DE2655849C2 - Vorrichtung zum Halten einer Infusionskombination - Google Patents
Vorrichtung zum Halten einer InfusionskombinationInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Halten einer Infusionskombination gemäß dem Oberbegriff
von Patentanspruch 1.
Eine solche Vorrichtung ist bekannt (US-PS 68 679). Diese bekannte Vorrichtung ermöglicht es,
einerseits durch Erfassen des scheibenförmigen Elementes beispielsweise während einer Venenpunktion
die Infusionskombination zu halten und andererseits durch Festlegen b?.w. Festbinden des scheibenförmigen
Elementes am Körper eines Patienten nach dem Einführen eines Infusionselementes die Infusionskombination
am Patienten zu fixieren, damit das Infusionselement möglichst wenig unerwünschte seitliche Bewegungen
ausführt
Bei der bekannten Vorrichtung erstreckt sich der Vorsprung diametral auf einer Oberfläche des scheibenförmigen
Elementes. In der Mitte des scheibenförmigen Elementes ist ein Loch für das Infusionselement, beispielsweise
eine Injektionsnadel, vorgesehen. Der Vorsprung ist mit einem in seiner Längsrichtung verlaufenden
Schlitz versehen, in den der erste Abschnitt des flexiblen Infusionsschlauches geklemmt werden kann.
Wenn diese bekannte Vorrichtung am Körper des Patienten fixiert ist, ist der flexible Schlauch bezüglich des
Infusionselementes im wesentlichen um 90° abgebogen und ist der Verlauf des ersten Abschnitts des flexiblen
Infusionsschlauches durch den Verlauf des Vorsprungs auf der Oberseite des scheibenförmigen Elementes festgelegt.
Eine solche Abbiegung des Infusionsschlauches
ist jedoch häufig unerwünscht Ferner ist es wünschenswert,
wenn der Verlauf des ersten Abschnitts des Infusionsschlauches auch noch nach dem Fixieren des scheibenförmigen
Elementes am Körper des Patienten innerhalb gewisser Grenzen frei gewählt werden kann.
Der Erfindung liegt die· Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße
Vorrichtung zum Halten einer Infusionskombination derart auszubilden, daß sie den flexiblen
Infusionsschlauch in einer von mehreren Winkelstellungen bezüglich der Achse des Infusionselementes halten
kann, wobei jedoch der radiale Druck auf den Infusionsschlauch möglichst gering sein soll, damit der Infusionsschlauch nicht abgequetscht wird und dadurch der freie
Strömungsquerschnitt und der Durchfluß durch den Schlauch verringert sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil von Patentanspruch
1 gelöst
Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt mehrere Klammereinrichtungen, die üblicherweise mit gleichen
Abständen voneinander an der Umfangsfläche des scheibenförmigen Elementes angeordnet sind, sowie einen
Vorsprung, der von der Umfangsfläche radial vorsteht Der Infusionsschlauch und das Infusionselement
sind zunächst axial miteinander ausgerichtet und werden -zunächst nur vom Vorsprung gehalten. Jede der
Klammereinrichtungen weist beispielsweise einen radial verlaufenden Schlitz auf, dessen Breite kleiner als
der Außendurchmesser des Infusionsschlauches ist und der in Verbindung mit einer im wesentlichen kreisförmigen
Öffnung steht, deren Durchmesser zumindest gleich dem Außendurchmesser des flexiblen Schlauches ist und
die ungefähr parallel zur Umfangsfläche des scheibenförmigen Elementes verläuft Der Infusionsschlauch
wird nacheinander durch die Schlitze in die öffnungen aufeinanderfolgender Kiammereinrichtungen eingesetzt,
so daß der Schlauch allmählich um einen immer größeren Winkel bezüglich der Achse des Infusionselementes
umcebogen und in dieser Stellung gehalten wird. Dabei hängt der Winkel, um den der Schlauch
gebogen wird, von der Anzahl der zum Festhalten des Schlauches benutzten KJannmereinrichtungen ab, so daß
dieser Winkel wählbar und darüber hinaus auch noch nach dem Fixieren des scheibenförmigen Elementes am
Patientenkörper veränderbar ist.
