DE2550156A1 - Verfahren zur herstellung von polyisocyanatgemischen mit blockierten isocyanatgruppen - Google Patents
Verfahren zur herstellung von polyisocyanatgemischen mit blockierten isocyanatgruppenInfo
- Publication number
- DE2550156A1 DE2550156A1 DE19752550156 DE2550156A DE2550156A1 DE 2550156 A1 DE2550156 A1 DE 2550156A1 DE 19752550156 DE19752550156 DE 19752550156 DE 2550156 A DE2550156 A DE 2550156A DE 2550156 A1 DE2550156 A1 DE 2550156A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- isocyanate groups
- groups
- molecular weight
- blocked
- reaction
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
- C08G18/00—Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
- C08G18/06—Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
- C08G18/70—Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen characterised by the isocyanates or isothiocyanates used
- C08G18/72—Polyisocyanates or polyisothiocyanates
- C08G18/80—Masked polyisocyanates
- C08G18/8003—Masked polyisocyanates masked with compounds having at least two groups containing active hydrogen
- C08G18/8006—Masked polyisocyanates masked with compounds having at least two groups containing active hydrogen with compounds of C08G18/32
- C08G18/8009—Masked polyisocyanates masked with compounds having at least two groups containing active hydrogen with compounds of C08G18/32 with compounds of C08G18/3203
- C08G18/8032—Masked aliphatic or cycloaliphatic polyisocyanates not provided for in one single of the groups C08G18/8016 and C08G18/8025
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
- C08G18/00—Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
- C08G18/06—Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
- C08G18/70—Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen characterised by the isocyanates or isothiocyanates used
- C08G18/72—Polyisocyanates or polyisothiocyanates
- C08G18/80—Masked polyisocyanates
- C08G18/8061—Masked polyisocyanates masked with compounds having only one group containing active hydrogen
- C08G18/8093—Compounds containing active methylene groups
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Polyurethanes Or Polyureas (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
- Paints Or Removers (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Polyisocyanatgemischen mit blockierten
Isocyanatgruppen, diese Polyisocyanatgemische enthaltende
Bindemittel/sowie die Verwendung der neuen Polyisocyanatgemische als Isocyanatkomponente in Polyurethan-Einbrennlacken.
Polyisocyanate mit blockierten Isocyanatgruppen sowie ihre
Verwendung in Polyurethanlacken sind bekannt (vgl. z.B. KUNSTSTOFF-HANDBUCH, Band VII, Polyurethane, Carl Hanser
Verlag München (1966), Seiten 11-13, 21 ff.). Für die Verwendung derartiger blockierter Polyisocyanate in Polyurethanlacken
werden an die blockierten Polyisocyanate folgende Hauptanforderungen gestellt:
1) relativ niedrige Abspalttemperaturen bei möglichst kurzer Einbrenndauer
2) keine oder nur geringe Vergilbung beim Einbrennen und kurzzeitigen Ueberbrennen
3) möglichst universelle Verträglichkeit mit den Reaktionspartnern
Le A 16 767
709820/0861
4) ein wenig oder besser nicht toxisches Blockiermittel mit möglichst geringem Molekulargewicht, damit nicht
zuviel Ballast in den Lack und beim Einbrennen in die Abluft gerät.
Die blockierten Polyisocyanate bzw. die Abspalter-Systeme des Standes der Technik erfüllen jedoch die o.a. Anforderungen
jeweils nur zum Teil. Polyurethane auf Basis von Phenol-blockierten aromatischen Polyisocyanaten neigen
beispielsweise zur Vergilbung und weisen eine schlechte Wetterfestigkeit auf. Aliphatische bzw. cycloaliphatische
Polyisocyanate weisen zwar diesen Nachteil nicht auf; es wurden jedoch noch keine blockierte Polyisocyanate mit aliphatisch
gebundenen Isocyanatgruppen aufgefunden, die mit praktisch allen gängigen PoIyhydroxy!verbindungen der Polyurethanchemie
verträglich sind. Auch die blockierten Polyisocyanate der DT-OS 2 342 603 erfüllen bezüglich ihrer
Verträglichkeit mit den Polyhydroxy!verbindungen noch
nicht alle Anforderungen der Praxis (vgl. Vergleichsbeispiele 1 und 8) . Ein nicht zu unterschätzender Nachteil der blockierten
Polyisocyanate der DT-OS 2 342 603 ist darüberhinaus in dem Umstand zu sehen, daß zu ihrer Herstellung ein Monomeren-,
freies Biuretpolyisocyanat zur Verfügung stehen muß, welches seinerseits nur durch eine verhältnismäßig umständliche
Zweistufen-Operation (Herstellung eines Gemisches aus Biuretpolyisocyanat und monomerem Diisocyanat und anschließender
Entfernung des monomeren Diisocyanats) zugänglich ist.
Le A 16 767 - 2 -
709820/0861
Durch die vorliegende Erfindung wird nun ein zum Vergleich des Verfahrens der DT-OS 2 342 603 wesentlich vereinfachter
Weg zu blockierten Polyisocyanaten mit aliphatisch bzw. cycloaliphatisch gebundenen (blockierten) Isocyanatgruppen
gewiesen, welche allen oben unter 1) - 4) genannten Anforderungen der Praxis in optimaler Weise genügen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von in Lacklösungsmitteln leicht löslichen PoIyisocyanatgemisehen
mit blockierten Isocyanatgruppen, dadurch gekennzeichnet, daß man Polyhydroxy!verbindungen des Molekulargewichtsbereichs
von 62 bis etwa 300 oder Gemische von Polyhydroxyverbindungen eines mittleren Molekulargewichtes
von 62 bis ca. 300 mit 3-Isocyanatomethyl-3,5,5-trimethylcyclohexylisocyanat
unter Bildung eines Urethangruppen und freie Isocyanatgruppen aufweisenden Reaktionsgemisches umsetzt,
wobei die Mengenverhältnisse der Reaktionspartner so gewählt werden, daß im Reaktionsgemisch pro Hydroxylgruppe
2-12 Isocyanatgruppen vorliegen und man die freien Isocyanatgruppen des Reaktionsgemisches durch Umsetzung mit
Blockierungsmitteln mit gegenüber Isocyanatgruppen reaktionsfähigen Methylengruppen blockiert.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein bei Raum·«*
temperatur lagerstabiles als Bindemittel für Einbrennlacke geeignetes Gemisch enthaltend
a) mindestens eine Polyhydroxylverbindung des Molekulargewi
chtsbereichs 400-50.000, gegebenenfalls im Gemisch mit Polyhydroxyverbindungen eines unter 400
liegenden Molekulargewichts und
b) eine Polyisocyanatkomponente mit blockierten Isocyanatgruppen, wobei die Mengenverhältnisse der Komponenten
a) und b) einem Äquivalentverhältnis von Hydroxylgruppen der Komponenten a) zu den blockierten Isocyanatgruppen
der Komponenten b) von 0,8 : 1 bis 1,6 : 1 entsprechen, dadurch gekennzeichnet, daß als Komponente b) ein nach
diesem Verfahren erhältliches Polyisocyanatgemisch verwendet wird.
Le A 16 767 - 3 -
709820/0861
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist schließlich auch die Verwendung der nach diesem Verfahren erhältlichen PoIy*^
isocyanatgemische mit blockierten Isocyanatgruppen als
PoIyisocyanat-Komponente in Polyurethan-Einbrennlacken.
PoIyisocyanat-Komponente in Polyurethan-Einbrennlacken.
Ausgangsmaterialien für das erfindungsgemäße Verfahren sind:
1) S-Isocyanatomethyl-S,5,S-trimethyl-cyclohexylisocyanat,
nachstehend auch "Isophorondiisocyanat" oder "IPDI" genannt;
2) Polyhydroxy !verbindungen des Molekulargewichtsbereiches
62 bis etwa 300 bzw. Gemische von Polyhydroxy !verbindungen
eines mittleren Molekulargewichts von 62 bis etwa 300;
3) Blockierungsmittel mit gegenüber Isocyanatgruppen reaktionsfähigen
C-H-Gruppierungen.
Für das erfindungsgemäße Verfahren geeignete Polyhydroxylverbindungen
sind alle beliebigen, gegebenenfalls Ätherbrücken aufweisenden Polyole, insbesondere Di- oder Triole
mit aliphatisch oder cycloaliphatisch gebundenen Hydroxylgruppen des Molekulargewichtsbereichs 62 bis etwa 300, vorzugsweise
62 bis 200 wie z.B. Äthylenglykol, 1,2-Propylenglykol,
1,3-Propylenglykol, Di-äthylenglykol, 1,4-Butylenglykol,
Pentandiol und Neopentylglykol, Triole, z.B.
