Patentanspruch:
Haltestift zur radialen Sicherung von Bremsbakken in Teilbelag-Scheibenbremsen, der an mindestens
einem seiner Enden in die Paßbohrung des Bremsgehäuses als längsgeschlitzter Hohlzylinder
eingreift, dadurch gekennzeichnet, daß in dem längsgeschlitzten Hohlzylinder (9, 10) des
zwischen den Enden voll ausgebildeten Haltestiftes (1) eine weitere Spannhülse (11) angeordnet ist und
daß das offene Ende des längsgeschlitzten Hohlzylinders (9, 10) eine radial nach innen gerichtete
Bördelung (12) aufweist.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Haltestift zur radialen Sicherung von Bremsbacken in Teilbelag-Scheibenbremsen,
der an mindestens einem seiner Enden in die Paßbohrung des Bremsgehäuses als längsgeschlitzter Hohlzylinder eingreift
In der DE-OS 19 35 863 ist ein derartiger Haltestift zur Halterung und Führung von Bremsbacken bei
Scheibenbremsen beschrieben. Er ist als einstöckiges
Teil im Ganzen als Federspannhülse ausgebildet, die einen über die Länge des Haltestiftes sich erstreckenden
Schlitz aufweist, wobei mindestens ein Ende aufgeweitet ist, das mit einer radialen Vorspannung in der
Aufnahmebohrung der Sattelwand unter Preßpassung anliegt, wodurch der Haltestift gegen axiale Verschiebung
gesichert werden soll. Da die Bremsbacken mit ihrer Trägerplatte hängend an dem Haltestift angeordnet
sind, können die radialen Kräfte, die durch die Bremsbacken auf den Hülsenteil zwischen den Enden
des Haltestiftes wirken können, sich auf die Federspannwirkung der über die Länge geschlitzten Spannhülse
auswirken. Es sind Kräfte vorhanden, die der radialen Spannwirkung der Spannhülse entgegenwirken, was im
ungünstigen Fall die Spannkraft des Endteils der geschlitzten Spannhülse beeinträchtigen kann.
Die DE-PS 6 59 939 beschreibt ein Gelenk mit Laufund Festsitzen und einem aus mehreren ineinandergreifenden
geschlitzten und in den Ruhesitzen an die Lochwandungen federnd angedrückten Hohlkörpern
bestehenden Gelenkzapfen. Der äußere Hohlkörper ist in die zu verbindenden Gelenkteile ohne Vorspannung
lose eingeschoben, wobei die Festhaltewirkung des über die Länge geschlitzten Hohlkörpers nur durch einen
kurzen geschlitzten Spannbolzen erfolgt, der sich an den Enden des lose eingeschobenen äußeren Hohlkörpers
befindet. Der eingesetzte Spannbolzen ist hierbei das alleinige Teil zum Festhalten des lose eingeschobenen
äußeren geschlitzten Hohlkörpers. Außerdem kann das innere Gelenkteil auf den äußeren geschlitzten Hohlkörper
in radialer Richtung einwirken, wobei der Spannwirkung dieses Hohlkörpers an den Enden zum
Teil entgegengewirkt werden kann.
A 'gäbe der Erfindung ist ec, einen Haltestift der
eingangs genannten Art zu schaffen, dessen Sitz in der zugehörigen Bohrung unter verstärkter Spannwirkung
steht und durch die gegebenenfalls radial angreifenden Bremsbacken nicht wesentlich gemindert wird. Die
Lösung dieser Aufgabe besteht gemäß der Erfindung darin, daß in dem längsgeschlitzten Hchlzylinder des
zwischen den Enden voll ausgebildete« Haltestiftes eine weitere Spannhülse angeordnet ist und daß das offene
Ende des längsgeschlitzten Hohlzylinders eine radial nach innen gerichtete Bördelung aufweise
Zu dem zylindrischen längsgeschlitzten Hohlzylinder* des Haltestiftes wirkt noch die zweite eingelagerte
Spannhülse, wodurch eine doppelte Festhaltewirkung für den Haltestift erreicht wird. Durch die Anordnung
der Spannhülse nur am Ende des Haltestiftes, wobei der Haltestift zwischen den Enden einen vollen Querschnitt
aufweist, d.h. massiv ausgebildet ist, ergibt sich eine
weitere Unterstützung des festen Sitzes des Haltestiftes, da die Bremsbacken, die in radialer Richtung auf den
Haltestift einwirken können, an der betreffenden Berührungsstelle den Schaft des Haltestiftes wegen der
massiven Ausbildung nicht zusammendrücken können. Weiterhin sorgt die Umbördelung an dem betreffenden
Ende des Haltestiftes noch für eine Sicherung der Lage der eingelagerten Spannhülse, ohne daß es notwendig
ist, von außen zusätzliche Abdeckscheiben od. dgl. verwenden zu müssen. Die Maßnahmen gemäß der
Erfindung tragen bei einem Haltestift für Bremsen, die im Betrieb Erschütterungen od. dgL unterworfen sind,
dazu bei, daß die Haltestifte für die Bremsbacken sicher wirken und unverrückbar bleiben, wobei die Bremsbakken
ihre volle Wirkung ungestört ausüben können. Zugleich ist eine einfache und schnelle Montage und
Demontage des Haltestiftes gegeben.
Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles nachstehend erläutert
Die einzige Figur zeigt die Ausbildung des Haltestiftes gemäß der Erfindung in Ansicht, z.T. im Schnitt
schematisch.
An dem Haltestift 1 sind die Bremsbacken 2 und 3 mittels ösen aufgehängt und in Richtung zu der
Bremsscheibe 4 verschiebbar gelagert Der Haltestift greift in Bohrungen 5 und 6 der Wangen 7 eines
Bremsgehäuses.
Zur Sicherung des Haltestiftes 1 gegen axiale Verschiebung dient ein Hohlzylinder 9, der mindestens
einen Längsschlitz 10 aufweist, wobei der geschlitzte Hohlzylinder 9, 10 mit radialer Vorspannung in der
Paßbohrung 6 des Bremsgehäuses liegt Zur Unterstützung der radialen Vorspannung des geschlitzten
Hohlzylinders dient eine in diesem vorgesehene Spannhülse 11. Diese überträgt den radialen Spanndruck
auf den geschlitzten Hohlzylinder 9 des Haltestiftes 1.
Am freien Ende ist der Hohlzylinder 9 mit einer nach innen gerichteten Bördelung 12 versehen, durch die ein
Herausfallen der Spannhülse aus dem Hohlzylinder verhindert wird. Zugleich wird dadurch das Einführen
des Haltestiftes mit dem Hohlzylinder in die betreffende Paßbohrung erleichtert.
Dabei weist der geschlitzte Hohlzylinder einen Durchmesser auf, der größer ist als der Durchmesser
des Schaftes des Haltestiftes 1.