DE2614780C2 - Zündanlage mit einer Vorrichtung zur Zündspannungsbegrenzung - Google Patents
Zündanlage mit einer Vorrichtung zur ZündspannungsbegrenzungInfo
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- F02P—IGNITION, OTHER THAN COMPRESSION IGNITION, FOR INTERNAL-COMBUSTION ENGINES; TESTING OF IGNITION TIMING IN COMPRESSION-IGNITION ENGINES
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Description
45
Die Erfindung betrifft eine Zündanlage mit einer Vorrichtung zur Zündspannungsbegrenzung, insbesondere
für Brennkraftmaschinen, nach der Gattung des Hauptanspruchs. Eine solche Vorrichtung ist aus der
Zeitschrift »Funkschau« 1966, Heft 13, Seite 431 bekannt, jedoch erfolgt dort lediglich eine Begrenzung
der Kollektor-Emitter-Spannung des Schalttransistors.
Zündanlagen werden üblicherweise so dimensioniert, daß auch bei ungünstigen Verhältnissen noch ein
Zündvorgang stattfinden kann. Ungünstige Verhältnisse in diesem Sinne sind z. B. eine niedrige Batteriespannung
infolge einer schlechten Batterie oder niedrigen Temperaturen, oder eine hohe sekundäre Belastung, die
infolge hoher Zündkabelkapazität oder eines niedrigen Kerzenwiderstandes auftreten kann. Diese notwendige
Dimensionierung der Zündanlage hat die nachteilige Folge, daß bei günstigen Verhältnissen, also z. B. bei
hoher Batteriespannung, an der Zündspule sekundärseitig sehr hohe Spannungen auftreten können, sofern
keine Zündung erfolgt. Eine solche ausbleibende Zündung kann z. B. dadurch entstehen, daß die
Verbindung zur Zündstrecke, insbesondere zur Zündkerze, unterbrochen ist oder daß infolge einer
Beschädigung der Elektrodenabstand der Zündstrecke unzulässig vergrößert wurde. Die in einem solchen Fall
auftretenden sekundärseitigen Spannungen der Zündspule können ein Mehrfaches der gewöhnlich erforderlichen
Zündspannung betragen und bedeuten eine gefährliche Belastung für Steuergliederund Isoliermaterialien.
Es können Überschläge entstehen, die zur Beschädigung der Zündanlage oder zu deren Ausfall
führen können. Die bekannte Vorrichtung bietet keinen ausreichenden Schutz gegen diese sekundärseitigen
Überspannungen.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, die Zündanlage bei Ausfall eines Zündvorgangs vor
unzulässig hohen Strömen und Spannungen zu schützen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruchs gelöst
Die Erfassung einer Hochspannung über einen kapazitiven Spannungsteiler ist prinzipiell bereits aus
der GB-PS 26 14 780 bekannt Eine besonders einfache und vorteilhafte Spannungsmeßvorrichtung ergibt sich
in weiterer Ausgestaltung der Erfindung dadurch, daß ein solcher kapazitiver Spannungsteiler parallel zur
Zündstrecke geschaltet ist und daß ein Kondensator des Spannungsteilers ein Stück des Zündkabels ist
Die Sperrung des elektrischen Schalters erfolgt in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorteilhaft
dadurch, daß das Schaltelement ein UND-Gatter ist und daß am Ausgang der Schwellwertstufe unterhalb des
Schwellwerts ein Signal anliegt.
Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, daß bei ausbleibender Zündung die einzelnen
Bauteile der Zündanlage vor unzulässig hohen Strömen und Spannungen geschützt sind. Die erfindungsgemäße
Schaltung kann somit vorteilhaft als Überspannungssicherung für Zündanlagen eingesetzt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben.
