DE2711059C3 - Chirurgisches Nähgerät - Google Patents

Chirurgisches Nähgerät

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DE2711059C3
DE2711059C3 DE19772711059 DE2711059A DE2711059C3 DE 2711059 C3 DE2711059 C3 DE 2711059C3 DE 19772711059 DE19772711059 DE 19772711059 DE 2711059 A DE2711059 A DE 2711059A DE 2711059 C3 DE2711059 C3 DE 2711059C3
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Simeon Dr.Med. 7100 Heilbronn Podbalkanski
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods, e.g. tourniquets
    • A61B17/04Surgical instruments, devices or methods, e.g. tourniquets for suturing wounds; Holders or packages for needles or suture materials
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
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Description

Die Erfindung betrifft ein chirurgisches Nähgerät mit Nadel und Faden mit Knoienschlinge, wobei die Nadel in einem Gehäuse gelagert ist.
Aus der US-PS 19 33 024 ist ein chirurgisches Nähgerät bekannt, bei den eine mit hakenförmiger Spitze versehene Nadel in einem Körper axial verschiebbar gelagert ist. Der Körper ist an einem scherenföniiigen Teil angeordnet. Die Knoienschlinge wird dabei um ein Röhrchen an der Scherenspitze gebildet, wobei dann die Nadel zum Eingreifen des freien Fadcnlcilcs dient, um diesen durch die Knotenschlinge zu ziehen. Die Nadel dienl also nicht zum Durchstechen eines zu vernahenden Gewebes und zum Bilden einer die Gewebeteile zusammenziehenden und -haltenden Knotenschlinge. Nach der FR-PS 8 61 469 ist ferner ein chirurgisches Nähgerät bekannt, bei dem an der Handhabe eine Anzahl von vorbereiteten losen Knotenschlingen gespeichert ist. Nach dem Durchstechen des Gewebes mit der nach oben gebogenen Nadel wird das eine Fadenende in das Öhr an der Nadelspitze eingefädelt und die Nadel dann zurückgezogen, so daß das Fadenende durch den losen Knoten gezogen wird. Da keine Mittel zum Festziehen bis zur gewünschten
ίο Adaptation vorgesehen sind, muß dies durch entsprechende Manipulation mit der freien Hand erfolgen. Gegebenenfalls muß der Knoten nach dem Abschneiden des Fadens noch mit beiden Händen gerichtet und festgezogen werden. Auf diese Weise benötigt man für jeden Knoten eine hohe Anzahl von einzelner, und verschiedenen Handhabungen. Ferner ist noch aus der DE-PS 9 12 619 eine Vorrichtung zum Herstellen und Anziehen eines aus Fadenschlingen gebildeten, einen Körpe- umfassenden Knotens bekannt. Hierbei muß jedoch nit einer separaten Nadel das Gewebe durchstoßen und diese dann durch eine vorbereitete Schlinge geführt werden. Nunmehr kann der Knoten festgezogen werden. Durch die getrennte Ausbildung der Nadel ist eine ebenso eigene Handhabung der Nadel erforderlich, so daß zwei Vorrichtungsteile vorhanden sind, die unterschiedlich bedient werden müssen. Endlich ist aus der US-PS 27 38 790 noch ein spezielles chirurgisches Nähgerät für Herzoperationen bekannt, bei dem eine mit Ilakenöse versehene Nadel axial verschiebbar gelagert ist, wobei die Nadel gleichfalls nicht zum Durchstechen des Gewebes dient, sondern nur zum Zurückziehen des Fadens, nachdem er durch eine Doppclöse gezogen worden ist. Dadurch können Gefäße abgebunden werden. Die bekannten, eine Nadel aufweisenden chirurgischen Nähgcräle dienen somit entweder nicht unmittelbar zum Nähen oder, wenn die Nadel zum Durchstechen des Gewebes und Durchziehen des Fadens verwendet wird, ist die 1 landhabung und insbesondere die Knolcnbildung umständlich und daher zeit- und arbeitsaufwendig. Die Tätigkeit erfordert daher infolge der vielfältigen und teilweise ausholenden llandbcwcgungcn hohen körperlichen Einsatz und auch hohen Materialverbrauch, da die verhältnismäßig langen Fadenenden nach der Knotcnbildung abgeschnitten werden. Das Nähen setzt so hohe Konzentralion, gleichmäßigen Bewegungsablauf und gute Zusammenarbeit mit den Hilfskräften voraus. Zum chirurgischen Nähen benötigt man daher beträchtlichen Aufwand an Instrumenten, Material. Personal und Arbeit.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, das chirurgische Nähen zu vereinfachen und zu verbessern.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung dadurch gelöst, daß im Gehäuse ein über die nach vorn überstehende Nadel axial verschiebbarer Schieber vorgesehen ist, dessen die Knotenschlinge verschiebende Stirnwand bis zur Spitze der Nadel verschiebbar ist.
