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Die Erfindung geht aus von der aus der DE-OS 24 21 304 bekannten innenachsigen Kreiskolbenmaschine mit Kämmeingriff eines innenverzahnten äußeren Zahnrades und eines von diesem umgebenen außenverzahnten inneren Zahnrades mit um 1 verminderter Zahnzahl, wobei die Innenwand des innenverzahnten äußeren Zahnrades in Umfangsabstand befindliche muldenförmige Aussparungen zur Lagerung drehbarer zylindrischer Zahnglieder aufweist, die mit den Zähnen des inneren Zahnrades zusammenarbeiten und dabei Arbeitskammern wechselnder Größe bilden.
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Im Betrieb der als Pumpe oder als Motor arbeitenden Maschine unterliegen die zylindrischen Zahnglieder nichtradialen Kräften, durch die sie an in Kraftrichtung liegende Wandbereiche der muldenförmigen Aussparungen gedrückt werden, in denen die zylindrischen Zahnglieder gelagert sind. Die Folge dieser Belastungen ist, daß das durch die Maschine strömende Medium in den genannten Wandbereichen zwischen diesen und den zylindrischen Zahngliedern weggedrückt wird, was Verschleißerscheinungen und Undichtigkeiten verursacht.
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Man hat bereits auf verschiedene Weise versucht, an den betreffenden Stellen trotz der nichtradialen Druckbelastungen einen ständigen Film des durch die Maschine strömenden Mediums aufrecht zu erhalten, um so den Verschleißerscheinungen und Undichtigkeiten entgegenzuwirken. Beispielsweise wurde dafür von zusätzlichen Dichtgliedern oder eine besonderen Zuleitung des Mediums zu den verschleißgefährdeten Bereichen Gebrauch gemacht. Alle diese Maßnahmen sind aufwendig, sie erhöhen die Fertigungskosten der Maschine und können unter Umständen den volumetrischen Wirkungsgrad verschlechtern.
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Die Erfindung hat die Aufgabe, durch Sicherung eines ständig vorhandenen Filmes des durch die Maschine strömenden Mediums den Verschleiß der zylindrischen Zahnglieder und der mit diesen in Berührung kommenden Wandbereiche der muldenförmigen Aussparungen auf einfachere und billigere Weise zu vermindern und so die Dichtigkeit der Maschine an diesen Stellen über eine längere Betriebszeit zu gewährleisten. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Innenwand des äußeren Zahnrades zwischen den muldenförmigen Aussparungen radial gerichtete Kerben von solchen Abmessungen hat, daß benachbarte Wandbereiche der muldenförmigen Aussparungen unter den beim Betrieb der Maschine auf die Zahnglieder einwirkenden Kräften einer elastischen Aufbiegung unterliegen.
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Wenn die zylindrischen Zahnglieder durch nichtradiale Kräfte gegen Wandbereiche der muldenförmigen Aussparungen gedrückt werden, so bleibt durch das durch die Kerben ermöglichte elastische Ausbiegen der belasteten Wandteile der von dem strömenden Medium zwischen den Wandteilen und den zylindrischen Zahngliedern gebildete Film auch bei hohen Arbeitsdrücken immer erhalten. Daraus ergibt sich von selbst die gewünschte Verschleißminderung und eine lange Dichtigkeit an diesen Stellen.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform. Es zeigt
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Fig. 1 einen Längsschnitt einer erfindungsgemäß gestalteten hydraulischen Kreiskolbenmaschine,
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Fig. 2 eine Ansicht des Außenzahnrades der Maschine gemäß Fig. 1 in Axialrichtung gesehen,
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Fig. 3 eine Ansicht des Innenzahnrades und des damit vereinigten Steuerschiebers der in Fig. 1 dargestellten Maschine bei aufgeschnittenem Innenzahnrad,
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Fig. 4 eine Darstellung der Maschine entsprechend der Linie X-X der Fig. 1, wobei Teile fortgelassen sind und eine Position dargestellt ist, in der die erfindungsgemäß gestalteten Zahnräder von der Position in Fig. 1 abweichen,
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Fig. 5 eine Ansicht des Steuerdrehschiebers gemäß Fig. 4 in Axialrichtung gesehen und bei entferntem Innenzahnrad,
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Fig. 6 eine vergrößerte schematische Teildarstellung einer erfindungsgemäß ausgebildeten Verzahnung mit Darstellung der Reaktion der miteinander in Eingriff stehenden Zähne auf die während des Betriebs auftretenden Kräfte.
