DE250866C - - Google Patents

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DE250866C
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pressure
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q21/00Devices for effecting ignition from a remote location

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Fluid-Driven Valves (AREA)
  • Switches Operated By Changes In Physical Conditions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 250866 -KLASSE Ad. GRUPPE
in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Juni 1911 ab.
Für das Zünden und Löschen der Gaslampen mittels im Gasleitungsnetz erzeugter Druckwellen sind bereits Schaltwerke vorgeschlagen worden, bei denen ein bewegliches 5 Organ in der durch eine Druckwelle gegebenen Stellung entweder mittels Flächenvergrößerung des beweglichen Organes oder mit Hilfe von Magneten nach Verschwinden der Druckwelle gehalten wird. Man hat ferner
ίο Schaltwerke in Vorschlag gebracht, bei denen ein mit dem beweglichen Organ verbundenes Ventil mit einer zur Entlüftung einer Membrankammer dienenden Hilfsbohrung versehen ■ ist,, die bei Rückgang des Druckes die Membrankammer mit der Außenluft verbindet.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein durch Druckwellen betriebenes Schaltwerk, welches in der Vereinigung der an sich bekannten Merkmale besteht und durch diese Vereinigung ohne Anwendung von Magneten für Preßgas- oder Preßluftanlagen benutzbar wird, bei denen drei Druckstufen wirksam sind. Die die Erfindung bildende Vereinigung der an sich bekannten Merkmale kennzeichnet sich durch ein beim Anheben mittels einer Druckwelle eine Flächen vergrößerung erfahrendes bewegliches Organ, welches mit einem Ventil verbunden ist, dessen Hilfsbohrung bei Niederdruck die Kammer des beweglichen Organes mit der Außenluft verbindet.
Die Erfindung eignet sich besonders für Gaslampen, welche mit höherem Gas- oder Luftdruck, als er in den üblichen Leitungs40
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netzen herrscht, betrieben werden und gewährt die Möglichkeit, nach Belieben einzelne Lampen von der Druckerzeugungsstelle aus mittels Druckwellen zu zünden oder zu löschen.
In den Zeichnungen ist die Erfindung in zwei Ausführungsformen dargestellt:
Fig. ι zeigt einen Querschnitt eines mit zwei Membranen ausgerüsteten Schaltwerkes in Ruhestellung,
Fig. 2 in Arbeitsstellung während des Betriebsdruckes,
Fig. 3 in Arbeitsstellung während der Druckwelle.
Fig. 4 veranschaulicht das Schaltwerk der in einer gegen die Fig. ι bis 3 um 180 ° gedrehten Stellung, und Fig. 5 ist der Grundriß.
Fig. 6 bis 8 zeigen eine Ausführungsform eines mit einer Membran arbeitenden Schaltwerkes.
Bei der Ausführungsform der Fig. 1 bis 5 ist das zwischen dem Eingangsstutzen 1 und dem Ausgangsstutzen 2 im Ventilgehäuse 3 gelagerte Ventil 4 in geeigneter Weise mit der Membran 5 gekuppelt, so daß gleichzeitig mit der Membran 5 auch das Ventil 4 bewegt wird. Die Membran 5 ist, wie Fig. 4 veranschaulicht, durch ein geeignetes Gestänge mit der Membran 6 verbunden, so daß, wenn die untere Membran gehoben wird, gleichzeitig auch die obere Membran dieselbe Bewegung mitzumachen gezwungen ist.
Der Arbeitsvorgang bei diesem Schaltwerk ist folgender:
Bei Niederdruck in der Gas- oder Luftleitung befinden sich die Membrane 5 und 6 sowie das Ventil 4 in der tiefsten in Fig. 1 dargestellten Stellung, so daß der Eingang 1 gegen den Ausgang 2 abgeschlossen und der Luft- oder Gasdurchgang abgesperrt ist. Sobald der Niederdruck auf den Betriebsdruck erhöht wird, wird die durch die Feder 7 belastete Membran 5 und mit dieser auch die Membran 6 und das Ventil 4 angehoben, welches den Durchgang zwischen Eingangsstutzen ι und Ausgangsstutzen 2 freigibt (vgl. Fig. 2).
