni 1972, Seiten 441 bis 454, und auf einen Aufsatz mit dem
Titel »Carrier Synchronization and Detection of QASK Signal Sets« von M. K. Simon und J. G. Smith in IEEE
Transations on Communications, Band COM-22, Nr. 2, Februar 1974, Seiten 98 bis 106, verwiesen. Die in diesen
Aufsätzen beschriebenen Systeme sind, soweit die Auswirkungen von Störungen oder Rauschen davon
betroffen sind, außerordentlich wirksam, sie gestatten jedoch keine sehr schnelle Synchronisierung. Man hat
es daher vorgezogen, Systeme mit passiven Filtern zu benutzen, wie sie beispielsweise in den Aufsätzen D2
bis D6 der Proceedings des »Colloque International sur les Telecommunications Numeriques par Satellite«
(International Conference on Digital Satellite Communications), Paris, November 28 bis 30, 1972, beschrieben
worden sind. Um jedoch die Wirksamkeit passiver Filtersysteme zu verbessern, war es erforderlich, ein
besonderes Verfahren einzusetzen, wie es beispielsweise in einem Aufsatz von D. W. Baker und R. F.
Robinson mit dem Titel »A Fast Acquisition Coherent PSK Demodulator Incorporating Passive Narrowband
Filters Operable in a Quenching Mode« in Satellite Communication Systems Technology, London, Arril
1975, auf Seiten 201 bis 206 beschrieben ist, wodurch die Komplexität solcher Systeme erhöht wird. Es wurde
daher für wesentlich besser erachtet, sich auf Systeme mit phasenstarren Schleifen zu konzentrieren und
zusätzliche Entwicklungsarbeiten fur die Verbesserung ihrer Betriebseigenschaften einzusetzen.
Eine Schaltungsanordnung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs ist aus der DE-AS 21 01 804 bekannt.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schaltungsanordnung für eine Trägersynchronisierung
mit einer phasenstarren Schleife zur Anwendung in kohärenten PSK-Demodulatoren zu schaffen, welche
bei Anwesenheit von Rauschen nicht nur sehr wirksam, sondern auch sehr schnell und dabei stabil ist. Gleichzeitig
eignet sich diese Schaltungsanordnung dann für einen Aufbau unter Verwendung relativ einfacher
Bauelemente.
Diese der Erfindung zugrunde liegende Auigabe wird mittels einer Schaltungsanordnung gemäß dem kennzeichnenden
Teil des Anspruchs gelöst.
Die Erfindung wird nunmehr anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den beigefügten
Zeichnungen im einzelnen beschrieben. Die als schutzwürdig angesehenen Merkmale der Erfindung sind den
Patentansprüchen im einzelnen zu entnehmen.
In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 schematisch ein Blockschaltbild eines üblichen Modems für PSK-Modulation in Verbindung mit
kohärenter PSK-Demodulaton,
Fig. 2 ein Blockschaltbild eines kohärenten PSK-Dcmodulators
mit einer Trägersynchronisierung gemäß der Erfindung,
Fig. 3 ein Signal raumdiagramm zur Darstellung einer 4-Phascn-PSK-Modulation, die dem besseren Verstandnis
der Erfindung dient,
Fig. 4a bis 41' Diagramme, die einem besseren Verständnis
der Erfindung dienen sollen.