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Die Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäß ausgebildete hydraulische Kreiskolbenmaschine, die als Pumpe oder als Motor betrieben werden kann, jedoch zur Erläuterung nachfolgend nur als Motor beschrieben wird.
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Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform umfaßt der Hydraulikmotor ein Gehäuse mit den Gehäuseteilen 10, 12, die mit herkömmlichen Bauteilen wie Bolzen usw. (nicht dargestellt) fest miteinander verbunden sind. Zwischen den Gehäusebauteilen 10, 12 sind eine Außenzahnradplatte 14 sowie ein zusätzlicher Plattenbauteil 16 angeordnet und axial ausgerichtet mit diesen Gehäuseteilen fest verbunden.
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Die Gehäusebauteile 10 weisen eine zentrale Kammer 18 auf, in der eine Antriebswelle 20 teilweise angeordnet ist. Innerhalb der Kammer 18 ist ein Lagerglied 22 untergebracht, das eine Innenwand 24 umfaßt, die ein Traglager für einen Teil der Abtriebswelle 20 bildet. Ein ebenfalls in der Kammer 18 angeordneter Endverschlußteil 26 weist Rollenlager 28 auf, in denen die Abtriebswelle 20 drehbar um ihre Mittelachse 30 gelagert ist. Das innerste Ende der Abtriebswelle 20 umfaßt einen vergrößerten Kopf 32, der durch axial verlaufende Rollenlager 34 und radial verlaufende Rollenlager 36 drehbar um die Mittelachse 30 gelagert ist. Zur Aufnahme der während des Betriebs der Maschine auftretenden Axialkräfte ist eine Reihe von Axialdrucklagerscheiben 38, 40, 42 vorgesehen.
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Ein vorzugsweise aus Teflon oder einer Kombination aus Teflon und einem gummielastischen Teil gebildeter Dichtring 44 stellt eine dynamische Dichtung dar, die Leckverluste zwischen der Welle 20 und dem Lagerglied 22 verhindert. Der Dichtring 46, der ebenfalls aus Teflon oder aus einer Kombination aus Teflon und einem gummielastischen Teil hergestellt ist, bildet eine dynamische Dichtung gegen Leckverluste des Arbeitsmediums aus der Kammer 48, die zwischen dem Lagerglied 22 und dem Endverschlußteil 26 liegt. Statische Dichtungen werden von den O-Ringen 50, 52 gebildet, die der zusätzlichen Dichtung der Zentralkammer 18 gegen Leckverluste des Arbeitsmediums dienen.
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Die Drehung der Antriebswelle 20 wird durch eine relative Kreis- und Rotationsbewegung beim Kämmeingriff zwischen einem innenverzahnten Außenzahnrad mit einer Außenzahnradplatte 14 und einem außenverzahnten Innenzahnrad 54 bewirkt. Das außenverzahnte Innenzahnrad 54 hat einen Zahn weniger als das Außenzahnrad, wobei sein Mittelachse 53 exzentrisch gegenüber der Mittelachse 55 des Außenzahnrades angeordnet ist. Während des Betriebs rotiert das Innenzahnrad 54 um seine Achse und läuft darüber hinaus noch um die Mittelachse des Außenzahnrades um.
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Eine Taumelwelle 56 besitzt eine Mittelachse 58, die einen Winkel gegenüber der Mittelachse 30 der Abtriebswelle bildet und einen Bereich aufweist, der mit dem Innenzahnrad 54 keilverzahnt ist und mit diesem Teil zusammen mit den Innenzahnrad 54 rotiert und auf einer Kreisbahn umläuft. Ein anderer Abschnitt der Taumelwelle 56 ist mit dem vergrößerten Kopf 32 der Abtriebswelle 20 keilverzahnt und dient der Drehung der Abtriebswelle 20 um ihre Mittelachse 30, wenn das Innenzahnrad 54 gegenüber dem Außenzahnrad kreist und rotiert.
