DE26563C - Neuerungen in der Anordnung und in der Detailkonstruktion von Gliederkesseln - Google Patents

Neuerungen in der Anordnung und in der Detailkonstruktion von Gliederkesseln

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DE26563C
DE26563C DENDAT26563D DE26563DA DE26563C DE 26563 C DE26563 C DE 26563C DE NDAT26563 D DENDAT26563 D DE NDAT26563D DE 26563D A DE26563D A DE 26563DA DE 26563 C DE26563 C DE 26563C
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DENDAT26563D
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G. G. M. HARDINGHAM in London
Publication of DE26563C publication Critical patent/DE26563C/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B25/00Water-tube boilers built-up from sets of water tubes with internally-arranged flue tubes, or fire tubes, extending through the water tubes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Heat-Exchange Devices With Radiators And Conduit Assemblies (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
An der vorliegenden Kesselconstruction wird als besonders charakteristisch hervorgehoben:
1. Die Disposition des Gliederkessels in der Weise, dafs die Heizgase sich auf ihrem Wege vom Roste bis in den Kamin dergestalt theilen, dafs ein Theil um die Wasserrohren herum und durch die Feuerröhren hindurchzieht, ein zweiter Theil den Dampfüberhitzer umspült, ein dritter Theil von dem die Wasserrohren umstreichenden Theile abzweigt und einen Speisewasservorwärmer umspült, worauf dann alle Heizgase nach Abgabe der Wärme gemeinschaftlich in einen Schornstein entweichen.
2. Die eigentümliche Anordnung der Kammern an den beiden Enden jedes Wasserrohres, wobei diese Kammern und das Wasserrohr von einer oder mehreren Feuerröhren in der Weise durchzogen sind, dafs jede Feuerröhre mit Leichtigkeit herausgezogen werden kann, um zu dem Innern der Wasserröhre behufs Reinigung gelangen zu können; ferner die Art der Herstellung der Kammern und deren Verbindung mit den Kammern der nächst darüber- oder darunterliegenden Wasserrohren und der Abdichtung der Kammern unter sich, der Wasserrohren gegen die Kammern und der Verschlufsstücke unter sich und mit den Feuerröhren.
3. Die dargestellte Anordnung der Glieder in senkrechten Reihen, wobei die Glieder einer Reihe durch ihre Endkammern unter einander und mit dem Ueberhitzer verbunden sind und durch verticale Bolzen oder Anker zusammengehalten werden, die entweder durch die Wasserrohren und Endkammern hindurchgehen oder an den Seiten der Endkammern angebracht sind.
Fig. ι zeigt die Seitenansicht eines Kessels nach vorliegender Erfindung, bei welchem die eine Seite der Aufsenwand weggenommen ist, und Fig. 2 eine Endansicht desselben, bei welcher ebenfalls ein Theil der vorderen Thüren weggenommen ist.
A ist der Rost und B die Vorderwand desselben; C ist eine massive, mit ihren Enden auf den Seitenwänden YZ aufruhende Traverse, auf welcher das eine Ende des Kessels D aufliegt. Das andere Ende desselben ruht frei auf der Vorderwand B oder ebenfalls auf einer ähnlich wie C gelagerten Traverse E oder auf beiden zugleich auf, damit sich der Kessel bei eintretender Ausdehnung und Zusammenziehung in seiner Längsrichtung verschieben kann. Ein Cylinder F, bei f1 und /2 gelagert, nimmt das Speisewasser auf, welches von hier aus nach den verschiedenen Gliederreihen, die zusammen den Kessel bilden, vertheilt wird. Die Glieder werden durch Befestigung, an einem Ende an der festen Platte c und am anderen Ende an der verschiebbaren Platte c1, in ihrer seitlichen Stellung zu einander festgehalten; dieselben können auch oben an den hinteren Enden durch die Platte c2 festgehalten werden. Von dem oberen, vorderen Ende einer jeden Gliederreihe geht ein Rohr G nach dem Dampfüberhitzer H1 durch den der Dampf vor seinem Eintritt in das Hauptabflufsrohr J streicht.
Die vom Rost A aufsteigenden Verbrennungsproducte strömen zwischen den äufseren Röhren hindurch und dann um die Enden der Führungsplatten JJ herum. Da durch die Platte M ein directes Entweichen der Verbrennungsproducte nach dem Kanal oder dem Schornstein λ' hin
verhindert wird, so wird ein Theil derselben über und um das hintere Ende des Kessels D treten und durch die inneren Röhren der Gliederreihen nach der Vorderseite des Kessels und dann nach dem Schornstein X strömen. Ein anderer Theil der Verbrennungsproducte wirkt auf den Ueberhitzer H ein und gelangt nach dem Umstreichen der Führungsplatte K ebenfalls nach dem Schornstein, während die übrigen Gase durch einen Kanal W nach der Kammer V gelangen und von da durch Kanal U nach dem Schornstein X streichen.