In vorteilhafter Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß vier Klammereinrichtungen vorhanden
und so angeordnet sind, daß sie entlang der gekrümmten Umfangsfläcbp des flexiblen Elementes einen
Winkelabstand von 45° zur benachbarten Klammereinrichtung bzw. zum Vorsprung haben.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher
erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Halten einer Infusionskombination in Verbindung mit einem
Infusionselement sowie einem Infusionsschlauch;
Fig. la eine Fig. 1 entsprechende Seitenansicht, die
zeigt, wie der Infusionsschlauch in mehreren verschiedenen Winkelstellungen bezüglich der Achse des Infusionselementes
gehalten wird;
F i g. 2 eine vergrößerte Schnittdarstellung gemäß 2-2 in F i g. 1;
F i g. 3 eine vergrößerte Schnittdarstellung gemäß 3-3 in F i g. 1;
F i g. 4 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung zum Halten einer Infusionskombination
in zerlegtem Zustand;
Fig.5 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform
der Vorrichtung zum Halten einer Infusionskombination mit Mitteln zum lösbaren Anbringen der
Infusionskombination an einem Vorsprung;
F i g. 6 eine vergrößerte Schnittdarstellung gemäß 6-6 in F i g. 5; und
F i g. 7 eine perspektivische, ausschnittsweise Ansicht
ίο einer wiederum weiteren Ausführungsform der Vorrichtung
zum Halten einer Infusionskombination.
Zunächst wird auf die F i g. 1 bis 3 eingegangen, die eine bevorzugte erste Ausführungsform der Vorrichtung
zum Halten einer Infusionskombination zeigt. Diese Vorrichtung wird im folgenden auch teilweise als
Halter bezeichnet und umfaßt ein scheibenförmiges, im wesentliches halbkreisförmiges Element 10 aus einem
verhältnismäßig steifen und leichten Material, beispielsweise aus Kunststoff. Das Element tO besteht aus einem
im wesentlichen halbkreisförmigen .!-Aischnitt 11, der eine
glatte obere Seite 11a und eine glätte untere Seite
116 aufweist, die im wesentlichen parallel zueinander
sind, sowie einem am Abschnitt 11 angeformten Vorsprung IZ Der Vorsprung 12 steht an einer Stelle des
Elementes 10 radial vor, an der die gekrümmte Umfangsfläche 14 des Elementes 10 mit einem diametral
verlaufenden Rand 16 des Elementes 10 eine erste Ecke lic bildet. Von der Umfangsfläche 14 ragen mehrere
Klammereinrichtungen 18a, 18i>, 18c und 18c/radial nach
außen.
Ein hohles Infusionselement 20 hat ein abgeschrägtes oder flaches freies Ende 21 und ein im Bereich des Vorsprungs
12 angeordnetes Ende 22 mit einer Verbindungseinrichtung 22a, die beispielsweise als nach außen
erweiterter Rand, Nabe oder dergleichen ausgebildet sein kann. Das Infusionseiemeni 20 ist beispielsweise
eine Nadel, eine Kanüle, ein Katheter mit oder ohne einen Trokar, eine Senknadel (Stilett) oder eine Nadel,
die entfernbar und mittig im Katheter angeordnet ist, eine ummantelte bzw. geführte Nadel oder ein Senknadel-Katheter
oder dergleichen. Ein Stück biegsamer Intusionsschlauch
25 hat einen Außendurchmesser D\. Ein Ende 27 des Infusionsschlauches weist eine Muffe 28
auf, bei der es sich beispielsweise um eine übliche intravenöse Universalschlauchkupplungsmuffe mit einer
konvergierenden Innenwand 29 handelt, in die der Anschlußnippel, beispielsv/eise eine Luer-Kupplung oder
dergleichen, eines Schlauches fest eingesetzt werden kann, der von einer Versorgungsflasche zur intravenösen
Versorgung oder dergleichen ausgeht, die aus Gründen der Klarheit nicht dargestellt ist.
