DE2509103C3 - Magnet-Transistor-Zündvorrichtung für Brennkraftmaschinen - Google Patents
Magnet-Transistor-Zündvorrichtung für BrennkraftmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Magnet-Transistor-Zündvorrichtung für Brennkraftmaschinen, mit einem Zündanker, der zur Erzeugung der Zündenergie mit einem
relativ dazu umlaufend bewegten Magnetsystem zusammenwirkt, mit einer Zündspule, deren Primärkreis einen
Transistorschalter enthält, der im Zeitpunkt des maximalen Stromflusses durch die Primärspule von
einem durch einen zusätzlichen Impulsgeber erzeugten Triggersignal in Sperrstellung umgeschaltet wird.
Magnet-Transistor-Zündvorrichtungen für Brennkraftmaschinen mit einem zusätzlichen Impulsgeber zur
Erzeugung des den Magnetschalter im Primärkreis der Zündspule unterbrechenden Triggersignals arbeiten
üblicherweise mit selbsthaltenden Transistorschaltern, z. B. in Form einer Darlington-Schaltung, bei der ein Teil
des Stroms durch die Primärspule als Steuerstrom zum Offenhalten des elektrischen Schalters herangezogen
wird (DT-OS 22 58 288). Auf diese Weise geht jedoch ein Teil des Stroms in der Primärspule für die Erzeugung
der Zündhochspannung verloren.
Um diese Beeinträchtigung der maximal erreichbaren
Zündhochspannung durch Abzweigung des Haltestroms für den Transistorschalter zu vermeiden, ist durch die
DT-OS 22 42 327 vorgeschlagen worden, den Basis-Haltestrom über einen Kondensator aus der zur Zündung
nicht verwerteten Halbwelle zu gewinnen. Bei dieser Ausbildung belastet zwar der Basis-Haltestrom den
Nutzprimärstrom direkt nicht. In der Praxis ergibt sich jedoch dennoch eine Schwächung des höchstmöglichen
Primärstromwertes, da, um die negative Halbwelle in der Triggerspule in der gewünschten Weise ausnützen
zu können, im Primärkreis eine Entkoppeldiode erforderlich ist Diese Entkoppeldiode beeinträchtigt
aber notgedrungen den maximal erreichbaren Primärstrom.
Bei einer aus der US-PS 34 84 677 bekanntgewordenen Zündvorrichtung für Brennkraftmaschinen wird der
Primärkreis durch den Haltestrom für den Transistorschalter überhaupt nicht belastet Zur Erzeugung des
Haltestroms ist aber dort eine gesonderte Steuerspule ,ο erforderlich. Diese Anordnung hat den Nachteil, daß sie
schaltungstechnisch sehr aufwendig ist, insbesondere
nachdem zur Triggerung ein zusätzlicher, einen Transistor enthaltender Kreis benötigt wird.
Durch die IT-PS 6 98 733 ist schließlich bereits eine Zündanordnung vorgeschlagen worden, bei welcher
gegeneinander versetzte Spulen vorgesehen sind, um einmal den zu schaltenden Primärstrom und zum
anderen den notwendigen Haltestrom für den Transistorschalter zu liefern. Der hauptsächliche Nachteil
dieser Zündanordnung liegt darin, daß für jeden Polraddurchmesser ein eigener geometrisch abgestimmter Zündanker notwendig ist, da es für die
Funktionsweise dieser Schaltung entscheidend darauf ankommt daß bestimmte Phasenverschiebungsverhältnisse zwischen den Spulen bestehen. Dies beeinträchtigt
jedoch die Austauschbarkeit und damit die Ausrüstung mehrerer Abnehmer und Typen sowie die Ersatzteil-Lagerhaltung ganz beträchtlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Magnet-Transistor-Zündvorrichtung für Brennkraftmaschinen der eingangs genannten Art so auszubilden, daß
die Erzeugung des Haltestroms für den Transistorschalter ohne Beeinträchtigung des maximalen Primärstroms
mit einem verlängerten Schaltungsaufwand erreicht werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einer Magnet-Transistor-Zündvorrichtung der eingangs genannten
Art gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die Triggerspule, ein Serien- /?C-Glied und der Steuerkreis
des vorzugsweise als Darlington-Schaltung aufgebauten Transistorschalters in Reihe geschaltet sind und daß
zwischen der Triggerspule (3) und dem Kondensator (5) eine in Durchlaßrichtung, und zwischen dem Kondensator (5) und dem Widerstand (7) eine in Sperrichtung
geschaltete Diodenverbindung zum anderen, vorzugsweise an Masse liegenden, Ende der Triggerspule
eingeschaltet ist, so daß die Triggerspule durch das Vorbeilaufen zweier gegeneinander versetzter Magnete
des umlaufenden Magnetsystems sowohl den Basishaltestrom als auch den Triggerimpuls für den Transistor
schalter liefert.
Weitere Vorteile der Erfindung und diese weiter ausgestaltende Einzelheiten ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels an Hand der Zeichnung. Dabei zeigt
F i g. 1 eine schematische Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Magnet-Transistor-Zündvorrichtung mit
feststehenden Spulen und einem umlaufenden Polrad,
F i g. 2 ein Schaltungsdiagramm der erfindungsgemäßen Magnet-Transistor-Zündvorrichtung und
Am Polrad 1 sind einander diametral gegenüberstehend zwei Magnete gezeichnet, die wegen ihrer
Funktion als Zündmagnet AfI bzw. Triggermagnet Af 2
bezeichnet sind.
