DE2653594B2 - Verfahren und Vorrichtung zum selektiven Imprägnieren eines heterogenen Fasermaterials vor dem Aufschließen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum selektiven Imprägnieren eines heterogenen Fasermaterials vor dem AufschließenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft das kontinuierliche Aufschließen von Fasern enthaltendem Material und insbesondere
die Imprägnierung des Fasermaterials in Verbindung mit deren Förderung in den Kocher. Eine solche
Vorimprägnierung des Fasermaterials stellt einen sehr wichtigen Teil des Delignifikationsvorganges dar und
hat die Aufgabe, den Luft- oder Gasgehalt des Fasermaterials durch Imprägnierflüssigkeit oder Kochlauge
zu ersetzen. Das Austreiben von Luft oder Gas erfolgt üblicherweise durch ein Dämpfen bei verhältnismäßig
geringem Überdruck und einem folgenden Eintauchen in Kochlauge bei höherem Druck und
höherer Temperatur, jedoch auch mit Hilfe anderer Verfahren, beispielsweise einer Vakuumbehandlung
oder einem Pressen und einem anschließenden Untertauchen in eine Flüssigkeit, bevor der Aufschlußvorgang
beginnt. Ob nun die Imprägnierung in der einen oder der anderen Weise erfolgt, in jedem Fall wird eine gewisse
Einrichtung benötigt, die sowohl vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt als auch hinsichtlich des erforderlichen
Raumes soweit wie möglich begrenzt werden muß, wobei gleichzeitig beachtet werden muß, daß die
Imprägnierung so wirksam wie möglich sein, soll. Fasermaterial, wie es an einer Aufschlußeinrichtung
ankommt, besteht aus einer heterogenen Mischung aus verkleinertem Rohmaterial, z. B. Holz, Gras, Schilf,
Stroh usw. Auch nach einer groben Siebung sind die Unterschiede sowohl bezüglich Größe, Form und
Dichte von Teilchen zu Teilchen erheblich. Insbesondere bei gemischten Rohmaterialien und bei Verwendung
von Rohmaterial der Art »ganze Bäume« sind die Unterschiede besonders groß, und es ist in besonderem
Maße eine selektive imprägnierung erforderlich.
Gemäß der Erfindung erfolgt eine wirksame Imprägnierung nach einem möglicherweise vorhergehenden
Dämpfungsvorgang mittels einer variierenden Impräg-
lü nierzeit in einfacher und wirksamer Weise, während das
Fasermaterial von Flüssigkeit umgeben ist Auf diese Weise wird der heterogene Charakter des Fasermaterials
kompensiert, und es werden die Zellstoffausbeute, die Gleichmäßigkeit und die Festigkeitsmerkmale
verbessert. Die Imprägnierung mit zeitlichen Veränderungen für getrennte Fasermaterialteilchen ist an sich
bekannt, beispielsweise durch die SW-PS 1 74 656. Hier ist als Hauptmerkmal ein von dem Kocher getrennter
Imprägnierraum vorgesehen, in welchem die Luft in den Zellen des Fasermaterials durch Kochflüssigkeit ersetzt
wird, und zwar mit Hilfe von Druckänderungen, wobei eine selektive Imprägnierung des Fasermaterials in
solcher Weise erfolgt, daß das schnell imprägnierbare Fasermp.tepial früher aus dem Imprägnierraum entfernt
wird als das schwerer imprägnierbare Fasermaterial. Der Imprägniervorgang erfolgt in einem stehenden
Imprägnierkessel, der unter einem Winkel zur horizontalen Ebene angeordnet ist und dem eine Mischung aus
Fasermaterial und Kochlauge unter Druck zugeführt wird, und zwar mit Hilfe einer Vorrichtung, während das
Ausbringen mit Hilfe einer weiteren Vorrichtung erfolgt. Der Kessel ist im Inneren mit einer Förderschnecke
für Fasermaterial versehen, das in die Kochlauge eingetaucht ist, während gleichzeitig das
J5 Auslassen von Luft durch ein Ventil erfolgt und die
Druckänderungen durch eine Vakuumpumpe und/oder durch Ablassen von Flüssigkeit, durch Einpumpen von
Kochlauge und/oder unter Verwendung von Druckakkumulatoren erreicht werden.