Zur Vereinfachung ist in Fig. 1 ein Blockschaltbild eines üblichen Modulators/Demodulators, kurz
Modem, für ein Phasenumtast-Modulationsverfahren, kurz PSK-Modulation, gezeigt. Dieser Modem besteht
im wesentlichen aus einem PSK-Modulator 1 und einem PSK-Demodulator 2. Der PSK-Modulator 1 und
der PSK-Demodulator 2 machen von dem am häufigsten gebrauchten Verfahren zur Darstellung der Phase
des übertragenen und aufgenommenen Signals in der Weise Gebrauch, daß die phasengleiche Komponente
und die um 90° phasenverschobene Komponente in einem rechtwinkligen Koordinatensystem definiert
werden, wie dies in dem bereits erwähnten Buch von Bennett und Davey beschrieben ist. Die zu übertragenden
Datenbits werden zunächst zu Gruppen zusammengefaßt, und jede Gruppe wird in einem Codierer 3
in einem Symbolpaar umgesetzt. Diese Symbolpaare werden durch den Codierer 3 nacheinander zu Signalzeitpunkten
abgegeben, deren Abstand T Sekunden beträgt, wobei 7"die Signalperiode ist. Ein Symbolpaar
stellt dabei die phasengleiche und die um 90° phasenverschobene Komponente der zu einem Signalzeitpunkt
zu übertragenden Phase dar. Die phasengleiche und die um 90° phasenverschobene Komponente stehen
dabei jeweils am Ausgang 4 bzw. 5 des Codierers 3 zur Verfugung. Jeder dieser Komponenten nimmt dabei
die Form eines Impulses an, dessen Amplitude eine Funktion des Wertes der Phasenkomponente ist. Die
der phasengleichen Komponente entsprechenden Impulse und die der um 90° phasenverschobenen Komponente
entsprechenden Impulse werden über Tiefpässe 6 bzw. 7 geleitet, die diese in zwei Signale umformen,
die als Basisband-Signalelemente bezeichnet werden, deren Form für die Übertragung geeigneter ist. Die
so erhaltenen Signalelemente werden dann in den Modulaoren 8 und 9 zur Modulation eines »In-Phase-Trägers«
und eines »90°-Trägers« benutzt. Der In-Phase-Träger wird unmittelbar durch einen Oszillator 10 geliefert,
während der um 90° phasen verschobene Träger aus dem Modulator 10 über eine Phasenschieberstufe 11
um 90° phasenverschoben abgeleitet wird. Die so modulierten Signale werden dann in einer Addierstufe
12 kombiniert und über ein Filter 13 dem Übertragungskanal 14 zugeführt. Im PSK-Demodulator wird das aus
dem Übertragungskana! 14 aufgenommene Signal durch einen Bandpaß 15 geleitet und mit Hilfe eines InPhase-Bezugsträgers
bzw. eines 90°-Bezugsträgers in den Demodulatoren 16 bzw. 17 demoduliert. Der InPhase-Bezugsträger
wird aus dem aufgenommenen Signal durch eine Trägerwiedergewinnungsstufe 18 gewonnen und unmittelbar dem Demodulator 16 zugeleitet.
Derln-Phase-Bezugsträger, dessen Phase im Phasenschieber
19 um 90° verschoben wird, wird damit der 90°-Bezugsträger, der dem Demodulator 17 zugeleitet
wird. Die am Ausgang der Demodulatoren 16 und 17 auftretenden In-Phase- bzw. 90°-Komponenten haben
dann die Form der Basisband-Signalelemente, die im Idealfall mit den am Ausgang der Filter 6 und. 7 des
PSK-Modulators 1 auftretenden Basisband-Signalelementen identisch wären. Die durch die Demodulatoren
16 bzw. 17 gelieferten Signale werden dann zu den Signalzeitpunkten durch Abtastschaltungen 20 bzw. 21
abgetastet. Diese Signalzeitpunkts werden aus dem aufgenommenen Signal mit Hilfe einer dafür geeigneten
Taktschaltung 22 abgeleitet. Die durch die Abtastschaltungen 20 und 21 gelieferten Abtastwerte, die im
Idealfall die Form von den an den Ausgängen 4 und 5 des Codierers 3 des PSK-Modulators 1 auftretende
identische Form von Impulsen annehmen, werden dem Eingang eines Differentialdecodierers 23 zugeleitet.
