DE269265C - - Google Patents

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DE269265C
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Germany
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die
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stump
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42CMANUFACTURING OR TRIMMING HEAD COVERINGS, e.g. HATS
    • A42C1/00Manufacturing hats
    • A42C1/04Blocking; Pressing; Steaming; Stretching

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei dem bis jetzt gebräuchlichen Verfahren zur Erzeugung von weichen Filzhüten wird aus dem konischen Stumpen vorerst die Hutkrempe flach ausgeformt, diese auf die aus der Fig. ι ersichtliche Weise mittels Bindfadens 9 oder kurzer Nägel an der Holzmatrize ι festgebunden, dann der Block 4 in den Stumpen gepreßt und die gegenseitige Lage der Matrize und des Blockes durch den Spannbügel 11, 12 oder durch in die Matrize eingetriebene Nägel 13 gesichert; nach der erfolgten Dekatur entfernt man Bügel, Block, Bindfaden und Matrize, schneidet den überstehenden Streifen 8 des Ranftes 7 weg und fertigt den Hut aus.
Die vorliegende Erfindung bezweckt einerseits die Vereinfachung der Festlegung des : Hutranftes, d. h. des umgebördelten Teiles des Krempenrandes auf der Matrize während des Blockens (Eintreibens der Kopfform) und der Dekatur, dadurch, daß der in aufgestülpter, umgebördelter, zur Krempe paralleler Lage
: aus dem Stumpenrande geformte Ranft unter Streckung in feuchtwarmem Zustande über die scharfe Außenkante eines die Matrize bildenden ovalen Plattenringes geschoben und dort ohne weitere Hilfsmittel nach Abkühlung zufolge der größeren Streckung des Außenrandes durch Eigenspannung festgehalten wird. Andererseits dient eine neue Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens und zur Vereinfachung der Festlegung der gegenseitigen Lage des Blockes und der flachen Matrize während der Dekatur und zum Auf blocken.
Diese gegenseitige Festlegung des Hutblockes und der Matrize zum Hutstumpen nach dem Aufpressen des Krempenteiles und des umgebördelten Randes auf die Matrize zwischen zwei entsprechend geformten Preßbacken geschieht in neuer Weise durch eine oder mehrere dünne, starre Nadeln, die durch den auf den Block und die Matrize gespannten geformten und geblockten Stumpen so gestochen werden, daß ihr Mittelteil an der Unterseite des Blockes anliegt, während ihre beiderseitig den Stumpen durchdringenden Enden sich gegen die obere Fläche der Matrize stützen.
Im Sinne der Erfindung wird die Krempe 20 des Stumpens 5 (Fig. 2 und 3} nicht wie bisher mit glattem Rande, sondern mit umgebördeltem Rande 21 geformt, so daß dieser Krempenrand, wenn die Krempe fertiggeformt ist (Fig. 4), eine zur Krempe parallele Lage einnimmt und infolge des Umstandes, daß während des Formens der Außenrand des Ranftes eine größere Streckung erfahren hat als der Innenrand, bestrebt ist, diese Lage beizubehalten. Das Strecken -und Formen der Krempe aus dem Stumpen geschieht auf übliche Art mittels Handarbeit in feuchtwarmem Zustande, nur mit dem Unterschiede, daß, nachdem ein Teil der Krempe aus dem Stumpen herausgeformt wurde, der Ranft der Krempe (Fig. 2) umgestülpt wird; bei der weiteren Bearbeitung wird der nunmehr doppelte Rand ebenso bearbeitet, wie wenn er einfach wäre, so daß schließlich die in Fig. 4 dargestellte rohe Hutform entsteht. Nun wird
der Stumpen auf die Matrize (Fig. 5) aufgezogen, welche eine der gewünschten Krempenform entsprechende Wölbung und entsprechende Umrisse aufweist und im Sinne der Erfindung einen ovalen flachen Ring von nur wenigen Millimetern Stärke bildet, dessen Außenkante verhältnismäßig scharf ist, so daß der Ranft 21 seine zur Krempe wesentlich parallele Lage auch auf der Matrize beibehält und zufolge seiner durch Abkühlung hervorgerufenen Eigenspannung die Krempe auf der Matrize festhält. Hierauf wird der Block (Kopfform) 4 unter Dämpfen des Kopfteiles auf bekannte Art eingepreßt (Fig. 6); während des Blockens wird die Krempe und die Matrize zweckmäßig zwischen entsprechend geformten Preßbacken 22, 23 festgehalten. Ist der Block bis zur gewünschten Tiefe eingepreßt, so wird eine (oder mehrere) starre dünne Nadel 24, 25 derart quer durch den Stumpen gestochen, daß ihr Mittelteil 24 an der flachen Unterfläche des Blockes anliegt, während ihre beiderseits über den Stumpen ragenden Enden 25 sich gegen die Innenkante oder an die Oberfläche der Matrize stützen (Fig. 7). Der solcherart geformte und gespannte Hut kommt nun in die Dekatur und wird schließlich nach Entfernen der Nadel, der Matrize und des Blockes auf bekannte Art fertiggemacht.
