DE2635501C2 - Brennstabwechselwerkzeug - Google Patents
BrennstabwechselwerkzeugInfo
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- G21C19/26—Arrangements for removing jammed or damaged fuel elements or control elements; Arrangements for moving broken parts thereof
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- G21C3/32—Bundles of parallel pin-, rod-, or tube-shaped fuel elements
- G21C3/335—Exchanging elements in irradiated bundles
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Description
Die Erfindung betrifft ein Brennstabwechselwerkzeug zum Entnehmen und/oder Einsetzen eines Brennstabes
aus einem bzw. in ein unter Wasser befindliches Brennelement mit einem unbeweglichen Stützrohr zur
Aufnahme des Brennstabes, mit einem in dem Stützrohr angeordneten langgestreckten Trägerkörper, der mit einem
Greifer zum Greifen eines Brennstabendes versehen und durch einen Antriebsmechanismus in axialer
Richtung beweglich ist, und mii einem in dem Stützrohr angeordneten Führungskörper für den Trägerkörper
und den Brennstab.
Ein derartiges Brennstabwechselwerkzeug ist aus der US-Patentschrift 38 23 065 bekannt. D«r langgestreckte
Trägerkörper dieses bekannten Brennstabwechselwerkzeuges ist eine massive Stange, während der Führungskörper
durch zwei Ringe mit begrenzter Höhe gebildet ist
Will man bestrahlte Kernreaktorbrennelemente, die defekte Brennstäbe enthalten und ihren vorgesehenen
Abbrand noch nicht erreicht haben, durch Austausch der defekten Brennstäbe wieder für den weiteren Reaktoreinsatz
ertüchtigen, so können mit dem bekannten Brennstabwechselwerkzeug aufgrund der Länge der
einzelnen Brennstäbe — ca. 4 m — insbesondere beim Einschieben eines Austauschbrennstabes in eine leer gewordene
Brennstabposition eines Brennelementes Schwierigkeiten auftreten, da bei dem geringen
Brennstabdurchmesser in der Größenordnung von 1 cm die Gefahr des Ausknickens des Brennstabes besteht Es
ist nicht möglich, einen solchen Brennstab wie bei der Neufertigung von unbestrahlten Kernreaktorbrennelementen
in ein Brennelementskelett einzuziehen, da ein Austausch von Brennstäben an einem bestrahlten
Brennelement zum Schutz vor radioaktiver Strahlung nur unter Wasser in einem Brennelementbecken durchgeführt
werden kann.
Ferner kann das bekannte Brennstabwechselwerkzeug zu einer Gefährdung des Bedienungspersonals
durch radioaktives Spaltgas führen, das ein defekter Brennstab abgeben kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein leicht handhabbares Brennstabwechselwerlczeug zu schaffen,
mit dem nicht nur das Knicken von langen, dünnwandigen Brennstäben beim Entnehmen aus einem Brennelement
oder beim Einsetzen in ein Brennelement, sondern auch eine Gefährdung des Bedienungspersonals durch
radioaktive Spaltgase aus beschädigten Brennstäben vermieden wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Brennstabwechselwerkzeug
der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß der langgestreckte
Trägerkörper als Zugruhr und der Führungskörper ais Führungsrohr für das Zugrohr und den Brennstab ausgebildet
sind, daß dieses Zugröhr das Stützrohr durch eine Dichtung hindurch durchsetzt und im oberen Ende
des Führungsrohres geführt ist und daß dem Innenraum des Führungsrohres ein Wasserabsaugerohr zugeordnet
ist.
Ein als Zugrohr ausgebildeter Trägerkörper hat ein erheblich geringeres Gewicht bei trotzdem relativ hohem Widerstandsmoment gegen Knicken als ein aus einer massiven Stange bestehender Trägerkörper und kann deshalb weit weniger zu einer Gefährdung eines Brennstabes durch Knicken führen als eine solche Stange. Diese Gefährdung wird durch das Führungsrohr noch weiter abgebaut, während, über das Wasserabsaugerohr Wasser durch den Innenraum des Führungsrohres und den Innenraum des Stützrohres gesaugt und damit von einem beschädigten Brennstab im Führungsrohr abgegebene Spaltgase unter Vermeidung einer Gefährdung des Bedienungspersonals mitgerissen und abgeführt werden können.
