DE264385C - - Google Patents

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DE264385C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B5/00Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B2700/00Treating of textile materials, e.g. bleaching, dyeing, mercerising, impregnating, washing; Fulling of fabrics
    • D06B2700/17Passing liquid through fibrous materials in open containers with a form not determined by the nature of the fibrous material

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
264385 KLASSE Ba. GRUPPE
VORWERK & CO. in BARMEN.
mit kreisender Flotte.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. März 1912 ab.
Die bisherigen Färbemaschinen für Textilgut mit Kreislauf der Flotte durch Druckpumpen, Saugpumpen oder Propeller sind meist umständlich und verhältnismäßig teuer, besonders für Säurebehandlung, und brauchen bei den hohen Tourenzahlen sehr viel Kraft; auch ist bei nicht zu großen Rohrweiten die Flottenströmung beschränkt. Infolge der Beschränkung der Flottenströmung bilden sich
ίο oft teils Kanäle zwischen dem Textilgut, teils tote feste Druckstellen mit stockender Flotte, so daß das Textilgut unregelmäßig durchdrungen wird.
Beim Färben von Strähngarn mit. in bekannter Weise in der Flotte hin und her bewegten Garnträgern tritt meist der Nachteil auf, daß die Strähnen in fester Packung eingehängt werden müssen, und daß sie durch den starken Flottendruck zu stark auf die Garnstöcke gepreßt werden. Man war daher genötigt, besondere Einhängevorkehrungen zu treffen, die alle darauf hinauskommen, daß die Strähnen ungespannt oder mit Spielraum aufgehängt werden. Dies: hat aber wieder, namentlich bei Wolle, den großen Nachteil, daß das Garn filzig und kraus wird.
Beim Erfindungsgegenstand, einer Vorrichtung zum Naßbehandeln, insbesondere zum Färben von Textilgut mit kreisender Flotte, erfolgt der Flottenkreislauf innerhalb des mit Flotte gefüllten Behandlungsbottichs durch eine ruhige und einfache Schöpfwirkurig, die in einem nach unten und oben offenen Warenbehälter durch eine senkrecht hin und her bewegte Platte mit Rückschlagventilen in der ganzen Weite des Warenbehälters gleichmäßig erfolgt. Zweckmäßig bildet die mit Rückschlagventilen versehene Bodenplatte den Boden des hin und her bewegten Warenbehälters.
Bei Anwendung von zwei mit Ventilböden versehenen Warenbehältern in einem gemeinsamen Flottenbehälter, werden die Warenbehälter aneinander oder durch eine Zwischenwand getrennt entgegengesetzt hin und her bewegt und dabei die Rückschlagventile desjenigen Behälters offengehalten, nach welchem der durch die Schöpfwirkung erzielte Flottenkreislauf von oben nach unten gerichtet sein soll.
Infolge des beim Erfindungsgegenstand durch den angewendeten großen Querschnitt der Flottensäule erreichten langsamen, nicht kanalbildenden, aber doch kräftig durchdringenden Flottenkreislaufs braucht das Textilgut, ζ. Β. Strähngarn, nicht wie bei bisherigen Färbe-Vorrichtungen mit kreisender Flotte in fester Packung im Warenbehälter eingebracht zu werden, sondern die Warenbehälter können auch nur teilweise, z. B. nur mit einzelnen Garnsträhnen und ungleichmäßig beschickt werden, wobei sich erfahrungsgemäß doch fadengleiche Ausfärbungen ergeben. Es wird beim Erfindungsgegenstand bei großer Einfachheit der Einrichtung eine gute Leistungsfähigkeit beim Färben erreicht, wobei durch die ruhige Flottenbewegung das Textilgut bei schonender Behandlung doch gleichmäßig gefärbt wird.
Bei der Ausführungsform mit zwei Waren-
(2. Auflage, ausgegeben am 15. Juli 1914)
behältern ist der Kraftbedarf besonders gering, weil die beiden Behälter stets im Gleichgewicht sind, da die überströmende Flotte sofort unten nachläuft. Es kann sogar eine Maschine zur gleichzeitigen Behandlung von ioo kg Textilgut leicht von einem Mann in Bewegung gesetzt werden.
Der Erfindungsgegenstand ist in zwei Ausführungsformen im Querschnitt auf der Zeichnung dargestellt.
Nach den Fig. ι und 2 sind in einem Färbebottich senkrechte Scheidewände, Flottentrennungswände a, a1, vorgesehen. Sie bilden den nach unten und oben offenen Warenbehälter im Färbebottich A, der bis über den oberen Rand der Trennungswände a, a1 mit Flotte gefüllt ist. Zwischen den Trennungswänden ist das zu behandelnde lose Textilgut in bekannter Weise auf Sieben eingebracht, oder zu behandelndes Strähngarn hängt in bekannter Weise auf Garnstöcken und ist dabei durch in die Strähnen eingelegte Unterstöcke gespannt. Zwischen den unteren Enden der Scheidewände a, a1 ist eine Platte C mit Klappenrückschlagventilen c auf und ab beweglich. Form, Größe und Zahl der Klappen richten sich nach den Umständen. Statt der Klappen können auch Kugelventile o. dgl. dienen. Die Klappen der Rückschlagventile c öffnen sich beim Senken der Platte C durch die Aufwärtsströmung der Flotte, beim Heben der Platte C dagegen fallen sie zu. Die Platte C hat also beim Heben zwischen den Scheidewänden aa1 eine Schöpfwirkung, läßt aber beim Senken die Flotte nach oben durchströmen. Da nun stets so viel Flotte unter der Platte C nachdrängt, als oben verdrängt wird, so strömt die Flotte zwischen den Scheidewänden von unten nach oben, dann beiderseits außen herum von oben nach unten im Kreislauf durch den Behandlungsbottich.
