DE251808C - - Google Patents
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- DE251808C DE251808C DENDAT251808D DE251808DA DE251808C DE 251808 C DE251808 C DE 251808C DE NDAT251808 D DENDAT251808 D DE NDAT251808D DE 251808D A DE251808D A DE 251808DA DE 251808 C DE251808 C DE 251808C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22G—SUPERHEATING OF STEAM
- F22G1/00—Steam superheating characterised by heating method
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 251808 KLASSE 13 d. GRUPPE
CHARLES CAILLE in LE PERREUX, Seine.
Verfahren zur Überhitzung von Dampf. Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Mai 1911 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom 28. Februar 1911 anerkannt.
die Priorität
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Überhitzung von Dampf.
Bei den bekannten Überhitzern ist der
Dampf im Überhitzer stets noch gesättigt und kann nur durch eine Temperaturerhöhung
von der in ihm enthaltenen Feuchtigkeit be-
. freit werden. Infolgedessen muß man den Überhitzern eine ziemlich beträchtliche Größe
geben und sie an einer Stelle in detv Weg der Feuergase einschalten, die nicht zu weit von
der Feuerung entfernt ist. Wenn einem solchen Überhitzer infolge einer Verminderung
oder eines Aussetzens der Dampfentnahme nicht genügend frischer Dampf zugeführt wird, so kann ferner ein Verbrennen des
Röhrenbündels eintreten,. falls man nicht Vorrichtungen vorsieht, um diesem Übelstand zu
begegnen.
Das Verfahren gemäß dieser Erfindung vermeidet alle diese Übelstände. Das neue
Verfahren besteht im wesentlichen darin, daß der Druck des Dampfes zwischen der Entnahmestelle
und einem Überhitzer vermindert wird, und zwar zweckmäßig um einen konstanten Betrag, und daß gleichzeitig der Aufnehmer
für den Dampf von verminderter Spannung mindestens auf der Temperatur gehalten wird, die der Dampf vor seiner Spannungsverminderung
hatte. Letzteres wird beispielsweise dadurch erreicht, daß der Spannungsabfall in einem geeigneten Aufnehmer
vor sich geht, der im Dampfraum des Kessels angeordnet ist. Der Dampf erfährt also eine isothermische Expansion, und man
erhält vollkommen trockenen Dampf mit einem Überhitzer von sehr geringen Abmessungen,
der an einer von der Feuerung entfernten Stelle, z. B. in der Rauchkammer, angeordnet sein kann.
Eine Ausführungsform einer zur Ausführung des Verfahrens geeigneten Anlage ist in
Fig. ι in Anwendung an einen Lokomotivkessel dargestellt. Fig. 2 zeigt die Vorrichtung
zur Verminderung der Spannung des Dampfes in einem Schnitt in größerem Maßstäbe.
Gemäß Fig. 1 ist der zylindrische Kessel a der Lokomotive in üblicher Weise mit einem
Dampfdom b versehen, in dem das gebräuchliche, vom Maschinisten von außen zu bewegende
Dampfentnahmeventil c angeordnet ist. Der durch das Ventil c dem Kessel entnommene
Dampf geht in eine Leitung d, die nach einem Druckverminderungsbehälter e führt.
Beim Austritt aus diesem Behälter e, in dem der Druck des Dampfes herabgesetzt wird,
wird der Dampf auf der Temperatur gehalten, die er vor seiner Spannungsverminderung besaß.
Zu diesem Zwecke geht der Dampf, in den Aufnehmer f, der aus einem Rohr oder
einem Röhrenbündel von geeigneten Abmessungen besteht und im Dampf raum g des
Kessels angeordnet ist. An den Aufnehmer f ist der Überhitzer h angeschlossen, der erheb-
lieh kleiner als üblich gehalten werden und in der Rauchkammer i der Lokomotive angeordnet
sein kann.