In der Kammer V ist ein Speisewasservorwärmer L angeordnet. An der Vorderseite des Mauerwerks sind die Thüren T, an der Hinterwand die Thüren .S angebracht.
Fig. 3, 4 und 5 stellen ausführlich die Construction der Glieder des Kessels dar, und zwar ist Fig. 3 theils Endansicht, theils Querschnitt durch die Endkammer der Glieder; Fig. 4 ist theils Grundrifs, theils Horizontalschnitt, und Fig. 5 theilweise Seitenansicht und theilweise ein Verticalschnitt der Kammer.
α ist die äufsere, in die Endkammer b eingeschraubte Röhre. Diese Kammer ist mit Wasserkanälen c cl versehen. Die Flächen der zusammenstehenden Kammern sind durch Liderungen d abgedichtet und durch Schraubenbolzen e verbunden. Das andere Ende der äufseren Röhren ist mit einer ähnlichen Endkammer ausgerüstet; durch Rohr α und beide Endkammern geht die innere Feuerröhre/ hindurch. Die Enden der inneren Röhre/ können auf verschiedene Weise in den Aufsenflächen der Endkammern befestigt werden; es wird jedoch zum leichteren Herausziehen Stopfbüchsendichtung nach der in Fig. 4 gezeichneten .Art empfohlen, bei welcher die Aushöhlung der Endkammer im Durchmesser beträchtlich gröfser ist als die innere Röhre. Die Stopfbüchse wird mit einem losen Ring g unter der weichen Packung g1 ausgelegt, worauf dann ein zweiter loser Ring ^2 zwischen diese und die Stopfbüchsenverschraubung^3 eingelegt wird, hh sind seitlich vorstehende Flantschen zum Abschlufs der Zwischenräume zwischen den benachbarten Kammern der Glieder.
Fig. 6 und 7 zeigen im Vertical- und Horizontalschnitt, Fig. 8 und 9 in Seitenansicht und Grundrifs, Fig. 10 zeigt im Querschnitt durch die Röhren eine andere Ausführung, nach welcher combinirte Wasser- und Feuerröhren für Gliederkessel zusammengestellt werden können. Hier tritt an Stelle der äufseren, cylindrischen Röhre α eine elliptische oder abgeplattete Röhre «'. Da bekanntlich der Flächeninhalt einer Ellipse oder ähnlichen Figur bei gleichem Umfange kleiner als derjenige eines Kreises ist, so erhält man bei Anwendung äufserer Röhren von solchen Formen für eine gegebene Wassermenge in den Röhren eine relativ gröfsere Heizfläche.
Bei Anwendung solcher Röhren empfiehlt sich die Anordnung zweier inneren Feuerrohren//, welche durch die Endkammern b von der beschriebenen Art hindurchgehen und durch Stopfbüchsenschraubenringe g3 in ihrer Stellung zu den Endkammern und dem äufseren Rohre festgehalten werden. Für die Verbindung der Endkammern mit der äufseren Röhre kommt eine nach Art der Lederstulpdichtung wirkende Liderung zur Verwendung. Dieselbe ist in Fig. 11 in vergröfsertem Mafsstabe dargestellt, in welcher al das Ende des äufseren Rohres, b einen Theil der Endkammer mit innerer Nuth darstellt, in welche ein aus Kautschuk und Asbest oder anderem geeigneten, biegsamen Material hergestellter Stülp/ eingelegt wird. Die unter Druck stehende Flüssigkeit tritt in die Stulpdichtung j ein und soll eine gute Abdichtung herbeiführen. Zur Verbindung einer verticalen Reihe von Gliedern mit einander dient ein durch die Wasserkanäle cc1 einer Gruppe von Endkammern hindurchgehender Bolzen ex, der zwischen den beiden inneren Röhren der Glieder hindurchgesteckt ist.
Fig. 12 ist die Endansicht und Fig. 13 theilweise der Grundrifs, theilweise der Horizontalschnitt einer weiteren Modification. Hier ist die Wasserröhre α mit ihren Endkammern b von vier inneren Feuerröhren / durchzogen, deren Enden in den Röhrenplatten der Kammern in gewöhnlicher Weise durch Austreiben gedichtet werden. Hier werden die einzelnen Glieder durch aufserhalb der Röhren durchgehende Bolzen zusammengehalten, für welche die Aussparungen k k angebracht sind.
