DE2644530C3 - Einrichtung zum Erzeugen einer Entwicklungselektroden-Vorspannung in einem elektrofotografischen Kopiergerät - Google Patents
Einrichtung zum Erzeugen einer Entwicklungselektroden-Vorspannung in einem elektrofotografischen KopiergerätInfo
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Description
40
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Erzeugen einer Entwicklungselektroden-Vorspannung in einem
elektrofotografischen Kopiergerät der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
Bei einem elektrofotografischen Kopiergerät wird A'·
eine aufgeladene, fotoleitfähige Oberfläche mittels eines optischen Systems bildmäßig durch eine Abbildung
einer Vorlage belichtet, wodurch die Oberflächenladung selektiv entfernt wird und eine elektrostatische, latente
Abbildung entsteht. Die latente Abbildung wird durch "J(l
Aufbringen von gefärbten, feinen Partikeln, die auch als »Toner« bezeichnet werden, in ein sichtbares Bild
umgewandelt. Der Toner hat eine Polarität, die der Polarität der Ladung entgegengesetzt ist, welche die
latente Abbildung bildet; dadurch wird der Toner >>
elektrostatisch angezogen. Obwohl die bildfreien Bereiche der latenten Abbildung infolge des Verlustes
an elektrischer Ladung nicht mit dem Toner in Berührung kommen sollten, bleibt in der Praxis
aufgrund der als »Ermüdung« bezeichneten Änderung b(l
der Eigenschaften der fotoleitfähigen Teile immer ein Potential in der Größenordnung von etwa 200 bis 300 V
zurück; der auf diesen Bereichen haftenden Toner führt zu einer Verschmierung des Untergrundes oder zn
einem Absetzen von Tonerresten auf der hergestellten "' Kopie.
Um diesen Effekt zu vermeiden, wird im allgemeinen eine Kntwicklungselcktrocle verwendet, die sehr nahe
bei der fotoleitfähigen Oberfläche angeordnet ist; an diese Entwicklungselektrode wird eine Vorspannung
angelegt, die etwas höher ist als die Spannung der bildfreien Bereiche, um auf diese Weise das Absetzen
von Toner auf diesen Bereichen zu verhindern.
Das Potential der latenten Abbildung einschließlich der bildfreien Bereiche hängt von der eingesetzten
Belichtung ab. Ie geringer die Belichtung ist, um so höher ist das Potential im Bilduntergrund oder
umgekehrt. Infolgedessen wird das Potential im Bilduntergrund nur unter der Bedingung konstant, daß
auch der Belichtungswert konstant gehalten wird.
In der Praxis hat jedoch die in der Belichtungsstation
verwendete Lichtquelle eine Lichtintensität, die sich im Laufe der Zeit ändern kann. In den F i g. 1 und 2 sind
Beispiele für die Lichtabgabe von Leuchtstoffrohren dargestellt Bei einer Leuchtstoffröhre mit der in F i g. 1
gezeigten Kennlinie ändert sich die Lichtintensität der Leuchtstofflampe von einem mit 100% bezeichneten
Anfangswert auch bei kontinuierlichem Kopierbetrieb über !0 Minuten auf einen Wert zwischen 75 und 80%.
In F i g. 2 ist die Kennlinie einer Leuchtstoffröhre über einen längeren Zeitraum dargestellt; auch hier ist zu
erkennen, daß die Lichtintensität in ähnlicher Weise nach 100 Stunden auf einen Wert zwischen 75 und 80%
abgenommen hat.
Hieraus ergibt iich, daß eine bestimmte, genau definierte Vorspannung der Entwicklungselektrode
keine ausreichende Sicherheit gegen die Ablagerung von Tonerresten im Bilduntergrund bildet, da eine
Änderung der Lichtintensität der Lichtquelle, die nicht zu vermeiden ist, zu einer Potentialänderung auf den
bildfreien Bereichen der fotoleilenden Oberflächen führt.