Ein als Zugrohr ausgebildeter Trägerkörper hat ein erheblich geringeres Gewicht bei trotzdem relativ hohem Widerstandsmoment gegen Knicken als ein aus einer massiven Stange bestehender Trägerkörper und kann deshalb weit weniger zu einer Gefährdung eines Brennstabes durch Knicken führen als eine solche Stange. Diese Gefährdung wird durch das Führungsrohr noch weiter abgebaut, während, über das Wasserabsaugerohr Wasser durch den Innenraum des Führungsrohres und den Innenraum des Stützrohres gesaugt und damit von einem beschädigten Brennstab im Führungsrohr abgegebene Spaltgase unter Vermeidung einer Gefährdung des Bedienungspersonals mitgerissen und abgeführt werden können.
Vorteilhafte Weiterbildungen dieses Brennstabwechselwerkzeuges sind Gegenstand der Unteransprüche.
Mit dem Gegenstand des Unteranspruches 2 wird die Handhabbarkeit des Brennstabwechselwerkzeuges verbessert
und das Knicken der Brennstäbe noch besser verhindert Mit dem Gegenstand des Unteranspruchs 3
wird ein Knicken von Brennstäben beim Ver- und Entriegeln des Greifers verhindert
Durch den Gegenstand des Unteranspruchs 4 wird das Positionieren des Brennstabwechselwerkzeuges gesichert,
ferner kann die Dichte der Zentrierbohrungen
in der Zentrierplatte erheblich geringer sein als die Brennstabdichte im Brennelement, so daß die Gefahr
verringert wird, daß ein Brennstab durch eine falsche
Zentrierbohrung in das Brennelement eingesetzt werden soll und deshalb geknickt wird. Aus der DE-OS
15 64 301 ist zwar eine Hilfseinrichtung aus einem durch kreuzförmig ineinander gesetzte Stege gebildeten Gitter
mit Einführtrichter an diesem Gitter bekannt, diese Hilfseinrichtung gehört jedoch nicht zu einem Brennstabwechselwerküeug,
sondern sie dient zum Brsnnelementwechsel bei Siedewasserkernreaktoren, sie hat genauso
viel Gitterplätze wie im Reaktorkern Steuerstabplätze vorhanden sind, jedoch kommen auf je vier Gitterplätze
nur ein Einführtrichter für Brennelemente an einem Gitterplatz. Diese Emführtrichter sind so am Gitter
angeordnet, daß nach viermaliger Drehung des Gitters
um je 90° gegen den Reaktorkern jeder Einführtrichter einmal über einem Steuerstabplatz angeordnet
war. Hierdurch wird ein rasches und beschädigungsfreies Auswechseln von Brennelementen und auch Steuerstäben unter ungünstigen Sichtverhältnissen im Wasser
des Reaktorkerns erzielt
Durch den Gegenstand des Unteranspruchis 5 wird
vermieden, daß Brennstäbe bei Leckprüfungen mit gesonderten Prüfgeräten geknickt werden können.
Ein erfindungsgemäßes Brennstabwechselwerkzeug kann mit Vorteil dann eingesetzt werden, wenn ein
durch vorausgegangene, an sich bekannte Testmethoden als defekt erkanntes Brennelement mit Hilfe fernbedienter
Werkzeuge unter Wasser in einen Halterungskorb eingesetzt und um 180° gekippt wird, dann der
Brennelementfuß abgenommen und die einzelnen an ihren Enden damit frei zugänglichen Brennstäbe auf Defekte,
wie z. B. eingedrungenes Wasser, untersucht und wenigstens die als defekt erkannten Brennstäbe mit dem
Brennstabwechselwerkzeug den Brennelementen entnommen,
in einem Lagerbehäher abgesetzt, neue Brennstäbe durch das Brennstabwechselwerkzeug aufgenommen
und in das Brennelement ohne Knickbeanspruchung eingeschoben werden. Zum besseren Verständnis
dieser Verfahrensführung sei daran erinnert, daß ein Druckwasserbrennelement im allgemeinen aus
dem Brennelementskelett besteht, das aus dsm Kopf- und Fußstück und den verbindenden Regelstabführungsrohren
aufgebaut ist und außerdem die Abstandshaltergitter in ihrer jeweiligen Sotlage hält Die einzelnen
Brennstäbe, die durch die Maschen der Abstandshaltergitter eingezogen sind, sind weder an der Kopfplatte
noch an der Fußplatte befestigt und können sich daher in axialer Richtung frei ausdehnen. Die Regelstabführungsrohre
sind m'u der unteren Fußplatte über Gewindebolzen lösbar verbunden, so daß die Wegnahme
dieser Fußplatte im Gegensatz zum Kopfstück mit Hilfe fernbedienter Werkzeuge relativ leicht möglich
ist. Damit sind dann auch sämtliche Brennstäbe frei zugänglich und können nacheinander aus dem Brennelement
herausgezogen und mit dem erfindungsgemäßen Brennstabwechselwerkzeug auch ohne Knickgefahr
wieder in das Brennelement hineingeschoben werden.
