DE2718436C3 - Elektrische Schaltvorrichtung und Anwendung derselben in einer Pumpspeicheranlage - Google Patents
Elektrische Schaltvorrichtung und Anwendung derselben in einer PumpspeicheranlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektrische Schaltvorrichtung, mit einem ein elektrisch isolierendes Gas
enthaltenden Gehäuse, in dem zwei miteinander in Wirkverbindung stehende Kontaktpaare angeordnet
sind, welche je einen starren Kontakt und einen länglichen Kontakt, der in seiner Längsrichtung zum
starren Kontakt hin und von diesem weg bewegbar ist. aufweisen, und ferner mit umsteuerbaren Mitteln zum
Verschieben des beweglichen Kontaktes in seiner Längsrichtung. Die Erfindung betrifft ferner die
Anwendung dieser elektrischen Schaltvorricntung in einer Pumpspeicheranlage, wobei die elektrische Schaltvorrichtung
zwischen eine elektrische Maschine und
>5 eine Stromschiene geschaltet ist, um wahlweise durch
Betätigung der elektrischen Schaltvorrichtung die genannte elektrische Maschine entweder als Generator
oder als Motor zu betreiben.
In den letzten Jahren wurden hydroelektrische
jo Anlagen mit Pumpspeichereinrichtungen ausgestattet,
die eine elektrische Maschine aufweisen, welche unter normalen Betriebsbedingungen als Generator und bei
reduzierter Belastung der hydroelektrischen Anlage als Motor arbeitet, wobei im letzteren Fall die als Motor
η arbeitende Maschine dazu dient, eine Turbine oder ein
Wasserrad anzutreiben, um Wasser von einem unteren Behälter in einen oberen m fördern. Zu diesem Zweck
muß die Drehrichtung der elektrischen Maschine umgekehrt werden. Um die Dreviiichtung einer im
to Dreiphasenbetneb arbeitenden elektrischen Maschine
umzukehren, ist es bekanntlich notwendig, zwei
Phasenanschlüsse der elektrischen Maschine miteinander zu vertauschen. Das geschieht durch zwei separate
Trennschalter, über die die elektrische Maschine mit einer Stromschiene verbunden ist. Die Trennschalter
beanspruchen einen beträchtlichen Raum. Außerdem müssen die Betätigungsmechanismen dieser Trennschalter
mittels ein^r Verriegelung miteinander verbunden werden
vi Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
elektrische Schaltvorrichtung zu schaffen, die eine einfache Struktur aufweist und deren gekoppelte
Trennschalter in bezug auf ihre Größe reduziert sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß
'■■; vorgeschlagen, daß die umsteuerbaren Mittel ein um
eine feste Achse in beiden Richtungen drehbares Bauelement aufweisen, welches bei jeder Drehrichtung
zur gleichzeitigen, gegenläufigen Verschiebung der beweglichen Kontakte dient.derart.daß wenn einer der
beweglichen Kontakte zu seinem starren Kontakt hin bewegt wird, def andere bewegliche Kontakt von
seinem starren Kontakt Weg bewegt wird, so daß beide beweglichen Kontakte nichl gleichzeitig mit ihren
Zusammenarbeitenden festen Kontakten verbunden sein können, und daß ein weiteres Paar starrer Kontakte
vorhanden ist, die Uh(dfelfi3fidef elektrisch Verbunden
sind und die je mit einem der beweglichen Kontakte in gleitendem Kontaktslehen.
In den Zeichnungen wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen
hierbei
F i g. 1 ein bekanntes Schaltschema einer als Generator
oder als Elektromotor arbeitenden elektrischen Maschine, die in einer hydroelektrischen Pumpspeicheranlage
verwendet wird.