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Die Außenzahnradplatte 14 besitzt eine Innenbohrung mit einer Mittelachse 55 (siehe Fig. 2). Die Außenzahnradplatte 14 ist vorzugsweise als einstückiger Bauteil aus schmiedbarem Gußeisen ausgebildet, der eine Innenwand 59 mit einer kontinuierlichen Oberfläche aufweist, die eine Reihe bogenförmiger Aussparungen 60 bildet, welche im Umfangsabstand zueinander angeordnet und zur Innenbohrung hin geöffnet sind. Jede der Aussparungen 60 bildet einen zylindrischen Bogenteil, wobei die Mittelpunkte der Bögen der Aussparungen 60 alle gleich weit von der Mittelachse 55 entfernt sind. Jede der teilzylindrischen Aussparungen 60 ist so bemessen, daß sie eine zylindrische Rolle 62 aufnehmen kann (von denen in Fig. 2 nur eine dargestellt ist). Jede Rolle 62 wird dabei durch die zugehörige Aussparung wälzbar aufgenommen, wobei sie mit ihrem Umfang in der Aussparung verlagerbar ist.
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Die Aussparungen 60 sind in ihrer Umfangserstreckung vorzugsweise etwas größer als ein Halbkreis, so daß sie die Rollen mehr als 180° übergreifen und dadurch eine herausdrückende Radialbewegung der Rollen 62 unterbinden. Die Innenwand der Außenplatte 14, bei der in jeder Aussparung 60 eine zuylindrische Rolle 62 angeordnet ist, bildet das innenverzahnte Außenzahnrad. Die Zwischenräume zwischen den zylindrischen Rollen des Außenzahnrades und den Außenzähnen des Innenzahnrades bilden Arbeitskammern, die sich auf Grund der ihnen zugeführten Mediendrücke sowie durch die relative Rotations- und kreisende Umlaufbewegung des Innenzahnrades und des Außenzahnrades vergrößern und verkleinern.
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Die Innenwand 59 der Außenzahnradplatte 14 weist darüber hinaus eine Vielzahl von im Umfangsabstand zueinander angeordneten Kerben 64 auf, die zwischen den bogenförmigen Aussparungen 60 ausgebildet und gegenüber der Mittelachse 55 radial angeordnet sind. Die Kerben 64 erstrecken sich axial über die gesamte Außenzahnradplatte 14 und verbinden damit deren gegenüberliegende Axialseiten. Jede der Kerben 64 weist vorzugsweise ein Paar konvergierender Wandbereiche 66, 68 auf, die mit einem Winkel von 30° bis 40° aufeinanderzulaufen und deren radiale Tiefe etwas kleiner ist als die Tiefe der Aussparungen 60, wie dies die Fig. 2 erkennen läßt. Der Winkel und die tiefe der Kerben können jedoch im Rahmen des grundlegenden Erfindungsgedankens auch abweichend gestaltet sein.
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In der Fig. 4 ist durch eine Linie C e eine Exzentrizitätsmitte der Vorrichtung gekennzeichnet, wobei die Linie durch die Mittelachse des Innenzahnrades 54 und die Mittelachse des Außenzahnrades geht. Die Steuereinrichtung, die nachfolgend noch im einzelnen beschrieben wird, dient dazu, Hochdruckmedium in die Arbeitskammern auf einer Seite der Exzentrizitätslinie zuzuführen und auf der anderen Seite der Exzentrizitätslinie Medium aus den Arbeitskammern abzuführen.
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Wie die Fig. 4 erkennen läßt, umfaßt das Außenzahnrad neun Rollen, die mit den Buchstaben A - I bezeichnet sind und die zwischen sich die Arbeitskammern bilden. Den auf einer Seite der Exzentrizitätslinie liegenden Kammern (beispielsweise die Kammern zwischen den Zahnrollen I, H, G, F und E) wird an jeder Stelle Hochdruckmedium zugeführt. Die auf der anderen Seite der Exzentrizitätslinie liegenden Kammern ( beispielsweise die Kammern zwischen den Rollen E, D, C, B und A) entleeren Niederdruckmedium. Dadurch erfährt das Innenzahnrad 54 ein resultierendes Drehmoment, das dieses im Gegenuhrzeigersinn um seine Mittelachse dreht und um die Mittelachse 55 des Außenzahnrades im Uhrzeigersinn kreisen läßt. An den verschiedenen Punkten dieser Bewegung kann ein Zahn des Innenzahnrades maximal zwischen Zähne des Außenzahnrades eingreifen, wie dies der Zahn 72 des Innenzahnrades in Fig. 4 zeigt. An anderen Punkten kann ein Zahn des Innenzahnrades während dieser Bewegung nur mit einem Minimum oder überhaupt nicht zwischen Zähne des Außenzahnrades eingreifen (der Zahn 74 in Fig. 4 befindet sich nahe an dieser Stellung).