Fig. ι zeigt die Platte C im tiefsten Stand, unmittelbar bevor sich die Ventilklappen c mit Beginn des Hochganges der Platte schließen.
Fig. 2 zeigt die Platte C im höchsten Stand, unmittelbar bevor sich die Klappen c durch die beginnende Senkung der Platte öffnen.
Die Auf- und Abbewegung der Platte C kann z. B. durch Doppelschwingarme y und Zugstangen χ, ζ erfolgen. Die Klappen oder Ventile können natürlich auch zwangsweise betätigt werden und dadurch der Flottenkreislauf umgekehrt werden. Auch kann für das Textilgut ein besonderer Behälter zwischen den Scheidewänden a, a1 vorgesehen werden, . derart, daß die Platte C den Boden des Behälters bildet, der wie die Platte auf und ab bewegt wird.
Durch diese Hin- und Herbewegung des Textilgutträgers mit dem Ventilboden in der Flotte, wird neben dem Flottenkreislauf eine gute Durchdringung und doch Lockerhaltung des Textilgutes erreicht, weil letzteres beim Senken des Behälters von der Flotte im Gegenstrom getroffen wird.
Die Fig. 3 und 4 zeigen in einem gemeinsamen Flottenbehälter A zwei entgegengesetzt bewegte Warenbehälter B und S1 mit Rückschlagventilboden C1 und C2.
Die Behälter B, B1 sind zweckmäßig durch eine oben und unten abgesetzte Zwischenwand a% getrennt, die aber nicht unerläßlich ist. Die Seiten b, b1 der Warenbehälter sind oben um die Hubhöhe niedriger als die Zwischenwand a2·, so daß die Flotte von einem gehobenen Behälter über die Zwischenwand a2 hinweg in den gesenkten frei überströmen kann.
Der Flottenkreislauf erfolgt also durch beide Warenbehälter, daher müssen in dem Behälter, wo die Flotte von oben nach unten überströmt, die .Klappen oder Ventile c zwangsweise offen gehalten werden.
In Fig. 3 und 4 ist dies bei dem Behalter B der Fall, wogegen im Behälter B1 die Klappen wie bei Fig. 1 beim Senken des Behälters von der Flottenströmung aufgedrückt werden, beim Heben dagegen zufallen.
Infolge der abwechselnden Schöpf- und go Durchlaßwirkung des Bodens C2 und der andauernden Durchlaß wirkung des Bodens C1 strömt die Flotte im Behälter B1 von unten nach oben, im Behälter B von oben nach unten. Um den Kreislauf umzukehren, brauchen nur die Klappen in C1 freigegeben und die von C2 offengehalten werden.
Die zwangsweise Offenhaltung der Klappen c kann z. B. durch Querschienen m erfolgen, auf denen die Enden von Stäben η aufliegen, die auf den Klappen befestigt sind, so daß diese nicht zufallen können, wenn die Schienen m gehoben sind. Die Anhebung kann durch Zugstangen ο,ο1, Rollenschnurzug p, p1, q, Winkelfederzug r, r1 und darauf wirkendes Exzenter s mit Sperrad t erfolgen, dessen Klinke von der Daumenscheibe u aus durch Winkelgestänge betätigt wird. Die Klinke kann von einer beliebigen Wechselvorrichtung aus (z. B. Gliederketten oder Karten) beeinflußt no werden zur Bestimmung der beliebigen Dauer jeder Kreislauf richtung.
Statt beide Behälter B, B1 auf und ab zu bewegen, könnte natürlich auch nur einer bewegt werden, und zwar der, worin die Rückschlagventile freigegeben sind.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Vorrichtung zum Naßbehandeln, insbesondere zum Färben von Textilgut mit kreisender Flotte, dadurch gekennzeichnet,
    daß das Textilgut in einem nach oben und unten offenen Warenbehälter gelagert ist, der innerhalb des mit Flotte gefüllten Behandlungsbottichs (A) zwischen nach unten und oben offenen Flottentrennungswänden (a, a1) fest oder beweglich angeordnet ist, und daß die Flottenbewegung im Kreislauf durch eine unterhalb des Warenbehälters hin und her bewegte Platte (C) mit Rückschlagventilen (c) durch Schöpfwirkung erzielt wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Rückschlagventilen (c) versehene Bodenplatte (Ventilboden C) den Boden des hin und her bewegten Warenbehälters bildet.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei mit Ventilboden (C1, C2) versehene Warenbehälter (B, B1) in einem gemeinsamen Flottenbehalter (A) aneinander oder durch eine Zwischenwand (a?) getrennt entgegengesetzt hin und her bewegt werden und dabei die Rückschlagventile (c) desjenigen Behälters offengehalten werden, nach welchera der durch die Schöpfwirkung erzielte Flottenkreislauf von oben nach unten gerichtet sein soll.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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