DE256334C - - Google Patents
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- DE256334C DE256334C DENDAT256334D DE256334DA DE256334C DE 256334 C DE256334 C DE 256334C DE NDAT256334 D DENDAT256334 D DE NDAT256334D DE 256334D A DE256334D A DE 256334DA DE 256334 C DE256334 C DE 256334C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D3/00—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
- B01D3/10—Vacuum distillation
- B01D3/103—Vacuum distillation by using a barometric column
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
- Heat Treatment Of Water, Waste Water Or Sewage (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Eindampfung der Salzsole erfolgte bisher in offenen Pfannen, wobei der sich entwickelnde
Dampf frei in die Luft entwich. Die Temperatur der verdampfenden Flüssigkeit gibt ein
Maß für die Verdampfungsleistung pro Quadratmeter Heizfläche und Stunde und ist
gleichzeitig von Einfluß auf die Korngröße des sich ausscheidenden Salzes. Der entweichende
Dampf hat in den meisten Fällen eine
ίο Temperatur unter ioo°, also eine Spannung
von weniger als ι Atm. Da dieser Dampf aber in die atmosphärische Luft entweicht,
so muß er mit einer gewissen Menge Luft gemischt sein, welche dieselbe Temperatur wie
er und so viel Spannung hat, daß ihre Spannung, addiert zu derjenigen des Dampfes, die
Spannung der Atmosphäre, also = 760 mm Quecksilbersäule ergibt.
Wollte man nun diesen entweichenden Dampf zur Verdampfung anderer Flüssigkeiten
benutzen, so müßte der Siedepunkt dieser anderen Flüssigkeit unterhalb der Temperatur
dieses Dampfes liegen, was man leicht dadurch erreichen kann, daß man das Verdampfen
a5 dieser anderen Flüssigkeit in einem luftverdünnten
Raum, d. h. in einem Vakuumapparat bewirkt. Gemäß dem vorliegenden Verfahren wird der aus der Haupt Verdampfungspfanne
kommende, mit Luft gemischte Dampf zwecks Wärmeausnutzung in den Heizkörper eines
Vakuumverdampfapparates geleitet, in dem dann der Dampf kondensiert, während die
unkondensierbare Luft den Heizkörper warm verläßt. Diese Luft kann man entweichen
lassen, wodurch jedoch ein nicht unerheblicher Wärmeverlust eintritt. Wenn beispielsweise
die Sole in der Hauptpfanne bei 80 ° verdunstet, so hat der entwickelte Dampf eine
Temperatur von 80° C. und etwa 360 mm Quecksilbersäulespannung. Mit ihm muß dann
Luft von 80 ° C. zusammengemischt sein, die 400 mm Quecksilbersäulespannung hat (zusammen
also 760 mm). Rundgerechnet bedeutet dies, daß 1 cbm dieses Gemisches sich zusammensetzt
aus: 0,4 cbm Dampf und 0,6 cbm Luft. Die 0,4 cbm Dampf wiegen 0,177 ^S
und die 0,6 cbm Luft wiegen 0,3 kg. Dieses Dampfgewicht enthält 113 W. E.; das dazugehörige
Luftgewicht enthält somit 5,5 W. E. Je nach der Temperatur der Wärme aufnehmenden
Flüssigkeit würden nicht nur die noch in der warmen Luft enthaltenen Wärmeeinheiten
(z. B. bei einer Austrittstemperatur von 40° 2,85 W. E. pro Kubikmeter des Dampf luftgemisches),
sondern auch noch die in dem mit der Luft abgehenden Dampf enthaltenen Wärmeeinheiten verloren gehen, wenn man die
heiße Luft aus dem Heizkörper des Vakuumapparates fortströmen ließe. Daher ist es
zweckmäßig, einen Kreislauf des Dampfes herzustellen.
Verzichtet man auf diesen Kreislauf, so muß natürlich für den Ersatz der aus dem Heizkörper
des Vakuumapparates fortströmenden Luft gesorgt werden, indem man der Hauptverdampfungspfanne
die entsprechende Menge Luft zuführt. Die Menge der zuzuführenden Luft richtet sich nach der Temperatur, bei
der die Flüssigkeit in der Hauptverdampfungspfanne verdampft werden soll. Je höher diese
Temperatur ist, desto weniger Luft ist einzuleiten. Sowohl die frische als auch die im
geleitet
Kreislauf in den Hauptverdampfer einzuleitende Luft wird zweckmäßig auf die Temperatur,
bei der die Verdampfung erfolgt, vorgewärmt. Das Luftzuleitungsrohr kann z. B.
einfach auf genügende Länge durch den Fuchs werden.
Die Zeichnung zeigt schematisch eine Anordnung zur Ausführung des vorliegenden Verfahrens.
Die Hauptverdampfungspfanne P, die über offenem Feuer liegt, ist mit einer dichtschließenden Abdeckung A versehen, aus
welcher durch einen Exhaustor E das sich bildende Luft- und Dampfgemisch abgesaugt
und in den Heizkörper eines Vakuumapparates gefördert wird. Hier wird infolge der Wärmeabgabe
der größte Teil des Dampfes kondensieren. Das übrigbleibende Luftdampfgemisch kann nun entweder über die Klappe D ins
Freie abgelassen oder aber über die Klappe F in den Verdampfungsraum der Hauptpfanne P
geleitet werden, so daß die ganze in dem Gemisch enthaltene Wärme nutzbar gemacht
wird. Bei Rückleitung des in der Hauptsache aus Luft bestehenden Gemisches aus den Heizkörpern des Vakuumapparates in den
Verdampfungsraum A, empfiehlt es sich, dasselbe auf die in diesem Raum herrschende
Temperatur vorzuwärmen, um Kondensationsverluste zu vermeiden. Der Vakuumapparat V,
in welchem beispielsweise dieselbe Flüssigkeit, wie in der Pfanne P zur Verdampfung gelangen
soll, steht zwecks Erzeugung eines Unterdruckes über den Kondensator C, in welchem
die sich in V bildenden Dämpfe kondensieren, mit einer Luftpumpe M in Verbindung.
Statt eines Vakuum apparat es können auch mehrere hintereinander angeordnet werden.
Siedet die Sole bei Temperaturen über 100 °, so ändert auch dieses an dem Verfahren nichts.
Claims (2)
1. Verfahren zur Verdampfung von Salzlösungen, dadurch gekennzeichnet, daß die
sich aus einer Hauptverdampfungspfanne entwickelnden Dämpfe in Mischung mit Luft durch Ventilatoren oder auf andere
mechanische Weise in die Heizkammer eines Vakuumapparates übergeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das der Heizkammer
des Vakuumapparates entströmende Luftdampfgemisch nach etwaiger Vorwärmung in den Dampfraum des Haupt Verdampfers
zurückgeleitet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE256334T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE256334C true DE256334C (de) |
Family
ID=5966301
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT256334D Active DE256334C (de) |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE256334C (de) |
| FR (1) | FR432213A (de) |
-
0
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-
1911
- 1911-07-13 FR FR432213A patent/FR432213A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR432213A (fr) | 1911-12-01 |
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