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Die Anordnung von drehbaren und umfangsverlagerten Rollen in den Aussparungen dient der Abdichtung der Hochdruck-Arbeitskammern gegenüber den Niederdruck-Arbeitskammern. Die Fig. 6 zeigt, daß das Innenzahnrad 54 im Gegenuhrzeigersinn rotiert, wenn sich die Hochdruckzone auf der linken Seite der Rolle Ebefindet. Unter dieser Bedingungen wird eine Kraft auf die Rolle E ausgeübt, die diese in enge, dichtende Anlage an den rechten Teil der Aussparungswand zu bringen sucht. Das Hochdruckmedium hat dabei einen leichten Zugang zu den radial am weitesten außen liegenden Bereichen 69 der Aussparung. Eine resultierende Kraft R wirkt mit einer im wesentlichen radial gerichteten Komponente auf die Rolle E ein und drückt diese in enge, dichte Anlage an den Zahn 74 des Innenzahnrades 54. In der Fig. 4 wirkt auf die Rolle I (die im Bereich des Zahns 72 des Innenzahnrades einen maximalen Eingriff hat) eine resultierende Kraft R&min;, wodurch sie ebenfalls sowohl radial als auch umfangsmäßig in dichte Anlage an das Innenzahnrad und die zugehörige Aussparung gebracht wird, so daß eine weitere Abdichtung der Hochdruckzone gegenüber der Niederdruckzone entsteht.
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Es ist bekannt, daß zwischen den Rollen und den zugehörigen Aussparungswänden die Neigung zur Bildung eines dünnen Hochdruckmedienfilms besteht. Die Fig. 6 zeigt in ausgezogenen Linien und vergrößertem Maßstab einen schmalen Spalt P zwischen der Außenwand 76 der Rolle E und einem Bereich 78 der rechten Seite der Aussparungswand. In diesem Spalt ist ein dünner Hochdruckmedienfilm ausgebildet, der nicht nachteilig für die grundlegende Dichtfunktion der Zahnrollen ist und in der Tat dadurch nützlich ist, daß er der Schmierung der Rollen dient, wenn diese gegenüber den Aussparungswänden rotieren.
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Bei bekannten Vorrichtungen besteht bei hohen Drücken und fehlenden Kerben 64 bei den Rollen wie der Rolle E die Neigung zu einem Andruck gegen einen Bereich der Aussparungswand mit einer solchen Kraft, daß der Flüssigkeitsfilm zwischen der Rolle und dem Bereich der Aussparungswand nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Das kann zu einem extrem hohen direkten Reibungskontakt zwischen den Rollen und der Aussparungswand sowie im Ergebnis zu extremem Verschleiß der Rollen und der Aussparungswände führen. Zugleich kann ein hoher Verschleiß des Innenzahnrades verursacht werden, wenn die Kräfte zwischen einer Rolle und der zugehörigen Aussparungswand so groß werden, daß die Drehung der Rolle blockiert wird.
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Die Kerben 64 ermöglichen bei den Kräften, die während des Betriebs der Vorrichtung auftreten, eine Ausbiegung der Aussparungswände. Dadurch ist die Möglichkeit eines direkten Kontaktes zwischen den Aussparungswänden und den Rollen vermindert. Die Kerben 64 in den Außenzahnradwand machen dabei Bereiche der Aussparungswände unter der Wirkung der Kräfte elastisch ausbiegbar, die auf die Zähne des Außenzahnrades wirken. Bei der Darstellung in Fig. 6 ist der ausgebogene Bereich der Aussparungswand in gestrichelten Linien bei 78&min; dargestellt, während die Rollen-Oberfläche in die schematisch bei 76&min; dargestellte Position bewegt wird. Bei hohen Betriebsdrücken biegen die Aussparungswände in Abhängigkeit von den aufgebrachten Kräften aus. Durch die Ausbiegung der Aussparungswände wird zwischen diesen und der Rolle normalerweise ein Medienfilm gebildet und aufrechterhalten, wodurch die Möglichkeit eines direkten Kontaktes zwischen den Rollen und den Aussparungswänden auf ein Minimum beschränkt wird und die Rolle bei guter Schmierung eine gut dichtende Anlage an die Aussparungswand erfährt. Bei einer Verringerung der hohen Kräfte führt die Elastizität der Aussparungswand zu deren Rückkehr in die Ausgangsposition.