Die Vorteile des neuen Verfahrens sind folgende :
Bei den früheren Verfahren mußte nach der Dekatur der über den Bindfaden 9 umgeknickte, oftmals mehrere Zentimenter breite Rand 8 des Ranftes 7 weggeschnitten werden, da dieser nur zur Ermöglichung des Umschnürens mit dem Bindfaden diente; es mußte
- somit ein um das Gewicht des Streifens 8 schwererer Stumpen verwendet und dieser der Breite des Streifens 8 entsprechend besser gestreckt werden als beim neuen Verfahren, bei welchem der Ranft 7 sich selbst festhält, somit der überflüssige Streifen 8 gar nicht erzeugt wird.
Die bisher gebräuchlichen schweren und umfangreichen Holzmatrizen sind ziemlich teuer und gehen durch das Nageln und das wechselnde Trocknen und Anfeuchten sehr rasch zugrunde, ■ während die aus plastischem Material oder aus Metall erzeugten dünnen Plattenmatrizen nahezu unbegrenzt haltbar sind und zufolge ihres geringen Gewichtes und einfacher Form trotzdem bedeutend billiger sind.
Da zum Festlegen der gegenseitigen Lage der Matrize und des Blockes statt des schwer zu handhabenden und dauernde Reparaturen erheischenden Bügels 11 einfache spitze Stricknadeln verwendet werden können, wird an Anlagekosten gespart und das Aufspannen sowie der Transport der aufgespannten Stumpen zum und vom Dekatierkessel erleichtert. Außerdem nahmen aber die früheren Bügel und die Holzmatrizen sehr viel Raum ein, so daß eine verhältnismäßig geringe Anzahl aufgespannter Hüte im Dekatierkessel untergebracht werden konnte, während die nach dem neuen Verfahren aufgespannten Hüte tatsächlich nicht mehr Raum bedingen als in ungespanntem Zustände, so daß das neue Verfahren die Leistungsfähigkeit des Dekatierkessels bei gleichzeitiger Herabsetzung des Dampfverbrauches vermehrfacht.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Formen der Krempe weicher Filzhüte und zur Festlegung derselben auf der Matrize vor und während der Dekatur, dadurch gekennzeichnet, daß man den Krempenranft (21) aus dem Stumpen in aufgestülpter, umgebördelter, zur Krempe (20) paralleler Lage ■ unter Streckung in feuchtwarmem Zustande formt und dann über die Außenkante eines die Matrize bildenden ovalen Plattenringes (3) schiebt, so daß der Krempenranft nach der Abkühlung zufolge der größeren Strekkung des Außenrandes durch Eigenspan- go nung auf der Matrize festgehalten wird.
2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und zum Auf blöcken des Hutstumpens für die Dekatur, dadurch gekennzeichnet, daß die gegenseitige Festlegung des Hutblockes (4) und der Matrize (3) zum Hutstumpen nach dem Aufpressen des Krempenteiles (20) und des umgebördelten Ranftes (21) auf die Matrize (3) zwischen zwei entsprechend geformten Preßbacken (22, 23) durch eine oder mehrere dünne, starre Nadeln (24) geschieht, die durch den auf den Block
(4) und die Matrize (3) gespannten Stumpen so gestochen werden, daß der Mittelteil der Nadeln (24) an die Unterseite des Blockes (4) zu liegen kommt, während die ' beiderseitig den Stumpen durchdringenden Enden (25) sich gegen die Oberfläche der Matrize (3) stützen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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