Es ist deshalb aus der US-PS 29 56 487 bekannt, in der Belichtungsstation einen fotoelektrischen Wandler
vorzusehen, um die Lichtintensität der Lichtquelle in der Belichtungsstation zu erfassen und eine von dieser
Lichtintensität abhängende Vorspannung an die Entwicklungselektrode
anzulegen.
Nachteilig ist bei der bekannten Einrichtung, daß der fotoelektrische Wandler nicht nur durch die Lichtquelle
in der Belichtungsstation, sondern auch durch das von der Vorlage reflektierte Licht beaufschlagt wird, so daß
die Ausgangssignale des fotoelektrischen Wandlers auch von der Art der Vorlage abhängen. Dies macht sich
insbesondere dann bemerkbar, wenn neben einfachen, blattförmigen Vorlagen auch Bücher kopien werden
sollen, da sich hierbei starke Schwankungen der Reflexionen an der Vorlage ergeben.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, pine Einrichtung der angegebenen Gattung zu schaffen,
bei der eine Schwankungen der Beleuchtungsstärke der Lichtquelle ausgleichende Vorspannung für die Entwicklungselektrode
erzeugt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Zweckmäßige Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen zusammengestellt.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beruhen darauf, daß die Vorspannung der Entwicklungselektrode
nur noch von etwaigen Schwankungen der Lichtquelle in der Belichtungsstation abhängt, während
etwiiige Änderungen der Eigenschaften der Kopiervorlage
oder gar unterschiedliche Vorlagenartcn keinerlei Einfluß auf die l.ii-htniessiing in der Belichtungsstation
mehr haben. Dadurch ist gewährleistet, daß die jeweils
optimale Vorspannung an die entwicklungselektrode angelegt wird.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die
schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 und 2 die zeitliche Änderung der Lichtintensität
von Leuchtstoffröhren, wie sie als Lichtquelle im Belichtungssystem eines elektrofotografischen Kopiergerätes
verwendet werden,
F i g. 3 und 4 Ansichten von Ausführungsformen der Erfindung,
Fig.5 eine Seitenansicht der Ausführungsform nach
Fig. 4,
Fig.6 eine Schaltung für eine Ausführungsform der
Erfindung,
Fig. 7 eine Kurvendarstellung der Beziehung zwischen
der Vorspannung, d. h, der Ausgangsspannung der Ausführungsform nach F i g. 6, und der Lichtmenge
und
F i g. 8 den Schaltungsaufbau einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung.
In Fig.3 ist ein optisches Belichtungss* nem mit
beweglicher Lichtquelle dargestellt; dabei ist ein Wandler 1 starr mit der Lichtquelle verbunden, kann
also zusammen mit ihr bewegt werden.
Der Wandler 1 ist an einem Gehäuse 4 der Lichtquelle 3, die längs einer Führungswelle 2 bewegt werden kann,
mittels eines Arms 5 angebracht Das Licht von der Lichtquelle 3 fällt auf eine Kopiervorlage 7, die auf einer
Glasplatte 6 liegt; außerdem beaufschlagt dieses Licht den Wandler 1, der eine Veränderung der Lichtintensität
der Lichtquelle im Laufe der Zeit feststellen kann. Zu diesem Zweck ist der Wandler 1 an einer Stelle in der
Nähe der Lichtquelle 3 angeordnet, an der er das von der Lichtquelle 3 abgestrahlte Licht aufnehmen kann,
ohne daß die Beleuchtung der Kopiervorlage 7 gestört wird. Bei Bedarf kann für bestimmte Anwendungszwekke
dem Wandler 1 ein entsprechendes Filter 8 zugeordnet werden.
