DE2655859C2 - Ophthalmologisches Gerät zur Untersuchung und zum Fotografieren des Augenhintergrundes - Google Patents
Ophthalmologisches Gerät zur Untersuchung und zum Fotografieren des AugenhintergrundesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein ophthalmologisches Gerät zur Untersuchung und zum Fotografieren des Augenhintergrundes,
mit einem Beoabachtungsstrahlengang bestehend aus einem augenseitigen Objektiv und einem
bildseitigen Objektiv zur Erzeugung eines Bildes des Augenhintergrundes und mit einem Beleuchtungsstrahlengang,
der eine Anzahl von optischen Fasern aufweist, deren Lichteintrittsflächen nahe einer Lichtquelle und
deren Lichtaustrittsflächen den Beobachtungsstrahlengang konzentrisch umgebend derart angeordnet sind,
daß eine den Beoabachtungsstrahlengang konzentrisch umgebende Beleuchtung des Auges gebildet wird.
In der DE-OS 22 22 378 ist eine ophthalmologische Einrichtung zur Untersuchung des Augenhintergrundes
angegeben, die ein augenseitiges Objektiv aufweist. Zur Beleuchtung des Auges ist eine Beleuchtungseinrichtung
vorgesehen. Diese Beleuchtungseinrichtung umfaßt eine Anzahl optischer Fasern, deren Lichteintrittsenden
nahe einer Lichtquelle und deren Lichtaustrittsenden auf einem den Beobachtungsstrahlengang
umgebenden, konzentrischen Kreis angeordnet sind. Die Lichtaustrittsflächen der optischen Fasern liegen im
wesentlichen in einer Ebene mit der Frontlinse des augenseitigen Objektivs. Die Lichtaustrittsenden der
optischen Fasern können relativ zu der ophthalmologischen Einrichtung nicht bewegt werden.
In der US-PS 36 64 730 ist ein Ophthalmoskop angegeben, welches zur Untersuchung des Augenhintergrundes
dient. Die zur Beleuchtung des Auges vorgesehene Beleuchtungseinrichtung weist zwei aus
optischen Fasern gebildete Lichtleiter auf, deren Lichtaustrittsenden diametral zur Achse des Beobachtungsstrahlenganges
angeordnet sind. Die Lichtaustrittsenden der beiden Lichtleiter verlaufen unter einem
spitzen Winkel zu dieser Achse und die aus den Endflächen austretenden Lichtstrahlen werden mit Hilfe
von je einem Prisma in etwa parallel zu dieser Achse umgelenkt, um eine gute Beleuchtung des Auges zu
erhalten. Die Lichtaustrittsflächen befinden sich zwischen dem zu untersuchenden Auge und dem augenseitigen
Objektiv des Beobachtungsstrahlenganges. Zur Beleuchtung des Auges werden die anderen Endflächen
der optischen Fasern mit Licht von einer Lichtquelle ίο beaufschlagt. Die Lichtaustrittsenden der optischen
Fasern sind in der Einrichtung ortsfest angeordnet
Andere ophthalmologische Einrichtungen zur Untersuchung des Augenhintergrundes sind aus der US-PS
36 98 099 und dem DE-GM 73 40 442 bekannt. Diesen beiden Einrichtungen ist gemeinsam, daß sowohl im
Bleuchtungsstrahlengang als auch im Beobachtungsstrahlengang aus optischen Fasern gebildete Lichtleiter
vorgesehen sind. Dies hat jedoch zur Folge, daß das Auflösungsvermögen dieser Einrichtunger: erheblich
schlechter ist als bei den Einrichtungen, bei denen im Beobachtungsstrahlengang eine konventionelle Optik
verwandt wird. Bei der Funduskamera, wie sie in dem Prospekt der Fa. Carl Zeiss, »Funduskamera, Nr. 30-245-d,
W IX/74 Uoo, 1974, angegeben ist, wird weder im Beobachtungsstrahlengang noch im Beleuchtungsstrahlengang
ein Lichtleiter verwandt. Mit dieser Funduskamera wird zwar ein ausgezeichnetes Auflösungsvermögen
erhalten, jedoch geht durch die Verwendung von Ringschlitzen, Spiegeln, Linsen und Reflektoren ein
wesentlicher Anteil des zur Verfügung stehenden Beleuchtungslichtes verloren.
