DE2540468C3 - Verfahren zur Herstellung von wäßrigen Polymerisat-Dispersionen und deren Verwendung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von wäßrigen Polymerisat-Dispersionen und deren VerwendungInfo
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Description
I I
-c—c—
I I
C-NH-CnH2n-SO3Y
Il
&ogr;
aufweisen, in der X für -H oder -CH,. Y für -H oder ein Katicn und &eegr; für eine ganze Zahl von 1 bis
8 stehen, und die K-Werte, bestimmt in l%iger wäßriger Lösung bei 20° C nach H. Fikentscher,
Cellufosechemie 13,58 (1932). zwischen 20 und 120
haben.
2. Verwendung der nach Anspruch 1 hergestellten wäßrigen Polymerisat-Dispersionen als Oberzugs-,
Imprägnier- und Bindemittel für flächige Substrate.
Beschreibung
Bei der technischen Herstellung von wäßrigen Dispersionen von Polymerisaten, beispielsweise des
Butadiens mit Styrol und/oder Acrylnitril, von Aeiyiestern
und/oder Vinylestern sowie Vinyl- und Vinylidenhalogeniden
werden die Monomeren durch sogenannte Emulgatoren, auch Seifen genannt, in Wasser
emulgiert und in emulgiertem Zustand unter der Einwirkung von radikalbildenden Katalysatoren, besonders
von wasserlöslichen Peroxiden, wie Wasserstoffperoxid und Alkalipersulfaten, polymerisiert. Man erhält dabei
Polymerisat-Dispersionen, die meist gute Scher- und Gefrierstabilität aufweisen. Ihre Pigmentverträglichkeit
läßt in manchen Fällen zu wünschen übrig und ihr meist starkes Schäumen stört bei vielen Einsatzgebieten, beispielsweiv_·
bei der Verarbeitung auf schnellaufenden Streichmaschinen, stark. Hieran ändert sich auch
nichts, wenn man bei der Emulsionspolymerisation der olefinisch ungesättigten Monomeren übliche Schutzkolloide,
wie Polyvinylalkohol, Hydroxyäthylcellulose oder Vinylpyrrolidonmischpolymerisate mitverwendet.
Bei der Verarbeitung werden daher den in üblicher Weise hergestellten emuigatorhaltigen Polymerisat-Dispersionen
häufig Schaumdämpfungsmittel, z. B. spezielle Oxalkylierungsprodukte und/oder Silikonöle
zugesetzt. Hierdurch wird zudem die üblicherweise bei 30 bis 40 dyn/cm liegende Oberflächenspannung der in
herkömmlicherweise hergestellten emuigatorhaltigen
Dispersionen auf 40 bis 50 Jyn/cm erhöhl, doch gelingt
es auf diese Weise nicht, das Schäumen praktisch vollständig
zu vermeiden. Außerdem treten beim Zusatz großer Mengen der Schaum·'..mpfungsmittcl sogenannte
Fischaugen bei der Beschichtung von Papier, verminderte Haftung des Polymerisatfilms auf Substraten
oder auch Abscheidung des Schaumdämpfungsmittels unter Ausbildung von 2 Schichten auf.
Zur Verminderung der Schaumneigung hat man auch schon wäßrige Polymerisat-Dispersionen hergestellt,
indem man die olefinisch ungesättigten Monomeren in einer wäßrigen Emulsion polymerisierte. die a) Alkali-
und/oder Ammoniumsalze von Monoalkyl- und/oder
Monoalkenylsulfaten und b) mindestens eine Hydroxyl-Gruppe
aufweisende Ester von mehrwertigen Alkoholen mit Fettsäuren enthielt. Auch in diesem Fall gelang
zwar eine beachtliche Reduzierung des Schäumens.
&iacgr;&ogr; doch läßt die Schaumbildung der Dispersionen immer
noch zu wünschen übrig und die nach diesem Verfahren hergestellten Dispersionen weisen Oberflächenspannungen
unter 45 dyn/cm auf.
