DE2515656C2 - Vorrichtung zur Erkennung einer Kombination von mehreren Farbmarken - Google Patents

Vorrichtung zur Erkennung einer Kombination von mehreren Farbmarken

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DE2515656C2
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Rudolf 6100 Darmstadt Weber
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WEBER LICHTSTEUERGERAETE KG 6100 DARMSTADT DE
Weber Lichtsteuergeraete Kg 6100 Darmstadt
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Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Erkennung einer Kombination von mehreren Farbmarken, die in bestimmter Reihenfolge an Körpern zur Kennzeichnung derselben angebracht sind, mit einer Einrichtung zur Beleuchtung der Farbmarken und einer Einrichtung zum Empfang des von den Farbmarken reflektierten Lichts, zu der eine Mehrzahl von jeweils auf eine bestimmte Farbe ansprechenden Fotozellen gehört, deren Ausgangssignale in einer Auswerteschaltung weiterverarbeitet werden. Eine solche Vorrichtung ist aus der DE-OS
21 51 797 bekannt.
Ein Anwendungsgebiet der Erfindung ist die Konfektionierung pharmazeutischer Produkte. Es wird z. B. eine große Anzahl von Ampullen mit Injektionsflüssigkeit gefüllt, die dann aber noch nicht etikettiert werden, weil noch nicht feststeht, in welcher Sprache die Etiketten benötigt werden. Um die Ampullen eindeutig identifizierbar zu machen, werden sie mit Farbringen versehen. Vier Farbringe, deren Farben a.^s vier
ίο verschiedenen Farben ausgewählt sind, ergeben durch Variation der Farbenreihenfolge bereits 340 Unterscheidungsmöglichkeiten.
Bei der eingangs genannten bekannten Vorrichtung dient als Beleuchtungsqielle eine Hochleistungs-Haloflenlampe, die eine große Wärme erzeugt und deshalb intensiv gekühlt werden muß. Um die Wärme von den zu identifizierenden Körpern fernzuhalten, ist die Lampe in einem eigenen Gehäuse untergebracht, und ihr Lichtstrom wird über ein optisches System mit Reflexion an mehreren Spiegeln auf die Farbmarken gerichtet.
Um das von den einzelnen Farbmarken reflektierte Licht nacheinander auf die Fotozellen wirken zu lassen, ist eine umlaufende Trommelblende mit Schlitzen vorgesehen, auf deren Innenseite das Bild des Farbmarkenfeldes projiziert wird, wobei die Schlitze das Licht von den eir^elnen Farbmarken nacheinander zu den Fotozellen gelangen lassen. Es sind drei Fotozellen vorhanden, deren jede für eine der drei Grundfarben empfindlich ist, wobei die jeweils zu erkennende Farbe durch ihre Zusammensetzung aus den Grundfarbenkomponenten erkannt werden muß.
Nachteilig ist bei der bekannten Einrichtung außer der unerwünschten Wärmeentwicklung und der zur Vermeidung der Wärmeeinwirkung auf die zu identifizierenden Körper notwendigen Kompliziertheit auch die Unzuverlässigkeit der Farbmarkenerkennung. insbesondere wenn die Körper schnell durch die Erkennungszone bewegt werden.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung zur Erkennung einer Kombination von mehreren Farbmarken gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs l.die bei geringem baulichen Aufwand und geringem Energiebedarf eine zuverlässigere Erkennung der Körper, auch bei schneller Bewegung derselben, ermöglicht.
Ausgehend von der eingangs beschriebenen Ausbildung wird zur Lösung dieser Aufgabe erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Beleuchtungseinrichtung
so aus einer der Anzahl der Farbmarken entsprechenden Anzahl von Blitzlichtquelien (2a bis 2d) besteht, deren jede auf eine der Anbringungsstellen der Farbmarken gerichtet ist, und die zeitlich aufeinanderfolgend gezündet werden.
Eine Verwendung von zeitlich aufeinanderfolgend gezündeten Blitzlichtquellen zur Abtastung der Oberfläche bewegter Körper ist an sich aus der DE-AS 2015 123 bekannt. Hier geht es aber darum, die Oberfläche eines freifallenden Mineralbrockens auf das Vorhandensein von optisch andersartig wirkenden Einschlüssen oder dergleichen abzutasten, wobei die Beleuchtung nacheinander in schmalen Streifen erfolgen soll. Hierzu müssen Lichtimpulse rasch aufeinanderfolgend an der gleichen Stelle austreten und die Mehrzahl der Blitzlichtlampen ist deshalb vorgesehen, weil mit einer Blitzlampe die notwendige hohe Blitzfolgefrcquenz nicht erzielt werden könnte.