Das Ende 22 des Infusionselementes 20 kann das vordere
"inde 30 des Schlauches 25 dicht schließend aufnehmen,
so daß sich eine praktisch flüssigkeitsdichte Verbindung zwischen den Enden 22 und 30 ergibt. Allerdings
sind das Infusionselement 20 und der Infusionsschlauch 25 lediglich zur Erläuterung des Beispiels als
getrennte Elemente dargestellt Die Wand und der Kanal des Infusionsschlauches 25 können auch ununterbrochen
vollständig durch den Vorsprung 12 des Elementes 10 hindurchgehen, so daß sich als hohles Infusionselement
20 eine biegsame Kanüle ergibt. In der Regel trägt jedoch der Vorsprung 12 eine Infusionskombination,
worunter hier eine Kombination aus einem beliebigen Infusionsschlauch und entweder einem Infusionselement
oder einer Kupplungseinrichtung zum Anschließen eines Infusionselementes an den Schlauch verstanden
wird. Dabei stehen der Infusionsschlauch und das
Infusionselement bzw. die Kupplungseinrichtung in Strömungsverbindung miteinander. In der Regel befinden
sich während des Einführens in die Vene im Infusionselement eine steifere Senk- oder Hohlnadel, die
nach dem Einführen zurückgezogen oder entfernt wird.
Der Vorsprung 12 umgibt und umschließt die Verbindung zwischen dem Ende 22 des Infusionselementes und
dem vorderen Ende 30 des Infusionsschlauches. Der Vorsprung 12 wird vorzugsweise um die zuvor herge*
Stellte Verbindung zwischen Infusionselement und Schlauch herumgeformt, damit sich eine einwandfreie
flüssigkeitsdichte Verbindung ergibt.
Jede Kiammereinrichtung des Halters befindet sich an der gekrümmten Umfangsfläche 14 in bestimmter
Winkellage sowohl bezüglich der benachbarten Klammereinrichtung des Halters als auch bezüglich einer Bezugsgeraden
12a, die durch den Vorsprung 12 verläuft. Der ersten Klammereinrichtung 18a ist somit ein Winkel
λ bezüglich der Bezugsgeraden Via angeordnet. Der
zweiten Klammereinrichtung Mb ist ein Winkel β bezüglich der ersten Klammereinrichtung 18a zugeordnet.
Der dritten Klammereinrichtung 18c ist ein Winkel γ bezüglich der zweiten Klammereinrichtung 18£>
zugeordnet, und der vierten Klammereinrichtung 18d ist ein Winkel όbezüglich der dritten Klammereinrichtung 18c
zugeordnet. Diese Zuordnungen gelten für die in F i g. 1 dargestellte Vorrichtung mit vier Klammereinrichtungen
18. Es versteht sich jedoch, daß die Vorrichtung auch nur zwei Klammereinrichtungen oder zahlreiche
Klammereinrichtungen haben kann und daß die Winkel zwischen benachbarten Klammereinrichtungen und
zwischen jeder Klammereinrichtung und dem Vorsprung je nach dem gewünschten Zweck gewählt werden
können. Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist der Halter vier Klammereinrichtungen auf, die
gleiche Winkelabstände voneinander bzw. von der Bezugsgeräden 12a haben, so daß gilt ä = β = γ = δ .
Dabei beträgt jeder Winkel ungefähr 45".