Beim Vorbeilaufen an den beiden — in Umlaufrichtung betrachtet — um ca. 190° versetzt angeordneten
Spulen, der Zündspule 2 und der Triggerspule 3, werden
von beiden Magneten Spannungen bzw. Ströme induziert Die Triggerspule 3 lädt beim Vorbeilaufen des
Magneten AfI mit einer Halbwelle der in Fig.2
angedeuteten Polarität, über die Diode 4 den Kondensator 5 auf. Diese Ladung erzeugt den Basisstrom für den
vorzugsweise als Darlington-Schaltung c.asgebildeten Transistorschalter 6, der lediglich der einfacheren
Darstellung wegen als einfacher Trasistor gezeichnet ist Beim allmählichen Entladen des Kondensators 5
über den Widerstand 7 schaltet die Darlington-Transistorschaltung
6 durch, so daß der die Primärwicklung 8 der Zündspule 2 enthaltende Primärkreis über die
durchgeschaltete Emitter-Kollektorstrecke des Transistorschalters bzw. der Darlington-Schaltung 6 geschlossen
ist Der vorzugsweise als Elektrolyt- oder ,5 Tantal-Kondensator ausgebildete Kondensator 5 kann
über den entsprechend ausgelegten Widerstand 7 die Darlington-Transistorschaltung 6 lange genug in Öffnungsstellung
halten, bis der Magnet AfI bis zur
Zündspule gelangt ist
In dem Augenblick, in dem der in der Primärwicklung
8 durch den Magneten AfI induzierte Strom seinen Maximalwert erreicht hat, überträgt der Kondensator
den vom Magneten Af 2 in der Triggerspule 3 erzeugten negativen Triggerimpuls zur Basis der Darlington-Transistorschaltung
6. Die bislang durcLgeschaltete Emitter-Basisstrecke wird dadurch innerhalb weniger Mikrosekunden
gesperrt Durch die Magnetflu3änderung d Q)I dt im Eisenblechkern der Zündspule 2 baut sich die
Hochspannung für die Zündung in der Sekundärspule 9 auf.
Die parallel zur Triggerspule 3 liegende Diode 10, deren Durchlaßrichtung entgegengesetzt zu der der
Diode 4 liegt, dient zum einen dazu, die Übertragung des
positiven Triggerimpulses, d. h. der positiven Halbwelle
der vom Magneten Af 2 in der Spule 3 induzierten Spannung, zu verhindern, als auch zum Kurzschließen
der negativen Halbwelle des Spannungssignals, welches vorher der Magnet Af 1 in der Triggerspule 3 erzeugt
hat Von diesem Spannungssignal soll ja lediglich die positive Kalbwelle zur Aufladung des Kondensators 5
ausgenutzt werden.
Der Kondensator 9 bestimmt den Spannungsverlauf du/dt an der Primärwicklung 8.
In F i g. 3 ist die Schaltungsanordnung gemäß F i g. 2 mit einem an sich bekannten Begrenzungsschalter 11,
beispielsweise einer Zenerdiode für die primäre Induktionsspannung, kombiniert
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Magnet-Transistor-Zündvorrichtung für Brennkraftmaschinen, mit einem Zündanker, der zur
Erzeugung der Zündenergie mit einem relativ dazu umlaufend bewegten Magnetsysten zusammenwirkt,
mit einer Zündspule, deren Primärkreis einen Transistorschalter enthält, der im Zeitpunkt des
maximalen Stromflusses durch die Primärspule von einem durch einen zusätzlichen Impulsgeber erzeugten Triggersignal in Sperrstellung umgeschaltet
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Triggerspule (3), ein Serien-ÄC-Glied (5, 7) und der
Steuerkreis des vorzugsweise als Darlington-Schaltung (6) aufgebauten Transistorschalters in Reihe
geschaltet sind und daß zwischen der Triggerspule (3) und dem Kondensator (5) eine in Durchlaßrichtung, und zwischen dem Kondensator (5) und dem
Widerstand (7) eine in Sperrichtung geschaltete Diodenverbindung zum anderen, vorzugsweise an
Masse liegenden, Ende der Triggerspule (3) eingeschaltet ist, so daß die Triggerspule (3) durch das
Vorbeilaufen zweier gegeneinander versetzter Magnete (Mi, M2) des umlaufenden Magnetsystems
(Polrad 1) sowohl den Basishaltestrom als auch den Triggerimpuls für den Transistorschalter liefert
2. Magnet-Transistor-Zündvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnete
(Mi, M2) des umlaufenden Magnetsystems (1) sich diametral gegenüberstehen und die Triggerspule (3),
in Umlaufrichtung betrachtet, ca. 185° —190° gegenüber der Zündspule (2) versetzt angeordnet ist
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752509103 DE2509103C3 (de) | 1975-03-03 | Magnet-Transistor-Zündvorrichtung für Brennkraftmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752509103 DE2509103C3 (de) | 1975-03-03 | Magnet-Transistor-Zündvorrichtung für Brennkraftmaschinen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2509103A1 DE2509103A1 (de) | 1976-09-16 |
| DE2509103B2 DE2509103B2 (de) | 1977-06-08 |
| DE2509103C3 true DE2509103C3 (de) | 1978-01-19 |
Family
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