Dies ist eine logische Schaltung, die die Umkehrung des Codierers 3 darstellt und die aufgenommenen Datenbits
liefert. Der Einfachheit halber ist in Fig. 1 die Trägersynchronisierung, die dafür verantwortlich ist,
daß der In-Phase-Bezugsträger und der 90q-Bezugsträger
mit dem aufgenommenen Signal synchronisiert bleiben, weggelassen.
Die Trägersynchronisierung gemäß der vorliegenden Erfindung wird nunmehr im Zusammenhang mit F i g. 2
beschrieben, in der als Beispiel ein 4-Phasen-PSK-Demodulator dargestellt ist, der in Verbindung mit
Satellitenübertragung eingesetzt werden kann und in dieser Schaltungsanordnung enthalten ist. Das aufgenommene
4-Phasen-PSK-Signa! wird parallel einem Paar Demodulatoren 24/ und 24Q zugeleitet, die in
diesem Fall symmetrische Ringdemodulatoren sind. Derartige Demodulatoren sind als Analogschaltungen
allgemein bekannt und werden in großem Maße bei der Datenübertragung eingesetzt und bedürfen keiner
näheren Beschreibung. Ein spannungsgesteuerter Oszillator (VCO) 25 liefert einen Bezugsträger, der dem
Demodulator 24/unmittelbar und über einen Phasenschieber 26 um 90° in der Phase verschoben, dem
Demodulator 24Qzugeleitet wird. Die Ausgangssignale der Demodulatoren 24/und 24Qwerden den Eingängen
von zwei Tiefpaßfiltern ΠI bzw. 28Q zugeleitet. Diese
Filter sind passive Analogfilter bekannter Bauart und dienen der Aussiebung unerwünschter Modulationsprodukte
und des thermischen Rauschens. Die Ausgangssignale der Filter 27/und 27Qwerden den Eingängen
von zwei Begrenzerstufen 28/bzw. 28Q zugeleitet, die beispielsweise in Abhängigkeit von einem positiven
Signal oder einem negativen Signa! eine hohe oder eine niedrige Amplitude liefern. Die Ausgangssignale der
Begrenzerstufen 28/ und 28Q werden Abtastschaltungen 29/bzw. 29Q zugeführt, die durch über Leitung 30
zugeführte Taktsignale, die die Signalzeitpunkte definieren, angesteuert werden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
sind die Abtastschaltungen übliche bistabile Kippschaltungen vom Typ D. Die Taktsignale
werden durch eine Taktschaltung (nicht gezeigt) der beschriebenen Art aus dem 4-Phasen-PSK-Signal abgeleitet.
Die Ausgangssignale der Abtastschaitungen 29/ und 29Q werden einem Differentialdecodierer 31 zugeführt,
der die aufgenommenen Daten liefert. Der Decodierer 31 ist eine logische Schaltung, die die Umkehrung
der im PSK-Modulator oder dem Modem verwendeten Schaltung ist. Im dargestellten Beispiel ist dieser
Decodierer ein allgemein bekannter Differentialdecodierer gemäß der CCITT-Empfehlung V26. Die Ausgangssignale
der Filter 27/und 27ß werden außerdem den Eingängen von zwei Verzögerungsschaltungen 32/
bzw. 32Q zugeführt, die jeweils eine Verzögerung um 772 Sekunden ergeben, wobei /die Signalperiode ist. In
diesem Beispiel wird als Verzögerungsschaltung eine aus Koaxialkabeln aufgebaute Verzögerungsleitung verwendet.
Die Ausgangssignale der Verzögerungsschaltungen 32/bzw. 32Q werden einem ersten Eingang von
zwei Analogmultiplizierstufen 33/ und 33Q zugeführt, deren zweite Eingänge jeweils am Ausgang der Abtastschaltung
29Qbzw. 29/angeschlossen sind. Die Multiplizierstufen
33/und 33Q bestehen in diesem Fall aus symmetrischen Ringmodulatoren. Die Ausgangssignale
der Multiplizierstufen 33/und 33Qwerden dann dem negativen bzw. positiven Eingang einer analogen
Summenschaltung 34 zugeleitet. Das Ausgangssigna] der Summenschaltung 34 liegt am Eingang einer analogen
Integrierschaltung 35, an deren Ausgang die Stcuerleitung des spannungsgesteuerten Oszillators (VCO) angeschlossen
ist. Bekanntlich ist die Phasenverschiebung des Ausgangssignals eines VCO proportional der am
Steuereingang zugeführten Spannung.