Jede Klammereinrichtung ist bei dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel als Klammerelement
18 gemäß F i g. 2 ausgebildet, das eine öffnung 35 mit einem Durchmesser Ch aufweist. Die Öffnungen
35 verlaufen parallel zur Umfangsfläche 14 des Elements 10. Der Öffnungsdurchmesser D2 ist so gewählt,
daß er praktisch gleich dem Außendurchmesser D\ des Infusionsschlauches 25, allerdings nie kleiner als dieser,
ist, so daß verhindert wird, daß ein Druck entsteht, der
den Infusionsschlauch 25 teilweise oder vollständig zudrückt, wenn der Infusionsschlauch sich in der öffnung
35 befindet. Im radial äußersten Bereich des Klammerelements 18 befindet sich ein Schlitz 36, damit der
Schlauch 25 in die öffnung 35 gedruckt werden kann. Der Schlitz 36 hat eine Schlitzweite G, die so gewählt ist,
daß der Schlauch 25 nur durch den Schlitz paßt, wenn er zusammengedrückt wird. Der Schlauch wird daher in
der öffnung gehalten, sofern keine äußeren Druckkräfte einwirken. Vorzugsweise ist das Material zur Herstellung
des Halters und insbesondere zur Herstellung des Klammerelements 18 stark elastisch, damit Stöße absorbiert
werden, die den Schlauch 25 aus den Klammerele- eo
menten 18 herauszureißen versuchen.
Bei der Benutzung des Halters werden die gegenüberliegenden Seiten 11a und 11i>
des Elements 10 erfaßt damit das Infusionselement 20 eingeführt werden kann. Insbesondere wenn das Infusionseiemenl 20 ein
biegsamer Katheter oder dergleichen ist, kann ein massiver
oder hohler Trokar 34 zur Ausführung des Einstichs erforderlich sein. Die abgeschrägte Schneidkante
34a des Trokars wird durch die in Axialrichtung miteinander ausgerichteten öffnungen bzw. Kanäle des
Schlauches 25 und des Infusionselementes 20 so eingeführt, daß sie aus dem vorderen Ende 21 des Infusionselementes herausragt. Nachdem der Einstich ausgeführt
und der Trokar zurückgezogen bzw. entfernt worden ist, wird die Infusionsschlauchkupplung bzw. Infusionsschlauchmuffe
28 an einer nicht dargestellten Versorgungsflasche oder dergleichen angebracht. Es versteht
sich, daß in Verbindung mit dem Schlauch 25 und dessen Kupplung bzw. Muffe bekannte Mittel zur Anwendung
kommen können, um den Schlauchkanal zeitweilig zu schließen und zu verhindern, daß Flüssigkeit ausfließt,
nachdem der Einstich erfolgt ist und bevor die Kupplung angeschlossen ist. Eine der glatten Seiten 11a und
Wb wird dann auf die Haut des Patienten gelegt, und der Halter wird dann mittels nicht dargestellter Mittel in
seiner Lage gesichert. Alternativ können die Seiten 11a
und/oder Hb ciwas konkav ausgebildet sein, damit die
Quetschwirkung nicht so unangenehm ist. Eine weitere Alternative besteht darin, daß eine oder beide Seiten
11a und/oder Wb mit einer Schicht aus Klebematerial
38 beschichtet sind, auf dem sich eine Schutzschicht 39 befindet Die Schutzschicht 39 wird entfernt und das
Element 10 wird gegen die Haut des Patienten gedrückt, so daß das Klebematerial 38 an der Haut haftet und den
Halter in Stellung hält.
Nachi.em das Infusionselement 20 eingeführt und das
Element 10 am Körper des Patienten befestigt worden ist biegt dann der Arzt oder Medizinaltechniker den
Schlauch 25 in eine Stellung am Schlitz 36 in der ersten Klammereinrichtung 18a und drückt den Schlauch
durch diesen Schlitz, so daß er von der öffnung aufgenommen und gehalten wird (siehe F i g. la). Die Achse B
des Infusionsschlauches 25 schließt nun einen Biegewinkel θ mit der Achse A des Infusionselementes 20 ein. Im
Bereich 25a ist der Schlauch dann sanft gekrümmt, und zwar so, daß die Schlauchwand weder einknickt noch
die Infusionsströmung behindert ist. Ein größerer Biegewinkel θ wird erreicht, wenn der Schlauch 25 in die
Öffnungen von Klammereinrichtungen eingesetzt wird, die größere Winkelabstände vom Vorsprung 12 haben.