Schließlich ist es z. B. aus der US-PS 29 14 499 bekannt, durch Emulsionscopoiymerisation von Sulfoaikylacrylaten und -methacrylaten mit anderen olefinisch ungesättigten Monomeren stabile Copt»:.· merisat-Dispersionen herzustellen, die nur geringe Neigung zum Schäumen zeigen und die gegen Elektrolyte weitgehend beständig sind, doch weisen derartige Copolymerisat-Dispersionen nur Konzentrationen bis zu 48 Gew.-% auf, und ihre Elektrolyt- und Pigmentverträglichkeit läßt noch zu wünschen übrig. Wird bei dem Verfahren dieser US-PS ein kleiner Anteil des wasserunlöslichen olefinisch ungesättigten Monomeren mit dem Sulfoalkyl(meth)acrylat zu einem wasserlöslichen gegebenenfalls zum Schäumen neigenden Copolymerisat vorpolymerisiert. in dessen Lösung dann der Rest des wasserunlöslichen Monomeren in Emulsion polymerisiert
Schließlich ist es z. B. aus der US-PS 29 14 499 bekannt, durch Emulsionscopoiymerisation von Sulfoaikylacrylaten und -methacrylaten mit anderen olefinisch ungesättigten Monomeren stabile Copt»:.· merisat-Dispersionen herzustellen, die nur geringe Neigung zum Schäumen zeigen und die gegen Elektrolyte weitgehend beständig sind, doch weisen derartige Copolymerisat-Dispersionen nur Konzentrationen bis zu 48 Gew.-% auf, und ihre Elektrolyt- und Pigmentverträglichkeit läßt noch zu wünschen übrig. Wird bei dem Verfahren dieser US-PS ein kleiner Anteil des wasserunlöslichen olefinisch ungesättigten Monomeren mit dem Sulfoalkyl(meth)acrylat zu einem wasserlöslichen gegebenenfalls zum Schäumen neigenden Copolymerisat vorpolymerisiert. in dessen Lösung dann der Rest des wasserunlöslichen Monomeren in Emulsion polymerisiert
si wird, so werden nur bis zu etwa 31%ige Polymerdispersionen
erhalten.
Es wurde nun gefunden, daß man besonders schaum-,
arme, wäßrige Polymerisat-Dispersionen durch Polymerisation von 20 bis 70 Gew.-%. bezogen auf den
Gesamtansatz, olefinisch ungesättigter Monomerer in wäßrigem, ein Dispergiermittel enthaltendem Medium
unter Verwendung üblicher Polymerisationskatalysatoren bei 0 bis 150° C herstellen kann, wenn das wäßrige
Medium als Dispergiermittel 0,05 bis 5 Gew.-%. bezogen auf die Monomeren, wasserlösliche Homopolymerisate
enthält, die wiederkehrende Einheiten der allgemeinen Formel
—C—C—
I I
C—NH- C„H,„—SO5Y
(D
5(1 O
aufweisen, in denen X für-H oder -CH1, Y für-H oder
ein Mctallion un>l &eegr; für eine ganze Zahl von 1 bis S
stehen und die K-Werte. bestimmt in !%iger wäßriger Lösung bei 20° C nach H. Fikentscher, Cellulosechemie
13, 5S (1932). zwischen 20 und 120 haben. Das Dispergiermittel kann auch bei Mitverwendung von
herkömmlichen Emulgatoren eingesetzt werden. Es ist möglich, das Dispergiermittel am Anfang und/oder
während der Polymerisation zuzugeben.
&mgr;) Wäßrige Uispersionen, die nach dem erfindungsgeniäßen
Polymerisationsverfahren hergestellt sind, weisen im allgemeinen eine Oberflächenspannung über 55
dyn/cm auf und schäumen praktisch nicht. Außerdem sind sie außerordentlich scher-, gefrier- und elektrolyth-
ii5 stabil, hervorragend pigmentverträglich und benetzen
manche Substrate sehr wenig, so daß in manchen Fällen bei der Anwendung sogar ein Zusatz oberflächenaktiver
Stoffe (d. h. von Netzmitteln) von Vorteil ist.