Vor einer Beschreibung der Arbeitsweise der Schaltung gemäß Fig. 2, in der die Erfindung verwirklicht ist,
soll das Prinzip dieser Arbeitsweise in bezug auf Fig. 3 besprochen werden. Bei der Datenübertragung werden
die verschiedenen Betriebszustände des bei jedem Signalzeitpunkt übertragenen Signals gewöhnlich
durch ein sogenanntes Signalraumdiagramm dargestellt. Fig. 3 zeigt das Signalraumdiagramm für ein
Übertragungssystem mit 4-Pliasen-PSK-Modulation.
Die Vektoren Ö?o. Ö~EU öS2 "nd Öi.\ stellen die vier
möglichen Phasen des zu jedem Signalzeitpunkt übertragenen Signals dar. Im dargestellten Beispiel sind die
Phasen dieser vier Vektoren 45°, 135°, 225° bzw. 315°. Es
sei nunmehr angenommen, daß zu einem gegebenen Signalzejtpunkt das übertragene Signal das durch den
Vektor OE0 mit Phase φ0 dargestellte Signal sein soll,
das durch seine Koordinaten X0 und ^0 definiert ist. Die
Koordinaten X0 \indy0 sind die In-Phase und 90°-Komponenten
des übertragenen Signals. Die Auswirkung des durch den Kanal eingeführten Rauschens bestehen
darin, daß der Vektor OR des aufgenommenen Signals nicht genau mit den das übertragene Signal darstellenden
Vektor Ui0 zusammenfällt. Der Vektor OR wird
durch seine Koordinaten χ und y, das heißt durch die phasengleiche und die um 90° phasenverschobene
Komponente des aufgenommenen Signals dargestellt. Die Phase des Vektors Ö7? wird mit Φ bezeichnet und
stellt die Phase des aufgenommenen Signals dar.
Die Größe άΦ wird definiert durch
ΑΦ = Φ- Φο
und stelle den Phasenfehler dar, der die Phase des aufgenommenen Signals verändert. Der Phasenfehler d Φ
ist ein wichtiger Parameter bei einer Trägersynchronisierung mit phasenstarrer Schleife, da dieser Parameter
zur Nachstellung des örtlich erzeugten Bezugsträgers verwendet wird. Aufgabe einer phasenstarren Schleife
besteht darin, diesen Phasenfehler möglichst klein zu machen. Wenn dieser Phasenfehler zu Null geworden
ist, dann ist der Bezugsträger genau mit dem übertragenen Signal synchronisiert. t
Die Phase Φ des Vektors OR kann ausgedrückt werden als
Φ = tan ' — .
χ
χ
Setzt man den durch Gleichung (1) definierten Phasenfehler mit dem Differential von Φ gleich, so
erhält man in Verbindung mit Gleichung (2)
άΦ =
dl
(i)
άΦ
_ xdy—ydx
x1+/ ·
Im Normalbetrieb kann angenommen werden, daß
Im Normalbetrieb kann angenommen werden, daß
χ2 + ν2 = konstant
Der Einfachheit halber sei weiter angenommen, daß χ2 +/ = 1 (6)
Die Gleichung (4) wird dann zu
(1Φ = xdy-ydx.. (7)
Die Größen dx und ay lassen sich ausdrücken als
dx = x-y» \
dy =y-.Vu I
Setzt man nunmehr Gleichung (8) in Gleichung (7) ein, so erhält man
d<P = xuy-yux.