Beim in F ig. la dargestellten Beispiel beträgt der Winkel θ 45", wenn der Schlauch 25 nur von der Klammereinrichtung
18a behalten wird. Der Schlauch 25' bildet einen Winkel θ von 90° wenn sich der Schlauch in den
öffnungen der Klammereinrichtungen 18a und 186 befindet Ein Winkel θ von 135° wird erreicht, wenn der
Schlauch 25" in den öffnungen der Klammereinrichtungen 18a, 186 und 18c sitzt Ein Winkel von θ von 180°
wird erreicht wenn der Schlauch 25'" durch die dTnungen
aller vier Klammereinrichtungen 18a bis 18d geführt ist
Bei einer in F i g. 4 dargestellten bevorzugten Ausführungsform umfaßt das scheibenförmige Element 10 ein
halbkreisförmiges Teil 50 mit der Dicke Ti. An der gekrümmten Umfangsfläche des Teils 50 ist ein Vorsprung
51 mit größerer Dicke T angeformt Dieser Vorsprung umschließt die Verbindung zwischen einem Infusionselement
52, beispielsweise einem Senknadel-Katheter, und einem Infusionsschlauch 53. Zwei zueinander passende
Seitenteile 55a und 556 weisen jeweils einen zentralen halbkreisförmigen Abschnitt 56 bzw. 56' mit der
Dicke 7i auf und haben eine gleiche Anzahl von mehreren
Klammerfingern 57, die jeweils von der gekrümmten Umfangsfläche 56a bzw. 56a'der Abschnitte 56 bzw.
56' ausgehen, wobei die Lage der Klammerfinger 57a bis 57dan jede der Umfangsflächen 56a un'd 56a'bezug-
lieh einer Achse Ckomplementär ist, die durch die Mitte
jedes diametralen Randes 566 bzw. 566' verläuft und senkrecht zu diesem Rand steht. Jeder Klammerfinger
57 umfaßt einen radial verlaufenden Abschnitt 58, der am halbkreisförmigen Abschnitt 56 bzw. 56' angeformt
ist, sowie einen zweiten Abschnitt 59, der senkrecht zur Eben* des Abschnitts 56 bzw. 56' vom radial äußersten
Ende des ersten Abschnitts 58 ausgeht. Ein gekrümmter
Abschnitt 60 bildet innen den Übergang zwischen den Abschnitten 58 und 59 und hat einen Krümmungsradius,
der praktich gleich dem halben Außendurchmesser D\ des Schlauches 25 ist.
Die zusammenpassenden Seitenteile 55a und 550
werden so mit dem Teil 50 zum Element 10 verbunden, daß ihre zweiten Klammerfingerabschnitte 59 einander
zugewandt sind, und jeweils zwei Klammerfinger 57 eine Klammereinrichtung bilden. Die Seitenteile werden
mit Hilfe eines geeigneten Klebemittels oder Lösungsmittels oder durch Schweißung oder dergleichen auf
den gegenüberliegenden Seiten 50a und 506 des Teils 50 befestigt. Es ist erkennbar, daß eine große Vielzahl von
Haltern gebildet werden kann, indem mehrere verschiedene Teile 50 und wiederum mehrere verschiedene Paare
von Klammerteilen 55a und 556, die zueinander passen, hergestellt werden. Jedes Teil 50 trägt eine bestimmte
Kombination aus einem Infusionselement 52 und einer bestimmten Art von Infusionsschlauch 53 bestimmter
Länge und kann in Verbindung mit einem Paar zueinander passender Seitenteile 55a und 556 benutzt
werden, die aus der Vielzahl der verschiedenen Seitenteile ausgewählt sind, die gleichen Radius haben, jedoch
unterschiedliche Anzahlen und Stellungen der Klammerfinger 57 aufweisen. Die Dicke T2 der Seitenteile
und die Dicke 7Ί des Teils 50 sind so gewählt, daß Ti + T2 = Tgilt, wobei Tdie Dicke des Vorsprungs ist,
so daß sich ein Element 10 mit einer glatten oberen Seite iia und einer glatten unteren Seite ilo ergibt (siehe
F i g. 2). Die Länge L jedes zweiten Abschitts 59 der Klammerfinger wird durch die Gleichung L = U2
(T- G) bestimmt, damit ein geeigneter Schlitz 36 freibleibt, durch den der Schlauch 25 in die Klammereinrichtungen
eingeführt werden kann.