F i g. 2 einige der in F i g. 1 schematisch dargestellten
bekannten Vorrichtungen,
F i g. 3 einen schematischen Aufriß der erfindungsgemäßen
elektrischen Schaltvorrichtung,
Fig.4 und 5 eine schematische Darstellung eines
Teils der in F i g. 3 ersichfiichen elektrischen Schaltvorrichtung,
Fi g. 6 eine Einzelheit, in der eine Modifikation der in
den Fig.4 und 5 dargestellten elektrischen Schaltvorrichtung
ersichtlich isL
In der Fig. 1 ist eine elektrische Maschine G ersichtlich, die mit einer Wasserturbine oder mit einem
Wasserrad (nicht dargestellt) verbunden ist. Die elektrische Maschine G ist über einen Transformator Tr,
einen Haupt-Trennschalter DS, einen Gasstromunterbrecher GCB und Trennschalter DSu DS2 mit einer
Stromschiene BUS elektrisch verbunden. Eine elektrische Last (nicht dargestellt) ist über einen Trennschalter
DSa, einen Stromunterbrecher CB und einen Trennschalter
DSb an die Stromschiene BUS angeschlossen. Unter normalen Betriebsbedingungen arbeitet die
elektrische Maschine G als Generator und liefert einen Dreiphasen-Wechselstrom über die Stromschiene BUS
an die elektrische Last. Wenn im Hinblick auf den Antrieb des Wasserrades oder der Wasserturbine die
elektrische Maschine G als Motor betrieben wird, ist es notwendig, diese in umgekehrter Richtung laufen zu
lassen. Gleichzeitig speist die Stromschiene die als Motor arbeitende elektrische Maschine G mit elektrischer
Energie, die der Stromschiene BUS über eine elektrische Leitung (nicht dargestellt) zugeführt wird.
Um die Umkehrung der Drehrichtung herbeizuführen, ist es unumgänglich, zwei der Phasenanschlüsse der der
elektrischen Maschine zugeführten elektrischen Energie zu vertauschen. Zu diesem Zweck sind die Trennschalter
DS1. DS7 angeordnet. Dabei ist es so. daß. wenn der
Trennschalter DS^ geschlossen ist. der Trennschalter
DSi geöffnet ist und umgekehrt. Fe-ner können beide Trennschalter DS\. DSi gleichzeitig geöffnet sein,
dürfen aber andererseits nie gleichzeitig geschlossen sein.
In der Fig. 2 sind der Haupt-Trennschalter DS, der
Gasstrcmunterbrecher GCßund die beiden Trennschalter
DS1. DS2 dargestellt.
Ferner ist die Stromschiene BUS ersichtlich. Man
sieht, daß die beiden Trennschalter DS\. DS2 getrennte
Einheiten bilden. Weiterhin ist ein Vernegelungsmechanismus
vorhanden, der zwischen den Betätigungshebeln der beiden Trennschalter angeordnet ist. Der Verriegelungsmechanismus
weist ein Verbindungsglied LK auf. welches an einem Ende eine längliche Ausnehmung
aufweist, in der der Betätigungshebel /ι des Trennschal
lers DSi gelagert ist. Der Betätigungshebel U des
Trennschalters DS2 ist mit dem anderen Ende des Verbindungsgliedes verbunden. Der Verriegelungsmechanismus
ist derart ausgebildet, daß die beiden Trennschalter gleichzeitig geöffnet, aber nicht gleichzeitig
geschlossen werden können.
In den bekannten elektrischen Schaltvorrichtungen sind zwei separate Trennschalter DS\, DS2 vorhanden,
die notwendigerweise einen beträchtlichen Raum beanspruchen. Ferner müssen die Betätigungsmechanismen
dieser Trennschalter mittels eines Verriegelungjmechanismus miteinander verbunden werden.
In der Fig.3 ist eine elektrische Schaltvorrichtung
PHSD auf eine Stromschiene BUS montiert Ferner ist auf einer Seite der Schaltvorrichtung PHSD ein
Gasstromunterbrecher GCB an diese angeschlossen. Ein Haupt-Trennschalter DSist zwischen einem oberen
Abschnitt des Gasstromunterbrechers und einem
ίο Endteil TrC des Transformators Tr angeordnet Die
Stromschiene BUS, die Schaltvorrichtung PHSD, der Haupt-Trennschalter DS, der Gasstromunterbrecher
GCB und der Endteil TrCdes Transformators stehen in gegenseitiger Verbindung und sind mit einem Gas, wie
z.B. SFs, gefüllt das Isolationszwecken dient In der
Schaltvorrichtung PHSD ist für jede Phase des Wechselstromes je eine PhasenschaKereinrichtung
vorgesehen. Eine Einrichtung dient zum Vertauschen der Anschlußklemme A mit der Anschlußklemme Sund
eine zweite Einrichtung dient zut ·. Vertauschen der Anschlußklemmen Sund A. Die dritte fhasenschattereinrichtung
dient nur zur Unterbrechung der Verbindung zur Phase C. Die Anschlußklemmen A, B befinden
sich an der Stromschiene BUS.
