DE2509934C3 - Schraubendruckfeder, insbesondere mit progressiver Kennlinie - Google Patents
Schraubendruckfeder, insbesondere mit progressiver KennlinieInfo
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Description
30
Die Erfindung betrifft eine Schraubendruckfeder, insbesondere mit progressiver Kennlinie, bei der sich
Windungsteile während des Einfederns berühren und im Bereich der Berührungslinien eine elastische, streifenförmige
Kunststoffauflage angeordnet ist.
Schraubendruckfedern, insbesondere solche mit progressiver Kennlinie aber auch solche mit linearer
Kennlinie, können im Fährbetrieb zu Klappergeräuschen führen. Diese Klappergeräusche haben ihre
Ursache in einem nicht kontinuierlichen Abwälzen von Windungen aufeinander. Derartige Unregelmäßigkeiten
im Abwälzverhalten sind auf Fertigungsungenauigkeiten insbesondere hinsichtlich der Steigung der
Federwindungen sowie eventuell auch des Drahtdurchmessers zurückzuführen und/oder auf die geomefrischen
Verhältnisse bei der Anordnung der jeweiligen Feder im Fahrzeug, wie z. B. Einfederung im Kreisbogen,
Schrägstellung der Federenden oder Ausbauchen der Feder selbst. Diese Klappergeräusche treten
insbesondere dann auf, wenn die Feder oder die Achse in Eigenschwingungen gerät. Zur Vermeidung dieser
Klappergeräusche sind eine Reihe von Lösungen bekannt, wie z. B. e;n vollständiger Kunststoffüberzug,
Verwendung von Schläuchen sowie das Aufklammern von Kunststoffteilen, die jedoch wegen ihrer jeweiligen
Nachteile, in den meisten Fällen insbesondere wegen des hohen Aufwandes an Material- und Aufbringekosten,
nicht befriedigen konnten.
Es ist auch bereits entsprechend der eingangs näher bezeichneten Gattung aus dem DT-Gbm 19 79 962
bekannt, nur noch eine hinsichtlich Querschnitt und räumlicher Ausbildung vorgeformte, flache, streifenförmige
Kunststoffauliage im Bereich der Berührungsiinien der einzelnen Windungen durch Klebung anzuordnen.
Auch diese Ausführung hat sich in der Praxis nicht durchsetzen können, da sowohl der Aufwand als auch
die Haltbarkeit sowohl des Streifens selbst als auch seiner Klebeverbindung nicht befriedigten. Dabei sind
insbesondere als nachteilig hervorzuheben die hohen Kosten für den vorzuformenden, dem jeweiligen,
gegebenenfalls unterschiedlichen Durchmesser des Federdrahtes anzupassenden Streifen und den zusätzlich
erforderlichen Kleber sowie hinsichtlich des Arbeitsaufwandes, da ein Kleberauftrag auf Streifen und
Feder in mehreren, schlecht zu automatisierenden Arbeitsgängen erforderlich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der Nachteile der vorbekannten Ausführungen
bei einer Schraubendruckfeder insbesondere den Aufwand an Material und Aufbringzeit zu
verringern und eine gute Haltbarkeit mit verhältnismäßig einfachen Mitteln zu erreichen.
Gemäß der Erfindung wird dazu bei einer Schraubendruckfeder der eingangs näher bezeichneten Gattung
vorgeschlagen, daß die Kunststoffaufjage die jeweils gegenüberliegenden Windungsteile nur stellenweise
abstützt.
In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens kann es bei besonders ungünstigen Betriebszuständen,
insbesondere bei hohen Flächenpressungen und radialen Relativbewegungen der Windungen aufeinander
\on besonderem Vorteil sein, wenn die Kunststoffauflage die Berührungslinie kreuzend oder in Längsrichtung
der Federwindungen in Abständen angeordnet ist.
Dadurch wird sichergestellt, daß auch bei derartigen extrem hohen Beanspruchungen durch die zusätzlichen
Schubkräfte in radialer Richtung nicht größere Teile der Kunststoffauflage abgeschert werden, sondern eine
Abnutzung allenfalls nur an bestimmten Stellen auftreten kann, während die restlichen Kunststoffauflagen
weiterhin die Geräusche erzeugende Berührung von Metall auf Metall verhindern. Weiterhin wird
dadurch erreicht, daß eventuell angesetzter Schmutz von der Kunststoffauflage besser verdrängt werden
kann.
\m wesentlichen die gleichen Vorteile der nur
stellenweisen Abstützung werden erreicht bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung, bei der die
Kunststoffauflage entlang der Berührungslinie durchgehend angeordnet ist und über ihre gesamte Länge im
Querschnitt in der Dicke wechselt.
Die die Berührungslinie kreuzenden bzw. die in Abständen angeordneten Kunststoffauflagen können
über ihre gesamte Länge einen gleichbleibenden Querschnitt aufweisen. Es kann aber auch vorteilhaft
sein, wenn auch diese Kunststoffauflagen über ihre Länge einen in der Dicke wechselnden Querschnitt
aufweisen. Dadurch wird ebenfalls durch Schaffung von Sollbruchstellen mit geringerem Querschnitt einem
Abschälen von Kunststoffauflagen größerer Länge entgegengewirkt sowie ebenfalls ein gewisser Selbstreinigungseffekt
der Feder erreicht, der noch, wie auch bei den vorgenannten, dem gleichen Zweck dienenden
Merkmalen, dadurch begünstigt wird, daß die Kunststoffauflagen bezogen auf die Einbaulage jeweils an der
Unterseite der Windungen angebracht werden, so daß der Schmutz nach unten herunter fallen kann.