Im folgenden wird auf die F i g. 5 und 6 Bezug genommen,
in denen gleiche Bezugszeichen wie in den F i g. 1 bis 3 für gleiche Elemente benutzt werden. Die in den
Fig.5 und 6 dargestellte Vorrichtung mit mehreren Klammereinrichtungen 18a, 186,18c und Mdumfaßt ein
scheibenförmiges Element 10' mit einem Vorsprung 12', der von einer Stelle der Umfangsfläche 14 des Elements
bei einer ersten Ecke lic am Übergang zwischen der Umfangsfläche und dem diametralen Rand 16 ausgeht
und einstückig angeformt ist Der Vorsprung 12' hat einen Querschnitt, der dem der einzelnen Klammereinrichtungen
ähnelt, und umfaßt eine Öffnung 35' mit dem Durchmesser D2, die durch den Vorsprung parallel zur
Umfangsfläche 14 des Elements 10' verläuft sowie einen Schlitz 36', der im radial äußersten Abschnitt des Vorsprungs
12' ausgebildet ist Ein Bereich 25a des Schlauches 25', der zwischen dessen vorderem Ende 30' und
dessen entferntem anderen Ende 27' liegt ist in die offnung 35' des Vorsprungs eingesetzt und wird in dieser
durch die Elastizität des Materials des Vorsprungs 12' auch ohne äußere Druckkräfte festgehalten. Das Einsetzen
des Abschnitts 25a in die öffnung 35' erfolgt durch Eindrücken und Zusammendrücken des Abschnitts 25a.
Ein üblicher Kanülenanschluß 62 weist einen konvergierenden vorderen Abschnitt 62a sowie einen
Schlauchkupplungsabschnitt 626 mit vermindertem Durchmesser auf, der am vorderen Ende 30' des Infusionsschlauches
25' in dessen öffnung bzw. Kanal eingesetzt ist und dort über eine Preßpassung festsitzt. Der
Abschnitt 626 kann auch mit dem vorderen Ende 30' verklebt oder mittels eines Lösungsmittels oder thermisch
verschweißt sein. Der Außendurchmesser Ds des
Kupplungsabschnitts 626 ist zumindest gleich dem Innendurchmesser des biegsamen Schlauches 25', damit
für flüssigkeitsdichte Verbindung gesorgt ist. Auf den üblichen Kanülenanschluß 62 können zahlreiche verschiedene
steife oder biegsame, nicht dargestellte Standardkanülen aufgesetzt werden. Wenn die gewählte Kanüle
lediglich aufgepreßt ist, kann sie vom üblichen Kanülenanschluß 62 abgezogen werden, damit die Kombination
aus Halter, Schlauch und Kanülenanschluß wiederverwendet werden kann. Alternativ kann auch die
Kombination aus Schlauch und Kanülenanschluß aus der Öffnung 35' herausgedrückt und weggeworfen werden,
wobei dann der Halter wiederverwendet werden kann.