Wasserlösliche Homopolymerisate, die wiederkehrende Einheiten der allgemeinen Formel (1) enthalten,
sind bekannt. Beispiele hierfür sind die Homopolymerisate der 2-Acrylamido-2-methyI-propansulfonsäure und
der 2-Methacrylamido-2-methyl-propansulfonsäure sowie deren Salze, insbesondere deren Natrium-,
Kalium- und Ammoniumsalze. Die K-Werte der für das erfindungsgemäße Polymerisationsverfahren geeigneten
Homopolymerisate, die wiederkehrende Einheiten der allgemeinen Formel (I) aufweisen, liegen, gemessen
in l%iger wäßriger Lösung, bei 20° C zwischen 20 und 120, insbesondere zwischen 40 und 70. Von besonderem
Interesse sind Homopolymerisate der 2-Acrylamido-2-methylpropan-sulfonsäure und deren wasserlösliche
Salze, insbesondere deren Natriumsalze mit K-Werten von 20 bis 120.
Für die Herstellung von als Dispergiermitteln für das erfindungsgemäße Verfahren geeigneten Homopolymerisaten
in Betracht kommende Sulfoalkyl-amide der
Acryl- und Meß^rylsäure sind
2-Acrylamido-propansulfonsäure,
2-Acrylamidoäthansulfonsäure,
2-Methacrylamidoäthansulfonsäure,
4-Acrylamidobutansulfonsäure-l,
3-Acrylamidopropansulfonsäure,
3-Methacrylamidopropansulfonsäure und
Acrylamidoneopentylsulfonsäure.
2-Acrylamido-2-meihylpropansuIfonsäure ist z. B. Gegenstand der Fi· .nenschrift "AMPS Monomer" der
Fa. Lubrizol Chemicals, aus der du Eigenschaften dieses Monomeren bekannt sine1. Dort finden sich auch
Angaben über die Herstellung von T; tymerisaten aus
diesem Monomeren, doch sind in dieser Finnenschrift keine Hinweise auf eine Eignung der Polymerisate als
Dispergiermittel zu finden.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren der Emulsionspolymerisation können die für die Herstellung von
wäßrigen Polymerisat-Dispersionen üblichen äthylenisch ungesättigten Monomeren eingesetzt werden.
Zum Beispiel können danach Butadien-Copolymerisat-Dispersionen hergestellt werden, die, bezogen auf das
einpolymerisierte Butadien, meist 30 bis 70, insbesondere 40 bis 60 Gew.-% Styrol und/oder Acrylnitril sowie
gegebenenfalls zusätzlich 1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die gesamten Monomeren, &agr;,^-monoolefinisch ungesättigte,
3 bis 5 C-Atome aufweisende Mono- und/oder Dicarbonsäuren, wie besonders Acryl-, Methacryl- und
Fumarsäure einpolymerisiert enthalten. Hergestellt werden können damit z. B. auch Homo- und Copolymerisat-Dispersionen
von meist 3 bis 20 C-Atome aufweisenden monoolefinisch ungesättigten Carbonsäureestern,
wie den Acryl- und Methacrylsäureestern des Methanols. Äthanols, Propanols, n-Butanols. iso-Butanols
und 2-Äthylhexanols und den Vinylestern der Essigsäure. Propionsäure, Buttersäure und Laurinsäure.
sowie von Copolymerisaten der Acryl- und Methacrylester der genannten Art mit Styrol und/oder
Acrylnitril und/oder untergeordneten, meist zwischen 0.5 und 5 Gew.-%, bezogen auf die gesamten Monomeren,
liegenden Mengen an &agr;./3-olefinisch ungesättigten,
meist 3 bis 5 C-Atome enthaltenden Mono- und/oder Dicarbonsäuren oder deren Salzen, Amiden, N-Alkylamiden
und N-Methylolamiden, wie besonders Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure, Fumarsäure.
Acrylamid, Methacrylamid, N-Methylacrylamid, N-Methylolacrylamid,
N-Methylolmethacrylamid, N-Methoxymethylacrylamid.
N-n-Butoxymethylacrylamid.
N-Methoxymethylmethacrylamid und N-n-Butoxymethylmethacrylamid
und außerdem wäßrige Dispersionen von Polystyrol sowie von Polymerisaten von Vinylhalogeniden, wie besonders Vinylchlorid und
Vinylidenchlorid sowie von Äthylen, beispielsweise wäßrige Dispersionen von Copolymerisaten aus 70 bis
90 Gew.-% Vinylidenchlorid und 10 bis 30 Grw.-% Acrylnitril und/odei Acrylestern von vorzugsweise 1 bis
lü 4 C-Atome enthaltenden Alkanolen oder von Copolymerisaten
aus Äthylen mit 10 bis 40, insbesondere 15 bis 35 Gew.-% Vinylacetat und/oder Vinylchlorid.