Die Erfindung und ihre Vorteile seien anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Die
Fig. 1 und 2 zeigen schematisch Querschnitte durch
ein Brennelementbecken mit einem erfindungsgemäßen Brennstabwechselwerkzeug und weiteren für das Auswechseln
von Brennstäben eines Brennelementes erforderlichen Einrichtungen.
Fig.3 zeigt genauer eine dem erfindungsgemäßen
Brennstabwechselwerkzeug zugeordnete Einrichtung.
F i g. 4 zeigt die Draufsicht auf eine einem erfindungsgemäßen
Brennstabwechselwerkzeug zugeordneten Zentrierplatte.
F i g. 5 zeigt einen Schnitt entlang der Linie V-V der Zentrierplatte in Fig. 4 einschließlich eines Längsschnitts
durch einen Teil eines erfindungsgemäßen Brennstabwechselwerkzeugcs.
Fig. 6 zeigt eine teilweise geschnittene Seitenansicht
ίο dieses erfindungsgemäßen Brennstabwechselwerkzeuges, das außerhalb des Brennelementbeckens von Hand
betätigt werden kann.
Die F i g. 1 und 2 stellen zwei um 90° versetzte Schnitte durch ein Brennelementbacken 1 dar. Die darin auszuführenden
Arbeiten können von einer fahrbaren Bedienungsbrücke 11 aus unter optischer Sicht durchgeführt
werden. Bei dieser schematischen Darstellung sind nur jene Werkzeuge und Einrichtungen schematisch
dargestellt, die zum Auswechseln eines Brennstabs benötigt werden. So befindet sich an der einen Seitenwand
des Beckens eine Schwenkeinrichti i-vj 12 für einen
Brennelcineutha'ierungskcrb 51, außerdem ein Lagerbehälter
13 für defekte Brennstäbe, ein Vorratslager 14 für neue Brennstäbe sowie eine Sipping-Testeinrichtung
19 zur Überprüfung ganzer Brennelemente auf evtL darin vorliegende schadhafte Brennstäbe. Weiterhin
sind ein Behälter 16 für abgenommene Brennelementfußstücke, das Brennstabwechselwerkzeug 2 sowie ein
Werkzeug 18 zum Lösen der Brennelementfußstücke
und eine Einrichtung 17 zur Überprüfung jedes einzelnen Brennstabes auf evtL Schäden vorgesehen.
Der Ablauf des Verfahrens ist dann folgender: Jedes dem Reaktorkern entnommene Brennelement wird zunächst
in die Sipping-Testeinrichtung 19 eingesetzt und dort auf evtL Schaden an einzelnen Brennstäben untersucht
Sollte ein darin befindliches Brennelement als schadhaft erkannt worden sein, wird dieses Brennelement
5 in den Halterungskorb 51 der Schwenkeinrichtung 12 eingesetzt Dieser Halterungskorb ist an beiden
Enden verschließbar. Alsdann wird das Brennelement mit diesem Halterungskorb um 180° gedreht, so daß die
Fußz.eite des Brennelementes 5 nach oben zeigt. Nach
öffnen der Stirnseite des Halterungskorbes 51 wird über das fernbetätigte Werkzeug 58 das Brennelementfußstück
abgenommen und im Behälter 16 abgelegt Die nun nach oben frei zugänglichen Brennstabenden werden
einzeln mit Hilfe der Einrichtung 17, die z. B. mit Ultraschall arbeiten kann (DE-OS 23 14 650), auf eingedrungenes
Wasser untersucht. Auf diese Weise sind
so dann die jeweils schadhaften Brennstäbe ermittelt und können dem Brennelement entnommen werden. Dazu
wird zunächst eine in F i g. 4 in Draufsicht dargestellte Zentrierplatte 4 aufgesetzt Zentrierbohrungen 42 derselben
gestatten dem Brennstabwechselwerkzeug 2 ein genaues Anfahren der jeweils darunter liegenden
Brennstäbe. Diese Situation ist schematiscii ?n Fig.3
dargestellt Der als schadhaft erkannte Brennstab 52 wird in das Innere des Brennstabwechselwerkzeuges 2