Im folgenden wird auf Fig. 7 eingegangen. Darin ist
eine Hülse 64 dargestellt, die eine ebene Oberseite 64a mit der Breite W\ sowie einen sich verjüngenden unteren
Abschnitt 646 hat, an dem sich ein kielförmiger Vorsprung 64c befindet, der die Hülse 64 gegen Verdrehen
sichern kann. Die Hülse kann um die Verbindung zwischen einem Infusionselement und einem Infusionsschlauch geformt sein, und zwar beispielsweise durch
Angießen. Dadurch wird die erforderliche Flüssigkeitsdichtheit der Verbindung erreicht. Alternativ kann die
Hülse auch um einen mittleren Abschnitt eines längeren Stücks eines biegsamen Infusionsschlauches 25" geformt
sein, der Teil einer Infusionskombination ist. Das scheibenförmige Element 10" weist einen diametral verlaufenden
Rand 16" mit ebener Oberfläche sowie einen Vorsprung 12" auf, der eine Ausnehmung 65 hat, deren
Querscnnitt dem der Hülse 64 mit dem Vorsprung 64c ähnlich ist. Die Ausnehmung 65 ist im Vorsprung 12"
senkrecht zum ebenen Rand 16" bzw. dessen ebener Oberfläche ausgebildet. In beiden Richtungen geht von
der Ausnehmung 65 in Axialrichtung eine kreisförmige öffnung 35" aus, und in den radial äußersten Abschnitten
des Vorsprungs 12" ist ein Schlitz 36" ausgebildet, damit der Schlauch 25" in den Kanal 35" eingesetzt
werden kann. Über die gesamte Länge der rechteckigen Öffnung der Ausnehmung 65 in der radial äußeren
Oberseite 126 erstrecken sich übergreifende Ränder 66. Durch die übergreifenden Ränder wird die Breite
der Ausnehmung 65 auf eine Breite W2 verringert, die
kleiner als die Breite Wi der übrigen Ausnehmung und
der Hülse 64 ist.
Zur Benutzung wird die Hülse 64 in die Ausnehmung 65 gedrückt wobei zunächst der kielförmige Vorsprung
64c und dann der konvergierende Abschnitt 646 in die Ausnehmung eintreten. Das Einsetzen wird erleichtert
durch die Elastizität des Materials, aus dem der Halter gefertigt ist Durch stärkere Druckausübung tritt dann
die Hülse 64 vollständig in die Ausnehmung 65 ein, wonach die übergreifenden Ränder 66 elastisch in ihre Ausgangslage
über die Ränder der Oberseite 64a der angeformten Hülse 64 zurückschnappen, so daß eine radiale
Bewegung der Hülse 64 in der Ausnehmung 65 verhindert wird, während die übrigen Abschnitte des Vorsprungs
12" des Elements 10" eine axiale Verschiebung und Drehung der Hülse und des von dieser umschlossenen
Schlauches 25" verhindern. Das elastische Material des Vorsprungs 12" kann im Bereich der Oberseite 126
auseinandergedrückt werden, so daß die Hülse 64 und
der damit verbundene Schlauch 25" aus der Ausnehmung 65 entnommen und weggeworfen werden können
und der Halter wiederverwendet werden kann.
