DE258643C - - Google Patents

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DE258643C
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leather
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chrome
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 258643 KLASSE 28 a. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. November 1910 ab.
Bekanntlich sind viele Verfahren zur Herstellung von Chromsohlleder insofern praktisch bedeutungslos, als sie ein Produkt ergeben, das gegen Nässe äußerst empfindlich ist, und das die üble Eigenschaft hat, beim Naßwerden glatt und schlüpfrig zu werden, so daß es völlig ausgeschlossen ist, derartige Leder für Sohlen von solchen Schuhen und Stiefeln zu verwenden, welche bei jeder Witterung und
ίο auf jedem Gelände getragen werden müssen. Man beschränkte sich vielmehr auf die Verwendung jener Ledersorte für Spezialzwecke, wie Tennisschuhe u. dgl.
Man hat allerdings schon vorgeschlagen, dem Chromsohlleder seine Glätte und Schlüpfrigkeit dadurch zu nehmen, daß man es mit einer durch Zusammenschmelzen von Paraffin und Kolophonium erhaltenen Masse imprägnierte. Doch zeigte das so behandelte Leder den erheblichen Nachteil, daß der Leim daran nicht hält und infolgedessen der Riß der Sohle sich nicht leimen läßt.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren, welches die Gewinnung eines Chromsohlleders gewährleistet, das beim Naßwerden nicht glatt und schlüpfrig wird und außerdem den oben erwähnten Nachteil nicht zeigt. Das Verfahren besteht darin, daß das in üblicher Weise mit Chromsalzen gegerbte Leder im trockenen Zustande bei Temperaturen bis etwa 125 ° C. mit einer Mischung aus geschmolzenem Talg oder ähnlichem Fett und unlöslichen Harzseifen, auf welche Mischung man komprimierte Luft oder Sauerstoff oder Ozon hat einwirken lassen, behandelt wird.
Erwünschtenfalls kann man später das Leder noch in eine warme wäßrige Lösung eines sauren Metallsalzes einlegen zwecks Erzielung von Farbeffekten.
Man verfährt beispielsweise in nachstehender Weise:
Die Häute werden in üblicher Weise zum Gerben vorbereitet und alsdann nach der Einbadgerbmethode mit Chromlauge ausgegerbt. Nach beendeter Gerbung werden die Häute entsäuert und erforderlichenfalls unter Spannung im Rahmen bei allmählich steigender Temperatur bei 100 bis iio° getrocknet. Das völlig trockene Leder wird schließlich bei 70 bis 125 ° C. eine halbe Stunde lang mit einer Imprägnierungsmasse getränkt, die in folgender Weise hergestellt wird:
800 g Kolophonium werden mit 100 g Manganoxydul verschmolzen. Die gepulverte Masse wird in iöoo g geschmolzenen Talgs eingetragen. Alsdann wird Sauerstoff in das Gemisch eingeblasen, und zwar eine Stunde lang, worauf die Masse gebrauchsfertig ist.
Die Masse zieht beim Tränken vollkommen in das Leder ein. Das mit einer derartigen Masse getränkte Leder wird abgekühlt und dann erstarren gelassen. . Das so hergestellte Leder ist sehr fest und fräst sich gut.
Anstatt der erwähnten harzsauren Manganoxydulmasse können auch andere Harzmetallprodukte Anwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-An sprüche:
    i. Verfahren zum Wasserdichtmachen von Chromsohlleder durch Erwärmen mit
    Fetten, gekennzeichnet durch die Behandlung des trockenen Leders bei Temperaturen bis etwa 125 ° C. mit einer Mischung aus geschmolzenem Talg oder aus ähnlichem Fett und unlöslichen Harzseifen, auf welche Mischung man komprimierte Luft oder Sauerstoff oder Ozon hat einwirken lassen.
    Ausführungsform des Verfahrens nach
    Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Leder noch mit einem sauren Metallsalz nachbehandelt wird.
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