Die Wirkung der Spannungsverminderung des Dampfes auf seinem Wege von der Leitung
d zum Überhitzer h unter gleichzeitiger Aufrechterhaltung seiner Anfangstemperatur
ist ohne weiteres verständlich. Es tritt hierbei infolge der Druckverminderung" bei kon-
ίο stanter Temperatur eine Verdampfung des im
Dampf enthaltenen Wassers ein. Der Aufnehmer / bildet so eine Kammer für vollständige
Verdampfung, so daß der Dampf im Überhitzer h vollständig trocken anlangt. Im
Überhitzer erfährt er eine Temperaturerhöhung, deren Folge auch eine Drucksteigerung
ist, die bis zum Einlaß in die Dampfmaschine bestehen bleibt. Bei jeder Füllungsperiode in der Dampfmaschine ergibt sich in
dem Aufnehmer / eine Druckverminderung, deren Folge ist, daß der Druckverminderungsbehälter
e frischen Dampf in den Aufnehmer / eintreten läßt, der die bestimmte Spannungsverminderung erfährt und· dessen Feuchtig-
keit verdampft wird. Alsdann wiederholen sich die beschriebenen Vorgänge.
Das Druckverminderungsgefäß e ist vorteilhaft so ausgebildet, daß der veränderliche
Druck P, der im Kessel g herrscht, ' nicht bis auf einen ein für allemal bestimmten Wert P1
vermindert wird, sondern daß vielmehr die Differenz zwischen dem veränderlichen Druck-P und dem ebenfalls veränderlichen
Druck p des Aufnehmers / eine Konstante bleibt, deren Wert man allerdings beliebig
bestimmen und einstellen kann. Bezeichnet also P den veränderlichen Druck im Kessel
und p den veränderlichen Druck im Aufnehmer /, so hat man stets P — p^k, wobei k
eine Konstante ist, die durch entsprechende Regulierung der Einstellorgane des Druckverminderungsgefäßes
e bestimmt werden kann. Die Temperatur des entspannten Dampfes wird auf der Höhe gehalten, die der
Dampf vor seiner Entspannung hatte, so daß also durch die Entspannung eine vollständige
Verdampfung, d. h. also eine vollständige Trocknung des dem Kessel entnommenen Dampfes erzielt wird.
Das Druckverminderungsgefäß e ist in Fig. 2 veranschaulicht. Es besteht aus einem
: äußeren Gehäuse e, das durch eine Öffnung e1
mit dem Dampf raum g des Kessels und durch einen Stutzen e2 mit der Leitung d in Verbindung
steht. In dem Gehäuse e ist eine Kammer j angeordnet, die· durch einen Stutzen j1
mit dem Aufnehmer / in Verbindung steht. In dieser Kammer j ist eine zylindrische
Büchse m angeordnet, die mit zwei Reihen Öffnungen n, n1 versehen ist, die die Verbindung
zwischen der Leitung d und dem Aufnehmer / herstellen können und durch deren
Schluß diese Verbindung unterbrochen wird. Das völlige oder teilweise Öffnen und Schließen
dieser Durchlässe wird . beeinflußt durch die jeweilige Stellung des beweglichen Organs,
das in der Büchse m angeordnet ist.
Dieses bewegliche Organ besteht aus der Stange q und den darauf sitzenden Kolbenschiebern.
Für die Öffnungen n, n1 sind zwei Kolben 0, o1 von gleichem Durchmesser angeordnet.
Eine vom Stutzen e2 abgezweigte Leitung es steht durch eine öffnung 1 mit der
oberen Fläche eines Kolbens r1, durch eine Öffnung 2 mit der unteren Fläche eines KoI-bens'
r2 und der oberen Fläche eines Kolbens rs und schließlich durch eine Öffnung 3
mit der unteren Fläche des Kolbens r3 in Verbindung. Mit anderen Worten, der Stutzen e1
ist durch die Zweigleitung e'6 in ständiger Verbindung mit den Kammern v, t und u. Die
Kammer y zwischen den Kolben r1 und r2
steht durch eine Leitung w mit der Kammer j
des Druckverminderungsgefäßes e in Verbindung. Die beiden Kolben r1 und rs haben denselben
Durchmesser. Der Durchmesser des Kolbens r2 ist größer. Die Stange q, die alle
diese Kolben trägt, ist oben durch die Gehäusewand verlängert und trägt hier einen
Teller q1, auf den sich eine Feder χ mit regelbarer
Spannung stützt.