Die Menge an Monomeren der genannten Art, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren in wäßriger
Emulsion polymerisiert werden, liegt im Bereich von 20 bis 70, insbesondere von 40 bis 60 Gew.-% Monomeren,
bezogen auf den Gesamtansatz von Monomeren und wäßriger, Dispergiermittel enthaltender Phase. Die
Polymerisationstemperatur liegt im Bereich von 0 bis
2(i 150, insbesondere von 20 bis 90, meist von 60 bis
13fr C, und man polymerisiert meist, soweit nicht (unter Normalbedingungen) gasförmige Monomere
polymerisiert werden oder bei Temperaturen über 100° C gearbeitet wird, bei Normaldruck.
Als Polymerisations-Katalysatoren können bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die für die Emulsionspolymerisation
olefinisch ungesättigter Monomerer üblichen, im allgemeinen wasserlöslichen, peroxidischen
Katalysatoren, wie besonders Wasserstoffperoxid.
Mt Natrium-, Kalium- und Ammoniumpersulfat, Perborate
und Redoxkatalysatoren, wie Gemische aus Wasserstoffperoxid und Ascorbinsäure, gegebenenfalls unter
Zusatz von Eisensalzen verwendet werden. Die Menge an wasserlöslichen Polymerisaten, die wiederkehrende
Einheiten der allgemeinen Formel (I) aufweisen, liegt im Bereich von 0,05 bis 5, meist 0,i bis 3, vorzugsweise
von 0,5 bis 1,5%, bezogen auf die zu polymerisierenden olefinisch ungesättigten Monomeren. Wenngleich im
allgemeinen ein Zusatz üblicher Emulgatoren bei dem
4« erfindungsgemäßen Polymerisationsverfahren nicht erforderlich ist, so stört doch ein derartiger Zusatz den
Verlauf der Polymerisation nicht und es kann in manchen Fällen zweckmäßig sein, zur Emulgierung eines
Teils der Monomeren in der wäßrigen Phase bei der Durchführung des sogenannten Emulsions-Zulauf-Verfahrens
geringe Mengen üblicher Emulgatoren mitzuverwenden. Hierdurch werden Dispersionen erhalten,
deren Schaumneigung immer noch weit geringer ist als riie von in herkömmlicher Weise hergestellten emulga-
5« torhaltigen Dispersionen. Darüber hinaus läßt sich durch Mitverwendung kleiner Emulgatormengen die
Teilchengröße der Polymerdispersion steuern. Ein Zusatz von Emulgatoren kann jedoch bei der praktischtechnischen
Durchführung des Verfahrens ohne weiteres, beispielsweise beim Arbeiten nach dem sogenannten
"Monomeren-Zulaufverfahren" vermieden werden. Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten
Polymerisat-Dispersionen übertreffen die in herkömmlicher Weise hergestellten Dispersionen durch
H) ihre größere Oberflächenspannung und Stabilität und
sind praktisch schaumfrei. Soweit sie als Bindemittel für Faservliese geeignet sind, können damit zum Beispiel
Nadelvlies-Bodenbeläge hergestellt werden, die nicht
"schreiben". Bei der Herstellung derartiger gebundener
fts Faservliese ist zudem der sogenannte Durchsaugverlust
beim Trocknen der mit Dispersion getränkten Vliese stark verringert.
Wenngleich wasserlösliche Homo- und Copolymeri-
Wenngleich wasserlösliche Homo- und Copolymeri-
sate mit wiederkehrenden Einheiten der allgemeinen Formel (I) bekannt sind, so ist doch nicht deren Verwendung
als Schutzkolloid bzw. Dispergierhilfsmittel bekannt. Schon aus diesem Grunde ist es überraschend,
daß man bei dem erfindungsgemäßen Verfahren stabile Polymerisat-Dispersionen erhält, die zudem praktisch
nicht zum Schäumen neigen. Stabile Dispersionen von 1.3-Diencopolymerisateii, z. B. Butadien-Styrol- und/
oder Acrylnitril-Copolymerisaten, konnten zudem praktisch-technisch bis jetzt ausschließlich nur mit
Emulgatoren, nicht aber unter Verwendung von Schutzkolloiden als Dispergiermittel hergestellt werden.