Trimethyloläthan, TrimethyIo!propan, Trimethylolbutan,
1,2t6-Hexantriol und Glycerin. Diese niedrig molekularen
Polyole können allein oder in Mischung verwendet werden. Besonders bevorzugt sind Triole wie insbesondere Trimethylolpropan.
Trimethyloläthan, TrimethyIo!propan, Trimethylolbutan,
1,2t6-Hexantriol und Glycerin. Diese niedrig molekularen
Polyole können allein oder in Mischung verwendet werden. Besonders bevorzugt sind Triole wie insbesondere Trimethylolpropan.
Die Reaktion zwischen IPDI und dem niedrigmolekularen Polyol wird bevorzugt in Abwesenheit eines Lösungsmittels durchgeführt.
Sie kann jedoch auch in Lösungsmitteln durchgeführt werden, die keine aktiven Wasserstoffatome enthalten, z.B.
in Äthylacetat, Butylacetat, Methyläthylketon, Toluol, Xylol, etc.
Le A 16 767 - 4 -
709820/0861
Für die Umsetzung werden IPDI und das niedrigmolekulare Polyol in solchen Mengen verwendet, daß das NCO/OH-Äquivalent-Verhältnis
2-12, vorzugsweise 4-12, beträgt.
Die Reaktionszeit beträgt im allgemeinen etwa 15 Min. bis 4 Stunden bei
einer Reaktionstemperatur von etwa 50 bis 1500C, vorzugsweise
80 - 1OO°C.
Bei dieser Reaktion werden alle OH-Gruppen des niedrigmolekularen Polyols mit dem IPDI umgesetzt, während die überschüssige
Isocyanatverbindung nicht umgesetzt wird. Zur Beschleunigung der NCO-OH-Reaktion können dem Reaktionsgemisch auch Katalysatoren zugesetzt werden. Als Katalysatoren
kommen organische Metallverbindungen, insbesondere org. Zinnverbindungen in Betracht, vorzugsweise Zinn (II)-Salze
von Carbonsäuren, wie Zinn(II)-acetat, Zinn (II)-laurat und Dialkyl-Zinn-Salze von Carbonsäuren, wie z.B.
Dibutyl-zinn-diacetat, Dibutyl-zinn-dilaurat, Dibutylzinn-maleat
oder Dioctyl-zinn-diacetat.
Erfindungsgemäß bevorzugt wird jedoch eine katalysatorfreie Umsetzung.
Ein großer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens beruht auf der Tatsache, daß das durch Umsetzung eines Diisocyanats
mit einem niedrigmolekularen Polyol im erfindungsgemäß bevorzugten NCO/OH-Verhältnis von 4 bis 12 erhaltene Reaktionsprodukt
nicht zum Zwecke der Monomeren-Abtrennung per Dünnschichtdestillation oder durch Lösungsmittelextraktion
nachbehandelt werden muß.
Le A 16 767 - 5 -
709820/0861
Das in dieser Weise erhaltene Addukt von IPDI mit dem
niedrigmolekularen Polyol wird vielmehr direkt mit einem Blockierungsmittel für Isocyanate umgesetzt. Theoretisch sollte zwar
das Isocyanatblockiermittel in einer Menge von 1 Mol pro Isocyanatäquivalent verwendet werden, es ist jedoch zweckmäßig,
etwa 98 bis 110 % der theoretisch erforderlichen Menge des Blockiermittels zu verwenden.
Von den literaturbekannten Blockierungsmitteln sind die Methylen-aktiven Verbindungen, wie z.B. Malonsäuredimethyl^
ester, Malonsäurediäthylester, Acetessigsäureäthylester und Acetylaceton bevorzugt; besonders bevorzugt wird Malonsäurediäthylester
eingesetzt, da er besonders viele Vorteile in Bezug auf die Rückspaltgeschwindigkeit, Verträglichkeit,
geringe Vergilbungstendenz und Physiologie aufweist. Die Blockier-Reaktion wird durch organische Alkali-Verbindungen
katalysiert, z.B. Natriumäthylat, Natriummalonat. Es werden Alkaliverbindungen bevorzugt, die in dem Blockiermittel
Malonsäurediäthylester löslich sind. Ein erfindungsgemäß bevorzugter Katalysator ist Natriumphenolat. Der Katalysator
wird vorzugsweise in einer Menge von 0,1 % bis 2 %, besonders bevorzugt 0,1 bis 0,5 %, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Reaktionskomponenten eingesetzt.
Die Addition des Malonsäurediäthylesters an das durch partielle Umsetzung mit einem niedrigmolekularen Polyol
modifizierte IPDI wird vorzugsweise unter Stickstoff und bei Feuchtigkeitsausschluß durchgeführt.
Vorzugsweise wird die erfindungsgemäße Reaktion so durchgeführt, daß der Katalysator im Malonsäurediäthylester
Le A 16 767 - 6 -
7Q9820/0861
gelöst und das Isocyanatgemisch kontinuierlich eingetropft
wird. Die Temperatur steigt dabei von Raumtemperatur (bevorzugte Ausgangstemperatur) bis auf ca. 80 — 90 C an.
Eine obere Temperaturgrenze von 95°C sollte möglichst nicht überschritten werden, da dann mit unkontrollierten
Nebenreaktionen, die Verfärbungen und eine unerwünschte Viskositätserhöhung bewirkende Vernetzung verursachen, zu
rechnen ist.
Die Zugabe des modifizierten Isocyanats kann beispielsweise in 1 bis 2 Stunden erfolgen, um die Wirksamkeit des Katalysators
voll zu nutzen. Um eine möglichst vollständige Blockierung zu erreichen, wird die weitere Umsetzung bei
ca. 90 C durchgeführt. Je nach Ansatzgröße ist die Blokkier-Reaktion
nach ca. 2 bis 3 Stunden beendet, d.h. der Gehalt an freien Isocyanatgruppen ist auf unter 0,5 Gew.-%
abgesunken. Der NCO-Wert fällt unter anderem durch Nachreaktion bei Raumtemperatur binnen weniger Tage auf Null.
Es ist überraschend, daß es mit dem erfindungsgemäß bevorzugten Katalysator - Natriumphenolat - gelingt, relativ
mäßig viskose blockierte Isocyanat-Addukte darzustellen,
da Natriumphenolat ein bekannter Katalysator für Isocyanat-Trimerisierungsreaktionen
ist.
Es war daher zu erwarten, daß unter den gegebenen Reaktionsbedingungen
ebenfalls außerordentlich uneinheitliche und schwerlösliche Produkte mit Isocyanuratgehalt entstehen
würden, überraschenderweise wurde jedoch gefunden, daß man in reproduzierbarer Weise relativ mäßig viskose,
jedoch in Lacklösungsmitteln sehr leicht lösliche Malonester-Addukte
erhält.
Le A 16 767 - 7 -
709820/0861
Die beschriebene Ausführungsform des erfindungsgemäßen
fahrens zur Darstellung der blockierten Isocyanatkomponente
ist ein Zweistufenverfahren. Im ersten Schritt erfolgt die Modifizierung des IPDI durch partielle Umsetzung des Isocyanats
mit einem niedrigmolekularen Polyol, dem sich in einer nachgeschalteten Reaktion die Blockierung anschließt.
Da bei der Blockier-Reaktion zweckmäßig das modifizierte Isocyanat dem Blockiermittel zudosiert wird, ist man auf
2 Reaktionsgefäße angewiesen.
Gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens kann man die blockierte Isocyanatkomponente auch in einem Eintopfverfahren aus den Einzelkomponenten
IPDI, niedrigmolekulares Polyol, Malonsäurediäthylester und dem alkalischen Katalysator darstellen, wobei
man überraschenderweise hellere, nur mäßig viskosere Produkte erhält, die überhaupt keine Rotstichigkeit mehr
zeigen, wie sie von Fall zu Fall beim Zweistufenverfahren auftreten kann.
An der Stöchiometrie der Ausgangsmaterialien ändert sich im Vergleich zum Zweistufenverfahren nichts. In einer
bevorzugten Form der zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird der Katalysator, z.B. Natriumphenolat im Blockiermittel gelöst, wobei die
Menge an Blockierungsmittel sich bezieht auf die leicht zu errechnende, nach der Polyol/IPDI-Addukt-Bildung noch
vorhandene Isocyanatkonzentration und man zweckmäßig
wieder eine Menge an Blockierungsmittel zwischen 98 % und 110 % der theoretisch erforderlichen Menge einsetzt.