Eine Verbesserung der Imprägnierung kann gemäß der Erfindung in einfacher und wirtschaftlich vorteilhafter
Weise erfolgen durch das Einfördern in Verbindung mit einem kontinuierlich arbeitenden Kamyr-Kocher,
wobei das Hineinfördern vom niedrigen zum hohen
♦5 Druck mit Hilfe eines sogenannten Hochdruckförderers
erfolgt und der Transport des Fasermaterials in Flüssigkeit erfolgt, die in den Oberteil des Kochers
hineingepumpt wird, wo die Flüssigkeit abgetrennt wird und in den Hochdruckförderer für eine erneute
Verwendung als Transportmedium zurückgefördert wird. Ein solches Einfördersystem ist an sich durch die
SW-PS 35 93 31 bzw. die US-PS 38 02 956 bekannt. Hier werden von einem Hochdruckförderer Fasermaterial
und Flüssigkeit mit Hilfe einer Pumpe durch eine Leitung hindurch hinauf zum Oberteil des Imprägnierkessels
gefördert, wo die Flüssigkeit mit Hilfe einer Vorrichtung abgetrennt und durch eine Leitung zur
Pumpe zurückgeführt wird. Der Hochdruckförderer besteht im wesentlichen aus einem Rotor der mit
durchgehenden Taschen versehen ist und sich in einem Gehäuse befindet, das mit Ein- und Auslaßverbindungen
versehen ist. Wenn sich eine Rotortasche in vertikaler Lage befindet, wird eine Mischung aus Flüssigkeit und
Fasermaterial in den Förderer eingeführt, und um das
hr· Einfüllen wirksamer zu machen, wird am unteren Ende
des Förderergehäuses Flüssigkeit durch ein Sieb zu einer Pumpe abgezogen, wobei Flüssigkeit zurück zur
Einführleitung zirkuliert. Vor dem Hochdruckförderer
befinden sich das Fasermaterial und die Flüssigkeit normalerweise auf einem geringen Überdruck von
ungefähr einer Atmosphäre, während in der Leitung Fase.rmateriai und Flüssigkeit einem Druck entsprechend
dem Kochdruck, z.B. 10 Atmosphären, ausgesetzt sein können. Die Taschen und Jas Gehäuse des
Hochdruckförderers sind so ausgebildet, daß eine der Taschen jeweils gefüllt wird, während gleichzeitig eine
andere Tasche geleert wird, wodurch der Strom an Fasermaterial in der Förderleitung praktisch einen
kontinuierlichen Strom darstellt. Bevor das Fasermaterial am Hochdruckförderer ankommt, ist es meistens mit
Dampf behandelt worden, wodurch der größere Teil an Luft aus den Poren des Fasermaterials ausgetrieben
worden ist Die wirkliche Imprägnierung mit Kochlauge erfolgt während des Eintritts in die Kochlauge, die durch
den Hochdruckförderer und durch die Förderleitung zum oberen Teil des Kochers bei vollem Kochdruck
zirkuliert, wo der größere Teil der Fasermaterialmenge, beispielsweise mit Hilfe einer Siebvorrichtung, von der
Transportflüssigkeit abgetrennt wird, die in der oben erwähnten Weise zur Zirkulationspumpe zurückgeführt
wird. Wenn die Abtrennung von Transportflüssigkeit und Fasermaterial im oberen Teil des Kochers in
üblicher Weise durchgeführt wird mit einer sogenannten Oberschnecke, die von einer konzentrischen
Siebplatte umgeben ist, folgen im wesentlichen die kleinsten Faserteilchen, die die Sieböffnungen durchsetzen
können, der Transportflüssigkeit zurück zur Zirkulationspumpe, dem Förderapparat, dem Förderer
und wieder zurück zum Oberteil des Kochers, bis die Teilchen sich auf irgendeinem größerem Fasertei!
festsetzen und dem Kocher nach abwärts folgen. Diese zusätzliche Zirkulation, die zu einer zusätzlichen
Imprägnierzeit führt, ist an sich nicht erwünscht, da die kleinen Teilchen, um die es sich hier handelt, welche das
Sieb im Oberteil des Kochers durchsetzen können, bereits vollständig imprägniert sind und deshalb eine
zusätzliche Imprägnierzeit nicht benötigen. Stattdessen wäre es erwünscht, daß größere Faserteilchen, die noch
nicht ausreichend durchimprägniert sind eine zusätzliche Verweilzeit haben, bevor sie dem Aufschlußvorgang
und einer höheren Temperatur ausgesetzt werden.