Der Nachteil der Gleichung (9) besteht darin, daß für
eine Trägersynchronisierung die Komponenten x0 und
.V0 des übertragenden Signals bestimmt werden müssen.
Bei einer Trägersynchronisierung bekannter Art in Verbindung mit kohärenlen PSK-Demodulatoren werden
die Komponenten x(l und ^0 durch Berechnung ihrer
geschätzten Werte erhalten. Die Bestimmung von Schätzwerten ist aber entweder zu langsam oder zu
schwierig für Satellitenübertragungssysteme, bei der die Datenübertragunjjsgeschwindigkeit sehr hoch ist.
Mit einer Datenübertragungsgeschwindigkeit von 50 Megabit je Sekunde beträgt die Dauer einer Signalperiode
nur40 Nanosekunden. Bei der trägersynchronisierschaltung gemäß der Erfindung, die in einem kohärenten
4-Phasen-PSK-Demodulator einsetzbar ist, wird die Verwendung der folgenden Gleichung vorgezogen:
(5) steht, wird in der Schaltung gemäß Fig. 2 dadurch erhalten, daß die Ausgangssignale der Begrenzerstufen
28/ und 28Q in Abtaststufen 29/ bzw. 29Q kommende Vorzeicheninformation »Vorzeichen x« bzw. »Vorzeichen
y« wird dem Decodierer 31 für eine Decodierung gemäß der CCITT-Empfehlung V 26 zugeleitet.
Die am Ausgang der Filter 27/ bzw. TIQ auftretenden Ausgangssignale werden den Verzögerungsleitungen
32/ bzw. 32(? zugeführt, die eine Verzögerung um 772
ίο bewirken, wobei Γ die Signalperiode ist. Die Verwendung
der Verzögerungsleitungen 32/ und 32Q wird noch beschrieben. Die am Ausgang der Verzögerungsleitung
32/ auftretende verzögerte Komponente χ wird in der Multiplizierstufe 33/ mit der von der Abtastschaltung
29Q kommenden Information (Vorzeichen y) multipliziert. Die am Ausgang der Verzögerungsleitung 32Q
auftretende verzögerte Komponente χ wird in der Multiplizierstufe 22Q mit der am Ausgang der Abtastschal-(9)
tung 29/auftretenden Information (Vorzeichen x) multipliziert.
Das am Ausgang der Multiplizierstufe 33/auftretende Produkt (x Vorzeichen y) wird durch die
Summenschaltung 34 von dem am Ausgang der Multiplizierstufe 33Q auftretenden Produkt (y Vorzeichenx)
subtrahiert. Am Ausgang der Summenschaltung 34 tritt dann der durch Gleichung (10) definierte Phasenfehler
άΦ auf, wobei Gleichung (10) hier nochmal wiederholt sei.
(1φ = y Vorzeichen x-jc Vorzeichen >.
In Gleichung (10) sind die Größen »Vorzeichen x« und »Vorzeicheny« die Schätzwerte der übertragenen
Signalkomponcnten x„ undjv Gleichung (10) führt zu
einem vereinfachten Aufbau der Trägersynchronisierschaltung und liefert ungewöhnlich zufriedenstellende
Ergebnisse.
Die Arbeitsweise der in Fig. 2 dargestellten Schaltung
wird unter Verwendung von Gleichung (10) nunmehr beschrieben. Das 4-Phasen-PSK-Eingangssignal
wird mit Hilfe des im Oszillator 25 erzeugten Bezugsträgers demoduliert, der den Demodulatoren 24/ und
Z4Q als phasengleichcr Bezugsträger bzw. 90° phasenverschobener
Bezugslräger zugeführt wird, wobei die Phase des 90°-Bezugsträgers um 90° gegenüber dem
phasengleichen Träger verschoben wird. Die phasengleiche und die 90°-Komponente des PSK-Signals, die
jeweils mit χ bzw.y bezeichnet sind, stehen am Ausgang
der Demodulatoren 24/ und 24Q zur Verfügung. Die Komponenten χ und>· werden durch die Filter 27/bzw.