Le A 16 767 - 8 -
709820/0861
Der Lösung des Katalysators im Blockiermittel wird dann
eine Menge an niedrigmolekularem Polyol zugesetzt, die einem NCO/OH-Verhältnis von wenigstens 2, vorzugsweise
4-12 entspricht. Es ist dabei unerheblich, ob sich das verwendete Polyol in der Lösung des Katalysators im
Blockiermittel bei Raumtemperatur löst oder nicht. In diese Lösung bzw. Mischung, bestehend aus Blockiermittel,
Katalysator und niedrigmolekularem Polyol, tropft man anschließend, vorzugsweise unter Rühren, das IPDI ein. Die
Reaktxonstemperatur steigt dabei von Raumtemperatur (bevorzugte Ausgangstemperatur) auf ca. 80-90 C, wobei auch
hier eine obere Temperatur von 95°C nicht überschritten werden sollte. Die Zugabe des IPDI erfolgt zweckmäßig in
einem Zeitraum von 1 bis 2 Stunden. Die Nachreaktion bei 90°C kann bei einem freien NCO-Gehalt von 0,5 Gew.-% abgebrochen
werden. Sie ist gewöhnlich nach 2 bis 3 Stunden beendet.
Selbstverständlich kann das erfindungsgemäße Verfahren auch
dahingehend abgewandelt werden, daß die Gesamtmenge des Polyols mit einer Teilmenge des IPDI in einer ersten Stufe
umgesetzt wird und nach beendeter Reaktion das Blockierungsmittel und der Katalysator zugeführt wird. Anschließend
tropft man in diese Lösung die Restmenge IPDI und bringt die Blockierungsreaktion zum Abschluß.
Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltene blockierte IPDI/Polyol-Addukt erfüllt in optimaler Weise die Forderungen,
die an eine blockierte Isocyanatkomponente in Polyurethan-Einkomponenten-Einbrennlacken
gestellt werden und liefert zusammen mit gegenüber Isocyanatgruppen reaktionsfähige
Wasserstoffatome aufweisenden Verbindungen bei universeller Verträglichkeit hochwertige Lacke und Anstriche,
Le A 16 767 - 9 -
709820/0861
41
Die erfindungsgemäßen Verfahrensprodukte stellen wertvolle Polyisocyanat-Komponenten für Polyurethan-Einbrennlacke dar.
Bei dieser bevorzugten Verwendung der erfindungsgemäßen Verfahrensprodukte werden diese zur Herstellung eines Hitzevernetzbaren
Bindemittels mit den an sich bekannnten im Sinne der Isocyanat-Additionsreaktion mindestens difunktionellen
Verbindungen mit gegenüber Isocyanatgruppen reaktionsfähigen
Gruppen, vorzugsweise Hydroxylgruppen kombiniert. Hierbei werden die Mengenverhältnisse der Komponenten vorzugsweise
so gewählt, daß im Bindemittel pro Isocyanat-reaktiver Gruppe der letztgenannten Komponenten 0,8 bis 1,6, vorzugsweise
1,0 bis 1,1 mit Methylen-aktiven Verbindungen blokkierte Isocyanatgruppen vorliegen. Bereits bei der Herstellung
der erfindungsgemäßen Bindemittel können die bei ihrer späteren Verwendung ohnehin erforderlichen Lacklösungsmittel
mitverwendet werden.
Die in den erfindungsgemäßen Bindemitteln vorliegenden Verbindungen
mit mindestens zwei gegenüber Isocyanatgruppen reaktionsfähigen Wasserstoffatomen weisen im allgemeinen
ein Molekulargewicht von etwa 400 bis etwa 50.000, vorzugsweise 400 bis 4.000 auf. Die gleichzeitige Mitverwendung
von niedermolekularen Polyolen eines unter 400 liegenden Molekulargewichts ist jedoch auch möglich.
Wesentlich ist allein, daß die eingesetzten Verbindungen unter den Einbrennbedingungen nicht flüchtig sind.
Bevorzugte Verbindungen mit gegenüber Isocyanatgruppen reaktionsfähigen
Wasserstoffatomen sind die an sich bekannten Polyesterpolyole des Molekulargewichtsbereichs 400 bis 4,000
und einer Hydroxylzahl von 80 bis 600, Polyätherpolyole des
Molekulargewichtsbereichs 400 bis 4.000 und einer Hydroxylzahl von 50 bis 600 sowie Hydroxylgruppen aufweisende Polyacrylate des Molekulargewichtsbereichs 400 bis 50.000, insbesondere 1000 bis 10.000 mit einer Hydroxylzahl von etwa 8
bis 300.
Le A16 767 - 10 -
7Q982Q/0861
Außer diesen bevorzugten Polyhydroxy!verbindungen kommen
erfindungsgemäß auch z.B. beliebige, mindestens difunktionelle Aminogruppen, Tiolgruppen oder Carboxylgruppen aufweisende Verbindungen wie z.B. Polyhydroxypolyacetale, Polyhydroxypolycarbonate,
Polyhydroxypolyesteramide oder endständige Hydroxylgruppen oder Sulfhydrylgruppen aufweisende PoIytioäther
in Betracht.
Die infrage kommenden Hydroxylgruppen aufweisenden Polyester sind z.B. Umsetzungsprodukte von mehrwertigen, vorzugsweise
zweiwertigen und gegebenenfalls zusätzlich dreiwertigen Alkoholen mit mehrwertigen, vorzugsweise zweiwertigen,
Carbonsäuren. Anstelle der freien Polycarbonsäuren können auch die entsprechenden Polycarbonsäureanhydride oder entsprechende
Polycarbonsäureester von niedrigen Alkoholen oder deren Gemische zur Herstellung der Polyester verwendet
werden. Die Polycarbonsäuren können aliphatischer, cycloaliphatischer, aromatischer und/oder heterocyclischer
Natur sein und gegebenenfalls, z.B. durch Halogenatome,
substituiert und/oder ungesättigt sein. Als Beispiele hierfür seien genannt: Bernsteinsäure, Adipinsäure, Korksäure,
Azelainsäure, Sebacinsäure, Phthalsäure, Isophthalsäure, Trimellitsäure, Phthalsäureanhydrid, Tetrahydrophthalsäureanhydrid,
Hexahydrophthaisäureanhydrid, Tetrachlorphthalsäureanhydrid,
Endomethylentetrahydrophthalsäureanhydrid, Glutarsäureanhydrid, Maleinsäure, Maleinsäureanhydrid,
Fumarsäure, dimere und trimere Fettsäuren wie ölsäure,
gegebenenfalls in Mischung mit monomeren Fettsäuren, Terephthalsäuredimethylester und Terephthalsäure-bisglykolester.
Le A 16 767 - 11 -
70982Q/0861
2550Ί56 AH
Als mehrwertige Alkohole kommen ζ.B, Äthylenglykolf Propylen'-glykol-(1,2)
und -(1,3), Butylenglykol-(1,4) und -(2,3),
Hexandiol-(1,6), Octandiol-(1,8), Neopentylglykol, Cyclohexandimethanol
(1^-Bis-hydroximethylcyclohexan), 2-Methyl-1,3-propandiol,
Glycerin, Trimethylolpropan,
Hexantriol-(1,2,6) , Butantriol-(1,2,4), Trimethyloläthan, Pentaerythrit, Chinit, Mannit und Sorbit, Methylglykosid,
ferner Diäthylenglykol, Triäthylenglykol, Tetraäthylenglykol, Polyäthylenglykole, Dipropylenglykol,
Polypropylenglykole, Dibutylenglykol und PoIybutylenglykole in Frage. Die Polyester können anteilig
endständige Carboxylgruppen aufweisen. Auch Polyester aus Lactonen, z.B. £,-Caprolacton oder Hydroxicarbonsäuren,
z.B. UD-Hydroxicapronsäure oder Hydroxipivalinsäure, sind
einsetzbar.
Auch die erfindungsgemäß in Frage kommenden, mindestens
zwei, in der Regel 2 bis 8, vorzugsweise 2 bis 3 Hydroxylgruppen aufweisenden Polyäther sind solche der an sich bekannten
Art und werden z.B. durch Polymerisation von Epoxiden wie Äthylenoxid, Propylenoxid, Butylenoxid, Tetrahydrofuran,
Styroloxid oder Epichlorhydrin mit sich selbst, z.B. in
Gegenwart von Bortrifluorid, oder durch Anlagerung dieser Epoxide, gegebenenfalls im Gemisch oder nacheinander, an
Startkomponenten mit reaktionsfähigen Wasserstoffatomen wie Alkohole, Amine, z.B. Wasser, Äthylenglykol, Propylenglykol-(1,3)
, Trimethylolpropan, 4,4'-Dihydroxi-diphenylpropan,
Anilin, Ammoniak, Äthanolamin und Äthylendiamin hergestellt. Auch Sucrosepolyäther, wie sie z.B. in den
deutschen Auslegeschriften 1 176 358 und 1 064 938 beschrieben werden, kommen erfindungsgemäß in Frage.