Bei den vorhergehend erwähnten ophthalmologischen Einrichtungen erfolgt mit Ausnahme der aus der
US-PS 36 64 730 bekannten Einrichtung eine im wesentlichen gleichförmige, ringförmige Beleuchtung
des Auges. Mit keiner der vorhergehend angegebenen ophthalmologischen Einrichtungen ist es möglich,
Bereiche des Augenhintergrundes selektiv auszuleuchten. Dadurch gestalteten sich manche Untersuchungen
■to schwierig, insbesondere wenn eia'- starke Lichtstreuung
auftrat.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, ein ophthalmologisches Gerät der eingangs genannten Art derart
weiterzubilden, daß eine bessere Untersuchungsmög-■t5 lichkeit und Untersuchungsgenauigkeit erreicht werden
können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Lichtaustrittsflächen der optischen Fasern
zwischen dem augenseitigen Objektiv und dem bildseitigen Objektiv um den Beobachtungsstrahlengang
drehbar angeordnet sind und den Beobachtungsstrahlengang teilweise umschließen.
Aufgrund der Erfindung ist es nunmehr möglich, den Hintergrund des zu untersuchenden Auges durch
Drehung der dem Auge zugewandten Enden der optischen Fasern verschieden zu beleuchten, um so
gegebenenfalls den nachteiligen Einfluß einer Lichtstreuung oder Überstrahlung im Auge zu verhindern.
Dadurch, daß die Lichtaustrittsflächen der optischen Fasern nicht ringförmig, sondern nur etwa auf einem
Abschnitt oder auf zwei nicht zusammenhängenden Abschnitten eines solchen Ringes angeordnet sind, läßt
sich durch Drehen der Faserenden erreichen, daß ganz gezielt bestimmte Bereiche des Augenhintergrundes
beleuchtet und untersucht werden können. Die bekannten ophthalmologischen Einrichtungen sind lediglich für
die statische Ausleuchtung des Augenhintergrundes augelegt. Demgegenüber ermöglicht die Erfindung
somit eine größere Gcnnuigkeii bei der Untersuchung
und auch eine Erweiterung der Uniersuchungsmöghchkciten.
Der Gegenstand der Erfindung wird im folgender anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben.
Es zeigt
F i g. t ein schematisches Schnittbild eines ophthalmologischen
Gerätes nach der Erfindung, und
Fig.2 tine Anordnung der Lichtaustrittsflächen der
optischen Fasern bei einem ophthalmologischen Gerät gemäß Fig. 1.
Bei der· in Fig. I gezeigten ophthalmologischen
Gerät isi ein Beobachtungsstrahlengang vorgesehen, in dem ein augenseitiges Objektiv 12 und ein bildseitiges
Objektiv 14 angeordnet sind. Bildseitig des bildseitigen Objektivs 14 ist in dem Strahlengang ein verschwenkbarer
Spiegel 15 vorgesehen, welcher in eine hochgeschwenkte Stellung 15' bewegt werden kann. Mit 18 ist
eine Filmebene bezeichnet, die in Lichtfortpflanzungsrichtung hinter dem Spiegel 15 angeordnet ist Oberhalb
des Spiegels 15 sind ein Umlenkprisma 16 und ein Okularlinsensystem 17 vorgesehen.