Es hat sich gezeigt, daß dies in überraschend einfacher und wirksamer Weise und durch Anwendung einfacher
Mittel möglich ist, und zwar während des Flüssigkeitstransportes von Fasermaterial zu einem Kocher, wie er
oben beschrieben ist, wenn man anstelle eines Siebes im Oberteil des Kochers das Prinzip der sieblosen
Trennung von Flüssigkeit und Fasermaterial anwendet.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Lösung des oben erwähnten Problems, und es umfaßt die Erfindung
neben dem Verfahren auch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Bei der Papierherstellung ist es üblich gewesen, die Dämpfung/Imprägnierung so reichlich zu dimensionieren,
wie es wirtschaftlich gerade noch zugelassen werden kann, mit dem Ergebnis, daß ein grcßer Teil des
Rohmaterials vollständig oder in manchen Fällen gut imprägniert ist, während ein kleinerer Teil von den
Chemikalien überhaupt nicht erreicht wird, und es erweist sich dieses letztere Rohmaterial im Endergebnis
als teilweise unaufgeschlossen, d. h. es ergibt sich ein größerer Ausschuß insbesondere bei höherer Ausbeute.
Es ist typisch für den Grad der Imprägnierung, daß ein Faserteil, z. B. Schnitzel, dazu neigt unterzusinken oder
zu schwimmen. Ein Schnitzel kann in Wasser untersinken, jedoch auch in Kochlauge mit höherem spezifischem
Gewicht schwimmen. Ein Schnitzelteilchen, das in Kochlauge untersinkt, kann im allgemeinen als
anscheinend gut imprägniert bezeichnet werden.
Die vorliegende Erfindung geht aus von diesem physikalischen Phänomen, um die Gesamtabmessungen
der Einrichtung durch selektive Trennung von untersinkenden Teilchen und schwimmenden Teilchen zu
reduzieren, insbesondere in einem ausgeführten Einführsystem zu einem kontinuierlichen Kucher, und zwar
lu in der Weise, daß die zuerst erwähnten in der Kochzone
der Aufschlußvorrichtung niedersinken, während die schwimmenden Teilchen, die normalerweise einen
relativ kleinen Teil der Gesamtmenge ausmachen, ein zweites Mal den Imprägnierprozeß durchlaufen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben, die in vereinfachter Form
die wesentlichsten Teile eines Einführ- und Imprägniersystems vor einem kontinuierlich arbeitenden Kocher
zeigt.
In der Figur ist mit 1 ein kontinuierlicher Kocher und mit 2 ein Hochdruckförderer bezeichnet. 3 ist eine
Förderleitung, die gleichzeitig einen Imprägnierraum darstellt, der in Richtung der Strömung im Kocheroberteil
45 endet.
Die Funktion des Hochdruckförderers 2 wird im folgenden nur kurz beschrieben. Eine Fördererrotortasche
in vertikaler Lage wird mit Fasermaterial gefüllt, wie es durch den Pfeil 30 angedeutet ist, und zwar durch
die Leitung 31 zusammen mit Flüssigkeit aus der
iü Leitung 32. Diese Flüssigkeit kann eine geeignete
Imprägnierflüssigkeit oder eine Flüssigkeit sein, die für den Aufschlußprozeß selbst bestimmt ist. In dem
unteren Teil des Förderergehäuses wird eine Flüssigkeitsmenge durch ein Sieb in eine Leitung 33
ausgetragen, und ferner zu einer Pumpe 34, wobei die Flüssigkeit weiter durch eine Leitung 35 zurück zur
Leitung 32 gepumpt wird, und zwar durch eine Siebvorrichtung 36, in welcher ein Teil der Flüssigkeit
entsprechend der Verdrängung des Fasermaterials in
•to der Fördererrotortasche entnommen wird, wie es durch
den Pfeil 37 gezeigt ist. Durch diese Flüssigkeitszirkulation mit Hilfe der Pumpe 34 wird eine wirksame Füllung
jeder Fördererrotortasche gesichert. Wenn später eine Rotortasche, die nunmehr vollständig oder teilweise mit
Fasermaterial und Flüssigkeit gefüllt ist, nach einer Drehung des Fördererrotors in die horizontale Lage
kommt, tritt die Tasche mit ihrem Inhalt in eine Flüssigkeitszirkulation mit verhältnismäßig hohem
Druck entsprechend dem Kocherdruck ein. Mit Hilfe einer Vorrichtung zum Austragen von Flüssigkeit in
dem Imprägnierraum 4 wird Flüssigkeit durch die Leitung 40 zur Pumpe 41 ausgetragen. Durch die
Leitung 42 wird die Flüssigkeit in eine horizontal liegende Rotortasche gepumpt, und es transportiert die
Flüssigkeit den Tascheninhalt an Fasermaterial und Flüssigkeit durch die Leitung 3 zum Raum 4. Die Leitung
3 führt konzentrisch in den Raum 4, und es kann die genannte Austragung von Flüssigkeit durch die Leitung
40 in geeigneter Weise so stattfinden, daß die Leitung 3 in ein trichterförmiges Rohr 43 endet (sich nach abwärts
konisch erweiterndes Rohr 43), welches mit einem Abstand in den Raum 4 eindringt. Unter der öffnung 44
des Rohres 43 bildet sich ein Spiegel von nach abwärts sinkendem Fasermaterial aus, während oberhalb der
hi öffnung 44 vom Flüssigkeitsraum 4 Flüssigkeit durch
die Leitung 40 ausgetragen werden kann.