hineingezogen, das während dieses Vorganges ständig von Wasser durchströmt wird, das über ein Wasserabsaugrohr
31 und eine erste Pumpe 32 in das untere Ende des Werkzeuges eingesaugt wird. Diese Maßnahme hat
den Vorteil, daß bei Brennstäben, deren Küllrohrschäden so groß sind, daß Spaltgase austreten können, diese
über diesen Wasserstrom mit nach oben genommen werden und mitgeführce Gaie in einem Gasabscheider
33 abgeschieden und über eine zweite Pumpe 34 einem Reinigungs- und Abgassammeisystem 35 zugeführt
2b
öül
werden können. Anschließend wird der vom Brennstabwechselwerkzeug 2 umfaßte und eingeschlossene
schadhafte Brennstab zusammen mit diesem weggefahren und in den Lagerbehälter 13 für defekte Brennstäbe
abgesetzt Zu diesem Zweck wird ein Zugmechanismus innerhalb des Werkzeuges 2 umgeschaltet und schiebt
nun den Stab in diesen Lagerbehälter 13, der zweckmäßigerweise an einen eigenen Wasserkreislauf angeschlossen
ist, da damit zu rechnen ist, daß die darin aufbewahrten Brennstäbe radioaktive Spaltgase und
Spaltprodukte abgeben.
Anschließend kann dem Vorratslager für neue Brennstäbe 14 ein neuer Brennstab oder ein anderer Ersatzstab
entnommen werden; dies entspricht im Prinzip dem Vorgang der Entnahme des Brennstabes aus dem
Brennelement. Anschließend wird dieser neue Brennstab an die freigewordene Position im Brennelement 5
eingeführt.
Nach Beendigung des Brennstabaustauschvorganges wird das nun wieder gebrauchsfähige Brennelement 5
vorläufig in einem Brennelementlagergestell 15 abgesetzt, bis es dann mit Hilfe einer Brennelementlademaschine
wieder im Reaktorkern eingesetzt werden kann.
Wie bereits erwähnt, enthält das Brennstabwechselwerkzeug 2 die Zentrierpiatte 4. Diese ist in der Draufsicht
und in der Seitenansicht in den F i g. 4 und 5 näher dargestellt Die Schnittpunkte der Koordinaten a und b
mit A und B stellen die jeweiligen Brennstabpositionen in einem Brennelement dar. Hieraus und auch aus
Fig.5 ist deutlich ersichtlich, daß die Brennstäbe 52
sehr nahe aneinander stehen. Aus diesem Grunde ist es nicht möglich, für jede einzelne Brennstabposition Zentrierbohrungen
in der Zentrierplatte für das Aufsetzen des Brennstabwechselwerkzeuges 2 vorzusehen. Diese
Schwierigkeit wird hier dadurch umgangen, daß die Zentrierbohrungen 42 nur jedem Brennstab, der den
Koordinatenschnittpunkten a, A entspricht, zugeordnet ist. DärnH aber aüc BfenfiSiäbposiiionen angefahren
werden können, wird diese Zentrierplatte abgehoben, um 90° gedreht und wieder aufgesetzt, dann entsprechen
die Zentrierbohrungen Brennstabpositionen der Koordinatenschnittpunkte a, B. Ein nochmaliges derartiges
Umsetzen um 90° läßt alle jene Brennstäbe erfassen, die auf den Koordinatenschnittpunkten b, B liegen
und nach nochmaligem Umsetzen jene Brennstäbe auf den Koordinatenschnittpunkten A1 b. Die eingezeichneten
Bohrungen 43 sind für die Aufnahme von Gewindebolzen von Regelstabführungsrohre 53 vorgesehen,
desgleichen die dargestellten Verbindungsdurchbrüche zwischen zwei benachbarten Zentrierbohrungen.
Letzteres ist notwendig, damit auch beim Umsetzen der Zentrierpiatte 4 um 90° die Gewindebolzen der Regelstabführungsrohre
dem Aufsetzen dieser Platte nicht im Wege stehen.