Eine Zündsteuerungsvorrichtung 10 ist über ein UND-Gatter 11 mit dem Steuereingang eines als
Transistorschalter ausgebildeten elektrischen Schalters 12 verbunden. Als Zündsteuerungsvorrichtung 10
können die verschiedensten, bekannten Vorrichtungen vorgesehen werden. Im einfachsten Fall kann diese
Zündsteuerungsvorrichtung 10 ein Unterbrecherkontakt sein. Es kann jedoch auch ein kontaktloser Geber
eingesetzt werden, der gewöhnlich aus einer mit der Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine verbundenen
Scheibe 100 besteht, die einen Nocken 101 aufweist. Dieser Nocken wird bei jeder Umdrehung der
Kurbelwelle an einem induktiven Aufnehmer 102 vorbeigeführt, in dem ein Signal induziert wird. Dieses
induzierte Signal wird dann gewöhnlich durch einen in der Zeichnung nicht dargestellten Schmitt-Trigger
weiterverarbeitet, um dem Signal definierte Anstiegsund Abfallflanken zu geben. Weiterhin kann diese
Zündsteuerungsvorrichtung 10 noch Vorrichtungen zur Zündzeitpunktverstellung in Abhängigkeit der Parameter
der Brennkraftmaschine enthalten, die an sich in vielfacher Weise bekannt und in der Zeichnung
ebenfalls nicht näher dargestellt sind. Eine Klemme 13, die mit dem positiven Pol einer Versorgungsspannung
verbunden ist, ist über die Reihenschaltung der Primärwicklung 14 einer Zündspule 15 und der
Schaltstrecke des Transistorschalters 12 mit Masse verbunden. Die Sekundärwicklung 16 der Zündspule 15
10
ist an eine Zündstrecke 17 angeschlossen, die bei einer
Brennkraftmaschine als Zündkerze ausgebildet ist Eine Elektrode der Zündstrecke 17 ist an Masse angeschlossen.
Parallel zur Zündstrecke 17 ist ein Spannungsteiler geschaltet, der aus zwei Kondensatoren 18,19 besteht
Der Kondensator 18 muß hochspannungsfest sein und kann im Bereich einiger pF liegen. Dieser Kondensator
18 kann vorteilhaft dadurch gebildet sein, daß ein Stück des Zündkabels mit einer metallischen Ummantelung
versehen ist die mit dem zweiten Kondensator 19 verbunden ist Statt des kapazitiven Spannungsteilers
kann natürlich auch ein ohmscher oder ein sonstiger Spannungsteiler Verwendung finden. Der Verknüpfungspunkt
der beiden Kondensatoren 18, 19 ist über einen Widerstand 20 mit dem invertierenden Eingang
eines Operationsverstärkers verbunden, der als Schwellwertstufe 21 eingesetzt ist Ein weiterer
Spannungsteiler, der aus zwei Widerständen 22, 23 besteht, ist zwischen Masse und einer Anschlußklemme
24 geschaltet, an der der positive Pol einer vorzugsweise
stabilisierten Spannungsquelle angeschlossen ist Der Widerstand 23 ist als verstellbarer Widerstand ausgebildet
Der Verknüpfungspunkt zwischen den beiden Widerständen 22,23 ist über einen weiteren Widerstand
25 an den nichtinvertierenden Eingang des Operations-Verstärkers (Schwellwertstufe 21) angeschlossen, dessen
Ausgang mit dem zweiten Eingang des UND-Gatters 11 verbunden ist
Die Wirkungsweise der dargestellten Schaltungsanordnung besteht darin, daß durch den Spannungsteiler
18, 19 die sekundärseitige Spannung der Zündspule 15 stark herabgesetzt wird. Diese stark herabgesetzte
Spannung, die am Kondensator 19 anliegt, wird der Schwellwertstufe 21 zugeführt Der Schwellwert der
Schwellwertstufe kann durch den verstellbaren Widerstand 23 eingestellt werden. Liegt die Spannung am
Kondensator 19 unterhalb des eingestellten Schwellwerts, d. h. die sekundärseitige Spannung der Zündspule
15 unterhalb eines festgelegten Werts, so liegt am Ausgang der Schwellwertstufe 21 ein Signal an, so daß
das UND-Gatter 11 Signale der Zündsteuerungsvorrichtung 10 passieren läßt. Überschreitet die sekundärseitige
Spannung der Zündspule 16 den festgelegten Wert, so wird der Schwellwert der Schwellwertstufe 21
überschritten und das Signal am Ausgang verschwindet, so daß das UND-Gatter 11 sperrt Diese Spannung des
UND-Gatters 11 bewirkt ein Sperren des Transistorschalters 12, so daß ein weiterer Anstieg der Spannung
an der Zündspule 15 verhindert wird.