Le A 16 767 - 12 -
709820/0861
Vielfach sind solche Polyäther bevorzugt, die überwiegend (bis zu 90 Gew.-%, bezogen auf alle vorhandenen OH-Gruppen
im Polyäther) primäre OH-Gruppen aufweisen. Auch durch Vinylpolymerisate modifizierte Polyäther, wie sie z.B.
durch Polymerisation von Styrol oder Acrylnitril in Gegenwart von Polyäthern entstehen (US P 3 381 351, 3 304 273,
3 523 093, 3 110 695, deutsche Patentschrift 1 152 536),
sind ebenfalls geeignet, ebenso OH-Gruppen aufweisende Polybutadiene.
Als Polyacetale kommen z.B. die aus Glykolen, wie Diäthylenglykol,
Triäthylenglykol, 4,4'-Dioxäthoxydiphenyldimethylmethan,
Hexandiol und Formaldehyd herstellbaren Verbindungen in Frage. Auch durch Polymerisation cyclischer Acetale
lassen sich erfindungsgemäß geeignete Polyacetale herstellen.
Als Hydroxylgruppen aufweisende Polycarbonate kommen solche
der an sich bekannten Art in Betracht, die z.B. durch Umsetzung von Diolen wie Propandiol-(1*3), Butandiol-(1,4)
und/oder Hexandiol-(1,6), Diäthylenglykol, Triäthylenglykol,
Tetraäthylenglykol mit Diarylcarbonaten, z.B. mit Diphenylcarbonat
oder Phosgen hergestellt werden können.
Zu den Polyesteramiden und Polyamiden zählen z.B. die aus mehrwertigen gesättigten und ungesättigten Carbonsäuren
bzw. deren Anhydriden und mehrwertigen gesättigten und ungesättigten Aminoalkoholen, Diaminen, Polyaminen und ihre
Mischungen gewonnenen, vorwiegend linearen Kondensate.
Auch bereits Urethan- oder Harnstoffgruppen enthaltende
Polyhydroxylverbindungen sowie gegebenenfalls modifizierte natürliche Polyole, wie Rizinusöl, Kohlenhydrate, Stärke
Le A 16 767 . -13 -
709820/0861
2550Ί56
sind verwendbar. Auch Anlagerungsnrodukte von Alkylenoxiden
an Phenol-Formaldehyd-Harze oder auch an Harnstoff-Formaldehydharze sind erfindungsgemäß einsetzbar.
Die neben den Polyesterpolyolen und Polyätherpolyolen ebenfalls bevorzugten Hydroxylgruppen aufweisenden Polyacrylate
werden hergestellt durch Polymerisation von Verbindungen der allgemeinen Formel
CH
CH =C-CO-O-R-OH bzw. CH2=CH-CO-O-R-OH
worin R ein niedriger Alkylenrest mit 2 bis 6 C-Atomen ist oder durch Copolymerisation dieser Verbindungen mit anderen
polymerisierbaren äthylenisch ungesättigten Verbindungen mit 2 bis 10 C-Atomen im Molekül (z.B. Styrol, Acrylsäure,
Dibutylfumarat, Methacrylsäure, Acrylsäureester, Methacrylsäureester,
Äthylen, Propylen, Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, Butadien, Isopren und Vinylacetat). Die Zahl der OH-Gruppen
im Molekül der Homopolymeren oder Copolymeren dieser Klasse kann in Abhängigkeit von der Art des oder der verwendeten Ausgangsmonomeren
sowie vom Polymerisationsgrad in einem weiten Bereich liegen, jedoch werden vorzugsweise in den erfindungsgemäßen
Bindemitteln Polymerisate mit 2-20 OH-Gruppen, in einer erfindungsgemäß besonders bevorzugten Form Polymerisate
mit 4 bis 12 OH-Gruppen im Molekül verwendet.
Le A 16 767 - 14 -
09 820/0861
Als spezielle Beispiele von Polymerisaten dieser Klasse f
die verwendet werden können, sind Homopolymerisate von Verbindungen der vorstehenden Formeln mit einem Polymerisationsgrad
von etwa 5 bis 15 und Copolymerisate der Verbindungen der vorstehenden Formeln mit einem oder
mehreren polymerisierbaren, monoäthylenisch ungesättigten Monomeren zu nennen, wobei der Gehalt an Verbindungen an
vorstehenden Formeln in den Copolymerisaten etwa 5 bis 95 Gew.-Teile und das Molekulargewicht der Copolymerisate
innerhalb der o.g. Bereiche liegt. Diese Polymerisate vom Acryltyp können nach Verfahren hergestellt werden, die beispielsweise
in der US-Patentschrift 3 028 367 beschrieben werden.
Vorzugsweise wird, wie bereits dargelegt, bei der Herstellung der Bindemittel durch Vermischen der Polyisocyanatkomponenten
mit der Komponenten mit gegenüber Isocyaiiatgruppen
reaktionsfähigen Gruppen ein Lacklösungsmittel bzw. Lacklösungsmittelgemisch mitverwendet. Vorzugsweise verbleibt
dieses Lösungsmittel bzw. Lösungsmittelgemisch in dem Bindemittel bis zu dessen Verwendung. Es ist jedoch selbstverständlich
auch möglich, lediglich zum Zweck der innigen Vermischung der Bindemittelkomponenten, ein Lösungsmittel
mitzuverwenden und dieses anschließend (im Vakuum) abzudestillieren,
wodurch ein gebrauchsfertiges Bindemittelgemisch in lösungsmittelfreier Form erhalten wird, welches
zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt erneut in Lacklösungsmitteln gelöst werden kann.
Le A 16 767 - 15 -
709820/0861
Geeignete Lösungsmittel sind ζ. Β, Toluolf Xylol f Butylacetat,
Äthylacetat, Äthylenglykol-monoäthyläther-^acetat, Methyläthylketon
oder Methylisobutylketon bzw. beliebige Gemische derartiger Lösungsmittel.
In den gebrauchsfertigen Lacken unter Verwendung der erfindungsgemäßen
Bindemittel liegen die Lösungsmittel im allgemeinen in solchen Mengen vor, daß der Gehalt an nicht
flüchtigen Bindemittelbestandteilen nicht geringer als 20 Gew.-% und bevorzugt etwa 30 - 50 Gew,-% beträgt.
Den Lacken und Anstrichmitteln auf Basis der erfindungsgemäßen
Bindemittel können nach Bedarf Zusatzstoffe wie Härtungskatalysatoren, Pigmente, Farbstoffe und Verlaufshilfsmittel zugesetzt werden.
Die unter Verwendung der erfindungsgemäßen Bindemittel hergestellten
Lacke und Anstrichmittel können als Polyurethan-Einkomponenten-Einbrennlacke
lange Zeit als solche bei Raumtemperatur gelagert werden, ohne daß Gelbildung oder andere
unerwünschte Veränderungen auftreten. Sie können nach Bedarf auf eine geeignete Konzentration verdünnt und nach
den üblichen Verfahren, z.B. durch Spritzauftrag oder Streichen aufgetragen und auf Temperaturen von gewöhnlich
100 - 150°C, bevorzugt 120 ]
den Anstrichfilm zu härten.
den Anstrichfilm zu härten.
100 - 150°C, bevorzugt 120 bis 130°C erhitzt werden, um
Die Lacke können als Überzugsmittel für den Grund- oder
Deckanstrich der verschiedensten Substrate verwendet werden.
