DE2639655C2 - Verfahren zur Herstellung eines geformten Zuschlagstoffes für Beton aus Flugstaub - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines geformten Zuschlagstoffes für Beton aus Flugstaub

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DE2639655C2
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Herbert Keller & Co 4600 Dortmund De GmbH
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
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    • C04B18/04Waste materials; Refuse
    • C04B18/06Combustion residues, e.g. purification products of smoke, fumes or exhaust gases
    • C04B18/08Flue dust, i.e. fly ash
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Description

  • Die Erfindung bezieht sich gattungsgemäß auf ein Verfahren zur Herstellung eines geformten Zuschlagstoffes für Beton aus Flugstaub, der aus dem Rauchgas industrieller Feuerungen abgeschieden wird, wobei der Flugstaub und Zusatzstoffe gemischt sowie die Mischung mit Wasser angemacht und zu Rohlingen geformt wird, wobei fernerhin die Rohlinge zu den Zuschlagstoffen ausgehärtet werden. - Im Rahmen der Erfindung können die Rohlinge und damit die geformten Zuschlagstoffe jede beliebige Form aufweisen, beispielsweise Kugelform, Hohlkugelform, Walzenform, Röhrchenform, Würfelform, Quaderform oder dergleichen.
  • Bei einem der (aus der Praxis) bekannten gattungsgemäßen Verfahren wird der Flugstaub mit einem hydraulischen Bindemittel als Zusatzstoff gemischt, und zu Pellets geformt. Diese Pellets härten an der Luft aus. Sie genügen in mechanischer Hinsicht häufig den Anforderungen nicht. Mit solchen Zuschlagstoffen lassen sich z. B. Hohlblocksteine der Festigkeitsklasse Hbl 25 herstellen, auch kann man mit ihnen unter Zugabe von Sand einen Beton der Güteklasse Bn 150 bei einer Rohdichte von kleiner als gleich 1,8 kg/dm3 erzeugen. Nachteilig ist jedoch, daß diese Zuschlagstoffe nicht frostsicher sind. Zumindest können nicht mit Sicherheit frostsichere Zuschlagstoffe erzeugt werden. Je nach Eigenart des Flugstaubes findet man Zuschlagstoffe, von denen sich unter Frosteinwirkung Schalen ablösen, so daß die Zuschlagstoffe zerfallen. Das ist der Grund, weshalb die bekannten Maßnahmen in die Praxis nicht eingeführt wurden.
  • Bei einem anderen (aus der Praxis) bekannten Verfahren wird dem Flugstaub als Zusatzstoff Kohlenstaub beigemischt, die Mischung wird zu Pellets angemacht und die Pellets werden gebrannt. Ähnlich arbeitet man bei Flugstaub, der beachtliche Anteile an brennbaren Bestandteilen aufweist, die häufig mit Magerungsmitteln versetzt werden. Das Brennen erfolgt in Schachtöfen ohne Energiezuführung, in Drehrohröfen oder auf Sinterbändern. Zuschlagstoffe in Form solcher gebrannter Pellets sind den vorstehend beschriebenen weit überlegen. Sie sind frostsicher und beachtlich fester. Mit gebrannten Zuschlagstoffen dieser Art lassen sich Hohlblocksteine der Festigkeit Hbl 50 herstellen. Nach wie vor liegt die Rohdichte bei 1,8 kg/dm3, jedoch kann mit solchen gebrannen Zuschlagstoffen Beton der Güte LBn 350 und sogar LBn 550 hergestellt werden. Nachteilig bei diesen bekannten Maßnahmen ist, daß der Brennvorgang nicht einfach gesteuert werden kann und daß für entsprechende Anlagen sehr hohe Investitionen erforderlich sind. Hinzu kommen oft beachtliche Energiekosten.
  • Grundsätzlich ist es bekannt (DE-PS 11 51 758), Braunkohlenflugasche und andere einer hydratisierenden Behandlung mit Wasser und Dampf unter erhöhtem Druck zu unterwerfen. Die Flugasche kann dabei mit Mörtel bzw. Steinbestandteilen versetzt werden, ehe sie der Wasserdampfbehandlung ausgesetzt wird. Das Ergebnis ist ein feinkörniger Zuschlagstoff, der einem Zementmörtel beigegeben wird. Zwar kann im Rahmen der bekannten Maßnahmen die Flugasche unter Zusatz von Wasser, z. B. auf einem Granulierteller üblicher Art, granuliert werden, die Granulate zerfallen jedoch bei der weiteren Behandlung.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße Verfahren so zu führen, daß unter Verzicht auf einen Brennvorgang körnige Zuschlagstoffe für die Herstellung von Beton erzeugt werden können, die in mechanischer Hinsicht allen Anforderungen genügen und frostsicher sind.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß 0,6 Gew.-Teile Flugstaub mit 0,4 Gew.-Teile Kalkhydrat und 3 Gew.-Teile Sand vermischt und danach zu Rohlingen geformt und die Rohlinge mit Wasserdampf in einem Dampfkessel ausgehärtet werden. Der Mischung können bei der Aushärtung im Dampfdruckkessel schmelzbare, z. B. thermoplastische, Kunststoffe beigegeben werden. Der Mischung können aber auch bei der Aushärtung im Dampfdruckkessel verdampfbare Stoffe beigegeben werden.
  • Die erreichten Vorteile sind darin zu sehen, daß erfindungsgemäße, unter Verzicht auf aufwendiges Brennen, grobkörnige Zuschlagstoffe erzeugt werden, die in mechanischer Hinsicht allen Anforderungen genügen. Bei einer Rohdichte im Bereich von 1,8 kg/dm3 kann mit den Zuschlagstoffen ein Beton der Güteklasse LBn 350 und sogar LBn 550 erzeugt werden. Hohlblocksteine der Festigkeitsklasse HBl 50 sind ohne Schwierigkeiten herstellbar. Von besonderem Vorteil ist die Tatsache, daß im Rahmen der erfindungsgemäßen Maßnahmen auch die Oberfläche der einzelnen Körner des Zuschlagstoffes beeinflußt werden kann. Dazu lehrt die Erfindung, daß der Mischung außerdem bei der Aushärtung im Dampfdruckkessel schmelzbare Stoffe, z. B. thermoplastische Kunststoffe, beigegeben werden. Durch den Schmelzvorgang beeinflussen diese Stoffe insbesondere die Oberfläche der einzelnen Körner des erfindungsgemäß hergestellten Zuschlagstoffes, darüber hinaus wird aber auch die Porenbildung und das Porenvolumen beeinflußt. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung der Mischung bei der Aushärtung im Dampfdruckkessel schmelzbare und verdampfbare Stoffe beigegeben werden.
  • Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Beispiels ausführlicher erläutert.
  • Es wurden zwei Mörtelmischungen nach DIN 1060, Mischungsverhältnis 1 : 3, wie folgt hergestellt: °=c:110&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz10&udf54; &udf53;vu10&udf54;
  • Aus den Mörtelmischungen wurden Pellets hergestellt. Vergleicht man die Zahlen in der oberen Reihe der vorstehenden Tabelle mit den Zahlen in der unteren Reihe, so erkennt man eine durch die Erfindung erreichte beachtliche Verbesserung der Druckfestigkeit und der Biegefestigkeit.