Zur Beleuchtung des zu untersuchenden Auges 13
dient eine Beleuchtungseinrichtung. Diese Beleuchtungseinrichtung weist einen Beleuchtungsstrahlengang
auf, der im wesentlichen durch einen Lichtleiter 20 gebildet wird, welcher aus optischen Fasern zusammengesetzt
ist. Ferner umfaßt die Beleuchtungseinrichtung eine erste Lichtquelle 1 mit einen ersten Kondensor 2
und eine zweite Lichtquelle 3, die als eine Blitzlichtlampe ausgebildet sein kann, mit einem zweiten Kondensor
4. Ein halbdurchlässiger Spiegel 5 ist relativ zu den beiden Lichtquellen 1 und 3 und den ihnen zugeordneten
Kondensorlinsen 2 bzw. 4 einerseits und den Lichteintrittsflächen 20a der optischen Fasern des Lichtleiters 20
andererseits so angeordnet, daß sowohl von der Lichtquelle 1 als auch von der Lichtquelle 3 ausgehende
Strahlung auf die Lichteintrittsflächen 20a fallen kann.
In dem Beobachtungsstrahlengang ist zwischen dem augenseitigen Objektiv 12 und dem bildseitigen
Objektiv 14 eine Hülse 21 vorgesehen, an deren Außenfläche die Lichtaustrittsenden der optischen
Fasern des Lichtleiters 20 angeordnet sind. Die Lichtaustrittsflächen 206 weisen in Richtung auf das
augenseitige Objektiv 12. Die Lichtaustrittsenden der optischen Fasern sind derart angeordnet, daß ihre
Lichtaustrittsflächen den Beobachtungsstrahlengang teilweise umschließen und um die Achse des Beobachtungsstrahlenganges
herum gedreht werden können.
Die Lichtaustrittsflächen liegen im Beobachtungsstrahlengang in etwa an der Stelle, an der sich bei einer
herkömmlichen Funduskamera, wie sie aus dem eingangs genannten Prospekt der Firma Carl Zeiss
bekannt ist, ein Lochspiegel befindet, um Beleuchtungslicht in den Beobachtungsstrahlengang einzubringen.
Die Lichteintrittsflächen 20a der optischen Fasern des Lichtleiters 20 befinden sich an einer Stelle, an der sie
die Projektionsabbildung der Lichtquellen 1 bzw. 3 einschließlich deren Mitte erfassen.
In Abhängigkeit davon, ob eine fotografische Aufnahme vorgenommen werden soll oder ob eine
visuelle Untersuchung durchgeführt werden soll, wird die Stellung des Spiegels 15 im Beobachtungsstrahlengang
gewählt. Im heruntergeschwenkten Zustand des Spiegels 15. der in der Fig. I dargestellt ist, setzt sich
der Beobachtungssirahlengang über das Prisma 16 und durch das Okularlinsensystem 17 bis zum Auge des
Beobachter? welches nicht dargestellt ist, fort. Wenn
eine fotografische Aulnahme durchgeführt v. e;\len soll,
befindet sich der Spiegel ;ΐ in der horhiiev.-hwi nkten
Stellung 15', so daß die aioueni bil·! ,f^ii^en Objektiv 14
fi juiiretenden Lichtstrahlen die Filmebene 18 beaufschlagen.
Das bildscitige Objektiv 14 kann zur Scharfeinstellung in der Filmebene 18 axial verschoben
werden.
Im folgenden wird die Arbeitsweise des Geräte
ίο näher erläutert. Bei der Beobachtung mit dem bloßen
Auge wird die Lichtquelle 1 eingeschaltet, deren Lichtstrahlen über die Kondensorlinse 2 und Mn
Spiegel 5 auf die Eintrittsflächen 20« des Lichtleiters 2t)
gerichtet werden. Die durch die optischen Fasern geführten Lichtstrahlen treten durch die Lichtaustrittsflächen
206 aus und werden durch das augenseitige Objektiv 12 auf die Cornea des zu untersuchenden
Auges 13 gerichtet und beleuchten den Augenhintergrund des zu untersuchenden Auges. Die vom
Augenhintergrund reflektierten Lichtstrahlen gelangen durch das augenseitige Objektiv 12, die Hülse 21 und
durch das bildseitige Objektiv 14 hi· Jurch zu dem Spiegel 15, der sich in seiner nach unten geschwenkten
Stellung befindet. Der Spiegel 15 lenkt die Lichtstrahlen zu dem Prisma 16, von dem sie in das Okularlinsensystem
17 reflektiert werden. Die aus dem Okularlinsensystem 17 austretenden Lichtstrahlen gelangen in das
Auge des Beobachters. In Abhängigkeit von der durchzuführenden Untersuchung dreht der Beobachter
in die Lichtaustrittsflächen 206 der optischen Fasern des
Lichtleiters 12 um die Achse des Beobachtjngsstrahlerganges herum. Da die aus den Lich'austrittsflächen 206
austretenden Lichtstrahlen durch das augenseitige Objektiv 12 auf die Cornea gerichtet werden, dreht sich
auch die Abbildung auf der Cornea. Durch die Drehung der Lichtaustrittsflächen 206 der optischen Fasern ist es
somit möglich, gezielt bestimmte Bereiche des Augenhintergrundes auszuleuchten. Außerdem kann durch
eine solche Drehung auch erreicht werden, nachteilige Einflüsse des Streulichtes von der Cornea zu vermeiden.