Die erfindungsgemäße Schraubendruckfeder zeichnet sich durch einen verhältnismäßig geringen Materialverbrauch
des Kunststoffes wegen der besonderen, den aufgebrachten Werkstoff weitgehend ausnutzenden
Anordnung und der verluslosen Aufbringung aus. Es ist weiterhin kein aufwendiges Formstück erforderlich,
sondern der Kunststoff kann in nur einem Arbeitsgang sowohl bei der Herstellung im Werk als auch im
Bedarfsfall später in der Werkstatt universell auch bei
verschieden ausgebildeten Federn ohne zusätzliche Klebe- oder andere Arbeiten auf die kugelgestrahlte
oder fertiglackierte Feder ferthaftend aufgebracht werden. Die Aufbringung kann ohne weiteres mechanisiert
bzw. automatisiert werden. Da die Klappergeräusche je nach Konstruktion, EinbaulagR, Belastung der
Feder und Schmutzanfall an verschiedenen Windungen auftreten können, ist es weiterhin von besonderem
Vorteil, daß die Kunststoffauflage an jeder beliebigen Stelle der Feder aufgebracht werden kann.
Während der erfindungsgemäße Vorschlag vorwiegend für Schraubendruckfedern mit progressiver
Kennlinie Anwendung findet, ist aber auch eine Verwendung für Schraubendruckfedern mit linearer
Kennlinie mit den gleichen Vorteilen möglich.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Im einzelnen zeigt
Fig. 1 einen Windungsteil und den zugehörigen Querschnitt bei entlang der Berührungslinie verlaufender,
durchgehender Kunststoffauflage mit in der Dicke wechselndem Querschnitt (siehe F i g. 4),
Fig.2 einen Windungsteil und den zugehörigen Querschnitt bei die Berührungslinie kreuzender Kunststoffauflage,
Fig.3 einen Windungsteil und den zugehörigen Querschnitt bei entlang der Berührungslinie in Richtung
der Federwindungen in Abständen angeordneter Kunststoffauflage,
Fig.4 eine Teilansicht gemäß Pfeilrichtung IV in
F i g. 1 mit einer Kunststoffauflage mit in der Dicke wechselndem Querschnitt.
Gemäß Fig. 1 ist auf dem Federdraht 1 entlang der
Berührung3Üriie 10 eine durchgehende gemäß F i g. 4 in
der Dicke wechselnde Kunststoffauflage It aufgebracht, die einen sichelförmigen Querschnitt aufweist.
Bei der gemäß der Fig. 2 auf dem Federdraht 2
angeordneten, die Berührungslinie 20 kreuzenden Kunststoffauflage 21 kann bei extremen Beanspruchungen
allenfalls nur ein auf der Berührungslinie 20 angeordneter Teil der Kunststoffauflage 21 beschädigt
werden, ohne die Wirkung der danebenliegenden Teile zu beeinflussen. Außerdem kann eventueller Schmutz
to leicht in die freien Räume 22 neben der Kunststoffauflage
21 entlang der Berührungslinie 20 befördert werden.
Bei der Ausführung gemäß der Fig.3 ist auf dem Federdraht 3 entlang der Berührungslinie 30 die
Kunststoffauflage 31 in Längsrichtung der Federwindüngen
nur in Abständen angeordnet, zwischen denen ebenfalls freie Räume 32 belassen worden sind.
Entsprechend der Fig.4 können wie die Kunststoffauflage
11 (Vertiefung 110) auch 21, 31 selbst noch entlang ihrer Länge eine abwechselnde Dicke und
Vertiefungen 210, 310 zur Schaffung von Sollbruchstellen bzw. zur Schmutzaufnahme aufweisen. Die Kunststoffauflagen
11, 21, 31 werden in nicht näher dargestellter Weise dadurch hergestellt, daß eine
pastenartige, selbsthaftende, schnell aushärtende Kunst-
*5 stoffmasse, z. B. Polyurethan, Epoxidharz oder Silikonkautschuk,
über eine Düse vorgeformt auf den Federdraht 1,2,3 gebracht wird und dort nach Bildung
eines sichelförmigen Querschnittes aushärtet. In den F i g. 1 bis 4 sind die Kunststoffauflagen 11,21,
31 zur Verdeutlichung an der Oberseite der Windungen dargestellt, während in den meisten Fällen die
Einbaulage um 180° gedreht gewählt wird, damit Schmutz nicht an den Kunststoffauflagen haften kann,
sondern herunterfällt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Schraubendruckfeder, insbesondere mit progressiver Kennlinie, bei der sich Windungsteile
während des Einfederns berühren und im Bereich der Berührungslinien eine elastische, streifenförmige
Kunststoffauflage angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffauflage (11,
21,31) die jeweils gegenüberliegenden Windungsteile nur stellenweise abstützt. '
2. Schraubendruckfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffauflage (21) die
Berührungslinie (20) kreuzend angeordnet ist.
3. Schraubendruckfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffauflage (31) in
Längsrichtung der Federwindungen in Abständen angeordnet ist.
4. Schraubendruckfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffauflage (11)
entlang der Berührungslinie (10) durchgehend angeordnet ist und über ihre gesamte Länge im
Querschnitt in der Dicke wechselt.
5. Schraubendruckfeder nach den Ansprüchen 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffauflage
(21, 31) über ihre gesamte Länge im Querschnitt in der Dicke wechselt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752509934 DE2509934C3 (de) | 1975-03-07 | Schraubendruckfeder, insbesondere mit progressiver Kennlinie |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752509934 DE2509934C3 (de) | 1975-03-07 | Schraubendruckfeder, insbesondere mit progressiver Kennlinie |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2509934A1 DE2509934A1 (de) | 1976-09-09 |
| DE2509934B2 DE2509934B2 (de) | 1977-04-28 |
| DE2509934C3 true DE2509934C3 (de) | 1977-12-15 |
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