Beim Anmeldungsgegenstand ist jeder Farbmarke
eine eigene Blitzlichtquelle zugeordnet, so daß bei geringem Energieaufwand und praktisch ohne Wärmeentwicklung an genau definierten Stellen, nämlich am Anbringungsort der Farbmarken, und zu genau definierbaren Zeiten eine Beleuchtung stattfindet. Das jeweils reflektierte Licht ist dann eindeutig einer Farbmarke zugeordnet und kann mit Sicherheit weiterverarbeitet werden. Die Gefahr von Fehlerkennungen ist praktisch ausgeschlossen, auch bei schnell bewegten Körpern.
Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung fällt das von jeder Farbmarke reflektierte Licht gleichmäßig auf alle Fotozellen. Es sind so viele Fotozellen vorhanden, wie verschiedene Farben verwendet werden, wobei jede Fotozelle auf eine dieser Farben anspricht, z. B. durch vorgeschaltete Filter, und somit eine sichere Erkennung gewährleistet ist.
In einei· zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung stellt die Auswerteschaltung eine Matrixschaltung mit zwei Gruppen von Eingängen dar, wobei zur ersten Gruppe eine der Anzahl der Farbmai ken entsprechende Anzahl von Eingängen gehört und diese von den Zündsignalen der Blitzlichtquellen beaufschlagt wird und zur anderen Gruppe eine der Anzahl der verwendeten verschiedenen Farben entsprechende Anzahl von Eingängen gehört und diese von den Ausgangssignalen der Fotozellen beaufschlagt wird. Bei einer solchen Ausbildung wird auf einfache Weise in dei Auswerteschaltung jeder Farbmarke eindeutig und zuverlässig die Farbe zugeordnet.
Schließlich ist es zweckmäßig, wenn die Matrixschaltung eine Eingabetastatur mit farbigen Tastschaltern aufweist, mittels der eine Referenzkombination von Farbmarken eingegeben wird, die mit der am Körper erkannten Kombination von Farbmarken verglichen wird, wobei das Ergebnis dieses Vergleichs als Koinzidenz oder Nicht-Koinzidenz angezeigt wird. Eine solche Ausbildung empfiehlt sich, wenn nur zur Kontrolle festzustellen ist, ob die Körper alle die gleiche Farbmarkenl'ombination aufweisen, z. B. ob eine Vielzahl von Ampullen alle zur gleichen Charge gehören.
Eine selbsttätige Auslösung des Erkennungsvorgangs ist möglich mit einer von dem bewegten Körper durchlaufenen Lichtschranke, welche den Start und gegebenenfalls die Abschaltung des die Zündimpulse der Blitzlichtquellen erzeugenden Impulsgenerators steuert.
Die Erfindung wird nachfolgend durch die Beschreibung eines Ausführungsbeispiels an Hand der beigegebenen Zeichnung weiter erläutert. Diese zeigt schematisch eine Vorrichtung zur Erkennung einer Kombination von Mehreren Farbmarken an einem Körper,
Auf einem Farbmarkenträger 1, z. B. einer Ampulle, sind vier Farbmarken la, \b, ic, id aufgedruckt. Die Farbe jeder Marke ist aus z. B. vier verschiedenen Farben ausgewählt. Dies können die Farben rot, gelb, grün und blau sein, die in der Abbildung durch waagerechte, senkrechte, links- und rechtsschräge Schraffierung angedeutet sind. Durch die Wahl der Farben und ihrer Reihenfolge ergeben sich 340 verschiedene Kombinationen.
Zu jeder Farbmarke gehört eine Blitzlichtquelle 2a,
2b, 2c und 2d. Damit das Licht dieser Blitzlichtquellen auch nur auf die jeweils zugehörige Farbmarke gelangt, ist eine Schlitzblende mit Schlitzen 3a, 30, 3c, 3d vorgesehen.
In geeigneter Weise sind vier Fotozellen so angeordnet, daß das von den vier Farbmarken
ίο reflektierte Licht gleichmäßig auf alle vier Fotozellen gelangt. Die vier Fotozellen unterscheiden sich so in ihrer spektralen Empfindlichkeit, daß jede auf eine der vier möglichen Farben anspricht, d. h. die eine Fotozelle rotempfindlich, die weiteren gelb-, grün- und blauempfindlich sind. Die verschiedenen Empfindlichkeiten können durch Vorschaltung entsprechender Filter zustande gebracht werden.
Zur aufeinanderfolgenden Zündung der Blitzlichtquellen 2 dient ein Impulsgenerator 5, dessen Zündimpulse aulierdem einer Auswerteschaltung 7 zugeführt werden, zu der auch die Signale der Fotozellen 4 gelangen.
