DE258173C - - Google Patents
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- DE258173C DE258173C DENDAT258173D DE258173DA DE258173C DE 258173 C DE258173 C DE 258173C DE NDAT258173 D DENDAT258173 D DE NDAT258173D DE 258173D A DE258173D A DE 258173DA DE 258173 C DE258173 C DE 258173C
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B33/00—Engines characterised by provision of pumps for charging or scavenging
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02M—SUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
- F02M2700/00—Supplying, feeding or preparing air, fuel, fuel air mixtures or auxiliary fluids for a combustion engine; Use of exhaust gas; Compressors for piston engines
- F02M2700/33—Compressors for piston combustion engines
- F02M2700/331—Charging and scavenging compressors
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ' Ja 258173 KLASSE 46«. GRUPPE
ARNOLD ZOLLER in TURIN, Italien.
dienenden Rotationskompressor.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Dezember 1910 ab.
Zweitaktmotoren, bei denen als Ladepumpe ein Kompressor mit rotierenden Flügeln in
Verbindung mit einem Druckausgleichbehälter verwendet wird, sind bekannt. Bekannt sind
ferner Zweitaktmotoren, bei denen die Kolbenspülluftpumpen zum Zweck der Raum- und
Gewichtsverringerung mit höherer Tourenzahl als die Motorwelle betrieben werden.
Gegenstand der Erfindung ist dagegen ein ίο Zweitaktmotor mit rotierendem Spülluitkompressor,
bei dem durch eine geeignete Anordnung der Flügel des Kompressors gegenüber der Motorwelle d^^sjetzt.natw_endige_pruck-
ausgleichbehälte.r in Wegfall gebrach^ und
außerdem der Arbeitsbedarf für die Kompression der Spülluft verringert wird.
Bei dem Zweitaktmotor nach der Erfindung findet ferner durch Einschaltung einer Übersetzung
zwischen Motorwelle und Kompressor eine Erhöhung der Geschwindigkeit des Rotationskompressors
gegenüber der Motorwelle statt, wodurch nicht nur die bei der Erhöhung der Geschwindigkeit der sonst verwendeten
Kolbenpumpen auftretenden Nachteile beseitigt, sondern auch weitere Vorteile erreicht
werden.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι und 2 zeigen einen Zweitaktmotor in Vorderansicht mit teilweisem Schnitt.
Fig. 3 stellt das Druckdiagramm des Rotationskompressors in Polarkoordinaten,
Fig. 4 in rechtwinkligen Koordinaten dar.
Fig. 5 zeigt das Arbeitsdiagramm eines Zweitaktmotors während der Auspuffphase,
Fig. 6 das Arbeitsdiagramm des Motors in Zusammenhang mit dem Druckdiagramm des
Kompressors.
Fig. 7 stellt eine zweite Ausführungsform des Rotationskompressors im Querschnitt dar.
Fig. 8 zeigt dessen Druckdiagramm.
Fig. 9 stellt eine dritte Art der Anordnung des Rotationskompressors dar.
Der Rotationskompressor besteht aus dem zylindrischen Gehäuse 1 und aus der Trommel
2, welche in exzentrisch angeordneten v , Eindrehungen im Gehäuse und dessen Deckel
sich dreht. Das Gehäuse 1 ist mittels Schrauben 3 am Kurbelgehäuse 4 des Motors befestigt.
Die Trommel 2 ist mit einer Nabe 2' versehen, welche gegen das Gehäuse 1 durch
die Stopfbüchse 5 abgedichtet und am Ende mit einem Zahnrad 22 versehen ist, welches
in ein auf der Kurbelwelle 6 aufgekeiltes Zahnrad 21 eingreift. Die Trommel 2 dreht
sich somit im Gehäuse 1, wobei durch die seitlichen Eindrehungen im Gehäuse und dessen
Deckel ein luftdichter Abschluß erzielt wird.
Im Innern des Kompressors sind ein (Fig. i,
2 und 9) oder mehrere Flügel 7 (zwei in Fig. 7), die unabhängig voneinander gelagert sind, angeordnet. Diese Flügel sind um den zentrisch
im Gehäuse gelagerten Zapfen 8 drehbar, welcher in die Öffnung 2" der Trommel 2
ragt. Die Flügel sind durch die Schlitze der Trommel 2 luftdicht schließend geführt bzw.
durchdringen geeignete Schlitze in den Rollen 9, welche ihrerseits in den Führungen 10,
ebenfalls luftdicht schließend, drehbar angeordnet sind. Das Gehäuse 1 ist oben mit
zwei Öffnungen 11 und 12, dem Einlaß und
Auslaß versehen. Die öffnung 11 ist durch
das Rohr 13 mit dem Vergaser oder direkt mit der Atmosphäre verbunden, wenn die
Einführung des Brennstoffes in die Zylinder durch Einspritzpumpen erfolgt. Die öffnung
12 ist dagegen an das Rohr 14 angeschlossen,
. welches zum Raum 15 führt, der mit den Eintrittskanälen 16 für die Spülluft in die
Zylinder 17 (zwei in Fig. 1 und 2) des Motors verbunden ist. In die Rohrleitung 14 ist
zweckmäßig ein Rückschlagventil 20 eingebaut.