Wegen der außerordentlich hohen Oberflächenspannung der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten
wäßrigen Polymer-Dispersionen ist es beim Einsatz dieser neuartigen Dispersionen durch Zusatz
üblicher oberflächenaktiver Mittel (Seifen) z. B. von Laurylsulfat oder Fettalkylsulfonaten meist möglich, die
für das spezielle Einsatzgebiet optimale Oberflächenspannung der Dispersion und damit die für den speziellen
Fall gewünschte Benetzung deb mit der Dispersion behandelten Substrats bei besonders hob^r Stabilität
der Dispersion auch im Bereich einer Oberflächenspannung von 40 bis 68 dyn/cm einzustellen.
Die erfindungsgemäß hergestellten Dispersionen können im allgemeinen als Überzugs-, Imprägnier- und
Bindemittel für flächige Substrate, gegebenenfalls in pigmentierter Form, verwendet werden. Wegen ihrer
hervorragenden Stabilität und Pigment-Verträglichkeit eignen sich die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellten wäßrigen Polymer-Dispersionen insbesondere als Bindemittel für Papierstreichmassen sowie
wegen ihrer hohen Oberflächenspannung und des erwähnten Verschwindens des Schreibens als Bindemittel
für Faservliese. Sie kommen ferner als Klebstoff-Rohstoffe, als Zusätze zu hydraulischen Bindemitteln,
als Bindemittel für Pigmentdruckpasten, Überzugsmittel für textile und nichttextile Flächengebilde wie Folien,
Papier und Pappe sowie als Rohstoffe für die Herstellung von K'tten und Dichtungsmassen in Betracht.
Die in den folgenden Beispielen angegebenen Teile und Prozente beziehen sich auf das Gewicht. Die darin
angegebenen K-Werte des Dispergiermittels wurden in l%iger wäßriger Lösung bei 20° C nach H. Fikentscher.
Cellulosechemie 13. 58 (1932) bestimmt.
In einem Rührkessel werden 117 Teile Wasser, 0,27
Teile Natriumpersulfai und 2,5 Teile des Na-Salzes der
Poly-2-acrylamido-2-methylpropansulfonsäure (K-Wert 60) vorgelegt und auf 80° C aufgeheizt. Anschließend
werden die Zuläufe I und 11 im Verlauf von 3 Stunden gleichzeitig der auf 80° C gehaltenen Vorlage unter
Rühren zugeführt.
Zulauf I:
241 Teile
0,5 Teile
0.5 Teile
241 Teile
0,5 Teile
0.5 Teile
Teile
Teile
Teile
Teile
Teile
Teile
Teile
Teile
Teile
Teile
Teile
Teile
Teile
Teile
Teile
Wasser
Natriumpyrophosphat
Nii-Liiurylsulfiit
I-Dodecylmereaptan
n-Huivlaervlai
2-Alli\lhe.\ylaeryl;il
Vinylaeetat
MethacrylsäiiremelhyleMer
Acrylnitril
Acrylsäure
1,4-Butai diolmonoacrylat
Zulauf II:
50 Teile einer 7%igen Natriumpersulfatlösung
50 Teile einer 7%igen Natriumpersulfatlösung
Nach Zulaufende wird noch 1 Stunde lang bei 80° C nachpolymerisien. Man erhält eine 55%ige Dispersion,
die als Klebstoffrohstoff geeignet ist. Die Oberflächenspannung der Dispersion liegt bei 60 dyn/cm.
In einem druckfesten Polymerisatioüsreaktor werden
1350 Teile Wasser, 40 Teile Kaliumpersulfat und 82 Teile des Na-Salzes der Poly^-acrylamido^-methylpropansulfonsäure
(K-Wert 80) vorgelegt. Der Reaktor wird anschließend zweimal mit Stickstoff gespült und
zuletzt unter einen Stickstoffdruck von 1 atü gestellt (Vorlage).