Die Lage der Zentrierplatte 4 selbst muß sich nach dem Brennelement bzw. dem Halterungskorb 51 desselben
richten. Die Zentrierplatte 4 ist dazu mit vier Abstandsbolzen
41 versehen, die einen Zentrierrahmen 44 tragen, der die Wandung des Halterungskorbes 51 umfaßt
Auf diese Weise wird gewährleistet daß jede Zentrierbohrung 42 der Platte 4 entsprechend dem dargestellten
Koordinatenschema je einem Brennstabende zugeordnet ist
Diese Brennstabenden sind, wie dargestellt mit einem
pilzförmigen Kopf versehen, der entsprechend Fig.5 von einem Greifer 61 umfaßt wird. Dieser Greifer ist an
einem Zugrohr 6 befestigt und ermöglicht damit das Herausziehen des jeweils erfaßten Brennstabes 52, wie
in dieser Fig.5 dargestellt. Im unteren Teil 21 des Brennstabwechselwerkzeuges 2 ist gleichzeitig eine
Wirbelstromprüfsonde 23 eingebaut, so daß beim Durchziehen des Brennstabes während der Entnahme
aus dem Brennelement sofort der genaue Ort des Schadens an diesem Brennstab festgestellt werden kann.
Das eigentliche Brennstabwechselwerkzeug 2 ist in F i g. 6 schematisch dargestellt. Es gliedert sich rein äußerlich
in den unteren Teil, der von einem äußeren ίο Stützrohr 22 umschlossen wird und in einen oberen Teil,
der von einem großen Führungsrohr 26 umfaßt wird. Die Länge des Stützrohres 22 ist etwas größer als die
Länge des einzuziehenden Brennstabes, die Länge des großen Führungsrohres 26 liegt in der gleichen Größen-Ordnung.
Am Ende dieses großen Führungsrohres 26 befindet sich eine Konsole mit einer Antriebseinrichtung
27, bestehend aus Zahntrieb und Handkurbel. Dieser Zahntrieb greift in eine Zahnstange 65a ein, die mit
einem oberen Zugrohr 65 verbunden ist. Das obere Zugrohr 65 ist mit dem Zugrohr 6 verbunden, das durch
eine Dichtung 25 hindurch das Stützrohr 22 durchsetzt. Am Zugrohr 6 befindet sich der eigentliche Greifer 61
für den jeweiligen Brennstabkopf, er ist radial zwei- bis dreimal geschlitzt und besteht aus federndem Material.
Wie dargestellt, ist die innere Kontur des Greifers dem pilzförmigen Kopf der Brennstabendkappe angepaßt.
Nach dem Aufsetzen auf diese Kappe wird der Greifer durch eine Sperrstange 63, die nach unten geschoben
wird, so zusammengespannt, daß er sich nicht vom Brennstabkopf lösen kann. Diese Stange 63 durchsetzt
das gesamte Werkzeug und ist an ihrem oberen Ende mit einem Gewinde versehen, das in einer Verstellmutter
64 läuft. Diese Verstellmutter stützt sich praktisch am oberen Zugrohr 65 bzw. dessen Abschluß ab, der mit
einem Haken für den Anschluß eines Hubwerkzeuges versehen ist. Das Ende 63a der Sperrstange 63 ist mit
zwei Markierungen versehen, die die obere und untere Stellung dieser Stange anzeigen und damit auch den
Zustand des Greifers 61. Im eingefahrenen Zustand ist der Greifer geschlossen, eine Öffnung desselben ist gesperrt
Im ausgefahrenen Zustand öffnet ein oberer Konus 62 an der Kupplungsstange 63 den Greifer 61 durch
Anlage an einem geschlitzten Gegenkonus 61a. Auf diese Weise gibt das Greifwerkzeug den Brennstab frei und
kann zurückgezogen werden.