Eine besonders zweckmäßige Ausbildung des Nähgerätes ergibt sich in weiterer Ausgestaltung der
W) Erfindung dadurch, daß im Schieber ein Kanal zur Aufnahme und Führung der Nadel vorgesehen ist.
Nach einer anderen zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung wird das Bedienen des Schiebers dadurch erleichtert, daß am Schieber eine Handhabe zum
μ Vorschieben und eine Rückzugfeder vorgesehen sind.
Eine einfache und schnelle Knotenschlingcnbildung läßt sich nach einer ferneren zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung dadurch erreichen, daß der Schieber
einen Kanal für den Faden aufweist und im Gehäuse eine Einrichtung zum Bilden einer Knotenschlinge und eine den Faden fixierende Einrichtung vorgesehen sind.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß durch die Bildung der Knotenschlinge im Abstand vom Gewebe, und zwar bei paralleler Federhaltung, und das anschließende Heranschieben der Knotenschlinge an das Gewebe feinfühlig die Fadenspannung kontrolliert werden kann, so dnß eine entsprechend gleichmäßige Adaptation des Gewebes über alt ganze Nahtlänge erreicht wird. Der gesamte Bewegungsablauf ist gegenüber der bisherigen Praxis reduziert, so daß durch die vorhandenen, jedoch reduzierten Arbeitsbewegungen Kraft gespart wird. Ferner erfordert das Nähen mit der notwendigen Beobachtung des Gesamtvorganges keine erhöhte Arbeitskonzentration. So läßt sich Nadel und Faden auch einfach in tiefes Gewebe einführen. Da die einzelnen Vorgänge beim Nähen vorwiegend mechanisch ablaufen, ist der Operateur in größerem Umfang als bisher unabhängig, d. h. es wird arbeitendes Personal eingespart, wobei gleichzeitig auch noch Arbeitszeit verkürzt wird. Das chirurgische Nähegerät nach der Erfindung ermöglicht daher das vereinfachte und verbesserte Herstellen von Nähten, wobei gleichzeitig der Gesamtaufwand für die Operation reduziert wird. Weitere Vorteile sind der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind der Zeichnung zu entnehmen und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 bis 9 verschiedene Phasen des Nähvorgangses;
Fig. 10 bis 13 verschiedene Phasen der Knotenschiingenbildung in der Ansicht gem. Linie D-D in F i g. 20:
Fig. 14 die eine Seitenansicht des Nahgerätes; Fig. 15 die Draufsicht auf das Nähgerät; Fig. 16 die andere Seitenansicht des Nähgeräles:
Fig. 17die Uni.eransicht des Nähgerätes; Fig. 18 einen Längsschnitt durch das Nähgerät:
Fig. 19 einen weiteren Längsschnitt durch das Nähgerät;
Fig.20 einen Längsschnitt durch den Gehäusevorderteil in vergrößertem Maßstab;
Fig. 21 einen Längsschnitt durch das Nähgerät; F i g. 22 die Draufsicht auf eine Seite;
F i g. 23 die vergrößert dargestellte Schnittansicht auf einen Teil der Einrichtung zur Knotenschlingenbildung; F i g. 24 die Frontansicht auf das Nähgerät:
Fig. 25 die Rückansicht auf das Nähgerät; F i g. 26 die Seitenansicht des Schiebers;
Fig.27 die Frontansicht des Schiebers in vergrößertem Maßstab;