Sobald nun der Betriebsdruck erhöht, also eine Druckwelle gegeben wird, wird die Membran 5 weiter angehoben (s. Fig. 3), und es kann nunmehr durch den Kanal 8, welcher durch eine entsprechende Ausfräsung im Ventil 4 mit der Kammer der Hauptmembran verbunden worden ist, der erhöhte Gas- oder Luftdruck auch unter die Membran 6 treten. Verschwindet die Druckwelle beim Rückgang des erhöhten Druckes auf den Betriebsdruck, so bleiben die Membranen 5 und 6 und infolgedessen auch das Ventil 4 in der in Fig. 3 dargestellten Stellung, und die Unterbrechung des Gasdurchganges wird trotz Beseitigung der Druckwelle nicht gestört. Erst wenn der Betriebsdruck auf den Niederdruck (Ruhedruck) zurücksinkt, wird der Kanal 8 der Hilfsmembrankammer durch die Ventilbohrung 11 entlüftet, und es gehen die Membrane 5 und 6 sowie das Ventil 4 in ihre Ruhestellung der Fig. 1 zurück.
In ähnlicher Weise arbeitet die Ausführungsform der Fig. 6 bis 8, mit dem Unterschiede jedoch, daß das Ventil in der Ruhestellung nicht abschließt. Diese Einrichtung ist daher für Anlagen gedacht, bei denen der Niederdruck gleich null ist, bei denen also in der Erzeugungsstelle bei Ruhezustand Gas oder Luft völlig abgesperrt wird. Der Druck des
Gewichtes 9 auf die Membran' ist so gewählt, daß die Membran nicht bewegt wird, solange in das Leitungsnetz Gas oder Luft unter Betriebsdruck gesandt wird. Luft oder Gas können daher ihren Weg vom Eingang 1 direkt nach dem Ausgang 2 finden (Fig. 6). Erst wenn eine Druckwelle gegeben wird, welche den Betriebsdruck übersteigt, wird die Membran 5 mit dem Ventil 4 in die Abschlußstellung der Fig. 7 angehoben und der Durchgang von Gas oder Luft unterbrochen. Bei Rückgang der Druckwelle und bei Wiederherstellung des Betriebsdruckes bleibt die Membran 5 und das Ventil 4 in der in Fig. 7 dargestellten Schließlage. Erst wenn der Betriebsdruck beseitigt, also erst wenn das Rohrnetz nicht mehr mit Luft oder Gas gespeist wird, fällt die Membran 5 und das Ventil 4 in die Anfangsstellung der Fig. 6 zurück. Um dies mit Sicherheit zu ermöglichen, ist die Membrankammer mit der Hilfsbohrung 10 versehen, welche durch die im Ventil, 4 angebrachte Bohrung 11 bei Rückgang des Ventils die Verbindung mit der Außenluft herstellt.
Mit Hilfe der neuen Einrichtung ist es bei mit erhöhtem Betriebsdruck arbeitenden Rohrnetzen möglich, diejenigen Abzweigungen, welche mit dem Schaltwerk ausgerüstet sind, von der Druckerzeugungsstelle her abzusperren, während diejenigen Abzweigungen, welche ein solches Schaltwerk nicht haben, so lange Gas oder Luft abgeben, als Druck irj der Leitung sich befindet. In Anwendung auf Rohrleitungen, welche Gaslampen z. B. mit Preßgas oder Preßluft speisen, können von der Druckerzeugungsstelle aus nach Belieben einzelne Lampen gelöscht werden, während die anderen brennen bleiben.
In ihren Einzelheiten können die dargestellten Ausführungsformen bauliche Abänderangen erfahren, ohne daß an dem Wesen der Erfindung etwas geändert wird.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Durch Druckwellen betriebenes Schaltwerk für Preßgas- oder Preßluftanlagen, bei denen drei Druckstufen wirksam sind, gekennzeichnet durch ein beim Anheben mittels einer Druckwelle eine Flächenvergrößerung erfahrendes bewegliches Organ, welches mit einem Ventil (4) verbunden ist, dessen Hilfsbohrung (11) bei Niederdruck die Kammer des beweglichen Organes mit der Außenluft verbindet. io<
2. Ausführungsform des Schaltwerkes gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von einer mit der Arbeitsmembran (5) gekuppelten Hilfsmembran (6) gebildete Kammer mit. einem zur Hilfs- 10; bohrung (11) führenden Kanal (8) verbunden ist.
3. Ausführungsform des Schaltwerkes gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein von der Arbeitsmembran (5) m abgeschlossener, konzentrisch zur Zuleitung angebrachter Ringraum mit einem zur Hilfsbohrung (11) führenden Kanal (10) verbunden ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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