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Wenn die Hochdruck- und die Niederdruckbereiche auf den der Darstellung in Fig. 6 entgegengesetzten Seiten der Rolle E lägen, würde das Innenzahnrad im Uhrzeigersinn rotieren. Die Rolle E würde dann eine Umfangsverlagerung in Anlage an den rechts liegenden Bereich der Aussparungswand erfahren, wobei diese in Abhängigkeit von den auftretenden Kräften ausgebogen würde.
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Die Umlauf- und Rotationsbewegung des Innenzahnrads wird durch einen Drehschieber gesteuert, der im wesentlichen in den Fig. 1, 4 und 5 dargestellt ist. Der Gehäuseteil 10 umfaßt einen Ringkanal 80. Der Ringkanal 80 steht in Verbindung (schematisch bei 82 dargestellt) mit einer ersten (nicht dargestellten), in dem Gehäuseteil ausgebildeten Öffnung. Die erste Öffnung leitet dem Ringkanal 80 entweder Hochdruckmedium oder Niederdruckmedium zu. Der Ringkanal 80 steht außerdem in Verbindung mit einem Raum 84, der innerhalb einer Innenwand 86 des Plattenbauteils 16 ausgebildet ist.
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In dem Gehäusebauteil 10 ist außerdem ein Flüssigkeitskanal 88 ausgebildet. Dieser Kanal steht in Verbindung (schematisch bei 90 dargestellt) mit einer zweiten (nicht dargestellten) Öffnung in dem Gehäusebauteil 10. Die zweite Öffnung dient ebenfalls als Hochdruck- oder Niederdrucköffnung. Das dem Kanal 88 zugeführte Medium kommt in Verbindung mit der Keilverzahnung zwischen der Taumelwelle 56 und dem vergrößerten Kopf 32 der Abtriebswelle, wobei eine Mittelbohrung 92 in der Taumelwelle ausgebildet ist. so daß das Medium dadurch auch in einen Raum 94 in einer Mittelbohrung eines Steuerschiebers 96 gelangt.
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Der Steuerschieber 96 wird durch drei aneinander befestigte Platten gebildet. Der Steuerschieber 96 ist (durch Stifte 98) an dem Innenzahnrad befestigt, wodurch er mit diesem umläuft und rotiert. Eine erste Platte 100 weist eine radiale Fläche 101 auf, die in Gleitberührung mit einer Axialseite der Aussenzahnradplatte 14 steht. Wie die Fig. 4 erkennen läßt, umfaßt die Platte 100 eine Mehrzahl von Paaren erster und zweiter Kanäle 102, 104, die sich axial durch die hindurch erstreckt. Die Kanäle 102, 104 sind auf einem Kreis angeordnet.
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Eine zweite Platte 105 umfaßt eine Vielzahl von Paaren generell radial verlaufender erster und zweiter Kanäle 108, 110 (siehe Fig. 5), von denen die ersten Kanäle 108 in Verbindung mit den jeweils zugehörigen ersten Kanälen 102 und der Kammer 84 stehen, die den Steuerschieber 96 umschließt. Die zweiten Kanäle 110 stehen in Verbindung mit jeweils einem zweiten Kanal 104 und mit dem Raum 94, der innerhalb des Steuerdrehschiebers ausgebildet ist. Eine dritte Platte 112 wirkt als Verschleißplatte, die an einer Wand 114 des Gehäusebauteils 10 gleitend anliegt.
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Die Arbeitskammern der erfindungsgemäß ausgebildeten hydraulischen Maschine sind zwischen den Rollen des Außenzahnrades ausgebildet und umfassen die Kerben 64, die zwischen den Rollen angeordnet sind. Während die Betriebs wird Hochdruckmedium durch eine Öffnung geleitet und dann entweder durch die ersten Kanäle 102 oder die zweiten Kanäle 104 in die Arbeitskammern auf einer Seite der Exzentrizitätslinie geführt. Zur gleichen Zeit verbinden die anderen Kanalgruppen 102 oder 104 die Arbeitskammern auf der anderen Seite der Exzentrizitätslinie mit der anderen Öffnung, in der Niederdruck herrscht. Dadurch wird ein auf das Innenzahnrad wirkendes Drehmoment erzeugt, das dessen Rotation und Umlauf gegenüber dem Außenzahnrad bewirkt.