In der Fig.4 ist ein Gerüst ersichtlich, das sich aus
einem oben und unten offenen Gehäuse 1 sowie einer am oberen Ende des Gehäuses 1 angeordneten
Deckhaube 2 zusammensetzt. Das un'ere Ende des Gehäuses dient der Befestigung der Stromschiene BUS.
ίο Im Inneren des Gerüstes sind zwei miteinander in
Wirkverbindung stehende Kontaktpaare angeordnet. Jedes dieser Kontaktpaare weist einen starr angeordneten
Kontakt 6a, 66 und einen beweglichen Kontakt 13a, 136 auf. Die starren Kontakte 6a, bb, sind auf Leiter 5a,
J5 5Zj montiert, die mittels Isolatoren 4a, 4b befestigt sind.
Diese Isolatoren sind ihrerseits an Deckeln 3a, 3b befestigt. Die Leiter 5a, 5b sind mit zwei Phasenanschlüssen
der Stromschiene BUS verbunden Die beweglichen Kontakte 13a. 136 weisen eine längliche
ίο Form auf und sind mittels Isolierstangen 12a, Mb je mit
einer Zahnstange Ha, 116 verbunden. Die Zahnstangen Ha, 11 b sind in bezug auf die Längsrichtung der
beweglichen Kontakte 13a, 136 ausgerichtet Eine eine Öffnung in der Seitenwand des Gehäuses 1 verschließende
Distanzhülse 7 aus isolierendem Material trägt einen Leiter 8. Dieser Leiter 8 ist derart angeordnet, daß
er mit dem Gasstromunterbrecher GCB in Verbindung steht. Der Leiter 8 weist zwei weitere starre Kontakte
14a. 146 auf, die in schleifendem Kontakt mit den
jo entsprechenden beweglichen Kontakten 13a, 136 stehen. Die Zahnstangen 11 a, 116 kämmen an diametral
gegenüberliegenden Stellen mit einem Zahnrad 10. das auf t'.it Welle 9 montiert ist, die in beide Drehrichtungen
drehbar gelagert ist.
Der starre Kon.akt 6a und der bewegliche Kontakt 13a bilden den Trennschalter DS2 und die Kontakte 6b
und 136 bilden den Trennschalter DS\. Die Schaltvorrichtung funktioniert folgendermaßen.
Wenn die elektrische Maschine G als Generator
im arbeitet, fließt der elektrische Strom ausgehend von
dem an eine Endklemnie des Gasstromunterbrechers GCB angeschlossenen Leiter 8 über den Zwischenkontakt
146, den beweglichen Kontakt 136, den starren Kontakt 66 und den Leiter 56 zum Anschluß B der
f. Stromschiene BUS. Dieser Sachverhalt kann der F i g. 4
entnommen werden.
Beim Öffnen des Gasstromunterbrechers wird die Zahnstange 116 nach oben und die Zahnstange 11a nach
unten bewegt und ein Zustand wird erreicht, bei dem der bewegliche Kontakt 136 vom starren Kontakt 66
getrennt ist und der bewegliche Kontakt 13a, obwohl in der Nähe des starren Kontaktes 6a sich befindend, mit
dem starren Kontakt 6a noch nicht in Verbindung steht, so daß beide miteinander in Wirkverbindung stehende
Kontaktpaare offen sind und das in das Gehäuse eingeführte Gas zwischen diesen Kontakten eine
Isolationsschicht bildet. Wenn das Zahnrad 10 mittels seiner Betätigungseinrichtung weitergedreht wird, tritt
der bewegliche Kontakt 13a mit dem starren Kontakt 6a in Verbindung, wie dies in Fig,5 dargestellt ist. Wenn
sich die Schaltanlage in diesem Zustand befindet, fließt
der elektrische Strom von der Stromschiene über den Leiter5a, die Kontakte 6a, 13a und 14a zum Leiter 8, Von
wo der Strom zur elektrischen Maschine G gelangt, die dann als Motor arbeitet,
in der Äusführungsiorm gemäß Fig.6 weisen die
in der Äusführungsiorm gemäß Fig.6 weisen die
Umsteuerbaren Mittel einen Hebel 15 auf. Dieser Hebel
15 ist auf der Welle 9 gelagert und ist an seinen Enden mit den oberen Enden der Isolierstangen 12a bzw. 126
verbunden. Wenn die Welle 9 sich dreht, wird unter dem
Einfluß des Hebels 15 der eine bewegliche Kontakt zu seinem zugeordneten starren Kontakt hin bewegt und
der andere bewegliche Kontakt wird von seinem zugeordneten starren Kontakt weg bewegt.