Die Auswerteschaltung ist eine Matrixschaltung, wobei die Zündsignale zu einer ersten Gruppe von Eingängen 7a, 7b, 7c und 7d gelangen, während die Signale von den Fotozellen 4 auf eine zweite Gruppe von Eingängen 8a, 8b, 8c und Sd gelangen. Durch diese Verknüpfung wird bei jeder Belichtung eindeutig die festgestellte Farbe der jeweiligen Farbmarke zugeordnet und registriert.
Die Tasten der Eingabetastatur der Matrixschaltung 7 sind zweckniäßigerweise in den Farben gehalten, die für die Farbmarken verwendet werden, was in der Abbildung durch waagerechte, senkrechte, links- oder rechtsschräge Schraffierung dargestellt ist. Die Tasten können auch farbig beleuchtet sein.
Wenn beim Betrieb das Vorhandensein einer bestimmten Farbenkombination geprüft werden soll, so werden die Eingabetasten der Auswerteschaltung entsprechend der erwarteten Kombination gedrückt. Dabei stellen sie einen Stromkreis her, der an dem Anzeigegerät 9 ein »Richtigsignal« 10 auslöst, wenn die Referenzeingabe mit der gelesenen übereinstimmt. Bei Nichtübereinstimmung wird ein »Fabchsignal« 11 ausgelöst.
Der Beginn eines Prüfzyklus, d. h. der Anstoß des Impulsgenerators 5 zur Erzeugung einer Zündimpulssequenz, geschieht durch Schließen des Schalters 6. Dieser Schalter kann eine Lichtschranke oder auch eine Reflexschranke sein, die beim Eintritt der Farbmarken der Träger 1 in den Bereich der Bützlichtquellen anspricht. Die letzte Farbmarke kann die Abfrage und die Löschung herbeiführen.
An Stelle von Filtern vor den Fotozellen 4a, 4b, 4c, 4d können zur Erzielung der gewünschter spektralen Empfindlichkeit auch andere optisch·; Mittel, z. B. Dichroid-Spiegel verwendet werden. Auch können für die Hin- und Rückleitung des Lichtes der Blitzlichtquellen und Fotozellen Lichtleitfasern benutzt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur Erkennung einer Kombination von mehreren Farbmarken, die in bestimmter Reihenfolge an Körpern zur Kennzeichnung derselben angebracht sind, mit einer Einrichtung zur Beleuchtung der Farbmarken und einer Einrichtung zum Empfang des von den Farbmarken reflektierten Lichts, zu der eine Mehrzahl von jeweils auf verschiedene Farben ansprechenden Fotozellen gehört, deren Ausgangssignale in einer Auswerteschaltung weiterverarbeitet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Beleuchtungseinrichtung aus einer der Anzahl der Farbmarken (la bis Icy entsprechenden Anzahl von Blitzlichtquellen (2a bis 2d) besteht, deren jede auf eine der Aribringungsstellen der Farbmarken gerichtet ist, und die zeitlich aufeinanderfolgend gezündet werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blitzlichtquellen (2a bis 2d) in der Reihenfolge der Anordnung der Farbmarken gezündet werden.
3. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das von jeder Farbmarke reflektierte Licht gleichmäßig auf alle Fotozellen (4a bis Ad) fällt
4. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerteschaltung (7) eine Matrixschaltung mit zwei Gruppen von Eingängen darstellt, wobei zur ersten Gruppe (7a bis Td) eine der Anzahl der Farbmarken entsprechende Anzahl von Eingängen gehört und eijse von den Zündsignalen der Blitzlichtqueüen beaufschlagt wird und zur anderen Gruppe (8a bis Sd) f "iie der Anzahl der verwendeten verschiedenen Farben entsprechenden Anzahl von Eingängen gehört und diese von den Ausgangssignalen der Fotozellen (4a bis Ad) beaufschlagt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrixschaltung (7) eine Eingabetastatur mit farbigen Tastschaltern aufweist, mittels der eine Referenzkombination von Farbmarken eingegeben wird, die mit der am Körper erkannten Kombination von Farbmarken verglichen wird, wobei das Ergebnis dieses Vergleichs als Koinzidenz oder Nicht-Koinzidenz angezeigt wird.
6. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine von dem bewegten Körper (1) durchlaufene Lichtschranke, welche den Start und gegebenenfalls die Abschaltung des die Zündimpulse der Blitzlichtquellen (2a bis 2d) erzeugenden Impulsgenerators (5) steuert.
DE2515656A 1974-05-07 1975-04-10 Vorrichtung zur Erkennung einer Kombination von mehreren Farbmarken Expired DE2515656C2 (de)

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