Le A 16 767 - 16 -
709820/0861
2550158
Die mit ihnen gebildeten gehärteten Anstrichfilme zeigen
gleichmäßige und ausgezeichnete mechanische und chemische Eigenschaften und Wetterfestigkeit, insbesondere Härte,
hohe Schlagelastizität und einen hervorragenden und dauerhaften Glanz ohne Vergilbungserscheinungen.
gleichmäßige und ausgezeichnete mechanische und chemische Eigenschaften und Wetterfestigkeit, insbesondere Härte,
hohe Schlagelastizität und einen hervorragenden und dauerhaften Glanz ohne Vergilbungserscheinungen.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhältlichen PoIyisocyanatgemische
mit blockierten Isocyanatgruppen eignen sich insbesondere wegen ihrer universellen Verträglichkeit
mit allen technisch wichtigen gegenüber Isocyanatgruppen
reaktiven Wasserstoffatomen aufweisenden Verbindungen und der niedrigen Abspalttemperatur - hierunter ist die Temperatur zu verstehen, bei welcher die blockierten Polyisocyanatgemische in Kombination mit Verbindungen mit gegenüber Isocyanatgruppen reaktionsfähigen Gruppen unter Abspaltung des Blockierungsmittels mit den Verbindungen mit gegenüber Isocyanatgruppen reaktionsfähigen Gruppen in Reaktion
treten - von ca. 120 - 130°C auch beispielsweise als
Additiv für andere Lacksysteme, in welchen Bindemittelkomponenten mit aktiven Wasserstoffatomen vorliegen, um
deren Eigenschaften insbesondere hinsichtlich Glanz, Härte, Schlagelastizität und Vergilbungsresistenz optimal zu verbessern.
reaktiven Wasserstoffatomen aufweisenden Verbindungen und der niedrigen Abspalttemperatur - hierunter ist die Temperatur zu verstehen, bei welcher die blockierten Polyisocyanatgemische in Kombination mit Verbindungen mit gegenüber Isocyanatgruppen reaktionsfähigen Gruppen unter Abspaltung des Blockierungsmittels mit den Verbindungen mit gegenüber Isocyanatgruppen reaktionsfähigen Gruppen in Reaktion
treten - von ca. 120 - 130°C auch beispielsweise als
Additiv für andere Lacksysteme, in welchen Bindemittelkomponenten mit aktiven Wasserstoffatomen vorliegen, um
deren Eigenschaften insbesondere hinsichtlich Glanz, Härte, Schlagelastizität und Vergilbungsresistenz optimal zu verbessern.
Le A 16 767 - 17 -
709820/0881
(Vergleichsbeispiel unter Verwendung des Polyiso cyanats gemäß Beispiel 2 der DT-OS 2 342 603),
Die gemäß Beispiel 2 der DT-OS 2 342 603 hergestellte Lösung eines Biuretpolyisocyanats mit Malonsäurediäthylester-blokkierten
Isocyanatgruppen wird mit den nachstehend zusammengestellten
Polyestern im NCO/OH-Äquivalentverhältnis 1 : 1 kombiniert. Das Gemisch wird mit einem Lösungsmittelgemisch
aus gleichen Volumenteilen Äthylglykolacetat/Xylol jeweils auf eines Viskosität von 2OOcP/2O°C verdünnt und anschließend
als Klarlack und in mit handelsüblichem Titandioxid-Weißpigment pigmentierter Form jeweils 30 Minuten bei 120°C
eingebrannt.
Polyester I Polyester II
Polyester III Polyester IV
Le A 16 767
Polyester auf Basis von31$Gew.-Teilen Phthalsäure/
2,1 Gew.-Teilen Maleinsäureanhydrid ,23,7Gew.-Teilen cL-Äthylhexansäure, 11,1
Gew.-Teilen Adipinsäure und43,73ew.-Teilen Trimethylolpropan (OH-Zahl 160-165)
Polyester auf Basis48,5sew.-Teilen Phthalsäureanhydrid,
20,Ecew.-Teilen Maleinsäureanhydrid
und51 /2cew. -Teilen Trimethylolpropan
(OH-Zahl 250-270)
Polyester auf Basis von43/)Gew.-Teilen Adipinsäure,
10,6Gew.-Teilen Phthalsäureanhydrid, 17,5 Gew.-Teilen Propylenglykol-1,2, 42,6 Gew.-Teilen
Trimethylolpropan und 3,2 Gew.-Teilen Trimethylolpropan-Vorlauf (OH-Zahl 280-300)
Polyester auf Basis von 58 Gew.-Teilen Adipinsäure, 6,3 Gew.-Teilen Phthalsäureanhydrid,
21 Gew.-Teilen Maleinsäureanhydrid,38,4 Gew.-Teilen Propylenglykol-1,2,13,9Gew.-Teile
Trimethylolpropan und 4,5Gew.-Teilen Trimethylolpropan-Vorlauf (OH-Zahl 160-175)
- 18 -
709820/0861
Polyester V
a) Polyester I
b) Polyester II c} Polyester III
d) Polyester IV
e) Polyester V
f) Polyester I + II
Polyester auf Basis 41,8Gew,-Teilen Phthalsäureanhydrid,
7,6 Gew.-Teilen Trimethylolpropan, 16,7Gew.-Teilen Hexandiol-1,6 und
33,9 Gew.-Teilen hydriertes Bisphenol A (OH-Zahl 65-70)
Klarlack pigmentierter Lack klar matt
klar
klar
trübe
trübe
klar
glänzend
matt
matt
matt
matt
Die Tabelle zeigt deutlich, daß das zum Vergleich herangezogene Malonester-blockierte Biuretpolyisocyanat nicht
universell mit Polyesterpolyolen verträglich ist und vor allem die pigmentierten Lackansätze bis auf eine Ausnahme
unbrauchbar sind.
In einem 4 Liter Dreihalskolben, der mit Rührer, Innenthermometer und Rückflußkühler versehen und mit Stickstoff
abgeschirmt ist, werden 134 g (1 Mol) Trimethylolpropan in 2,664 kg (12 Mol) Isophorondiisocyanat (NCO/OH-Verhältnis
=8:1) eingetragen und das Reaktionsgemisch wird 30 Min. bei 90°C gerührt. Der NCO-Gehalt des mit Trimethylolpropan
modifizierten Isophorondiisocyanats liegt anschließend bei 31,3 Gew.-%.
Le A 16 767
- 19 -
709820/0861
In einem 1 Liter Dreihalskolben, der mit Rührer, Innenthermometer und Kühler versehen und mit Stickstoff abgeschirmt
ist, werden bei Raumtemperatur 2,7 g Natriumphenolat (NaOPh) in 394 g (2,46 Mol) Malonsäurediäthylester gelöst. Zu der Lösung
tropft man binnen 40 Min. 300 g des modifizierten Isocyanats (31,3 Gew.-% = 2,24 NC0~Äquiv.).
Durch die exotherme Reaktion steigt die Kolbeninnentemperatur auf ca. 80°C an. Man rührt bei 90°C 2 Stunden nach und bricht
die Blockier-Reaktion bei einem NCO-Gehalt von 0,1 Gew.-% ab.
In einem 4 Liter Dreihalskolben, der mit Rührer, Innenthermometer und Rückflußkühler versehen und mit Stickstoff
abgeschirmt ist, werden 268 g (2 Mol) Trimethylolpropan in 2,664 kg (12 Mol) Isophorondiisocyanat eingetragen
(NCO/OH-Verhältnis =4 : 1) und das Reaktionsgemisch wird 4 Stunden bei 90°C gerührt. Durch Titration wird anschließend
der NCO-Gehalt zu 26,3 Gew.-% bestimmt.
In einem 1 Liter Dreihalskolben, der mit Rührer, Innenthermometer und Rückflußkühler versehen und mit Stickstoff abgeschirmt
ist, werden bei Raumtemperatur 2,5 g NaOPh in 316 g Malonsäurediäthylester (1,96 Mol) gelöst. Zu der Lösung
tropft man binnen 30 Min. 300 g des modifizierten Isocyanats (26,3 Gew.-% NCO = 1,88 NCO-Äquivalente) . Durch die exotherme
Reaktion steigt die Kolbeninnentemperatur auf ca. 75 C an. Man rührt 2,5 Stunden bei 90°C nach und bricht die
Reaktion bei einem NCO-Gehalt von - 0,1 Gew.-% ab.
Le A 16 767 - 20 -
709820/0861
In einem 4 Liter Dreihalskolben, der mit Rührer, Innenthermomotcr
und Kühler versehen und mit Stickstoff abgeschirmt ist, werdem 89,8 g (O,67 Mol) Trimethylolpropan in 2,664 g (12 Mol)
Isophorondiisocyanat eingetragen (NCO/OH-Verhältnis = 12 : 1)
und wird 1 Stunde bei 90°C gerührt. Durch Titration wird anschließend der NCO-Gehalt zu 33,8 Gew.-% bestimmt.
In einem 1 Liter Dreihalskolben, der mit Rührer, Innenthermometer und Rückflußkühler versehen und mit Stickstoff abgeschirmt
ist, werden bei Raumtemperatur 2,8 g NaOPh in 408 g (2,55 Mol) Malonsäurediäthylester gelöst. Zu der Lösung
tropft man binnen 60 Min. 300 g des modifizierten Isocyanats (33,8 Gew.-% NCO = 2,41 NCO-Äquivalente). Durch die
exotherme Reaktion steigt die Kolbeninnentemperatur auf ca. 90°C an. Man rührt 2 Stunden bei 90°C nach und bricht
die Reaktion bei einem NCO-Gehalt von - 0,2 Gew.-% ab.