Die Spannung dieser Feder bestimmt den Wert der Konstanten k = P — p und sichert
die Spannungsverminderung des Dampfes.
Der in die Leitung d gelangte Dampf geht durch e2 und es in die Büchse m und in die
Kammern v, t und u. Da die Kolben r1 und rs
gleiche Durchmesser haben, so heben sich die auf diese beiden Kolben ausgeübten Drücke
auf. Dasselbe gilt für die Kolben 0 und o1.
Dagegen steht der Kolben r2 auf der unteren Fläche unter der Einwirkung des Druckes des
noch nicht entspannten Dampfes, während auf der oberen Fläche des Kolbens r2 der Druck
des Aufnehmers f herrscht. Bezeichnet man den Inhalt der Fläche des Kolbens r 2 mit S
und den Inhalt der Fläche des Kolbens r3 mit s, so sucht sich die Stange q mit dem darauf
sitzenden Kolben unter der Einwirkung einer Kraft zu heben, die gleich ist (S—s) · P,
während die entgegenwirkende Kraft, die die Stange mit dem Kolben abwärts zu drücken
strebt, sich zusammensetzt aus (S — s) · p und der Spannung k der Feder x. Das bewegliche
Organ nimmt also eine die Durchlässe n, n1 abschließende Gleichgewichtslage ein,
wenn
(S — s)-P = (S — s)-p + k
ist, was man auch schreiben kann
Da S — s konstant ist, so genügt es, wenn man den Wert P — p verändern will, die Konstante
k zu verändern.
. Sobald sich während des Betriebes der Wert von p infolge einer Dampfentnahme
vermindert, vergrößert sich der Wert P — p, und das Gleichgewicht ist gestört. Infolgedessen
öffnen sich die Durchlässe η und n1.
Da, wie oben erwähnt, der von dem Druck P
ίο auf den Druck p gebrachte Dampf auf einer
Temperatur gehalten wird, die mindestens gleich ist der Temperatur des Dampfes im
Kessel, so geht die Trocknung des Dampfes im wesentlichen schon in dem Aufnehmer /
vor sich, und man kann den Überhitzer h wesentlich kleiner nehmen als gewöhnlich,
wenn nicht gar ganz fortlassen.
Die Einschaltung des Kolbens r2 mit der Oberfläche ,S zwischen den beiden Kolben r1
und r'6 mit der kleineren Oberfläche ί ermöglicht
die Herabsetzung des Wertes der Konstanten k, indem man 5" und .? genügende
AVerte für die gute Wirkung der Vorrichtung gibt. Infolge der Möglichkeit, die Spannung
der Feder χ sehr schwach zu wählen, erhält man eine außerordentliche Empfindlichkeit
und Schnelligkeit der Wirkung, die durch die Trägheit der Massen nicht beeinträchtigt
wird.
Der Aufnehmer / kann in manchen Fällen gleichzeitig auch als Überhitzer ausgebildet
werden, ebenso wie auch der Überhitzer andererseits den Aufnehmer bilden kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Überhitzung von Dampf, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampf vor dem Eintritt in den Überhitzer durch Druckverminderung bei gleichbleibender Temperatur getrocknet bzw. in geringem Grade vorüberhitzt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE251808C true DE251808C (de) |
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ID=510218
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT251808D Active DE251808C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE251808C (de) |
-
0
- DE DENDAT251808D patent/DE251808C/de active Active
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