Da das Gehäuse zwei miteinander in Wirkverbindung stehende Kontaktpaare aufweist, kann eine dimensionsmäßig
kleinere Schaltvorrichtung zur Phasenschaltung in hydroelektrischen Pumpspeicheranlagen verwendet
werden, als dies bisher in den bekannten Anlagen der Fall war. Da andererseits unter dem Einfluß der
umsteuerbaren Mittel die beweglichen Kontakte gleichzeitig
in entgegengesetzten Richtungen bewegt werden können, braucht zwischen den beiden Kontaktpaaren
kein Vemegeiungsmechanismus angeordnet werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Elektrische Schaltvorrichtung mit einem ein elektrisch isolierendes Gas enthaltenden Gehäuse, in
dem zwei miteinander in Wirkverbindung stehende Kontaktpaare angeordnet sind, welche je einen
starren Kontakt und einen länglichen Kontakt, der in seiner Längsrichtung zum starren Kontakt hin und
von diesem weg bewegbar ist, aufweisen, und ferner mit umsteuerbaren Mitteln zum Verschieben des
beweglichen Kontaktes in seiner Längsrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß ein um eine
feste Achse (9) in beiden Richtungen drehbares Bauelement vorgesehen ist, welches bei jeder
Drehrichtung zur gleichzeitigen, gegenseitigen Verschiebung der beweglichen Kontakte (13a, 136,1
dient, derart, daß wenn einer der beweglichen Kontakte (13a, i3b) zu seinem starren Kontakt (6a,
%b)hin bewegt wird, der andere bewegliche Kontakt
von seinem starren Kontakt weg bewegt wird, so daß beide beweglichen Kontakte nicht gleichzeitig
mit ihren zugehörigen festen Kontakten verbunden Sein können, und daß ein weiteres Paar starrer
Kontakte (14a, i4b) vorhanden ist, die untereinander
elektrisch verbunden sind und die je mit einem der beweglichen Kontakte in gleitendem Kontakt
stehen.
2. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die urnsteuerbaren Mittel zwei
Zahnstangen (Ha, Wb) aufweisen, die je mit einem der beweglichen Kontakte (13a, \3b) verbunden sind
und in Bezug auf die L-ängsri mung des zugeordneten
beweglichen KontLktes ausgerichtet sind, daß das Bauelement als ein di nbar im Gehäuse
gelagertes Zahnrad (10) ausgebildet ist, und daß die beiden Zahnstangen (Ha. Ub) an einander gegenüberliegenden
Stellen des Zahnrades (10) mit diesem in Eingriff stehen.
3. Schaltvorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Zahnstange
(11a, Ub) mh dem ihr zugeordneten Kontakt (13-s,
i3b) mittels einer aus Isoliermaterial bestehenden Stange (12a, i2b)verbunden ist.
4. Schaltvorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die umsteuerbaren Mittel zwei
Verbindungselemente (16a, 166^ aufweisen, die je mit
einem der beweglichen Kontakte (13a, Hb) axial ausgerichtet sind, daß die Verbindungselemente mit
je einem Ende eines im Gehäuse angeordneten Hebels (15) gelenkig verbunden sind, und daß der
Hebel um eine Achse (9), die sich zwischen seinen beiden Knden befindet, drehbar gelagert ist.
5. Schaltvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Verbindungselement (16a, \f>b)mn dem ihm zugeordneten Kontakt (11a,
i3b) mittels einer aus Isoliermaterial bestehenden Stange (12a, \2b)verbunden ist.
6. Schaltvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
tiie starren Kontakte (6a, Butler beiden miteinander
in Wirkverbindung stehenden Kontaktpaarc je mit zwei Phasenanschlüssen def Stromschiene verbunden
sind,
7. Schaltvorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrisch isolierende Gas Schwefelhexafluorid
ist.
8. Anwendung der elektrischen Schaltvorrichtung
nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6 in einer Pumpspeicheranlage, wobei die elektrische
Schaltvorrichtung zwischen eine elektrische Maschine und eine Stromschiene geschaltet ist, um
wahlweise durch Betätigung der elektrischen Schaltvorrichtung die genannte elektrische Maschine
entweder als Generator oder als Motor zu betreiben.
Applications Claiming Priority (1)
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: KABUSHIKI KAISHA TOSHIBA, KAWASAKI, KANAGAWA, JP |
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