In einem 1 Liter Dreihalskolben, der mit Rührer, Innenthermometer und Rückflußkühler versehen und mit Stickstoff abgeschirmt
ist, werden 2,2 g Natriumphenolat in 315,6 g
(1,97 Mol) Malonsäurediäthylester bei Raumtemperatur gelöst. Zu der Lösung gibt man 11,2 g (1/12 Mol) Trimethylolpropan
und tropft anschließend binnen 45 Min. 222 g (1 Mol) Isophorondiisocyanat hinzu. Dabei steigt die Reaktionstemperatur
auf ca. 90°C an. Man rührt noch 2 Stunden bei 90°C nach und bricht die Reaktion bei einem NCO-Gehalt von
0,4 Gew.-% ab. Durch Nachreaktion bei Raumtemperatur fällt der NCO-Gehalt binnen weniger Tage auf Null.
Le A 16 767 . - 21 -
709820/0861
Analog dem Beispiel 1 wurden die nach Beispiel 2-6 dargestellten blockierten Isocyanatkomponenten hinsichtlich Verträglichkeit
und Pigmentierfähigkeit getestet. In allen Fällen ergaben sich klare, glänzende Filme und Anstriche mit hohem
Wertniveau.
In den nachstehenden Beispielen 7 und 8 werden folgende
Polyhydroxy!verbindungen eingesetzt:
Polyhydroxy!verbindungen eingesetzt:
Polyhydroxylverbindung VI
Polyester auf Basis 25,8Gew.-Teilen Isophthalsäure, 25,8GeW.-Teilen Phthalsäure,
20,8 Gew.-Teilen Trimethylolpropan und27,5Gew.-Teilen Hexandiol
(OH-Zahl 165)
Polyhydroxylverbindung VII =? Polyester I
Polyhydroxylverbindung VIII Gemisch aus 60 Gew.-% Polyhydroxy-
polyacrylat (A) und 40 Gew.-% PoIyesterpolyol (B) (OH-Zahl: 100)
A: Copolymerisat aus Styrol, Butylacrylat, Hydroxibutylmethacrylat und
Acrylsäure
B: 22 Tie. verzweigte synthet. C1Q-Fettsäure,
22 TIe. Benzoesäure, 29,8 Tie. Phthalsäureanhydrid, 1,7 Tie.
Maleinsäureanhydrid, 16,2 Tie. Trimethylolnropan
und 16,8 Tie. Pentaerythrit.
In der nachstehenden Tabelle 1 werden Lackkombinationen sowie deren Filmeigenschaften zusammengestellt.
Le A 16
- 22 -
709820/0861
Polyhydroxylverb. VI, 70 % Lsg. Polyhydroxylverb. VII, 75 % Lsg.
Polyhydroxylverb. VIII, 60 % Lsg. Löser 11111)
handelsübl. Silicon-Öl (Benetzungsmittel) , 10 %ig2'
handelsübl. Titan-Weißpigment (Rutil)
handelsübl. Titan-Weißpigment (Rutil)
blockiertes Polyisocyanat
75 %ig in EGA/Xylol 1:13)
NCO/OH 1:1; 35 % Bindemittel
75 %ig in EGA/Xylol 1:13)
NCO/OH 1:1; 35 % Bindemittel
Elastizität (Ε-Wert nach 1 ) Schlagtief ung nach 1
Lösungsmittelfestigkeit n. 1C Bleistifthärte nach 1d
Standzeit bei RT und 50°C
Lösungsmittelfestigkeit n. 1C Bleistifthärte nach 1d
Standzeit bei RT und 50°C
143,0
278,0
1,9
119,8
7,8 525)
00116)
3 H >6 Mon
4)
133,0
288,3
1,9
119,8
5,6 11,5 0022
2 H >6 Mon
>4 Mon
143,0
183,3
1,9
95,0
119,8
7,5
1111
3 H > 6 Mon
133,0 193,3 1,9
95,0 119,8
2,2
1121
3 H >6 Mon
129,9
1,6
82,5
84,6
0,7
0011 3 H
>4 Mon
Die Filme werden 35'/13OC eingebrannt.
Untergrund Glasplatten bzw. Alublech 0,5 mn
1) Äthylacetat/EGA/Butylacetat/Xylol 4) inn Tiefung
2) in Löser 1111 5) [kg cm]
3) Blockiertes Isocyanat nach Beispiel 2 6) 1 Min, mit Toluol, Äthylacetat, EGA, Aceton
0 = unlöslich unverändert, 1 = oberflächlich etwas ankratzbar, 2 = ankratzbar, 3 = leicht ankratzbar,
4 = quillt.
vo vo
τ-φ
Beispiel 8 (Vergleichsbeispiel)
BPK 1: Blockiertes Polyisocyanat nach DT~OS 2 342 603
BPK 5: Blockiertes Polyisocyanat nach Beispiel 5
VI, 70 % Lsg.
| 143,0 | 143,0 |
| 183,3 | 214,9 |
| 1,9 | 2,1 |
| 95,0 | 102,5 |
| 119,8 | - |
| - | 123,5 |
| glänzend | matt |
Polyhydroxylverb,
Löser 1111
Löser 1111
handelsübl. Silicon-Öl (Benetzungsmittel) , 10 %ig
handelsübl. Titan-Weißpigment
(Rutil)
(Rutil)
BPK 5, 75 %ige Lsg.
BPK 1, 85 %ige Lsg.
BPK 1, 85 %ige Lsg.
Aussehen der eingebrannten Filme:
NCO/OH 1 : 1, 35 % Bindemittel
NCO/OH 1 : 1, 35 % Bindemittel
In einem 1 Liter Dreihalskolben, der mit Rührer, Innenthermometer
und Rückflußkühler versehen und mit Stickstoff abgeschirmt ist, werden 11,2 g (1/12 Mol) Trimethylolpropan und
55,5 g (1/4 Mol) Isophorondiisocyanat zusammengegeben und unter Rühren auf 90 C aufgeheizt. Nach 20 Min. gibt man 315,6 g
(1,97 Mol) Malonsäurediäthylester und 2,2 g Natriumphenolat hinzu. Die Temperatur fällt dabei auf ca. 500C ab. Bei möglichst
hoher Rührerdrehzahl wird 15 Min. ohne Heizung gerührt,
anschließend tropft man den Rest des Isophorondiisocyanats (166,5 g = 3/4 Mol) so zügig zu, daß die Kolbeninnentemperatur
90°C nicht übersteigt. Man rührt nocht 2 Stunden bei 90°C nach und bricht die Reaktion bei einem NCO-Gehalt von ^ 0,2 Gew.-% ab,
Le A 16 767
- 24 -
709820/0861
Claims (4)
- Patentansprüche/ yi Verfahren zur Herstellung von in Lacklösungsmitteln leicht löslichen Polyisocyanatgemischen mit blockierten Isocyanatgruppen, dadurch gekennzeichnet, daß man Polyhydroxylverbindungen des Molekulargewichtsbereichs von 62 bis etwa 300 oder Gemische von Polyhydroxy!verbindungen eines mittleren Molekulargewichts von 62 bis ca. 300 mit 3-Isocyanatomethyl-3,5,S-trimethyl-cyclohexylisocyanat unter Bildung eines Urethangruppen und freie Isocyanatgruppen aufweisenden Reaktionsgemischs umsetzt, wobei die Mengenverhältnisse der Reaktionspartner so gewählt werden, daß im Reaktionsgemisch pro Hydroxylgruppe 2-12 Isocyanatgruppen vorliegen und man die freien Isocyanatgruppen des Reaktionsgemischs durch Umsetzung mit Blokkierungsmitteln mit gegenüber Isocyanatgruppen reaktionsfähigen Methylengruppen blockiert.
- 2) Ausführungsform des Verfahrens gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Ausgangsmaterialien gleichzeitig im Eintopfverfahren zur Umsetzung gebracht werden.
- 3) Bei Raumtemperatur lagerstabiles als Bindemittel für Einbrennlacke geeignetes Gemisch enthaltenda) mindestens eine Polyhydroxylverbindung des Molekulargewichtsbereichs 400-50.000, gegebenenfalls im Gemisch mit Polyhydroxy!verbindungen eines unter 400 liegenden Molekulargewichts undb) eine Polyisocyanatkomponente mit blockierten Isocyanatgruppen, wobei die Mengenverhältnisse der Komponentena) und b) einem Äquivalentverhältnis von Hydroxylgruppen der Komponenten a) zu den blockierten Isocyanatgruppen der Komponenten b) von 0,8 : 1 bis 1,6 : 1 entsprechen,Le A 16 767 - 25 -709820/0861ORIGINAL INSPECTEDdadurch gekennzeichnet, daß als Komponente b) gemäß Anspruch 1 und 2 erhältliche Polyisocyanatgemische mit blockierten Isocyanatgruppen verwendet werden.