F i g. 28 einen Teilschnitt durch den Schieber; Fig. 29 die Schnittansicht gem. Linie G-G in Fi g. 27; F i g. 30 die Seitenansicht des Schicbervorderteiles; Fig. 31 die Draufsicht auf das Schiebervorderteil;
Fig.32 die Seitenansicht auf eine Abdeckung des Schiebers;
Fi g. 33 die Draufsicht auf die Abdeckung;
Fig.34 die Ansicht eines Röhrchens zur Fadenfüh- bo rung;
F i g. 35 die Ansicht eines Stahldrahtes zum Einfädeln; F i g. 36 die Seitenansicht der Nadel; F i g. 37 die Draufsicht der Nadel;
Fig. 38 die Seitenansicht der Nadel in vergrößertem f>5 Maßstab;
F i g. 39 die Draufsicht auf die Nadel gem. F i g. 38; F i ε. 40 die Seitenansicht des Nadelvorderteiles; Fig.41 die Draufsicht auf das Nadelvordcrteil gem. F i g. 40;
Fig. 42 die Schnittansicht gem. Linie H-Hm Fi g. 40; Fig. 43 die Schnittansicht gem. Linie /-/in Fig. 38; Fig. 44 die Schnittansicht gem. Linie /-/in Fig. 38; F i g. 45 die Schnittansicht gem. Linie A -A in F i g. 18; F i g. 46 die Schnittansicht gem. Linie B-Bm Fig. 18; F i g. 47 die Schnittansicht gem. Linie C-Cin Fig. 18; F i g. 48 die Schnittansicht gem. Linie £-£in F i g. 21; F i g. 49 die Schnittansicht gem. Linie F-Fin F i g. 19; F i g. 50 die Frontansicht auf die Spule; Fig. 51 dieSchnitiansichtgem. Linie K-K in Fig. 50;
F i g. 52 die Frontansicht auf eine andere Ausbildung der Spule;
F i g. 53 die Schnittansicht gem. Linie L-L in F i g. 52;
Fig. 54 die Seitenansicht auf eine andere Ausführungsform des Nähgerätes;
F i g. 55 die Draufsicht auf das Nähgerät gem. F i g. 54;
F i g. 56 einen Längsschnitt durch das Nähgerät gem. Fig. 54;
F i g. 57 die Ansicht auf das Schtebervorderieil; F i g. 58 die Frontansicht des Schiebers; Fi g. 59 die Schnittansicht gem. Linie N-Nm Fig. 54:
F i g. 60 die Seitenansicht der Nadel; F i g. 61 das Nadelgrundteil in vergrößertem Maßstab
Das chirurgische Nähgerät zum Herstellen von Nähten besteht gem. den Fig. 14 bis 20 aus einem Gehäuse mit einem länglichen Körper l.der beiderseits von einem linken Deckel 2 und einem rechten Deckel 3 abgedeckt ist. Vorn ist ein vorderer Deckel 4 und hinten ein hinterer Deckel 5 vorgesehen. Bolzen 6 und 7 halten diese Teile 1 bis 5 zu einem geschlossenen Gehäuse zusammen. Unten am Körper 1 sind in handgerechtem Abstand in Gewindelöchern 8' einsetzbare Fingerhalbringc 8 montiert. Zwischen dem Körper 1 und dem linken Deckel 2 befindet sich ein Mechanismus zur automatischen Knotenschlingenbildung und zwischen dem Körper 1 und dem rechten Deckel 3 alle anderen Teile. Im Körper 1 ist in einem vom Deckel 3 abgedeckten Kanal 9' ein länglicher Schieber 9 längsverschiebbar gelagert. Der Kanal 9' durchdringt auch den vorderen Deckel 4. Am hinteren Teil unten trägt der Schieber 9 ein Auge 10, in das eine am hinteren Deckel 5 befestigte Rückzugfeder 11 eingehängt ist. Letztere verläuft in einem Kanal II' des rechten Deckels 3. Der Schieber 9 trägt ferner im hinteren Bereich oben in einem zwischen Körper 1 und rechtem Deckel 3 vorgesehenen Schlitz 13' an einer Halterung
13 noch ein Druckstück 12.
Im Schieber 9 sind ein runder Kanal 14 für den Faden 23 und ein darunterliegender viereckiger Kanal 15 für eine Nadel 91 vorgesehen (F i g. 27 bis 29). Der Kanal 15 weist einen nach unten offenen Schlitz 16 auf. Der Kanal
14 ist am vorderen Ende des Schiebers 9 verengt und mündet in einen nach rechts versetzt liegenden, kleineren Kanal 17, der an der Stirnseite mit einer Mündung 18 nach außen endet (F i g. 31). Der Kanal 17 ist Teil einer Bremsvorrichtung. Zu diesem Zweck ist der vordere, obere Teil des Schiebers 9 so ausgebildet, daß ein U-förmiger Deckel 19 aufgeschoben werden kann (F i g. 30 bis 33). Unter dem Deckel 19 befindet sich in einer Kammer 20 ein waagerecht liegender und frei drehbarer elastischer Ring 21 aus Stahl. Der Durchmesser uos Ringes 21 ist auf das Maß der Kammer 20 abgestimmt, so daß ein im Kanal 17 durch die Kammer 20 laufender Faden 23 vom Ring 21 leicht gespannt gehalten wird, sich jedoch unter leichter Reibung bei gleichzeitiger Drehung des Ringes 21 hindurchziehen
Beide Seiten am vorderen Ende des Schiebers 9 stehen senkrecht zur Schicbcrlängsachse, während dazwischen längs einer in Fig. 29 angedeuteten schrägen Eb<. ic eine Vertiefung liegt, in der sich auch die Mündung 18 befindet. Die Ebene bildet auch die Tangente zum Umkreis einer Einrichtung zur Knotenschlingenbildung. In der Vertiefung und längs der Ebene liegt auch eine quergewellte Stirnwand 22, deren Wellendurchmesser das Zwei- bis Dreifache des Fadendurchmessers beträgt. Über die obere Welle der Stirnwand 22 rutscht der Faden 23 nach außen.
Im Kanal 14 ist ein Röhrchen 24 längsverschiebbar gelagert, das mit einem profilierten Ring 26 am Ende am hinteren Deckel 5 befestigt ist (Fig. 34). Eine Öffnung 25 im Röhrchen 24 mündet in einen Kanal 27 zwischen rechtem Deckel 3 und Körper 1 (Fig. 18, 19). Gekreuzt wird der Kanal 27 durch eine zum Gehäuse achsparallele Kammer 28, in der eine V-förmige Feder 28' liegt, die mit einem waagerecht gelagerten Knopf 29 verbunden ist (F i g. 48). Der Kanal 27 mündet in eine Spule 30. die mit einer Bohrung T auf den Bolzen 7 des hinteren Deckels 5 aufgesteckt ist (Fig. 50 bis 53). Eine weitere Ausnehmung 26' umfaßt den Ring 26 am Deckel 5, so daß sich das Röhrchen 24 nicht verdrehen kann. Die Spule 30 besteht aus Kunststoff und ist für einmalige Benutzung ausgelegt, wofür sie vorher werksseitig sterilisiert worden ist. Sie kann mit qucrliegcnder Achse (F i g. 50. 51) ausgebildet sein, und zwar für Arbeiten mit wenigen Nähten, oder mit längsliegender Achse (Fig. 52, 53), nämlich für Arbeiten mit vielen Nähten. Eine Zunge 31 an der Spule 30 verhindert ein Verdrehen und dient als Verbindung zum Kanal 27. Zum Einfädeln des Fadens 23 ist ein mit einer Öse versehener Stahldraht 23'(F i g. 35) vorgesehen.
Am vorderen Ende des Nähgerätes ist eine elastische Nadel 91 angeordnet (F i g. 36 bis 44). Diese besteht aus einer Spitze 32 mit einer schneidenden Kante 33 in Mitte Oberseite, nach deren Ende ein querliegender Steg 34 angeordnet ist, in dem eine ebenso querliegende Öse 35 eingearbeitet ist. Der hintere Teil des Steges 34 bildet einen Buckel 36. Der beschriebene Teil der Nadel 91 bildet den arbeitenden Teil 37 der Nadel 91, an den sich ein Grundteil 38 mit einem unten angeordneten Kiel 39 und einer nach hinten auslaufenden Spitze 40 anschließen. Letztere ragt in den Schlitz 16 des Schiebers 9 und erlaubt so. daß der Kanal 15 mit geringem Spiel an der Nadel 91 cntlangrutscht und diese allseitig drehsicher fixiert. Der arbeitende Teil 37 der Nadel 91 isl nach oben gebogen und kann mit Eintritt in den Kanal 15 gestreckt werden. Die Unterseite der Nadel 91 ist flach und nicht schneidend ausgebildet, während die Seitenkanten ebenfalls als Schneidkante ausgebildet sein können. Die Spitze 32 und der arbeitende Teil 37 der Nadel 91 können in Länge und Stärke auf den jeweils zu verarbeitenden Faden abgestimmt sein.
Im Körper 1 und im rechten Deckel 3 ist eine Kammer 49 vorgesehen, in der ein Nadelträger 48 vertikal beweglich und um eine Querachse schwenkbar gelagert ist (F i g. 20). Der Nadelträger 48 weist eine Längsnut zur Aufnahme des Kiels 39 der Nadel 91 auf und ist auf Federbeinen 50 und 51 abgestützt, die ihn nach oben zu drücken suchen. Die Bewegung bzw. die Neigung des Nadelträgers 48 und damit der Nadel 91 wird von der Stirnseite des Schiebers 9 gesteuert, wobei er sich neigt, wie strichpunktiert in Fig. 20 angedeutet ist.
Oberhalb der Nadel 91 sind in einer Ausnehmung des Deckels 3 um Achsen 44 schwenkbare Flügel 41,42 und 43 gelagert (Fig. 49). Federn 45 suchen sie in der nach unten hängenden Position zu halten. Unter Überwindung der Federkraft können sie im Gegenuhrzeigersinn nach oben in die waagerechte Lage geschwenkt werden. An der freien Stirnseite besitzt jeder Flügel 41, 42 und 43 einen Schlitz 46 zur Aufnahme des Fadens 23. Der Flügel 41 weist an der in der hochgeschwenkten Lage nach unten zeigenden Seitenkante eine Ausnehmung 47 auf. Die Flügel 42 und 43 liegen auf dem Grundteil 38 der Nadel 91, wenn der Schieber 91 zurückgezogen ist Sie stellen eine den Faden 23 fixierende Einrichtung dar.
Die Einrichtung zum automatischen Bilden einer Knotenschlinge ist in Bewegungsrichtung des Fadens 23 vor den Flügeln 41 bis 43 angeordnet. Sie weist einen Daumen 52 mit einer gabelförmigen Spitze 53 auf, in die in der Ausgangsstellung das Ende der Spitze 40 dei Nadel 91 ragt. Ferner isl noch eine mit dem Schlitz 16 korrespondierende Nut (g) und unter dem Daumen 52 eine Verbreiterung (f) vorgesehen (Fig. 10 bis 13, 20) Der Daumen 52 rotiert in einer Kammer 54 des Körpers 1, deren Vorderwand vom Flügel 41 und derer Rückwand durch die Stirnseite des Schiebers 9 gebildei wird. Der Daumen 52 ist an einer drehbar gelagerter Scheibe 55 befestigt, deren Achse 56 den Körper 1 durchdringt und einen radialen Stift 57 trägt, an den eine Spiralfeder 58 angeschlossen ist (Fig. 23). Derer anderes Ende ist an einem koaxialen Zahnrad 55 befestigt, das am linken Deckel 2 in einer Bohrung gelagert ist. Das Zahnrad 59 kämmt in einer Zahnstange 60. die längsverschiebbar im Körper 1 angeordnet isl (Fi g. 21, 22,48). Am hinteren Teil der Zahnstange 60 ist eine Blattfeder 61 befestigt, die sich nach außen zi spreizen sucht. Mit dem freien Ende der Blattfeder 61 isl ein durch die Zahnslange 60 ragender Bolzen 62 verbunden, der in einen mit dem danebenliegender Schlitz 13' in Verbindung stehenden Schlitz 63 ragt.
Die Zahnstange 60 kann um die Strecke vor- unc zurückbewegt werden, die einer Umdrehung de; Zahnrades 59 entspricht. Eine Feder 64 (F i g. 22) suchi die Zahnstange 60 immer nach hinten zu ziehen. Irr nichtgespannten Zustand steht der Bolzen 62 in der ir F i g. 48 strichpunktiert angedeuteten Ausgangsposition Mit der Bewegung des Schiebers 9 nach vorn wird auch der Bolzen 62 nach vorn geschoben in die mii ausgezogenen Linien angedeutete Stellung, wo dei Bolzen 62 in eine Stufe 62' einschnappt und so die Einrichtung 52, 55 zur Knotenschlingenbildung ge
5n spannt hält. Das Auslösen erfolgt durch Drücken eine« nach außen ragenden Knopfes 65. Dieser kann jedoch nur gedrückt werden, wenn der am Knopf befestigte Stift 65' in eine Bohrung 65" des Schiebers 9 eintaucher kann (F i g. 26, 47). Diese Stellung ist die Ausgangsstellung des Schiebers 9.
Zum Bilden einer Knotenschlinge schiebt man der Schieber 9 bis zur Spitze 32 der Nadel 91 und setzt der vorderen Deckel 4 auf die Stelle, in die die Nadel 91 eindringen soll (Fig. 1). Beim allmählichen Loslasser des Schiebers 9 und gleichzeitigem Drücken de« Gerätes nach vorn durchbohrt die Nadel 91 das Gewebe und tritt mit ihrer Spitze 32 wieder aus. Dann wird dei Faden 23 in die Öse 35 an der Spitze 32 eingehängi (Fig.2). Durch Vorschieben des Schiebers 9 wird die Nadel 91 nun wieder zurückgezogen (Fig.3). In Fig.^ hat der Schieber 9 den Flügel 43 freigegeben und diesel ist nach unten geschwenkt, also geschlossen. Der Fader 23 wird durch den Flügel 43 geführt, wobei er durch die
Bremsvorrichtung 20, 21 leicht gespannt gehalten wird. Durch weiteres Zurückschieben des Schiebers 9 werden auch die Flügel 42 und 43 freigegeben und schwenken nach unten und halten nun die vom Schieber 9 entlastete Nadel 91 in ihrer angehobenen Stellung. Sobald der *> Schieber 9 hinter die Einrichtung 52, 55 zur Knotcnschlingenbildung gelangt ist, kann durch Drücken des Knopfes 65 die Knotenschlinge gebildet werden (F i g. 5). In F i g. 6 hat der Daumen 52 eine Umdrehung gemacht und die Knoienschlinge vorgebildet. Durch neuerliches Vorschieben des Schiebers 9 wird die Knotenschlinge auf die Spitze 40 (Fig. 7) und. da die Nadel 91 locker, aber verdrehungssicher im Nadelträger 48 ruht, über den Kiel 39 geschoben. Gleichzeitig werden die Flügel 41,42 und 43 durch die Stirnwand des Schiebers 9 wieder nach oben geklappt und geben so den Weg für die Knotenschlinge frei. Durch ständiges Vorschieben des Schiebers 9 gleitet die Knoienschlinge auf der Nadel 91 nach vorn bis zur Spitze 32(Fi g. 8), um dann von der Nadel 91 auf den in der Öse 35 eingehängten Fadeti 23 zu rutschen, bis der gewünschte Punkt erreicht ist (Fig. 9). Durch Zurückziehen des Schiebers 9, wobei jeweils die Spiralfeder 58 der Einrichtung 52, 55 für die Knotenschlingenbildung wieder aufgezogen wird, Knotenschlingenbildung durch Knopfdruck und neuerliches Vorschieben kann eine zweite Knotenschlinge gebildet und vorgeschoben werden, so daß ein Knoten entsteht, mit dem spätestens die genaue Adaptation eingestellt werden kann. Durch Wiederholen des Vorganges können so in kurzer Zeit mit minimaler Handhabung mehrere Knotenschlingen und damit ein festsitzender Knoten gebildet werden.