In einem Mischgefäß (Zulauf I) werden 3460 Teile Wasser, 1350 Teile einer 3%igen wäßrigen Natriumpyrophc-sphatlösung,
20 Teile Na-Laurylsulfat, 135 Teile Methacrylsäureamid, 278 Teile Ansäure, 7830 Teile
Styrol, in dem 40 Teile Diisopropylxanthogendisulfid gelöst sind, gut unter Rühren gemischt. Das Mischgefäß
wird mit Stickstoff gespült und anschließend 5265 Teilen Butadien zugesetzt. Von dieser Monomerenemulsion
(Zulauf I) werden 3375 Teile in den Reaktor zu der Vorlage gegeben. Man heizt auf 130° C und beginnt
beim Erreichen von 75° C mit der Zufuhr weiterer Monomerenemulsion (Zulauf I). Die Zulaufzeit beträgt
2 bis 3 Stunden, wobei die Polymerisationstemperatur von 130° C aufrechterhalten wird. Gleichzeitig mit
Zulauf I werden 54(K) Teile einer 2%igen. wäßrigen Kaliumpersulfatlösung dem Polymerisationskessel
zugeführt (Zulauf II). Nach Beendigung von Zulauf I und II werden weitere 1350 Teile einer 2%igen, wäßrigen
Kaliumpersulfatlösung im Verlauf von 30 Minuten dem Reaktor zugeführt (Zulauf III). Man erhält eine
koagulatfreie, 50%ige, niederviskose Dispersion, die einen klaren, auf Glas sehr gut haftenden Film ergibt
4(i und eine Oberflächenspannung vcn 62 dyn/cm besitzt.
In einem druckfesten Polymerisationsreakior werden
4810 Teile Wasser, 40 Teile Kaliumpen.ulfat. S(H) Teile
des Na-Salzes der Poly^-acrylamido^-methylpropansulfonsäure
(K-Wert 40), 135 Teile Methacrylsäureamid und 1350 Teile einer 3%igen, wäßrigen Natriumpyrophosphatlösung
vorgelegt. Man spült mit Stickstoff und stellt dann unter einen Stickstoffdruck von 1 atü (Vorlage).
In einem Mischgefäß (Zulauf I) werden 5265 Teile Styrol, in dem 40 Teile Diisopropylxanthogendisulfid
gelöst sind und 278 Teile Acrylsäure unter Rühren gemischt. Das Mischgefäß wird mit Stickstoff gespült
und anschließend 7830 Teile Butadien zugegeben. Von dieser Monomerenmischung werden 700 Teile in den
Reaktor zu der Vorlage gegeben. Man heizt auf 80° C auf und beginnt beim Erreichen von 50° C mit der
u) Zufuhr der restlichen Monomerenmischung (Zulauf I).
Die Zuliuif/eit betrügt 7 bis 8 Stunden, wobei eine
I'olymerisationsleniperatur von 80° ( aufrechterhalten
wird, (ileich/.eitig mit Zulauf I werden 5400 Teile einer
2%igen. wäßrigen Kaliumpersulfatlösung dem Reaktor
<ö zugeführt (Zulauf i_). N»th Beendigung von Zulauf I
und Il werden weitere 1350 Teile einer 2%igen, waldigen
Kaliiimpersulfatiösung im Ver'auf von 30 Minuten
zugegeben (Zulauf III). Man erhält eine koagulatfreie.
50",>ige Dispersion, die einen klaren, auf Glas gut haftenden
Film ergibt und eine Oberflächenspannung von 62 dyn/cm besitzt.
II)
20
.15
45
50
55
65
Claims (1)
1. Verfahren zur Herstellung von wäßrigen Polymerisat-Dispersionen
durch Polymerisation von 20 bis 70 Gew.-%, bezogen auf den Gesamtansatz,
olefinisch ungesättigten Monomeren in wäßrigem, ein Dispergiermittel enthaltendem Medium unter
Verwendung üblicher Polymerisationskatalysatoren bei 0 bis 150° C, dadurch gekennzeichnet, daß
das wäßrige Medium als Dispergiermittel 0.05 bis 5 Gew.-%. bezogen auf die Monomeren, wasserlösliche
Homopolymerisate enthält, die wiederkehrende Einheiten der allgemeinen Formel
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| DE19752540468 DE2540468C3 (de) | 1975-09-11 | 1975-09-11 | Verfahren zur Herstellung von wäßrigen Polymerisat-Dispersionen und deren Verwendung |
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