- 4) Verwendung der gemäß Anspruch 1 und 2 erhältlichen Polyisocyanatgemische mit blockierten Isocyanatgruppen als Polyisocyanat-KoHiponente in Polyurethan-Einbrennlacken.Le A 16 767- 26 -709820/0861
Priority Applications (9)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2550156A DE2550156C2 (de) | 1975-11-07 | 1975-11-07 | Verfahren zur Herstellung von Polyisocyanatgemischen mit blockierten Isocyanatgruppen und ihre Verwendung in Polyuretan-Einbrennlacken |
| US05/734,832 US4101530A (en) | 1975-11-07 | 1976-10-22 | Process for the production of polyisocyanate mixtures containing blocked isocyanate groups |
| GB45475/76A GB1498615A (en) | 1975-11-07 | 1976-11-02 | Process for the production of polyisocyanate mixtures containing blocked isocyanate groups |
| SE7612309A SE7612309L (sv) | 1975-11-07 | 1976-11-04 | Sett att framstella polyisocyanatblandningar med blockerade isocyanatgrupper. |
| IT52044/76A IT1066672B (it) | 1975-11-07 | 1976-11-05 | Procedimento per produrre miscugli di poliisocianati |
| ES453056A ES453056A1 (es) | 1975-11-07 | 1976-11-05 | Procedimiento para la obtencion de mezclas de poliisocianto con grupos de isocianatos bloqueados. |
| FR7633511A FR2330731A1 (fr) | 1975-11-07 | 1976-11-05 | Procede de preparation de melanges de polyisocyanates a groupes isocyanate bloques, solubles dans les solvants pour peintures ou vernis a cuire au four |
| JP51132529A JPS5944310B2 (ja) | 1975-11-07 | 1976-11-05 | ブロツクトイソシアネ−ト基を有するポリイソシアネ−ト混合物の製造方法 |
| BE172114A BE848036A (fr) | 1975-11-07 | 1976-11-05 | Procede de preparation de melanges de polyisocyanates a groupes isocyanate bloques, solubles dans les solvants pour peintures ou vernis a cuire au four |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2550156A DE2550156C2 (de) | 1975-11-07 | 1975-11-07 | Verfahren zur Herstellung von Polyisocyanatgemischen mit blockierten Isocyanatgruppen und ihre Verwendung in Polyuretan-Einbrennlacken |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2550156A1 true DE2550156A1 (de) | 1977-05-18 |
| DE2550156C2 DE2550156C2 (de) | 1983-12-15 |
Family
ID=5961233
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2550156A Expired DE2550156C2 (de) | 1975-11-07 | 1975-11-07 | Verfahren zur Herstellung von Polyisocyanatgemischen mit blockierten Isocyanatgruppen und ihre Verwendung in Polyuretan-Einbrennlacken |
Country Status (9)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4101530A (de) |
| JP (1) | JPS5944310B2 (de) |
| BE (1) | BE848036A (de) |
| DE (1) | DE2550156C2 (de) |
| ES (1) | ES453056A1 (de) |
| FR (1) | FR2330731A1 (de) |
| GB (1) | GB1498615A (de) |
| IT (1) | IT1066672B (de) |
| SE (1) | SE7612309L (de) |
Cited By (11)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3004876A1 (de) * | 1980-02-09 | 1981-08-20 | Chemische Werke Hüls AG, 4370 Marl | Blockierte polyisocyanate mit hoher reaktionsfaehigkeit, ihre herstellung und verwendung |
| EP0045997A1 (de) * | 1980-08-13 | 1982-02-17 | Hüls Aktiengesellschaft | Einbrennlacke |
| EP0053766A1 (de) * | 1980-12-10 | 1982-06-16 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von Ueberzügen |
| DE3337394A1 (de) * | 1983-10-14 | 1985-05-02 | Herberts Gmbh, 5600 Wuppertal | Steinschlagschutzschicht-lack, verfahren zu seiner herstellung und dessen verwendung |
| DE3337395A1 (de) * | 1983-10-14 | 1985-05-02 | Herberts Gmbh, 5600 Wuppertal | Nichtwaessriger lack mit hohem steinschlagschutz, verfahren zu seiner herstellung und dessen verwendung |
| EP0234362A1 (de) | 1986-02-28 | 1987-09-02 | BASF Lacke + Farben AG | Dispersionen von vernetzten Polymermikroteilchen in wässrigen Medien, Verfahren zur Herstellung dieser Dispersionen und Beschichtungszusammensetzungen, die diese Dispersionen enthalten |
| US4778845A (en) * | 1986-08-04 | 1988-10-18 | Sika Ag, Vorm. Kaspar Winkler & Co. | One-part adhesive and/or sealing mass which is stable and pumpable at temperatures up to 30 degree C. |
| EP0313932A3 (en) * | 1987-10-15 | 1989-10-18 | Hoechst Aktiengesellschaft | Curing agent for synthetic resins, curable compositions containing the same and their use |
| EP0494442A3 (en) * | 1991-01-05 | 1992-10-28 | Bayer Ag | Coating agent and its use for preparing coatings |
| WO2010072412A1 (de) | 2008-12-24 | 2010-07-01 | Basf Coatings Gmbh | Lackzusammensetzung |
| EP4289878A1 (de) | 2022-06-08 | 2023-12-13 | Evonik Operations GmbH | Ein-komponentensystem umfassend blockierte polyurethanprepolymere |
Families Citing this family (15)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4439593A (en) * | 1983-05-26 | 1984-03-27 | Mobay Chemical Corporation | Polyurethane compositions with improved storage stability |
| DE3322721A1 (de) * | 1983-06-24 | 1985-01-03 | Chemische Werke Hüls AG, 4370 Marl | Einkomponenten-einbrennlacke |
| US4518522A (en) * | 1983-09-19 | 1985-05-21 | Mobay Chemical Corporation | Blocked polyisocyanates with improved storage stability |
| JPS61211322A (ja) * | 1985-03-15 | 1986-09-19 | Asahi Denka Kogyo Kk | ポリウレタン組成物 |
| US4677180A (en) * | 1986-07-16 | 1987-06-30 | Mobay Corporation | Polyurethane compositions with improved storage stability |
| US5221707A (en) * | 1989-11-30 | 1993-06-22 | Gencorp Inc. | Coating blend compositions |
| DE4022660A1 (de) * | 1990-07-17 | 1992-01-23 | Bayer Ag | Bindemittelkombination, ihre verwendung in einbrennlacken und ein verfahren zur herstellung von ueberzuegen |
| US5064896A (en) * | 1990-08-08 | 1991-11-12 | Tanner Chemical Company, Inc. | Adhesive compositions |
| DE4114800A1 (de) * | 1991-05-07 | 1992-11-12 | Bayer Ag | Neue polyesterpolyole sowie deren verwendung als haftvermittler fuer polymersysteme und als polymerweichmacher |
| US5488092A (en) * | 1994-04-26 | 1996-01-30 | Gencorp Inc. | Low VOC, primerless, polyurethane compostions |
| DE19534624A1 (de) * | 1995-09-18 | 1997-03-20 | Bayer Ag | Allophanatgruppen aufweisende Polyisocyanate auf Basis Diphenylmethandiisocyanat mit überwiegend oder vollständig blockierten Isocyanatgruppen |
| JP3712295B2 (ja) * | 1996-04-12 | 2005-11-02 | 旭化成ケミカルズ株式会社 | ブロックポリイソシアネート組成物及びそれを用いた一液性熱硬化組成物 |
| DE10003319A1 (de) | 2000-01-27 | 2001-08-02 | Bayer Ag | Neue Bindemittelkombinationen für wetterbeständige Coil-Coating-Beschichtungen |
| US8445555B2 (en) * | 2006-07-13 | 2013-05-21 | Air Products And Chemicals, Inc. | Stabilized carbanions as trimerization catalysts |
| US11798799B2 (en) * | 2021-08-09 | 2023-10-24 | Applied Materials, Inc. | Ultraviolet and ozone clean system |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1256891B (de) * | 1964-07-21 | 1967-12-21 | Scholven Chemie Ag | Verfahren zur Herstellung von Polyurethanen |
| DE2200342A1 (de) * | 1972-01-05 | 1973-07-12 | Basf Ag | Verfahren zur herstellung von ueberzuegen durch auftragen pulverfoermiger ueberzugsmittel |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1795417A1 (de) * | 1968-09-27 | 1972-01-05 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung physiologisch unbedenklicher,aliphatischer Polyisocyanate |
| JPS5420560B2 (de) * | 1971-11-20 | 1979-07-24 | ||