27ß durchgelassen und den Eingängen der Begrenzerstufen 28/ bzw. 28Q zugeführt, deren Ausgangssignale
ständig die Vorzeichen von χ bzw. j> liefern. Der Einfachheit
halber ist in den Gleichungen (1) bis (10) die Zeit nicht berücksichtigt. Dem Fachmann ist ohne weiteres
klar, daß diese Gleichungen natürlich nur zu den Signalzeitpunkten gültig sind, das heißt den einzigen Zeitpunkten,
bei den das 4-Phasen-PSK-Signal Information enthält. Die »Vorzeichen x« und »Vorzeichen^« Information,
die zu den Signalzeitpunkten zur Verfügung d Φ = y Vorzeichen χ - χ Vorzeichen y.
(10)
Um zu verhindern, daß Phasenfehler einen nachteiligen Einfluß auf die Arbeitsweise der Schaltung
ausüben, wird der durch Gleichung (10) definierte Phasenfehler in einer Inlegrierschaltung 35 integriert.
Am Ausgang der Integrierschaltung 35 steht dann ein über die Zeit integrierter Phasenfehler άΦ an, der definiert
ist durch
άΦ = y Vorzeichen χ - χ Vorzeichen y.
(11)
Der im spannungsgesteuerten Oszillator 25 erzeugte Bezugsträger wird dann solange als Funktion des integrierten
Phasenfehlers άΦ nachgestellt, bis dp = 0 ist.
Ist άΦ = 0, dann ist der Bezugsträger mit dem übertragenen Signal synchronisiert. Der Klarheit halber ist die
Integrierschaltung 35 von dem Oszillator 25 getrennt dargestellt, doch leuchtet es ohne weiteres ein, daß
dann, wenn der Oszillator selbst eine solche Integrationswirkung zeigt, keine gesonderte Integrationsschaltung
erforderlich ist.
Die Verwendung der Verzögerungsschaltungen 32/ und 32Q in der erfindungsgemäß ausgerüsteten Schaltungsanordnung
wird nunmehr anhand der Fig. 4a bis 4f erläutert. Wie gezeigt, fordert Gleichung (10), daß die
Produkte (x Vorzeichen y) und (y Vorzeichen x) berechnet
werden. Solche Produkte lassen sich dann leicht berechnen, wenn die Größen xundy binär codiert sind.
In dem in F i g. 2 gezeigten Beispiel sind die Komponenten χ und y durch Analogsignale dargestellt. Für den
größtmöglichen Wirkungsgrad des Systems ist es erforderlich, daß die am Ausgang der Analogmultiplizierstufen
33/ und 33Q auftretenden, die Produkte »x Vorzeichen jx<
und »y Vorzeichen x« darstellenden Signale als Signale mit maximaler Energie auftreten. Aus diesem
Grund werden die Verzögerungsleitungen 32/ und 32Q benutzt. F i g. 4a und 4b zeigen die am Ausgang der
Filter 27/ bzw. 27Q auftretenden Komponenten χ bzw.y
für den Fall eines einzigen Phasenwertes, für sich
9
betrachtet, zum Zeitpunkt /0. Derartige Signale werden
im allgemeinen Signalelemente genannt, und man findet eine genauere Beschreibung beispielsweise in dem
bereits erwähnten Buch von R. W. Lucky und andere, Kapitel 4, Abschnitt 4.1.1. In den Figuren war angenommen
worden, daß die Komponenten χ und y den Wert 1 haben. Das Vorzeichen vonyzum Zeitpunkt roist
ebenfalls in Fig. 4b gezeigt. Dieses Vorzeichen hat am Ausgang der Abtastschaltung 29Q die Form eines positiven
Impulses mit einer Amplitude gleich 1, der bei der Zeit t0 beginnt und zur Zeit tx endet. Wenn das Produkt
aus der Komponente χ zwischen /0 und /, (Fig. 4a) mit
dem das Vorzeichen von y (Fig. 4b) darstellenden Impuls berechnet wird, so erhält man den in Fig. 4c
