DE260995C - - Google Patents

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DE260995C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C21—METALLURGY OF IRON
    • C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
    • C21D9/40—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for rings; for bearing races

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  • Heat Treatment Of Articles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 260995 KLASSE 18c. GRUPPE
THOMAS CÖOPER in NORFOLK, Engl.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Mai 1912 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Härten offener öder aufgeschnittener Lagerschalen für Rollen-. und Kugellager. Solche aus verschiedenen Schichten gebildete Lagerschalen müssen bekanntlich auf ihrer Außenfläche außerordentlich hart sein, und es muß sich diese Härte in die Schalendicke bis auf ein Drittel derselben hinein erstrecken, um der Abnutzung zu widerstehen, während die übrigen zwei Drittel besser aus weichem, nicht gehärtetem Stahl bestehen können, damit die Lagerschalen die zur Verhütung ihrer Zerstörung nötige Festigkeit erhalten.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung zum Schließen der Stoßfuge aufgeschnittener zylindrischer Lagerschalen aus Verbundstahl für Rollenlager bei Anwendung einseitiger Härtung kennzeichnet sich durch eine die Lagerschale während der einseitigen Härtung umklammernde Haltevorrichtung. Diese Haltevorrichtung kann beispielsweise aus durch Abstandhalter zusammengehaltenen Ringen bestehen. Das auf diese Weise gebildete Gestell, das beim Härten des aufgeschnittenen Werkstückes dem öffnen desselben ohne Beeinträchtigung des Herantretens der Härteflüssigkeit an die Werkstückaußenfiäche entgegenwirkt, ist mit einer auf der Werk-, stückinnenfläche dicht anliegenden Einlage oder Muffe versehen, um gleichzeitig ein Herantreten der Härteflüssigkeit an diese Innenfläche zu verhindern.
Diese Muffe in Form einer verhältnismäßig dünnen Einlage ist mit übereinandergreifenden Rändern versehen und paßt streng in die lichte Weite der Lagerschale ein, damit beim Eintauchen in Wasser für das Härten dasselbe nicht an die Schaleninnenseite herantreten kann.
In der Zeichnung ist eine Ausführung der vorstehend gekennzeichneten Vorrichtung beispielsweise dargestellt.
Fig. ι zeigt einen Längsschnitt und Fig. 2 einen wagerechten Schnitt.
Die Lagerschale α aus zu Lagen geschichtetem Stahl ist bei δ offen oder schräg aufgeschnitten, und um dieselbe ist ein Gestell herumgelegt. Dieses Gestell besteht aus drei Schlußringen c, die durch Bolzen d auseinandergehalten werden. Die ein Herantreten der Härteflüssigkeit an die Innenfläche des Werkstückes verhindernde Muffe e greift mit ihren aneinanderstoßenden Enden bei f übereinander und ist in die Lagerschale a eingeschoben. An Stelle der Muffe können auch an den Kopfflächen der Lagerschale Platten angelegt werden, welche das Wasser fernhalten.
Ist die Lagerschale α in geeigneter Weise erhitzt, so wird die Haltevorrichtung c, d über die Außenfläche der Lagerschale, und in letztere die Muffe e eingeschoben, worauf das Ganze in Wasser oder eine andere Härteflüssigkeit eingetaucht wird. Da diese Flüssigkeit wohl unmittelbar auf die Außenseite der
Schale, nicht aber auf deren Innenseite wirken kann, wird die Außenseite des Werkstückes verhältnismäßig stark gekühlt, während sich die Innenseite noch in Rotglut befindet. Beim Abkühlen zieht sich der außen liegende Teil des Werkstückes zusammen, der, wenn er nicht von der Haltevorrichtung festgehalten würdej sich nach außen öffnet. Da aber die Schale an diesem öffnen durch die Schlußringe c verhindert ist, so wirkt die in ihr auftretende große Spannung auf den inneren, noch heißen Teil der Schale und drückt das Metall zusammen. Bei richtigem Verlauf des Härtevorganges kühlt sich der innere Teil· des Werkstückes ab und zieht sich zusammen, wohingegen sein äußerer Teil abgekühlt ist und sich nicht weiter zusammendrücken läßt. Durch die Spannung auf der Innenfläche werden die Kanten des Schalenringes bei b fest und kräftig zusammengezogen. Mit der beschriebenen Vorrichtung behandelte Lagerschalen von geeigneter Dicke können auf Achsen und Wellen aufgesetzt werden, ohne daß diese Schalen durch Klemmringe 0. dgl.
zusammengedrückt werden. Für den Eisenbahn- oder sonstigen Fahrbetrieb empfiehlt es sich jedoch, behufs außerordentlich großer Sicherheit noch Halteringe aufzusetzen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Schließen der Stoßfuge aufgeschnittener zylindrischer Lagerschalen aus Verbundstahl für Rollen- oder Kugellager bei Anwendung einseitiger Härtung, gekennzeichnet durch eine die Lagerschale während der einseitigen Härtung umklammernde Haltevorrichtung.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Patent-Anspruch 1, bei der die weich zu haltenden Teile gegen den Zutritt der Härte- oder Kühlflüssigkeit geschützt werden, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe aus — gegebenenfalls durch Abstandhalter zusammengehaltenen — Ringen (c) besteht, die auf die Lagerschale aufgeschoben werden und einem Öffnen der letzteren beim Härten entgegenwirken.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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