Mit dieser Anordnung erfolgt eine sogenannte sieblose Trennung.
In der Förderleitung 3 wird das Fasermaterial nach dem Hochdruckförderer 2 zum ersten Mal einem
höheren Druck ausgesetzt, und es ist die Leitung 3 als Imprägnierraum zu bezeichnen, wo möglicherweise in
dem Fasermaterial verbliebene Luftblasen weiter zusammengepreßt und durch Flüssigkeit ersetzt sind.
Möglicherweise ausgetriebene Luft kann in geeigneter Weise vom oberen Teil des Raums 4 abgelassen werden.
Wenn für die Imprägnierung eine längere Verweilzeit gewünscht ist, kann die Leitung 3 in geeigneter Weise
einen verhältnismäßig großen Durchmesser haben oder sie kann möglicherweise konisch ausgebildet sein mit
einem allmählich zunehmenden Querschnitt in Richtung der Strömung im Trichter 43. Auch andere Formen des
Rohres 3 können verwendet werden, z. B. wenn die Leitung im vertikalen Teil des Rohres als langer
Behälter geformt ist, von dessen Oberteil Fasermaterial und Flüssigkeit mit Hilfe der Flüssigkeitsströmung oder
mit Hilfe einer Austragvorrichtung, z. B. einem rotierenden Schaber, durch eine kurze Rohrleitung zum Raum 4
ausgetragen wird.
Der Raum 4 kann auch leicht konisch geformt sein, und er kann nach abwärts eine Begrenzung haben, die
aus einem Boden mit einem konzentrischen Auslaß zur Kochzone besteht. Oberhalb dieses Bodens kann eine
Schabevorrichtung angeordnet sein, um die Zuführung von Fasermaterial zu der darunterliegenden Kochzone
im Kocher zu erleichtern, wo eine höhere Temperatur aufrechterhalten wird. Auch diese Einbringung kann in
gleicher Weise wie die Einbringung in den Raum 4 erfolgen, und zwar mit Hilfe einer Trichteranordnung,
und es kann das Austragen von Flüssigkeit sieblos erfolgen. Die Flüssigkeit kann indirekt erhitzt werden
und danach in geeigneter Weise und an geeigneter Stelle zurück in den Kocher eingebracht werden.