gezeigten Impuls. Obgleich der in Fig. 4c gezeigte Impuls das Produkt x-mal Vorzeichen .^darstellt, ist dies
nicht der Impuls größter Energie. In Fig. 4c wird die
Energie durch die schraffierte Fläche dargestellt. Verwendet man Verzögerungsschaltungen, dann läßt sich
diese Energie, wie noch zu erläutern sein wird, erhöhen. Der Impuls in Fig. 4d stellt die Komponente x, verzögert
um 772 Sekunden dar, das heißt, das am Ausgang der Verzögerungsschaltung 32/auftretende Signal. Der
Klarheit halber sind die Komponenten und der das Vorzeichen
von y zum Zeitpunkt t0 darstellende Impuls
wieder in F i g. 4e gezeigt. Wenn man daher das Produkt aus der um 772 Sekunden verzögerten Komponente χ
zwischen t0 und ?, mit dem das Vorzeichen von y
(Fig. 4e) darstellenden Impus berechnet, so erhält man
die in Fig. 4f gezeigte Impulsform, die das Produkt (x Vorzeichen y) darstellt, jedoch diesmal die maximal
mögliche Energie enthält.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
40
45
50
55
60
65
Claims (1)
- Patentansprüche:Schaltungsanordnung für eine kohärente Demodulation für 4-Phasen-Umtastung mit einem regel- s baren Bezugsträgergenerator, einem ersten Demodulator zur Demodulation des aufgenommenen Signals mit Hilfe des Bezugsträgers zur Erzeugung der In-Phase-Komponente des aufgenommenen Signals und mit einem zweiten Demodulator zur Demodulation des aufgenommenen Signals mit Hilfe des um 90° phasenverschobenen Bezugsträgers zur Erzeugung der 90°-Komponents des aufgenommenen Signals, mit einer Trägersynchronisierschaltung mit Schakmittel zur Ermittlung des Vorzeichens der phasengleichen und der um 90° phasenverschobenen Komponente des aufgenommenen Signals, mit einer ersten Multiplizierstufe (33/) für die Bildung des Produkts aus der phasengleichen Komponente (x) des aufgenommenen Signals mit dem Vorzeichen der 90°-Komponente des aufgenommenen Signals und einer zweiten Multiplizierstufe (33Q) für die Bildung des Produkts aus der 90°-Komponente des aufgenommenen Signals mit dem Vorzeichen der phasengleichen Komponente des aufgenommenen Signals, sowie mit einer Subtrahierstufe (34) zur Bildung der Differenz zwischen dem ersten Produkt und dem zweiten Produkt zur Erzeugung eines Phasenfehlersignals (άΦ), mit dessen Hilfe der Bezugsträgergenerator (25) auf den Phasenfehler Null nachregelbar ist, dadurch gekennzeichnet,daß zwischen dem Ausgang des Demodulators für das phasengleiche Signal und der ersten Multiplizierstufe (33/) und zwischen dem Ausgang des Demodulators für das 90°-Signal und der zweiten Multiplizierstufe (33Q) je eine Verzögerungsschaltung (32/ bzw. 33Q) mit je einer Signalverzögerung um 772 eingeschaltet ist, wobei ^die Signalperiode ist, und daß zur Ermittlung des Vorzeichens der In-Phase-Komponente bzw. der 90°-Komponente des aufgenommenen Signals jeweils eine Begrenzerstufe (28/ bzw. 28Q) und eine nachgeschaltete, taktgesteuerte Abtaststufe (29/ bzw. 29Q) vorgesehen sind und daß der Ausgang der einen Abtaststufe (29/) an einem Eingang der zweiten Multiplizierstufe (33Q) und der Ausgang der anderen Abtaststufe (29Q) an einem Eingang der ersten Multiplizierstufe (33/) angeschlossen ist.
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