| GB1434445A (en) * | 1973-06-27 | 1976-05-05 | Bayer Ag | Physiologically harmless polyisocyanate solutions |
| DE2436872C3 (de) * | 1974-07-31 | 1980-04-10 | Basf Ag, 6700 Ludwigshafen | 1 -(Bis-äthoxycarbonyl)-acetylamino-S-bis-äthoxycarbonyO-acetyl-aminomethyl-333-trimethyl-cyclohexan |
-
1975
- 1975-11-07 DE DE2550156A patent/DE2550156C2/de not_active Expired
-
1976
- 1976-10-22 US US05/734,832 patent/US4101530A/en not_active Expired - Lifetime
- 1976-11-02 GB GB45475/76A patent/GB1498615A/en not_active Expired
- 1976-11-04 SE SE7612309A patent/SE7612309L/xx unknown
- 1976-11-05 IT IT52044/76A patent/IT1066672B/it active
- 1976-11-05 BE BE172114A patent/BE848036A/xx not_active IP Right Cessation
- 1976-11-05 ES ES453056A patent/ES453056A1/es not_active Expired
- 1976-11-05 JP JP51132529A patent/JPS5944310B2/ja not_active Expired
- 1976-11-05 FR FR7633511A patent/FR2330731A1/fr active Granted
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1256891B (de) * | 1964-07-21 | 1967-12-21 | Scholven Chemie Ag | Verfahren zur Herstellung von Polyurethanen |
| DE2200342A1 (de) * | 1972-01-05 | 1973-07-12 | Basf Ag | Verfahren zur herstellung von ueberzuegen durch auftragen pulverfoermiger ueberzugsmittel |
Cited By (14)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3004876A1 (de) * | 1980-02-09 | 1981-08-20 | Chemische Werke Hüls AG, 4370 Marl | Blockierte polyisocyanate mit hoher reaktionsfaehigkeit, ihre herstellung und verwendung |
| EP0045997A1 (de) * | 1980-08-13 | 1982-02-17 | Hüls Aktiengesellschaft | Einbrennlacke |
| EP0053766A1 (de) * | 1980-12-10 | 1982-06-16 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von Ueberzügen |
| US4373081A (en) | 1980-12-10 | 1983-02-08 | Bayer Aktiengesellschaft | Coating compositions and process for the production of polyurethane coatings |
| DE3337394A1 (de) * | 1983-10-14 | 1985-05-02 | Herberts Gmbh, 5600 Wuppertal | Steinschlagschutzschicht-lack, verfahren zu seiner herstellung und dessen verwendung |
| DE3337395A1 (de) * | 1983-10-14 | 1985-05-02 | Herberts Gmbh, 5600 Wuppertal | Nichtwaessriger lack mit hohem steinschlagschutz, verfahren zu seiner herstellung und dessen verwendung |
| EP0234362A1 (de) | 1986-02-28 | 1987-09-02 | BASF Lacke + Farben AG | Dispersionen von vernetzten Polymermikroteilchen in wässrigen Medien, Verfahren zur Herstellung dieser Dispersionen und Beschichtungszusammensetzungen, die diese Dispersionen enthalten |
| US4778845A (en) * | 1986-08-04 | 1988-10-18 | Sika Ag, Vorm. Kaspar Winkler & Co. | One-part adhesive and/or sealing mass which is stable and pumpable at temperatures up to 30 degree C. |
| EP0313932A3 (en) * | 1987-10-15 | 1989-10-18 | Hoechst Aktiengesellschaft | Curing agent for synthetic resins, curable compositions containing the same and their use |
| US5126424A (en) * | 1987-10-15 | 1992-06-30 | Hoechst Ag | Curing component for synthetic resins, curable mixtures containing same, and the use thereof |
| EP0494442A3 (en) * | 1991-01-05 | 1992-10-28 | Bayer Ag | Coating agent and its use for preparing coatings |
| WO2010072412A1 (de) | 2008-12-24 | 2010-07-01 | Basf Coatings Gmbh | Lackzusammensetzung |
| DE102008063085A1 (de) | 2008-12-24 | 2010-07-01 | Basf Coatings Ag | Lackzusammensetzung |
| EP4289878A1 (de) | 2022-06-08 | 2023-12-13 | Evonik Operations GmbH | Ein-komponentensystem umfassend blockierte polyurethanprepolymere |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| IT1066672B (it) | 1985-03-12 |
| FR2330731B1 (de) | 1983-10-28 |
| JPS5259139A (en) | 1977-05-16 |
| BE848036A (fr) | 1977-05-05 |
| GB1498615A (en) | 1978-01-25 |
| US4101530A (en) | 1978-07-18 |
| SE7612309L (sv) | 1977-05-08 |
| DE2550156C2 (de) | 1983-12-15 |
| FR2330731A1 (fr) | 1977-06-03 |
| JPS5944310B2 (ja) | 1984-10-29 |
| ES453056A1 (es) | 1977-11-01 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2550156C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyisocyanatgemischen mit blockierten Isocyanatgruppen und ihre Verwendung in Polyuretan-Einbrennlacken | |
| EP0053766B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Ueberzügen | |
| EP0576952B1 (de) | Einbrennlacke aus in Wasser löslichen oder dispergierbaren Polyisocyanatgemischen | |
| EP0566953B1 (de) | Wässrige Einbrennfüller für elastische Einbrennlackierungen | |
| EP1061091B1 (de) | Lichtechte Polyisocyanate mit guter Löslichkeit in unpolaren Lösungsmitteln | |
| DE69227245T2 (de) | Einkomponentige, thermoplastische polyurethanplastisolzusammensetzung | |
| DE2256261C2 (de) | Hitzehärtbare Polyurethan-Lacke | |
| EP0443138A1 (de) | Polyisocyanatgemische, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Bindemittel für Überzugsmittel oder als Reaktionspartner für gegenüber Isocyanatgruppen oder Carboxylgruppen reaktionsfähige Verbindungen | |
| DE2723657C3 (de) | Zubereitung mit hohem Feststoff gehalt | |
| EP0761705A1 (de) | Flüssige Einkomponenten-PUR-Einbrennlacke | |
| EP0778303A1 (de) | Allophanatgruppen aufweisende Polyisocyanate auf Basis Diphenylmethandiisocyanat mit überwiegend oder vollständig blockierten Isocyanatgruppen | |
| DE69625057T2 (de) | Polyurethan-polyole sowie daraus hergestellte beschichtungen mit reduzierter viskosität | |
| EP0467153B1 (de) | Bindemittelkombination, ihre Verwendung in Einbrennlacken und ein Verfahren zur Herstellung von Überzügen | |
| EP0066167B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Mercaptogruppen aufweisenden Oligourethanen, sowie ihre Verwendung als Bindemittel für oxidativ härtbare Beschichtungs- und Dichtungsmassen bzw. als Zusatzmittel für Epoxidharze | |
| EP0868463B1 (de) | Verbindungen mit isocyanatgruppen und verkappten gegenüber isocyanaten reaktiven gruppen | |
| EP0407829B1 (de) | Hitzehärtbare Gemische und ihre Verwendung zur Herstellung von Beschichtungen von hitzeresistenten Substraten | |
| EP0059962A1 (de) | Verwendung einer hitzehärtbaren Beschichtungsmasse für Steinschlagschutzschichten | |
| DE2840255A1 (de) | Katalysierte polyisocyanatueberzugsmassen und verfahren zu ihrer herstellung | |
| EP0571829B1 (de) | Ungesättigte Polyesterpolyole und ihre Verwendung in Zweikomponenten-Polyurethanlacken | |
| EP0026448A1 (de) | Einkomponenten-Einbrennlacke | |
| EP0166962A1 (de) | Neue Polyesterpolyole und ihre Verwendung als Polyol-Komponente in Zweikomponenten-Polyurethanlacken | |
| DE3133865C2 (de) | Verfahren zur Herstellung einer organischen Polyisocyanat-Zusammensetzung sowie deren Verwendung | |
| EP0818492B1 (de) | Wässrige Bindemittelkombination bestehend aus Polyaminen, Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung in Lacken und Beschichtungen | |
| DE69736616T2 (de) | Zusammensetzung für die Herstellung einer matten oder seidigen Beschichtung, Verwendung dieser Zusammensetzung sowie daraus hergestellte Beschichtung | |
| DE69304470T2 (de) | Selbstvernetzendes Harz |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: C07C125/07 |
|
| 8126 | Change of the secondary classification |
Ipc: C08G 18/00 |
|
| 8126 | Change of the secondary classification |
Free format text: C08G 18/80 C09D 3/72 C09D 3/727 |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |