DE27035C - Mikrophon mit einfacher, doppelter und mehrfacher Wirkung - Google Patents

Mikrophon mit einfacher, doppelter und mehrfacher Wirkung

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DE27035C
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microphone
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organ
conductive
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DENDAT27035D
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Dr. M. HlPP in Neuchätel, Schweiz
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R21/00Variable-resistance transducers
    • H04R21/02Microphones
    • H04R21/021Microphones with granular resistance material

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Apparat, welcher den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, ist als »Mikrophon mit doppelter Wirkung« bezeichnet; dies ist jedoch so zu verstehen, dafs die Wirkung auch einfach oder mehrfach sein kann, wie aus der nachstehenden Beschreibung hervorgeht.
Das Mikrophon No. I besteht:
1. aus dem Sprechorgan, Fig. 1,
2. aus dem Sprechrohr, Fig. 2,
3. aus der Membran m, Fig. 2, und
4. aus dem Mundstück. .
Das Sprechorgan, Fig. 1, besteht aus einer Hülse von Holz oder irgend einem anderen isolirenden Material. In A A' A" ist die Hülse hohl und dazu bestimmt, Kohlen oder Metallkörper verschiedener Feinheit aufzunehmen. Die Hülse ist nicht ganz angefüllt, sondern nur so weit, dafs, wenn das Organ umgekehrt wird, die Lage der Körner sich verändern mufs. Der von den Abtheilungen A A' A" gebildete Hohlraum ist in folgender Weise abgeschlossen:
Die Erweiterung A ist in beliebiger Weise auf beiden Seiten und nach oben durch Wände aus Papier, Pergament, Holz oder dergleichen begrenzt, während die beiden Seiten A' A" nach unten abgeschlossen sind, und zwar zuerst durch Papier oder Pergament, welches einen runden Ausschnitt B, Fig. 2, hat, der kleiner ist als die Rundung A", Fig. 1. Auf dieses Pergamentpapier wird eine dünne Platte von Platin gelegt, welche den runden Ausschnitt vollkommen ausfüllt; an die Platinplatte ist ein dünner Metalldraht gelöthet, welcher die Verbindung nach aufsen bewerkstelligt. Auf diese Platte wird ein Stück Pergament oder anderes geeignetes Material in der Weise aufgelegt, dafs es das Platin von oben bedeckt. Zwei solcher aus je drei Scheiben bestehenden Platten werden nun (die ausgeschnittene Platte nach innen) auf je eine Seite des Sprechorgans aufgekittet, so dafs der dazwischen liegende Raum A A' A", wie bereits bemerkt, mit Metall- oder Kohlenkörnern ausgefüllt werden kann. Es stehen sich demnach zwei blanke Platinplatten gegenüber, bestimmt, directe Verbindung zu veranlassen. Von diesen beiden Platinplatten gehen, wie erwähnt, Drähte aus bei C, Fig. 2, welche die Verbindung nach aufsen vermitteln.
Das vorbeschriebene Organ wird an dem Sprechrohr, wie in Fig. 2 gezeigt, angebracht, die Form dieses Rohres kann jedoch ohne Schädigung der Wirkung mannigfach verändert werden. Das Sprechrohr kann aus Metall oder auch aus anderem Material hergestellt sein. Ein in demselben angebrachter Schlitz nimmt das Sprechorgan in der Weise auf, dafs die Mittellinie der Bohrung des Sprechrohres die ^Mittellinie der Platten, wo das Platin blofsgelegt ist, schneidet. Fig. 2 stellt das durch die hmie,x-y geschnittene Organ Fig. 1 vor. m bezeichnet eine Membran, durch welche" der innere Raum des Sprechrohres vom Mundstück getrennt ist. Die Schallwellen, welche durch das Mundstück in den Apparat gehen und deren physikalische Wirkungen bekannt sind, werden von beiden Seiten das Organ beeinflussen, wodurch also eine Erhöhung der Wirkung entsteht. In ähnlicher Weise kann eine mehrfache Wirkung hervorgerufen werden. In Fig. 3 ist die Zusammenstellung der Apparate auf einem Brett angegeben, wobei D das Mikrophon, E das Telephon und F den Taster bedeutet. In Fig. 4
ist ein Mikrophon abgebildet, dessen einfache Wirkung in ähnlicher Weise stattfindet. G G ist der hohle Raum zur Aufnahme des Leitungsmaterials, HH ist eine runde gedrückte Kupferplatte, welche in der Mitte eine Erhöhung hat, wie angedeutet. Diese Kupferplatte ist galvanisch verplatinirt. // ist ein messingener Ring, und der mit Kohlenpulver gefüllte Raum K ist in ganz ähnlicher Weise abgeschlossen wie der Raum A A' A" im Organ Fig. i, nur findet hier die mikrophonische Wirkung blos einfach statt.
Das Mikrophon No. II, Fig. 5, ist dem Princip nach dasselbe wie No. I, mit dem Unterschiede jedoch, dafs beide Leitungsplatten α α' statt vertical horizontal oder in einem kleinen Winkel geneigt liegen, wie Fig. 5 zeigt. Zwischen beiden Platinplatten bleibt ein Schlitz. Um dies zu verdeutlichen, sind die Dicken in b vergröfsert angegeben.
c c ist das Papier mit rundem Loch,
α α1 ein dünnes Platinblech und
dd die Decklage (Scheibe).
Ein Ring r r deckt und befestigt das Organ auf einem Rohr s s, in welches die Füllung (Metall- und Kohlenkörner) kommt. Ein elastisches Rohr e wird vom Ring r r gehalten; dieses Rohr trägt das Mundstück. Die vorbeschriebenen Mikrophone sind zwar dazu bestimmt, auf directem Wege zu wirken, doch können in gewissen Fällen auch Inductionsspulen angewendet werden. Das Füllungsmaterial (Kohlen- oder Metallkörner) kann in der verschiedensten Weise zubereitet werden. Die Bedingungen, die an dasselbe gestellt werden, bestehen darin, den Widerstand genau den übrigen Verhältnissen anzupassen, nämlich der Länge der Leitung, dem Widerstände der mitwirkenden Mikrophone und Telephone in demselben Stromkreise etc.
Dieser Zweck wird auf die verschiedenste Art erreicht: durch vegetabilische, animalische und mineralische K°ohle oder deren Mischungen, die für jeden einzelnen Fall ermittelt werden mufs, ebenso durch metallische Körper, welche zwischen oder auf die Platinplatten des Sprechorgans zu liegen kommen.

Claims (7)

  1. Patent-An Sprüche:
    ι . Die Einschaltung eines oder mehrerer Sprechorgane, Fig. ι, bestehend aus mit Kohlenoder Metallkörnern oder anderen aus leitenden oder halbleitenden Materialien gefertigten Kügelchen, Körnern oder Pulver, gefüllten Hohlräumen A A' A", theilweise begrenzt durch Platinplatten bezw. Platin- und Pergament- oder Papierscheiben, in das Mikrophon, zum Zweck, die Schallwellen in doppelter wie einfacher oder mehrfacher Weise zur Wirkung zu bringen.
  2. 2. Ein Mikrophonsystem, bei welchem die Contactparthie, Organ genannt, in den schallerfüllten Raum (Resonator) .des Empfängers eingesetzt bezw. eingetaucht ist, und zwar so, dafs dieses Organ von mehreren Seiten von den Schallwellen umspült wird.
  3. 3. Eine Membran, welche gleichzeitig als Contactplatte für die leitenden oder halbleitenden Körner etc. dient, aber so beschaffen ist, dafs die den elektrischen Contact gebende Fläche derselben kleiner ist als der gesammte, mit den Pulverkörnern etc. in Berührung stehende schwingende Theil der Membran.
  4. 4. Die Zusammensetzung dieser Membran aus Platin oder Silber in Verbindung mit Papier, Pergament, Kork, Glimmer u. dergl.
  5. 5. Eine Membran, zusammengesetzt wie die unter 4. angegebene, deren leitender Theil der Oberfläche in verschiedene Segmente bezw. Sectoren zerschnitten ist, so dafs diese Theile in der Art isolirt sind, dafs ein Strom von einem Theil zum anderen nicht übergehen kann, ohne das darauf aufgeschüttete leitende oder halbleitende Pulver bezw. die Körner zu passiren.
  6. 6. Die Anbringung eines hervorragenden Kegelstumpfes oder Kugelsegmentes oder anderen Rotationskörpers auf dem Boden des Mikrophons mit einfacher Wirkung, so dafs dieser Körper in den leitende oder halbleitende Pulver, Körner oder Kügelchen enthaltenden Raum hineinragt und mit der Bodenplatte zusammen als Contactkörper dient.
  7. 7. Die Form des die Pulver u. dergl. enthaltenden Hohlraumes des Organs, d. h. die Form eines horizontalen Cylinders, welcher in seiner Längsrichtung von zwei zur Achse senkrechten oder die Achse unter beliebigen Winkeln schneidenden Membranen begrenzt ist, verbunden mit einem zur Füllung dienenden parallelepipedischen Raum senkrecht zur Achse.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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