In F i g. 4 ist ein optisches Belichtungssystem dargestellt,
bei dem eine Kopiervorlage und eine fotoleitfähige Oberfläche synchron zueinander bewegt werden
können. Die Kopiervorlage 11 liegt auf einer Glasplatte
12 auf, unter der eine Lichtquelle 13 angeordnet ist. Das Licht von der Lichtquelle 13 wird an der Kopiervorlage
11 reflektiert und verläuft weiter dwch eine Linse 14,
wodurch eine Abbildung der Vorlage auf die Oberfläche eines fotoleitfähigen Elementes 15 projiziert wird. Wie
man in der Seitenansicht nach F i g. 5 erkennen kann, ist auf einer Seite der Glasplatte 12 eine reflektierende
Platte angeordnet, während sich ein Wandler 18 auf der gegenüberliegenden Seite unmittelbar an der Oberseite
des fotoleitfähigen Elementes 15 befindet, so daß von der reflektierenden Platte 17 zurückfallendes Licht nach
dem Durchgang durch die Linse 14 auf den Wandler 18 treffen kann. Hierbei sind also die reflektierende Platte
17 und der Wandler 18 außerhalb der wirksamen Bildfläche A angeordnet, so daß keine Beeinflussung des
an der Kopiervorlage reflektierten Lichtes möglich ist; auf diese Weise läßt sich eine etwaige Änderung der
Lichtintensität der Lichtquelle, wie sie im Laufe der Zeit im allgemeinen auftritt, exakt feststellen.
Die Lage des Wandlers kann in Abhängigkeit von der Art des verwendeten Belichtungssystems ausgewählt
werden. Hierbei ist wesentlich, daß die Positionierung
des Wandlers die Abbildung der Vorlage auf der fotoleitfähigen Oberfläche nicht beeinflußt und ein
konstanter Absland von der Lichtquelle eingehalten wird.
In Fig.6 ist eine Ausführungsform der Erfindung
dargestellt, bei der als Wandler ein Kadmiumsulfid-Fotowiderstand
verwendet wird. Dabei ist ein Anschluß des Fotowiderstandes 21 über einen veränderlichen
Widerstand 22 mit dem positiven Anschluß an einer Gleichspannungsquelle 23 und der andere Anschluß mit
der Basis eines Transistors Tr in einem Verstärker 24 verbunden. Der Emitter des Transistors Tr ist, wie der
ίο negative Anschluß der Spannungsquelle 23, mit Erde
verbunden, während sein Kollektor mit einem Ausgangsanschluß 25 und über einen Ausgangswiderstand
RL des Verstärkers 24 mit dem positiven Anschluß der Spannungsquelle verbunden ist. Wenn die Lichtmenge,
die auf den Fotowiderstand fällt, im Laufe der Zeit abnimmt, nimmt der Widerstand oder Fotostrom des
Fotowiderstandes zu, so daß sich eine fortlaufende Zunahme der Vorspannung ergibt, wie in Fig.7
dargestellt ist. Die Vorspannung darf allerdings nicht unbegrenzt zunehmen, wenn die Lichtmenge abnimmt,
da unter Umständen schwerwiegende folgen hervorgerufen werden können. Wenn beispielsweise eine
Entwicklung mittels einer magnetischen Bürste durchgeführt wird, kann eine elektrische Entladung zwischen
dem fotoleitenden Element und den Trägern auftreten, was einen Schaden an dem fotoleitenden Teil zur Folge
hätte. Ein oberer Grenzwert der Vorspannung hängt von der Art der Träger, der Art des fotoleitenden
Elementes, der Dicke und anderen Faktoren ab, und
jo liegt im allgemeinen in der Größenordnung von etwa
500 V. Das Ende der Nutzungsdauer der als Lichtquelle verwendeten Lampe ist dann erreicht, wenn die
Vorspannung ständig ansteigt und sich dem oberen Grenzwert nähert. Wenn dies festgestellt wird, ist ein
sofortiger Wechsel der Lampe zulässig, ja sogar erforderlich, um zu vermeiden, daß die Aufladung bei
Verwendung einer solchen »verbrauchten« Lampe zu Fehlern führt.