und der Halter wiederverwendet werden kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Halten einer Infusionskombination mit einem flexiblen Infusionsschlauch und mit
einem scheibenförmigen Element, das eine gekrümmte Umfangsfläche hat und einen Vorsprung
aufweist, wobei ein erster Abschnitt des flexiblen Infusionsschlauches durch den Vorsprung verläuft
und von diesem festgehalten wird, dadurch ge- ίο kennzeichnet, daß der Vorsprung (12,12', 12",
51) von der gekrümmten Umfangsfläche (14, 56a, 56a'; des Elementes (10,10', 10") radial nach außen
ragt und daß Klammereinrichtungen (18, 18a, 18/?, 18c, iSd) an dem Element angebracht sind, die an der is
gekrümmten Umfangsfläche des Elementes mit Abstand voneinander und vom Vorsprung angeordnet
sind und einen sich an den ersten Abschnitt anschließenden zweiten Abschnitt des flexiblen Infusionsschlauches aufnehmen können, wobei sich die ge-
krümmte Umfangsfläche über einen Halbkreis erstreckt
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klammereinrichtungen (18, 18a, 18Zj, 18c; tSd) einstückig mit dem Element (10, 10',
10") ausgebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klammereinrichtungen jeweils
durch ein Klammerelement (18) gebildet sind, durch das eine öffnung (35) im wesentlichen parallel
zur gekrümmten Umfangsfläche (14) des scheibenförmigen Elementes JJlO, 10'. 10") verläuft und das
einen Schlitz (36) aufweist, der eine Verbindung zwischen der Öffnung und der Außenseite des Klammerelementes
herstellt, wobei die Schlitzweite kleiner ais der Durchmesser der zugehörigen öffnung
ist
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der öffnung (35) im
Klammerelemem (18) im wesentlichen gleich dem Außendurchmesser des Infusionsschlauches (25,25',
25") ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das scheibenförmige Element (10) ein
mittleres halbkreisförmiges Teil (50) und zwei auf den beiden gegenüberliegenden Seiten (50a, 506;
desselben befestigte halbkreisförmige Seitenteile (55a, 556^ umfaßt, wobei jedes Seitenteil mit mehreren
Klammerfingern (57a, 576,57c, 57 d) versehen ist,
die von der gekrümmten Umfangsfläche (56a, 56a';
des jeweiligen Seitenteils ausgehen, daß jeder Klammerfinger einen radial verlaufenden Abschnitt
(58), der einstückig mit dem Seitenteil verbunden ist, sowie einen zweiten Abschnitt (59) umfaßt, der am
radial äußeren Ende des radial verlaufenden Ab-Schnitts senkrecht zur Ebene dieses Abschnitts verläuft,
und daß die Klammerfinger der beiden Seitenteile an deren Umfang komplementär zueinander
angeordnet sind, wobei die zweiten Abschnitte der Klammerfinger zueinander weisen, sich jedoch nicht
treffen, so daß jeweils zwei Klammerfinger eine Klammereinrichtung (18a, 186,18c, Md) bilden.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Klammereinrichtungen
(18a, 186,18c, Md) entlang der gekrümmten Umfangsfläche (14) des Elementes (10,10', 10") mit
zunehmend größerem Winkelabstand bezüglich einer Bezugsgeraden (12a; angeordnet sind, die zwischen
einem Punkt am Vorsprung (12,12', 12") des Elementes und dem Mittelpunkt des Halbkreises
verläuft
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkelabstände zwischen benachbarten
Klammereinrichtungen (18a, 186, 18c, Md)
und zwischen der dem Vorsprung (12,12', 12") nächsten Klammereinrichtung (18a; und der Sezugsgeraden
im wesentlichen gleich sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet daß am Umfang des Elementes (10, 10f,
10") vier Klammereinrichtungen (18a, 186,18c, Md)
angeordnet sind und daß der Winkelabstand ungefähr gleich 45° ist
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (12')
des Elementes (W) eine Öffnung (35') aufweist, die durch den Vorsprung im wesentlichen parallel zur
gekrümmten Umfangsfläche (14) des Elementes verläuft und den ersten Abschnitt des flexiblen Infusionsschlauches
aufnehmen kann, und daß im Vorsprung ein Schlitz (36') ausgebildet ist, der in Verbindung
mit der öffnung und einer Außenseite des Vorsprungs steht
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (12")
des Elementes (ΐθ") eine Ausnehmung (65) aufweist die in einer ersten Oberseite (426; des Vorsprungs
ausgebildet ist, und daß sich zwei gegenüberliegende, elastische Ränder (66) im Bereich der ersten
Oberseite teilweise über die Ausnehmung erstrekken.
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