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Vorzugsweise ist der Kreis, auf dem die Axialkanäle 102, 104 angeordnet sind, so bemessen, daß diese Kanäle in bestimmten Rotations- und Umlaufpositionen eine radiale Ausrichtung mit den Kerben 64 erfahren. Wenn beispielsweise, wie in Fig. 4 dargestellt, ein Zahn des Innenzahnrads, wie der Zahn 74, einen minimalen Eingriff hat, sind die zugeordneten Kanäle 102, 104 nur in geringem Maß oder überhaupt nicht radial mit den Kerben 64 ausgerichtet. Bei den dem Zahn 72 mit maximalen Eingriff zugeordneten Kanälen sind demgegenüber beide radial mit den Kerben ausgerichtet (obwohl die eigentliche Verbindung durch die Wandteile des Außenzahnrades verschlossen sind). An verschiedenen Punkten zwischen dem maximalen und dem minimalen Eingriff verändert sich das Maß der radialen Ausrichtung der Kanäle 102, 104 mit den Kerben.
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Auf diese Weise wird Arbeitsmedium wirkungsvoll den Kerben zugeführt, was zu einem hohen volumetrischen Wirkungsgrad führt. Eine mit hohem Druck beaufschlagte Kammer, die außerdem den maximalen Eingriff erreicht (beispielsweise die Kammer zwischen den Rollen E und H in Fig. 4), steht im wesentlichen in Verbindung mit einem ersten Kanal 102, so daß Hochdruckmedium im wesentlichen aus der Arbeitskammer ausgelassen wird, bevor sie die Grenze der Niederdruckzone zur Hochdruckzone überschreitet. Dadurch wird ein Hochdruckabfall in der Arbeitskammer bei maximalem Eingriff auf ein Minimum beschränkt. Eine unter Niederdruck stehende Arbeitskammer, die gerade einen maximalen Eingriff erreicht hat (beispielsweise die Kammer zwischen den Rollen A und B), wird einem großen Teil eines zweiten Kanals 104 ausgesetzt, wodurch Hochdruckmedium schnell mit der Arbeitskammer in Verbindung gelangt. Dadurch werden die Hochdruckkammern vor Erreichen der maximalen Eingriffstellung im wesentlichen entleert und kurz nach dem maximalen Eingriff mit Flüssigkeit gefüllt, wodurch hohe Druckunterschiede in den Arbeitskammern bei dem maximalen Eingriff vermieden werden, die den volumetrischen Wirkungsgrad der Vorrichtung beeinflussen würden.
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Wie die Fig. 5 erkennen läßt, ist jedes Paar der Kanäle 102 und 104 zusätzlich mit benachbarten Wänden ausgebildet, die im gleichen Winkel wie die Wände der Kerben konvergieren. Beim maximalen Eingriff blockieren die Außenzahnradwände die Verbindung jedes Kanals mit der Arbeitskammer trotz der radialen Ausrichtung mit den Kerben.
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Wie darüber hinaus Fig. 1 erkennen läßt, ist eine Überdruckventil-Anordnung vorgesehen, durch die Medium aus der Kammer 48 austreten kann, die zwischen dem Lagerglied 22 und dem Endverschlußteil 26 ausgebildet ist. Ein Kanal 116 umfaßt einen ersten Zweig 118, der über ein Rückschlagventil 120 mit der ersten Öffnung verbunden ist, während ein zweiter Zweig 122 über ein Rückschlagventil 124 mit der zweiten Öffnung verbunden ist. Diese Anordnung ist so gestaltet, daß sie das jeweilige Rückschlagventil schließt, wann immer eine Öffnung mit Hochdruck beaufschlagt ist. Dadurch kann Hochdruckmedium, das in die Kammer 48 austritt, jeweils dasjenige Rückschlagventil öffnen, das zur Niederdrucköffnung führt, wodurch die Kammer 48 entleert wird.