Die Fig. 14 und 15 zeigen eine andere Art der Herstellungs- und Verbindungsweise der Glieder eines Kessels; Fig. 14 ist eine Stirnansicht zweier Glieder, bei welchen der obere Theil des äufseren Verbindungsstückes weggenommen ist, während Fig. 15 einen Verticalschnitt darstellt, α α sind die Enden der äufseren Röhren zweier benachbarten Glieder, die, wie vorher, mit einander und mit den darüber- und darunterliegenden Gliedern in Verbindung stehen. Die Röhre α ist in den eine senkrechte Fläche zu dieser bildenden Flantsch / eingeschraubt. An die abgedichtete Fläche von / ist ein kurzer Cylinder m angesetzt, der durch einen radialen Kanal ml mit einem ähnlichen Cylinder m2 in Verbindung steht. Derselbe dient zu dem nämlichen Zweck für das äufsere Rohr des oberen bezw. des unteren, nicht gezeichneten Gliedes, wie m für a. An die äufsere Fläche des kurzen Cylinders oder Ringes m ist die einen Verbindungskanal bildende Abdichtungsplatte 11 angesetzt.
Das Feuerrohr/ geht durch die äufsere Röhre«, die Platte / und die äufseren und inneren Ver-
bindungsplatten hindurch und ist mit einem Stopfbüchsenverschraubungsring g in der Aufsenfläche von η abgedichtet. Beim Abdichten der Stopfbüchse gegen die innere Röhre wird das Verbindungsstück η gegen eine der Flächen des Cylinders oder Ringes m angeprefst, während letztere gegen die Fläche der Platte / angeprefst wird. . . ι
Da die innere Röhre am entgegengesetzten Ende auf gleiche Weise befestigt ist, so dient sie als ein Stehbolzen oder Anker, der die drei Theile I mn, die hier zusammen die Endkammern bilden, zusammenhält. Es wird auf diese Weise eine Verbindung zwischen der Endkammer eines Gliedes und der Endkammer des anderen entweder durch den directen Kanal m1 zwischen den Cylindern m und m* oder durch das äufsere Verbindungsstück η zwischen zwei Cylindern m hergestellt. Um den starken Anzug des inneren Rohres, der sich für den dampfdichten Abschlufs gegen die Flächen des inneren Verbindungsstückes nothwendig machen würde, zu vermindern oder ganz zu umgehen, kann die Rohrplatte oder der Flantsch / und das äufsere Verbindungsstück η mit Ansätzen und Lappen ο ol und mit Bolzen und Muttern / versehen werden, durch welche die genannten Verbindungen, unabhängig von der inneren Röhre, befestigt werden. Eine Seitenansicht einer solchen wechselweisen Befestigung ist im Detail in Fig. 16 dargestellt.
Fig. 17 ist ein Querschnitt durch das äufsere Rohr α und das innere Rohr /, während die Röhrenplatte / von hinten gesehen ist.
Nach der Wegnahme der Verbindungsstücke und dem Ausziehen der inneren Röhre ist die Innenfläche der äufseren Röhre für Reinigungszwecke zugänglich.
Kommen zur Verbindung der Glieder Längsbolzen zur Verwendung, wie dies in den Modificationen Fig. 6 und 13 der Fall ist, so müssen die Glieder in einer geraden Linie über einander angeordnet werden. Kommen jedoch gewisse andere Verbindungsweisen, wie beispielsweise eine solche in den Fig. 14 und 15 dargestellt ist, zur Verwendung, so können die Röhren die aus Fig. 18 ersichtliche Anordnung erhalten, bei welcher es im allgemeinen darauf ankommt, die erhitzten Gasströme zwischen den äufseren Röhren vollständiger zu vertheilen und die Hitze von diesen wirksamer absorbiren zu lassen.
In Fig. 18 sind / die Röhrenplatten der Fig. 14, 15 und 17, f die inneren Röhren und m und η die inneren und äufseren Verbindungsstücke, durch welche eine Verbindung zwischen einem jeden Gliede und dem der nächsten Reihe hergestellt wird. Statt die Rohrköpfe in der Endansicht rechteckig herzustellen, können dieselben auch eine sechskantige Form erhalten, wie dies aus dem rechten Theil in Fig. 18 ersichtlich ist. Die Räume q werden zur Vermeidung des Entweichens der heifsen Verbrennungsproducte ausgefüllt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. In einem Gliederkessel zum Zweck der Verbindung der einzelnen Glieder an ihren Enden
: die Anbringung der Verbindungsstücke m und der sie überdeckenden Platten n, welche mit senkrecht zur Achse der Glieder a I stehenden Dichtungen versehen sind und an den sich gegenüberliegenden Enden durch innere, durchgehende, röhrenförmige Anker/" und Verschraubungen g zusammengehalten werden, Fig. 14 bis 17.
2. Die Abdichtung der Röhren α eines Gliederkessels in den Endkammern b durch Stulpen/, wobei die inneren, durchgehenden, röhrenförmigen Anker / die Dichtungsflächen zusammenhalten, Fig. 6 bis 11.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT26563D Neuerungen in der Anordnung und in der Detailkonstruktion von Gliederkesseln Active DE26563C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE924987C (de) * 1951-03-16 1955-03-10 Rudolf Dipl-Ing Hingst Schraegrohrkammerkessel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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