Wenn eine Leuchtstofflampe oder -röhre als Lichtquelle und Selen für das fotoleitende Element
zufammen mit einer isolierenden Buchse für die magnetische Bürste verwendet wird, liegt die optimale
Vorspannung, wenn die Lichtintensität von der Lichtquelle auf 7 bis 8 Luxsekunden herabgesetzt ist, bei etwa
250 V.
Im allgemeinen muß die Vorspannung Kherabgesetzt werden, wenn die Lichtmenge L zunimmt, und die
Beziehung zwischen diesen Größen muß so gewählt werden, daß d/ VIdL negativ ist. Jedoch ist die Erfindung
nicht notwendigerweise auf eine bestimmte Polarität bzw. ein Vorzeichen der Ableitung d/ VIdL beschränkt.
In F i g. 8 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung mit einem Differenzverstärker dargestellt.
Ilieroei wird ein Fotoelement als Wandler verwendet,
um die Lichtmenge in eine elektrische Größe umzuwandeln. Dabei ist der negative Anschluß des Fotoelementes
31 mit Erde und sein positiver Anschluß über einen Widerstand R1 mit dem negativen Eingang eines
Operationsverstärkers OA verbunden, der in einem
w) Differenzverstärker 32 vorgesehen ist. Der positive
Eingang des Operationsverstärkers OA ist Über einen Widerstand R 2 mit dem positiven Anschluß einer
Bezugsspannungsquelle 33 verbunden, deren negativer Anschluß an Erde liegt. Ein Widerstand R 3 ist im
h> Nebenschluß zwiscVn den Ausgang und den negativen
Eingang des Operationsverstärkers OA geschaltet, und der Ausgang des letzteren ist in einer Spannungssiim·
mierschaltung über eine Bczugsspanniingsquelle 34 mit
einem Ausgang 35 verbunden. Der positive Eingang des
Operationsverstärkers UA ist mit einem Anschluß eines Widerstandes Ra verbunden, dessen anderer Anschluß
an Erde liegt.
Die an dem Fotoelement 31 erhaltene Spannung mit
mit Vi, die Bezugsspannung der Quelle )! mit Kund die
der Quelle 34 mit V/)s bezeichnet, während die
Ausgangsspannung V0 des Differenzverstärkers durch
die Gleichung Vo- Kt(Vi- V,) und die Spannung am
Ausgang 35 durch Vo+ Vbs gegeben ist. Wenn die auf
das Fotoelement auftrcffcndc Lichtmenge abnimmt, schafft der Differenzverstärker einen entsprechenden
Spannungsausgleich, um eine optimale !Elektrodenspannung
am Anschluß 35 zu erzeugen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Einrichtung zum Erzeugen einer Entwicklungselektroden-Vorspannung
in einem elektrofotografie sehen Kopiergerät mit einem in der Belichtungsstation
des Kopiergerätes angeordneten fotoelektrischen Wandler und einem das Ausgangssignal des
Wandlers verstärkenden Verstärker, dessen Ausgangsspannung als Vorspannung an eine Entwicklungselektrode
in der Entwicklungsstation des Kopiergerätes angelegt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Wandler (1, 18, 21) im Bereich der Lichtquelle (3, 13) der Belichtungsstation so
angeordnet ist, daß sein Ausgangssignal ein von der Kopiervorlage (7, 11) unbeeinflußtes Maß für die
von der Lichtquelle (3, 13) erzeugte Beleuchtungsstärke darstellt
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, cia3 als Wandler ein Kadmiumsulfid-Fotowiderstand
(21) verwendet wird.
3. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Konstantspannungsquel-Ie
(34) für eine einem Bezugswert der Beleuchtungsstärke der Lichtquelle entsprechende Bezugsspannung
und dadurch, daß der Verstärker ein Differenzverstärker (32) ist, dessen Ausgangssignal den
Schwankungen der Beleuchtungsstärke der Lichtquelle gegenüber dem Bezugswert entspricht, wobei
das Ausgangssignal des Differenzverstärkers (32) und die Bezigsspannung der Bezugsspannungsquelle
(34) zur Erzeugung der Entwicklungselektrodenvorspannung addiert werden.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Wandler ein Fotoelement (31) ^
verwendet wird.
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