Der bisher beschriebene Teil des Brennstabwechselwerkzeuges zeigt die Funktion desselben beim Ziehen
des Brennstabes aus dem Verband eines Brennelementes. Für das Einschieben eines Brennstabes in das Brennelement
jedoch ist es notwendig, daß der neue Brennsiab von jeder Knickbelastung freigehalten w; 1. Zu
diesem Zweck ist ein inneres Führungsrohr 24 vorgesehen, in dem das Zugrohr 6 und damit dann auch der
eingezogene Brennstab 52 geführt ist Dieses Rohr sorgt dann auch beim Einschieben des in diesem Werkzeug
aufgenommenen Brennstabes in den Verband des Brennelementes oder auch in den Lagerbehälter 13 für
die Brennstäbe dafür, daß durch den vom Greifer 61 ausgeübten Schub keine Seitwärtsbewegung des dünnen
Brennstabes und damit ein Ausknicken desselben möglich ist. Auf diese Weise ist garantiert, daß ein neuer
Brennstab schadensfrei in eine freigewordene Brennstabposition nachgeladen werden kann. Ein Ausknicken
der einzuführenden Brennstäbe im Bereich des Brennelementes selbst wird dabei durch die in verschiedenen
Höhen angebrachten Absiandshaitermaschen verhindert
Anstelle des Handbetriebes für das Heben und Sen-
ου ι
7
ken könnte selbstverständlich auch ein motorischer Antrieb Verwendung finden, jedoch dürfte dem Handbetrieb
der Vorzug zu geben sein, da damit evtl. Störungen während des Vorschubes des Brennstabes leichter erfühlt
werden können. 5
Wie bereits eingangs erwähnt, wird das Aufsetzen des Brennstabwechselwerkzeuges auf die Zentrierplatte 4
mit Hilfe optischer Sicht von oben gesteuert. Das Werkzeug hangt zu diesem Zweck an einem entsprechend
verfahrbaren Hubwerkzeug. Zur Gewichtsentlastung io ist es dabei zweckmäßig, das Werkzeug in seinem oberen
Teil noch mit einem Schwimmkörper, der der Über- ι sichtlichkeit halber nur in Fig. 3 schematisch darge- j
stellt wurde, zu versehen. | 15 Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
Claims (5)
1. Brennstabwechselwerkzeug zum Entnehmen und/oder Einsetzen eines Brennstabes aus einem
bzw. in ein unter Wasser befindliches Brennelement mit einem unbeweglichen Stützrohr zur Aufnahme
des Brennstabes, mit einem in dem Stützrohr angeordneten langgestreckten Trägerkörper, der mit einem
Greifer zum Greifen eines Brennstabendes versehen und durch ein Antriebsmechanismus in axialer
Richtung beweglich ist, und mit einem in dem Stützrohr angeordneten Führungskörper für den Trägerkörper
und den Brennstab, dadurch gekennzeichnet,
daß der langgestreckte Trägerkörper als Zugrohr (6) und der Führungskörper als Führungsrohr
(24) für das Zugrohr (6) und den Brennstab (52) ausgebildet sind, daß dieses Zugrohr (6) das
Stützrohr (22) durch eine Dichtung (25) hindurch durchsetzt und im oberen Ende des Führungsrohres
(24) geführt ist und daß dem Innenraum des Führungsrohres (24) ein Wasserabsaugerohr (31) zugeordnet
ist
2. Brennstabwechselwerkzeug nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Gewichtsentlastung
ein Schwimmkörper vorgesehen ist
3. Brennstabwechselwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugrohr (6) an einem
Ende den Greifer (61) bildet und über einen Zahnstangenantrieb (65a/27), vorzugsweise von
Hand, bewegbar ist und in seinem Inneren eine Sperrstangc (63) zur Ver- bzw. Entriegelung des
Greifers (61) enthält sowie ?.■" seinem oberen Ende
mit einer Betätigungs- und Anzeigevorrichtung (64) für diese Sperrstange (63) versehen ist.
4. Brennstabwechselwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zcntricrplattc (4)
mit Zentrierbohrungen (42) zum Aufsetzen auf das Brennelement und zum Durchführen des Zugrohres
(6) mit dem Greifer (61) zum Brennelement vorgesehen ist, deren Zentrierbohrungen (42) in an sich bekannter
Weise derart angeordnet sind, daß nach viermalig, jeweils um 90° verdreht aufgesetzter Ze;v
trierplatte (4) sämtliche Brennstabpositionen durch den Greifer (61) erreichbar sind.
5. Brennstabwechselwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Teil (21)
eine Wirbeistromprüfsonde (23) zum Durchziehen des Brennstabes angeordnet ist
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| DE2635501A1 DE2635501A1 (de) | 1978-02-16 |
| DE2635501C2 true DE2635501C2 (de) | 1986-01-09 |
Family
ID=5984923
Family Applications (1)
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