Das beschriebene Gerät arbeitet im wesentlichen automatisch. Ein vereinfachtes, jedoch auf dem gleichen Prinzip aufgebautes Nähgerät ohne automatische Knotenschlingenbildung ist in den F i g. 54 bis b\ dargestellt und wird im folgenden beschrieben. Auch hier ist ein dem Gehäuse 1 bis 5 entsprechendes Gehäuse 79 vorgesehen, in dem ein Schieber 80 längsverschiebbar gelagert ist. Am vorderen linde des Gehäuses 79 ist die im arbeitenden Teil 37' nach oben gebogene und ein verkürztes Grundteil 38' aufweisende Nadel 91' befestigt, die in beschriebener Weise in den Schieber 80 eintaucht und dabei gestreckt wird. Der Schieber 80 wird durch eine an einem Federhalter 82 am Ende des Gehäuses 79 angebrachte Feder 81 io seiner inneren Ausgangsstellung gehalten. Am Grundteil 38' unten ist ein Kiel angeordnet, der in einen Schlitz 84 eines unten am Gehäuse 79 angebrachten Fixierteiles 85 steckbar ist. Im Kiel ist ein Schlitz 90 vorgesehen, in den ein an einer Blattfeder 86 befestigter und quer durch das Fixierteil 85 bewegbarer Zahn 83 eintaucht und so die Nadel 91' arretiert. Der Schieber 80 ist als Zylinderteil ausgebildet und weist in Längsrichtung einen die Nadel 91' aufnehmenden Kanal 87 mit nach unten offenem Schlitz 88 auf. Zum Halten und Führen des Fadens ist vorn oben am Schieber 80 ein Haken 89 vorgesehen.
Es ist ersichtlich, daß in beschriebener Weise die Nadel 9Γ durch das Gewebe geführt und nach Einhaken des Fadens wieder zurückgezogen werden kann. Anschließend wird jedoch die Knotenschlinge von Hand gemacht und dann in ebenfalls beschriebener Weise durch die gewellte Stirnwand 22' des Schiebers 80 an das Gewebe gedrückt, wobei durch entsprechendes Ziehen die Knotenschlinge verfestigt und durch weitere Knotenschlingen ein festsitzender Knoten gebildet wird.
Hierzu 13 Blatt Zeichnungen

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Chirurgisches Nähgerät mit Nadel und Faden mit Knotenschlinge, wobei die Nadel in einem Gehäuse gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (1,2,3,4,5) bzw. 79) ein über die nach vorn überstehende Nadel (91, 91') axial verschiebbarer Schieber (9, 80) vorgesehen ist, dessen die Knotenschlinge verschiebende Stirnwand (22, 22') bis zur Spitze (32) der Nadel (91, 91') verschiebbar ist.
2. Nähgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Schieber (9, 80) ein Kanal (15, 16 bzw. 87, 88) zur Aufnahme und Führung der Nadel (91, 9Γ) vorgesehen ist.
3. Nähgerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Schieber (9, 80) eine Handhabe (12) zum Vorschieben und eine Rückzugfeder (11) vorgesehen sind.
4. Nähgerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (9) einen Kanal (14) für den Faden (23) aufweist und im Gehäuse (1, 2, 3, 4, 5) eine Einrichtung (52, 55) zur Bildung einer Knotenschlinge und eine den Faden (23) fixierende Einrichtung(41,42,43) vorgesehen sind.
5. Nähgerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (52, 55) zur Bildung der Knotenschlinge am inneren Ende der Nadel (91) angeordnet ist und die gebildete Knotenschlinge direkt an die Nadel (91)abgibt.
6. Nähgerät nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (52, 55) zur Bildung der Knotenschlinge aus einer drehbar gelagerten Scheibe (55) mit einem am Umfang angeordneten, schlingenbildendcn Daumen (52) besteht, die durch eine wieder abziehbare Spiralfeder (58) in seHingenbildender Drehlichtung drehbar ist.
7. Nahgerät nach den Anspriicnen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadel (91) in eim'rn Körper (I) des Gehäuses (1, 2, 3,4, 5) locker gelagert, jedoch im Kanal (15, 16) des Schiebers (9) drehsicher geführt ist.
8. Nähgerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadel (91,91') ei nc einseitig offene Öse (35) aufweist.
4. Nähgerät nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (52, 55) zum Hilden der Knotenschlinge einen Knopf (65) zum Auslösen der Spiralfeder (58) aufweist.
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