Der Motor kann selbstverständlich beliebiger Art sein, z. B. ohne Ventile, wie dargestellt,
in welchem die Einströmöffnungen 16 sowie die Auslaßö£fniingen~i8~~vöfr~deir"Kb!-·
ben 19 gesteuert werden.
Die Wirkungsweise des Kompressors nach Fig. ι und 2 ist folgende:
Wenn die Trommel 2 mit den Flügeln 7 sich im Sinne des Pfeiles dreht, so saugen
die Flügel Luft durch die Öffnung 11 an, komprimieren sie und drücken sie durch die
Öffnungen 12 in das Rohr 14. Die entstehenden Drücke der Spülluft, wenn die Flügel 7
von der einen in die andere der Stellungen I, II, III der Fig. 1 gelangen, sind im Polardiagramm
Fig. 3 durch die Kurve I, II, III sowie im rechtwinkligen Koordinatendiagramm Fig. 4 dargestellt. Wenn nun der Flügel 7
(Fig. 1) sich in der Position III befindet, öffnen sich" die Einströmöffnungen' 16 in einem
der Zylinder und anstatt daß die Kurve III, ΙΙΓ. (Fig. 3, 4) steigt, fällt sie nach der
Linie III, IV, V, je nach den Stellungen III, IV usw. der Flügel 7, wie in Fig. 1 vorgesehen
ist.
Das Übersetzungsverhältnis zwischen den Rädern 21 und 22 ist bei der Ausführungs-1,
form nach Fig. 1 und 2 2:1, so daß jeder
'j Umdrehung der Motorwelle zwei Umdrehungen j des Kompressors entsprechen und somit zwei
i; 50 Kompressionsphasen, die unter sich um 180 °
|j versetzt sind, wie das Polardiagramm Fig. 3 [\ zeigt. Der vom Motor mittels eines Über-
\ Setzungsverhältnisses 2 : 1 angetriebene Kom-'
pressor mit einem Flügel dient somit zur Spülung eines Motors mit zwei Zylindern.
Wenn der Kompressor mit zwei Flügeln ausgerüstet ist und das Übersetzungsverhältnis
noch 2 : ι ist, so erhält das Polardruckdiagramm die in Fig. 8 ersichtliche Form.
Ein solcher Kompressor kann für einen Vierzylindermotor dienen. Wenn die Übersetzung
zwischen den Rädern 21 und 22 3:1 ist, wie in Fig. 9 gezeigt ist, so kann ein Kompressor
mit einem Flügel für einen Dreizylindermotor, mit zwei Flügeln für einen Sechszylindermotor dienen. Im allgemeinen
muß die Flügelzahl und die Tourenzahl des I Kompressors so gewählt werden, daß bei jeder
Umdrehung der Motorwelle so viele Kompressionsphasen entstehen, als der Motor zu frd
spülende Zylinder besitzt. '■
Der indirekte Antrieb des Reaktionskompressors durch die Motorwelle unter einem
bestimmten Übersetzungsverhältnis bietet bedeutende technische Vorteile gegenüber dem
bekannten Antrieb der Kolbenspülluftpumpen.
Im Falle der Verwendung einer Kolbenpumpe hat die Vergrößerung der Pumpengeschwindigkeit
gegenüber der Motorgeschwindigkeit den Hauptnachteil zur Folge, daß der Massenausgleich zufolge der abwechselnd bewegten
Massen gestört wird.
Bei einer Rotationspumpe hat eine Vergrößerung der Pumpengeschwindigkeit eine
günstige Beeinflussung der Regelmäßigkeit des Motorganges zur Folge, denn die Rotationspumpe
wirkt als Schwungrad und kann auch als solches ausgebildet werden.
Bei einer Kolbenpumpe trägt die Vergrößerung der Geschwindigkeit durchaus nicht zu
einer Vereinfachung der Kolbenkonstruktion, noch zu irgendeiner Erhöhung der Nutzwirkung
der Pumpe bei.
Bei einer Rotationspumpe gestattet hingegen die Erhöhung der Geschwindigkeit in bestimmtem
Verhältnis eine Verringerung der Flügelzahl, wodurch eine Vereinfachung der Konstruktion
bedingt wird. Außerdem wird der Nutzeffekt der Pumpe erhöht, da die Sicherheit der Dichtung zwischen den Flügeln und
der Kompressorwand proportional der Geschwindigkeit zunimmt.