Im folgenden soll erläutert werden, wie die Erfindung an dem oben beschriebenen Beispiel funktioniert. Es
wird angenommen, daß z. B. gedämpftes Fasermaterial, das sehr oft aus feinzerkleinertem Holz, sogenannten
Schnitzeln, besteht oder auch feinzerteiltes anderes Rohmaterial, beispielsweise Bambus, Zuckerrohr, Gras,
Schilf oder Stroh, in einem kontinuierlichen Strom 30 durch eine Leitung 31 in den Hochdruckförderer 2
eingebracht wird, durch den zwei Zirkulationen aufrechterhalten werden. Die eine Zirkulation für die
Füllung der Hochdruckfördertaschen erfolgt mit Hilfe der Pumpe 34, und es wird überschüssige Flüssigkeit
durch die Leitung 37 ausgeleitet, welche Flüssigkeit normalerweise mit zugesetzter frischer Kochlauge
vereinigt wird. Die andere Zirkulation durch den Hochdruckförderer erfolgt mit Hilfe der Pumpe 41, und
sie fördert, wie oben beschrieben, das Fasermaterial zum Oberteil des Kochers. Der Kocher 1 und der Raum
4 werden vollständig mit Flüssigkeit gefüllt gehalten, und das ist auch der Fall mit der Leitung 3 und dem
Trichter 43. Der Kocher wird auf einem für den Aufschlußvorgang erforderlichen überatmosphärischen
Druck, beispielsweise 10 bis 20 Atmosphären, gehalten,
der höher ist als der Druck entsprechend der Temperaturen. Dadurch wird eine Dampfentwicklung
verhindert, und es wird die Neigung der Schnitzel, nach abwärts zu sinken, vergrößert. In dem Kocher erfolgt
eine Erhitzung des Fasermaterials durch eine nicht dargestellte Heizvorrichtung und durch Anwendung
eines Zirkulationssystems für die Kochlauge. Die Aufheizung erfolgt auf eine gewünschte Temperatur
von beispielsweise 170°C. In dem Kocher kann auch ein
Waschvorgang, das sogenannte Gegcnstromwaschen, stattfinden, und zwar in einer anderen Zirkulation, die
nicht gezeigt ist, da sie keinen Einfluß auf die Erläuterung der Erfindung hat. Fasermaterial, da:
behandelt worden ist, wird in einem kontinuierlicher Strom durch die Leitung 58 ausgefördert und einei
anderen folgenden Behandlungsstufe zugeführt, die nicht gezeigt ist, die aber z. B. aus einer kontinuierlicher
Diffuserwascheinrichtung bestehen kann.
Fasermaterial 30 kann z. B. vorher in einen
ίο Dämpfkessel bei überatmosphärischem Druck von etws
1 Atmosphäre gedämpft sein. Wenn sich eine Rotorta sehe in dem Hochdruckförderer 2 in die horizontal«
Lage gedreht hat, wird das Fasermaterial plötzlich irr wesentlichen dem gleichen Druck ausgesetzt wie in
Oberteil des Kochers, wenn die Differenz im statischer Druck ausgeschlossen wird. Dadurch wird das Faserma
terial einer Druckimprägnierung bei einer Temperatui unterworfen, die niedriger ist als die wirkliche
Kochtemperatur, und zwar während einer Zeit, die de:
Transportzeit vom Hochdruckförderer zu dem Plats entspricht, wo das Fasermaterial — wie oben erwähnt
im Kocher selbst erhitzt wird. Diese Zeit kanr vergrößert werden, wenn das Rohr 3 mit einen
größeren Durchmesser ausgeführt wird oder wenn e behälterförmig geformt wird, beispielsweise konisd
oder zylindrisch, wie es oben beschrieben ist, jedoch sine die Druckbedingungen die gleichen wie bereits erwähnt
Der Hauptteil des Fasermaterials bildet einen Spiege an oder etwas unterhalb der öffnungen 44 unterhalb de.
Trichters.