Claims (3)

1. Verfahren zur Herstellung eines geformten Zuschlagstoffes für Beton aus Flugstaub, der aus dem Rauchgas industrieller Feuerungen abgeschieden wird, wobei der Flugstaub und Zusatzstoffe gemischt sowie die Mischung mit Wasser angemacht und zu Rohlingen geformt wird, wobei fernerhin die Rohlinge zu dem Zuschlagstoff ausgehärtet werden, dadurch gekennzeichnet, daß 0,6 Gew.-Teile Flugstaub mit 0,4 Gew.-Teilen Kalkhydrat und 3 Gew.-Teilen Sand vermischt und danach zu Rohlingen geformt und die Rohlinge mit Wasserdampf in einem Dampfdruckkessel ausgehärtet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischung außerdem bei der Aushärtung im Dampfkessel schmelzbare, z. B. thermoplastische, Kunststoffe beigegeben werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischung außerdem bei der Aushärtung im Dampfdruckkessel verdampfbare Stoffe beigegeben werden.
DE2639655A 1976-09-03 1976-09-03 Verfahren zur Herstellung eines geformten Zuschlagstoffes für Beton aus Flugstaub Expired DE2639655C2 (de)

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DE3539264A1 (de) * 1985-11-06 1987-05-07 Neumann Venevere Peter Prof Dr Verfahren zur nutzung von steinkohlenflugstaeuben und zws-asche, aktiviert ueber portlandzement, zum aufbau von moertel fuer die herstellung kuenstlicher zuschlaege mit dichtem gefuege fuer die bauwirtschaft

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DE1151758B (de) * 1960-12-24 1963-07-18 Willersinn Kommanditgesellscha Verfahren zur Herstellung eines Zuschlagstoffes fuer Moertel, Kalksand- und Kalkaschensteine

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