Wenn eine fotografische Aufnahme durchgeführt werden soll, wird der Spiegel 15, der sich im
Beoba· htungsstrahlengang befindet, nach oben geschwenkt. Ferner wird dann die Lichtquelle 3 verwandt,
die beispielsweise eine Blitzlampe sein kann. Die von der Lichtquelle 3 ausgehenden Lichtstrahlen werden
durch die Kondensorlinsen 4 auf die Lichieintrittsflächen 20a des Lichtleiters 20 gerichtet. Dabei gehen die
Lichtstrahlen durch den halbdurchlässigen Spiegel 5 so hindurch. Die Beleuchtung des zu untersuchenden
Auges 13 erfolgt in analoger Weise wie vorhergehend im Zusammenhang mit einer Untersuchung mit dem
bloßen Auge beschrieben wurde.
Es ist auch möglich, an der Lichteintrittsseite die Endabschrsitte der optischen Fasern in zwei Teile
aufzuteilen. Ordnet man einen Teil der Endbereiche der Lichtquelle 1 für die visuelle Beobachtung jpd den
anderen Teil der Lichtquelle 3 für eine fctografische Aufnahme zu, so kann auf den halbdurchlässigen Spiegel
to 5 verzichtet werden.
Die vorgesehene Anordnung der Lichtaustrittsflächen 206 der optischen Fasern bringt den Vorteil mit
sich, daß aus diesen Lichtaustrittsflächen austretendes Licht niemals in das bildscitige Objektiv i4 gelangen
ti) kann, so daß keine Gefahr von Reflexionsflecken
besteht
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Ophthalmologisches Gerat zur Untersuchung und zum Fotografieren des Augenhintergrundes, mit
einem Beobachtungsstrahlengang bestehend aus einem augenseitigen Objektiv und einem bildseitigen
Objektiv zur Erzeugung eines Bildes des Augenhintergrundes und mit einem Beleuchtungsstrahlengang,
der eine Anzahl von optischen Fasern aufweist, deren Lichteintrittsflächen nahe einer
Lichtquelle und deren Lichtaustrittsflächen den Beobachtungsstrahlengang konzentrisch umgebend
derart angeordnet sind, daß eine den Beobachtungsstrahlengang konzentrisch umgebende Beleuchtung
des Auges gebildet wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lichtaustrittsflächen (20b) der optischen Fasern zwischen dem augenseitigen
Objektiv (12) und dem bildseitigen Objektiv (14) um den Beoabachtungsstrahlengang drehbar angeordnet
sind und den Beobachtungsstrahlengang teilweise umschließen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Lichteintrittsseite des Lichtleiters
(20) die optischen Fasern in ein erstes und ein zweites Faserbündel aufgeteilt sind, wobei die
Lichteintrittsflächen des ersten Faserbündels mit von einer ersten Lichtquelle (1) ausgehendem Licht
und die Lichteintrittsflächen des zweiten Faserbündels mit von einer zweiten Lichtquelle (3) ausgehendem
Licht beaufschlagbar sind.
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