Die Erfindung, die zum Hauptziel hat, die Imprägnie rung des Fasermaterials selektiv zu verbessern, kam
nun in der oben beschriebenen Arbeitsweise, die eir normaler Kochvorgang ist, dadurch angewendet wer
den, daß der Teil des Fasermaterials, der nicht absink und einen Spiegel an der Trichteröffnung 44 bildet
sondern nach oben schwimmt, d. h. der Flüssigkeit durcl den Flüssigkeitsraum 4 nach oben folgt, der Flüssigkei
durch die Rückführleitung 40 folgt, die Pumpe 41 unc
■to den Förderer 2 durchsetzt und nach einer gewissen Zei
durch die Leitung 3 und den Trichter 43 in den Koche zurückkehrt. Wenn das Fasermaterial nach diese
zusätzlichen Imprägnierzeit noch immer nicht fertij imprägniert ist, so daß es während der vorherrschender
Druckbedingungen absinkt, kann es grundsätzlich nocl mehrere Male zurückgeführt und zum Kocher zurück
gebracht werden. Während des Umlaufes wird da Fasermaterial der Druckänderung entsprechend de
Differenz in der statischen Höhe zwischen den Kocheroberteil und dem Hochdruckförderer ausge
setzt. Bei einem Kocher mit bis zu 100 m Höhe kann di« Differenz ziemlich groß sein und noch mehr der
Imprägniervorgang in günstiger Richtung beeinflussen Um die Rezirkulation des Fasermaterials möglich zi
■>■) machen, müssen insbesondere die Leitung 40 und di<
Pumpe 41 eine geeignete Ausbildung erhalten. Di< Leitung 40 muß einen Querschnitt haben und s(
gekrümmt sein, daß die Fasermaterialstücke hindurch gehen können. Zweckmäßig kann die Leitung 40 in dei
i'" Raum 4 verlängert sein, und sie kann zweckmäßig hie
in zwei oder mehr gleichmäßig verteilte Einlaßöffnun gen aufgeteilt sein, so daß eine gleichmäßige Austra
gung über den Querschnitt des Raumes 4 erreich werden kann. Die Pumpe 41 muß mit einem Rotor une
ι-'· einem Gehäuse versehen sein, welche den Durchgani
der Faserteile der Größe, wie sie hier infrage kommi zuläßt. Der Förderer 2 und die Förderleitung 3 sine
normalerweise für den Transport von Fasermaterial une
Flüssigkeit ausgebildet, so daß diese Teile keine Änderungen oder Vorsorgemaßnahmen benötigen. Das
Verfahren und die Vorrichtung nach der Erfindung können, wie sich aus der vorherigen Beschreibung
ergibt, in einfacher Weise auch bei vorhandenen Einrichtungen mit einem Minimum von Abwandlungen
angewendet werden.
Durch die Erfindung ist es, wie oben beschrieben, möglich, bei einer normalen Einführung von Fasermaterial
in einem kontinuierlich arbeitenden Kocher, eine Verbesserung der Imprägnierung des Fasermaterials
mit Kochlauge zu erreichen. Die Erfindung kann prinzipiell bei allen kontinuierlichen Kochprozessen
angewendet werden, da es für alle diese Prozesse wichtig ist, eine möglichst gleichmäßige und wirksame
Imprägnierung des Fasermaterials mit spezieller Imprägnierflüssigkeit oder Kochlauge zu erreichen. Das
System mit dem Hochdruckförderer 2, das ohne mechanische Betätigung auf das Fasermaterial dieses
Fasermaterial in eine Flüssigkeitszirkulation fördert, und zwar von einem verhältnismäßig niedrigen Druck
zu einem verhältnismäßig hohen Druck, und das in
ίο Hunderten von Installationen in praktischem Betrieb
sich als sehr zuverlässige und technisch gute Einrichtung erwiesen hat, hat nun durch die Erfindung eine weitere
nützliche Funktion erhalten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zur Erzielung einer selektiven Imprägnierung eines heterogene Fasern enthalten-'
den Materials während der Ginführung des Fasermaterials in einen Druckkessel durch einen Imprägnierraum
hindurch, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mischung aus Fasermaterial und Transportflüssigkeit
in ununterbrochenem Strom durch eine Förderleitung mit einer Endöffnung in einem im
Druckkessel vorgesehenen, mit Flüssigkeit gefülltem Raum gepumpt wird, daß in diesem Raum die
Transportflüssigkeit durch eine oder mehrere Auslässe, die höher als das Auslaßende der
Förderleitung liegen, von der Mischung getrennt wird und daß die Teile des Fasermaterials, die in der
Flüssigkeit nicht untersinken, sondern nach oben schwimmen, in der Transportflüssigkeit belassen
werden und dieser abgetrennten Flüssigkeit in ihrer Zirkulation durch den Imprägnierraum 50 folgen,
daß eine gegenüber den untersinkenden Teilen des Fasermaterials verlängerte Imprägnierzeit erreicht
wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einem Einführ- und Imprägniergefäß,
das von einer Fördervorrichtung ausgeht und mit dem oberen Teil eines Druckkessels
verbunden ist, und mit einer eine Pumpe enthaltenden Rückführleitung vom Oberteil des Druckkessels
zur Fördervorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückführleitung (40) von einer Höhe dem
Oberteil des Druckkessels (1) ausgeht, die höher liegt als das Auslaßende (44) des Imprägnierraumes (3,43)
und daß die Rückführleitung (40) zusammen mit der Pumpe (41) Querschnittsöffnung solcher Größe und
Form aufweist, daß das der Flüssigkeit folgende Material hindurchtreten kann.
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