Die beschriebene Vorrichtung findet insbesondere bei Zündanlagen Verwendung, bei denen die Zündspule 15
als Durchflußwandler geschaltet ist. Beim Durchflußwandler
steigt während des primärseitigen Stromflusses die Sekundärspannung stetig an, bis eine Sättigung
eintritt Während dieses Ansteigens der sekundärseitigen Spannung erfolgt die Zündung an der Zündstrecke
17, wenn die Spannung an einem ganz bestimmten Punkt dafür ausreicht Die sekundärseitige Spannung
bricht im Zündzeitpunkt zusammen. Findet eine Zündung nicht statt z. B. wegen eines der eingangs
genannten Gründe, so steigt die sekundärseitige Spannung weiter an, bis die Stätigung erreicht oder bis
der primärseitige Stromfluß unterbrochen wird. Dieses weitere Ansteigen der sekundärseitigen Zündspannung
kann bei Verwendung der beschriebenen Anordnung jedoch nur noch bis zu dem Punkt erfolgen, an dem der
Schwellwert der Schwellwertstufe 21 erreicht ist Zu diesem Zeitpunkt sperrt der Transistorschalter 12, und
der primärseitige Stromfluß durch die Zündspule 15 ist unterbrochen.
Ein weiteres Ansteigen der sekundärseitigen Spannung ist jetzt nicht mehr möglich. Da der Schwellwert
der Schwellwertstufe 21 so bemessen ist daß die sekundärseitige Spannung an der Zündspule 15 über den
Wert ansteigen kann, der auch bei ungünstigen Verhältnissen noch eine Zündung erlaubt, tritt im
Normalfall, d. h. bei Nichtvorliegen einer Störung, die Vorrichtung zur Zündspannungsbegrenzung nicht in
Tätigkeit
Bei Anlagen, die mit variabler Zeitsteuerung arbeiten, insbesondere bei FunkenbandzUndanlagen, bietet sich
eine Vorrichtung zur Zündspannungsbegrenzung vorteilhaft an, da bei geeigneter Dimensionierung bei
solchen Funkenbandzündanlagen eine Spannungsaufstockung auf der Sekundärseite der Zündspule auftreten
kann. In diesem Falle wäre in der Zündsteuerungsvorrichtung 10 noch ein Frequenzgenerator vorzusehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Zündanlage mit einer Vorrichtung zur Zündspannungsbegrenzung, insbesondere für Brennkraftmaschinen,
mit einer Zündspule, deren Sekundärwicklung mit einer Zündstrecke verbunden ist und
deren Primärwicklung von einem elektrischen Schalter steuerbar ist, und mit einer Zündsteuerungsvorrichtung,
die mit dem Steuereingang des elektrischen Schalters verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Spannungsmeßvorrichtung in den Sekundärkreis der Zündspule (15)
geschaltet ist und daß die Spannungsmeßvorrichtung über eine Schwellwertstufe (21) mit einem
Schaltelement (11) zur Sperrung des elektrischen Schalters (12) bei Erreichen des Schwellwerts der
Schwellwertstufe (21) verbunden ist
2. Zündanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Spannungsmeßvorrichtung ein
Spannungsteiler parallel zur Zündstrecke (17) geschaltet ist
3. Zündanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungsteiler ein kapazitiver
Spannungsteiler ist
4. Zündanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Kondensator (18) des Spannungsteilers ein Stück des Zündkabels ist
5. Zündanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an einem
Eingang der Schwellwertstufe (21) ein Spannungsteiler zur Einstellung des Schwellwerts vorgesehen ist.
6. Zündanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Schaltelement
ein logisches Gatter vorgesehen ist, dessen Ausgang mit dem Steuereingang des elektrischen
Schalters (12) und dessen Eingänge einmal mit dem Ausgang der Schwellwertstufe (21) und einmal mit
der Zündsteuerungsvorrichtung (10) verbunden sind.
7. Zündanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das logische Gatter ein UND-Gatter ^o
(11) ist und daß am Ausgang der Schwellwertstufe (21) unterhalb des Schwellwerts ein Signal anliegt.
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