Bei einer Kolbenpumpe kann ferner die Geschwindigkeit höchstens auf das Doppelte
der Motorgeschwindigkeit gebracht werden, denn die lineare Geschwindigkeit des Kolbens
darf gewisse praktische Grenzen nicht überschreiten. Daraus folgt, daß die Zahl der
Motorzylinder, welche man mit einer einzigen Pumpe speisen kann, immer beschränkt bleibt.
Bei einer Rotationspumpe kann man, abgesehen von der Tatsache, daß die Geschwindigkeit
innerhalb eines weiteren Bereiches vergrößert werden kann, auch zur Erhöhung der Zahl der Flügel Zuflucht nehmen und
daher mit einer einzigen Pumpe einen Motor mit beliebiger Zylinderzahl mit Spülluft versehen,
was von großer Wichtigkeit ist. Es ist somit klar, daß es durch eine passend gewählte
Erhöhung der Geschwindigkeit des Kompressors und der Wahl einer entsprechenden Flügelzahl möglich ist, einen Effekt zu
erreichen, welcher mit der Erhöhung der Geschwindigkeit einer Kolbenspülluftpumpe nicht
erreichbar ist.
Die Anwendung eines Rotationskompressors als. 'Spülluftkompressor für Zweitaktmotoren
nach der Erfindung bietet ferner noch andere bedeutende Vorteile, jwäß—jdeji__volls.tändigen.
.,__Hegfall_der_Pxu.fckausg.leichbehälter sowie eine
bedeutende Verringerung der Betriebsenergie
ίο für den Spülluftkompressor. In der Tat befindet
sich das Diagramm eines Zweitaktmotors für die Auspuffphase, wie die Fig. 5 zeigt, zwischen den Ordinaten χ und y, ähnlich
dem Druckdiagramm des Rotationskompressors zwischen den Ordinaten III, IV (Fig. 4).
Durch geeignete Aufkeilung des Kompressors zur Kurbelwelle des Motors, d. h. unter einem
entsprechenden Voreilwinkel des oder der Flügel zum Kurbelarm, kann man eine Überdeckung
der Diagramme des Motors und Kompressors, wie Fig. 6 darstellt, erreichen,
\ so daß, wenn die Einströmöffnungen 16 der
Spülluft freigelegt werden (d. i. bei der Ordinate ζ des Motordiagrammes), der Druck im
Kompressor P den Druck px im Innern des ; Motorzylinders übersteigt. Beim Ausströmen
' sinken nun die Drücke im Innern des Motorzylinders sowohl wie im Kompressor nach der
gezeichneten Kurve, jedoch wird der Druck des letzteren den des Motorzylinders ständig
um den Wert p' übertreffen, auf welche Art sich auch die Spülung nach öffnung der Einströmöffnungen
bis zur vollkommenen Reinigung der Arbeitszylinder von den Verbrennungsgasen
vollzieht, ohne daß jegliche Zuhilfenahme von Druckausgleichbehältern notwendig wird.
Wird hingegen der Kompressor in beliebig anderer Stellung zu der Kurbelwelle des Motors
aufgekeilt, so wird sich das Druckdiagramm des Kompressors in einer der punktierten
Lagen k, k' zu jenen des Arbeitszylinders befinden, so daß sich die Spülung
nicht vollziehen könnte, wenn nicht zur Zuhilfenahme eines höheren Enddruckes des
Kompressors und eines Druckausgleichbehälters mit einem dem Werte P entsprechenden
konstanten Drucke, wie durch die punktierte Linie k" angegeben ist, gegriffen wird.
Selbstverständlich sinkt der Arbeitsaufwand für einen Kompressor von gleicher Liefermenge
im Verhältnis der beiden verschiedenen mittleren Drücke P (Fig. 6) und p'"
(Fig. 4)·
Die Anwendung eines Rotationskompressors nach der Erfindung ermöglicht insbesondere
durch dessen vorteilhafte Aufkeilung in bezug auf den Kurbelarm des Motors den Wegfall
von Druckausgleichbehältern und hat eine bedeutende Erniedrigung des Energieaufwandes
zur Folge.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Zweitaktmotor mit einem zur Verdichtung der Spülluft oder eines explosiven Gemisches dienenden Rotationskompressor, welcher mit radial angeordneten und unter sich unabhängigen Flügeln versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotationskompressor von der Motorwelle mit einem Übersetzungsverhältnis angetrieben wird, das nach der Zylinderzahl des Motors und der Zahl der Kolbenflügel des Kompressors bemessen ist, um für jede Umdrehung der Kurbelwelle des Motors so viel Kompressionsphasen des Kompressors zu erreichen, als der Motor Arbeitszylinder besitzt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE258173C true DE258173C (de) |
Family
ID=516022
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT258173D Active DE258173C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE258173C (de) |
-
0
- DE DENDAT258173D patent/DE258173C/de active Active
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